Tag Archives: 3D-Druck

Mini Maker Faire: Die Maker – Teil 5

28 Okt

poster

Endspurt für die Mini Maker Faire! In etwas über einer Woche geht es los und wir sind noch fleißig am Organisieren, Deligieren, Kommunizieren .

Übrigens: Das Hashtag für die Veranstaltung lautet #mfk16. 🙂

Reinhard Nickels

nickels-adafruit_esp5

Foto: © Reinhard Nickels

Reinhard Nickels von der Kölner DingFabrik,  der bereits im dritten Jahr für uns Arduino-Anfänger- und Fortgeschrittenkurse leitet, bleibt seinem Motto treu: „Mit schnellen Erfolgserlebnissen macht das Programmieren lernen erst so richtig Spaß“. Am Stand der DingFabrik zeigt er, wie einfach es ist mit Arduino und Co. in die Welt des Internet of things einzusteigen. Messwerte werden auf einen MQTT Broker übertragen, in einem Dashboard dargestellt, vor dort werden „Dinge“ ein- und ausgeschaltet oder konfiguriert.

Music from outer space

teslathron-4

Foto: © Wolf Schiebel

Wolf Schiebel aus Köln bringt viele tolle Sachen mit: Synthesizer, eine Laserharfe und eine selbst gebaute Teslaspule! Ray Wilson lässt grüßen. Wolf möchte zeigen, dass es keine Raketenwissenschaft ist, analoge Synthesizer selbst zu bauen. Schaut es euch an!

Upcycling mit Overlock, Nähmaschine und Nähnadel

upcycling_chanin2

Foto: © Elke Beck

Nachhaltigkeit ist Miriam, Elke und Antje wichtig. Mit ihren Nähmaschinen helfen die drei euch dabei, alte T-Shirts entweder stilsicher zu veredeln (z.B. mit Applikationen oder Stickereien im Stil des Alabama Chanin), in praktische Einkaufsbeutel zu verwandeln oder gar zum Babybody/Kindershirt umzunähen. Bringt eure alten T-Shirts und macht mit!

4Makers

4Makers aus Hannover sind ein Zusammenschluss aus Makern, die den 3D-Druck an die breite Masse vermitteln möchten. Auf ihrer neuen Plattform bieten sie zum Beispiel kostenlosen Support zu allen Fragen rund um 3D-Druck. An ihrem Stand könnt ihr einen 3D-Scanner und verschiedene 3D-Drucker ausprobieren. Lasst etwas einscannen!

Zeitschrift Make

make_peltier-lampe

Foto: © Make

Unsere Kooperationspartner vom Make-Magazin sind natürlich auch am Start. Im Gepäck haben sie verschiedene Projekte aus ihren Heften. Zum Beispiel eine arduinogesteuerte Sanduhr, eine Peltier-Leselampe (erzeugt Strom aus Hitze, siehe Bild!), einen Abflussrohr-Lautsprecher, einen Tellerschleifer aus alten Festplatten und vieles mehr. Sie zeigen das volle Potenzial der Maker-Kultur!

Stadtbibliothek Köln

… und dann gibt es ja auch noch uns. Wir stellen auf der vierten Etage in gewohnter Manier unseren 3D-Drucker und Virtuelle Realität aus. Ihr könnt etwas drucken lassen oder die VR testen oder euch im Makerspace von unseren Auszubildenden allerlei Hardware nahebringen lassen. Zum Beispiel: MaKey MaKey, littleBits, Schneideplotter und mehr. Kommt rein, wir freuen uns!

sa

Mini Maker Faire: Die Maker – Teil 3

14 Okt

Köln_rundesIcon_neu

Hier stellen wir euch die nächsten fünf Projekte vor, die auf unserer Mini Maker Faire zu bestaunen sein werden. Außerdem haben wir die Blogseite zur Faire ein bisschen ausgebaut. Schaut sie euch an!

Jukebox4Kids

jukebox-3

Foto: © Huy Do

Diese Jukebox ist ein kindgerechter MP3-Player für kleine Menschen ab zwei bis drei Jahren. Die Kiste wird mit RFID-Chips gesteuert, sodass sie technisch flexibel bleibt. Das Innenleben besteht aus Raspberry Pi, Arduino, STM32 Discovery-Board und mehr – das Team aus Rommerskirchen zeigt euch gerne, was drin steckt!

OpenAir Cologne

openaircologne-1

Foto: © Marcel Belledin

Marcel Belledin aus Köln kommt mit einem Projekt des Internet of Things: OpenAir Cologne! Das ist ein Projekt, das Klimasensoren an verschiedenen Orten in Köln anbringen möchte. Wo und wie entstehen Schadstoffkonzentrationen in Köln? Wie verbreiten sie sich? Bringt euren eigenen Arduino mit oder benutzt Marcels Arduinos, um live Messergebnisse zu visualisieren!

In den Rechner -> In den Drucker -> In die Welt

rechnerdrukerwelt-2

Foto: © Frank Mengel

Frank Mengel aus Köln ist ein guter Freund aus unserem Makerspace. Als Nutzer der ersten Stunde hat er schon verschiedene Robotermodelle am Rechner entworfen und Stück für Stück bei uns ausgedruckt – so auch die beiden Maschinen oben im Bild. Links das CAD-Modell, rechts das Ergebnis. Beeindruckend! Zur Mini Maker Faire bringt er seine Modelle mit und lässt sie auf die Menschheit los.

Bestellknopf

In Nürnberg ist man amazon um Lichtjahre voraus: Mit diesem Selbstbau-Bestellknopf könnt ihr verschiedene Produkte per Knopfdruck in eine Einkaufslisten-App hinzufügen. Am Stand könnt ihr euch das Projekt erklären lassen, selbst einen Knopf konstruieren und gegen Materialkosten mit nach Hause nehmen. DIY-Smart Home!

Musik für alle

musikfueralle-2

Foto: © Martin Simpson

Martin Simpson aus Köln lädt mit seinem Projekt zwischenmenschliche Interaktion auf eine musikalische Ebene. Ein Sensor nimmt eure Bewegungen auf und erzeugt daraus Bild und Ton – und sofern ihr darauf wiederum mit Bewegung reagiert, entsteht eine Feedbackschleife, ein audiovisueller Dialog zwischen Instrument und Publikum. Je mehr mitmachen, desto opulenter das Werk.

Nächste Woche geht’s weiter! 🙂

sa

Das war unser zweiter 3Day

29 Jun

geeks@cologne gibt es jetzt auf einer eigenen Seite – und hier ist der Nachbericht zum 3Day am 20.06.2015. 🙂

geeks@cologne

Das große Thema 3D legt eine interessante Konjunktur hin – was gewiss auch an der Zirkulation etlicher Hypes liegt, befeuert vom Internet. Vorgestern waren es 3D-Drucker, die die Welt revolutionierten, danach der kleinere, weniger fetzige Bruder 3D-Scanner… und heute ist es die virtuelle Realität für consumer mit Oculus Rift & Co., die nach hardwarebedingter Schlappe in den 90ern dieser Tage ihren zweiten Frühling erlebt.

Es ist unser Anspruch, diesen Entwicklungen auf der Spur zu sein. Stets aus kritischer, mal aber auch aus kindlich-begeisterter Perspektive.

Darum haben wir in diesem Jahr unserem 3Day eine zweite Auflage gegönnt (Nachbericht erste Auflage). Schön war’s! Gegenüber dem Vorjahr ist ein neuer Aspekt hinzugekommen: Die so genannte virtual reality (VR) ist mit großen Schritten unterwegs in den Massenmarkt. Vier der Aussteller brauchten entsprechende Hardware mit und ermöglichten vielen Besuchern erste immersive Erlebnisse in der VR.

Insgesamt neun Aussteller konnten wir im Erdgeschoss der Zentralbibliothek begrüßen –…

Ursprünglichen Post anzeigen 208 weitere Wörter

3Day 2015: Aktionstag zu 3D-Druck, 3D-Scan und Virtueller Realität

12 Jun

Am Samstag, 20. Juni 2015, dreht sich im Erdgeschoss der Zentralbibliothek alles um 3D-Druck, 3D-Scan und Virtuelle Realität. Unser 3Day bietet euch: Verschiedenste Gerätemodelle, Firmen die die drei Technologien praktisch einsetzen und Enthusiasten die sich solche Geräte ins eigene Wohnzimmer holen.

3 Technologien: 3D-Scan, 3D-Druck und Virtuelle Realität

3 Technologien: 3D-Scan, 3D-Druck und Virtuelle Realität

Die Idee zum 3Day hatten wir schon letztes Jahr ausprobiert und waren vom Ergebnis begeistert. Ein lebhafte, wuselige Veranstaltung. Die einen ließen sich die Technik erklären, staunten über die 3D-Drucke, probierten sich am 3Doodler und ließen ihren Kopf einscannen. Die anderen stiegen in tiefe Fachgespräche ein und nahmen neue Kontakte und Ideen mit nach Hause.

Passend zu unserem Makerspace, der u.a. 3D-Drucker, einen 3D-Scanner, einen 3Doodler und ein Oculus Rift enthält, erweitern wir das Spektrum der Veranstaltung dieses Jahr noch um die Virtuelle Realität. Am 3Day möchten wir euch zeigen, wie viel sich in Köln bereits um 3D-Druck, 3D-Scan und Virtuelle Realität dreht und welche Vielfalt an Geräten es gibt.

Unsere Aussteller (Privatpersonen, Institutionen und Firmen) führen ihre Hard- und Software vor, zeigen Projekte die mit den Technologien verwirklicht wurden, und stehen für Erklärungen und zum Fachsimpeln bereit.

Hier der aktuelle Stand der Aussteller (Änderungen werden immer frisch auf geekscologne.mixxt.de eingepflegt):

  • iRapid GmbH: iRapid
  • Lars Kollin / my3dprintingninja: Leapfrog Creatr Dual Extruder, Micro 3D, VR-Brillen (z.B. Durovis OpenDive, Google Cardboard), VR-Software
  • Stadtbibliothek Köln: Makerbot Replicator 2, Makerbot Digitizer, 3Doodler, Oculus Rift (Dev Kit 2), VR-Software
  • Frank Mengel: 2 Roboter deren Einzelteile in der Stadtbibliothek gedruckt wurden (animatronisches Auge „VIKO“ und dreirädriger Rover “ANOMO“)
  • DruckWege: Form 1+ und Kinect-Scanner
  • HeadTrip: Samsung Gear VR, Zeiss VR One, VR-Software
  • Dominic Markert: 3D-Drucker
  • igus: selbst gebauter Delta-3D-Drucker mit drylin-Lineareinheiten, Tribo-Filament
  • Studenten des SAE Institute Köln: Oculus Rift (Dev Kit1), Louie Cooks (Simon Cooks) –> 3. Platz beim Deutschen Computerspielepreis in der Kategorie Bestes Nachwuchskonzept
  • 3Dmensionals: Ultimaker 2 und 3D-Scanner
  • Hochschule Fresenius: Präsentation des Projektes 3DOM bei dem der Kölner Dom von innen und außen gescannt wird, Domfragmente können bei 3Dmensionals ausgedruckt und mitgenommen werden
  • Markus Galeski: Bau eines großen 3D-Druckers (1,60m x 0,90m) live während des 3Day

Außerdem könnt ihr am 3Day folgendes kostenlos bei uns machen:

  • Eigene 3D-Drucke: Unser 3D-Drucker steht am 3Day auch im Erdgeschoss. Dort könnt ihr wie immer kleine 3D-Drucke von einer Druckdauer bis zu einer Stunde anfertigen. Auch die anderen Aussteller (Ausnahme ist der Form 1+) lassen euch an ihren Druckern eigene Dateien drucken. Benötigt wird wie immer eine STL-Datei.
  • Wettbewerb 3Doodler: Wie wollen sehen, wie schnell ihr mit dem 3Doodler warm werdet und prämieren wieder eure besten Ergebnisse. Letztes Mal waren wir hin und weg von euren Ergebnissen. Die Preise des Wettbewerbs werden von uns und dem O’Reilly-Verlag gesponsort.

Die Veranstaltung findet am 20. Juni zu unseren normalen Samstagsöffnungszeiten von 10 bis 15 Uhr statt. Sie ist für alle offen und kostet keinen Eintritt. Entscheidet selbst wann ihr kommt und wie lange ihr bleibt oder ob ihr nach einem Mittagspäuschen wiederkommen wollt. Und teilt unser Event gern auf Facebook. Veranstaltungsort ist die Zentralbibliothek am Neumarkt (Josef-Haubrich-Hof 1). In den Veranstaltungsraum im Erdgeschoss gelangt ihr ganz normal über den Haupteingang.

Der 3Day findet im Rahmen unserer Reihe geeks@cologne statt, die sich an Technikaffine und Pixelverliebte in und um Köln wendet. Mehr Informationen zur Veranstaltung und zur Reihe findet ihr unter geekscologne.mixxt.de. Vielen Dank schon jetzt an unsere Unterstützer Kölncampus, O’Reilly, 3D Hubs sowie an alle Aussteller unserer Veranstaltung.

(ba)

Führerschein 3D-Druck: neue Termine

10 Dez Akteur im Workshop "Führerschein 3D-Druck": Replicator Mini

Seit Mitte 2014 hat unser guter alter 3D-Drucker einen kleinen Bruder bekommen – den Replicator Mini. Wir haben ihn im September am Maker Day der Öffentlichkeit vorgestellt.

Und sonst? Steht er nicht etwa in der Ecke rum – im Gegenteil. Wir haben in den letzten Wochen einige tolle Dinge mit ihm veranstaltet. Einerseits um selbst Erfahrung zu sammeln, andererseits um die Technologie des 3D-Drucks noch weiter für Euch zu öffnen.

Und zwar kann man bei uns einen Führerschein für den Mini machen!

Akteur im Workshop "Führerschein 3D-Druck": Replicator Mini

Akteur im Workshop „Führerschein 3D-Druck“: Replicator Mini

Das bedeutet konkret: Ihr besucht einen ca. zweistündigen Workshop im Makerspace bei uns. Dort erklären wir Euch wie der Drucker im Detail funktioniert und gesteuert wird. Ihr probiert es selbst aus, wechselt eine Filamentrolle und bekommt am Ende ein Stück Papier mit Nutzungsvereinbarung, das Ihr unterschreibt. Bingo!

Voraussetzung für die Teilnahme an einem solchen Workshop sind ein Mindestalter von 16 Jahren und der Besitz eines gültigen Bibliotheksausweises.

Der Führerscheint erlaubt es Euch dann, den Replicator Mini auf der vierten Etage zu reservieren. Ihr könnt Eure eigenen Druckprojekte realisieren und zahlt keine Gebühren – Reservierung und Nutzung sind kostenlos, es fallen auch keine Materialkosten an.

Neue Termine

Im letzten Makerspace-Programm konnten wir 21 Führerscheine unter’s Volk bringen. Und weil die Nachfrage so groß ist, geht es weiter! Losgelöst vom Makerspace-Programm, dafür dann auch schon ab Januar 2015. Hier die Termine:

  • Mittwoch, 7. Januar 2015, 10:00 bis 12:00 Uhr
  • Freitag, 9. Januar 2015, 15:00 bis 17:00 Uhr
  • Donnerstag, 15. Januar 2015, 16:00 bis 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 21. Januar 2015, 10:00 bis 12:00 Uhr
  • Freitag, 23. Januar 2015, 15:00 bis 17:00 Uhr
  • Donnerstag, 29. Januar 2015, 16:00 bis 18:00 Uhr

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich, denn die Kapazitäten sind begrenzt. Schreibt uns bitte dazu eine E-Mail mit Betreff „Anmeldung Führerschein 3D-Druck“ an 3d-drucker@stbib-koeln.de. Die E-Mail muss die folgenden Angaben enthalten:

  • Vor- und Nachname
  • Datum des Workshops
  • ggf. Telefonnummer
  • Mitgliedsnummer (zu finden auf Eurer Bibliothekskarte)

Der Workshop findet auf der vierten Etage im Makerspace statt. Fragen gerne in die Kommentare zu diesem Beitrag. Wir freuen uns auf Euch!

sa

Unser 3-D-Drucker im Dienst der Wissenschaft, Teil 2

27 Okt

Gegossene Götter –  nicht nur eine schöne Alliteration, sondern auch eine interessante Ausstellung im Ägyptischen Museum der Uni Bonn.

Und wir haben dazu beigetragen!

Aber der Reihe nach.

Vor Kurzem erreichte uns eine Anfrage aus Bonn, ob es möglich sei etwas mit unserem 3D-Drucker auszudrucken. Die Datei kam direkt hinterher und damit eine spannende Geschichte. Und die geht so:

Unversehrt gefundene antike Bronzegussformen geben Aufschluss über das Handwerk der damaligen Bronzegießerei. Das Besondere daran: dadurch, dass die Gussformen unversehrt sind weiß man, dass sie nie benutzt wurden. Denn bei Entnahme des Gusses wird die Form immer zerstört. Gleichzeitig bleibt natürlich auch der Blick ins Innere und damit auf das Modell verschlossen.

Original Bronzegussform. Foto: Jürgen Vogel/Ägyptisches Museum der Universität Bonn

3D-Vorlage des Inneren der Gussform

 

Es war u.a. mit unserem 3D-Drucker möglich, den Vorgang des Bronzegießens zu rekonstruieren und für die Ausstellung anschaulich werden zu lassen.

Und so funktioniert es (das Betrachten der Fotos trägt zum Verständnis bei 😉 ):

  • Das Innere der intakten und somit geschlossenen Gussform [siehe Bild 1] wird mit Hilfe eines CT ausgelesen, Ergebnis war im konkreten Fall die 3D-Datei [siehe Bild 2] des Kindgottes Harpokrates (frühere Versuche mit Röntgenaufnahmen brachten keine zufriedenstellenden Ergebnisse).
  • Diese 3D-Datei druckten wir in der Stadtbibliothek Köln mit unserem 3D-Drucker aus.

 

  • Mit dem gedruckten Modell [3] wurde ein Silikonabdruck – quasi ein Negativ – des kleinen Harpokrates erstellt [4], der wiederum eine Art Zwischen-Gussform war.
  • Die Form aus Silikon wurde mit Wachs gefüllt, Ergebnis ist ein kleiner Wachs-Harpokrates. Mit dieser Silikonform können nun viele Wachsfiguren hergestellt werden [4].

 

  • Jetzt wird es spannend: Das Modell aus Wachs wird mit einer Keramikmasse umhüllt, eingeschlossen und schließlich gebrannt. Durch die Hitze wird nicht nur das Keramik hart, sondern das Wachs fließt gleichzeitig durch einen kleinen Auslass aus der Form. Zurück bleibt der Hohlraum in Form des Harpokrates in der harten Gussform.
  • Der Hohlraum der Gussform wird mit Bronze gefüllt [5], die Form nach dem Erkalten vorsichtig zerschlagen.
  • Nun hält man einen kleinen Harpokrates aus Bronze in der Hand [6].
  • [7] Harpokrates, hübsch gemacht! 🙂

Das Ganze wird übrigens Wachsausschmelzverfahren genannt. Logisch, oder?

Verlauf der Rekonstruktion des Wachsausschmelzverfahrens

Verlauf der Rekonstruktion des Wachsausschmelzverfahrens

 

Es freut uns sehr, dass wir mithelfen konnten dieses Verfahren für die Ausstellung zu rekonstruieren!

Und allen, die sich das trotzdem nicht so richtig vorstellen können, raten wir sich den 7. März 2015 im Kalender zu notieren. Dann kann man sich im Ägyptischen Museum der Uni Bonn seinen eigenen kleinen Harpokrates gießen.

ck

Weiterführende Links:

Link zur Ausstellung: http://www.aegyptisches-museum.uni-bonn.de/ueber-das-museum/sonderausstellung

Projekt Bronzegusswerkstatt: http://www.aegyptisches-museum.uni-bonn.de/projekte/bronzegusswerkstatt

Stadtbibliothek Köln im Dienst der Wissenschaft (Teil 1): https://stadtbibliothekkoeln.wordpress.com/2013/08/22/stadtbibliothek-koln-im-dienst-der-wissenschaft/

So war’s und so wird’s sein: Makerspace im Herbst

25 Aug Makerspace Programm 2014_02

Das Jahr 2014 macht uns bisher großen Spaß. Denn von März bis Juni lief unser erstes Makerspace-Programm mit Workshops, viel Tüftelei und noch mehr Kreativität. Es auf den Weg zu bringen war spannend und wir planten ein wenig ins Ungewisse. Wird das Programm akzeptiert? Traut man uns das zu? Klappt die Technik in den Workshops? Sprechen wir die richtige Zielgruppe an?

Selbstzweifel sind Wegweiser, sagt Philosoph Manfred Hinrich. Na dann.

Dazu ein schlaglichtartiger Rückblick – und ein Ausblick auf das Herbstprogramm, das wir heute vorstellen.

So war’s

Das Themenspektrum der Workshops war groß, wir legten den Fokus aber bewusst auf audiovisuelle bzw. künstlerisch-musische Themen.  Passend dazu eröffneten Maximilian Peer und Noah Fantazi, beide Schüler der Kaiserin-Augusta-Schule, den Makerspace mit einem Workshop zu SketchUp, einem kostenloses Programm für 3D-Modellierung.  Weiter ging es mit einigen Workshops zu kreativem Schreiben für Blogger sowie einer sehr ertragreichen Streetart-Werkstatt, ebenfalls in Zusammenarbeit mit Schülern der Kaiserin-Augusta-Schule. Danke, Meret Wellmann und Giannina Bauer! Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen (siehe Galerie).

Ordentlich gefrickelt haben unsere Besucher im Arduino-Workshop für Einsteiger. Dort wurden Sensoren, Aktoren und viele viele Drähte auf Mikrocontrollern installiert, welche dann wiederum verschiedenste Aufgaben übernehmen können. Schonmal eine Füllstandsanzeige für eine Kaffeemaschine gebaut? Kann man in der Bibliothek lernen. Danke an Reinhard Nickels und Uwe Ziegenhagen von der Kölner DingFabrik!

 

Ganz undigital, dafür umso kreativer ging es im Scrapbooking-Workshop von Barbara Haane zu. In echter Handarbeit entstanden dort aus Karten, Taschen, Pappe und Klappen ansehnliche Fotoalben für Familien- oder Urlaubserinnerungen. Toll! In eine ähnliche Kerbe schlug der mt masking-tape-Workshop von Kerstin Schiemenz – auch dort stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit vergleichsweise einfachen Mitteln ästhetische Verzierungen her. Die Bilder sprechen für sich.

Thomas Riedel alias @boydroid brachte seine Kompetenz als Journalist und Podcaster ein, indem er zwei Seminare zum Thema Podcasting anbot. Welches Equipment muss ich wie miteinander kombinieren? Wie läuft die Aufnahme rund? Wie geht die Nachbearbeitung? Und – ganz wichtig – wie präsentiere ich das alles angemessen im Web? Diese und andere Fragen behandelte Thomas mit audiophilen Makern.

Und das sind nur einige Beispiele – alles in allem blicken wir auf gelungene Workshops zurück und freuen uns über Menschen, die bei uns schlauer und um Erfahrung reicher geworden sind. Die Rechnung ist aufgegangen – aber damit sind wir noch nicht am Ende.

So wird’s sein

Ab September geht es nämlich weiter. Vierundzwanzig Workshops warten auf Euch und Eure Ideen. Mit dabei ist Bewährtes, z.B. 3D-Modellierung mit SketchUp, Digitale Fotografie und Bildbearbeitung, Podcasting und Arduino, Streetart und mehr. Und wieder sind Schülerinnen und Schüler der Kaiserin-Augusta-Schule mit an Bord.

Es gibt aber auch einige Neuheiten und Highlights. Neu sind z.B. Workshops zu kreativem Verpackungsdesign, Selbstmarketing im Internet und Musikproduktion mit Ableton Live. Wir freuen uns besonders auf einen Workshop, der zusammen mit Soundkünstler Joker Nies stattfindet: Circuit Bending! Dort greift Ihr in das Schaltungsdesign von Geräten ein und provoziert gewollte Fehlfunktionen, um neue Klangerlebnisse zu kreieren. Der Workshop ist mehrtägig und gipfelt in einem Abschlusskonzert in unserem Haus.

Spannend wird auch ein Workshop mit dem klingenden Namen Ich backe mein Familienkochbuch, der sich ebenfalls über mehrere Tage erstreckt. Dort sammelt Ihr Texte und Bilder und layoutet das perfekte Weihnachtsgeschenk: ein ganz persönliches Familienkochbuch.

Zuletzt sei noch darauf hingewiesen, dass wir uns einen zweiten 3D-Drucker gegönnt haben: Den MakerBot Replicator Mini! Und diesen werden wir in einer Testphase auch unter der Woche für Euch zugänglich machen. Dazu gibt es im Makerspace-Programm einige Workshops, in denen Ihr lernt das Gerät selbstständig zu bedienen. So erhaltet Ihr am Ende einen Führerschein, mit dem Ihr dann Maschinenzeit am Drucker bei uns buchen und Eure 3D-Projekte komplett selbstständig verwirklichen könnt – kostenlos! Einzige Voraussetzung ist ein gültiger Bibliotheksausweis und ein Mindestalter von 16 Jahren.

Soweit die Vorstellung. Am 5. September starten Antonia Bornefeld und Daniil Belazovschi mit einem Workshop zu Digitaler Fotografie. Meldet Euch fleißig an! Es bleibt weiter spannend.

Zuletzt nur noch ein Hinweis: Der Makerspace lebt von Euch und Eurer Beteiligung. Und er soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden – aber das geht nur mit Eurer Hilfe! Wenn Ihr also ein Experte auf einem speziellen Gebiet seid oder glaubt, dass Euer Hobby zu unserem Konzept passen könnte, freuen wir uns auf Eure Rückmeldung. Egal ob Workshop oder Stammtisch: Alles ist möglich.

Und: Die in den Workshops benutzten Technologien, Geräte und Software stehen Euch auch außerhalb der Workshops zur Verfügung. Mehr Informationen unter: http://www.stbib-koeln.de/die4

Das neue Programm findet Ihr ab sofort unter https://stadtbibliothekkoeln.wordpress.com/makerspace – oder klickt oben im Menu auf  Makerspace.

sa