Drei Workshops und ein „Hallo“ für die Stadtbibliothek von Morgen

Stellen sie sich folgendes vor: Ihre Küche ist bereits 30 Jahre alt und inzwischen ziemlich heruntergerockt. Es muss etwas Neues her. Also alle alten Möbel raus, die Tapeten von den Wänden, Wasser- und Elektrizität müssen auf den neuesten Stand gebracht werden. Mit der Sanierung stellt sich zugleich die Frage: Für wen soll die neue Küche wie aussehen? Soll die neueste Technik hinein, also Induktionsherd, Pyrolyseofen, Thermomix und Kühlschrank mit Internetanschluss?

Viele Fragen und viele Möglichkeiten. Ein bisschen geht es auch uns so – den Mitarbeitenden der Zentralbibliothek, die im Sommer 2024 aus dem sanierungsbedürftigen Josef-Haubrich-Hof ins Interim in der Hohe Straße gezogen sind. Ebenso den Kolleginnen und Kollegen der Stadtteilbibliotheken oder des Bücherbusses. Wenn voraussichtlich 2028 die Karawane wieder zurück ins frisch sanierte Gebäude der Zentralbibliothek zieht, wenn die sanierte Stadtteilbibliothek in Neubrück wiedereröffnet und wenn wir uns die gesamte Bibliothekslandschaft der Stadt anschauen: was erwartet uns in nächster Zukunft? Welche Inhalte wollen wir wie anbieten?

Dritter Ort, Dachterrasse, Dom-Blick, und sonst?

Die Stadtteilbibliotheken wie auch die Zentralbibliothek sollen mehr und mehr als „Dritter Ort“ funktionieren. Der Dritte Ort ist ein Platz, an dem Sie als Besuchende sich so wohl fühlen sollen wie daheim oder (hoffentlich auch) auf der Arbeit. Es sind schließlich die Orte, an denen wir Alle die meiste Zeit verbringen. Sie sollen gerne zu uns kommen, Freund*innen treffen, gemeinsam lernen und spielen. Nicht nur Bücher ausleihen, sondern zum Beispiel – aus der Bibliothek der Dinge – eine Eismaschine mit nach Hause nehmen, wo Sie in Ihrer renovierten Küche 14 Tage lang Erfrischungen produzieren können. Wir versprechen: Die vom niederländischen Architekten Aat Vos geplante Zentralbibliothek wird umwerfend gut aussehen und viel mehr als zuvor anbieten, inklusive Dachterrasse mit Dom-Blick. Dass Vos es kann, hat er bereits mehrfach bewiesen: hier, hier und natürlich in unserer Stadtteilbibliothek Kalk.

Bleibt die Frage: Und sonst? Genauer gesagt, mit welchen Inhalten, Themen wollen wir diese Bibliotheken mit Leben füllen? Was erwarten Sie eigentlich als Besucher*in von Ihrer Stadt(teil)bibliothek?  In drei Workshops – einen im Januar, zwei im Juli 2026 – hat sich das gesamte Team der Kölner Stadtbibliothek zusammengesetzt und sich kreativ über die passende „Kücheneinrichtung“ Gedanken gemacht.

Ein neues Konzept für unsere Bibliotheken entwickelt man nicht mal eben so. Dass wir überhaupt die Möglichkeit und den Freiraum zum „Herumspinnen“ hatten, verdanken wir dem Programm „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“. Die Kulturstiftung des Bundes hatte mit dieser Initiative Kulturinstitutionen wie Museen, Theater und Bibliotheken dazu eingeladen, neue Modelle für ihre Arbeit zu erschaffen, um sich zukunftssicher aufzustellen. Unter den 50 Institutionen, die in der ersten Phase ausgewählt wurden und gefördert werden, ist auch die Stadtbibliothek Köln. Das Projekt wird gerahmt durch professionell organisierte Zukunftsforen sowie gemeinsame internationale Inspirationsreisen Es stehen Fördermittel bereit für die Durchführung des eigenen Projekts, zum Beispiel für Personalworkshops, Befragungen und Recherchefahrten. So konnten wir uns gut gerüstet auf die Reise in die Zukunft begeben. Profi-Reisebegleiter sind unter anderem zwei Mitarbeitende aus dem „Innovationsbüro der Stadt Köln“.

Übermorgen hat bereits begonnen

Der vom Zukünftekollektiv future probes moderierte Workshop im Januar projizierte die Stadtbibliothek in das Jahr 2046. Vier mögliche Szenarien waren vorgegeben, die insgesamt eher düster angelegt waren. Klimakrise, Demokratiekrise, leere Kassen und die Macht der Social Media-Riesen waren der Rahmen, in dem die Stadtbibliothek ihren neuen Platz finden sollte. Auf großen Blättern wurden teils kühne Entwürfe skizziert, die sich der Düsternis mit Optimismus entgegenstemmten.

Wenn man die Wünsche und Ideen, die an dem Tag zusammengetragen wurden, in ein Gesamtbild packt, sähe die Stadtbibliothek 2046 so aus:

Sie wäre eine Art Multifunktionshalle auf vier Rädern, die sich nach Belieben aufpumpen und wieder zusammenfalten lässt, mit verschiebbaren Inneneinrichtungen, die sich den Bedarfen der Nutzenden jeweils anpassen lassen. Die Bibliothek ist ein Leuchtturm, der seine Position beliebig oft ändert, ohne die Boote der wissensdurstigen Kölner*innen fehlzuleiten. Mal leuchtet das Licht unserer Einrichtung im Park, mal in Kellern, mal in Seniorenheimen, Gefängnissen oder in Flüchtlingsunterkünften.

Die Stadtbibliothek ist aber auch ein Baum, komplett verwurzelt und vernetzt  mit Institutionen, anderen Bibliotheken, Vereinen, Sozialeinrichtungen, Häusern der Bildung und der Kultur, bis hinein ins private Wohnzimmer oder in Underground-Archive. Das Angebot ist überaus verlockend, denn es ist rund um die Uhr geöffnet und kann kostenlos genutzt werden. Alles ist flächendeckend finanziert durch die Kommune, entwickelt von den Mitarbeitenden gemeinsam mit den Besuchenden. Damit wird die Rolle der Bibliothek als demokratische und für die Stadtgesellschaft unverzichtbare Einrichtung gestärkt. Mitarbeit von Bürger*innen wird belohnt und gewürdigt, die Transformation der Bibliothek ist gemeinsame Arbeit zwischen den Bibliotheken und der Stadtgesellschaft.

Sie lachen? Ja, wir auch. Aber das Schöne an wild gesponnenen Utopien ohne Schere im Kopf ist, dass sie sich anschließend gern in Realitäten einschleichen. Erst in Gedanken, dann in Worten und Taten: Ja, so kann es klappen!

Zwei Themen haben sich im weiteren Brainstorming ergeben, die für uns Sinn machen. Im Fokus standen die Begriffe Kooperation und Beteiligung. Das war von da an unser Fokus.

Kooperation und Beteiligung (bis nach Düsseldorf)

Mit diesem Vorhaben sind wir im Juli in zwei weitere Workshops mit dem gesamten Bibliotheksteam gegangen. Wir wollen die anstehenden Veränderungen nicht alleine schultern. In Zeiten schwieriger Haushaltslagen würde uns das ebenso überfordern wie die Tatsache, dass wir uns zwar gut auskennen in der Bibliothekswelt, aber beispielsweise wenig Expertise in Sachen Sozialarbeit oder Pädagogik besitzen. Also „Kooperation“. Gemeinsam mit anderen Einrichtungen der Stadtgesellschaft können wir so einen freundlichen offenen Ort für möglichst alle Kölner*innen schaffen. Ein Platz, der Lernen ermöglicht, aber auch das Kennenlernen.

Im ersten Workshop haben wir zusammengetragen, was in der Vergangenheit bereits alles an punktueller wie langlebiger Zusammenarbeit in den Stadtteilbibliotheken wie der Zentralbibliothek stattfand. Wir kamen auf eine erstaunliche Anzahl von Projekten. Diesen Weg wollen wir weitergehen, pflegen und ausbauen. Und dafür sind wir sogar bereit, vermeintliche „Feindbilder“ ins Reich der Legenden zu verbannen. Es gab bereits erste Treffen und konkrete Überlegungen, wie die Stadtbibliothek in Düsseldorf mit der Kölner Einrichtung kooperieren kann.

Und dann gibt es ja auch noch Sie, unsere Besucher*innen. Sie sind die Alltagsexpert*innen, auf deren Erfahrungen wir setzen und deren Wünsche wir hören möchten. Neue Modelle der Beteiligung sollen ausprobiert und ausgebaut werden. Dazu laden wir Sie demnächst häufiger und herzlich ein.

Haben Sie noch Fragen zum Projekt Übermorgen bei der Stadtbibliothek? Dann schreiben sie uns doch bitte!
https://www.stadt-koeln.de/service/onlinedienste/kontakt/?mt=43

Mehr Infos zum Förderprogramm

Gefördert in „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Das Programm wird in Kooperation mit Bureau Ritter als Programmbüro durchgeführt. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Übermorgen − Neue Modelle für Kulturinstitutionen  

Christian Scheuß

Orange Days: Kooperation mit dem Amt für Gleichstellung – orangene Bänke im Interim und in Porz

Orangene Bank – Fernaufnahme aus dem Erdgeschoss des Interims der Zentralbiblitohek

Im Rahmen der Orange Days – den internationalen Aktionstagen gegen Gewalt an Frauen vom 25. November bis 10. Dezember – kooperiert die Stadtbibliothek Köln mit dem Amt für Gleichstellung der Stadt Köln.

Seit 1991 sind die Orange Days eine Kampagne der Vereinten Nationen, die sich gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* richtet. Weltweit finden jedes Jahr zahlreiche Aktionen statt, um auf die alltägliche Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* sowie sexualisierte Gewalt und Femizide aufmerksam zu machen. Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gewalt zu schärfen und Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* zu bekämpfen. 

Als sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen wurde jeweils eine orangefarbene Bank im Interim der Zentralbibliothek sowie in der Stadtteilbibliothek Porz aufgestellt.

Die Bank im Interim steht sehr markant und präsent im Erdgeschoss, um möglichst viel Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema generieren. Falls Kolleg*innen also dazu angesprochen werden, können Sie / könnt ihr gerne erklären, dass sie Teil der gemeinsamen Aktion gegen geschlechtsspezifische Gewalt ist.

Orangene Bank – Nahaufnahme aus Erdgeschoss des Interims der Zentralbibliothek; Die Bank trägt den Schriftzug “Kein Platz für sexuelle Belästigung”

Ab heute, Dienstag, 25.11., wird die Aktion zusätzlich von einer Medienausstellung begleitet, die weiterführende Informationen und Literatur zum Thema bietet.

Medienausstellung passend zu den Orange Days

Auch die Stadtteilbibliothek Porz beteiligt sich an der Aktion und präsentiert ebenfalls eine orangene Bank sowie eine passende Medienauswahl.

Die beiden Bänke werden über den Zeitraum der offiziellen Orange Days 2025 hinaus im Interim und in Porz ein temporäres Zuhause finden und bis Mai 2026 in den Standorten aufzufinden sein.

Weitere Informationen zu den Orange Days findet ihr beim Amt für Gleichstellung unter diesem Link: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/gleichstellung/orange-days

Die Welt in Formen – so war die MINTköln 2025

Die achte Ausgabe unserer MINTköln mit über 100 kostenfreien Veranstaltungen ist nun vorbei. Unser MINT-Festival drehte sich wieder rund um die Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – diesmal auch in Verknüpfung mit Kunst. Das diesjährige Schwerpunktthema „Die Welt in Formen“ begleitete uns während der zwei Herbstferienwochen. Schon in der Auftaktveranstaltung mit den Clowns Hacki und Möppi konnten Kinder und Familien erleben, wie bunte Seifenblasen in unterschiedlichen Formen und Größen entstehen und die Welt verzaubern.  

Eine bunte Mischung aus Workshops, Lesungen und Präsentationen in allen Stadtteilbibliotheken und im Interim der Zentralbibliothek luden kleine und große Teilnehmer*innen und Besucher*innen ein. Es wurden zum Beispiel kreative virtuelle Traumhäuser und Fantasie-Instrumente erstellt, aus Licht entstanden Formen und kleine Roboter wurden von den Kindern so programmiert, dass diese zu Mal-Künstlern wurden. Zahlreiche weitere spannende Experimente – etwa zu Geometrie, Farben, Künstliche Intelligenz und Naturphänomene – sorgte für Staunen und Begeisterung. Auch MINT-Themen wie Solarenergie, Ökorassismus und Architektur bereicherten das abwechslungsreiche und vielfältige Programm.

Zum Abschluss der MINTköln luden wir wieder zum großen MINT-Aktionstag ein. Diesmal fand der Familientag im Interim der Zentralbibliothek statt. An fast 20 Mitmach-Ständen unserer Partner*innen und von uns konnten unsere kleinen und großen Besucher*innen mit viel Spaß in alle MINT-Themenfelder eintauchen und natürlich selbst aktiv werden! 

So entstanden beispielsweise aus alten und vermeintlich leeren Batterien LED-Taschenlampen. Aus alten Jeans wurden individuelle Taschen genäht. Bei Marble Maze bestand die Aufgabe darin, digitale Murmeln auf dem richtigen Weg durch ein kniffliges Labyrinth zu führen. Das geht nur gemeinsam im Team! Spannende Experimente aus der Physik und Chemie, Aktionen rund um Sonnenenergie und das Programmieren und Bestaunen von Robotern ließen bei den Tüftler*innen die Köpfe rauchen. Mit VR-Brillen konnte man sich seine eigene Welt erstellen oder sich selbst als Graffiti-Künstler*in ausprobieren. Außerdem ließ sich mit einfachen Experimenten nachvollziehen, wie sich Starkregen auf versiegelte Flächen auswirkt und was man dagegen tun kann. Fossilien und Mineralien boten Einblicke in die laaange Geschichte der Erde und man konnte ganz praktisch erleben, wie sich Erdbewegungen auf unsere Berge auswirken.    

Beim Repair Café halfen ehrenamtliche Reparateur*innen dabei, defekte Haushaltsgegenstände wieder zum Leben zu erwecken. Denn auch Nachhaltigkeit und der Umgang mit unseren Ressourcen ist uns wichtig. Dies alles uns weitere Aktionen machten den Tag zu einem gelungenen Abschluss des Festivals!

Wir danken all unseren Partner*innen und freuen uns schon auf das nächste MINT-Festival in 2026!

Oh wie schön ist … es ein Repair Café zu haben!

Das durften wir am vergangenen Samstag wieder erleben!

Unser vierteljährlich in der Zentralbibliothek stattfindendes Repair Café hatte Interims-Premiere und war diesmal – besser konnte es ja gar nicht passen – gleichzeitig ins Kölner Klima-Festival eingebettet.

Schön sichtbar in unserem neuen Eingangsbereich konnten sich unsere Besucher*innen bei der Reparatur ihrer Mikrowelle und weiteren elektronischen Geräten von sachkundigen und engagierten ehrenamtlichen Reparateuren helfen lassen. Natürlich ließen wir die Gelegenheit nicht ungenutzt, und so konnten wir auch defekte Dinge aus unserer Bibliothek der Dinge reparieren! Jetzt laufen zwei Nähmaschinen wieder rund, und ein Energiemessgerät misst wieder. Wir finden das ganz wunderbar und sind über diesen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit unser aller Ressourcen sehr glücklich!

© Stadtbibliothek Köln

Mit dabei war auch das neue Repair Mobil, das durch Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) mit Werkzeug ausgestattet werden konnte. Und Kaffee und Kuchen durften natürlich auch nicht fehlen – ist ja schließlich Repair Café! 🙂

Das nächste Repair Café im Interim der Zentralbibliothek findet übrigens am Samstag, 25. Oktober 2025 statt – im Rahmen unserer MINTköln, am MINT-Aktionstag.

© Stadtbibliothek Köln

Aber auch für die Jüngeren hatten wir Klima-Festival-Programm. Das Kindertheaterstück „Das Geheimnis der Gemüsesuppe“ vermittelte Kindern eine Idee davon, wo Gemüse herkommt und wie wichtig gesunde Ernährung und nachhaltiger Anbau sind.

Beide Programme waren somit schöne Beiträge der Stadtbibliothek zum Kölner Klima-Festival.

Gut informiert – Informationsquellen zum Thema Demokratie

Bibliotheken sind Orte gelebter Demokratie!
Zu einer lebendigen Demokratie gehört auch die Möglichkeit, sich selbstständig und umfassend zu informieren. Mit unserem Medienangebot und unseren Veranstaltungen bieten wir Zugang zu vielfältigen Informationen und Gelegenheit zu Austausch und Meinungsbildung – für alle Altersgruppen. 
Ausführliche Informationen über unseren Aktivitäten und Veranstaltungen der Stadtbibliothek Köln zum Thema Demokratie finden sich auf unserer Homepage

In diesem Beitrag möchten wir auf einige ausgewählte Internetquellen zum Thema aufmerksam machen. Und natürlich fehlt dabei auch ein Hinweis auf unsere eigenen Medienangebote nicht. Bewusst haben wir auch Quellen ausgewählt, die in gut verständlicher Sprache geschrieben sind, um einen möglichst barrierefreien Zugang zu Wissen zu ermöglichen.
Viel Spaß beim Stöbern!

Viele Möglichkeiten zum Recherchieren – auch zum Thema Demokratie – bieten unsere Medienangebote

© CC0-pixabay.com

Informationen in gut verständlicher Sprache

Zum Weiterlesen

Ein Hinweis zum Schluss: Uns ist bewusst, dass die genannten Internetseiten nur eine Auswahl aller Online-Angebote darstellen. Eine Gesamtübersicht ist nicht unser Ziel.

Super 8- und Normal 8-Filme bei uns digitalisieren

Wir haben das Angebot unserer Geräte zur Digitalisierung von Medien erweitert!

Auf mehrfache Anregung können nun auch private „Normal 8“ Filme sowie die, weitaus populäreren, „Super 8“ Filme eigenständig bei uns digitalisiert werden. In den Zeiten vor Videokassetten und Camcordern waren diese Formate der weitverbreitete Standard bei Hobbyfilmern.

Zum Digitalisieren steht ein Filmscanner der Marke Reflecta bereit – aktuell in der Stadtteilbibliothek Porz* EDIT: jetzt im Interim der Zentralbibliothek. Eine Anleitung steht vor Ort zur Verfügung.  Es ist lediglich eine SD/SDHC Karte (bis maximal 32 GB) mitzubringen.

Der Scanvorgang ist äußerst einfach gehalten, es werden weder Computer noch Software benötigt:

Die Filmspule** links montieren, das Band über dem Scanner in der Klappe fixieren, nach Anleitung in die rechte Spule einfädeln und normal8/super8 auswählen. Nach dem Starten wird mit einer Geschwindigkeit von 2 Bildern pro Sekunde das gesamte Filmband abfotografiert und als MP4 Datei auf der mitgebrachten SD-Karte gespeichert.

Zum Ansehen oder zur Qualitätskontrolle des Scans hat der Scanner einen 6cm kleinen Mini-Bildschirm. Alternativ kann man den Reflecta mittels eines USB-Kabels aber auch an einen mitgebrachten Laptop anschließen, eine Software zum Übertragen wird nicht benötigt.

Kurioserweise wird bei Normal8/Super8 Filmen nicht die Filmdauer in Minuten, sondern die Bandlänge in Metern angegeben. Dazu ein Richtwert: das Scannen einer 15 Meter langen Filmrolle dauert ca. 30 Minuten und ergibt eine ca. 3-minütige Mp4 mit einer Dateigröße von 230 MB.

Der Reflecta hält auch eine Rückspulfunktion, sowie Einstellungsmodi zu Belichtung und Schärfe bereit, näheres dazu ist in der angenehm übersichtlichen Gebrauchsanweisung vor Ort nachzulesen.

*Der Filmscanner steht allen Besucher*innen ab sofort in der Stadtteilbibliothek Porz im Interim der Zentralbibliothek zur Nutzung vor Ort bereit. Nach vollständigem Einzugs der Zentralbibliothek in das Interimsgebäude auf der Hohe Str. wird das Gerät später dort zur Verfügung stehen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

** Die Löcher der Filmspulen können 2 verschiedene Größen haben, bei Bedarf liegen dem Reflecta zwei Adapter bei.

Sonne für die Veedel – packsdrauf Solarpartys in den Stadtteilbibliotheken

Als nördlichste Stadt Italiens haben wir in Kölle viel Sunnesching. Und den kann man bekanntlich auch gut nutzen!

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht eine PV-Anlage auf ihrem Dach zu installieren? Oder sind Sie an Steckersolar-Anlagen für den Balkon oder den Garten interessiert? Dann kommen Sie zur “packsdrauf Solarparty”! Erfahrene und fortgebildete Solarbotschafter*innen geben Tipps und Informationen zur Umsetzung einer eigenen Anlage. Auch Material zum selbst Anfassen und Ausprobieren ist dabei.

Unsere Stadtteilbibliotheken sind Gastgeber, denn mit Nachhaltigkeit kennen wir uns als Bibliotheken schließlich aus und mit Nachbarschaft im Veedel sowieso. Die ersten Termine stehen fest und eine Anmeldung ist in unserem Buchungssystem ab sofort möglich.

27.03.2025, 17-18.30 Uhr: Stadtteilbibliothek Rodenkirchen
03.04.2025, 17-18.30 Uhr: Stadtteilbibliothek Kalk
22.05.2025, 17-18.30 Uhr: Stadtteilbibliothek Chorweiler
12.06.2025, 17-18.30 Uhr: Stadtteilbibliothek Mülheim

Zur Anmeldung

„packsdrauf“ ist eine gemeinnützige Nachbarschaftskampagne, initiiert durch den Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. und unterstützt von ehrenamtlichen Energiewendemacher*innen. Sie verfolgt das Ziel, nachhaltige Energielösungen zu unterstützen und einen Beitrag zur Nutzung von Solarenergie zu leisten.

Schön war die MINTköln 2024!

Bereits zum 7. Mal fand in den Herbstferien unsere MINTköln – das MINT-Festival der Stadtbibliothek Köln – mit über 100 kostenfreien Veranstaltungen zu Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik statt. Das Schwerpunktthema „Farben“ zog sich dabei als roter Faden durch das Programm. So erforschte bei der Auftaktveranstaltung die verrückte Frau Professor Knallbumm gemeinsam mit den Kindern die große Welt der Farben.

Alle Teilnehmer*innen und Besucher*innen – kleine und große – erwartete ein buntes Festival mit Workshops, Lesungen und Präsentationen in allen Stadtteilbibliotheken und im sprachraum. Zum Beispiel beim Programmieren mit farbigen LEDs, Basteln bunter Musikinstrumente und vielen weiteren spannenden Experimenten mit und über Farben. Aber auch mit Experimenten zu erneuerbarer Energie, der Entdeckung Künstlicher Intelligenz und dem Erstellen schöner Dinge aus Naturmaterialien. Auch andere MINT-Themen wie Mathematik, finanzielle Bildung und Naturwissenschaften waren Teil des vielfältigen Programms.

Zum Abschluss bot traditionell der MINT-Aktionstag noch einmal die Möglichkeit an vielen Mitmach-Ständen in alle MINT-Themenfelder einzutauchen und auch hier natürlich selbst aktiv zu werden, zu tüfteln und zu forschen. Es wurden Roboter programmiert und mit Farbcodes gesteuert, die Schönheit von Kürbisfleisch-Zellen unter dem Mikroskop erkundet, sich Gedanken über den täglichen Trinkwassergebrauch gemacht, Windräder gebaut und in virtuelle Welten eingetaucht. Außerdem konnte man das Geheimnis Platonischer Köper entschlüsseln, sein Wissen um die richtige Mülltrennung und die optimale Lagerung von Lebensmitteln im Kühlschrank testen.

Wir danken all unseren Partner*innen und freuen uns schon auf das nächste MINT-Festival in 2025!

© Stadtbibliothek Köln

Wenn Esel Bücher leihen

Zum Abschluss der Ausstellung “Mein Held in der Natur” rücken wir einen Esel ins Rampenlicht. Wir erleben jeden Tag viel in der Bibliothek und es gab schon viele kuriose Erlebnisse, aber einen Esel an der Ausleihtheke gab es noch nie.

Felix, einer der Künstler bei der Ausstellung, schreibt gerne Geschichten und nachdem im letzten Jahr der Superheld S-Man alle Bürgerinnen und Bürger beschützt hat und der Feuerknacki von der Polizei geschnappt wurde, begleiten wir nun die Eselin Susi auf ihren Abenteuern.

Alle Artikel zur Ausstellung sind am Ende des Beitrags verlinkt.

Eine Abenteuerlustige Eselin
(Geschichte von Felix)

Es war einmal eine Eselin namens Susi. Susi lebte in einem Tierpark in Köln-Lindenthal. Jeden Tag kamen tausende Leute zu Susi ans Gehege, um sie zu bewundern. Aber Susi durfte von den Besuchern nicht gefüttert werden, weil Esel keine Kohlenhydrate vertragen, sie bekommen davon Koliken und können sogar sterben. Es war ein sonniger Tag und Susi trug eine Mütze. Diese Mütze war, um Fliegen fernzuhalten, denn Esel können sich nicht gegen Fliegen wehren und wenn die Fliegen zu Susi ins Auge kommen kann das gefährlich werden. Aber Susi war nicht alleine in ihrem Gehege, sondern sie hatte noch zwei andere Esel, die hießen Pedro und Gertrud. Es gab auch komische Menschen, die durch den Tierpark liefen, zum Beispiel ein Mann, der Pantoffeln anhatte und zwei Hüte trug und wie ein Schaf blökte. Susi konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Eines Tages hatte Susi miserable Laune. Als es zum Saubermachen ging, waren Pedro und Gertrud Feuer und Flamme. Nur Susi hatte keinen Bock und blieb stur stehen. I-Ah, machte Susi. Susi hatte einen Koller und wollte mal raus, sehen wie es draußen so aussieht. Susi nahm Anlauf und sprang über den Zaun. Als die Tierpfleger das sahen, waren sie fassungslos, sie verfolgten sie mit ihrem Tierpfleger Mobil. Als Susi das sah, galoppierte sie los. Susi war schon fast in der Kölner Innenstadt angekommen. Auf der Straße fuhren die Autos kreuz und quer, denn die Leute in den Autos waren verwirrt, weil sie noch nie einen Esel auf der Straße gesehen hatten. Susi war jetzt am Colonius, dem Funkturm von Köln. Susi staunte sehr. So einen hohen Turm hatte sie noch nicht gesehen. Susi galoppierte fröhlich weiter. Jetzt war Susi am Josef-Haubrich-Hof in Köln, an der Zentralbibliothek. Susi ging rein und schaue sich um. Aber die Gänge in der Bibliothek waren viel zu eng für Susi und als Susi sich endlich durchgequetscht hatte, fiel ein Bücherregal um. Susi ging weiter und fand ein Buch, das zu ihr passte. Das Buch hieß: Was ist was Tierpark In dem Buch kamen auch Esel vor. Susi war begeistert und nahm das Buch aus dem Regal. Aber blöderweise konnte man dieses Buch nur ausliehen und nicht behalten. Susi nahm das Buch trotzdem und ging damit zur Kasse. Der Kassierer war zuerst schockiert, weil er noch nie einen Esel bedient hatte. Haben sie denn eine Büchereikarte? fragte der Kassierer. Nee, da musste Susi passen. Tja, das tut mir leid, dann können sie dieses Buch nicht mitnehmen. Susi war darüber sehr traurig. Als der Kassierer ihr enttäuschtes Gesicht sah, sagte er schließlich: Na schön, dann will ich mal nicht so sein. Sie können das Buch mitnehmen. Susi stieß vor Freude ein lautes I-Ah raus. Der Kassierer wär vor Schreck fast vom Stuhl gefallen. Susi verließ die Bibliothek mit dem Buch im Maul. Plötzlich bekam Susi Sehnsucht nach ihrem Gehege und an Pedro und Gertrud. Susi beschloss also, zurück zum Tierpark zu galoppieren. Wieder in ihrem Gehege hatte Susi viel zu erzählen. Pedro und Gertrud waren tief beeindruckt. Susi lebte noch glücklich und zufrieden bis an ihr: ENDE

Partner des Projekts:
Museumsschule Köln
Gefördert durch:
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Alle Artikel zur Kunstaustellung 2024 – “Mein Held in der Natur”
Tierische Kunstwerke : Schüler*innen bringen den Zoo in die Bibliothek
Bunte Abenteuer aus der Tierwelt
Süß wie ein Päckchen Zucker – Tierische Kunst

Süß wie ein Päckchen Zucker – Tierische Kunst

Auch heute gibt es wieder einen Einblick in die aktuelle Kunstausstellung der Paul-Kraemer-Schule in unserer Bibliothek.

Mehr zu der Ausstellung erfahren Sie in unserem ersten Beitrag.

Wer mag sie nicht? Erdmännchen, sie schauen aus ihren Löchern und stellen sich auf die Hinterbeine, um Ausschau zu halten. Auch Alan kann sich für diese faszinierenden Tiere begeistern. Stundenlang könnte man sie sich im Zoo anschauen und sie beobachten.

MEIN ERDMÄNNCHEN MAX

MEIN ERDMÄNNCHEN MAX LEBT IN AFRIKA, UND ZWAR IN DER SAVANNE ODER HALBWÜSTE.

ES IST EIN JUNGES ERDMÄNNCHEN UND IST 2 JAHRE ALT.

ER BUDDELT VIELE LÖCHER UND HÖHLEN UNTER DER ERDE, UM SICH DORT ZU VERSTECKEN.

MEIN ERDMÄNNCHEN IST 30CM GROß UND WIEGT 730g. DAS SIND 1,5 PACKUNGEN ZUCKER.

ICH FINDE ERDMÄNNCHEN COOL, WEIL SIE SO AUFMERKSAM SIND UND IHR REVIER BESCHÜTZEN.

– Alan –

Die Künstlerin Anjali widmet sich dem bedrohten Schicksal der Blauaras. Mit ihrem Bild und Text möchte sie auf die Gefahren aufmerksam machen, die diesen Tieren durch den Verlust ihres Lebensraums drohen. Das Bild vermittelt aber auch eine leise Hoffnung: Wenn dieses Papageienpaar und ihr Lebensraum geschützt werden, können ihre Bestände vielleicht wieder wachsen.

Der einzige Blau-Ara

Auf meinem Bild sind zwei Blau-Aras zu sehen Ein Männchen und ein Weibchen. Es sind die letzten ihrer Art. Sie leben im Regenwald. Die Blau-Aras sind vom Aussterben bedroht und werden vielleicht auch auf dem Schwarzmarkt verkauft, was illegal ist. lch mag die Blau Aras wegen ihren blauen Federn und weil sie auch etwas Mystisches an sich haben.

– Gülten –

Nicht nur Bilder, sondern auch Figuren aus Naturmaterialien und Ton warten in der Ausstellung auf Interessierte. (TR)

Ausstellungsdauer: 06.06.24 – 20.06.24

Ort: Zentralbibliothek am Neumarkt
3. Etage, Lernwelt
Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Während unserer Öffnungszeiten

Partner des Projekts:
Museumsschule Köln
Gefördert durch:
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

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