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refugeelives.eu – Webseite mit Geschichten geflüchteter Menschen online

25 Apr

Neulich feierten wir die Veröffentlichung einer besonderen Webseite. Denn: Unser EU-Projekt A Million Stories geht endlich an die Öffentlichkeit! Ab sofort sind unter

www.refugeelives.eu/de

zahlreiche Geschichten geflüchteter Menschen zu sehen – in Bild, Ton und Text. Mit einem Klick auf den Globus unten rechts lassen sich die jeweiligen Stories in andere Sprachen übersetzen. (Die Übersetzung der ursprünglich ins Englisch übertragenen Stories übernimmt ein Algorithmus, wodurch entsprechende Fehler entstehen können, die wir aber nach und nach beseitigen werden.)

Von Afghanistan bis Vietnam

Die Geschichten wurden von uns und unseren Projektpartnern in Dänemark, Schweden und Griechenland zusammen mit Ehrenamtlichen aufgezeichnet. Anhand der Kategorien könnt ihr die Stories nach Herkunftsländern filtern oder sie mit der Suche nach Stichworten durchsuchen – im Ergebnis entsteht eine interkulturelle und multimediale Sammlung. Das Projekt macht diese Migrationsgeschichten im Sinne der Integration einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Und wozu?

In Köln leben zur Zeit rund 10.000 geflüchtete Menschen. Zum Vergleich: Vor acht Jahren waren es lediglich ca. 1.600. Diese Zahlen sind abstrakt – und das Projekt möchte die Menschen hinter diesen Zahlen eine Stimme geben. Wer sind diese Menschen? Warum mussten sie flüchten? Wie sah ihr Leben in ihren Herkunftsländern aus? Wie nehmen sie Deutschland und Köln wahr? Welche Ziele, welche Wünsche haben sie für die Zukunft?

Darauf gibt die Webseite Antworten – mit Geschichten von Menschen, die geflüchtet sind. Individuelle Geschichten, einzigartige Geschichten. Geschichten, die uns helfen können, unsere neuen Nachbarinnen und Nachbarn besser zu verstehen und kennenzulernen.

Die Geschichte hinter den Geschichten

Während einer kleinen Feier in unserem sprachraum stellten wir die Webseite vor, gaben ein paar Hintergründe zum Projekt und erzählten von Chancen und Schwierigkeiten, denen wir auf dem Weg begegneten. Höhepunkt war sicherlich die Lesung einiger Auszüge der Geschichten von Milena Karas und Thomas Balou Martin. Wir hörten hier Erzählungen voller Furcht, Trauer und Verderben – aber auch Geschichten von Neuanfängen, Begegnungen und Hoffnungen.

Lesung Refugees (13 von 17)

Thomas Balou Martin und Milena Karas (v.l.) lasen einige Geschichten – mit Respekt und Einfühlsamkeit. Foto: (c) Herr & Frau Martin

Und das Projekt geht weiter! Bis 2019 werden wir weitersammeln – und sind dankbar für jede Unterstützung und Vermittlung, für jeden Hinweis auf Storyteller und solche, die Geschichten aufzeichnen möchten.

sa

Logo AMS

Ein Jahrhundert, ungezählte gezeichnete Leben

29 Jun

Comic und Einwanderungsbewegungen

Plakat

Plakat zur Ausstellung

Nicht erst seit Marjane Satrapis wundervoller Comic-Autobiographie „Persepolis“ aus dem Jahr 2000 – verfilmt 2007 – ist das Thema Migration in Comics und Graphic Novels im Mainstream angekommen. Die Wanderausstellung „Comic und Einwanderungsbewegungen: ein Jahrhundert Geschichte(n)“ zeigt, dass es auch im Jahrhundert zuvor vieles zu entdecken gibt. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Entwicklung des Comics vom 19. Jahrhundert bis heute und verdeutlicht, wie Migration und Flucht Triebfeder des künstlerischen Schaffens wurden.

Die Ausstellung des „Musée national de l’histoire de l’immigration – Palais de la Porte dorée“ ist noch bis zum 7. Juli im sprachraum zu sehen. Und wo wäre sie besser aufgehoben? Ist doch der sprachraum der Stadtbibliothek – direkt gegenüber der Zentralbibliothek am Neumarkt gelegen – ein Begegnungsort für Menschen verschiedenster Kulturen. Hier lernen Ehrenamtliche  und geflüchtete Menschen zusammen Deutsch.

Tisch1

Begleitend zur Ausstellung haben wir ein paar unserer Lieblingscomics zum Thema im sprachraum präsentiert.

FreedomHospital2 Eröffnet wurde die Ausstellung am 19. Juni mit einer Lesung des Künstlers und Illustrators Hamid Sulaiman. 2011 floh er aus Syrien und lebt seitdem in Paris. In seiner Graphic Novel „Freedom Hospital“ erzählt er die Geschichte eines Untergrund-Krankenhauses im Syrien des Jahres 2011, für das sich Menschen sehr unterschiedlicher Überzeugungen und Konfessionen engagieren. „Ein dunkles Meisterwerk über den Weltkrieg vor unserer Tür“, nennt Tobias Rapp vom Spiegel das in schwarz-weiß gehaltene Comic.

Der Lesung folgte ein Gespräch mit dem Islamwissenschaftler Stefan Weidner.

Kooperationspartner bei dem Projekt sind die Stadtbibliothek Köln, das Institut français und das Literaturhaus Köln.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des sprachraums geöffnet: montags bis freitags 14-18 Uhr, samstags 10-15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

minibib im Wasserturm: Der Turm erzählt

24 Okt

wasserturm

In Kalk leben Menschen vieler Nationen. Sie kommen aus Deutschland, der Türkei, Marokko, Tunesien, Algerien, Russland, Italien, Polen, Indien und Schwarzafrika. Sie prägen und beleben das Stadtbild durch die unterschiedlichen Sprachen, Sitten und Kulturen, die sie mitbringen.

Unter dem Titel „Turmgeschichten“ bietet die Stadtbibliothek Köln zusammen mit dem Kölner Autorenverband AURA09 im alten Wasserturm auf dem Gelände der Köln-Arcaden mehrsprachige Lesungen an, in denen es um die Themen „Turm“ und „Wasser“ geht. Aber auch um das Zusammenleben der Kulturen mit allen Chancen und Problemen.

Die nächste Lesung findet am Donnerstag, den 03.11., um 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Es lesen:

Andrea Karimé, Kinderbuchautorin mit deutsch-arabischen Wurzeln, erzählt von Flüchtlingskindern, Wörterhimmeln, kleinen Kamelen, Geschichtenteppichen und vielem mehr.

Mahdi Alaoui, Maler, Musiker und Lyriker aus Südmarokko, der seit langem in Köln lebt, liest Gedichte über Wasser und Türme und spricht auf Deutsch und Arabisch über die Lage der nordafrikanischen Migranten in Köln.

Eva Weissweiler (Moderation) studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Islamwissenschaft. Themen ihrer Bücher sind die Zeit des Nationalsozialismus, deutsch-jüdische Biographien, Exil- und Migrantenliteratur.

StadtBibliothek Köln, die internationale Bibliothek.

3 Nov

Heute findet der Integrationsgipfel 2010 statt und wo stehen wir?

Internationale Bibliotheksarbeit hat sich die Stadtbibliothek Köln groß auf die Fahne geschrieben.  Im Laufe eines Deutschkurses, welcher im Rahmen des Unterrichts die Stadtbibliothek kennen lernte, entstand folgende Audioslideshow: Bibliothek international  (hier klicken)