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Hochsensibilität – Was ist das?

26 Mai
Hochsensibel

Hochsensibilität – was ist das?

Ungefähr jeder 6. Mensch nimmt seine Umgebung intensiver wahr, als es sein Umfeld tut.

Der Hochsensible spürt mehr, er sieht, hört und fühlt mehr und er macht sich laufend Gedanken über sich und die Welt. Diese verstärkte Wahrnehmungsfähigkeit bringt besondere Hürden, aber auch sehr große Chancen mit sich.
Viele hochsensible Personen fühlen sich der Welt nicht zugehörig. Sie sind schneller erschöpft, fühlen sich „irgendwie anders“ und oft missverstanden. Probleme im sozialen Umfeld sind keine Seltenheit.

  • Was genau ist Hochsensibilität eigentlich und was ist an Hochsensiblen denn „anders“?
  • Was sagt die Wissenschaft dazu und wie verhält es sich mit hochsensiblen Kindern?
  • Sollten Sie im Beruf auf etwas Bestimmtes achten?
  • Was sagt der nicht-hochsensible Partner zu seinem „Vielfühler“?
  • Und jetzt? Was kann ein Hochsensibler tun, um sein Leben entspannter und reizärmer zu gestalten?

Lassen Sie sich von Referentin Kristin Wirtz  einführen in die Welt der Hochsensibilität …

Datum: Dienstag, 12.06.2018
Ort: Zentralbibliothek, 3. Etage Forum Lernwelt
Zeit: 18:00 – 20:00
Der Eintritt ist frei.
Anmeldungen sind erwünscht unter Tel.: 0221/221-23937 oder per Mail an zb-paedagogik@stbib-koeln.de

Für Unentschlossene gibt es hier noch den Hochsensibilitätstest von Elaine Aaron.
Begleitend zur Veranstaltung gibt es eine Buchausstellung auf der 3. Etage.

Urlaubsplanung mit GPS-Geräten und Navigation-Smartphone-Apps

18 Mai

Sven von Loga , Geologe, GPS-Experte und über die Grenzen von Köln als Natur- und Landschaftsführer bekannt, bietet GPS-Seminare nicht nur „trocken“ in der Stadtbibliothek sondern auch im Gelände an und hat schon zahlreiche Wanderführer veröffentlicht.

Er zeigte am Dienstag anschaulich und unterhaltsam wie jeder seinen Wander- bzw. Radwanderurlaub, ob in Deutschland oder Ausland, mithilfe von GPS-Geräten oder Smartphone-Apps planen kann. Er stellte Portale (outdoor-active, komoot, garmin basecamp u.a.) vor,  die meist kostenlos Tracks und/oder Open-Street-Maps zum Downloaden anbieten. Er erläuterte Vor- und Nachteile von verschiedenen GPS-Geräten und auch die Unterschiede bei der Benutzung des Smartphones zur Navigation.

GPS1 (640x480)

Die Teilnehmer hörten gespannt zu und stellten viele Fragen. Die Veranstaltung fand im neugeschaffenen Raum auf der 1. Etage der Zentralbibliothek statt.

GPS-Geräte gibt es zum Ausleihen in der Zentralbibliothek. Im Online-Katalog finden Sie die Geräte unter Eingabe des Stichworts „Navigationsgerät“.

E.D. und N.J.

 

Dienstags, 18 Uhr: Deutsch Dialog – eine Ehrenamtliche erzählt aus dem sprachraum

7 Mai

Jeden Dienstag um 18 Uhr trifft sich eine buntgemischte Gruppe im sprachraum der Stadtbibliothek – der Treffpunkt Freundeskreis mit dem Sprachangebot Deutsch Dialog. Entstanden ist die Gruppe aus einer Initiative von Studierenden, die zunächst einige Unterkünfte der Stadt Köln besuchten und dort Spieleabende mit Geflüchteten veranstalteten. Irgendwann wandelten sich diese Treffen zu gemeinsamen Ausflügen oder Aktionen wie Fußball, Klettern, Wandern, Theater- und Konzertbesuchen oder internationalen Kochabenden. Seit gut zwei Jahren ist auch das Sprachangebot Deutsch Dialog im sprachraum ein fester Treffpunkt geworden. Unsere Treffen sind also mittlerweile eine „feste Größe“ und doch jedes Mal anders.

Jede Woche kann ich mich darauf freuen, bekannte Gesichter wieder zu treffen und meist einen ganzen Haufen neuer Leute kennenzulernen. Denn jede Woche verändert sich die Gruppe. Am Anfang starten wir immer mit einer Vorstellungsrunde oder einem Kennenlernspiel, wobei ich immer wieder staune, wie vielfältig sich die Gruppe oft zusammensetzt.  Anschließend machen wir – ein Team aus ehrenamtlichen jungen KölnerInnen – verschiedene Angebote, in denen jedoch stets das gemeinsame Sprechen im Fokus steht. Wir lesen Texte zu aktuellen Themen oder sprachlichen Besonderheiten, üben Briefe oder Bewerbungen schreiben und unterstützen individuell bei Hausaufgaben oder Prüfungsvorbereitungen.

Lernende im sprachraum. ©Stadtbibliothek Köln.

Lernende im sprachraum. ©Stadtbibliothek Köln.

Am schönsten ist es für mich immer, wenn sich nach kurzer Zeit Gespräche und Diskussionen entwickeln, die einen mitgebrachten Text oder eine Übung nebensächlich werden lassen. Es herrscht immer eine lockere, offene Atmosphäre. Ich bin immer wieder begeistert, was für ein gegenseitiges Interesse herrscht und wie sich alle untereinander unterstützen – mit Erklärungen auf Deutsch oder durch kleine Übersetzungen in der jeweiligen Muttersprache. Oft sind einige BesucherInnen auch viel besser in der Lage, grammatische Phänomene zu erklären, da wir Ehrenamtlichen uns mit den meisten Regeln nie explizit auseinandersetzen mussten. So gelingt es, dass alle aktiv an den Gesprächen teilnehmen können und die gegenseitige Unterstützung umfasst wirklich alle, die beim Deutsch Dialog zusammenkommen. Ohne dieses Engagement wäre der Deutsch Dialog in so einer Form gar nicht möglich!

Für viele BesucherInnen sind gerade die „Selbstläufer-Gespräche“ besonders wichtig, da sich für viele in ihrem Alltag leider nicht die Gelegenheit ergibt, regelmäßig deutsch zu sprechen. Deshalb kommen viele immer wieder in den sprachraum und besuchen neben dem Deutsch Dialog auch andere Gruppen. Dies geht aus den Gesprächen bei unseren Treffen immer wieder hervor.

Ich komme vor allem deshalb immer wieder, weil es jedes Mal auf eine andere Art und Weise bereichernd ist. Ich habe im Deutsch Dialog eine Menge spannender, persönlicher Geschichten gehört, erlebe immer wieder eine unglaublich offene und freundliche Atmosphäre und kann mich in diesem Rahmen mit einerseits sehr unterschiedlichen Menschen austauschen, die andererseits aber immer wieder viele Gemeinsamkeiten untereinander feststellen, die man vorher vielleicht nicht vermutet hätte.

Ein Beitrag von Laura Leimbach, seit 5 Jahren in Köln und angehende Lehrerin, begeistert sich für interkulturellen Austausch und neue Erfahrungen.

 

Siehe auch:

Musizieren mit Tischharfen – Schön war’s!

30 Apr

Vor einiger Zeit durften wir auf einer Tagung ein uns bisher unbekanntes Instrument kennengelernt – die Tischharfe!

Wir waren sofort begeistert. Denn das besondere an Tischharfen ist, dass man damit musizieren kann, ohne Noten lesen können zu müssen. Es eignet sich für jedermann, für Jung, für Alt, ob alleine oder in einer Gruppe. Jeder kann damit unkompliziert Musik machen.

Und da wir dieses neue Wissen natürlich nicht für uns behalten wollten, sondern gerne allen Interessierten die Möglichkeit geben wollten, Tischharfen kennenzulernen, haben wir einen Schnuppertag geplant.

Unser Schnuppertag für Tischharfen fand am Samstag, 21. April, trotz herrlichen Sommerwetters, viele Interessenten.  Der stetige Zulauf von jungen und älteren Besuchern ließ zwei Stunden lang nicht nach.
Dr. Sibylle Hoedt-Schmidt, Dozentin an der rheinischen Musikschule, hatte 3 Harfen mitgebracht  (davon eine Zauberharfe), die alle ausprobiert werden konnten.
Sie beantwortete geduldig Fragen von Groß und Klein und gab Tipps zum praktischen Üben.

Besonders Familien mit Kindern waren begeistert von den schön geschwungenen Harfen, denen sie nach kurzer Zeit, ohne Noten lesen zu können, sanfte Klänge und Melodien entlockten.

(ck)

 

Gut einschlafen gut schlafen – Nach(t)bericht

27 Apr
Zitat von Chuang Tzu

Zitat von Chuang Tzu ©Stadtbibliothek Köln

Schlaf ist so selbstverständlich wie geheimnisvoll…

Er ist lebensnotwendig und die wichtigste Säule unserer Gesundheit. Ohne Schlaf kann das wache Leben nicht gelingen. Und der Schlaf ist individuell. So wie unser Lachen, unsere Stimme und unsere Persönlichkeit. Dass uns etwas Wichtiges abhanden gekommen ist, spüren wir oft erst, wenn sie gestört ist – die Nachtruhe, die eigentlich wie von selbst leicht über uns kommen sollte. Aber es gibt eine frohe Botschaft: Schlaf ist trainierbar!

Aufmerksame Zuschauer ©Stadtbibliothek Köln.

Aufmerksame Zuschauer ©Stadtbibliothek Köln.

Einen multi-funktionalen Baukasten dafür stellte Schlafexperte Dr. Ralf Maria Hölker im Forum Lernwelt der Zentralbibliothek vor. Die 10. Veranstaltung der Reihe Gesund leben mit der Stadtbibliothek stieß auf großes Interesse. Anschaulich und unterhaltsam vermittelte der Referent, dass Schlaf bei jedem Menschen einzigartig ist. Die genetisch verankerte Schlafzeit gilt es herauszufinden und einzuhalten, wenn man gesund und im Einklang mit dem vom eigenen Körper vorgegebenen Rhythmus leben will. Auch am Wochenende!

Störfaktoren und Schlafverhinderer sind Stress, zu viele Informationen, sogenanntes Blaulicht (AV-Medienkonsum) oder auch Leistungssport am Abend, die das Gehirn auf Tag programmieren. Auch Neonlicht verhindert ein gutes Einschlafen, dieses kann im Schlaf- und Badbereich durch Licht des Orangespektrums ersetzt werden.

Grafik der Schlafphasen. ©Stadtbibliothek Köln.

Grafik der Schlafphasen. ©Stadtbibliothek Köln.

Fleisch, Rohkost, Kaffee nach 16.00 Uhr und Alkohol stören auch den Schlaf – langkettige Kohlenhydrate (Kartoffeln, Brot, Nudeln) hingegen wirken schlaffördernd. Empfehlenswert sind feste Einschlafrituale, positive Gedanken, ruhige Musik; ebenso entspannen Lavendel- und Zirbel-Duft sowie Tees mit Baldrian, Hopfen und Melisse.

Ralf Hölkers wichtigster Tipp zum morgendlichen wach werden: Beginnen Sie den Tag sportlich im Freien! Tageslicht ist über 100 mal heller als Raumlicht (Tageslichtlampen können im Winter durchaus eine Alternative sein).

Anleitung zur Gesichtsmassage ©Stadtbibliothek Köln.

Anleitung zur Gesichtsmassage ©Stadtbibliothek Köln.

Langeweile kam während des Abends nicht auf. Der Referent verstand es unterhaltsam, immer wieder neue Impulse zu setzen: mit Ratespielen, Übungen in Selbstmassage und Atmung zu ruhiger, meditativer Musik.

Fragen von Zuschauern beantwortete er kompetent und hilfreich:

  • Ja – Powernapping ist gesund, sollte allerdings 30 min. nicht überschreiten!
  • Das Aufwachen erleichtert ein Lichtwecker oder eine Uhr mit Sensor und Weckfunktion im Leichtschlaf.

Am Ende hatte Schlafexperte Hölker es geschafft, sein begeistertes Publikum nach Hause zu entlassen in freudvoller Erwartung eines erholsamen Schlaferlebnisses.

Schlafexperte Dr. Ralf Maria Hölker ©Stadtbibliothek Köln.

Schlafexperte Dr. Ralf Maria Hölker ©Stadtbibliothek Köln.

Weiterführende Links:

 

Jens Beckert & Gert Scobel – zwei aktuelle Preisträger zu Gast in der Stadtbibliothek

25 Apr
Buchcover.

Buchcover: Jens Beckert: Imaginierte Zukunft.

Am Mittwoch, 9. Mai um 19 Uhr ist Jens Beckert zu Gast in der Zentralbibliothek der Stadtbibliothek, um im Gespräch mit Gert Scobel sein aktuelles Buch „Imaginierte Zukunft. Fiktionale Erwartungen und die Dynamik des Kapitalismus“ vorzustellen.

Der Inhalt

Ist die Wirtschaft eine Fiktion? Im kapitalistischen Wirtschaftssystem richten Konsumenten, Investoren und Unternehmen ihr Handeln auf die Zukunft aus. Diese birgt Chancen und Risiken, ist aber vor allem eines: ungewiss. Wie gehen die Akteure damit um?
Ökonomen beantworten diese Frage mit verschiedenen Theorien, die auf die Berechenbarkeit des Marktes setzen. Dadurch wird die Nichtvorhersagbarkeit der Zukunft unterschätzt.
Jens Beckert entwickelt einen neuen Blick auf die Dynamik des Kapitalismus. Im Mittelpunkt seiner Untersuchung stehen die fiktionalen Erwartungen der Akteure – Imaginationen darüber, was die Zukunft bringt. Er liefert eine umfassende Typologie dieser Erwartungen, untersucht ihre Funktionsweisen in Bereichen wie Geld, Innovation und Konsum und zeigt, wie mächtig sie sind. Fiktionale Erwartungen sind der Treibstoff der Ökonomie, können diese aber auch in tiefe Krisen stürzen, wenn sie als hohle Narrative entlarvt werden. Dann platzt die Blase.

Die Preisträger

Jens Beckert anlässlich der Verleihung des Gottfried Wilhelm Leibniz – Preises 2018 am 19. März 2018 in Berlin.:

„Mich begeistern die neuen Einsichten, die wir aus der Konfrontation von soziologischen Konzepten mit wirtschaftlichen Phänomenen gewinnen.“

Prof. Dr. Jens Beckert ist designierter Preisträger des renommierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung  und Professor für Soziologie in Köln. Zuvor hat er u. a. in Göttingen, New York, Princeton, Paris und an der Harvard University gelehrt. Sein Buch „Imaginierte Zukunft“ ist am 16. April im Suhrkamp-Verlag erschienen.

 

Gert Scobel anlässlich der Auszeichnung mit dem 54. Grimme-Preis am 13. April 2018:

„In all meinen Sendungen geht es darum, unsere komplexe Welt zu verstehen. Letztendlich geht es beim Wissen um unser Zusammenleben; gleich ob wir künstliche Intelligenz oder Zellteilung zum Thema haben. Am Ende steht doch die Frage: Wie gehen wir in Zukunft miteinander um?“

Prof. Gert Scobel leitet die Wissenschaftssendung „scobel“ (3sat).
Am 13. April 2018 wurde er bereits zum zweiten Mal mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Seit 2016 ist er Professor für Interdisziplinarität und Philosophie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Die Reihe

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ statt. Weitere Veranstaltungen findet ihr im Kulturprogramm.
Das Event ist eine Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner und dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung.

Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Köln-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber. Karten sind im Vorverkauf über KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich!

O-Hanami! Die Kirschblütenprinzessin 2018

19 Apr

Dieser Tage verwandelt sich der Josef-Haubrich-Hof in die Foto Opportunity schlechthin: Unsere Kirschbäume, direkt vor dem Eingang zur Zentralbibliothek, stehen in voller Blüte.

Was für eine Augenweide!

Und die hat Tradition: Die strenge Jury der Stadtbibliothek kürte auch in diesem Jahr – nach reiflicher Überlegung! – die schönste Gestalt, die unter der sakura wandelte.

Anna-hime

Das japanische Suffix „hime“ steht für Prinzessin.Unsere Prinzessin in diesem Jahr heißt Anna und ist 25 Jahre alt. Sie studiert Fotografie in Köln – und interessiert sich sehr für die japanische Kultur: „Ich möchte unbedingt einmal hin!“ Ein Besuch steht auch in Aussicht, denn einige ihrer Freunde studieren im Moment in Japan.

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Kirschblütenprinzessin 2018: Anna! 

Die sakura

Die sakura ist ein Symbol für den Kreislauf des Lebens. Für Vergänglichkeit, Schönheit und das Entstehen von Neuem. Anna ist prädestiniert als Prinzessin – denn ganz bald wird ihr Sohn Lias geboren. Nachteil: Sushi gibt’s für sie im Moment nur in der vegetarischen Variante.

Wir wünschen Euch beiden alles Gute! Sayonara!

sa

 

P.S.: Hier sind die Kirschblütenprinzessinnen der Jahre 2013, 2014, 2015, 2016 und 2017.