Literaturtipp: Cecilie Enger – Die Geschenke meiner Mutter

27 Dez

„Ich war schon lange darauf vorbereitet, dass der Tag kommen würde, aber nur als ein Tag in ferner Zukunft.“ (1)

So beginnt der neue Roman von Cecilie Enger, wo sie den langsamen geistigen Abbau ihrer Mutter wohltuend vorsichtig beschreibt.

Hierzulande ist Cecilie Enger relativ unbekannt. Sie studierte Geschichte, Norwegisch und Journalismus. 1994 legte sie ihr Romandebüt vor und erhielt seit dem etliche Preise.

Die „Geschenke meiner Mutter“ ist ein wunderbarer Roman, leise und berührend. Die Mutter ist an Alzheimer erkrankt und beim Auflösen des mütterlichen Hausrates findet Cecilie einige Erinnerungsstücke und auch eine Liste mit akribisch notierten Weihnachtsgeschenken der letzten Jahrzehnte. Anhand dieser Erinnerungsstücke entsteht mosaikartig das Bild einer norwegischen Familie über mehrere Generationen. Da die Autorin auch Journalistin ist, befinden sich in diesem Roman historische wie auch aktuelle Bezüge zum politischen Leben in Norwegen.

Ein Buch nicht nur für die „Weihnachtszeit“. 🙂

wl

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(1) Zitat aus: Cecilie Enger: Die Geschenke meiner Mutter ; S. 9

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