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Gewinnspiel: Last-Minute-Geschenk für Kinder

20 Dez

Braucht ihr noch ein Geschenk für ein nettes, vielleicht etwas schüchternes Kind? Eines, das manchmal ein bisschen ängstlich ist, das gute Geschichten mag und sich gerne etwas vorlesen lässt? Eines, dem ihr gerne mitgeben würdet, dass das Leben noch ein bisschen schöner ist, wenn man sich mehr zutraut?

Dann haben wir heute vielleicht die Lösung: eine Verlosung. (Sorry, das gibt 5 Euro in die Wortspielkasse.) Wir haben hier nämlich drei Exemplare der CD „Der Kinderfresser“, die wir gerne an euch abgeben möchten. Der Kölner Autor Klaus Strenge, selbst Vater zweier Kinder, hat sich diese etwas andere Geschichte über das Monster unterm Bett ausgedacht. Es lesen Dietmar Bär, Christoph Maria Herbst, Markus Maria Profitlich, Jürgen von der Lippe, Hella von Sinnen u.v.a.

Schreibt uns doch einen kurzen Kommentar, wenn ihr Interesse an der CD habt. Die Gewinner werden morgen um 10 Uhr benachrichtigt. Wenn ihr die CD wirklich noch vor Weihnachten braucht, könnt Ihr sie bei uns abholen. Wenn’s auch später sein darf, schicken wir sie euch gern per Post zu.

Viel Glück!

Under construction – Sanierung des Bezirksrathauses Chorweiler

14 Jul
Sanierung is coming

Sanierung is coming

Mit Christo hat das leider nichts zu tun: Das Bezirksrathaus Chorweiler wird komplett saniert. Die Meldehalle und die Ämter sind bereits in ein Übergangsquartier gezogen. Der Veranstaltungssaal des Bürgerzentrums wird ebenfalls saniert und ist zurzeit nicht bespielbar. Deshalb hier ein kurzer Überblick, was die Besucher unserer Stadtteilbibliothek in Chorweiler erwartet.

Was ist bereits passiert?

Am 1. Juni rückten 15 Helfer einer Umzugsfirma an, verpackten, vermaßen und katalogisierten Bücher und Möbel, um sie anschließend in drei LKW-Fuhren in große Übersee-Container in eine Lagerhalle in Kerpen zu bringen.

Geblieben ist unser Kinderbuchbestand, unsere Medien (CDs, DVDs, Konsolenspiele), die Belletristik. Sachbücher nur in geringer Auswahl. Ein Alphabetisierungs-PC ist ebenfalls geblieben.

Abgebaut wurden unser Kinderlesebauwagen samt den Sitzsäcken (da stehen jetzt Arbeitstische für die Hausaufgabenhilfe), die Playstation-Konsole, ein Kunden-Internet-PC (einer ist geblieben), die OPACs, die Auskunft. Unsere Verbuchungstheke wurde verkleinert.

Und wie geht’s weiter?

Unsere Sanierung hat am 1. Juni begonnen und soll ca. anderthalb Jahre dauern. Es wird drei Bauabschnitte geben: Im 1. Abschnitt ist die Bibliothek sowohl im EG als auch im OG im vorderen Teil der Räume untergebracht. Der hintere Teil ist mittels einer Trockenbauwand abgetrennt und wird saniert.

Nach sechs Monaten tauschen wir: Dann ist die Bibliothek hinten und vorne wird saniert. Im dritten Bauabschnitt ist das EG fertig, das OG teilweise nutzbar und die Büros werden saniert.

Betroffen sind die Elektrik, die EDV-Verkabelung (anschließend wird es WLAN geben \o/), Sanitär, Heizung, Beleuchtung, Fenster und Böden.

Und dann wird alles schöner und besser :-)

Voller Vorfreude auf eine schicke neue Bibliothek: das Team aus Chorweiler

Voller Vorfreude auf eine schicke neue Bibliothek: das Team aus Chorweiler

Karten gewinnen: Webcomics – Die Notwendigkeit zu Bloggen

13 Sep

Plakat_Web-ComicsDer Comic erobert sich neue Räume: Comicblogs sprießen wie Pilze aus dem Boden, und der autobiografische Comic findet heutzutage auf dem Bildschirm statt. Junge Zeichner erschließen sich ihr eigenes Publikum und veröffentlichen – oft ohne Verlagsbindung – kostenlos im Internet. Beweggründe gibt es viele: von der Bewerbungsmappe im Netz über die Notwendigkeit, eigene Geschichten zu erzählen bis zum direkten Kontakt zu den Lesern via Blogkommentar.

Die Comicblogger Flix, Leowald und digirev lesen aus ihren Blogs und stellen sich im Gespräch dem Comicpublizisten Klaus Schikowski.

Wann? Montag, 23.09.2013

Wo? Zentralbibliothek

Für die Veranstaltung verlosen wir 2×2 Karten unter allen, die hier bis zum 18. September (einschließlich) einen Kommentar hinterlassen. Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt.

Viel Erfolg dabei! #daumendrück

(cd)

Zombies – ein Nachtrag

19 Jul
Ein Zombiecomic als Bibliotheksführer

Ein Zombiecomic als Bibliotheksführer

Zum gestrigen Blogbeitrag „Zombies in Köln“ gab es einige Fragen, die ich an dieser Stelle gesammelt beantworten möchte. Sie betreffen hauptsächlich den organisatorischen Background und passen deshalb gut zusammen in einen Artikel.

Zur Idee

Diese Zombie-Idee spukt schon eine Weile in meinem Gehirn rum. Eigentlich kam sie übers Hintertürchen rein, nämlich über einen Bibliotheksführer in Comicform – das hatte mich primär interessiert, und dann ging es in diesem Comic halt um Zombies. Berk, dachte ich, aber was soll’s, Hauptsache, die Studis lesen es … Und dann stellte sich in einer Konversation auf Twitter heraus, dass eine Kollegin mal privat an einem Zombie-Survival-Training teilgenommen hat. Immer diese Zombies. Also habe ich die Zombie-Idee einfach in unser normales Methodentraining eingesetzt.

Das ursprüngliche Schulungskonzept

Normalerweise führen wir mit Schülern der Stufe 10 ein 2,5-stündiges Methodentraining durch. Den Ablauf seht ihr an dieser Prezi . Nach kurzem theoretischen Input üben die Schüler an ihrem eigenen Thema, dann kommt wieder Input mit praktischer Phase usw.

Manche Schulen machen schon in der 10. Stufe kurz vor den Sommerferien eine Projektwoche mit Methodenschwerpunkt und nutzen das, um den Bibliotheksbesuch vorzuziehen. Diese Schüler sind gedanklich noch weit weg von ihrer Facharbeit – die Ferien liegen sehr viel näher. Da hat die Motivation nicht ganz so große Chancen. Für die schien das Zombieszenario eine gute Idee zu sein. Also: ausprobieren!

Was meinten die Schüler…

 … zum Zombiethema?

Natürlich gab es Schüler, die das Thema nicht mochten. Eklig fand’s keiner, da wir ja nicht anhand von Bild- oder Filmmaterial gearbeitet haben. Es ging immer nur um die Theorie. Peinlich fand es auch keiner. Aber ich habe die Schüler vorher gefragt, ob sie Lust dazu haben. Bei der zweiten und dritten Gruppe habe ich zur Auflage gemacht, dass höchstens drei Leute dagegen sein dürfen – bei nur einem mehr hätte ich das normale Programm durchgezogen.

Der Vorteil lag auf der Hand: Bei diesem Thema fängt man die ein, die sonst wenig Lust mitbringen – die aber zum Teil unglaublich fundiertes Wissen haben, nicht nur, wenn es um Zombies geht. Dieses Szenario bietet endlich mal eine sinnvolle Anwendung von Schulwissen über Elektrik, Biologie usw. Schüler, die im Unterricht vielleicht eher stören, können sich super einbringen und bekommen für ihr Expertenwissen auch noch Anerkennung.

… zum ausgefallenen Methodentraining?

Die kritischen Stimmen bezogen sich zumeist auf zwei Punkte:

  • Das Thema sei zu fiktiv, um damit wissenschaftlich zu arbeiten. (Mein Einwand: Das trifft nur auf die medizinische Ursachenforschung zu.)
  • Sie hätten nicht gelernt, für die Facharbeit im Katalog und in Datenbanken zu recherchieren. (Mein Eindruck: Diese Schüler wollten offensichtlich nur eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Recherche.)

Die Schüler, die hinterher sagten, sie hätten es als verschenkte Zeit empfunden, hätten das aber auch über das normale Methodentraining gesagt (bestätigte mir die Lehrerin hinterher ungefragt). Denn die Veranstaltung ist, was sie selbst daraus machen. Wer lernen will, kann das auch mit Zombies tun – das haben einige messerscharf erkannt und ihre Mitschüler auch darauf hingewiesen ;-) Es gab dieselben Inhalte (Einführung in den Katalog, in die Digitale Bibliothek), aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vorgesetzt, sondern kontextbezogen eingebunden. Das war wohl einigen nicht deutlich genug …

Und was sagen die Lehrer dazu?

Drei Lehrer, drei Meinungen. Von Begeisterung über stille Akzeptanz bis hin zur Besorgnis, ob die Schüler genügend Recherchemethodik gelernt hätten. Schwierig ist das Unterthema „Selbstverteidigung“. Da kommen die Schüler leider schnell zum Thema Waffen – das mochten die Lehrer nicht so gern, und mir gefielen die besuchten Internetseiten auch nicht so recht. Da musste ich halt eingreifen. (Running Gag in einer Gruppe war dann mein Spruch „Lasst uns mal versuchen, legal zu bleiben.“ ;-)  )

Im  Kollegenkreis hatten wir schon überlegt, ob wir die Lehrer vorher über das Thema informieren. Letzten Endes wird das Zombie-Szenario aber vermutlich eher selten eingesetzt, nämlich wenn Gruppen sehr unmotiviert sind oder das Wetter der Konzentration entgegenspielt – das wissen wir aber vorher nicht unbedingt. Solange ich aber weiß, welche Inhalte ich da unterschummele, kann ich das den Lehrern gegenüber aber auch verantworten.

Wie geht es damit weiter?

Wenn ihr diese Idee gut findet, probiert sie aus. Passt sie an eure Bibliothek bzw. eure Gruppen an. Und erzählt davon! (Mir bitte auch!) Wenn euch das Thema Gamifizierung generell interessiert, meldet euch mal auf Facebook in der Gruppe Games4culture. Und wenn ihr es nicht selbst anwenden könnt oder wollt, aber einen Verbesserungsvorschlag habt, dann her damit!

(cd)

Zombies in Köln

18 Jul

… und was man dagegen tun kann

Warm war’s in den vergangenen Tagen. Kann man Schülern da in über 2 Stunden wissenschaftliches Arbeiten und Recherche in Bibliothekskatalogen und Datenbanken zumuten? Und das so kurz vor den Sommerferien?

Kann man, muss man aber nicht. Und so habe ich ein Projekt realisiert, dass mir schon länger durch den Kopf geht: Gamifizierung des Methodentrainings. Mit Zombies!

Das Szenario: Zombies in der Schildergasse

Ausgangspunkt war das Szenario, dass Köln von der Zombieapokalypse bedroht wird. In der Schildergasse wurden schon die ersten Untoten gesichtet, die Schüler haben sich in der Bibliothek verschanzt, und wir haben noch ein wenig Zeit, bevor die Zombies auf uns aufmerksam werden. Wir müssen uns informieren: Woher kommt die Epidemie? Wodurch wird sie verursacht und kann man dagegen etwas tun? Wie verteidigen wir uns? Wie halten wir uns in der Bibliothek am Leben, versorgen uns mit Nahrung, Trinkwasser und Medizin? Können wir fliehen und wenn ja, welches ist der beste Weg?

Themensammlung

Was muss man wissen, um zu überleben?

Was muss man wissen, um zu überleben?

Im ersten Schritt haben wir Themen gesammelt, und die Schüler zeigten sich dabei sehr kreativ und umsichtig. Die Schüler konnten sich aussuchen, zu welchem Thema sie forschen wollten. Sie hatten 10 Minuten Zeit, um sich einen ersten Überblick über ihr Thema zu verschaffen, und danach wurde im Plenum dafür gesorgt, dass jeder auf demselben Stand ist. Wir konnten einige Themen kurz andiskutieren und damit entscheiden, worauf der Fokus einer Recherche liegen sollte.

Followerpower!

Live getwittert, Leben gerettet ...

Live getwittert, Leben gerettet …

Die Gruppe, die sich mit verschiedenen Kommunikationswegen auseinandersetzen wollte, sellte einen Schüler ab, der während der gesamten Zeit für die Echtzeitkommunikation via Twitter zuständig war. Er hatte die Aufgabe, von den Recherchefortschritten zu berichten, Ergebnisse via Twitter zusammenzufassen und mit der Außenwelt zu kommunizieren. Das geschah über den Account der Stadtbibliothek, wobei der Schüler seine Tweets mit Namenskürzel kenntlich machte. Und tatsächlich gab es hilfreiche Follower, die zum Erkenntnisgewinn beitrugen und sich am Geschehen beteiligten!

Falsche Info? Lebensgefährlich!

Nach der Erstinformation sollten die Schüler dann tiefer in ihr Thema einsteigen und in der Bibliothek nach Informationen suchen. Auch das Internet konnte herangezogen werden („Solange wir noch Strom und Netz haben …“). Allerdings habe ich hier deutlich auf die Relevanz verlässlicher Quellen hingewiesen, denn wer mit diesem Thema leichtsinnig umgeht und sich auf unsichere Hinweise verlässt, ist tot. Ein gutes Argument, oder? Also haben wir den Wikipedia-Artikel zu Zombies erst einmal dem Wikibu-Check (www.wikibu.ch) unterzogen und festgestellt, dass er ganz passabel ist – im Gegensatz zu unverlässlichen Zombieseiten im Internet. Einschlägige Fachliteratur gab wichtige Hinweise zur Bekämpfung der Zombies und wurde mithilfe der #followerpower auf Twitter auch diskutiert. In den Datenbanken der Digitalen Bibliothek fanden wir Artikel aus medizinischen Fachquellen ebenso wie statistische Daten zur Ausbreitung von Epidemien.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Der weiß mehr!

Der weiß mehr!

Insgesamt konnten wir eine ganz beeindruckende Menge an Informationen zusammentragen. Die wichtigste Erkenntnis war aber: Wir hatten Spaß! Die Schüler waren während der ganzen Veranstaltung sehr lebhaft bei der Sache und haben ganz nebenbei eine große Menge an verschiedenen Recherchewegen kennengelernt – so nebenbei, dass einigen das noch nicht einmal aufgefallen ist … Vor allem Schüler, die Bibliotheken gegenüber Vorurteile haben und ein „normales“ Recherchetraining eher kritisch sehen, waren hier voll bei der Sache und konnten sogar mit ihrem Fachwissen punkten. Sieg auf ganzer Linie!Ausbaufähig war aus meiner Perspektive noch die Nachnutzbarkeit der Ergebnisse – wir hätten gut alles in einem Wiki sammeln können, so dass die Schüler auch von den Ergebnissen der anderen Kleingruppen profitieren könnten und auch im Nachhinein noch die Möglichkeit hätten, auf die Ergebnisse (und vor allem den Lösungsweg) zuzugreifen. Das hätte aber wiederum mehr Zeit benötigt.

Außerdem wäre noch denkbar, jede Austauschrunde im Plenum mit einer Abstimmung und Punktevergabe zu verbinden. Für gute Diskussionsbeiträge gäbe es dann Bonuspunkte, die in der Summe über Sieg und Überleben entscheiden. So ein Voting würde vermutlich auch beim Zusammentragen der Ergebnisse im Plenum für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

Zwei weitere Gruppen haben das Konzept durchgespielt und kleinere Schwachstellen offengelegt. Alle konnten Feedback geben und beim nächsten Mal klappt’s dann halt besser. Wir werden diese Idee bestimmt wieder einsetzen. Und verratet bitte keinem, dass ich erst einen Zombiefilm in meinem Leben gesehen habe …

(cd)

Impressionen von „Vergraemungen 2“

13 Jun

Nein, losgeworden sind wir ihn wirklich nicht mehr, den Vergrämer. Am 10.06., zeitgleich mit dem Erscheinen seines neuen Buches und am Vorabend seines Geburtstags, hatten wir Jan-Uwe Fitz (@Vergraemer) nach gut einem Jahr erneut bei uns zu Gast. „Wenn ich was kann, dann nichts dafür“ heißt das neue Buch, aber so recht konnte man ihm das nicht glauben. Hatte er doch wieder namhafte Twitterati mitgebracht, die ihm beim Vergrämen nach Leibeskräften halfen: @Menschette, @Lasermaki, @Wortmusik und @Hubertsrevier.

Eigentlich hätten wir den Abend auch gleich in „Blood, Sweat and Tears“ umbenennen können, denn Körperflüssigkeiten waren das vorherrschende Thema. Das Publikum wurde auf Herz und Nieren geprüft, vor allem aber die Mägen hatten einiges auszuhalten.

Dabei begann es noch fast harmlos. Der Gastgeber erzählte von seinem Arbeitsalltag als Taubenvergrämer, von Frauenleichen im Schlafzimmer und telefonierenden Tauben, und unterhielt wie immer in einer Mischung aus Charme und Hysterie. Für 2014 versprach er eine Hörbuchversion seines Buches, gelesen von der Synchronstimme von George Clooney. Wir harren der Dinge, die da kommen.

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Danach las @Wortmusik seinen ersten Text über einen Bücherstapel in einer Szenebuchhandlung. Wen Fitzens Frauenleiche irritiert hatte, durfte sich kurz entspannen und  über Beziehungskrisen lachen, bis @Lasermaki kam. Inspiriert vom Frühwerk Peter Jacksons, zeigte dieser die Folgen der Selbstvernachlässigung und was so alles im Bett passiert, wenn man da nicht mehr rauskommt. Schmutzig? Ja: Fruchtwasser, Milben, Schweiß … Damit nichts fehlte,  nahm er sich in seinem zweiten Text der studentischen Inkontinenz beim Vortrag von Referaten an. Auch die Frauenperspektive auf das Thema durfte nicht fehlen. @Menschette erzählte offenherzig vom Schrottwichteln mit Schwangerschaftshalbwissen im Geburtsvorbereitungskurs und den Ängsten und Nöten, denen die Schwangere ausgesetzt ist, wenn sie sich mit anderen austauscht, anstatt „Breaking Bad“ zu sehen. Was in den Texten an physiologischen Details fehlte, wurde per Tweet nachgereicht.

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Neu im Konzept der Lesung, aber eine große Bereicherung war die musikalische Begleitung durch Hubert Dingenskirchen mit seinem Emscher-Delta-Blues. Hubert (@hubertsrevier) war perfekt auf das Motto des Abends vorbereitet, bekannte sich als Stehpinkler und sang über Lola, die Frau aus PVC.

(c) @llesAnna

(c) @llesAnna

Seine getwitterte Unkenntnis, wie man ein Spannbetttuch zusammenlegt, mussten wir aber noch auf die Probe stellen. In einem kleinen Intermezzo traten zwei Zuhörerinnen, Kathrin und Alexandra, im Spannbetttuch-zusammenlegwettbewerb gegen Hubert an, der Vergrämer fungierte als Schiedsrichter. Kathrin legte in der Hälfte der Zeit zusammen und gewann (die CD von Hubert Dingenskirchen), Alexandra wurde als Zweite mit dem neuen Buch des Vergrämers getröstet, Hubert sah immerhin aus und gewann aufgrund seiner Schuhmode sicher neue Follower.

Ein sehr außergewöhnlicher und gelungener Abend, dem nur eines fehlte: die Anwesenheit von @_miel, die leider aufgrund der schlechten Zugverbindungen wegen des Hochwassers nicht kommen konnte. Wer noch mehr Bilder sehen möchte, dem seien die Kritzelbilder von Wibke Ladwig (@sinnundverstand) empfohlen, die mit leerem Akku zur Veranstaltung kam. Ihre Eindrücke des Abends hat sie in einem Flickr-Album festgehalten.

Das Event “Vergraemungen 2” war übrigens Teil der Veranstaltungsreihe geeks@cologne der Stadtbibliothek Köln.  Alle Infos finden sich auf geekscologne.mixxt.de. Übrigens: Wenn ihr euch auf der mixxt-Seite anmeldet, werdet ihr immer per E-Mail informiert, wenn eine neue Veranstaltung angekündigt wird.

(cd)

Impressionen von der Lesung „Die digitale Gesellschaft“ mit Markus Beckedahl und Falk Lüke

30 Okt

Online und offline werden in Zukunft nicht mehr zu trennen sein. Das war eine der wichtigsten Aussagen von Falk Lüke und Markus Beckedahl, die am 29.10.2012 aus ihrem Buch „Die digitale Gesellschaft“ gelesen haben. Das mag für viele geübte Netzmenschen total banal klingen, ist aber den meisten Menschen, denen wir draußen im Real Life begegnen, gar nicht in voller Tragweite bewusst.

Das aufmerksam lauschende Publikum

Das aufmerksam lauschende Publikum

Mit welchen Problemen sich die digitale Gesellschaft auseinandersetzen kann und auch sollte, belegten Beckedahl und Lüke eindrucksvoll anhand vieler einzelner Beispiele und anschaulicher Anekdoten. Es ging um Jugendschutz, Netzneutralität, das Informationsfreiheitsgesetz, UFOs und das Knacken von ePUB-Dateien. Schon zum Thema Monopolisierung im Internet gab es eine erste kurze Diskussion mit dem Publikum. Das hielt sich im weiteren Verlauf des Abends dann aber zurück und ließ sich Passagen aus dem Buch vorlesen, aus der Erfahrung der beidene Netzaktivisten erzählen, und erst zum Schluss der Lesung kam eine lebhafte Diskussion in Gang.

Beckedahl und Lüke

Beckedahl und Lüke

Wem können wir im Netz vertrauen? Wo ist Vertrauen gerechtfertigt? Wie sehr darf ein Staat in Netzneutralität eingreifen? Wo sollte er sich zurückhalten? Lesen alle immer brav die AGBs der Firmen, bei denen sie sich (Internet, Mobilfunk etc.) anmelden? Es gab viele Fragen, aber wenige Antworten – die können Markus Beckedahl und Falk Lüke aber auch nicht allein aus dem Hut zaubern. Expertise ist eben auch nur eine Betaversion, so Lüke, ständig im Wandel und ständig optimierbar. Trotzdem wollten sie mit ihrem Buch und der Gründung des gleichnamigen Vereins Fakten schaffen,  wo sich schon der Chaos Computer Club („eine super Organisation“) der Professionalisierung verweigere („Wenn da nie einer ans Telefon geht…“). Digitale Entwicklungshilfe für die Politik – so das hehre Ziel.

Entwicklungshilfe vor Ort haben sie auf jeden Fall geleistet, denn nach eigenen Angaben hatte nur eine Person aus dem Publikum das Buch tatsächlich auch gelesen. Trotzdem, so Beckedahl, sollte der Inhalt auf  jeden Fall in Buchform erscheinen, denn das war sein großer Traum: Einmal ein eigenes Buch in Händen halten. Dank der Unterstützung der Buchhandlung Bittner konnte sich das Publikum nach der Veranstaltung dann auch noch eindecken.

Im Vordergrund: Literatur zum Thema

Im Vordergrund: Literatur zum Thema

Die Lesung war eine Sonderveranstaltung im Rahmen unserer Reihe geeks@cologne. Weiter geht es übrigens im November, wenn wir den Science Slam zu Gast haben werden. Mehr dazu unter geekscologne.mixxt.de.

(cd)