Kinostart: „Der Geschmack von Apfelkernen“ – Hannah Herzsprung als Bibliothekarin

26 Sep

1,5 Millionen verkaufte Exemplare, 2 Jahre auf der Spiegel-Bestsellerliste und Übersetzungen in 25 Sprachen… Mit ihrem Debütroman „Der Geschmack von Apfelkernen“ gelang der Autorin Katharina Hagena 2008 ein sensationeller Erfolg. Heute startet in den deutschen Kinos der gleichnamige Film.
Die Hauptrolle der Bibliothekarin Iris spielt die 32jährige Hannah Herzsprung. Obwohl die Geschichte (eine Familiensaga über drei Generationen) wenig mit dem Beruf der Protagonistin zu tun hat, lassen sich im Buch Bezüge zwischen der Welt der Bücher und dem Haus und Garten der Großmutter aufspüren. Über das Buch schrieb die ZEIT: „Es riecht nach Sommer, nach Äpfeln und Johannisbeeren.“
Iris, Bibliothekarin an der Freiburger Universitätsbibliothek, liebt besonders an ihrem Beruf: „das Aufstöbern vergessener Bücher, Bücher, die schon seit Hunderten von Jahren an ihrem Platz standen, wahrscheinlich noch nie gelesen worden waren, eine dicke Staubkruste im Schnitt, und die doch Millionen von ihren Nichtlesern überlebt hatten.“ Gleichwohl scheut sie die Berührung. „Wie die meisten Bibliotheksbücher rochen sie schlecht, das Gegenteil von frisch.“
Gern hatte Iris den Beruf gewählt, obwohl dieser sie vom Lesen abbrachte. „Erst hatte ich Germanistik studiert, aber bei den Seminararbeiten merkte ich, dass mir alles, was nach dem Bibliographieren kam, belanglos erschien. Kataloge, Schlagwortregister, Handbücher, Indizes hatten ihre eigene feine Schönheit, die sich beim flüchtigen Lesen ebenso wenig erschloss wie ein hermetisches Gedicht.“
So deutet der Roman gleich zu Beginn an, wie Iris sich ihrer Familiengeschichte nähern wird, durch Stöbern in Erinnerung und Vergessen, Sinnlichem und Übersinnlichem, Vergilbtem und Verstaubtem. Fans des Buches können gespannt sein, wie das im Film umgesetzt wird. Bibliothekarinnen werden Iris eventuell durch die berufliche Brille betrachten.
Und wir hier sind (allein aufgrund der Buchlektüre) froh, dass wir in einer öffentlichen statt einer wissenschaftlichen Bibliothek arbeiten. Also können und wollen wir nicht mitreden und bitte keine Rückschlüsse, sollte im Film eine Bibliothekskulisse auftauchen!

gp

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