Serientipp: Haikyu!!/Haikyuu

Für alle, die aktuell auf der Suche nach einer neuen Serie sind, habe ich hier die perfekte Mischung aus Spannung, Motivation, Mitfiebern, Humor und epischen Momenten: Haikyu!! (oder auch Haikyuu) ist die animierte Version des gleichnamigen Mangas von Haruichi Furodate.

Haikyu!!-Mangas sind in der Stadtbibliothek unter 22.5 Furudate zu finden.

Aktuell gibt es von der Serie vier Staffeln, wovon die ersten drei auf Netflix verfügbar sind, die vierte findet sich auf Crunchyroll und Wakanim. Haikyu bedeutet aus dem Japanischen übersetzt „Volleyball“, es handelt sich also um eine Volleyball-Animeserie. HALT! Nicht weglaufen!

Auch wer jetzt sagt: „Ich kann mit Animes nichts anfangen“ oder „Sport-Animes sind nichts für mich“ (das war auch meine erste Reaktion), sollte dieser Serie trotzdem eine Chance geben! Warum, erzähle ich später noch.

Zunächst einmal zum Inhalt:
Die Serie erzählt die Geschichte des Hauptcharakters, Shoyo Hinata, dessen Leidenschaft für Volleyball geweckt wurde, als er die Übertragung eines Meisterschaftsspiels schaute. Ein Spieler, der ebenso klein war, wie er selbst, lieferte in diesem Spiel eine überragende Leistung und wurde als „kleiner Titan“ gefeiert. Davon angespornt, möchte er selbst Volleyball spielen. Leider gibt es an seiner Mittelschule (in Japan etwa die 6. bis 9. Klasse) kein Jungsteam und so trainiert er mit der Mädchenmannschaft, allein oder mit Freunden in den Pausen. Als ein Turnier ansteht, überredet er einige Freunde, mit ihm gemeinsam teilzunehmen. Die unerfahrene Mannschaft hat bereits im ersten Spiel überhaupt keine Chance, doch Hinata findet auf der anderen Seite des Netzes einen Rivalen fürs Leben. Den brillanten Zuspieler Tobio Kageyama, der seinerseits von Hinatas Schnelligkeit und Sprungkraft beeindruckt ist.
Als Hinata in die Oberschule (10. bis 13. Klasse) wechselt, wählt er natürlich die Karasuno-Schule, auf die auch der von ihm verehrte „kleine Titan“ ging. Hier stellt er zu seiner Überraschung fest, dass das Karasuno-Team schon seit Jahren nicht mehr als ernstzunehmender Gegner oder gar als Anwärter auf die Meisterschaft gilt. Zu Beginn wirkt die Mannschaft wie eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus Individualisten, die nicht wirklich gut harmonieren. Zu allem Überfluss soll er nun mit seinem Erzrivalen Kageyama im selben Team spielen.
An dieser Stelle geht die Handlung so richtig los, es wird viel trainiert, gekämpft, gelacht, gestritten und es entstehen neue Freundschaften und Rivalitäten, sowohl innerhalb der Mannschaft von Karasuno als auch mit anderen Teams.

Das ist auch einer der Gründe, warum diese Serie so großartig ist. Es geht zwar um Volleyball, aber das dient eigentlich nur als Rahmen für die Entwicklung der zahlreichen unterschiedlichen komplexen Charaktere. Sie kämpfen mit Alltagsproblemen, die vielen vielleicht auch im eigenen Leben schon begegnet sind und es gibt in jedem von ihnen viel Identifikationspotenzial. Schwerpunktmäßig begleitet die Handlung das Team von Karasuno aber auch Charaktere aus anderen Teams, wie Nekoma, Aoba Johsai und anderen treten regelmäßig auf.

Die Animation ist enorm gut gelungen, die Sprecher liefern eine großartige Leistung und man wird förmlich die Handlung hineingesaugt. Die Serie bleibt dabei nah am realen Volleyball, natürlich mit einigen kleinen Kunstgriffen, aber sie schafft es ständig, nervenzerfetzende Spannung aufzubauen und den Zuschauer völlig mitzureißen. Man fühlt mit diesen Charakteren mit, sowohl die Verzweiflung bei Niederlagen als auch die absolute Euphorie bei Siegen.

Diese Serie ist in der Lage, so viel Motivation zu vermitteln, dass ein absoluter Sportmuffel (ich) das Gefühl hatte, sofort aufspringen und Sport machen zu wollen und das ist schon eine Leistung an sich. Außerdem illustriert sie wunderschön, wie sehr die Leidenschaft für eine Sache, sei es nun Volleyball oder etwas anderes, Menschen beflügeln und dazu bringen kann, über sich hinauszuwachsen.

Also, wer dieser Serie eine Chance gibt, kann nur gewinnen. Fliegt!

Schon gelesen? Teil 47 – Autobiografie von Marcel Reich-Ranicki

„Mein Leben“ von Marcel Reich-Ranicki

Ich muss gestehen, ich hatte noch nie eine Folge “Das Literarische Quartett” gesehen und kannte Marcel Reich-Ranicki nur vom Namen her, als mir seine Autobiografie in die Hände fiel.

Unterteilt hat Herr Reich-Ranicki seine Lebensgeschichte in unterschiedlich lange Zeitabschnitte. Mal sind es 18 Jahre, mal nur sechs. Er beginnt seine Erzählung mit seinen Eltern und seiner Geburt im Jahre 1920 und beendet das Buch 1999 mit dem 79. Geburtstag seiner Frau Teofila.

Dazwischen berichtet er von seinem langen Weg, angefangen vom Warschauer Ghetto im 2. Weltkrieg, über sein Leben im Polen der Nachkriegszeit, bis hin zu seiner Rückkehr nach Deutschland, wo er als Literaturkritiker groß und bekannt wurde.

In seinem Buch erfährt man nicht nur etwas über einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte, sondern natürlich auch viel über die deutsche Literaturszene.

Durch Reich-Ranickis flüssigen Erzählstil vergeht die Zeit mit diesem umfangreichen Buch wie im Flug.

Buchvorstellung für Erstleser – “Zombert”

Wer auf der Suche nach dem richtigen Erstlesebuch ist, der könnte einmal die Bücher aus dem Tulipan-Verlag ausprobieren, z.B. “Zombert – Hilfe die Autos” kommen.

In diesem Buch geht es um Zombert, einen Zombie, der auf dem ur-ur-ur-alten Friedhof lebt. Er hat einen allerbesten Freund: Konrad aber auch einen allerbesten Feind. Der heißt Ignaz und ist der Friedhofswächter.

Zombert ist sauer, denn durch den Friedhof soll eine große Straße gebaut werden und wie sich herausstellt, ist auch Ignaz nicht begeistert von der Straße. Deshalb tun die beiden sich zusammen, um die Straße zu verhindern. Ob sie das schaffen und wie die Geschichte ausgeht, das erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest.

Finden könnt ihr die Erstlesebücher aus dem Tulipan-Verlag, wenn ihr in unserem Online-Katalog in der Schnellsuche „Erstlesebuch“ und „Tulipan“ eingebt. Viel Spaß beim Lesen!

Die neue Kinderbuch-Reihe “Die Tierpolizei” – Spannung, Witz und Freundschaft

Die Katzenbärin Flopson stolpert unverhofft in ihren ersten Kriminalfall: Ihr Käfiggenosse Tjalle, ein kleiner Streifentenrek, ist verschwunden. Gutes Rüstzeug zur Lösung des Falls bringt Flopson allerdings mit, hat sie sich doch bei ihrer Besitzerin Frau Huppenschuh täglich beim abendlichen Fernsehkrimi kriminalistisch weiterbilden können.

Plötzlich sitzt Flopson vor der Tür, in der Freiheit, hat einen Kriminalfall zu lösen – und braucht dazu dringend Freunde und ein Team, das sich in Gestalt des Zwergponys Fridolin, der Blaumeise Meili und des mürrischen Teddyhamsters Jack auch bald findet. Gemeinsam wollen sie Tjalle wiederfinden – als DIE TIERPOLIZEI.

Die beiden Bände sind spannend, aber auch witzig und so schön harmlos, dass sie sich auch schon für Kinder ab 6 Jahren eignen (der Verlag empfiehlt sie ab 8 Jahren). Natürlich geht es nicht nur um die Fälle, sondern auch immer wieder um das Thema Freundschaft, darum, wie schmerzhaft es ist, von “Stadt-Tieren” als “Käfig-Tier” bezeichnet zu werden, um alte Traumata und wie man sie gemeinsam überwindet und und und.

Kind von hinten, es sitzt vor den zwei Tierpolizei-Büchern und einem Tablet, auf dem die Tierpolizei als E-Audio zu sehen ist
© Sarah Dudek
Der kleine Fan vor den Büchern und E-Audios meint: “Da sind immer so spannende Fälle und das ist auch immer interessant, das mitzukriegen, wie die die lösen. Band 2 ist noch besser.”

Auch im zweiten Band, der Anfang des Jahres erschienen ist, gibt es wieder einen Fall für die Tierpolizei: Das Kaninchenkind Rosine sucht seine Mama, die zusammen mit anderen Park-Kaninchen verschwunden ist. Bei Youtube kann man schonmal reinhören, wenn die Autorin Anna Böhm, die unverkennbar aus Berlin stammt, selbst liest und uns außerdem schonmal in den dritten Band spinksen lässt, der im Juli erscheinen soll.

Parallel zu den Büchern sind Teil 1 “Kommissare mit Fell und Feder” und Teil 2 “Ohren hoch oder es knallt!” auch als Hörbücher erschienen. Sprecherin Carmen-Maja Antoni erweckt die verschiedenen Tier-Charaktere mit ihrer markanten Stimme zum Leben.

Schon gelesen? Teil 46 – “Kennt man dich? Geschichten eines Influencers”

“Kennt man dich? Geschichten eines Influencers” von Timon

Aktuell ist das Wort „Influencer“ (böses Pfuiwort, wird im Weiteren nicht mehr verwendet) in aller Munde und das oft nicht im Guten. Die Wenigsten würden sich selbst so bezeichnen, denn in vielen Köpfen entsteht sofort die Vorstellung einer Person mit Starallüren, die auf Social Media ihr komplettes Leben präsentiert und dabei Werbung für irgendetwas macht, zu viel Geld verdient und eigentlich gar nicht richtig arbeitet.

Was hinter den Kulissen passiert, welchen Aufgaben und Herausforderungen diese ganz normalen Menschen gegenüberstehen, die unter den verschiedensten Umständen in ihrer Position als Internetpersönlichkeiten gelandet sind, davon erzählt dieses Buch.

Es wird auf unglaublich humorvolle Weise vom Alltag eines YouTubers berichtet, der irgendwie im Internet bekannt wurde und dessen Arbeit nun mal ganz anders aussieht, als man es erwartet. Es handelt von Begegnungen mit Menschen, Freunden, Familie, Fans oder Kollegen, absurden Situationen, Geschäftsanfragen, dem Kampf mit der Technik. So erhascht der Leser einen augenzwinkernden Blick auf das Leben eines Menschen, der beruflich im Internet angesiedelt ist, der plötzlich Tausende von Abonnenten und Followern hat, aber trotzdem auf dem Boden bleibt und sich durchaus bewusst ist, dass einige Dinge in dieser Branche einfach völlig bekloppt sind. Natürlich sind sämtliche Geschichten frei erfunden, es handelt sich um ein fiktives Werk, sämtliche Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig.

Der Autor Timon, auch bekannt als Klengan, startete 2012 ursprünglich als Minecraft YouTuber, später änderte sich sein Content zu Satirevideos. Inzwischen ist er unter anderem YouTuber, Podcaster, Schauspieler, Autor, Musiker und, laut eigener Angabe auf Twitter, auch Beauty-Babe und It-Girl.

Das Buch landete nicht ohne Grund auf Platz 17 der SPIEGEL Bestseller-Liste, es ist auch als Hörbuch verfügbar, vom Autor selbst eingesprochen. Es ist ein Pageturner, der sich leider nur bedingt zum Lesen oder Hören in öffentlichen Verkehrsmitteln eignet, wenn man seine Mitmenschen nicht durch plötzliches Kichern oder Lachen verstören möchte. Wer also gute, entspannte Unterhaltung sucht, ist bei „Kennt man dich?“ genau richtig.

Schon gelesen? Teil 45 – „Animant Crumbs Staubchronik“

„Animant Crumbs Staubchronik“ von Lin Rina

Animant Crumb ist eine bücherbegeisterte, junge Frau vom Land zu Zeiten Königin Victorias und liest alles, was sie in die Finger bekommt.

Sie ist genervt von ihrer Mutter, die sie auf Bälle und andere Veranstaltungen mitnimmt, um sie mit einer guten Partie unter die Haube bringen zu können und ebenso von den „dummen“ Männern, welche sie mit ihrem großen, angelesenen Wissen immer wieder in Verlegenheit bringt.

Da ergibt es sich gut, als ihr Onkel, der in London lebt, eine Bibliotheksassistentin für die Universitätsbibliothek sucht. Der einzige Haken: Kein Assistent hat es bislang mehr als ein paar Tage mit dem garstigen Bibliothekar ausgehalten.

Animant stimmt zu, um ihrer Mutter und den Männern zu entfliehen und erlangt so auch Zugang zur Bibliothek. Ein Privileg, welches Frauen zu dieser Zeit sonst nicht gewährt wird.

Auf 552 Seiten berichtet Animant von der neuen Welt, die sich nun durch das Leben in der Großstadt und die Arbeit in der Bibliothek für sie eröffnet. Eine spannende Reise, auf der man sie ebenso lesebegeistert begleitet.

Schon gelesen? Teil 44 – “Der Herr der Raben”

„Der Herr der Raben – Mein Leben als Ravenmaster im Tower of London“ von Christopher Skaife

Christopher Skaife, der Ravenmaster des Tower von London, erzählt in seinem Buch nicht nur von sich persönlich, sondern hauptsächlich vom Leben und Arbeiten mit den Raben, für die er und sein Team verantwortlich sind. Die Legende besagt, dass immer schon Raben auf dem Grundstück des Towers lebten. Sollten sie jemals verschwinden, würden die Monarchie und das ganze Königreich zugrunde gehen. Somit trägt jeder Ravenmaster immer eine große Verantwortung, damit die Raben gesund bleiben, auf dem Towergelände leben und verweilen.

Christopher Skaife ist kein gelernter Ornithologe, hat sich aber im Laufe der Zeit ein umfassendes Wissen über Vögel und speziell über Raben angeeignet und gibt alles für seine Schützlinge. Er berichtet von Geschichten und Begebenheiten aus dem Tower der Vergangenheit und Gegenwart und wie der unterschiedliche Charakter eines jeden Rabens ihn jedes mal aufs Neue beeindruckt.

Für Vogel- und Rabenfreunde gibt es im Verlauf des Buchs immer wieder viele interessante Fakten zu erfahren. Der britische Charme und Witz kommt auch in der deutschen Übersetzung sehr gut rüber und wer Freude und Interesse an den Briten und ihrer Geschichte hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Auf den sozialen Kanälen kann man ihn und seine Raben ebenfalls finden, z.B. auf Twitter oder Instagram.

Für alle England-Fans haben wir hier noch zwei Buchtipps:

Schon gelesen? Teil 37 – „The Crown“ und

Schon gelesen? Teil 2 – Auf einen Tee mit der Queen.

Schon gelesen? Teil 43 – Wunderkind Carson McCullers

“Die Ballade vom Wunderkind Carson McCullers” von Barbara Landes

Barbara Landes beleuchtet das Leben der Autorin in ihrem biografischen Roman „Die Ballade vom Wunderkind Carson McCullers“. Der Titel ist angelehnt an einen Roman von McCullers, „Die Ballade vom traurigen Café“.

Ben Jackson, ein fiktiver Freund, erzählt im Rückblick von den Höhen und Tiefen ihres schicksalsreichen Lebens. Er schildert die behütete Kindheit und Jugend McCullers‘ in einer Kleinstadt in Georgia und wie sie mit ihrem Debütroman „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ über Nacht zum Star der Literaturszene wird.

An diesem unglaublichen Erfolg scheitert dann auch ihre ohnehin schon turbulente Ehe mit Reeve McCullers. Er fühlt sich durch den Erfolg seiner Frau als Versager.

Sie erkrankt immer wieder schwer. Carsons gesundheitliche Verfassung verbessert sich auch nicht, als die beiden 1945 zum zweiten Mal heiraten. 1948 versucht sie sich dann, nach dem zweiten Schlaganfall und der folgenden halbseitigen Lähmung, das Leben zu nehmen. Ihr Ehemann begeht 1953 Selbstmord. Zeit ihres Lebens versucht sie sich immer wieder gegen ihren körperlichen Verfall aufzulehnen, stirbt aber 1967 nach ihrem dritten Schlaganfall mit nur 50 Jahren.

Ein einfühlsamer, biografischer Künstlerroman über das Gelingen und Scheitern. Man bekommt einen genauen Einblick in das aufwühlende Leben dieser Ausnahme-Autorin. Eine Zeitreise in das literarische New York der 50er-Jahre.

»Barbara Landes hat nun aus Anekdoten und Biographien, aus Berichten und Erinner­ungen einen kenntnisreichen Lebensroman zusammengesetzt.«

Manuela Reichart, Deutschlandradio Kultur

Schon gelesen? Teil 42 – „Descender“

Science-Fiction Comicreihe mit Suchtpotenzial

„Descender“ von Jeff Lemire und Dustin Nguyen

Eine ferne Zukunft: Roboter sind Teil des menschlichen Alltags geworden. Doch dann tauchen überall in der Galaxie gigantische, unbekannte Roboter auf, sorgen für Chaos und Zerstörung und… verschwinden einfach wieder.

10 Jahre später: Die einst so hilfreichen Roboter werden inzwischen gehasst. Sie werden aus Rache oder für Geld gejagt und abgeschlachtet.

In dieser Welt erwacht nach langem Schlaf TIM-21: ein Android, der entwickelt wurde, um Kindern als Freund und Beschützer zur Seite zu stehen. Obwohl er aussieht wie ein Kind, ist er hochintelligent und durch seine Programmierung zu Emotionen fähig. Auch als TIM-21 erfährt, was sich in der Galaxie zugetragen hat, kennt er zunächst nur ein Ziel: Er will seinen menschlichen Bruder Andy finden, dem er vor der Katastrophe als Begleiter zugeteilt war. Dabei wird er in ein gefährliches Abenteuer verwickelt. Denn scheinbar ist TIM-21 der Schlüssel, um das Geheimnis der gigantischen Todesroboter zu lüften.

Auch wenn es verschiedene Personengruppen mit eigenen Erzählsträngen gibt, so wird die Handlung dadurch nie unübersichtlich. Gerade die unterschiedlichen Charaktere, allen voran TIM-21, steigern das Interesse an der Geschichte, sodass man am liebsten immer weiterlesen möchte.

Zusätzlicher Pluspunkt ist die Ästhetik: Die Aquarell-Zeichnungen sind unglaublich schön und scheinen eher im Kontrast zu der teilweise erbarmungslosen Welt von „Descender“ zu stehen.    

Insgesamt ist die Comicreihe eine Mischung aus „Mass Effect“ und „A.I – Künstliche Intelligenz“ mit einem Hauch von „Blade Runner“. Aber natürlich auch etwas ganz Eigenes und sollte von keinem Sci-Fi- oder Comic-Fan verpasst werden. Und auch wer noch kein Interesse an solchem „Nerd-Kram“ zeigt, kann es gerne mal ausprobieren 😉

„Descender“ ist zwar mit 6 Bänden abgeschlossen, die Handlung geht aber mit der Folgereihe „Ascender“ weiter und sollte auf jeden Fall weitergelesen werden, da die Geschichte um TIM-21 & Co noch nicht beendet ist.

Schon gelesen? Teil 41 – Einschlafgeschichten für Erwachsene

„Träum schön – Einschlafgeschichten für Erwachsene“ von Kathryn Nicolai

Kathryn Nicolai ist eigentlich bekannt für ihren Podcast, mit dem sie schon vielen Menschen beim Einschlafen geholfen hat. Nun hat sie einige ihrer kleinen Geschichten in diesem Buch herausgebracht und viele neue hinzugefügt.

Jede Geschichte ist im Schnitt vier Seiten lang und wird durch schöne Illustrationen, Anleitungen für Meditationen oder Rezepte ergänzt.

Ich habe mich schon nach den ersten Geschichten in dieses Buch verliebt und finde, dass es zusätzlich eine schöne Hilfe ist, um sich aus dem Corona-Tief zu holen.

In den Geschichten geht es um Wohlfühlerlebnisse. Sei es zum Beispiel das Vergnügen, sich etwas im Lieblingsschreibwarengeschäft zu kaufen, das Pflanzen von Blumen im eigenen Garten, Begegnungen mit lieben oder auch fremden Menschen, die einem etwas Gutes tun, oder denen man selber eine Freude macht.

Es ist so schön geschrieben, dass man immer wieder darin lesen will. Hygge für die Seele.

Das Buch ist ein tolles Geschenk; an andere oder auch an sich selbst.