Von MINT bis Nachhaltigkeit

In diesem Jahr fand zum fünften Mal das MINT-Festival der Stadtbibliothek Köln statt. In den Herbstferien konnten Kinder und Erwachsene verschiedene Veranstaltungen zu den Themen Mathematik, Informatik Naturwissenschaften und Technik besuchen. Wie schon in den Jahren zuvor gab es alles Wissenswerte nicht nur zum Anhören, sondern zum Mitmachen, Experimentieren und Erleben.

Den Abschluss bildete erneut der MINT-Aktionstag in der Zentralbibliothek mit Ratespielen, Vorführungen und einer ganzen Menge Dinge zum Anfassen, Ausprobieren und Ausleihen. Alle Besucher*innen von klein bis groß kamen neugierig zu den Ständen und hatten sichtlich Spaß.

Wer genau hingesehen hat, entdecke dieses Jahr neben den MINT-Themen auch einiges zum Thema Nachhaltigkeit. In Anlehnung an die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung, im Internationalen Raum auf SDG – Sustainable Developement Goals genannt, haben wir das Thema Nachhaltigkeit in unser MINT-Festival integriert. So fragten wir die Besucher*innen des MINT-Aktionstags warum Nachhaltigkeit wichtig ist. Nach und nach klebten so immer mehr bunte Post-its an unserer Fensterscheibe.

Nachhaltigkeit ist wichtig, weil…

Und was mit dem Thema Nachhaltigkeit funktioniert, funktionierte auch mit MINT. So kamen auch viele verschiedene Gründe zusammen, warum MINT gemocht wird.

Uns bleibt an dieser Stelle nur noch zu sagen: MINT ist toll! Mit MINT können wir die Welt entdecken, verstehen und wachsen. Mit MINT kann Neues und Nachhaltiges entstehen. Mit MINT lässt sich die Zukunft gestalten. So wird es auch im nächsten Jahr wieder ein MINT-Festival geben. Wir freuen uns drauf!

Einen großen Dank an alle Partner*innen und Beteiligte, die den MINT-Aktionstag aktiv mitgestaltet haben:

Die Weltretterbande, Ernährungsrat Köln, Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW, FAIR.Stärken e.V., Fraunhofer IAIS, Frühes Forschen Langenfeld, Hausdorff Center for Mathematics, Ingenieure ohne Grenzen e.V., KRAKE e.V., RapairCafé Bürgerzentrum Ehrenfeld, AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, RheinEnergie AG, wanderbaumallee.koeln und die Wasserschule Köln e.V..

Alle Bilder ©Stadtbibliothek Köln

Jürgen Becker und der Grüffelo

Wie gut inzwischen die Sonntagsöffnung der Zentralbibliothek und das dazugehörige Kultur-Programm angenommen wird, zeigen beispielhaft Eindrücke zweier Tage, aufgezeichnet von  einem Mitglied des Sonntagsteams, das an diesen Tagen im Einsatz ist. Gefördert werden diese Inhalte durch das “Programm zur Stärkung der Sonntagsöffnung in Bibliotheken” (ProSib) des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Monster, schwer erschöpft, nach seinem Auftritt am Sonntag in der Zentralbibliothek.

21. August, 14:00: An der Absperrung vor dem Lesesaal tauchen im Minutenabstand ältere Damen und Herren auf und fragen, ob hier wirklich gleich Jürgen Becker auftreten werde, und ob man noch reinkäme ohne Vormerkung, oder ob man wirklich keine Tickets benötige. Die Fangemeinde des Kölner Kabarettisten kann es kaum glauben, ihr Idol in einer Stunde bei freiem Eintritt erleben zu dürfen. Jürgen Becker soll in seiner gewohnt scharfzüngigen und witzigen Art über die Marktwirtschaft der Zukunft referieren, und was wir tun müssen, außer möglichst angstfrei nach vorn zu blicken, damit wir die Krisenzeiten überwinden können.

40, 50, 60 Personen versammeln sich in der kommenden dreiviertel Stunde, eigentlich sollte jetzt der Einlass beginnen. Nur, Jürgen Becker ist noch nicht aufgetaucht. Hinter den Kulissen beginnt hektische Telefoniererei mit dem Management, die Besucher*innen werden per Durchsage auf dem Laufenden gehalten.

*DING DONG*  „Liebe Gäste, wir sind gerade noch auf der Suche nach Jürgen Becker, nehmen Sie aber bitte schon mal Platz und machen Sie es sich gemütlich. Sobald wir ihn gefunden haben, geben wir Bescheid.“

Um kurz nach drei taucht er endlich auf, entschuldigt sich charmant. Er habe gedacht, er müsse zur Bibliothek in der Südstadt, also der in seinem Veedel, und habe sich dann gewundert, dass dort niemand war. Schnell wird er verkabelt mit dem Headset, nun kann es losgehen mit der Marktwirtschaft!

„Wir sitzen ja gerade in dieser schönen Bibliothek mitten In Köln beisammen, und deswegen habe ich euch heute meine fünf Lieblings-Bücher aus und über Köln mitgebracht, die ich euch vorstellen möchte.“ Ehm, Herr Becker? Ach, ejal, der Mann ist Profi, der kann zu allem kluge und witzige Sachen sagen. Nach der Top 5 dreht er auch nochmal richtig auf und wird (lokal)politisch kreativ:
„Wohnungsnot in Köln? Schauen Sie, die katholische Kirche besitzt in dieser Stadt so viele Immobilien, wenn sie nur einen Teil davon zur Verfügung stellen würde, gäbe es das Problem nicht mehr. Am besten fangen die mit dem Kölner Dom an. Ein paar Mauern eingezogen, Raufaser und Farbe an die Wände, das wirkt Wunder.“

04. September, 14:30: Der Bühnenwald für das Monster Grüffelo und die Maus, das Eichhörnchen, den Fuchs, die Eule und die Schlange steht bereits. Puppenspieler Andreas Blaschke und sein Assistent vom Kölner Figurentheater haben sich für einen kurzen Happen vor dem Auftritt zurückgezogen. Da die Aufbauten mit den bemalten Leinwänden weit in den Raum ragen, können wir nur 110 Stühle aufstellen, aus Sorge um die Sicherheit durch potentiell umstürzende Scheinwerfer können keine Sitzkissen – wie sonst für die Kids – vor der Bühne verteilt werden. Doch am Einlass wächst die Wand mit Eltern, Kindern und Kinderwagen, wie eine schwarze Gewitterfront an. Innerhalb von Minuten sind alle Plätze belegt, noch immer stehen rund 50 Zaungäste wider Willen am Eingang und schauen ganz traurig…

*DING DONG*  „Liebe Eltern, wir haben heute sehr viele Fans des Grüffelos zu Besuch, aber nicht genügend Plätze für alle. Sollten Sie Ihr Kind für die Dauer der Vorstellung allein im Saal lassen können und damit Platz für weitere Kinder schaffen, wäre das wunderbar.“

Der Ruf wird erhört. Da auch die Sauerstoffversorgung im warmen Saal verbesserungsbedürftig ist, öffnen wir schnell noch die Glastüren nach draußen. Cooler Nebeneffekt: Die Eltern können so von zwei Seiten den Nachwuchs samt Bühne im Auge behalten. Zwischendurch heißt es „Vater, verzweifelt gesucht“, ein Kleiner mit frechem Grinsen und enormer Energie, flitzt ständig zwischen Eingang und Stuhlreihen in Richtung Bühne und hält uns ordentlich in Trab.

Die Story in Kurzform: Eine Maus trifft im Wald das Eichhörnchen, das ihm verspricht, den Weg zum Haselnussbaum zu weisen. Hungrig sind auch Fuchs, Eule und Schlange, die die Maus fressen wollen. Die denkt sich ein grässliches Monster aus, den Grüffelo, um nicht als Mahlzeit zu enden. Und dann taucht plötzlich der Grüffelo tatsächlich auf. Der – nebenbei bemerkt – ein erstaunlich breites Kölsch spricht.

Kinder sind ein dankbares und großartiges Publikum, auch heute. Ohrenbetäubendes Gequietsche, wenn sie die Maus warnen. Die Songs zur Story können sie sowieso mitsingen und ein Junge neben mir grüßt lautstark, als sein Lieblingstier den ersten Auftritt hat: „Halloooo, Eule!“ Die Eule macht „Hu Huu“. Nach dem Happy End gibt es viele fröhliche Gesichter. Der Puppenspieler schaut erschöpft, er hat halt nur zwei Arme für sechs Handpuppen. Abbau, der Bühnenraum wird wieder zum Lesesaal, die letzte Stunde des Sonntags in der Zentralbibliothek bricht an…

*DING DONG* „Liebe Gäste, wir schließen in fünf Minuten. Einen guten Start in die neue Woche! Danke, dass Sie heute hier waren, bis zum nächsten Sonntag…“

Verfasst von Christian Scheuß

Sommerfest im Café Vinok – eine Geste der Unterstützung für ukrainische Geflüchtete

Ein Gastbeitrag der ukrainischen Journalistin Nina Balasanyan

Seit dem 24. Februar, dem Tag des völkerrechtswidrigen Einmarsches in die Ukraine, zerstört Aggressor Russland fortwährend und systematisch ukrainische Städte. Der Krieg, der bald fünf Monate andauert, zwingt viele Menschen, ihre Heimat zu verlassen und im Ausland Zuflucht zu suchen. Die Bundesregierung hat ein großes Programm zur Aufnahme und Integration ukrainischer Staatsbürger aufgelegt. So wird flächendeckend organisatorische Unterstützung geboten, um den Ukrainer*innen ein gutes Ankommen zu ermöglichen.

©Stadtbibliothek Köln

Köln ist Vorreiterin bei der Aufnahme von Zuwanderern. Auf allen Ebenen wird daran gearbeitet, die Situation der Geflüchteten zu verbessern. Die Kölner Stadtbibliothek spielt dabei eine bedeutende Rolle. Als Treffpunkt für Frauen und Kinder aus der Ukraine wurde ein Café mit dem symbolischen Namen „Vinok“ – zu Deutsch: „Kranz“ – geschaffen. Es handelt sich bei dem Namen um eine interessante Kombination der damit verbundenen Konzepte in den beiden Ländern. In der Ukraine gilt der Kranz als kulturelles Symbol des ukrainischen Volkes und seine Popularität hat in der modernen Ukraine seit 2014 stark zugenommen. Es existiert auch der Ausspruch: “Ein Kranz heilt die Seele.”

In Deutschland sind Kränze ebenfalls recht weit verbreitet. Zunächst waren sie zumeist religiöses Symbol – das gilt zum Beispiel für den Adventskranz. In der Symbolik eines solchen Kranzes stechen mehrere Bedeutungen hervor: Der Kreis symbolisiert das ewige Leben, das durch die Auferstehung geschenkt wird, Grün ist die Farbe der Hoffnung und Kerzen sind das Licht, das die Welt zu Weihnachten erleuchten wird. Auch im modernen Deutschland wird die Tradition des „Kaffeekränzchens“ zelebriert – beim gemütlichen Kaffee trinken und Kuchen essen.

©Stadtbibliothek Köln

Gemeinsam mit der Organisation „Sei stark e.V. Frauen helfen Frauen“ leistet die Kölner Stadtbibliothek im „Café Vinok“ wichtige Arbeit für ukrainische Geflüchtete. Sie fördert nämlich den gegenseitigen Austausch und die Kommunikation; stellt Kontakte zu Frauen her, die ehrenamtlich im Alltag unterstützen; hilft bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz und bei Bewerbungen; unterstützt bei Behördengängen und beim Ausfüllen von Anträgen; motiviert zum Deutschlernen und hilft bei der Suche nach Sprachkursen; ermöglicht es den Kindern, sich kennenzulernen und gemeinsam zu spielen. Jeden Freitag gibt es Treffen für Frauen und Kinder aus der Ukraine. Und auch am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ist der sprachraum der Stadtbibliothek geöffnet. Natürlich engagieren sich auch hier ehrenamtliche Helfer.

©Stadtbibliothek Köln

Um den moralischen und psychologischen Zustand der neu angekommenen ukrainischen Gemeinde zu unterstützen, wurde am Freitag, 01. Juli, als „Sommerfest“ eine fröhliche Feier abgehalten. Die Generalkonsulin der Ukraine in Düsseldorf, Iryna Shum, die Leiterin der Stadtbibliothek Köln Dr. Hannelore Vogt, die Leiterin des “Sei stark e.V.“, Emitis Pohl, sowie viele andere – insgesamt ca. 150 Gäste – waren zugegen. Während der Veranstaltung kommunizierten die Leiterinnen der Organisationen mit den Teilnehmer*innen und berieten sich zu verschiedenen Themen. Viele Ukrainerinnen hatten die Gelegenheit, sich in einem informellen Rahmen an Generalkonsulin Iryna Shum zu wenden. Es war klar, dass sich viele Fragen angesammelt hatten und es viel zu besprechen gab. Das frisch gegründete Musikensemble „Trio Vinok“ führte ein ukrainisches Musikprogramm auf. Viele Helfer*innen und ein Caterer arbeiteten die ganze Zeit, so dass sich die Besucher*innen mit Getränken, Süßigkeiten und verschiedenen Leckereien verwöhnen lassen konnten. Für Kinder wurden von Freiwilligen verschiedene Spiele angeboten. An einem der Tische webten junge ukrainische Mädchen aus Perlen und Bändern gelb-blaue Souvenirs.

©Stadtbibliothek Köln

Im persönlichen Gespräch mit den Organisator*innen der Veranstaltung fiel deren einfühlsame Art und ihr Wunsch auf, allen in dieser schwierigen Kriegszeit zu helfen. Sowohl drinnen im sprachraum als auch auf dem Platz davor, wo das Sommerfest weitergefeiert wurde, ging es sehr lebhaft zu. Doch auf den Gesichtern der Anwesenden war stets eine leichte Traurigkeit und Besorgnis zu sehen.

Ich verstehe meine Landsleute. Schließlich gibt es jede Nacht systematische Raketenangriffe auf Charkiw, Mykolajiw, Odessa und andere Städte der Ukraine. Es kommt zu Zerstörungen und Menschen sterben, manchmal sind es Familienangehörige und Freunde.

©Stadtbibliothek Köln

Zum Abschied wollte ich noch ein Foto von den Kindern in der Nähe des Standes mit ukrainischen Symbolen machen. Aber so sehr ich es auch versuchte, die Kinder lächelten nicht. Kinder sind aufrichtig, sie wissen noch nicht, wie sie sich verstellen sollen!

Nina Balasanyan ist eine ukrainische Journalistin und zivilgesellschaftliche Aktivistin aus Charkiw

Entdeckt unseren kleinen Lernroboter Ozobot Bit

Ozobots lieben Linien ©Stadtbibliothek Köln

Kennt ihr schon unseren kleinen süßen Lernroboter Ozobot? Der etwa 3 cm kleine Roboter begeistert mit seinen vielfältigen Funktionen und Einsatzmöglichkeiten. Schöpfer des Ozobot ist die amerikanische Firma Evollve Inc. Es gibt zwei Modelle des Ozobot: das Vorgängermodell den Ozobot Bit (2012) und das Nachgängermodell den Ozobot Evo (2016).

Seit 2018 könnt ihr euch in der Stadtbibliothek die kleinen Ozobots kostenlos ausleihen. Der Ozobot bietet einen niederschwelligen und spielerischen Einstieg in das Programmieren – entweder mit Farbcodes oder visueller Programmiersprache. So kann der Kugelroboter mit und ohne zusätzliche digitale Geräte genutzt werden.

Programmierung mit Farbcodes

Mit seinen optischen Sensoren kann der Ozobot einfache Linien nachfahren oder mittels selbst gezeichneter oder vorgefertigter Linien und Farbcodes gesteuert werden. Die Linien sollten ca. 0,5 cm breit sein, damit der Ozobot diese mithilfe seiner Sensoren nachfahren kann. Mit den Farben rot, grün, blau oder schwarz können verschiedene Kommandos codiert werden. Dabei ist es wichtig, auf die Reihenfolge der Farben zu achten, da jeder Farbcode für einen bestimmten Befehl steht (siehe Übersicht).

Das Zeichnen der Linien und Farbcodes funktioniert auch mit einer kostenlosen App.

Allgemeine Tipps:

  • Kalibrieren nicht vergessen (Ozobot mit Umgebungslicht vertraut machen)
  • Farbstriche nicht zu lange zeichnen
  • Linien nicht zu dick oder dünn malen, ca. 0, 5 cm
  • Nicht zwei Farben übereinander oder zwei Farbcodes direkt hintereinander malen
  • Farbcodes nicht zu dicht hinter einer Kurve zeichnen
  • Ozobot mit Blick nach vorne auf die Linie stellen   

Diverse Zusatzmaterialien (Farbstifte, Konstruktions-Sets etc.) und Anleitungen sind in der Ausleihbox enthalten.

Programmierung mit visueller Programmiersprache

Die kostenlose visuelle Programmiersprache Ozoblockly bietet viele weitere Einsatzmöglichkeiten und eignet sich je nach Schwierigkeitsstufe sowohl für jüngere als auch für ältere Kinder.

Dieses Video gibt einen Einblick davon, was der Ozobot alles Tolles kann. Einfach nur zum Staunen!

Die Ozobots sind vier Wochen ausleihbar, vormerkbar und verlängerbar.

Viel Spaß beim Auspropieren!

Maker Kids Ferienprogramm Ostern 2022

In diesem Jahr konnten wir in den Osterferien mit den Maker Kids wieder ein buntes Ferienprogramm für Fünf- bis Zwölfjährige mit vielen spannenden Workshops auf die Beine stellen. Die Workshops waren allesamt kostenlos und fanden sowohl in der Zentralbibliothek als auch in den beiden Stadtteilbibliotheken Mühlheim und Nippes statt.

Es wurde getüftelt, gebastelt, programmiert, musiziert und sich anderweitig kreativ verausgabt. Die strahlenden Kinderaugen nach den Workshops waren eine wahre Freude und der Spaß der Kinder hat sofort angesteckt.

Wie auch in den Jahren zuvor konnten die Kinder in dem „Upcycling-Workshop“ mit Thomas Zigahn von Tanz auf Ruinen aus allerlei Müll tolle Dinge basteln. Von einem alten Geldbeutel aus einem Tetra Pak über Schlüsselanhänger aus Kronkorken oder Notizbücher aus alten Comics waren allerlei kreative Dinge dabei. An dieser Stelle einen großen Dank an die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB), die uns durch ihre Kooperation diesen Workshop ermöglicht haben.

Schmuck aus alten Fahrradschläuchen

In dem Workshop „Entdecke die Galaxie“ haben sich die Teilnehmer*innen gemeinsam mit dem Expedition Team der Stadtbibliothek auf eine virtuelle Reise durch unser Universum begeben. Ausgestattet mit einer schicken Brille aus Karton konnten sie Planeten und Himmelskörper in der virtuellen Realität erleben. Im Anschluss daran wurden coole Flummis gebastelt, die im Dunkeln leuchten und an galaktische Weltraum-Objekte erinnern.

knallbunte Flummis

In einem weiteren Workshop konnten die Teilnehmer*innen eigene Jutetaschen mit Fockfolie gestalten. Das ist ein flauschiges Material, das mit der Hitze eines Bügeleisens auf Textil übertragen wird. Hierfür haben die Kinder ihre eigenen Motive am Computer entworfen und mit dem Schneideplotter ausgeschnitten.

Motive aus Flockfolie werden aufgebügelt

Neben alt bekannten Formaten waren in diesem Jahr auch neue Angebote mit dabei. Ganz frisch dabei war zum Beispiel „Schreibwerkstatt – Gestalte dein eigenes Buch!” In diesem über das Projekt Schreibland NRW geförderten Workshop konnten Kinder gemeinsam mit dem Kinderbuchautor Jörg Wolfradt eigene Bücher schreiben und mit Illustrationen ausgestalten.

Einen Schwerpunkt bildete in diesem Jahr das 100-jährige Jubiläum der Musikbibliothek. In diesem Zusammenhang konnten Kinder gemeinsam mit ihren Eltern zum Beispiel an dem Workshop „Der stille Chor – Singen mit den Händen“ teilnehmen oder mit Hilfe von Touchsensoren und dem kleinen M5Stack Bot Emotionen in Sounds übersetzen.

Darüber hinaus haben die Teilnehmer*innen in den Osterferien mit dem Videospiel “Ring Fit Adventure!” ihre Muskeln spielen lassen, eigene Songs geschrieben, die japanische Papierfaltkunst kennengelernt oder kleine Finch-Roboter programmiert.

https://www.stadtbibliothek-koeln-blog.de/wp-content/uploads/2022/05/Wir-klären-das-2.mp3
Ergebnis des Songwriting Workshops zum Reinhören

Alles in allem wurde gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen ein spannendes und vielseitiges Programm auf die Beine gestellt. Die Vorfreude auf das MINT-Festival im Herbst ist groß, wo wieder viele spannende Workshops auf euch warten!

Wie auf den Bildern zu sehen ist, sind in den Osterferien viele tolle Ergebnisse entstanden!

individuell gestaltete Jutetaschen mit dem Schneideplotter

Alle Bilder © Stadtbibliothek Köln

Outdoor-Spiele zum Ausleihen

Neu ab 08.04.2022!

In unserer Bibliothek der Dinge gibt es rund 30 Outdoor-Spiele zum Ausleihen. Alle sind einfach und schnell aufgebaut und so leicht zu transportieren, dass sie mit nach Hause, zum Spielen in den Park oder sogar mit in den Urlaub genommen werden können.

Es handelt sich um Spiele für Jung und Alt, die alleine, zu zweit oder in der Gruppe draußen gespielt werden können. Von altbewährten Klassikern wie Ringe werfen, Dosenwerfen, Krocket und Boule bis zu bekannten Brettspielen im XXL-Format für draußen wie Riesenmikado oder Der Wackelturm ist alles dabei. 

(c) Dörthe Boxberg

Geschicklichkeit ist gefragt bei den Jonglierbällen, auf der Slackline und auf dem Pedalo, sowie Teamgeist und Abstimmung beim Schwungtuch. So richtig in Bewegung und ins Schwitzen kommt man beim Gummitwist oder Bumerang werfen, mit dem Springseil, beim Hullern mit dem Hula Hoop Reifen und mit Ballspielen wie Speedminton und Kabeltennis.

Neue Trendspiele wie Spikeball sind ebenso im Angebot wie die schon bekannten skandinavischen Spiele Wikingerschach und Wikingerkegeln (Mölkky).

Die Spiele stehen in unserer Zentralbibliothek und in den Stadtteilbibliotheken Chorweiler, Kalk, Mülheim, Neubrück, Nippes und Porz zur Ausleihe bereit. Bücher rund um das Thema “Draußen spielen” ergänzen das neue Angebot.

Eine komplette Liste der Spiele findet ihr auf unserer Homepage: www.stbib-koeln.de/outdoor

Wir wünschen viel Spaß und gutes Wetter!

(c) Dörthe Boxberg

„Selbstverständlich vielfältig – Diversität in Kinderbüchern“

Aktionsreihe vom 23.08.-19.9.2021

Die Stadtbibliothek Köln hat sich mit dem Thema „Diversität in Kinderbüchern” intensiv auseinandergesetzt. Daraus ist eine Aktionsreihe entstanden, bei der Veranstaltungen in den Stadtteilbibliotheken und der Zentralbibliothek besucht werden können. Von der Vorlesestunde ,,Die Schnetts und die Schmoos” in Mülheim bis zu der zweisprachigen Vorlesung mit einer Bastelaktion zu „Otto-die kleine Spinne”, dem Bilderbuchkino „Ein klein wenig anders” und einer multimedialen Show in der Stadtteilbibliothek Kalk können sich große und kleine Besucher*innen freuen.

Neben den einzelnen Aktionen können Interessierte Personen in einer Reihe von diversitätsorientierten Kinderbüchern in der Zentralbibliothek und in den Stadtteilbibliotheken Mülheim, Haus Balchem, Porz, Kalk und Chorweiler stöbern.

Den Abschluss zur Aktionsreihe bildet ein Elternworkshop am 18.09., in dem anhand von Beispielen aus Bilderbüchern die Besucher*innen das Thema konkreter erfahren und Leitfragen an die Hand bekommen, die ihnen im Alltag bei der Auswahl von Büchern helfen.

Hier ist die Übersicht zu den einzelnen Aktionen mit den Links zur Anmeldung (für den Besuch der Bilderbuchausstellungen werden keine Anmeldungen benötigt): https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/stadtbibliothek/selbstverstaendlich-vielfaeltig-diversitaet-kinderbuechern

Titelbild: © Canva

Musizieren und Programmieren in Kita und Schule: Jetzt ganz einfach mit der Stadtbibliothek

Zahlreiche Instrumente und Roboter ergänzen unser Angebot und stehen für den Einsatz in Schulen und Kindertagesstätten bereit.

Kennen Sie beispielsweise schon die Boomwhackers? Sie bestehen aus unterschiedlich langen Kunststoffröhren, die harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Beim Schlagen auf verschiedenartige Gegenstände ergeben sich unterschiedlich klingende Töne.

Mit ihnen kann man grundlegende Konzepte von Rhythmus, Harmonie und Melodie vermitteln und in größeren Gruppen gemeinsam musizieren. Die passende Literatur dazu gibt es außerdem in unserem Notenbestand.

Ein besonderer Vertreter der Roboter ist der Ozobot. So klein wie eine Praline, steckt allerhand in ihm drin. Die Steuerung erfolgt mittels Linien und Farbcodes. So können Grundschulkinder die Grundlagen der Programmierung spielerisch erlernen.

Mit im Angebot ist außerdem das Erzähltheater Kamishibai. Theater und passende Bildkarten können auf Anfrage in der Kinderbibliothek entliehen werden.

Unser gesamtes Angebot an Robotern und Instrumenten, die sich für den Gebrauch in Kitas und Schulen eignen, sind in der Übersicht auf unserer Homepage zu finden.

Viel Spaß!

Der goldene Fisch

Eine Geschichte von Felix

Es war einmal ein Taucher. Der machte Urlaub auf den Callitropen. Callitropen ist eine Insel auf der anderen Seite der Welt. Die Insel ist im 7. Meer. Man kann nur mit einem Boot dahinfahren. Eines Morgens frühstückte der Taucher gerade und machte große Augen. Denn in der Zeitung stand was von einem Schatz. Genauer gesagt von einem Goldfisch. “Den muss ich fangen!” 

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Nota – der Musiktag

Eine Geschichte von Felix

Es ist noch früh am Morgen und der Notenschlüssel Nota liegt noch halb verschlafen im Bett. Fast gleichzeitig fällt ihm ein, dass heute Musik-Tag ist. Das ist ein Tag, wo man Musik aufnimmt und an den Radiosender schickt. Nota springt aus dem Bett. Er frühstückt, putzt sich die Zähne und zieht sich an. Er schnappt sich sein Aufnahmegerät und drückt auf die Aufnahmetaste. Er setzt sich ans Klavier und beginnt zu spielen. Er spielt sehr schön. Als er fertig ist, drückt er auf „Aufnahme aus“.

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