Schon gelesen? Teil 15 – Per Olov Enquists Autobiografie

7 Mai

„Ein anderes Leben“ von Per Olov Enquist

„Ein anderes Leben“ ist keine gewöhnliche Autobiografie. P.O. Enquist wählt für die Schilderung seines Lebens die „Er“-Form. Dieser literarische Handgriff ermöglicht ihm, quasi als Außenstehender sein eigenes Leben mit kritischer Distanz zu betrachten und es zu einem fesselnden Roman zu verarbeiten, der zugleich ein beeindruckendes zeitgeschichtliches Dokument und die erschütternde Chronik einer Alkoholabhängigkeit ist: Literarisch anspruchsvoll, lehrreich, unterhaltsam, überraschend offen und selbstanalytisch (dabei aber angenehm zurückhaltend und nie denunzierend gegenüber Familie und Weggefährten), mit subtilem Humor und zuweilen (selbst)kritischer Ironie.

Als Leser erhält man einen tiefen Einblick in Enquists Kindheit in der nordschwedischen Provinz im tief religiösen Umfeld der Erwecker-Bewegung in den 30er und 40er Jahren. Man erlebt die sportlichen Erfolge als Hochspringer, die ersten literarischen Höhenflüge, den gesellschaftlichen Aufstieg als angesehener Autor, Journalist und Dramatiker in den 50er und 60er Jahren. Mit dem Chronisten Enquist taucht man in die spannende politische und gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands und Schwedens in den 60er und 70er Jahren ein und ist auf Tuchfühlung mit deren Protagonisten. Dem angesehenen intellektuellen Kulturschaffenden Enquist blickt man bei seinen intensiven Kontakten in die europäische und amerikanische Kultur- und Politikszene der 70er und 80er Jahre über die Schulter.

Quasi nebenbei erfährt man, wie Enquists Romane in seinem Lebensweg verankert sind und wie wichtig diese biografischen Anker für sein literarisches Schaffen sind.
Dann das Unfassbare: Auf dem Höhepunkt des Ruhms der schier endlose Absturz in die Hölle des Alkoholismus. Man leidet mit. Die „Wiederauferstehung“, als lange schon alle Hoffnung verloren ist, klingt fast wie ein Wunder. Ein neues, ein ‚anderes Leben‘, beginnt.

Mit dem Sieg über den Alkoholismus endet das Buch, aber in diesem „anderen Leben“ schuf Enquist noch viele bedeutende Werke, darunter sein wohl bekanntestes „Der Besuch des Leibarztes“.

Per Olov Enquist

Weitere Werke von Per Olov Enquist

 

Per Olov Enquist starb am 25. April 2020 im Alter von 85 Jahren. Er war einer der großen europäischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Seine tief berührende Autobiografie „Ein anderes Leben“ macht Lust, sich eingehend mit seinem Werk zu beschäftigen.

Das Buch ist als eBook und (in Auszügen) als eAudio in unserer Onleihe vorhanden.

 

Schon gelesen? Teil 14 – Georgia-Serie von Karin Slaughter

6 Mai

Es ist schon lange her, dass ich Karin Slaughter durch ihre erste Reihe, die Grant-County-Serie (erster Teil: „Belladonna“), kennen und lieben gelernt habe.

Obwohl ich feststellen musste, dass andere Krimi-Reihen mit der Zeit an Biss verloren haben, so ist diese Serie bis heute absolut lesenswert.

Im aktuellen Titel „Die letzte Witwe“ (Teil sieben der Georgia-Serie) hatten Gerichtsmedizinerin Sara Linton und ihr Partner, Special Agent Will Trent, zwar eigentlich vor, ein paar erholsame Tage zu verbringen und vielleicht die ein oder anderen privaten Missverständnisse aus der Welt zu räumen, werden aber durch eine plötzliche Explosion in einen neuen, höchst brisanten Fall verwickelt.

Slaughter

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VORSICHT, Spoiler!

Als Sara von den agierenden Terroristen als Geisel genommen wird, setzt Will alles daran, sie aus den Klauen der gefährlichen Gruppe zu befreien. Undercover versucht er, das Vertrauen des Anführers zu gewinnen und mehr über die rassistischen Ziele der Gruppe zu erfahren. Kann er die Pläne des Terroristenführers vereiteln und Sara retten?

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Ein Krimi, der in der heutigen Zeit nicht brisanter sein könnte. Für mich absolut spannend und ein raffinierter Thriller der Extraklasse.

Nur für Leser, denen Blut und Gewalt im Thriller nichts anhaben können.

Reihenfolge der Georgia-Serie:

  1. Tote Augen
  2. Letzte Worte
  3. Harter Schnitt
  4. Bittere Wunden
  5. Schwarze Wut
  6. Blutige Fesseln
  7. Die letzte Witwe

(Frosch)königlicher Abschluss der Aktionswoche rund um die „Märchen-Comics“

2 Mai

Unsere digitale Märchenstunde und die „Junges Buch für die Stadt“-Aktionswoche gehen zu Ende.

Zur Erinnerung an all die tollen Märchen haben wir noch ein schönes Ausmalbild und ein spannendes Bilderrätsel von Rotraut Susanne Berner für euch.

Froschkönig Ausmalbild_RSB (003)

Ausmalbild zum Ausdrucken

Viel Spaß beim Malen und Knobeln für alle kleinen und großen Märchenfreunde!

MärchenComics

Lösung für das Bilderrätsel

 

Schon gelesen? Teil 13 – Ran ans Brot

29 Apr

Selbst gebackenes Brot?

Mit dem Buch „Ran ans Brot“ von Anna Walz kein Problem mehr!

Brotrezepte, an die sich jeder trauen kann und die keine besonderen Kenntnisse, Zutaten oder Werkzeuge erfordern.

Brot

Hier finden sich originelle Rezepte für Teige, die ganz ohne Kneten gelingen und 5-Minuten-Teige, die schnell zubereitet sind und dann sofort in den Ofen können. Bei den „Alles-kann-rein“ Rezepten nimmt man die Zutaten, die man zu Hause hat und entscheidet selbst nach Lust und Laune, ob man den Teig z.B. mit Dinkel- oder Weizenmehl zubereitet und welche Gewürze für den besonderen Geschmack sorgen. Die Rezepte im Kapitel „Raffiniert, aber total easy“ können ohne viel Aufwand Eindruck machen – bei sich selbst und bei Gästen.

Für ganz Eilige gibt es noch den Bereich „Fix mit Fertigteig“, da entstehen mit Fertigteigen aus dem Kühlregal auf die Schnelle herzhafte und süße Kleinigkeiten.

Jedes Kapitel wird mit einer Doppelseite mit kurzen, nützlichen Tipps und Tricks eingeleitet. Jedes Rezept ist mit ansprechenden Fotos und mit der jeweiligen Zubereitungs-, Geh- und Backzeit versehen.

Schokobrötchen

Schon ausprobiert wurden die Blitz-Schokobrötchen, die tatsächlich sehr einfach zu machen waren und superschnell zum Kaffee bereitstanden. Am besten haben sie noch lauwarm aus dem Ofen geschmeckt! Für die nächste Kaffeestunde wagen wir uns an die Schokoschnecken aus der Muffinform ran…

Rätselhafter Froschkönig

25 Apr

„Junges Buch für die Stadt“

Zum Start der Aktionswoche rund um Rotraut Susanne Berners „Märchen-Comics“ darf fleißig gerätselt werden.

Es war einmal eine wunderschöne Prinzessin. Sie lebte in einem großen Schloss in der Nähe eines Waldes. Dort im Wald, unter einer Linde, befand sich ein Brunnen. Die Prinzessin liebte diesen Ort. Wenn sie Langeweile hatte, spielte sie hier mit ihrem Ball aus purem Gold.
So auch heute. Allerdings war der Weg von ihrem Zimmer bis in den Wald ziemlich weit. Denn das Schloss hatte viele Gänge und Zimmer, sodass man sich leicht verlaufen konnte.

Kannst du der Prinzessin helfen, den richtigen Weg zu finden?

Rätsel 1 Labyrinth

Copyright: Stadtbibliothek Köln

Als sie den richtigen Weg gefunden hatte, holte die Prinzessin ihren Ball heraus. Fröhlich lachend begann sie mit ihm zu spielen. Immer wieder warf sie ihn in die Höhe und fing ihn wieder auf. Dabei versuchte sie, sich stets selbst zu übertrumpfen und warf den Ball noch kräftiger und immer noch ein Stückchen höher.
Doch dann geschah das Unglück: Die Prinzessin warf den Ball so hoch, wie sie nur konnte. Als sie ihn jedoch auffangen wollte, glitt er ihr aus den Händen. Mit einem lauten Platsch fiel der goldene Ball in den Brunnen.
Darüber war die Prinzessin ganz traurig und sie begann bitterlich zu weinen. Ein Frosch hörte ihr Klagen und kam zu ihr an den Brunnenrand gesprungen.
„Was ist denn los, Königstochter? Warum weinst du denn?”, fragte der Frosch mit quakender Stimme.
Schluchzend sah die Prinzessin auf. Durch ihre Tränen sah sie ganz verschwommen. Als sie zum Frosch und dessen Spiegelung auf der Wasseroberfläche des Brunnens blickte, schien am Spiegelbild etwas nicht richtig zu sein.

Findest du alle 5 Fehler?

Rätsel 2 Fehlerbild Froschkönig Farbig

Copyright: Stadtbibliothek Köln

„Das ist ja ein Frosch!”, rief die Prinzessin erstaunt. „Hast du mit mir gesprochen?” Der Frosch nickte und die Prinzessin seufzte. „Ach, ich weine über meine goldene Kugel. Sie ist mir beim Spielen in den Brunnen gefallen und ich allein bekomme sie da nicht mehr heraus”, erzählte sie dem Tier.
Die Prinzessin zuckte zusammen, als der Frosch näher an sie heranhüpfte. „Ich könnte dir helfen. Aber was bekomme ich dafür?”
„Oh, du kannst alles haben, was du möchtest. Gold, Diamanten, Schmuck…”
Der Frosch schüttelte den Kopf. „Nein, so etwas brauche ich nicht.”
Fragend sah die Prinzessin ihn an. Der Frosch sprach weiter: „Ich wäre gern dein…”

Kannst du herausfinden, was der Frosch möchte?

Rätsel 3 Kreuzwort

Copyright: Stadtbibliothek Köln

Mit großen Augen starrte die Prinzessin den Frosch an. „DAS möchtest du von mir?” Sie fand den Wunsch seltsam. Dann zuckte sie mit den Schultern. „Nun… natürlich. Dann soll es so sein.”
Der Frosch sah sie eindringlich an. „Versprichst du es mir?”
„Ja, natürlich. Ich verspreche es. Nun hol meinen Ball.”
Der Frosch sprang ins Wasser. Kurze Zeit später tauchte er wieder auf, mit der Goldkugel in seinem Maul. Die Prinzessin schnappte sich ihren goldenen Ball und kehrte zum Schloss zurück. Den Frosch hatte sie vergessen. Ebenso das Versprechen an ihn…
Laut quakte der Frosch der Prinzessin hinterher: „Königstochter! So wartet doch auf mich!”
Doch sie hörte nicht auf sein Gequake und schon bald war der Frosch wieder ganz allein am Brunnen. Er seufzte schwer und machte sich hüpfend und krabbelnd auf den beschwerlichen langen Weg. Den ganzen Tag und die ganze Nacht lief er. Die Sonne stand bereits wieder hoch am Himmel, als er das Schlosstor erreichte. Es war keine Wache zu sehen, jedoch war das Tor fest verschlossen. Da bemerkte der Frosch eine seltsame Vorrichtung mit Zahnrädern und seltsamen Symbolen.
Offenbar musste man einen Code lösen, um das Tor öffnen zu können. Hatte er nicht auf dem Weg hierhin auch solche Symbole gesehen?

Kannst du dem Frosch helfen?

 

Die Vorrichtung klickte laut und löste sich. Geschafft. Das Schlosstor öffnete sich und der Frosch schlüpfte hinein…

An dem Tag, als der Frosch das Tor erreichte, gab es im Schloss ein Fest mit einem großen Bankett zu Ehren des Königs, dem Vater der Prinzessin. Viele Gäste und alle Angestellten des Königs waren eingeladen und feierten ausgelassen.
Doch plötzlich war ein immer lauter werdendes ‘Plitsch Platsch’ zu hören. Und dann klopfte es an der Tür des Speisesaals! Neugierig ging die Prinzessin zur Tür und öffnete sie. Der Frosch saß vor ihr und erinnerte sie an ihr Versprechen.
Hastig schlug die Prinzessin dem Frosch die Tür vor der Nase zu und setzte sich wieder an ihren Platz. Doch dem König entging nicht, dass seiner Tochter etwas auf dem Herzen lag. Sie erzählte ihm schließlich, was gestern beim Brunnen geschehen war.
Der König runzelte die Stirn und sprach: „Was du versprochen hast, das musst du auch halten. Geh und mach ihm auf.”
Zögerlich folgte die Prinzessin der Anweisung ihres Vaters und machte dem Frosch auf. Sie verzog beim Anblick dieses Tieres vor Ekel das Gesicht und bat ihn widerwillig zu Tisch.
Diener holten einen Stuhl herbei, auf den der Frosch gesetzt wurde. Als er die vielen verschiedenen Speisen auf der langen Tafel sah, hüpfte er aufgeregt auf und ab. Er wollte auch solch leckeres Essen haben und bat die Prinzessin, ihn auf den Tisch zu heben! Als er dort saß, stand vor ihm ein leerer Teller. Aber er konnte sich nicht entscheiden, was er essen wollte. Nachdenklich starrte er auf seinen Teller.

Hilf dem Frosch, sich zu entscheiden, was er essen möchte, indem du die Buchstaben zu einem richtigen Wort zusammensetzt.

Rätsel 5 Teller

Copyright: Stadtbibliothek Köln / 3D-Objekte aus der Paint 3D-Bibliothek

Die Prinzessin verzog angewidert das Gesicht. Statt eines normalen Essens bekam der Frosch sein eigenes Menü. Die Prinzessin rückte demonstrativ von dem Frosch weg. Sie wollte mit ihm nichts zu tun haben. Alle begafften diesen eigenartigen Gast und die Prinzessin sah, wie die Leute bereits hinter vorgehaltener Hand darüber zu tuscheln und zu lachen begannen.
Doch der König ermahnte sie, nett und freundlich zu ihrem Gast zu sein, der ihr geholfen hatte. Also setzte die Prinzessin sich wieder richtig hin und aß neben dem Frosch, der es sich schmecken ließ.
Schließlich rief der König seine Gäste zum Tanzen auf. Der Frosch freute sich und ebenso die Prinzessin. Jedoch nicht über die kommenden Tänze. Nein, sie sah eine Gelegenheit, von diesem furchtbar demütigenden Fest abzuhauen. Während noch alles für die Tanzfläche vorbereitet wurde, mischte die Prinzessin sich unter die Leute und suchte sich ihren Weg Richtung Ausgang.

Findest du auch den richtigen Weg?

Rätsel 6 Weg

Copyright: Stadtbibliothek Köln

Kurz bevor die Prinzessin den Ausgang erreichen und von dem Fest abhauen konnte, bemerkte ihr Vater sie doch noch.
„Wo willst du hin, meine Tochter?”, fragte er streng. Der Prinzessin blieb nichts anderes übrig, als zurückzukommen und den Rest des Festes zusammen mit dem Frosch zu ertragen.
Als es zu Ende war, glühte ihr Gesicht vor Scham, denn der Frosch hatte ständig mit ihr tanzen wollen. Alle machten sich über sie lustig.
Nun gähnte der Frosch. Es war mittlerweile Abend geworden. „Ich bin satt und müde. Nun trag mich bitte in dein Zimmer. Ich möchte in deinem Bett schlafen.”
Da war die Prinzessin den Tränen nahe. Doch der König ermahnte sie erneut. „Wer dir geholfen hat, als du in Not warst, den sollst du nun nicht verachten.”
Die Prinzessin nahm den Frosch mit spitzen Fingern und trug ihn hinauf in ihr Zimmer. Dort angekommen, ließ sie ihn auf den Boden fallen, während sie sich in ihr prächtiges Bett legte, welches wie gemacht war für eine Prinzessin. Nicht für einen Frosch. Doch kaum hatte sie die Augen zugemacht, begann der Frosch zu quaken.
„Königstochter, mir ist kalt. Bitte, kann ich denn nicht in deinem Bett schlafen?”
Das kam überhaupt nicht in Frage! Rasch stand die Prinzessin auf und ging zu einer Truhe, wo sie all ihre Sachen aufbewahrte.
Hier irgendwo musste doch auch noch ihre liebste Kuscheldecke sein. Es gefiel ihr zwar überhaupt nicht, diese dem Frosch zu geben. Aber das war immer noch besser, als ihn in ihrem Bett zu haben.

Siehst du die Decke der Prinzessin?

Rätsel 7 Wimmelbild

Copyright: Stadtbibliothek Köln / 3D-Objekte aus der Paint 3D-Bibliothek

Nach einer Weile fand die Prinzessin ihre Kuscheldecke und warf sie dem Frosch zu. Dann schlüpfte sie wieder in ihr Bett, wandte sich von dem garstigen Tier ab und schloss die Augen.

Doch schon bald quakte der Frosch erneut. „Ich kann nicht richtig einschlafen, Königstochter. Kannst du mir eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen?”
Die Prinzessin seufzte schwer, ignorierte aber den Frosch weiter. Da begann der Frosch, sich selbst eine Gute-Nacht-Geschichte zu erzählen. Die Prinzessin kannte die Geschichte sogar, allerdings erzählte der Frosch sie völlig falsch.
Genervt drehte sie sich nun doch zu ihm um und sah ihn böse an.
„So geht die nicht”, sagte sie und erzählte die Geschichte richtig. Allerdings musste auch sie eine Weile überlegen.

Hilf der Prinzessin, die Geschichte richtig zu erzählen!

„Und jetzt schlaf endlich!”, gab die Prinzessin brummig von sich, als sie die Geschichte beendet hatte. Tatsächlich gab der Frosch nun eine Weile Ruhe.
Aber er konnte einfach nicht einschlafen. Ihm war so kalt und die Unfreundlichkeit der Prinzessin schmerzte ihn. Währenddessen schlief die Prinzessin ruhig in ihrem warmen, gemütlichen Bett.
Dort wollte er auch hin. Aber das Bett war sehr hoch und er war vom vielen Laufen und Tanzen erschöpft. Außerdem würde die Prinzessin sicherlich sofort aufwachen, wenn er zu ihr hochhüpfte.
Nein, er musste ganz leise zu ihr hochklettern. Aber dafür brauchte er die richtigen Gegenstände, um sich eine Art Leiter bauen zu können.

Suchend sah sich der Frosch im Zimmer um.

Hilf ihm, die passenden Gegenstände zu finden. Die Silhouetten der richtigen Gegenstände findest du auf der rechten Seite des Bildes.

Rätsel 9 Silhouetten

Copyright Bild: Imus Eus, https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Empire_Zimmer_Rotes_Haus.jpg // Copyright 3D-Objekte: 3D-Objekte aus der Paint 3D-Bibliothek

Als der Frosch die passenden Gegenstände gefunden hatte, kletterte er zu der Prinzessin hinauf ins Bett. Vorsichtig hob er die Bettdecke an und kuschelte sich neben sie.
Doch trotz aller Vorsicht vom Frosch, bemerkte die Prinzessin dennoch rasch, dass das Tier nun neben ihr lag. Entsetzt und wütend schrie sie auf.
„Verschwinde!”, rief sie, packte den Frosch und warf ihn aus lauter Angst vor ihm in hohem Bogen von sich. Dabei flog das arme Tier gegen die Wand und glitt zu Boden. Erschrocken hielt die Prinzessin die Luft an und lief zum Frosch. Sie hatte ihm nicht weh tun wollen und nun lag er ganz still da auf dem Boden.
„Oh nein… Das wollte ich nicht! Es tut mir so leid!” Vorsichtig trat sie zu ihm und hob ihn hoch. Ganz still lag er da und die Prinzessin begann zu weinen.
Als eine Träne auf den Frosch fiel, geschah etwas Seltsames. Der Frosch begann zu leuchten und seine Gestalt schien sich zu verändern!

In was hat sich der Frosch verwandelt? Verbinde die Zahlen miteinander.

Rätsel 10 Zahlen

Copyright: Stadtbibliothek Köln

Staunend sah die Prinzessin zu dem Frosch, der nun keiner mehr war. Vor ihr stand ein junger Mann etwa in ihrem Alter. Verlegen lächelte er sie an.
„Danke, Königstochter!”, sagte er.
„Was geht hier vor sich?”, flüsterte die Prinzessin erstaunt und konnte nicht glauben, was gerade passiert war.
Da erzählte ihr der Mann, dass er ein Prinz war. Er war auf dem Weg zu ihrem Schloss gewesen, um um ihre Hand anzuhalten. Aber auf der Reise war er einer bösen Hexe begegnet, die ihn in einen Frosch verwandelt hatte. Sie sagte ihm, die Prinzessin sei wunderschön, aber ihr Charakter wäre hässlich wie ein Frosch. Und nur sie könne den Fluch brechen, wenn sie Mitgefühl dem Frosch gegenüber zeige.
Die Prinzessin schämte sich, dass sie so gemein zu dem Frosch gewesen war und das nur wegen seines Aussehens. Sie nahm sich vor, ihr Verhalten anderen gegenüber zu ändern. Und am nächsten Tag hielt der Prinz vor versammeltem Hof um die Hand der Prinzessin an. Glücklich willigte die Prinzessin ein und sie reisten zusammen als Mann und Frau in das Königreich, aus dem der Prinz gekommen war.
Dort lebten sie glücklich zusammen und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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Rätselhafter Froschkönig als PDF

Lösungen Rätselhafter Froschkönig

Schon gelesen? Teil 12 – Alltagsgerümpel loswerden

24 Apr

„Feng Shui gegen das Gerümpel im Alltag“ von Karen Kingston

Entrümpeln, ausmisten, wieder Ordnung schaffen – das alles ist seit Marie Kondos „Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ im Bewusstsein vieler Menschen. Wer es nicht so extrem mag, dem empfehle ich hier mein Lieblingsbuch zum Thema „Ausmisten“.

Feng Shui

Karen Kingston entrümpelt unter dem Aspekt „Feng Shui“, der östlichen Philosophie der Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung, die durch eine besondere Gestaltung der Wohn- und Lebensräume erreicht werden soll.

Man kann das Buch aber auch gut losgelöst von Feng Shui benutzen. Es macht einfach Spaß und Lust, sich von Karen Kingston zum Ausmisten und Aufräumen animieren zu lassen. Einmal angefangen zu lesen, will man eigentlich sofort damit loslegen.

Die Autorin erklärt, was materielles und geistiges Gerümpel ist, zeigt wo sich in den Zimmern überall Gerümpel versteckt und wie man effizient anfängt, Ordnung herzustellen und auch zu erhalten.

Schon gelesen? Teil 11 – „Das Genie“ und „Das Seelenhaus“

23 Apr

„Das Genie“ von Klaus Cäsar Zehrer

William James Sidis beherrscht bereits als Sechsjähriger zehn Sprachen. Mit elf Jahren wird er zum Studium in Havard zugelassen. Von frühester Kindheit an, nach der von seinem Vater begründeten „Sidis-Methode“ gefördert, entwickelt sich der junge Mann zu einem Genie ohne emotionale Kompetenzen. Er scheitert an sich und seiner Umwelt.

Mit einem IQ von 250-300 gilt William James Sidis noch heute als einer der intelligentesten Menschen aller Zeiten. Er lebte von 1898 bis 1944 in den Vereinigten Staaten.

 

„Das Seelenhaus“ von Hannah Kent

Island, 1828: Die Magd Agnes Magnúsdóttir wird wegen mutmaßlichen Mordes an ihrem Dienstherrn und einem zwielichtigen Hofgehilfen zum Tod verurteilt. In Ermangelung eines Gefängnisses verbringt sie die Zeit bis zur Urteilsvollstreckung auf einem bäuerlichen Anwesen. Dort arbeitet sie während der zwei Jahre zwischen Urteilsspruch und Hinrichtungstermin als Magd in einer großen Familie. Zunächst aus Furcht von den Mitgliedern der Familie gemieden, erfährt sie mit der Zeit Anerkennung.

Hannah Kent greift einen historisch belegten Fall auf und zeichnet das faszinierende Bild einer zu Unrecht beschuldigten Frau. Packend auch die Schilderung der Lebensverhältnisse im Island des 19. Jahrhunderts.

 

 

Anleitung für einen märchenhaften DIY-Buchumschlag

22 Apr

Inspiriert durch die „Märchen-Comics“ von Rotraut Susanne Berner, dem „Jungen Buch für die Stadt“, hat unsere Kollegin einen Buchumschlag für ein altes Märchenbuch genäht und mit dem Froschkönig verschönert.

Material:

  • Jeweils ein angepasstes, rechteckiges Stück Stoff für innen und außen
  • Vlieseline als Wattierung bei Bedarf
  • Verschiedenfarbige Stoffplatten aus Filz für die Applikationen

Ich habe meinen Buchumschlag für ein altes Märchenbuch der Familie genäht. Dazu habe ich zunächst das Buch ausgemessen. Zuerst einmal quer um den Buchrücken herum. Zu den 34 cm habe ich 10 cm für die Klappen, sowie 3 cm Nahtzugabe gerechnet, also 47 cm. Dann habe ich von oben nach unten gemessen. Hier habe ich zu den 22 cm ebenfalls 3 cm Nahtzugabe hinzugerechnet, also 25 cm.

3_Teile

Ich habe aus meinen Stoffen zwei passende Teile zugeschnitten (47 x 25 cm) sowie ein Stück Vlieseline im gleichen Format.

4_Applikationen

Dann habe ich die Applikationen aus Filz ausgeschnitten. Dazu habe ich mir Papiervorlagen aus der Hand gemalt. Die Formen sind sehr einfach und können individuell hergestellt werden. Den gelben Filz für die Krone und die Kugel habe ich doppelt gelegt, da der Stoff sehr dünn war.

5_Position

Als Nächstes habe ich die Position der Applikationen auf dem Außenstoff festgelegt…

…und alles auf dem Außenstoff festgesteckt und gesteppt außer dem Froschgesicht. Das habe ich dann in einem zweiten Schritt darüber genäht. Die Augen habe ich erst einmal weggelassen, könnte man aber auch an dieser Stelle annähen.

8_Feststecken_Umschlag

Nun habe ich den Umschlag zusammengenäht. Dazu zuerst die Vlieseline auf einen der beiden Stoffe bügeln und dann rechts auf rechts zusammennähen (bitte an Wendeöffnung denken).

9_Lesezeichen

Wer möchte, kann noch ein Band als Lesezeichen einnähen.

Danach kann man den Umschlag wenden und die Wendeöffnung schließen.

12_Klappen schließen

Nun habe ich den Umschlag um mein Buch herumgelegt, um die Position der Klappen zu bestimmen. Diese dann knappkantig steppen. Bei meinem Umschlag fehlen jetzt noch die Augen. Die kann man mit Textilkleber aufkleben oder mit der Hand annähen.

13_Buchumschlag_innen

Das Endergebnis von innen…

14_Buchumschlag_ schwarzer Hindergrund

… und von außen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Informationen zur Wiederöffnung

21 Apr

Von Montag, 27. April bis Donnerstag, 30. April werden die ersten Einrichtungen wieder geöffnet. Den Anfang machen die Zentralbibliothek am Neumarkt sowie die Stadtteilbibliotheken in Mülheim und Nippes. Dort können zunächst Medien entliehen und zurückgegeben werden, weitere Serviceleistungen wie Kurzberatung, Verlängerung oder Ausstellen von Ausweisen folgen ab Montag, dem 04. Mai. Dann öffnen auch alle anderen Stadtteilbibliotheken wieder ihre Türen; ausgenommen davon ist nur die Auszubildenden-Bibliothek in Bocklemünd.

Die Besucherinnen und Besucher müssen mit vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Einlasskontrollen rechnen. So ist auch die maximale Personenanzahl in den Gebäuden begrenzt und die bekannten Vorsichtsmaßnahmen wie Mindestabstände und Hygieneregeln müssen in Zeiten der Corona-Pandemie zwingend eigehalten werden. In allen Einrichtungen ist bargeldlose Zahlung möglich und erwünscht. Nutzerinnen und Nutzern der Bibliotheken wird aus Verantwortung für ihre Mitmenschen empfohlen, einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Der Aufenthalt in der Bibliothek sollte in der Regel 20 Minuten nicht überschreiten, damit möglichst viele Kölnerinnen und Kölner die Bibliothek nutzen können.

Alle Rückgabefristen für vor der Schließung entliehene Medien werden automatisch bis einschließlich Pfingstmontag, 01.06., verlängert. Mahngebühren werden bis dahin nicht fällig.

Für vorgemerkte Medien werden individuelle Benachrichtungen verschickt, wann die gewünschten Medien zur Abholung bereitstehen.

Das attraktive Online-Angebot der Stadtbibliothek bleibt für alle Kölnerinnen und Kölner bis zum 01. Juni kostenlos und ohne vorherige Anmeldung nutzbar! Zum Portfolio gehören neben E-Books, digitaler Presse und Hörbüchern auch Mitmach-Angebote für Kinder wie Leseclub und Papalapap, Streamingdienste für Filme und Konzerte, YouTube-Tutorials, Webinare und andere E-Learning-Angebote. Alle Informationen und Zugänge gibt es gesammelt unter www.stbib-koeln.de/aktuelles.

In dringenden Fällen, vor allem für Ausbildungszwecke und zur Prüfungsvorbereitung, kann ein Nutzerausweis per Email an den Kundenservice (kundenservice@stbib-koeln.de) beantragt und per Post zugestellt werden. So können Neukunden gleich nach der Öffnung am 27.04. auf die physischen Medien zugreifen. Mit diesem Angebot möchte die Stadtbibliothek Schülerinnen und Schüler, Prüflinge und Auszubildende besonders unterstützten und junge Menschen bis 21 bekommen im Rahmen der einer zeitlich befristetet Werbeaktion die ersten drei Monate ihrer Mitgliedschaft kostenlos.

Der beliebte „Sprachraum“ neben der Zentralbibliothek und die “Minibibs“ in Chorweiler und Kalk bleiben aus räumlichen Gründen vorerst noch geschlossen.

Gesund bleiben

 

Schon gelesen? Teil 10 – Ein Buch fürs Herz

17 Apr

Ein Buch fürs Herz ist wohl Holly Hepburns Titel „Herzklopfen in der kleinen Keksbäckerei“.

Können Träume Wirklichkeit werden? Warum nicht?!

In diesem Fall handelt es sich dabei um eine kleine Keksbäckerei, die die beiden Freundinnen Cat und Sadie in ihrem Heimatstädtchen auf die Beine stellen. Natürlich kommt auch das Herz nicht zu kurz und die Liebe bringt die ein oder andere Wendung. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen und obwohl es mit 606 Seiten etwas umfangreicher ist, kann man nicht genug bekommen.

Keksbäckerei

Wie heißt es so schön auf dem Sticker des Buches: „Ein Roman so bezaubernd wie der Duft frisch gebackener Kekse“

Absolut passend!

Für Freunde von Manuela Inusa, Debbie Macomber, Jenny Colgan oder Sarah Morgan.