Erich-Kästner-Preis für Gunter Demnig

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=JbrxpkwHhJg]

Jeder von Euch hat sie sicher schon mal irgendwo in Köln gesehen, die “Stolpersteine” oder “Stumbling Stones” des Künstlers Gunter Demnig. Es sind 10 x 10 x 10 cm große Betonquader, in die eine Messingplatte verankert ist. Auf den Messingplatten werden die Namen und Daten von Menschen mit Schlagbuchstaben eingeschlagen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Allein in Köln gibt es mehr als 1800 davon.
Jetzt ist der Kölner Künstler erneut ausgezeichnet worden und zwar dieses Mal in Dresden mit dem Erich-Kästner-Preis.
Eine Kollegin berichtete kürzlich zufällig vom Erich-Kästner-Museum  in Dresden, einem mobilen interaktiven Micromuseum mit ganz neuer Konzeption einer alten Villa in der Dresdner Neustadt. Auch ein Museumsshop incl. gemütlichem Lesecafe mit Ausblick gehört dazu.  Also, wer mal dort ist, reinschauen!

dl

“Wetten, dass….


… Sie hier einen zukünftigen Nobelpreisträger kennen lernen?” schrieb die New Yorker „Village Voice“ als vor 14 Jahren Haruki Murakamis „Gefährliche Geliebte“ auf Englisch erschien. Kann sein, dass das Blatt übermorgen die Bestätigung dieser Prognose erleben wird. Der 1949 in Kyoto geborene Japaner hat bereits eine Reihe von Preisen abgeräumt und aktuell liegt er bei großen Wettbüros ganz vorne. Deswegen gibt’s höchstens 5 Euro, wenn man einen auf ihn setzt.
Platz zwei belegt der Ire William Trevor, Jahrgang 1928. Auch er gilt seit Jahren als  nobelpreisverdächtig. Mo Yan, geboren 1956 in China, und im deutschsprachigen Raum bekannt durch „Das rote Kornfeld“ (später auch verfilmt) belegt den dritten Platz bei den Buchmachern. „Mo Yan“ ist ein Pseudonym und bedeutet sinngemäß „der Sprachlose“.
Also genau das, was viele Zocker und wir vielleicht übermorgen sind, wenn am Donnerstag, 13 Uhr, in Stockholm der Gewinner der Literaturnobelpreises bekannt gegeben wird.

gp

Frank, der Roboter und die Bibliothek

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=yWoW5yIeV20]
Juwelendieb Frank kommt in die Jahre. Bei seinem letzten Raubzug merkt er, dass er in sein eigenes Haus eingebrochen ist. Zeit sich Sorgen zu machen. Das meinen auch seine erwachsenen Kinder. Mit Tochter Madison spricht er nur noch über skype. Sohn Hunter hat auch keine Zeit (und Lust), sich persönlich um Frank zu kümmern. Gegen Einsamkeit und Verwahrlosung im Alter besorgt er seinem Vater einen Roboter.
Spätestens hier ist klar: es handelt sich um einen Zukunftsvision. Wie weit weg ist unwichtig. Was holt uns schon schneller ein als die Zukunft.
Dem Film „ Robot & Frank“ von Jake Schreier (Drehbuch Christopher Ford) eilen die Hymnen voraus. Sieg beim Sundance Festival, sich überschlagende Kritiken und ein Story, das Herz erwärmt. Auch wenn es nur ein Roboter-Organ auf der Leinwand ist.
Eine wichtige soziale Rolle spielt die lokale Bibliothek für Frank (Frank Langella). Besonders die Bibliothekarin Jennifer (Susan Sarandon) hat es ihm angetan. Sie ist die letzte ihrer Zunft, denn Yuppi-Investoren planen aus der Bibliothek ein digitalen High-Tech-Info-Center zu machen…
Zum Appetitanregen soll das reichen. „Robot & Frank“ kommt am 25. Oktober in die deutschen Kinos.
P.S.: Bin dabei, schon allein weil Liv Tyler die Rolle der Tochter spielt.
gp

8 lohnende Websites zum getrosten Verweilen

Wer seine Zeit nicht nur mit social media à la facebook, dem schwankenden Online-Wetterbericht und seinem Mailprogramm verbringen will, jenseits seiner bekannten Anlaufstellen mal Qualität gepaart mit Spaß sucht, für den könnten die aktuellen Preisträger des Grimme Online Awards für Abwechslung auf dem Bildschirm sorgen:

Neben dem YouTube-Kanal MusikTraining mit Videos zum Erweitern seiner Musikkenntnisse und den bereits von uns in der Vergangenheit vorgestellten berlinfolgen, fiel mir besonders das Format 140 Sekunden auf. Hier werden originelle Twitterer vorgestellt – anstatt mit den für Twitter vorgegebenen 140 Satzzeichen in 140 Sekunden mit Bild und Ton.
Die Jury des Wettbewerbs hat das Ganze recht schön zusammengefasst:

“Themen werden im Internet einmal mehr anders erzählt, anders präsentiert, die Leserschaft wird anders beteiligt.” Dabei kristallisiere sich “eine neue Strömung heraus, die verstärkt einen Protagonisten in den Mittelpunkt stellt: den Menschen” (Zeit Online)

(mks)

Hartelijk gefeliciteerd, Hengelo!


“Hengelo kan trots zijn op zijn prachtige bibliotheek!” schreibt die website der Gemeinde (diese liegt in der Provinz Overijssel, Region Twente, ca. 7 km nordwestlich von Enschede). Wenn man nun “trots” mit “stolz” übersetzt, ist der Sinn eigentlich schon klar. Und der Grund ist die Wahl der Bibliothek Hengelos zur besten Bibliothek der Niederlande 2011.

 Durchsetzen konnte sich das eindrucksvolle Haus an der Beursstraat gegenüber 11 Konkurrenten, jede Provinz hatte eine Bibliothek in der Endrunde. Ausgelobt wird der Preis vom Bibliotheeksblad und eine unabhängige Jury unter Leitung der Schriftstellerin Mieke van der Weij bestimmte den Gewinner.  Der hieß dieses Jahr Hengelo, weil die dortige Bibliothek “Unternehmungslust und  Gastfreundschaft ausstrahlt”. Bei 1500 Besuchern täglich hob die Jury die “persönliche Betreung und das gute Auge für den Kundenservice” hervor.

Von hier aus noch mal:

“Herzlichen Glückwunsch an die Kolleginnen und Kollegen in Hengelo!”

gp

Morgen gibt es 10 Millionen für eine Edelfeder!


Zwei Poeten, ein Syrer und eine Schwede, liegen bei der Wettfirma Ladbrokes ganz vorne, wenn es morgen um den Literaturnobelpreis geht. An 3. Stelle nach Adonis und Tomas Tranströmer steht der schon vielfach literaturpreisgekrönte Haruki Murakami aus Japan.
Und so ist der aktuelle Stand beim Buchmacher:

Adonis 4/1

Tranströmer 7/1

Murakami 8/1

Eine Aufholjagd hat Außenseiter Bob Dylan hinter sich. Binnen einer Woche schob er sich von 100/1 auf 10/1. Wer lesen will, wofür es morgen die 10 Millionen schwedischen Kronen gibt, braucht nur in die Stadtbibliothek zu kommen. Wir haben Werke aller Favoriten im Regal.

gp

Karnevalsorden für die Direktorin

Der Besuch in der Stadtbibliothek hatte was zu “beaten”! Franz Stoffels vom Reiterkorps der “Altstädter Köln von 1922 e.V.” (eines der fünf Ur-Traditionskorps im Kölner Karneval) besuchte einen Tag vor Wieverfastelovend die Direktionsetage. Im Gepäck den diesjährigen Orden des Regimentspielmannszuges. Eigenhändig verlieh er ihn an die Bibliotheksleiterin, Dr. Hannelore Vogt, und zwar im Namen seines Präsidenten Hans Kölschbach und des Festkommitees Kölner Karneval.
“Köln hat was zu beaten”… so lautet das Sessionsmotto 2011! Und so steht es  auch auf dem diesjährigen Orden der Gesellschaft. Gedacht als Slogan für eine pulsierende Stadt, die Schlag auf Schlag was zu “bieten” hat. Erstmals in der Geschichte der Stadt ein Motto mit fremdsprachigem Wortspiel. Eine Referenz an die flippigen 60er und 70er Jahre und die kölner Musikszene dieser Zeit. So werden gegenwärtig auf Kölner Bühnen Beatles-Titel wie “She loves you” zu “Alaaf you” umgetextet.
Neben dem Sessionsmotto zeigt der Orden in den grün-roten Farben der Altstätter lokaltypische Elemente wie Kölsch, Flönz, Trumm, Dom und die vereinseigene Tanzkorpsmütze. “Ich fühle mich geehrt”, meinte die Ordensempfängerin.

Medien aktuell:


Unter der Überschrift “Viele Sprachen machen kompetenter” berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger am 2.2.2011 über die Diskussions-Veranstaltung “Sprache ist Macht – Was bedeutet Mehrsprachigkeit und wie fördern wir sie”. Lob gab dabei für die Aktivität der StadtBibliothek:
“Keine Mehrsprachigkeit ohne ausreichenden Lesestoff… Zahlreiche Initiativen wie die ‘Literarische Krabbelgruppe’  und die Zusammenarbeit mit mehrsprachigen Grundschulen fördern die Leselust auch von Kindern und Jugendlichen. Damit das auch weiter so gut wie in der Vergangenheit klappt, wird die Initiative zur Mehrsprachigkeit auch von ‘wir helfen’ gefördert. Mit den Mitteln des Vereins sollen mehrsprachige Bücher angeschafft und Lesungen zum Thema veranstaltet werden.”
Über den großen Erfolg der Minibib gab es folgende Stimmen:
koeln.de am 4.2.2011:
“Noch fehlen Urkunde, Pokal und Plakette – doch seit Freitag ist klar: Die ‘Minibib’ im Stadtgarten ist Preisträger im Bundeswettbewerb ‘365 Orte im Land der Ideen’.”
koeln-nachrichten.de am 4.2.2011:
“Seit einem guten Jahr steht die ‘minibib’ im Stadtgarten. Die kleine ‘Zweigstelle’ der Stadtbibliothek ist ein Geschenk des Förderkreises. 15 Ehrenamtler sorgen für die Ausleihe – selbst am Sonntag. Besonders von den Kindern aus der Nachbarschaft wird sie angenommen,  für sie gibt es regelmäßig Lesungen. Ein erfolgreiches niedrigschwelliges Angebot, um die Lust am Buch und am Lesen zu wecken. Dafür darf sich die minibib jetzt mit dem Prädikat ‘Ausgewählter Ort 2011’ schmücken.”
rundschau-online.de am 5.2.2011:
“Eine Jury hat beim Wettbewerb ‘365 Orte im Land der Ideen’ unter den bundesweit 2600 Bewerbern 365 Einrichtungen für ihre Zukunftsfähigkeit, ihr Engagement und ihre Kreativität ausgezeichnet… So gab es Lob für die ‘minibib’, ein neuartiges Ausleihkonzept der Stadtbibliothek im Stadtgarten.”

gp

Die mobile Version verlassen