Tag Archives: büchertipp

Ich lese gerade…„Jeder Tag gehört dem Dieb“ von Teju Cole

9 Mai

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TEJU COLE

JEDER TAG GEHÖRT DEM DIEB

Aus dem Englischen von Christine Richter-Nilsson

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Klaus Bittner

Open City, Teju Coles autobiographischer Roman über New York, hat seinen Platz als ein herausragendes Werk in der zeitgenössischen amerikanischen Literatur gefunden. Erst jetzt ist in Amerika wie auch bei uns das Buch erschienen, das bereits 2007 in einem kleinen nigerianischen Verlag veröffentlicht wurde.
In ihm erzählt ein junger Mann von seiner Rückkehr aus den USA nach Lagos, an den Ort seiner Kindheit, den er vor vielen Jahren verlassen hat. Der autobiographische Bezug ist deutlich. Der Erzähler lebt bei seinen Verwandten in Lagos, sieht alte Freunde, streift durch die Strassen der Stadt und über die Märkte. Er redet mit den Menschen, trifft auf Chaos und Improvisationskunst, auf Korruption und Gewalt, aber auch auf Lebensfreude, erfährt Momente von Schönheit und Kreativität. Er fühlt sich zerrissen zwischen seiner Liebe zu dem Land und den Menschen, die zu sehr damit beschäftigt sind, in der unmittelbaren Gegenwart zu überleben, als sich um Traditionen und Geschichte oder um das Fortkommen des Landes zu kümmern. Zunehmend reift in ihm die Erkenntnis, dass eine endgültige Rückkehr in dieses Leben nicht in Frage kommt.
Durch seine Beobachtungsgabe, seine genauen stimmungsvollen Beschreibungen, entsteht das faszinierende Porträt eines zerrissenen Landes.

Klaus Bittner

Ich lese gerade…„Sechs Jahre“ von Charlotte Link

4 Apr

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Wie bewertet man so ein Buch?

Gar nicht so leicht!
Gefühlvoll beschreibt Charlotte Link den Krebstod ihrer Schwester und das Leben aller Beteiligten und gibt den „Weiterlebenden“ Trost und Lebenshilfe.
Mehr dazu will ich nicht schreiben, sondern eher Textstellen aus dem Buch sprechen lassen:
„Baue eine Hoffnung auf, die vielleicht keinem anderen Zweck dient als dem, mich über diese Zeit zu tragen….“ S. 279
„Wir wollen, dass sie lebt. Aber wir können ihr Leiden fast nicht mehr ertragen…“ S. 288
„Geh jetzt. Es ist in Ordnung. Lass einfach los…Ich komme später nach….“ S. 313
lab

Ich lese gerade…„Von Erholung war nie die Rede“ von Andrea Sawatzki

21 Mrz

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So vielseitig wie die Schauspielerin sind auch ihre Bücher!
Mit ihrem Debütroman „Ein allzu braves Mädchen“, ein Psychokrimi, schaffte sie es auf Anhieb in die Bestsellerlisten.
Bei ihrem zweiten Roman „Tief durchatmen, die Familie kommt“ zeigt sie erstmals komödiantisches Talent und beschreibt ein gescheitertes Weihnachtsfest mit der lieben Familie Bundschuh.
Und nun liegt die Fortsetzung vor, „Von Erholung war nie die Rede“, wieder eine schräge Komödie mit Gundula Bundschuh und den anderen Familienmitgliedern…

Sie schreibt einfach aus dem Bauch heraus, für alle geplagten Mütter und Ehefrauen – authentisch und humorvoll.
Einfach leichte Kost, viel Spaß dabei! :-)
lab