Tag Archives: erweiterte realität

„Tag der virtuellen Realität“ in der Zentralbibliothek

4 Aug

Virtuelle Elemente und virtuelle Umgebungen – am Samstag, dem 23. September, werfen wir einen Blick auf die Technologien, die unsere Sicht auf die Realität verändern wollen!

Mann mit VR-Brille

Mit einer VR-Brille eine virtuelle Umgebung sehen! (Abb.: © contrastwerkstatt – Fotolia.com)

Für euch laden wir Firmen, Institutionen und Privatpersonen ein, die sich mit Augmented Reality und Virtual Reality beschäftigen. An ihren Ständen könnt ihr von 10 bis 15 Uhr ausprobieren, euch informieren, fachsimpeln, vergleichen und auf andere treffen, die sich für VR und AR interessieren!

Wovon ist die Rede? Hier eine kurze Erklärung zu den beiden Technologien:

Augmented Reality (AR): Über eine durchsichtige Augmented-Reality-Brille, ein Smartphone oder ein Tablet sieht der Nutzer sowohl seine Umgebung als auch zusätzliche virtuelle Objekte und Informationseinblendungen. Letztes Jahr sorgte mit Pokémon Go eine Augmented-Reality-App für weltweites Aufsehen.

Virtual Reality (VR): Über eine undurchsichtige Virtual-Reality-Brille (verbunden mit einem Smartphone oder einem PC) sieht der Nutzer eine computergenerierte Umgebung, die ihn komplett umgibt und in der je nach Brille und Programm auch Bewegung und Interaktion möglich sind. Eine weitere und eigentlich die ursprüngliche Version der Virtuellen Realität ist die stereoskopische Projektion der virtuellen Umgebung auf eine große Leinwand oder die Wände eines Raumes. Dabei wird meist die Position des Betrachters im Raum erfasst (getrackt).

Freut euch auf:

  • Anwendungen aus Bereichen wie Bildung, Architektur, Raumfahrt und Gaming
  • VR- und AR-Brillen wie die Oculus Rift, die Microsoft Hololens, die Occipital Bridge und die IDEALENS
  • neue Erfahrungen wie Duft-VR, einen VR-Multiplayer, eine Reise in die Vergangenheit Kölns oder reale Bedienelemente für ein virtuelles Flipperspiel

Sprecht mit Experten, die an VR und AR forschen, es zu Bildungszwecken nutzen oder es in ihrer Firma einsetzen. Alle Infos zu den Ausstellern und der Hardware und alle weiteren Infos zur Veranstaltung findet ihr auf unserer Veranstaltungsseite.

Das Event ist in unsere Veranstaltungsreihe geeks@cologne eingebunden, die sich an Technikinteressierte und Pixelverliebte aus Köln und Umgebung wendet.

(ba)

Pilotprojekt: Google Glass in der Stadtbibliothek

1 Apr

Am Puls der Zeit zu bleiben, ist eine mühsame und aufreibende Arbeit. Doch meist zahlt sich die investierte Energie doppelt und dreifach aus. Und so sind wir sehr stolz, ein weltweit einzigartiges Pilotprojekt ankündigen zu können, das uns in den letzten Monaten bewegt hat. Und vom dem ihr in den kommenden Monaten profitieren werdet.

Als weltweit erste Bibliothek werden wir in einer einzigartigen Kooperation mit Google jede Bibliotheksmitarbeiterin und jeden Bibliotheksmitarbeiter mit Google Glass ausstatten!

Google Glass (CC-BY-SA 2.0 Ted Eytan, http://www.flickr.com/photos/taedc/8714927697/)

Google Glass (CC-BY-SA 2.0 Ted Eytan, http://www.flickr.com/photos/taedc/8714927697/)

Wer es nicht kennt: Google Glass wird mit der Technik der erweiterten Realität (augmented reality) höchstwahrscheinlich die Welt so grundlegend verändern wie es einst Steve Jobs‘ iPhone tat. Es ist ein Miniaturcomputer inklusive Kamera, Spracherkennung, Beschleunigungssensor und Gyroskop, der am Kopf getragen wird. Ein kleines Display projeziert Informationen aus dem Web (wie z.B. Straßenkarten oder Kochrezepte) direkt ins Blickfeld. Der gesenkte Blick aufs Smartphone entfällt endgültig – und damit auch die drohende Kollision mit dem nächsten Laternenmasten.

Anwendungsmöglichkeiten gibt es viele: Den Kindergeburtstag kann ich aus der Ich-Perspektive mitfilmen und live auf YouTube streamen. Das Telefonat mit der Mutter kann ich führen, während ich zwei Hände frei habe um das Bad zu putzen oder Fahrrad zu fahren. Den Tisch für’s Abendessen kann ich per Sprachbefehl reservieren. Und so weiter und so fort. Google Glass erweitert die eigene Wahrnehmung mit einer transparenten Informationsschicht aus dem Internet, die ich überall und jederzeit mit anderen teilen kann.

Derzeit befindet sich das ambitionierte Projekt noch im Entwicklungsstadium, ausgewählte Personen und Institutionen bekommen aber bereits Testversionen ausgeliefert. Es gibt schon einige amerikanische Bibliotheken, die Google Glass an findige Entwickler ausleihen.

Wir aber gehen einen Schritt weiter.

Beginnend ab Juni werdet ihr uns nur noch mit Google Glass antreffen. Das erleichtert uns die Arbeit und steigert die Servicequalität für euch. In enger Kooperation mit Google haben wir das Android-Betriebssystem von Glass an die Bedürfnisse von Bibliotheken angepasst. Das deutsche, selbst programmierte Interface erfasst Kundendaten qua Gesichtserkennung, ortet über eine RFID-Schnittstelle Medien im Haus und informiert die Mitarbeiter automatisch über anstehende Termine. Das integrierte Display erleichtert die Hausaufsicht ungemein, da jeder Kunde als ein Punkt auf einer Karte erscheint.

In einer Galerie haben wir bereits einige Anwendungsmöglichkeiten zusammengefasst.

Gesteuert wird Glass per Sprache. Unsere spezielle Bibliotheksversion ist dabei nicht nur mit dem World Wide Web vernetzt, sondern auch mit unserem Katalogsystem und der E-Ausleihe. Die Zusammenführung beider Systeme erfolgte über eine Representational State Transfer-Schnittstelle. Im Ergebnis kann der Servicemitarbeiter z.B. nun folgende Sprachbefehle erteilen:

OK Glass, auf welcher Etage befindet sich die dritte Staffel Breaking Bad?

oder

OK Glass, wie lautet der heutige Toilettencode?

oder

OK Glass, eine Leuchtstoffröhre ist kaputt. Bitte benachrichtige den Hausmeister.

Entweder vernetzt sich Glass dann automatisch mit den jeweiligen Mitarbeitern oder projeziert die angeforderten Informationen direkt ins Sichtfeld. Und wir geben die Info dann an euch weiter. Anders herum merkt sich Glass euer Gesicht und verknüpft die Daten mit eurem Leserausweis. So können wir euch direkt sagen, wie viele Medien ihr noch ausleihen dürft, ob ihr überfällige Lesegebühren habt und auf welcher Etage ihr heute schon wart. Das alles – und mehr. Das System wird laufend weiter entwickelt.

Zuletzt noch eine Ansicht aus der Ego-Perspektive, also das, was der Mitarbeiter im Glass-Display sieht. Der Rotstich ist produktionsbedingt.

So sieht es aus, wenn Glass live Informationen zu einem Kunden abruft.

So sieht es aus, wenn Glass live Informationen zu einem Kunden abruft. Unten rechts eine Übersicht über die jeweilige Etage, rote Punkte markieren Kunden.

Wir sind sehr gespannt auf die Zukunft, wenn wir unseren Arbeitshorizont in die augmented reality erweitern! Und die Zukunft ist jetzt.

 sa