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Gesundheit entsteht im Kopf

12 Nov

Wir laden euch herzlich am Dienstag, 20.11.2018 in die Zentralbibliothek ein!

Themenabend mit Dr. med. Jennifer Römer

Gesundheit entsteht im Kopf

©Stadtbibliothek Köln.

 

Welchen Einfluss hat die persönliche Einstellung eines jeden Menschen auf sein körperliches Wohlbefinden? In welchem Maße beeinflussen unsere Gedanken und Handlungen unsere Gesundheit? Ist Gesundheit erlernbar?

Diese und andere Fragen beantwortet Dr. med. Jennifer Römer in ihrem Vortrag. Sie nimmt Sie mit auf eine interessante, abwechslungsreiche und teilweise verblüffende Reise durch verschiedene Bereiche der wissenschaftlichen Forschung zu diesem Thema.

Erfahrungsberichte aus der medizinischen Praxis bereichern und unterstreichen die Aktualität dieser neuen Erkenntnisse und geben Mut, eine neue Sichtweise auf sein eigenes Leben zu wagen.

Die Veranstaltung wird von einer Buchausstellung zum Thema begleitet und ist ein Angebot aus unserer Reihe „Gesund leben mit der Stadtbibliothek“.

Das Wichtigste noch mal im Überblick:

Wann?: Dienstag, 20.11.2018
Wo?: Zentralbibliothek, Forum Lernwelt auf der 3. Etage
Wie viel Uhr?: 18:00 – 20:00 Uhr
Was kostet der Eintritt?: Eintritt ist frei
Wo meldet ihr euch an?: Anmeldungen sind erwünscht unter der Telefonnummer 0221/221-23937 oder per Email: zb-paedagogik@stbib-koeln.de

 

Einmischen! – Verschläft Deutschland seine Innovation?

29 Okt

Einmischen! ist das neue Debattenformat der Körber-Stiftung und der Stadtbibliothek Köln.

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Am Mittwoch, 07. 11.18 um 19 Uhr diskutieren der Autor und Journalist Wolf Lotter und FORD-Chef Gunnar Herrmann zum Thema „Verschläft Deutschland seine Innovation?“ in der Zentralbibliothek Köln am Josef-Haubrich-Hof 1. Die Diskussionsleitung hat Ferdos Forudastan.

Grundlage der Debatte ist das aktuelle Buch von Wolf Lotter „Innovation. Streitschrift für barrierefreies Denken“:
Deutschland ist stolz auf seine Innovationsfähigkeit in Wirtschaft und Technik. Doch stimmt dieses Bild heute noch? Wie schafft Deutschland den Schritt von der Industriegesellschaft in die Wissensgesellschaft? Welche Kräfte stehen dem notwendigen Wandel entgegen? Welche Rolle spielen soziale und kulturelle Innovationen? Wo beweist Nordrhein-Westfalen Innovationsstärke? Welche Positionen beziehen die Ford-Werke?

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© Edition Körber

Die Diskutanten:

Wolf Lotter ist deutsch-österreichischer Journalist sowie Autor und Gründungsmitglied des Wirtschaftsmagazins „brand eins“. Lotter ist auch Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschien „Zivilkapitalismus. Wir können auch anders“ (von 2013).

Innovation ist für Wolf Lotter die Bereitschaft zu beständiger Infragestellung und zum Experiment. Das heißt, die Forderung nach Interdisziplinarität und Kreativität ernst zu nehmen. „Innovation ist der berechtigte Anlass für die Hoffnung, dass es besser wird. Dass es einen Fortschritt gibt, eine Perspektive.

Innovatoren sind Unternehmer, sagt der Innovationsexperte und kritisiert die Verteidiger der Industriegesellschaft für ihren Mangel an Mut zur wirklichen Innovation.

Mit Gunnar Herrmann begegnet ihm ein Unternehmer mit geballter Erfahrung in Technik und Wirtschaft, der die Verantwortung für 24.000 Mitarbeiter und die Innovationsfähigkeit der Ford Werke in Deutschland trägt.
Gunnar Herrmann ist seit 01. Januar 2017 Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH und weiterhin Vice President Quality für Ford Europa. Zuvor verantwortete er die weltweite Produktentwicklung der Ford Focus-Plattform und hatte verschiedene Positionen als Chefingenieur für die Produktentwicklung in Europa inne.

Ferdos Forudastan ist Journalistin leitet seit Beginn 2018 das Ressort Innenpolitik  der Süddeutschen Zeitung. Sie war vom September 2012 bis zum Ende der Amtszeit Sprecherin von Bundespräsident Joachim Gauck.

Wir freuen uns auf eine spannende Kontroverse und laden Euch im Anschluss ein, eigene Fragen zu stellen und das Gespräch bei einem Glas Wein oder Wasser fortzuführen.

 

Die Reihe:

Einmischen! ist ein Debattenformat der Körber-Stiftung und der Stadtbibliothek Köln. Vor dem Hintergrund, dass offene und fundierte Debatten für unsere Demokratie unverzichtbar sind, bringen wir Autoren und Experten auf die Bühne.

Einmischen! startet immer mit einem besonderen Entrée, indem die beiden Diskutanten jeweils ihre unterschiedliche Haltung deutlich machen. Im Anschluss werdet Ihr -das Publikum- in die Diskussion mit einbezogen.

Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Köln-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber. Karten sind im Vorverkauf hier über KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich!

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Workshop: „A Million Stories“

24 Sep

Anregungen und Tipps aus der Praxis interkultureller Projektarbeit

Interkulturelle Bibliotheksarbeit ist in den letzten Jahren wieder stärker in den Fokus von Bibliotheken, der Politik und den Besucherinnen und Besuchern geraten. Darüber möchten wir miteinander ins Gespräch kommen – und zwar ausgehend von den interkulturellen Projekten der Stadtbibliothek Köln.

Die Spannbreite reicht von Angeboten speziell für Geflüchtete über Diversity, interkulturelle Bibliotheksführungen, interkulturelle partizipative Jugendangebote und mehrsprachige Bildung für Kinder und Familien bis zu E-Learning mit Rosetta Stone und Förderprogrammen wie 360° oder EU-Projekten. Wir berichten aus der Praxis und überlegen gemeinsam, welche Ansätze Ihr – unter Berücksichtigung Eurer jeweiligen Voraussetzungen – übernehmen könntet. Außerdem sind wir neugierig auf die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen aus öffentlichen Bibliotheken.

Im Anschluss an die Fortbildung bieten wir für alle Interessierten eine Führung durch die Zentralbibliothek und den sprachraum an.

Der Workshop findet am Mittwoch, 21.11.2018, 10:30 – 15:45 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die Zentralbibliothek, Josef-Haubrich-Hof 1 (am Neumarkt) in 50676 Köln.

Die Teilnahme ist kostenlos. Für Getränke und Essen ist gesorgt. Da die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt ist, wird um Anmeldung bis zum 31.10.2018 gebeten. Bitte anmelden bei: Sarah Dudek, dudek@stbib-koeln.de. Mit Eurer Anmeldung stimmt Ihr unserer Datenschutzerklärung und der Verarbeitung Eurer personenbezogenen Daten zu.

Spielend durch den Informationsdschungel

15 Sep

Die vorletzte Woche der Sommerferien stand ganz im Zeichen von Gaming. Während in Deutz erneut der Messewahnsinn Gamescom tobte, stimmten wir uns am Montag den 20.08. beim Gamescom Warm Up entsprechend ein.

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Ruhe vor dem Sturm – der Veranstaltungssaal vor Einlass der Besucher

Schon vor Beginn warteten die ersten BesucherInnen ungeduldig am Absperrband. Die Veranstaltung war sehr gut besucht – rund 130 TeilnehmerInnen spielten und tanzten um die Wette. Mit einer Stempelkarte gingen die BesucherInnen von einer Station zur nächsten und probierten viele verschiedene Spiele auf unterschiedlichen Konsolen aus. Wir boten Just Dance, Mario Kart, FIFA und das VR-Spiel „Keep talking and nobody explodes“ – ein Teamspiel, bei dem man durch Kommunikation eine Bombe entschärfen muss – an. Das FIFA-Spiel wurde auf die Leinwand projiziert und sah von weitem beeindruckend echt aus. Unter anderem wurden auch Donkey Kong und Mario auf der Super Nintendo Classic (eine Retro-Konsole) angeboten. Hatte man an einem Spiel teilgenommen, so bekam man den passenden Stempel dazu. Doch auch das „reale“ Spiel kam nicht zu kurz – am Kickertisch wurden begeisterte Kämpfe ausgefochten.

Die Multiplayer-Spiele wurden zusammen gespielt und brachten BesucherInnen zusammen, die sich sonst gar nicht kannten. Ein persönliches Highlight war dabei auch die Tanzcrew aus der JustDance-Community, die mit Leidenschaft und viel Spaß einen Tanz nach dem anderen vorführten und auch zur ausgelassenen Stimmung beitrugen. Auf der Gamescom tanzt die Gruppe übrigens professionell für Ubisoft, den Hersteller der Just Dance Spiele. Auch nach 17 Uhr wollte sie am liebsten weitertanzen.

Der Fleiß der SpielerInnen wurde natürlich auch belohnt und es gab zahlreiche Preise zu gewinnen, sofern man alle Stempel gesammelt hatte. Ein herzlicher Dank geht hierbei an Nintendo, die uns einen Großteil der Preise bereit gestellt haben!
Als Hauptpreis winkten den vier per Los gezogenen Gewinnern 4×2 heißbegehrte Tickets für die ausverkauften Tage der Gamescom (Freitag und Samstag). Ein strahlender Gewinner flüsterte seiner Mutter zu „Haben wir gerade wirklich Gamescom-Tickets gewonnen?“

Die vielen begeisterten Besucher sorgten für ein gelungenes Aufwärmen zur Gamescom 2018! Wir finden, das schreit nach einer Wiederholung im nächsten Jahr – was meint ihr?

Nach dem gelungenen Auftakt in der Zentralbibliothek machten sich einige Mitarbeiterinnen des Gaming-Teams auf zur Gamescom, um die Trends, Spiele und mögliche Kooperationspartner für neue Veranstaltungen  kennen zu lernen.

Es wurde deutlich, dass Spiele und ihre Spieler nicht nur das bekannte Klischee erfüllen, sondern sehr vielfältig aufgestellt sind und sie so in allen Bereichen immer mehr etablieren können. Gaming gehört immer mehr zum alltäglichen Leben dazu.  Die Gamescom bot dieses Jahr vor allem eine riesige Fülle an großen und kleinen Neuerscheinungen von Massentitel bis Indie-Game, wohingegen im technischen Feld eher wenig neue Innovationen vorgestellt wurden.

Im Fitnessbereich konnten gleich zwei interessante Virtual Reality Anwendungen ausprobiert werden. Bei „Sphery“ haben die Spielenden Tracking-Sensoren an Armen und Beinen und müssen dabei nachahmen, was Sie auf der Leinwand sehen. Dabei muss zusätzlich ein Kontakt zu einer u-förmigen Spielwand hergestellt werden. Die Kamera der HTC Vive registriert dann, ob die tatsächliche Bewegung auch ausgeführt wurde.
Mit den „Cybershoes 3D“ konnte man quasi im Sitzen laufen. Der/Die Spielende sitzt und bewegt dabei die Beine wie beim Laufen, um sich im Spiel fortzubewegen.

Nicht aus dem Fitnesssektor, sondern nachdenklich stimmend war der „Bee Simulator“ der sich mit dem aktuellen bedenklichen Thema des Bienensterbens spielerisch auseinandersetzt und dabei viele interessante Fakten vermittelt.

Mobiler Escape Room

Mobiler Escape Room

Spannend fanden wir auch das Konzept eines mobiles Escape Rooms. Escape Rooms sind reale Räume in denen die Spielenden in einer vorgegebenen Zeit Aufgaben oder Rätsel lösen müssen, um das Spiel zu meistern. Das Angebot vor Ort umfasste einen mobilen Wagen, in dem ein solcher Escape Room untergebracht war und so überall hin gebracht werden kann. – Vielleicht auch bald bei uns in der Bibliothek?

 

„Lost Ember“ überzeugte durch die intuitive Steuerung verschiedener Tiere im Spiel, wobei der Hauptcharakter ein Wolf ist. Die Tiere versuchen die Geheimnisse alter Ruinen zu erforschen.

Bei „The Dark Pictures Anthology: Man of Medan” von den Machern von Horrorschocker „Until Dawn“ gruselten wir uns. Eine Gruppe junger Leute findet bei einem Bootsausflug ein altes Schiff aus dem 2. Weltkrieg und erforscht es…
Ganz wie bei „Until Dawn“ heißt es auch hier: Wer überlebt? Wer stirbt?

Am 8.11. laden wir alle ab 16 Jahren zu unserem Horrorabend in der Zentralbibliothek ein. Halloween war euch noch nicht gruselig genug? Dann kommt bei uns vorbei um aktuelle Schocker und Gruselklassiker zu spielen.

Im nächsten Abschnitt zeigen wir euch die Spielehighlights und Gamescom Award  Gewinner, die ihr bald auch bei uns ausleihen könnt:

FIFA 19 Stand

  • „Assassin’s Creed Odyssey“ : Der neuste Teil der beliebten Spielereihe. Schreibe deine eigene legendäre Odyssee und erlebe epische Abenteuer in einer Welt, in der jede Entscheidung zählt. BESTELLT!
  • In „Shadow of the Tomb Raider“ erlebt Lara Croft Ihr bislang gefährlichstes Abenteuer welches Sie in das tödlichste aller Terrains – den Dschungel – führt.  BESTELLT!
  • Bestes Social-/Online-Spiel: „Call of Duty Black Ops 4 (Activision Blizzard)“ , Black Ops ist zurück und bietet finstere, realistische Mehrspieler-Kämpfe und das grösste Zombies-Paket aller Zeiten: BESTELLT!
  • Bestes Sportspiel: „Fifa 19 (EA)“ , Storymodus mit dem Finale der Alex Hunter-Story, Active-Touch-System ermöglicht engere Ballführung, verbesserte Animationen etc. BESTELLT!
  • Bestes PS4-Spiel: „Marvel’s Spider-Man (Sony Interactive Entertainment)“ , Superhelden Action-Adventure von den Ratchet & Clank-Machern: BESTELLT!

Wir freuen uns auf ein neues Jahr voller Spiele, Veranstaltungen und neuer Technik. Nach all den Eindrücken bleibt dennoch vor allem auch eine große Frage:
Wird die Gamescom nach 2019 noch weiterhin in Köln bleiben? Der Vertrag mit Koelnmesse läuft 2019 aus, der Standort Köln wird zwar weiterhin favorisiert, doch auch die Frankfurter Messe ist eine starke Konkurrenz, die viel Platz für das spielwütige Publikum bietet.

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Zum Schluss ein Symbolbild zur Gamescom – Schilder zeigen den Spielern die Wartezeiten an – von 30 Minuten bis 9 Stunden ist alles vertreten…

Weitere Informationen zur Gamescom findet ihr unter www.gamescom.de.

Alle Neuigkeiten und Veranstaltungen (auch die Horror-Veranstaltung unserer Reihe games@cologne) findet ihr zeitnah auf unserer Homepage unter www.stbib-koeln.de/gaming.

 

(Is) (Al)

Das Meer weist keinen Fluss zurück – Abt Muho

14 Aug

Gespräch und Buchvorstellung

Am Dienstag, 11.09.18 um 19:30 Uhr ist Abt Muho aus Japan zu Gast in der Kölner Zentralbibliothek, um sein aktuelles Buch „Das Meer weist keinen Fluss zurück“ vorzustellen.

Cover Muho

Buchcover ©Piper/Berlin-Verlag.

Mit Genehmigung des Autors und des Berlin-Verlages folgt hier ein kurzes Zitat aus dem Buch, das am 4. September erscheint:

„Als mein Meister verstarb, war ich dreiunddreißig. Zwei Jahre zuvor hatte er mir die Dharma-Nachfolge übertragen. Damit war ich selbst autorisierter Meister. Dennoch brauchte ich noch immer einen Punkt, an dem ich mich und meine Praxis orientieren konnte, denn die Aufgabe, die mir übertragen wurde, war gewaltig – ich sollte künftig Antaiji als Abt vorstehen. Der Abt wirkt wie ein Spiegel für die Mönche in seinem Kloster, aber wer dient ihm als Spiegel, in dem er sich erkennen kann? Nach dem bisher Gesagten liegt die Antwort auf der Hand: Jeder einzelne meiner Schüler ist ein Meister für mich, und auch meine Frau und Kinder sind alles andere als schüchtern, wenn es darum geht, mit den Spiegel vorzuhalten und mich auf meine Fehler hinzuweisen. Sie alle sind mein Korrektiv, das mir die Kraft gibt, mit meinen Schülern gemeinsam zu wachsen.“ (aus dem Kapitel „Teamgeist im Kloster“)

Wir freuen uns sehr, dass Gert Scobel das Gespräch mit Abt Muho führen wird. Die beiden kennen sich bereits aus einer früheren Begegnung. Gert Scobel ist mit der buddhistischen Tradition sehr vertraut, er selbst praktiziert seit seinem 16. Lebensjahr Zen-Meditation.

Das aktuelle Buch von Abt Muho „Das Meer weist keinen Fluss zurück. Ein Weg zu Liebe und Gelassenheit“ ist der Liebe gewidmet. Wir glauben, alles über die Liebe zu wissen, doch häufig wiederholen wir nur die alten Fehler. Wir sehnen uns nach Nähe, Wärme und Zärtlichkeit, aber dann fehlt uns im Alltag der Gleichmut, uns der Liebe zu überlassen. Liebe muss gelebt werden, immer wieder aufs Neue, aber vor allem jetzt, in diesem besonderen Moment, über den wir selbst gleichwohl nie wirklich Auskunft geben können. Daher sollten wir die Liebe als das begreifen, was sie wirklich ist: als Schatz, den wir erst loslassen müssen, um ihn wirklich zu finden. Abt Muho verbindet auf inspirierende Weise weltliche, christliche und buddhistische Positionen.

 

Zu Abt Muho:

Abt Muho Nölke hinter der Zenhalle von Antaiji, April 2013

Abt Muho ©Norbert Huebner.

Die Lebenspraxis des Klosters besagt: „Uns geht es nicht darum, zuerst die Welt um uns herum zu ändern. Wir müssen mit der Revolution in uns selbst beginnen.“

Muho ist seit 2002 Antaijis neunter Abt. Er wurde 1968 in Berlin geboren und wuchs in Braunschweig und Tübingen auf. Mit 16 Jahren kam er mit Zazen in Kontakt und hatte bald den Wunsch, später in Japan als Zenmönch zu leben. Er studierte Japanologie, Philosophie und Physik in Berlin und für ein Jahr auch an der Universität Kyōto. Zu dieser Zeit, mit 22 Jahren, besuchte er auch zum ersten Mal das Kloster Antaiji und verbrachte dort 6 Monate.

Mit 25 Jahren, nach dem Abschluss der Universität, ordinierte Muho in Antaiji und wurde so zum Schüler des damaligen Abtes, Miyaura Shinyū Rōshi. Außer in Antaiji verbrachte Muho auch jeweils ein Jahr in dem Rinzai-Kloster Tōfukuji in Kyōto und Hosshinji in Obama, einem Priesterseminar der Sōtō-Schule.
Nach Abschluss seiner Ausbildung in Antaiji erhielt Muho die Übertragung des Dharma (Shihō) von seinem Meister Miyaura und wurde damit als eigenständiger Meister der Sōtō-Schule anerkannt.

Daraufhin beschloss er, als Obdachloser im Schlosspark von Ōsaka zu leben, wo er für ein halbes Jahr eine Zengruppe leitete, bis ihn die Nachricht vom Tod seines Meisters im Februar 2002 erreichte. Im Frühjahr dieses Jahres wurde Muho als Nachfolger seines Meisters zum neunten Abt von Antaiji berufen. In Antaiji wird er nun „Dōchō-san“ genannt, das ist die japanische Bezeichnung für den Abt des Klosters.

Muho ist der Autor der Bücher „Futter für Pferd und Esel – das Dogen-Lesebuch“, „Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück“ und „Zazen oder der Weg zum Glück“.
(Quelle: Antaiji.org)

Hier könnt ihr euch einen Eindruck von dem Leben des Klosters Antaiji, des größten Zen-Kloster Japans, und seines deutschen Abtes machen.

 

Zu Gert Scobel:

Gert Scobel ist vielfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist, 2017 erhielt er zum zweiten Mal den Grimme-Preis und ist verantwortlich für die Wissenschaftssendung „scobel“. Seit 2016 ist er Professor für Interdisziplinarität und Philosophie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Scobel hat mehrere Bücher zu den Themen Philosophie und Weisheit verfasst.

 

Die Reihe:

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ statt. Weitere Veranstaltungen findet ihr im Kulturprogramm.

Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Köln-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber. Karten sind im Vorverkauf über KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich!

Sommer, Sonne, Ukulele

13 Jul
Gitarren und Ukulelen

Gitarren und Ukulelen ©Stadtbibliothek Köln

Unsere Musikabteilung hat Zuwachs bekommen und es sind Zwillinge. Das nehmen wir zum Anlass und verleihen euch ab sofort eine der beiden Ukulelen.

Ja, es ist wahr: ihr dürft sie mit nach Hause nehmen! Oder in den Park. Oder an den See. Schließlich ist Sommer – also worauf wartet ihr noch. Für ganz Eilige ist auch eine Vormerkung möglich. Vor Ort dürft ihr natürlich ebenfalls, wie schon bei der Akustik- und der E-Gitarre, eurer Leidenschaft für Zupfinstrumente frönen.

Als kleine Motivation hier noch eine meisterliche Umsetzung von Queen’s „Bohemian Rhapsody“ auf der Ukulele:

 

bp

Meine Fantasie geht auf Reisen

9 Jul

Eine Ausstellung in der Lernwelt der Zentralbibliothek

Na, habt ihr schon eure Koffer gepackt? Die Sommerferien stehen kurz bevor, die Sonne verheißt aber auch den Daheimbleibenden eine schöne Zeit in Köln. Irgendwo im Grünen liegen, ein Eis essen, schwimmen gehen – oder aber ganz neue Welten erkunden.

Dazu muss man gar nicht weit weg fahren, wie die Schülerinnen und Schüler der Paul-Kraemer-Schule und der Grundschule Grefrath im letzten Schuljahr feststellen konnten. Sie haben sich in einer intensiven Projektwoche mit der Künstlerin Sabine Puschmann-Diegel kennengelernt und haben anschließend zum Thema „Fremde Welten“ künstlerisch gearbeitet. Die Vielfalt der Kunstwerke könnt ihr ab sofort bis zum Ende der Sommerferien bei uns in der Zentralbibliothek bestaunen.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Ein buntes Tonrelief stellt verschiedene Regionen einer Welt dar

Gruppenarbeit: So bunt und vielfältig kann die Welt sein (c) Stadtbibliothek Köln

Dieses große bunte Tonrelief besteht aus mehreren Teilen, die in Gruppenarbeit erstellt wurden. Jede Gruppe hat  eine andere Klimazone gestaltet und mit Tieren und Pflanzen ausgestattet. Wer vor Ort genauer hinschaut, kann sogar den Vulkan glühen sehen!

Buntes Diorama in der Obstkiste

Obstkisten-Dioramen aus Kleinschrott und Fundstücken (c) Stadtbibliothek Köln

Andere fremde Welten wurden etwas kleiner in eine Obstkiste hineingearbeitet. So entstanden aus Ton, Kleinschrott und anderen Fundstücken wunderschöne Dioramen.

Die Materialien finden sich auch in anderen Kunstwerke. So sind z.B. die Leinwände nicht nur bemalt, sondern auch beklebt, und die Lebewesen (Menschen und Tiere) wirken dadurch oft dreidimensional. Aus Ton gibt es weitere Gestalten und Behausungen, die z.T. in den Regalen zu finden sind, aber auch einen sicheren Standort in Vitrinen gefunden haben.

Bereits zum vierten Mal stellen wir die Kunstwerke aus, die die Schüler*innen der Paul-Kraemer-Schule mit einer anderen Schule erarbeitet haben. Die bunten Kunstwerke zeugen von harmonischer Zusammenarbeit und bringen nicht nur Farbe zwischen die einförmigen Lernhilfen, sondern hinterfragen unsere Weltsicht. Wie möchten wir unsere Welt am liebsten haben? Wenn man diese Ausstellung sieht, kann es eigentlich nur eine Antwort geben: Bunt!

Die Ausstellung ist noch bis zum 25.08.2018 in der Zentralbibliothek zu sehen.

 

cd