Tag Archives: leseförderung

Hello Dolly!

4 Jul

Was gibt es über Dolly Partons musikalische Erfolge überhaupt noch zu erzählen? Aus ihren Wurzeln (Appalachian folk, country, und bluegrass music) wuchs ein Lebenswerk, bestehend aus rund 3.000 Songs aus ihrer Feder. Damit hatte sie Nr. 1 Hits und Grammys in Serie und verkaufte über 100 Millionen Platten.

Was uns jetzt und hier an Dolly begeistert, ist ihre „Imagination Library“. 1996 startete sie in ihrer Heimatgegend East Tennessee ein weltweit einmaliges Projekt: Vorschulkinder und ihre Familien erhielten monatlich per Post ein Buchgeschenk. Dolly, selber aus armen Verhältnissen stammend, wollte, dass jedes Kind (unabhängig vom Einkommen der Eltern) mit Büchern aufwachsen sollte.

Die Idee war so erfolgreich, dass sie im Jahr 2000 verkündete, dass jede Community in den USA, Canada, Australien bis hin zum United Kingdom sich beteiligen könnte. Inzwischen sind über 1.600 Gemeinden dabei, 700.000 Kinder von 0 bis 5 Jahren erhalten monatlich ihr Buch. Und aus den paar Dutzend Büchern der Anfangstage sind inzwischen fast 40 Millionen geworden. Und das Projekt wird immer größer.

Ein 9jähriges Mädchen, das ganz in der Nähe von Dollys Heimatort aufwächst, ist diesem Traum schon ganz nahe gekommen. Für Emi Sunshine ist Dolly Parton ein großes Vorbild und ihre Band „Rain“ (bestehend aus Daddy, Onkel und Bruder) begleitet sie bei ihren Straßenkonzerten. Und im YouTube-Zeitalter geht das bei solchen Talenten ratz fatz… und schon hat man ein Millionen-Publikum. Dabei lässt Emi (hier mit einer Cover-Version von Dollys „Jolene“) keinen Zweifel daran, dass sie noch Großes vorhat.

Und morgen abend gibt es ein Konzert von Dolly Parton in der Deutzer Arena.

Wir sagen: „Welcome to Cologne!“

Wie taufrisch sie mit ihren 68 Jahr rüberkommt bewies sie letztes Wochenende beim Glastonbury Festival in England. Normalerweise hat Country Music dort kaum eine Heimat, aber… schaut selbst und achtet auf die Security-Leute.

gp

P.S.: Dolly Parton machte sich auch als Kinderbuch-Autorin einen Namen. In „Coat of many Colours“ beschreibt sie ihre Kindheit (angelehnt an den gleichnamigen Song von ihr).

kicken & lesen: Finale mit Book Slam in der Zentralbibliothek

1 Jul

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Das Endspiel fand auf der Bühne statt. Vier Teams standen im Finale von „kicken & lesen“, dem gemeinsamen Wettbewerb von SK Stiftung Kultur und der Stiftung 1. FC Köln. Als letzter Wettbewerbsteil entschied ein Book Slam über die erste Vergabe des Wanderpokals. Dabei ging es darum ein Buch in drei Minuten möglichst „originell“ auf der Bühne „darzustellen“.

Zuerst stand das Team der Eichendorff Realschule mit „Gregs Tagebuch – Von Idioten umzingelt“ (von Jeff Kinney) auf der Bühne und spielte sich gleich mit flotten und witzigen Dialogen in die Favoritenrolle. Selbst ausgedachte Sketche präsentierten die Jungs von der Hauptschule Baadener Straße. Die Vorlage lieferte das Buch „Krasse Witze – Nix für Weicheier“. Mit lebensgroß nachgebauten Figuren aus dem Buch „Star Wars – Was macht ein Jedi-Ritter“ (von Dorling Kindersley) trat die Mannschaft der Max-Planck-Realschule an. Und die Boys der Johann Amos Comenius Hauptschule ließen sich was Kreatives zu „Die Wilden Fussball-Kerle – Leon, der Slalomdribbler“ (von Joachim Masannek) einfallen.

Die niederländische Schiedrichterin Veerle van Veen (bei uns seit Jahren als Moderatorin Britta Weyers ein Begriff) glänzte mit perfektem Holland-Dialekt, unbestechlicher Regelauslegung und Trillerpfeife und sorgte so für den reibungslosen Ablauf des Finales.

Als Sieger ließen sich schließlich die „wilden Kerle“ von der Comenius Hauptschule feiern. Den Pokal überreichten Professor Hans-Georg Bögner (Geschäftsführung des SK Stiftung Kultur) und Tobias Kaufmann (Leiter Medien und Kommunikation des 1. FC Köln). S. Bild.

Mehr zum Projekt „kicken & lesen“ findet sich hier.

 

Lesestart in der Stadtbibliothek Köln

14 Nov

Lesestart – „Drei Meilensteine für das Lesen“ ist ein Programm zur Sprach- und Leseförderung, das sich schon an die Jüngsten richtet. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Kinder, die mit Büchern und Geschichten aufwachsen, lernen besser lesen und haben mehr Spaß daran.

Ganz anschaulich wird dies im folgenden Video zusammengefasst:


Wir machen natürlich mit!

Ab dem 15. November 2013 begrüßen wir, als aktive Lesestart-Partnerin, Kindergartengruppen mit ihren Erzieherinnen und Erziehern. Die drei- bis vierjährigen Kinder erwartet ein speziell von uns entwickeltes Programm: Alle singen gemeinsam, erkunden den Kinderbereich und lesen zusammen ein Bilderbuch.

Im Anschluss an die Veranstaltung erhält jedes Kind ein Lesestart-Set mit einem altersgerechten Bilderbuch, einem Poster und mehrsprachigen Alltagstipps rund ums Vorlesen für die Eltern.

Selbstverständlich werden Lesestart-Sets auch an drei- bis vierjährige Kinder und ihre interessierten Eltern unabhängig von den Kindergartenführungen, beispielsweise bei Vorlesestunden, verschenkt.

(bel/mks)

„Papalapap“ hier malt Fabienne

5 Nov

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„Das hab ich von Mama gelernt“, sagt die 6jährige Fabienne Hoffmann auf die Frage, wieso sie so gut malen kann. Die Mama Svenja wiederum, besuchte in der Schule den Kunst-Leistungskurs und studierte danach Grafik und Mediengestaltung. Kein Wunder also, dass sie im Internet auch auf unser Angebot „Papalapap“ stieß und ihre Tochter mitmachen ließ.

 Grundlage von Papalapap ist ein Malbuch, in dem die Kinder ihre ersten Lese- und Vorleseerlebnisse bildlich umsetzen können. Dieses Malbuch kann jedes Kind ab 3 Jahren in unseren Kinderbibliotheken bekommen. Es ist ein schön gestaltetes Buch im DIN A4-Format. Die Kinder malen Bilder zu ihren Lieblingsbüchern. Als Belohnung für jedes gemalte Bild erhalten sie kleine Preise. Auf diese Weise setzen sie sich intensiv mit ihren ersten Lese- und Vorlese-Erfahrungen auseinander und ihre Imaginationsfähigkeit wird gestärkt. Und das ist die Grundlage jeder effektiven Leseförderung.

 Um „Papalapap“ bekannter zu machen, veranstalten wir Führungen und bieten Aktionskisten und –blätter für Kindergärten an. Für Fabienne ist „Papalapap“ eine tolle Sache. Ihr Malbuch ist bis auf die letzte Seite voll mit Super-Bildern. Pro Bild bekommt sie 10 Punkte. 30 Bilder sind drin, macht also glatte 300 Punkte. Und dafür darf Fabienne sich einen schönen Preis aussuchen.

gp

 Fotos: Fabienne freut sich über ihr volles Malbuch und die Mama sorgt auch dafür, das die jüngeren Geschwister den Zugang zum Buch finden.

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„Das E-Book als Köder“

15 Okt

„Das E-Book als Köder? Lesen und anderer Medienkonsum von Kindern“. Anlässlich der Frankfurter Buchmesse warf der Deutschlandfunk diese Frage in eine Expertenrunde und erwartete Aufklärung über den gegenwärtigen Umgang von Kindern und Jugendlichen mit dem altersgemäßen digitalen Buchkonsum.

Von der Sendung Marktplatz eingeladen waren:

Und darum ging es im Einzelnen:

Kinder und Jugendliche lesen ihren Stoff längst auf dem Smartphone. Sie kennen sich mit E-books, Apps und Tablets aus. Sie sind in den Medien interaktiv unterwegs, aber was heisst das? Lassen sich so auch Lesemuffel – oft die Jungs – digital zur Lektüre verführen? Welchen Rollen spielen Inhalt und Form? Was macht technisch oder finanziell überhaupt Sinn in diesem Kontext? Was sollten Eltern über das Thema wissen? Wer an Antworten auf diese Fragen interessiert ist, kann sich gerne nachträglich die Sendung anhören.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktplatz/2209975/

Sams-Papa wird heute 75

13 Dez

Das Sams ist frech und vorlaut!  Statt  Sommersprossen hat es blaue Wunschpunkte und eine Schweinenase. Das Sams kann Wünsche wirklich werden lassen. Und als Herr Taschenbier  das Sams kennenlernt, stellt es sein Leben komplett auf den Kopf.

Heute feiert Sams-(und-Vieles-mehr)-Erfinder Paul Maar seinen 75. Geburtstag und wir wünschen ihm Herzlichen Glückwunsch und noch viel Schaffenskraft für neue Ideen,  phantasievolle Geschichten und originelle Figuren!

Auf die Frage, wie man die Leselust der Kinder fördern kann, antwortete er in einem Interview:

„Eltern müssen nicht unbedingt selbst Leseratten sein. Aber sie müssen ihren Kindern Geschichten erzählen, das scheint mir noch wichtiger zu sein als das Vorlesen.

Sie können beim Erzählen eine unglaubliche Emotionalität und Innigkeit herstellen. Jenseits der Erzählung spürt das Kind sofort: Hier richtet ein Erwachsener seine ganze Aufmerksamkeit auf mich, er kocht nicht nebenher Spaghetti oder schickt eine SMS an den Arbeitskollegen, sondern er nimmt sich Zeit und erzählt diese Geschichte nur für mich. Ganz nebenbei lernt das Kind die Struktur von Geschichten und Erzählungen kennen und verstehen. Es erlebt, dass es neben den Alltagsgesprächen in der Familie oder den Anweisungen im Kindergarten und der Schule auch noch andere sprachliche Formen gibt. Der Schritt vom intensiven Zuhören zum Selberlesen ist dann nicht mehr so groß.“

(FR, 23.04.2012)

gp

Ein Schätzchen aus unserem Magazin

8 Okt

Diesmal haben wir kein Lesezeichen von Euch gefunden – nein, diesmal konnten wir innerhalb unseres eigenen Magazins (das ist unser Archiv mit 4 Geschossen unter der Erde) etwas Rätselhaftes entdecken.

Hat jemand (eventuell aus dem höheren Semester) eine Ahnung, wofür bei folgender „Arbeitshilfe“ der Schlitz gedacht war?

Ein bisschen erinnert mich das ja an unser allseits beliebtes Brettspiel „Tabu“ – wahrscheinlich nur weniger lustig.

(mks)