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Das Meer weist keinen Fluss zurück – Abt Muho

14 Aug

Gespräch und Buchvorstellung

Am Dienstag, 11.09.18 um 19:30 Uhr ist Abt Muho aus Japan zu Gast in der Kölner Zentralbibliothek, um sein aktuelles Buch „Das Meer weist keinen Fluss zurück“ vorzustellen.

Cover Muho

Buchcover ©Piper/Berlin-Verlag.

Mit Genehmigung des Autors und des Berlin-Verlages folgt hier ein kurzes Zitat aus dem Buch, das am 4. September erscheint:

„Als mein Meister verstarb, war ich dreiunddreißig. Zwei Jahre zuvor hatte er mir die Dharma-Nachfolge übertragen. Damit war ich selbst autorisierter Meister. Dennoch brauchte ich noch immer einen Punkt, an dem ich mich und meine Praxis orientieren konnte, denn die Aufgabe, die mir übertragen wurde, war gewaltig – ich sollte künftig Antaiji als Abt vorstehen. Der Abt wirkt wie ein Spiegel für die Mönche in seinem Kloster, aber wer dient ihm als Spiegel, in dem er sich erkennen kann? Nach dem bisher Gesagten liegt die Antwort auf der Hand: Jeder einzelne meiner Schüler ist ein Meister für mich, und auch meine Frau und Kinder sind alles andere als schüchtern, wenn es darum geht, mit den Spiegel vorzuhalten und mich auf meine Fehler hinzuweisen. Sie alle sind mein Korrektiv, das mir die Kraft gibt, mit meinen Schülern gemeinsam zu wachsen.“ (aus dem Kapitel „Teamgeist im Kloster“)

Wir freuen uns sehr, dass Gert Scobel das Gespräch mit Abt Muho führen wird. Die beiden kennen sich bereits aus einer früheren Begegnung. Gert Scobel ist mit der buddhistischen Tradition sehr vertraut, er selbst praktiziert seit seinem 16. Lebensjahr Zen-Meditation.

Das aktuelle Buch von Abt Muho „Das Meer weist keinen Fluss zurück. Ein Weg zu Liebe und Gelassenheit“ ist der Liebe gewidmet. Wir glauben, alles über die Liebe zu wissen, doch häufig wiederholen wir nur die alten Fehler. Wir sehnen uns nach Nähe, Wärme und Zärtlichkeit, aber dann fehlt uns im Alltag der Gleichmut, uns der Liebe zu überlassen. Liebe muss gelebt werden, immer wieder aufs Neue, aber vor allem jetzt, in diesem besonderen Moment, über den wir selbst gleichwohl nie wirklich Auskunft geben können. Daher sollten wir die Liebe als das begreifen, was sie wirklich ist: als Schatz, den wir erst loslassen müssen, um ihn wirklich zu finden. Abt Muho verbindet auf inspirierende Weise weltliche, christliche und buddhistische Positionen.

 

Zu Abt Muho:

Abt Muho Nölke hinter der Zenhalle von Antaiji, April 2013

Abt Muho ©Norbert Huebner.

Die Lebenspraxis des Klosters besagt: „Uns geht es nicht darum, zuerst die Welt um uns herum zu ändern. Wir müssen mit der Revolution in uns selbst beginnen.“

Muho ist seit 2002 Antaijis neunter Abt. Er wurde 1968 in Berlin geboren und wuchs in Braunschweig und Tübingen auf. Mit 16 Jahren kam er mit Zazen in Kontakt und hatte bald den Wunsch, später in Japan als Zenmönch zu leben. Er studierte Japanologie, Philosophie und Physik in Berlin und für ein Jahr auch an der Universität Kyōto. Zu dieser Zeit, mit 22 Jahren, besuchte er auch zum ersten Mal das Kloster Antaiji und verbrachte dort 6 Monate.

Mit 25 Jahren, nach dem Abschluss der Universität, ordinierte Muho in Antaiji und wurde so zum Schüler des damaligen Abtes, Miyaura Shinyū Rōshi. Außer in Antaiji verbrachte Muho auch jeweils ein Jahr in dem Rinzai-Kloster Tōfukuji in Kyōto und Hosshinji in Obama, einem Priesterseminar der Sōtō-Schule.
Nach Abschluss seiner Ausbildung in Antaiji erhielt Muho die Übertragung des Dharma (Shihō) von seinem Meister Miyaura und wurde damit als eigenständiger Meister der Sōtō-Schule anerkannt.

Daraufhin beschloss er, als Obdachloser im Schlosspark von Ōsaka zu leben, wo er für ein halbes Jahr eine Zengruppe leitete, bis ihn die Nachricht vom Tod seines Meisters im Februar 2002 erreichte. Im Frühjahr dieses Jahres wurde Muho als Nachfolger seines Meisters zum neunten Abt von Antaiji berufen. In Antaiji wird er nun „Dōchō-san“ genannt, das ist die japanische Bezeichnung für den Abt des Klosters.

Muho ist der Autor der Bücher „Futter für Pferd und Esel – das Dogen-Lesebuch“, „Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück“ und „Zazen oder der Weg zum Glück“.
(Quelle: Antaiji.org)

Hier könnt ihr euch einen Eindruck von dem Leben des Klosters Antaiji, des größten Zen-Kloster Japans, und seines deutschen Abtes machen.

 

Zu Gert Scobel:

Gert Scobel ist vielfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist, 2017 erhielt er zum zweiten Mal den Grimme-Preis und ist verantwortlich für die Wissenschaftssendung „scobel“. Seit 2016 ist er Professor für Interdisziplinarität und Philosophie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Scobel hat mehrere Bücher zu den Themen Philosophie und Weisheit verfasst.

 

Die Reihe:

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ statt. Weitere Veranstaltungen findet ihr im Kulturprogramm.

Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Köln-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber. Karten sind im Vorverkauf über KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich!

Jens Beckert & Gert Scobel – zwei aktuelle Preisträger zu Gast in der Stadtbibliothek

25 Apr
Buchcover.

Buchcover: Jens Beckert: Imaginierte Zukunft.

Am Mittwoch, 9. Mai um 19 Uhr ist Jens Beckert zu Gast in der Zentralbibliothek der Stadtbibliothek, um im Gespräch mit Gert Scobel sein aktuelles Buch „Imaginierte Zukunft. Fiktionale Erwartungen und die Dynamik des Kapitalismus“ vorzustellen.

Der Inhalt

Ist die Wirtschaft eine Fiktion? Im kapitalistischen Wirtschaftssystem richten Konsumenten, Investoren und Unternehmen ihr Handeln auf die Zukunft aus. Diese birgt Chancen und Risiken, ist aber vor allem eines: ungewiss. Wie gehen die Akteure damit um?
Ökonomen beantworten diese Frage mit verschiedenen Theorien, die auf die Berechenbarkeit des Marktes setzen. Dadurch wird die Nichtvorhersagbarkeit der Zukunft unterschätzt.
Jens Beckert entwickelt einen neuen Blick auf die Dynamik des Kapitalismus. Im Mittelpunkt seiner Untersuchung stehen die fiktionalen Erwartungen der Akteure – Imaginationen darüber, was die Zukunft bringt. Er liefert eine umfassende Typologie dieser Erwartungen, untersucht ihre Funktionsweisen in Bereichen wie Geld, Innovation und Konsum und zeigt, wie mächtig sie sind. Fiktionale Erwartungen sind der Treibstoff der Ökonomie, können diese aber auch in tiefe Krisen stürzen, wenn sie als hohle Narrative entlarvt werden. Dann platzt die Blase.

Die Preisträger

Jens Beckert anlässlich der Verleihung des Gottfried Wilhelm Leibniz – Preises 2018 am 19. März 2018 in Berlin.:

„Mich begeistern die neuen Einsichten, die wir aus der Konfrontation von soziologischen Konzepten mit wirtschaftlichen Phänomenen gewinnen.“

Prof. Dr. Jens Beckert ist designierter Preisträger des renommierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung  und Professor für Soziologie in Köln. Zuvor hat er u. a. in Göttingen, New York, Princeton, Paris und an der Harvard University gelehrt. Sein Buch „Imaginierte Zukunft“ ist am 16. April im Suhrkamp-Verlag erschienen.

 

Gert Scobel anlässlich der Auszeichnung mit dem 54. Grimme-Preis am 13. April 2018:

„In all meinen Sendungen geht es darum, unsere komplexe Welt zu verstehen. Letztendlich geht es beim Wissen um unser Zusammenleben; gleich ob wir künstliche Intelligenz oder Zellteilung zum Thema haben. Am Ende steht doch die Frage: Wie gehen wir in Zukunft miteinander um?“

Prof. Gert Scobel leitet die Wissenschaftssendung „scobel“ (3sat).
Am 13. April 2018 wurde er bereits zum zweiten Mal mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Seit 2016 ist er Professor für Interdisziplinarität und Philosophie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Die Reihe

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ statt. Weitere Veranstaltungen findet ihr im Kulturprogramm.
Das Event ist eine Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner und dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung.

Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Köln-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber. Karten sind im Vorverkauf über KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich!

Bewerbungsfrist für „Scobel und Winkels“ läuft ab

9 Sep

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Diskussion über Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt in der Zentralbibliothek

Nur bis zum 15. September 2015 besteht die Möglichkeit, sich für die zweite Folge des neuen Formats der Stadtbibliothek „Scobel und Winkels“ zu bewerben. Die beiden Moderatoren diskutieren am Dienstag, 27. Oktober 2015, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek am Neumarkt über Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt, erklären und bewerten sie. „Scobel und Winkels“ gibt es zweimal im Jahr nach den großen deutschen Buchmessen im Frühjahr und im Herbst. Die Moderatoren erzählen von der Messe, von Hypes und Flops, von Preisen und Rekorden.

Im Zentrum der Gespräche steht neben den aktuellen Büchern ein „Klassiker“, ein „Lieblingsbuch“, das vom Publikum vor der Veranstaltung vorgeschlagen wurde. Dazu kommt der Gast, der für das Buch geworben hat, aufs Podium und spricht mit den beiden über den Text.

Gert Scobel und Hubert Winkels sind Publizisten, Kritiker und Moderatoren. Gert Scobel hat mehrere Bücher zu philosophischen Themen veröffentlicht und moderiert die Wissenschaftssendung „scobel“ auf 3SAT. Hubert Winkels, ebenfalls Buchautor, ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk und Literaturkritiker der ZEIT.

Die Stadtbibliothek und die beiden Moderatoren freuen sich über eine rege Beteiligung des Publikums. Ob man sich unter http://www.stadt-koeln.de/scobel-winkels für das Podium bewirbt oder nicht – bis spätestens zum 15. September 2015 besteht die Möglichkeit, für den ganz persönlichen Lieblingsklassiker zu votieren.

Die Stadtbibliothek veranstaltet „Scobel und Winkels als Teil der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit“ in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner.

Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Karten sind ab 19 Uhr an der Abendkasse der Zentralbibliothek erhältlich. Kartenreservierungen nehmen die Buchhandlung Klaus Bittner, Albertusstraße 6, 0221/257 48 70 oder die Stadtbibliothek unter 0221/221-23939 gerne entgegen.

Bowie trifft Foucault im Dschungel – und „scobel & winkels“ auf einen Überraschungsgast in der Zentralbibliothek

25 Mrz

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„Als spannende Überraschungsgeschichte“ hatte Hubert Winkels den Abend angekündigt, flankiert von Gert Scobel: „Wir improvisieren. Da ist alles offen!“

Zum vielversprechenden Auftakt geriet gestern der neue Literatur-Talk der Stadtbibliothek. Das Publikum auf den gefüllten Stuhlreihen freute sich über zwei Moderatoren, mit denen es die Leidenschaft fürs Lesen teilte. „scobel & winkels – Von Büchern und Buchmessen“ heißt das neue Format des Kulturprogramms und von Beginn an ging es mit Leidenschaft zur Sache.

Interessantes über den „Preis der Leipziger Buchmesse“ wusste Winkels als Jury-Vorsitzender zu berichten. Sieben Mitgliedern oblag die Prüfung von 450 Büchern, um drei davon als Preisträger in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Übersetzung zu küren. Wie das zu bewältigen ist, garnierte er mit humorvollen Details.

Einen lebhaften Dialog entfachten Scobel/Winkels über Houellebecqs jüngsten Literatur-Coup „Unterwerfung“. Die Parallelität zum Charlie-Hebdo-Attentat führte, so Winkels, „zu wild konstruierten Zusammenhängen“. Scobel attestierte dem Autor auch bei zwei anderen Büchern „ein seltsames Gespür für Dinge, die passieren“ und bescheinigte ihm „eine geschickte Analyse der Fehler der westlichen Welt.“ So flogen die Bälle hin und her: „Nihilistisch“ (Winkels) – „Sehnsucht nach einem anderen Leben“ (Scobel) – „Kompensation des Sinndefizits durch Essen, Trinken, Sex“ (Winkels) – „clevere Darstellung von Politik“ (Scobel). Fazit: „Wenn man den Roman zu ernst nimmt, ist es kein guter Roman“ (Winkels) – „Muss man lesen!“ (Scobel).

So richtig in Fahrt gerieten die beiden beim „Langen Sommer der Theorie“. Autor Philipp Felsch begab sich auf die Spuren einer „Revolte“, die zwischen 1960 und 1990 stattfand. Zwischen Frankfurt/M., Berlin und Frankreich, dem Suhrkamp und dem Merve Verlag verorteten die Moderatoren einen „Diskurs-Pogo“, der an den abstrusesten Orten ausgefochten wurde – nur nicht im Hörsaal. Texte von Adorno, Habermas, Barthes, Foucault, Derrida erhitzten die Gemüter. Graue Theorie („Text ist Arbeit“ Winkels) fand sich in bunten Taschenbuch-Einbänden wieder. Und die Debatten darüber entluden sich in Künstlerkneipen wie dem „Ratinger Hof“ oder Tanzclubs wie dem „Dschungel„, wo in den siebziger Jahren auch David Bowie auftauchte. Was „neomarxistisch“ begann, endete in der Kunst. Kippenbergers Buch im Merve Verlag ersetzte die Theorie durch Frauenbilder. Scobels Fazit zum „Langen Sommer“: „Glänzend geschrieben, wie ein Roman!“. Winkels: „Das Buch für Bibliotheksliebhaber!“

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Als heimlicher Star des Abends entpuppte sich Cordula Paar! Sie hatte sich für die Teilnahme beworben und durfte als Überraschungsgast ihren Lieblings-Klassiker vorstellen. Bei aller Unerfahrenheit auf dem Podium erstarrte sie nicht in Respekt vor den versierten Moderatoren, sondern vertrat selbstbewusst ihren Standpunkt. Dieser bezog sich auf das ausgewählte Buch von Hans Fallada: „Jeder stirbt für sich allein“ (in der ungekürzten Neuausgabe von 2011). Geschildert wird die authentische Geschichte des Ehepaars Quangel, das Postkarten-Flugblätter gegen Hitler ausgelegt hatte und denunziert worden war. Es gilt als das erste Buch eines deutschen nicht-emigrierten Schriftstellers über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Cordula Paar: „Ein heißes Eisen, als die erste Ausgabe direkt nach dem Krieg erschien.“ Zur dritt diskutierte das Podium die Rolle des Buches in der DDR. Während Scobel/Winkels die literarische Qualität relativierten („Grob geschrieben, teilweise unplausibel“), verteidigte Paar ihre Wahl „jede Figur wird verständlich dargestellt“. Besonders imponierte ihr die Ehefrau Anna Quangel, bei der sie eine emanzipatorische Entwicklung feststellt. Geschickt und strategisch klug verstand sie es, ohne aufzufallen, sich dem Griff einer Nazi-Frauenschaft zu entziehen. Cordula Paar las abschließend eine Passage aus dem Buch und erhielt für ihren Auftritt den wohlverdienten Applaus des Publikums.

Zum Kehraus präsentierten Scobel/Winkels vier Buchtipps (s. Liste unten). Fazit insgesamt: Ein unterhaltsamer, kurzweiliger Abend mit vielen Anregungen und Inspirationen und ein voller Erfolg für das neue Veranstaltungskonzept der Stadtbibliothek.

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Bild unten von links: Gert Scobel, Cordula Paar, Hubert Winkels.

Liste der vorgestellten Bücher:

Jan Wagner: „Regentonnenvariationen. Gedichte“

Philipp Ther: „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa“

Michel Houellebecq: „Unterwerfung“

Philipp Felsch: „Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte 1960-1990″

Hans Fallada: „Jeder stirbt für sich allein“

Arno Geiger: „Selbstporträt mit Flusspferd“

Norbert Scheuer: „Die Sprache der Vögel“

Jürgen Werner: „Tagesrationen. Ein Alphabet des Lebens“

Vladimir Nabokov : „Gesammelte Werke. Band 18: Vorlesungen über westeuropäische Literatur“

Scobel & Winkels sprechen über Buchmessen und Houellebecq

20 Mrz

„Wem es gelingt, mich zu vereinnahmen, ist noch nicht geboren.“

Dieses Zitat stammt von Michel Houellebecq. Sein Roman „Unterwerfung“ gehört zu den ersten Büchern, die Gert Scobel und Hubert Winkels im neuen Format „scobel & winkels“ der Stadtbibliothek diskutieren und vorstellen. Zweimal im Jahr, jeweils unmittelbar nach den großen Buchmessen in Leipzig und Frankfurt a. M., präsentieren die beiden versierten Moderatoren Buchneuerscheinungen – aus der Vielfalt der wissenschaftlichen und fiktionalen Literatur. Premiere ist kommenden Dienstag, 24. März 2015, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek am Neumarkt.

Auf der gerade beendeten Leipziger Buchmesse wagten Scobel und Winkels einen Blick hinter die Kulissen, berichten von Hypes und Flops. Hubert Winkels war sogar Jury-Vorsitzender des großen Buchpreises der Messe.

In dem neuen Veranstaltungsformat der Stadtbibliothek sprechen die beiden aber nicht nur miteinander über aktuelle Bücher, sondern auch über einen „Klassiker“, den Kölner Bürgerinnen und Bürger vor der Veranstaltung vorgeschlagen haben. Dazu kommt der Gast, der für die Buch geworben hat, aufs Podium und spricht mit den beiden über den Text. Das Publikum darf sich jetzt auf den ersten bereits feststehenden Überraschungsgast und sein Lieblingsbuch freuen.

Mit Literatur-Experten auf einem Podium? Sie können dabei sein!

11 Mrz

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„Das ist eine spannende Überraschungsgeschichte – so wie ein Ü-Ei im Supermarkt.“ Erwartungsvoll freut sich Hubert Winkels (rechts) auf das jüngste Projekt unseres Kulturprogramms. Und Gert Scobel legt noch einen drauf: „Wenn man’s mit Musik vergleichen würde, dann wäre das so, als würde durch das Publikum eine bestimmte Tonart vorgegeben – und wir improvisieren. Da ist alles offen“. Das Publikum darf sich ebenfalls freuen. „Von Bücher und Buchmessen“ wird in der neuen Reihe „scobel & winkels“ die Rede sein. Auf der Bühne geht es um Themen, die uns um die Ohren fliegen: Hypes und Flops, Preise, Rekorde und was sonst so auf einer Messe für Aufreger sorgt.

Der Clou: ein Gast aus dem Publikum kommt aufs Podium und diskutiert mit. Und zwar über den von ihm vorgeschlagenen Lieblingsklassiker. Scobel: „Klassiker sind nicht ohne Grund Klassiker geworden. Sie setzen Maßstäbe!“ Winkels zum Format: „Grade in der Zeit, da Bücher als Medium in Frage stehen, müssen sie in anderer Form zirkulieren.“

Termin:

Dienstag, 24. März, 20 Uhr

Zentralbibliothek am Neumarkt

Lust auf diese Herausforderung bekommen? Bewerben sie sich bis zum 15. März mit Ihrem Lieblingsklassiker. Schreiben Sie uns unter:

http://www.stadt-koeln.de/scobel-winkels

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Was war los auf den Buchmessen? Neues Format der Stadtbibliothek

25 Feb

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Zweimal im Jahr, jeweils nach den großen deutschen Buchmessen im Frühjahr und im Herbst erzählen Gert Scobel und Hubert Winkels in der Zentralbibliothek von den Messe-Hypes und -Flops, von Preisen, Rekorden und aktuellen Themen. So schaffen die beiden Ordnung in der Vielfalt der wissenschaftlichen und lebenspraktischen Fragen, in den schönen Künsten und der Literatur. Sie diskutieren über Neuerscheinungen, sowohl fiktionale als auch Sachbücher, erklären und bewerten sie.

In dem neuen Veranstaltungsformat der Stadtbibliothek sprechen Scobel und Winkels aber nicht nur miteinander über aktuelle Bücher, sondern auch über einen „Klassiker“, ein „Lieblingsbuch“, das das Publikum vor der Veranstaltung vorschlägt. Dazu kommt der Gast, der für die Publikation geworben hat, aufs Podium und spricht mit den beiden über den Text.

Gert Scobel und Hubert Winkels arbeiten als Publizisten, Kritiker und Moderatoren. Scobel hat mehrere Bücher zu philosophischen Themen geschrieben und moderiert die Wissenschaftssendung „scobel“ auf 3SAT. Hubert Winkels, ebenfalls Buchautor, ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk und Literaturkritiker bei der ZEIT.

Die Moderatoren beziehen das Publikum ein – Bewerbungen ab sofort möglich

Die erste Veranstaltung des neuen Formats in der Zentralbibliothek am Neumarkt hat die Stadtbibliothek auf Dienstag, 24. März 2015, 20 Uhr terminiert. Die beiden Moderatoren freuen sich über eine rege Beteiligung des Publikums. Unabhängig davon, ob man sich für das Podium bewerben möchte oder nicht – bis spätestens zum 10. März 2015 besteht die Möglichkeit, unter http://www.stadt-koeln.de/scobel-winkels für den ganz persönlichen Lieblingsklassiker zu votieren.

„Scobel und Winkels“ ist Teil der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit“, die Stadtbibliothek veranstaltet das Format in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Karten sind bei KölnTicket und ab 19 Uhr an der Abendkasse der Zentralbibliothek erhältlich. Reservierungen nehmen die Buchhandlung Klaus Bittner, Albertusstraße 6, 0221/257 48 70, und die Stadtbibliothek unter 0221/221-23939 entgegen.