Die Stadtteilbibliothek Sülz wird 85 Jahre alt : ein kleiner Rückblick

Am 18.03.1926 wurde die Volksbücherei IV in Sülz eröffnet.

Die Bibliothek in der Palanterstraße

Allerdings existierte die Volksbibliothek IV durch eine großzügigen Spende des Bankiers Camphausen bereits seit 1897 in der Richard-Wagner-Straße. Die Gründung hatte das Ziel, den sozialen Misständen entgegenzuwirken. Die Bibliothek sollle sich daher an alle Bevölkerungsschichten richten. Das Personal der Volksbibliothek IV war zunächst ehrenamtlich und die Bücher waren nur am Schalter erhältlich.

Thekenausleihe 1957

Ab 1914 sollte die Volksbibliothek IV dann einen neuen Standort in Sülz erhalten und erstmalig nur mit städtischen Mitteln finanziert werden. Doch durch den 1. Weltkrieg musste dieses Vorhaben ersteinmal verschoben werden.

1926 wurde schließlich die Volksbibliothek in der Palanter Str. in Sülz mit einem Bestand von 4600 Büchern eröffnet.

Doch dort konnte die Bibliothek nur bis 1942 bleiben, denn nach einem Luftangriff war das Gebäude schwer beschädigt worden. Im 2. Weltkrieg musste die Bibliothek zweimal umziehen. Zunächst fand sie ein Café in der Zülpicher Str. als Bleibe, musste jedoch, nach erneuten Zerstörungen mit dem übriggebliebenen Bestand in den Keller einer Schule in der Euskirchener Straße, erneut umziehen. Ab 1944 wurden schließlich alle Kölner Bibliotheken komplett geschlossen.

Das neue Gebäude in der Wichterichstraße 1966

Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Bibliothek IV in der Euskirchener Straße wieder eröffnet werden und hatte einen Bestand von 5100 Büchern. Bereits 3 Jahre später zog sie wieder um, diesmal in die Emmastraße.

Am 10.01.1966 gab es dann den letzten Umzug in die Wichterichstraße 1, wo sich die Bibliothek noch heute befindet. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Bibliothek IV eine reine Thekenbibliothek gewesen. Doch in den neuen Räumlichkeiten wurde auf einer Fläche von 390 m² eine moderne Bibliothek aufgebaut, dessen Buchbestand für jedem frei zugänglich sein sollte.

Die hellen neuen Räumlichkeiten in der Wichterichstraße 1966

Mittlerweile befindet sich die Stadtteilbibliothek Sülz schon seit 45 Jahren in dem jetzigen Gebäude und ist fest verankert in dem Stadtteil Sülz. Als 2003 die Schließung der Stadtteilbibliothek Sülz drohte, setzten sich viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil für den Erhalt der Bibliothek ein, woraus der Förderverein der Stadtteilbibliothek Sülz lesezeichen e.V. entstand.

Das Medienangebot (insgesamt über 30.000 Medien) umfasst nun nicht nur mehr Bücher, sondern auch DVDs, Hörbücher, Musik-CDs und Games. Es finden regelmäßig Lesungen für Kinder und Erwachsene statt. Ganz neu sind zweisprachige Kinderbuchlesungen in Italienisch, Spanisch und Englisch, die einmal im Monat stattfinden.

Weitere Informationen zu der Stadtteilbibliothek Sülz finden Sie hier.

aFri

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