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Consumer Electronics und die Virtuelle Realität

12 Dez

Hier im Blog konntet ihr in den letzten Monaten Freikarten für die Bitkom-Seminare der „deutschen medienakademie“ gewinnen. Eines dieser Seminare haben wir auch selbst besucht und möchten euch unseren Nachbericht nun nicht vorenthalten.

Am frostigen 29. November ging es in Sank Augustin um Consumer Electronics, genauer gesagt um das Thema „Wearables, Augmented und Virtual Reality, Künstliche Intelligenz, IoT und die Folgen“. Die Veranstaltung fand auf dem Gelände des Fraunhofer Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT) statt – ein thematisch absolut passender Ort. In starkem Kontrast dazu, standen die ausgewählten Räumlichkeiten: das mit etwas über 100 Jahren noch junge, aber doch sehr romantisch-herrschaftliche Schloss Birlinghoven auf dem FIT-Gelände.

Die Veranstaltung dauerte von 13 bis 18 Uhr und umfasste 7 Vorträge, die sich den genannten Themen aus verschiedenen Blickwinkeln widmeten. Wie üblich bei den Seminaren der medienakademie beteiligten sich die Teilnehmenden außerdem rege mit Fragen und eigenem Wissen. Den ganzen Nachmittag zusammenzufassen, würde den Rahmen dieses Blogs sprengen. Daher folgen nun Einblicke in drei der Vorträge:

Klaus Böhm von der Deloitte GmbH stellte die Ergebnisse des Global Mobile Consumer Survey in Bezug auf Deutschland vor. Es zeigt sich, dass der Boom mobiler Endgeräte seinen Zenit erreicht hat. Die Verbreitung von Laptops und E-Readern stagniert, die Nachfrage nach Tablets hat sich seit 2014 halbiert. Nur das Smartphone zeigt moderates Wachstum und verdrängt zuverlässig das Standardhandy. Durch den Wunsch nach aktuellen Modellen geben immerhin 30% der Befragten an, sich in naher Zukunft ein neues Smartphone kaufen zu wollen – ein leichter Anstieg gegenüber 2015. Neues Wachstum könnte über neue Geräteklassen generiert werden. Ein möglicher Kandidat war die Smart Watch, doch sie hat die hohen Erwartungen bisher nicht erfüllen können. Mit einer Verbreitung von 4% fristet sie in Deutschland ein Nischendasein; die Nachfrage sinkt. Laut einigen Seminarteilnehmenden liegt dies zum Beispiel an der geringen Größe der Smartwatch-Displays und an der Abhängigkeit vom Smartphone. Standalone-Produkte oder Kombinationen mit Augmented-Reality-Brillen könnten den Markt beleben.

Weitere neue Geräte drängen über das Internet der Dinge auf den Markt: die Zahnbürste mit App, der Heizungsregler der von unterwegs gesteuert werden kann und der Kühlschrank mit WLAN. Doch der Hype ist bisher kaum beim Endverbraucher angekommen. Das Internet der Dinge entwickelt sich an den Bedürfnissen der Konsumenten vorbei – es fehlen Anwendungen mit echtem Mehrwert. Dazu kommen Datenschutz- und Sicherheitsprobleme sowie fehlende Standards, durch die die einzelnen Geräte zu Inseln werden.

Ein weiterer aktueller Hype ist die Virtuelle Realität, getrieben durch die Markteinführung mehrerer Full-Feature-, also smartphoneunabhängiger VR-Brillen. Die Unterhaltungsbranche bastelt an Angeboten im Bereich Gaming, News, Film, Musik und Sport. Doch noch lässt die Geräteverbreitung auf sich warten. Nur 2,5% der Deutschen besitzen überhaupt VR-Hardware und auch die Kaufabsicht für die nächsten Monate ist gering. Noch fehlt es an attraktiven Inhalten. Ohne Frage treibt der Gaming-Sektor den VR-Markt voran. Für Anwendungen in der Sportübertragung ist in der Branche bereits Zurückhaltung eingekehrt, da viel Geld für wenig Mehrwert in die Hand genommen werden muss. In der Filmbranche hat VR zwar viel Potential, aber noch muss Pionierarbeit geleistet werden, um den nun nicht mehr gänzlich passiven Zuschauer in den Film zu integrieren. Ein Teilnehmender hielt es außerdem für unwahrscheinlich, dass die Deutschen bereit sind, für das Anschauen von Filmen, Musik oder sonstigen Fernsehinhalten zusätzliche Anschaffungen von VR-Hardware auf sich zu nehmen. Trotz alledem: Für das Jahr 2020 rechnet Deloitte im deutschen Consumer-Markt mit Virtual-Reality-Umsätzen von über einer Milliarde Euro, die sich aus den Verkaufserlösen von Hardware und Virtual-Reality-Inhalten zusammensetzen.

Dr. Wolfgang Prinz vom Fraunhofer Instituts für Angewandte Informationstechnik beleuchtete das Thema VR von der technischen Seite. Den heutigen Ausprägungen von Virtual und Augmented Reality geht eine lange Entwicklungszeit voraus. Schon in den 50er Jahren arbeitete zum Beispiel Morton Heilig an dem so genannten Sensorama, einem Arcade-ähnlichen Aufbau mit einem Trichter für den Kopf. Im Sensorama erlebte der Benutzer eine Motorradfahrt in einer 3D-Umgebung mit Fahrtwind, Gerüchen und den Vibrationen des Motorrads. In den 60er Jahren ermöglichte Ivan Sutherlands „Sword of Damocles“ das Tracking der Augen- und Kopfbewegungen. Der Nutzer trug dabei einen brillenähnlichen Aufsatz, der wegen des noch enormen Gewichts an der Decke befestigt war. In den 80er und 90er Jahren experimentierte Steve Mann, der Vater der Wearables, mit allen Variationen selbstgebauter AR-Brillen. In den Spielhallen lockte Dactyl Nightmare in eine klobige Mehrspieler-3D-Welt und im Kino weckten Filme wie Tron und der Lawnmower Man Erwartungen, die die (virtuelle) Realität nicht erfüllen konnte.

Nach der großen VR-Desillusionierung der 90er Jahre ist die Technologie nun zurück. Viele aktuelle Entwicklungen tragen zu diesem zweiten Frühling bei: die stark verbesserte Grafikleistung moderner Computer, Vernetzung, der Trend zu mobilen Endgeräten und die Fortschritte bei Sensorik und Lokalisierung. Wo früher Ultraschallempfänger und GPS den Nutzer verorteten, sorgen heute Tiefenbildkameras und stark verkleinerte Initialsensoren für realitätsnahe Erfahrungen. Solche Technologien werden sich in Zukunft auch in Tablets und Smartphones finden, wie Googles Tango-Projekt nahelegt.

Und so finden VR und AR langsam geeignete Anwendungsbereiche, die über das medienträchtige Gaming hinausgehen. Zum Beispiel im Bildungssektor für die Visualisierung von Lerninhalten wie dem Doppler-Effekt oder Luftströmungen. Oder in Laboren zur Begleitung von Arbeitsschritten durch die Einblendung von Bedienungsanleitungen, Arbeitsabläufen und Benachrichtigungen sowie der Möglichkeit zur Live-Dokumentation. Oder aber in Architekturbüros zum Visualisieren der Planungen. Aufbauend auf dem Building Information Modelling (BIM) werden die Gebäude von Anfang an in 3D angelegt. Dies ermöglicht unter anderem ein Durchschreiten der zukünftigen Räumlichkeiten mit einer VR-Brille oder das Betrachten des neuen Gebäudes in seiner realen Umgebung.

In der Kaffeepause konnte man eine BIM-Umsetzung für HTC Vive, Samsung Gear VR und das Tango-Tablet ausprobieren.

 


Prof. Dr. Heiko Hecht vom psychologischen Institut der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz beschäftigt sich damit, wie Körper und Gehirn auf Aufenthalte in der virtuellen Welt reagieren. Was passiert in unserem Gehirn, wenn einige unserer Sinne die virtuelle Welt wahrnehmen und andere die wirkliche Welt? Hier zeigen einige Menschen ähnliche Symptome wie ein Beifahrer im Auto: die Reisekrankheit nennt sich im VR-Kontext Cybersickness.

Ein wichtiger Punkt für eine gelungene VR-Erfahrung ist die Immersion, also das vollständige, ungestörte Eintauchen in die virtuelle Welt. Aber wie real erscheint uns das Virtuelle tatsächlich und welches Suchtpotential birgt dies bei längerer Nutzung?

Und noch ein interessanter Punkt: Wie so vieles in der modernen Welt ist die virtuelle Realität eine Quelle exogener Aufmerksamkeit. Das heißt in vieler Hinsicht bestimmt nicht der Nutzer, auf welche Objekte und Stimuli der virtuellen Welt er seine Aufmerksamkeit bündelt, sondern die VR-Welt tut es für ihn. Im Allgemeinen gilt: Wenn Menschen ihre Aufmerksamkeit immer weniger selbst steuern, können Aufmerksamkeitsdefizite entstehen. Gibt es hier Unterschiede zwischen Virtual Reality und Augmented Reality? Da AR-Brillen die reale Welt zeigen und sie mit zusätzlichen Details und Informationen erweitern, gibt es hier eine Chance auf mehr endogene Aufmerksamkeit. Voraussetzung ist jedoch, dass die Einblendung der AR-Elemente vom Nutzer selbst gesteuert werden kann. Hierfür kommen die üblichen Steuerungsmechanismen, wie Sprach-, Tasten oder Gestensteuerung in Frage, doch für eine effizientere, unangestrengtere Interaktion fällt der Blick bereits auf ein anderes Mittel: das Brain Interface, welches die Absichten des Nutzers direkt umsetzt.

Und damit endet der Nachbericht, der nur einen kleiner Einblick in einen gelungenen Nachmittag in royaler Atmosphäre geben konnte. Wir danken ganz herzlich, dass wir dabei sein durften!

(ba)

 

Besuch in Porto

28 Okt In Porto

Vergangenes Wochenende konnten wir einen Kollegen nach Porto schicken. Der portugiesische Verband öffentlicher Bibliotheken (Associação Portuguesa de Bibliotecários, Arquivistas e Documentalistas – kurz BAD, das schafft coole Assoziationen!) feierte sein dreißigjähriges Jubiläum. Das Goethe-Institut Portugal hatte darum gebeten, dass unser preisgekröntes Haus etwas zu Innovationen und neuen Services erzählt.

In Porto

© Stadtbibliothek Köln

Die Feierlichkeiten fanden im Auditorium der Biblioteca Municipal Almeida Garrett statt, die sich in den Gärten des Kristallpalastes (der von den Einheimischen liebevoll „Ufo“ genannt wird) befindet.

Der Verband dort hat wohl das Gefühl, dass Bibliotheken derzeit bei den politischen Vertretern der portugiesischen Gesellschaft nicht den Stellenwert haben, den sie haben sollten, und deshalb wurde auch die Initiative Somos Bibliotecas initiiert, die das Selbstvertrauen der Kultureinrichtungen gegenüber Entscheidungsträgern wieder stärken soll. Eine tolle Sache, die durchaus Vorbildcharakter haben kann. Hier noch ein paar Impressionen zur Bibliothek.

Nach einigen portugiesischen Laudatios und Ansprachen wurde am Nachmittag dann auch das Thema Innovation angegangen. In dem Panel wurde, neben der Vorstellung unserer Services, auch theoretisch die Entwicklung von Innovation in Einrichtungen unter die Lupe genommen. Außerdem berichtete ein spanischer Kollege von einer „digitalen Bibliothek“, die freie Inhalte sammelt und zugangsoffen zur Verfügung stellt.

Nach weiteren feierlichen Programmpunkten folgte noch ein inoffizieller Austausch mit den Kollegen. Besonders beeindruckend war ein Herr, der mit seinem kleinen Bücherbus über die Dörfer fährt und dort insbesondere Senioren (jüngere Einwohner sind längst in urbanere Gegenden gezogen) mit Literatur versorgt. Viele können auch nicht lesen und sind insbesondere an Jagd- und Handarbeitszeitschriften interessiert. In seinem Blog sprechen auch die Bilder schon für sich, selbst wenn man nicht des Portugiesischen mächtig ist. Als er davon sprach, dass seine aufsuchende Bibliotheksarbeit auch viele Gespräche und ein offenes Ohr für die Kunden beinhält, war die gedankliche Verknüpfung zu unserer Blindenbibliothek nicht weit. Auch hier findet man Kunden mit Geschichten und Redebedarf. So gleichen sich manchmal ländliche und städtische Services.

Zuletzt bleibt noch Danke zu sagen für eine sehr persönliche Stadtführung einer Dame des Goethe-Instituts, die bereits 30 Jahre vor Ort lebt. Darüber hinaus wurde man überall mit Freundlichkeit empfangen und es gab bewundernswert motivierte Kolleginnen und Kollegen, mit denen auch ein tieferer Austausch noch wünschenswert gewesen wäre. Auch die Stadt ist wunderschön und sei empfohlen, auch wenn mancherorts der Wunsch nach etwas weniger Touristik zu vernehmen war.

bp

Auf Forschungsreise: Als #BibRanger in der Stadtbibliothek Köln

3 Mrz

„Es begab sich an einem Morgen im Monat Dezember. Ich stand unter der Dusche, duschte so vor mich hin und dann … *dramatischeMusik*“

Auf ihrer #Bibreise durch einige Bibliotheken NRWs wollte Wibke Ladwig auch unseren Arbeitsalltag genauer kennelernen. Und so verbrachte sie im Februar 2016 einen Tag mit uns. Stauraum, Einstellen, Schulservice, EDV, Infotheke, Makerspace: Wibke did it all. Herausgekommen ist ein toller Blogartikel, den wir euch wärmstens ans Herz legen: Auf Forschungsreise: Als #BibRanger in der Stadtbibliothek Köln

 

Unser #BibRanger (Quelle: Wibke Ladwig)

(ba)

re:publica 2015 – #rp15 – Tag 3

7 Mai

Darf man Endspurt schreiben, oder ist das zu uncool? Egal. Endspurt.

Wider die Bewilligungskultur im Netz

Leonhard Dobusch ist Juniorprofessor für Organisationstheorie in Berlin und aktivier Autor für netzpolitik.org. In seinem Talk widmet er sich kompliziertem Urheberrecht und der Tatsache, dass mir jede einzelne Plattform eigene ABG zum durchlesen überscrollen und abnicken abverlangt. Er handelt dabei verschiedene Streamingdienste ab, streift Bibliotheken (!) und landet bei der Remix-Kultur. Guckt Euch das an, ist schön orchestriert und sehr interessant.

3D printing in Katastrophengebieten

@andrewlamb stellt Field Ready vor. Das ist eine humanitäre Organisation, die ein großes Logistikproblem umgeht, denn sie stellt Hilfsgüter vor Ort her. Am Beispiel von Nepal sieht man aktuell, welche Bruchstellen in einer solchen Versorgungskette entstehen, wenn Güter wehen bürokratischer Hürden am Flughafen verrotten. Und auch sonst bergen Transportwege unvorhersehbare Tücken wie kaputte Straßen oder Fahrzeuge. Diese Ungewissheiten werden von Hilfsorganisationen teuer bezahlt: Logistik frisst 60-80 % ihres Einkommens.

Field Ready zieht seine Inspiration aus der Science-Fiction. Die Technologie des Replikators in Star Trek wird regelmäßig mit 3D-Druck verglichen, auch wenn noch gefühlte Lichtjahre dazwischen liegen. Dennoch, so Lamb: „Wir haben zwar keine Raumschliffe und Replikatoren – aber Flugzeuge und 3D-Drucker.“ Seine Vision ist, die komplette, fehleranfällige und teure Vertriebskette von Herstellern zum Feld zu übergehen, indem die Herstellung direkt im Feld platziert wird. Er nennt das hyper-local manufacturing & deployable makerspaces.

Andrew Lamb zeigt Nabelschnurklammern aus dem 3D-Drucker.

Andrew Lamb zeigt Nabelschnurklammern aus dem 3D-Drucker.

Und wie sieht das konkret aus? In Haiti hat es schon funktioniert, und zwar mit dem unscheinbaren Produkt „Nabelschnurklammer“. Das simple Plastikding hattet ihr wahrscheinlich schon alle umgetackert – es ist für die Säuglingsbehandlung ziemlich wichtig, da es Infektionen verhindert. Ohne die Vertriebskette und aus dem 3D-Drucker ist es 40% billiger herzustellen. Ganz zentral ist dabei laut Lamb, lokalen Makern Technologie und Software beizubringen, sodass sie möglichst unabhängig handeln können. Nun könnte man einwenden, dass ja auch das Filament für den Drucker eine Vertriebskette benötigt – Field Ready legt aber wert darauf auch Gerätschaften bereizustellen, mit denen andere Kunststoffe für den 3D-Druck recyclet werden können.

Ein inspirierendes Projekt. Wir fragen uns, inwiefern wir als Bibliothek etwas beitragen könnten.

Eingeschoben: Ein Talk zu der dunklen Seite des sog. E-Health. Wie würdet ihr diese Fragen beantworten?

Eingeschoben: Ein Talk zu der dunklen Seite des sog. E-Health. Wie würdet ihr diese Fragen beantworten?

Der Terminator in unserer Hosentasche

Jérémie Zimmermann fragt, wie man den Gegner „Überwachung“ bekämpfen (und ultimativ besiegen) kann. Aktuell scheint es ein ungleicher Kampf zu sein, denn er hat einen entscheidenden Vorteil: er ist unsichtbar. Als Schablone dient ihm die künstliche Intelligenz Skynet aus James Camerons Terminator (bei uns im Bestand unter Uv *Action* Terminator). Der einzige Unterschied zur Realität: Wir leben in keiner Atomapokalypse und es gibt (noch!) keine 100%ig autonomen Maschinen. Aber wir leben schon in einer Welt, in der Maschinen unfassbar viele Daten aggregieren und verarbeiten.

Zimmermann sagt „fuck privacy“ und meint damit, dass Privatheit nur ein Konzept, nur eine Idee sei. Kulturell konstruiert. Wichtiger sei der Schutz der Intimität, da sie es uns als einzige Möglichkeit erlaube, wirklich wir selbst zu sein. Denn Intimität erlebe man entweder alleine oder nur mit den Menschen, die man dafür bestimme. Und genau diese Intimität ist es, die von den Maschinen bedroht wird. Wie genau? Er nennt drei Aspekte zeitgenössischer Smartphones.

  1. Hyper-Zentralisierung. Bedeutet: Die NSA kann alles sehen, auch nicht abgesendete aber eingetippte Dinge.
  2. Komplexität. Nur sehr wenige Menschen verstehen, wie das Gerät bis zur Prozessorebene im Detail funktioniert. Doch wie will man die Macht über etwas zurückgewinnen, das wie Magie erscheint?
  3. Es gibt die Illusion von Sicherheit. Google und alle anderen beteuern stets, die Daten seien sicher bei ihnen.

Am eindrücklichsten ist vielleicht der Kauf von Boston Dynamics durch Google vor einiger Zeit. Boston Dynamics stellt (Kampf?-)Roboter her, die den Maschinen aus Terminator schon ziemlich nahekommen. Zimmermann fragt: Eine Kampfmaschine, die alle Daten hat – was kann da schon schiefgehen?

Wir fühlen uns angesichts dieser „Wunderwerke“ wie Sarah Connor im Film, sagt Zimmermann. Denn wir können das, was wir erleben und sehen, kaum fassen. Doch wie bekämpfen wir das? Mit Rohrbomben, so wie im Film? Er schweigt. Zuckt mit den Schultern. Der Saal lacht. Nein, er möge Rohrbomben nicht so gerne. Lieber sei ihm freie Software und 100%ig von uns kontrollierbare Computer. Und die wir verstehen.

Letztlich liefert Jérémie eine Brandrede, aber eine sehr imponierende.

Sie endet mit: Let’s crush those fuckers.

Fazit

Der Schlusssatz oben macht es noch einmal deutlich: die re:publica ist eine politische Veranstaltung. Die Stimmung der netzkulturell geprägten Beiträge war düster. Business spielt eine Rolle, aber eine untergeordnete. Die Makerkultur hatte mit dem Global Innovation Gathering (GIG) zum dritten Mal eine prominente Subkonferenz, deren Beiträge von Optimismus und viel Bewegung zeugten. Ansonsten muss sich die re:publica regelmäßig den Vorwurf gefallen lassen, bloß ein Ringelpietz der Berliner Netz-Schickeria zu sein. Diesen Eindruck können wir nicht bestätigen. Natürlich treffen sich dort alte Freunde und der Kern mag ein kleiner sein, aber gleichzeitig kommen kreative Ideenträger aus der gesamten Welt zusammen und atmen gemeinsam den Geist der digitalen Gegenwart. Tauschen sich aus. Machen auf sich aufmerksam.

Das darf nichts Schlechtes sein.

Darum kommen wir gerne wieder. Wenn wir dürfen.

cd & sa

re:publica 2015 – #rp15 – Tag 2

7 Mai

Zweiter Tag, zweite Runde eklektizistischer Internetspaß.

Bildungssystem der Zukunft

Jöran Muuß-Merholz spricht über das Bildungssystem der Zukunft und entwirft eine doch recht haarsträubende (weil pessimistische) Timeline der nächsten Zahn Jahre. Sie sieht ungefähr so aus:

  • 2015 geht es darum, die mediale Kontrolle über Schüler zurück zu gewinnen. Bedeutet: Smartphone-Verbot, Peilsender auf dem Klo und spezielle Filtersoftware. Die Wirtschaft beginnt, sich für digitale Bildung zu interessieren. Es gibt im Rahmen des adaptive learning maßgeschneiderte Angebote an Material und Lernumgebungen. Die Grundidee ist: zunächst durch Tracking herausfinden, was der Lernende kann.
  • 2016: Smart Watches mit Sprachsteuerung im Unterricht.
  • 2017: Jeder Schüler bekommt ein eigenes Gerät, landesweit in gleicher Ausstattung (Google?). Bundesweit ist das bis 2019 durchgesetzt, finanziert durch Microsoft. Danach gibt es Schulvereinbarungen zur Überwachung. Schüler beobachten sich gegenseitig und „leaken“, wer betrogen hat. Es gibt starke Kontrollmechanismen. Bring-your-own-device (BYOD) weit verbreitet. Schulmaterisl verbessert sich über Big Data. Kameratechnologie ermöglicht bessere Aus- und Bewertung der Lernenden.
  • 2019: Eltern werden digital über Lernfortschritte informiert, sind Teil des Systems. Erste Privatschulen verzichten auf digitale Systeme. Schüler bewerten per App die Pädagogen.
  • 2020: Das Jahr der großen Zentralisierung. Es gibt eine staatliche Bildungscloud, jeder Klassenraum verfügt zwecks Verhinderung von Missbrauch über eine Kamera. Generalverschlüsselung kann aufgegeben werden, Prüfungen können jetzt unabhängig vom Ort abgenommen werden (z.B. zu Hause).
  • 2023: Mumpsepidemie. Darum wird jetzt mit Teleunterstützung gelernt, in Isocamps, im Krankenhaus. Augmented Reality setzt sich durch.
  • 2024: Lernprozesse können jetzt vollständig nachvollzogen und darum auch vorhergesagt werden (adaptive  learning). Uhren messen Puls und Stresslevel der Lernenden.
  • 2025: Körperfunktionen und Lernprozesse werden ganzheitlich erfasst, protokolliert und gespeichert.

Bleibt abzuwarten, ob sich diese Dystopie erfüllt. Allzu unrealistisch scheint es sowohl den Vortragenden als auch uns nicht.

Let’s Play Geschichte

Zeit für etwas mehr Lebensfreude: Stephan Wirth ist Student der Uni Trier. Er hat mit seinem Team und in Kooperation mit dem SWR ein empathy game programmiert. Das ist ein Computerspiel, das darauf abzielt beim Spielenden verschiedene Mitgefühle zu erzeugen – was einerseits die Identifikation mit den Spielfiguren fördert und durch diese emotionale Verknüpfung Lerninhalte leichter transportiert. 

Das Game handelt vom Mittelalter im Südwesten Deutschlands und mutet auf den ersten Blick wie ein klassisches Adventure-Spiel an,  das stark mit Dialogen arbeitet. Je nach Episode schlüpft man in die Rolle eines aufgeklärten Geistlichen, der einer angeklagten „Hexe“ die letzte Beichte abnehmen soll. Oder man spielt einen aufständischen Bauern vor Gericht. Oder die Mutter eines Pestkranken Mädchens. Stets muss man Entscheidungen treffen und ethische Selbstkonflikte austragen, was den Spieler emotional involviert.

Was an dem Projekt fasziniert, ist jedoch die hohe Professionalität aller Beteiligten. Unter der Projektleitung des SWR waren Historiker, Autoren, Fernsehredaktionen, Game Writer und Schauspieler beteiligt. Der exklusive Einblick verspricht ein qualitativ hochwertiges Produkt, das demnächst erscheint. 

Ethnographie und Anonymous

Gabriella Coleman (McGill University) ist die wohl profilierteste Erforscherin des eigenartigen Anonymous-Kollektivs, das seit 2008 irgendwo zwischen harmloser Netzkultur und handfesten Hackerangriffen oszilliert. 

Heute beschäftigt sie sich mit dem Zusammenhang von Anonymous und Terrorismus. In den USA wird seit 2001 Terrorismus qua Gesetzen definiert – so sind zum Beispiel Tierschutzaktivisten früher einfach Aktivisten gewesen. Heute gelten sie vor der Justiz als Terroristen. 

Doch ist Anonymous das Online-Equivalent zu al Qaida? Offenbar wird es nicht so wahrgenommen. Dabei gibt es drei Gründe, die laut Coleman dafür sprechen würden. Erstens: Anonymous‘ Aktivität kann durchaus als  Cyberextremismus begriffen werden. Und der Sprung von Extremismus zu Terrorismus ist nicht weit. Zweitens: Es sind (auch) kriminelle Hacker. Drittens: es wurden Versuche der Regierung unternommen, Anonymous mit dem Label Terroismus zu assoziieren. 

Und wieso hat es nicht geklappt? Coleman nennt vier Punkte.

  1. Anonymous hat die „richtigen“ Ziele attackiert (PayPal) und die „richtigen“ Leute unterstützt (Wikileaks). Sie unterstützten Proteste in Tunesien und Occupy – beide gelten gemeinhin als „gut“.
  2. Die ikonische Guy Fawkes-Maske. Diese Figur wird eigentlich mit positivem, ehrbarem revolutionärem Widerstand verbunden. Dazu kommt die Aufmerksamkeit in der Popkultur (Comic, Film). 
  3. Anonymous ist flexibel und inkohärent. Es kann nur schwer als ein Phänomen verstanden werden. 
  4. ACTA. Anonymous hat eine Pressmeldung herausgegeben, in der sie im Kontext des Freihandelsabkommens Attacken gegen polnische Webseiten ankündigten. Später haben polnische Parlamentarier im Parlament die Fawkes-Maske getragen. Das hat das Phänomen legitimiert. 

Das ist der aktuelle Status, der sich laut Coleman aber auch schnell wieder ändern kann. Entweder durch Aktionen von Anonymous selbst – oder durch die US-Regierung.

Ein schneller, schlaglichtartiger Vortrag – da wäre mehr drin gewesen. 

Von der Netzwerk- zur Plattformgesellschaft

Sebastian Gießmann (Medienwissenschaftler, Uni Siegen) und Michael Seemann (Kulturwissenschaftler, Autor) skizzieren in einem überfüllten Saal den Wandel von Manuel Castells‘ Netzwerkgesellschaft hin zur zeitgenössischen Plattformgesellschaft – so die These. Es ist einer der Säle, wo wir Kopfhörer tragen, um andere Sessions nicht durch fette Boxenanlagen zu stören. Leider sind alle Kopfhörer schon verteilt. Keine Sitzplätze mehr, schlechte Akustik – echtes Unifeeling! Darum kommt aber nicht alles rüber. Es folgt ein zum Scheitern verurteilter Versuch.

Die Kreditkarte sei eines der ersten Objekte der Plattformgesellschaft, da sie Transaktionen zwischen Unbekannten organisiert und absichert. Plattformen setzen Standards, Kooperationsbedingungen und reduzieren Selektionsoptionen – ein sehr anschauliches Beispiel ist MySpace, das in den nuller Jahren noch viel mehr gestalterischen Spielraum ermöglichte als heute die Plattform Facebook.

Zuletzt seien Plattformen zwiegespalten. Einerseits sind sie Erfüllungsgehilfen von Regierungen, denn wenn man unliebsame Inhalte loswerden will, muss man nur noch eine Plattform (z.B. YouTube) abschalten. Andererseits sind sie Antagonisten von Regierungen, da gerade ebendiese Plattformen die Verbreitung unliebsamer Inhalte ermöglichen (vgl. arabischer Frühling). 

Sehr theorielastig, aber auch sehr erkenntnisreich, trotz der Umstände.

Cory Doctorow!  

Muss man zu Doctorow noch was sagen? Na gut: zeitgenössischer kanadischer und jetzt in London lebender Science Fiction-Autor, Journalist und Blogger. Er spricht ohne Projektion, total frei und es ist eine Freude, ihm zuzuhören.

Heute spricht er zunächst von der Omnipräsenz der Computer. Wir sind in Computern (sprich: modernen Häusern) unterwegs und Computer werden zunehmend Teil unserer Körper. Prothesen, Schrittmacher, Implantate sind digitale Computer mit kabellosen Schnittstellen. Gleichzeitig ist es unmöglich Computer zu bauen, bei denen Funktionen ausgeschlossen sind.

Es folgt ein Schwenk zum bei dieser Konferenz obligatorischen Komplex der Überwachung. Die ist beim Handy in der Hosentasche schon mindestens unangenehm – geht es jedoch um Geräte (und die Möglichkeit der Fremdsteuerung ebendieser) innerhalb des Körpers, werden andere Qualitäten erreicht. Doctorow bringt ein sehr eindrückliches Beispiel von finanzierten robotischen Beinprothesen, die von selbst zurück zum Hersteller laufen, wenn plötzlich der Besitzer wechselt. Dystopischer Slapstick, aber nicht ohne Sprengkraft.

Und sonst? Wird wenig besser. Was bleibt, wirkt wie ein etwas ratloser Appell, für seine Lieben zu sorgen – indem man ihnen das Netz und seinen aktuellen Stand erklärt. Unabhängig von Opti- oder Pessimismus. „We all do what we can“‚ sagt er.

 

Quellcodelesung mit viel Reflexion über Natur der Algorithmen

cd & sa

re:publica 2015 – #rp15 – Tag 1

6 Mai

Geschichte, Anlass und Seele der großen Netzkonferenz re:publica lassen sich vorzüglich in der Wikipedia nachlesen. Insofern liefern wir (das sind Constanze und Sebastian) euch auf Twitter und 1x täglich hier unsere Highlights, Erfahrungen und Eindrücke. Subjektiv, fragmentarisch und mit heißer Nadel gestrickt – eben so, wie es sich für ein Halb-Liveblog gehört.

Opening

Keine re:publica ohne fulminantes Opening. Ca. 3.000 Menschen warten im Saal und wir fragen uns, wie viele davon ohne Smartphone/Laptop/Tablet unterwegs sind. Einer? Zwei? Egal: Wer keines hat, wird von den Leuten mit drei oder mehr kompensiert. Orga und Geschäftsführung machen das Themenspektrum auf.

 

Stage 1

 

Markus Beckedahl, Chef von netzpolitik.org, richtet zuerst das Wort an die Netzgemeinde – und fühlt sich in den letzten Jahren vom Murmeltier gegrüßt: Snowden sei passiert… und dann erstmal nichts (politisches). Immerhin habe man durch die indirekte Folge des BND-Skandals aber nun doch so etwas wie eine Debatte. Der zweite Murmeltiergruß sei der „Zombie“ Vorratsdatenspeicherung. Mal gibt es sie, dann wieder nicht, heute lebendig, morgen tot und übermorgen wiederbelebt. Beckedahl fordert klar: Sie muss weg, und zwar für immer. Und drittens: Netzneutralität.

Allen drei Phänomenen ist gemein, dass sie ganz grundlegend die Rahmenbedingungen bestimmen, unter denen wir online zsammen leben. Und diese Rahmenbedingungen werden mittlerweile in großen Stücken in Europa bestimmt – das erklärt den diesjährigen Untertitel finding europe. 

spreeblicks Johnny Haeusler zieht eine Analogie von Berlin zu Europa. Beiden waren bzw. sind von Mauern umgeben… Und 2015 sind es eben die Mauern um die „Festung Europa“. Diese gelte es abzubauen. Tanja Haeusler schlägt in eine ähnliche Kerbe, wenn sie das doch sehr wohl funktionierende Sozialgefüge verschiedener Ethnien junger Menschen beobachtet.

re:publica-Geschäftsführer Andreas Gebhard und Elmar Giglinger sprechen noch kurz über Business und Medienboom – klar und prägend bleibt jedoch der starke netzpolitische und medienkulturelle Impetus der Veranstalter. Na dann mal los!

Opening Keynote

Ethan Zuckerman (MIT Cambridge) ist der erste große Stargast und hält die Keynote. Seine Thesen sind politisch pessimistisch: das System der USA sei festgefahren, vom Geld bestimmt und die Wahlbeteiligung erreiche historische Tiefstände. Ähnliche Beobachtungen macht er für Europa. Und was sei die Standardantwort auf diesen Verdruss? Die faule Jugend, die Zeit im social web verplempere.

Die Wahrheit ist aber, dass zeitgenössische Protestkulturen fast nur aus jungen Menschen bestehen! Als Beispiel dient Zuckerman der arabische Frühling in all seinen Ausformungen. Dieser habe sich in der westlichen Welt als eine Bewegung gegen Politik generell umgesetzt. Das Problem dabei ist nur, dass eine politische Bewegung kaum die Grenzen zum tatsächlichen politischen System zu überschreiten vermag – im Parlament landen Revoluzzer eher selten. Dabei sei Protest dank sozialer Medien so viel einfacher geworden. Was fehlt, ist Konsens unter den Protestierenden, um eine Bewegung in handfeste Politik münden zu lassen.

Und die Politik insgesamt? Sei schwach und machtlos, da sie nur aus Anpassungsstrategien an die Märkte bestehe. Was also tun? Wie lässt sich das Netz für politische Teilhabe und echten Einfluss instrumentalisieren? Zumindest in den 90ern sah man dort großes Potential – heute, mit Snowden im Hinterkopf zurückblickend, sei man jedoch unfassbar dumm gewesen. Das basisdemokratische Potential, wenn überhaupt vorhanden, wurde von Anfang an von Geheimdiensten untergraben.

Und heute? Sei Open Data noch kein Garant für Veränderungen. Es fehlt an Werkzeugen, die diese Daten erschließen und nutzbar machen. Das wichtigste Problem sei jedoch Misstrauen – genauer das Misstrauen der Menschen gegenüber Institutionen an sich, egal ob privat oder öffentlich. In einer Ära steigender Ungleichheit ist das nachvollziehbar, bleibt dennoch zersetzend für eine Gesellschaft.

Und wie können wir Nutzen aus diesem Misstrauen schlagen? Zuckerman provoziert Änderungen auf vier Ebenen: Gesetze, Code, Märkte und Normen. Code kann gegen Überwachung eingesetzt werden, Märkte gegen Klimawandel, Normen können von Medien geformt werden. Und mit den richtigen Tools könne ein gewisses kultiviertes, bürgerliches Misstrauen auf lokaler Ebene tatsächlich etwas bewegen.

Großartiger, sehr spannender Vortrag!

3D-Drucker aus Abfall

Spannend, aber völlig anders dann ein Workshop im Makerspace des GIG Hub: ein afrikanisches Projekt wollte ursprünglich Schuhe 3D-drucken, ging dann aber einen Schritt zurück und baut nun funktionierende 3D-Drucker aus altem Elektroschrott. Wir dekonstruierten also eine Nähmaschine (ca. 5.000 Schrauben), einen Tintenstrahldrucker und einen alten Laptop. In allen ließen sich Komponenten finden, die für einen 3D-Drucker essenziell sind: Schrittmotoren, Streben, Keilriemen, Rahmen etc. Toll!

 

3D-Drucker aus Altgeräten (Nähmaschinenstadium)

 

Maker Faire Berlin

Wir lernten Philip Steffan, Redakteur bei Make, kennen. Er organisiert u.a. die Maker Faire in Hannover, die in diesem Jahr zum dritten Mal stattfindet – und im Oktober auch in Berlin. Inspirierende Ideen und ein wertvoller Kontakt für uns. Mal sehen, was wir draus machen. 🙂 Maker Faire Köln, anyone?

Lügen für die Vorratsdatenspeicherung 

Zuletzt nimmt Andre Meister von netzpolitik.org Richtlinien, Gesetze und Argumente von Politikern aller Parteien auseinander, die versuchen das massenhafte Abspeichern von sog. „Vorratsdaten“ zu rechtfertigen. Und zwar im Detail und sehr textnah. Und was gibt’s? Meister vergibt verschiedene Pinicchios als Award, analog zur goldenen Himbeere. Anhand von Beispielen illustriert er, welche tiefgreifenden Erkenntnisse Vorratsdaten über eine Person zulassen: Bewegungsprofile, aber auch Persönlichkeitsprofile. Dableiben einem das Lachen dann doch gerne mal im Halse stecken.

Dies war unser erster klitzekleiner Bericht vom ersten Tag – so viel Konferenz, so wenig Text. Die ganzen Begegnungen und Eindrücke lassen sich nur schwer (per Tablet) festhalten, aber glaubt nur: noch fühlt es sich sehr inspirierend an, hier in Berlin.

sa & cd


Makerspace goes Uni-Mensa

21 Okt

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Gestern waren wir schon da, morgen kommen wir wieder. Die Stadtbibliothek Köln präsentiert ihr Makerspace-Angebot mit einem Info-Stand im Foyer der großen Uni-Mensa an der Zülpicher Straße.

Von 11 bis 13.30 Uhr gibt es wieder die Möglichkeit, Konkretes und Aktuelles über den Makerspace der Zentralbibliothek am Neumarkt zu erfahren. Dort auf der 4. Etage hat sich inzwischen eine rege genutzte Vielfalt von Veranstaltungen, Workshops und Eigeninitiative entfaltet.

Der Makerspace ist ein offener Raum für neue Ideen, Potenziale und Do-It-Yourself-Projekte, ist der erste seiner Art in einer deutschen Bibliothek. Gefördert wird er vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Morgen in der Uni-Mensa mit an Bord der MakerBot mini (s. Bild), der kleine Bruder unseres 3-D-Druckers.