Tag Archives: rezension

Review: Die Luna-Chroniken

2 Feb

Wenn man in der Bibliothek arbeitet hat, man nicht nur dort mit Büchern zu tun, sondern kommt auch ab und zu zum selber lesen.  Und deshalb möchte ich euch heute eine ganz tolle Reihe vorstellen: Die Luna-Chroniken von Marissa Meyer.

Es ist keine ganz neue Reihe, der erste Band ist schon 2013 erschienen, aber das macht überhaupt gar nichts, denn sie ist zeitlos schön.

Die Luna-Chroniken umfasst vier Bände: Wie Monde so silbern, Wie Blut so rot, Wie Sterne so golden und Wie Schnee so weiß und ist bei uns im Jugendbuchbereich (Signatur 22.5) zu finden.

Märchen-Netzwerke

Sehr gut hat mir gefallen, dass die Autorin in ihren Büchern verschiedene Märchenelemente mit einfließ lässt. Im ersten Teil zum Beispiel lernen wir Cinder kennen, die ein Cyborg ist (also teilweise Körperteile durch mechanische Teile ersetzt bekommen hat). Sie lebt bei einer Pflegefamilie und ihre Stiefmutter behandelt sie wie eine Aussätzige. Cyborgs sind generell in Cinders Gesellschaft nicht gut gestellt. Durch einen Zufall lernt sie den Kronprinzen des Landes kennen und so entwickelt sich eine interessante Geschichte in einer dystopischen Welt. Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass im ersten Buch das Märchen Aschenputtel (Original Cinderella) Vorbild war – aber durch das Zukunftsszenario erhält die Geschichte einen ganz neuen Charakter. Zum Beispiel ist dort der Mond besiedelt und es gibt eine eigene Mondrasse (die Lunarier), die dort lebt. So ist jedes Buch aus der Reihe mit einem anderen Märchen verknüpft und die Autorin versteht es fabelhaft, diese Elemente einfließen zu lassen, ohne sich zu strikt an die Märchenvorlage zu halten. Es entwickelt sich einfach eine ganz neue Geschichte.

Luna-Chroniken

Wir führen die Luna-Chroniken in der Jugendabteilung (22.5).

Denn neben einer gelungen Märchenadaption und einer dystopischen Welt hat man auch jede Menge Science-Fiction Elemente in der Reihe. Es ist also für jeden was dabei. Auch die Liebe kommt natürlich nicht zu kurz.

Dazu kommt, dass man in jedem Band einen neuen Charakter kennenlernt und dieser natürlich zum Märchen passt, aber auch dort gibt es Unterschiede zur Vorlage, denn die Entwicklungen der Charaktere sind natürlich individuell. Zum Beispiel Cinder, die einem in der ganzen Reihe erhalten bleibt, macht eine sensationelle Entwicklung durch. Denn obwohl sie eigentlich nur ein ruhiges Leben ohne Probleme führen möchte, entwickelt sie sich nach und nach zu einer kleinen Heldin, die für ihre Freunde einsteht und viel Mut und Stärke beweist.

Ich habe den ersten Band gelesen, mich sofort in diese fantastische Mischung mit ihren tollen Charakteren verliebt und kann diese Reihe nur uneingeschränkt weiterempfehlen. Obwohl es ein Jugendbuch ist, kann man es auch getrost als Erwachsener lesen.

Mehr Cinder

Ach ja – wer nach Beendigung der Reihe immer noch nicht genug von Cinder und ihrer Welt hat, für den gibt es als E-Books noch zwei Kurzgeschichten Das mechanische Mädchen und Die Armee der Königin. Diese könnt ihr dann bei uns in der E-Ausleihe ausleihen und lesen.

Also ran an die Bücher und viel Spaß beim Lesen!

ds

 

Frisch im Netz: Dein Lieblingsbuch auf meinbuchtipp.de

13 Jan

Sehr schlank gehalten ist sie, eine neue Plattform für Buchrezensionen im Netz. Unter meinbuchtipp.de können Nutzer ihre Buchtipps einstellen, Bewertungen schreiben und sich untereinander vernetzen – hier ist sogar, ähnlich wie bei Twitter, das Abonnieren der Aktionen einzelner Mitglieder möglich. Daneben kann man den eigenen Tipp direkt auf Facebook, google+ oder Twitter per Klick seinen Freunden zeigen. Angeboten wird das von der adanbo GmbH, deren Portal druckfrisches.de wir hier bereits in der Vergangenheit vorgestellt hatten.

Neben librarything.com oder lovelybooks.de also ein weiterer Dienst zur Partizipation und Vernetzung der Lesehungrigen, hier allerdings in bisher noch stark eingeschränkter Funktion – geht es bei den vorher Genannten besonders darum, seine private Büchersammlung vollständig zu katalogisieren und z.T. sogar Leser von eBooks direkt mit Autoren oder Verlagen der jeweiligen Bücher zu vernetzen.

Aber vielleicht spricht genau deswegen meinbuchtipp.de diejenigen an, welchen die anderen Portale bereits viel zu unübersichtlich geworden sind. Ausprobieren lohnt doppelt: Für jeden ersten eingestellten Buchtipp spendet das Portal einen Euro an die Stiftung Lesen.

 

(mks)