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Steffi I. – unsere Kirschblütenprinzessin 2017!

5 Apr

Copyright: Stadtbibliothek Köln

Gestern war es wieder soweit! Bei schönstem Sonnenschein haben wir die diesjährige Kirschblütenprinzessin gekrönt!
Die Jury hielt kurz untereinander Rücksprache und nachdem alle zustimmend nickten, wurde Steffi, die I. mit einem Blumenstrauß überrascht. Strahlend nahm Sie diesen in Empfang und ließ sich auch das Krönchen aufsetzen.

Das sind die Facts, die ihr über Steffi, die I. wissen solltet: Sie ist 26 Jahre alt, und lebt seit einem halben Jahr in Köln. Als Volontärin ist sie beim WDR angestellt und geht heute zum 1. Mal in die Stadtbibliothek am Neumarkt, um dort den 3-Drucker zu inspizieren.

Zum Thema Japan fällt ihr spontan natürlich die Kirschblütenzeit ein. Sushi, die wohl bekannteste Spezialität aus Japan, mag sie selber nicht so gerne, weil sie keinen Fisch isst. Letztens hat sie dann aber stattdessen vegetarisches Sushi probiert, mit Avocado und Frischkäse. Mmmh, das würde sie noch mal essen.
Steffi, die I. war bisher noch nicht in Japan. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Zumindest ihr Bruder war jetzt vor kurzem schon mal in Japan und hat ihr was vorgeschwärmt. Von verkleideten Leuten, die in Manga-Outfits am Straßenverkehr teilnehmen, als wäre es das normalste der Welt.

 

Copyright: Stadtbibliothek Köln

Zum Schluss noch schnell ein paar bezaubernde Bilder vom Josef-Haubrich-Hof mit Sonne, Blütenmeer und Bibliothek im Hintergrund. Und dann schwebte Steffi, die I. von dannen.

Die Kirschblütenprinzessinnen aus den Jahren 2014-2016 findet ihr hier:

fh

Ich lese gerade… Véronique Bizot

16 Nov

Meine Krönung

Copyright: Nikolaus Heidelbach

Klaus Bittner

Was braucht man mehr als eine Haushälterin und deren köstliche Linsengerichte? Gilbert Kaplan, unser Titelheld, ist zufrieden damit und mit seinem Leben. Vielleicht noch ab und an eine kleine Plauderstunde und ein Gläschen Wein mit seinem Nachbarn, einem alten Veterinär, wenn man sich elend fühlt oder erkältet ist. Der hat zwar auch keine Ahnung von Erkältungskrankheiten, dennoch fühlt man sich hinterher leichter und besser, fast geheilt, vor allem wenn Monsieur Kaplan aus seiner Pariser Wohnung dann noch dem Treiben auf den Straßen zuschauen kann. Wenn nur nicht dieser große Preis wäre, den man ihm neuerdings verleihen will. Es ist ihm peinlich, für etwas geehrt zu werden, das so viele Jahre zurückliegt und an das er sich nicht mehr erinnern kann. Erinnern tut er sich allerdings noch an viele kleine Episoden seines Lebens, z. B. an seine unglückliche Frau oder seinen eigenwilligen Sohn, den er so viele Jahre nicht mehr gesehen hat. Nach China fährt er aber auf jeden Fall nicht, die Chinesen haben ihn zwar eingeladen, aber das ist ihm zu weit und dort gibt es auch viel zu viele Menschen, dies ist ihm unangenehm. Und einen neuen Anzug will er auch nicht haben. Am Besten er geht gar nicht zur Preisverleihung. Doch Madame Ambrunanz wünscht es sich so sehr! Véronique Bizot gelingt mit dieser knappen Novelle ein kleines Meisterwerk, das uns gerührt, melancholisch, nachdenklich, aber auch amüsiert und beschwingt zurücklässt.

Dem Roman finden Sie in der Zentralbibliothek unter „U Bizot, Véronique“.

 

bit/mks