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Schon gelesen? Teil 18 – „Hologrammatica“

15 Mai

„Hologrammatica“ von Tom Hillenbrand

Wir befinden uns im Jahr 2088. Galahad Singh ist Quästor, das heißt, er sucht vermisste Personen. In einer Welt, in der überall das Holonet ist oder man durch Mind Uploading aussehen kann, wie man möchte, ist das nicht so einfach. Nun hat er den Auftrag erhalten, Juliette Perotte zu finden. Sie ist Computerexpertin und entwickelt Verschlüsselungen für Cogits, das sind künstliche Gehirne, mit deren Hilfe man den Körper wechseln kann. Doch je mehr er herausfindet, umso unglaublicher wird alles.

Tom Hillenbrand hat mit seiner Zukunftswelt etwas erschaffen, das mich als Leserin direkt fasziniert hat. Eine fast perfekte Welt, aber nur, wenn man nicht hinter die Fassade bzw. hinter das Holonet blickt. Zudem ist die Handlung sehr spannend und ein toll geschriebener Detektivroman. Das Buch ist also etwas für alle, die spannende Geschichten mögen, aber auch vor einer dystopischen Zukunft nicht zurückschrecken.

Hologrammatica

„Hologrammatica“ kann als Buch oder eBook ausgeliehen werden. Und wer dann immer noch nicht genug von dieser Welt hat, kann im neuen Roman von Tom Hillenbrand „Qube“ direkt weiterlesen. Hier allerdings erstmal nur als physisches Buch.

Schon gelesen? Teil 17 – „Vom Straßenjungen zum Hollywood-Star“

13 Mai

„Vom Straßenjungen zum Hollywood-Star“ von Tony Curtis mit Peter Golenbock

„Mein ganzes Leben lang hatte ich nur einen Traum: Ich wollte Schauspieler werden.“

Das sagte einst der charismatische Schauspieler Tony Curtis, der als Kind schon lieber ins Kino ging, anstatt die Schule zu besuchen.

In seiner Autobiografie erzählt er, wie er in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs und welche Hindernisse er immer wieder überwinden musste, um seinem Traum näher zu kommen.

Nicht nur als Mann machte er eine gute Figur. In seiner Paraderolle als Josephine in „Manche mögen’s heiß“ spielte er meiner Meinung nach Marilyn Monroe an die Wand.

Curtis

Sehr spannend und mitreißend erzählt, mit einem sehr schönen Vorwort seiner letzten Frau, ist dieses Buch ein Muss für jeden Tony Curtis-Fan, oder solche, die es werden wollen.

Schon gelesen? Teil 16 – Fantasy-Trilogie „Nevernight“

8 Mai

„Nevernight“ von Jay Kristoff

Wer Fantasy mag, ist hier genau richtig, denn Jay Kristoff entwirft in seiner Trilogie rund um die Antiheldin Mia Covere eine spannende Welt voller Gefahren.
Richtig gelesen, Mia ist keine Heldin, denn nachdem ihr Vater als Verräter hingerichtet und ihre Mutter eingekerkert wurde, schwor sie Rache an den Männern, die Schuld an seinem Tod sind. Und zu diesem Zweck möchte sie nur eins: eine Attentäterin werden. Deshalb unternimmt sie alles, um bei dem Assassinenorden „Rote Kirche“ aufgenommen zu werden.

Zu dieser spannenden Geschichte kommt noch, dass Jay Kristoff eine fantastische Welt erschafft, in der es drei Sonnen gibt und es nie dunkel wird. Und in der Mia mit Schatten reden kann.

Nevernight

Wenn man Mia erstmal in sein Herz geschlossen hat, hat man ganze drei Bände Zeit, mit ihr zu bangen und zu kämpfen. Wird sie es schaffen, sich zu rächen? Der dritte Teil, der „Die Rache“ heißt, lässt einiges hoffen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, in diese – manchmal brutale Welt – einzutauchen, kann neben den Büchern die ersten beiden Teile auch als eBook über die Onleihe ausleihen.

Schon gelesen? Teil 15 – Per Olov Enquists Autobiografie

7 Mai

„Ein anderes Leben“ von Per Olov Enquist

„Ein anderes Leben“ ist keine gewöhnliche Autobiografie. P.O. Enquist wählt für die Schilderung seines Lebens die „Er“-Form. Dieser literarische Handgriff ermöglicht ihm, quasi als Außenstehender sein eigenes Leben mit kritischer Distanz zu betrachten und es zu einem fesselnden Roman zu verarbeiten, der zugleich ein beeindruckendes zeitgeschichtliches Dokument und die erschütternde Chronik einer Alkoholabhängigkeit ist: Literarisch anspruchsvoll, lehrreich, unterhaltsam, überraschend offen und selbstanalytisch (dabei aber angenehm zurückhaltend und nie denunzierend gegenüber Familie und Weggefährten), mit subtilem Humor und zuweilen (selbst)kritischer Ironie.

Als Leser erhält man einen tiefen Einblick in Enquists Kindheit in der nordschwedischen Provinz im tief religiösen Umfeld der Erwecker-Bewegung in den 30er und 40er Jahren. Man erlebt die sportlichen Erfolge als Hochspringer, die ersten literarischen Höhenflüge, den gesellschaftlichen Aufstieg als angesehener Autor, Journalist und Dramatiker in den 50er und 60er Jahren. Mit dem Chronisten Enquist taucht man in die spannende politische und gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands und Schwedens in den 60er und 70er Jahren ein und ist auf Tuchfühlung mit deren Protagonisten. Dem angesehenen intellektuellen Kulturschaffenden Enquist blickt man bei seinen intensiven Kontakten in die europäische und amerikanische Kultur- und Politikszene der 70er und 80er Jahre über die Schulter.

Quasi nebenbei erfährt man, wie Enquists Romane in seinem Lebensweg verankert sind und wie wichtig diese biografischen Anker für sein literarisches Schaffen sind.
Dann das Unfassbare: Auf dem Höhepunkt des Ruhms der schier endlose Absturz in die Hölle des Alkoholismus. Man leidet mit. Die „Wiederauferstehung“, als lange schon alle Hoffnung verloren ist, klingt fast wie ein Wunder. Ein neues, ein ‚anderes Leben‘, beginnt.

Mit dem Sieg über den Alkoholismus endet das Buch, aber in diesem „anderen Leben“ schuf Enquist noch viele bedeutende Werke, darunter sein wohl bekanntestes „Der Besuch des Leibarztes“.

Per Olov Enquist

Weitere Werke von Per Olov Enquist

 

Per Olov Enquist starb am 25. April 2020 im Alter von 85 Jahren. Er war einer der großen europäischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Seine tief berührende Autobiografie „Ein anderes Leben“ macht Lust, sich eingehend mit seinem Werk zu beschäftigen.

Das Buch ist als eBook und (in Auszügen) als eAudio in unserer Onleihe vorhanden.

 

Schon gelesen? Teil 14 – Georgia-Serie von Karin Slaughter

6 Mai

Es ist schon lange her, dass ich Karin Slaughter durch ihre erste Reihe, die Grant-County-Serie (erster Teil: „Belladonna“), kennen und lieben gelernt habe.

Obwohl ich feststellen musste, dass andere Krimi-Reihen mit der Zeit an Biss verloren haben, so ist diese Serie bis heute absolut lesenswert.

Im aktuellen Titel „Die letzte Witwe“ (Teil sieben der Georgia-Serie) hatten Gerichtsmedizinerin Sara Linton und ihr Partner, Special Agent Will Trent, zwar eigentlich vor, ein paar erholsame Tage zu verbringen und vielleicht die ein oder anderen privaten Missverständnisse aus der Welt zu räumen, werden aber durch eine plötzliche Explosion in einen neuen, höchst brisanten Fall verwickelt.

Slaughter

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VORSICHT, Spoiler!

Als Sara von den agierenden Terroristen als Geisel genommen wird, setzt Will alles daran, sie aus den Klauen der gefährlichen Gruppe zu befreien. Undercover versucht er, das Vertrauen des Anführers zu gewinnen und mehr über die rassistischen Ziele der Gruppe zu erfahren. Kann er die Pläne des Terroristenführers vereiteln und Sara retten?

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Ein Krimi, der in der heutigen Zeit nicht brisanter sein könnte. Für mich absolut spannend und ein raffinierter Thriller der Extraklasse.

Nur für Leser, denen Blut und Gewalt im Thriller nichts anhaben können.

Reihenfolge der Georgia-Serie:

  1. Tote Augen
  2. Letzte Worte
  3. Harter Schnitt
  4. Bittere Wunden
  5. Schwarze Wut
  6. Blutige Fesseln
  7. Die letzte Witwe

Schon gelesen? Teil 13 – Ran ans Brot

29 Apr

Selbst gebackenes Brot?

Mit dem Buch „Ran ans Brot“ von Anna Walz kein Problem mehr!

Brotrezepte, an die sich jeder trauen kann und die keine besonderen Kenntnisse, Zutaten oder Werkzeuge erfordern.

Brot

Hier finden sich originelle Rezepte für Teige, die ganz ohne Kneten gelingen und 5-Minuten-Teige, die schnell zubereitet sind und dann sofort in den Ofen können. Bei den „Alles-kann-rein“ Rezepten nimmt man die Zutaten, die man zu Hause hat und entscheidet selbst nach Lust und Laune, ob man den Teig z.B. mit Dinkel- oder Weizenmehl zubereitet und welche Gewürze für den besonderen Geschmack sorgen. Die Rezepte im Kapitel „Raffiniert, aber total easy“ können ohne viel Aufwand Eindruck machen – bei sich selbst und bei Gästen.

Für ganz Eilige gibt es noch den Bereich „Fix mit Fertigteig“, da entstehen mit Fertigteigen aus dem Kühlregal auf die Schnelle herzhafte und süße Kleinigkeiten.

Jedes Kapitel wird mit einer Doppelseite mit kurzen, nützlichen Tipps und Tricks eingeleitet. Jedes Rezept ist mit ansprechenden Fotos und mit der jeweiligen Zubereitungs-, Geh- und Backzeit versehen.

Schokobrötchen

Schon ausprobiert wurden die Blitz-Schokobrötchen, die tatsächlich sehr einfach zu machen waren und superschnell zum Kaffee bereitstanden. Am besten haben sie noch lauwarm aus dem Ofen geschmeckt! Für die nächste Kaffeestunde wagen wir uns an die Schokoschnecken aus der Muffinform ran…

Schon gelesen? Teil 12 – Alltagsgerümpel loswerden

24 Apr

„Feng Shui gegen das Gerümpel im Alltag“ von Karen Kingston

Entrümpeln, ausmisten, wieder Ordnung schaffen – das alles ist seit Marie Kondos „Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ im Bewusstsein vieler Menschen. Wer es nicht so extrem mag, dem empfehle ich hier mein Lieblingsbuch zum Thema „Ausmisten“.

Feng Shui

Karen Kingston entrümpelt unter dem Aspekt „Feng Shui“, der östlichen Philosophie der Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung, die durch eine besondere Gestaltung der Wohn- und Lebensräume erreicht werden soll.

Man kann das Buch aber auch gut losgelöst von Feng Shui benutzen. Es macht einfach Spaß und Lust, sich von Karen Kingston zum Ausmisten und Aufräumen animieren zu lassen. Einmal angefangen zu lesen, will man eigentlich sofort damit loslegen.

Die Autorin erklärt, was materielles und geistiges Gerümpel ist, zeigt wo sich in den Zimmern überall Gerümpel versteckt und wie man effizient anfängt, Ordnung herzustellen und auch zu erhalten.

Schon gelesen? Teil 11 – „Das Genie“ und „Das Seelenhaus“

23 Apr

„Das Genie“ von Klaus Cäsar Zehrer

William James Sidis beherrscht bereits als Sechsjähriger zehn Sprachen. Mit elf Jahren wird er zum Studium in Havard zugelassen. Von frühester Kindheit an, nach der von seinem Vater begründeten „Sidis-Methode“ gefördert, entwickelt sich der junge Mann zu einem Genie ohne emotionale Kompetenzen. Er scheitert an sich und seiner Umwelt.

Mit einem IQ von 250-300 gilt William James Sidis noch heute als einer der intelligentesten Menschen aller Zeiten. Er lebte von 1898 bis 1944 in den Vereinigten Staaten.

 

„Das Seelenhaus“ von Hannah Kent

Island, 1828: Die Magd Agnes Magnúsdóttir wird wegen mutmaßlichen Mordes an ihrem Dienstherrn und einem zwielichtigen Hofgehilfen zum Tod verurteilt. In Ermangelung eines Gefängnisses verbringt sie die Zeit bis zur Urteilsvollstreckung auf einem bäuerlichen Anwesen. Dort arbeitet sie während der zwei Jahre zwischen Urteilsspruch und Hinrichtungstermin als Magd in einer großen Familie. Zunächst aus Furcht von den Mitgliedern der Familie gemieden, erfährt sie mit der Zeit Anerkennung.

Hannah Kent greift einen historisch belegten Fall auf und zeichnet das faszinierende Bild einer zu Unrecht beschuldigten Frau. Packend auch die Schilderung der Lebensverhältnisse im Island des 19. Jahrhunderts.

 

 

Schon gelesen? Teil 10 – Ein Buch fürs Herz

17 Apr

Ein Buch fürs Herz ist wohl Holly Hepburns Titel „Herzklopfen in der kleinen Keksbäckerei“.

Können Träume Wirklichkeit werden? Warum nicht?!

In diesem Fall handelt es sich dabei um eine kleine Keksbäckerei, die die beiden Freundinnen Cat und Sadie in ihrem Heimatstädtchen auf die Beine stellen. Natürlich kommt auch das Herz nicht zu kurz und die Liebe bringt die ein oder andere Wendung. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen und obwohl es mit 606 Seiten etwas umfangreicher ist, kann man nicht genug bekommen.

Keksbäckerei

Wie heißt es so schön auf dem Sticker des Buches: „Ein Roman so bezaubernd wie der Duft frisch gebackener Kekse“

Absolut passend!

Für Freunde von Manuela Inusa, Debbie Macomber, Jenny Colgan oder Sarah Morgan.

Schon gelesen? Teil 9 – Kochen lernen und neue Rezepte ausprobieren – Auch online!

16 Apr

Die heutigen Empfehlungen sind alle als eBook bzw. als eMagazin in der Onleihe und im Pressreader vorhanden.

 „Dr. Oetker Schulkochbuch“ von Eva-Maria Dammeier und Carola Reich *

„LECKER“ von Bauer Food Experts KG – Redaktion LECKER

Schulkochbuch

Ja, auf einmal sitzt man daheim und soll sich jeden Tag etwas „möglichst“ frisches und gesundes kochen. Aber was, wenn einem das Kochen gar nicht so liegt und selbst die Spaghetti anbrennen? Dem sei das Dr. Oetker Schulkochbuch ans Herz gelegt. Das Buch enthält alle Klassiker der deutschen Küche und wird laufend mit neuen Rezepten, die sich bei uns etabliert haben, in neuer Auflage herausgebracht. (Die erste Ausgabe erschein 1911!) Es ist in mehrere Kategorien aufgeteilt wie Suppen, Geflügel, Gemüse, Reis, Snacks, Desserts… und vor jeder gibt es einen „Ratgeber“. Hier wird zum Beispiel erklärt, was es mit den verschiedenen Fleischstücken eigentlich auf sich hat und wie man sie richtig schneidet und zubereitet. Auch verschiedenste Gemüse- und Obstsorten werden beschrieben – alles reichlich bebildert. Jedes Rezept enthält Tipps und Abwandlungsmöglichkeiten und für die Kalorienbewussten sind auch diese Angaben enthalten. Am Ende werden Hinweise für den richtigen Einkauf und die Lagerung der Lebensmittel gegeben und auch die verschiedenen Zubereitungsmethoden werden verständlich erklärt. Wer hat sich nicht schon mal ein Rezept durchgelesen und dachte: „Was soll ich da tun? Legieren? Parieren? Was heißt das?“ Das Buch wird übrigens auch als Grundlage für Hauswirtschaftskurse genutzt. Hier kann man also wirklich beruhigt zugreifen.

Wenn die Grundlagen des Kochens schon sitzen, will man sicherlich auch mal neue Rezepte ausprobieren. Hier lohnt sich ein Blick in die Zeitschrift LECKER, welche es auch in unserem Pressreader zu lesen gibt. Im gut sortierten Supermarkt ist sie in der Zeitschriftenecke zu finden und gerne mal vergriffen. Sie erscheint 10x im Jahr und enthält zur Saison passende Rezeptideen. Das Layout ist modern und auf den ersten Seiten sind alle Rezepte abgebildet, jeweils mit Hinweis, ob hier Fisch, Fleisch, Vegetarisch, Pasta oder Süßes verarbeitet wird. Zubereitungsdauer und Schwierigkeitsgrad helfen beim Einschätzen des Aufwands und auch die Kosten pro Portion werden angegeben. Gerne werden auch Klassiker neu interpretiert und das Kapitel „Für jeden Tag“ hilft, wenn es mal ganz schnell gehen muss.

Na, Lust aufs Kochen bekommen? Dann jetzt schnell die digitalen Angebote der Stadtbibliothek ausprobieren! Viel Spaß dabei!

*Hinweis: Hier wird die Ausgabe von 2006 beschrieben. In der Onleihe ist die neueste Ausgabe von 2018 zu finden.