Tag Archives: Stadtteilbibliothek Sülz

Pyjama Party in der Bibliothek

10 Apr
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Copyright Stadtbibliothek Köln

 

 

Vor einem Monat war in NRW die Nacht der Bibliotheken. Verschiedene Veranstaltungen fanden überall statt., und bei uns in Sülz gab es an dem Abend eine Pyjama Party.  50 Kinder im alter von 8-11 Jahren quetschten sich, samt Schlafsäcken, Decken, Kissen und Stofftieren in unsere Kinderabteilung für zwei vollgepackte, unterhaltsame Stunden, mit nicht nur eine, sondern zwei Krimilesungen. Die erste von Frau Ulla Hesseling, die ihr Kinderkrimi Der Mondsichel-Ohrring vorlas.  Die Fortsetzung, Das zweite Auge, ist auch neulich erschienen.

 

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Die zweite Krimilesung war von unserer jungen Autorin Saphira Schmitz, die ihre Geschichte Tödliche Gefahr in der Kölner Stadtbücherei vorgelesen hat. Die Stadtteilbibliothek Sülz diente als Inspiration für ihre Geschichte, die sie uns ursprünglich 2016 zu unserem doppelten Jubiläum (90 Jahre im Veedel, 50 Jahre im Haus), präsentiert hat. Hier überreicht Saphira uns ihre Geschichte . Und hier kann man die Geschichte lesen:  Teil 1  Teil 2  Teil 3

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Zwischendurch stärkten sich die Kinder mit Pizza. Neun Familienpizzas reichten gerade für alle.

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Scratch-Art Armbänder wurden gebastelt und Impro-Theater gemacht.

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Danach waren wir fertig. Die vier Erwachsenen die alles betreut haben, nämlich, nicht die Kinder. Die waren noch voller Energie.  Sie waren alle von der Pyjama Party hellauf begeistert und fragten direkt nach einer Wiederholung.

NJ

 

 

 

Stadtteilbibliothek Sülz feierte doppeltes Jubiläum

19 Sep

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Bilder und Berichte aus den vergangenen 50 Jahren

Die Stadtteilbibliothek in Sülz feierte ein doppeltes Jubiläum: 90 Jahre im Viertel und 50 Jahre in der Wichterichstraße 1. Dieses Ereignis wurde an zwei Tagen gefeiert. Am Freitag, 16. September, 19 Uhr, lud die Stadtteilbibliothek Sülz zu einem Sektempfang ein. Auf dem Programm standen Bilder und Berichte aus den vergangenen 50 Jahren „Bibliothek im Veedel“.

Am Samstag, 17. September 2016, gab es Spiel-und Bastelaktionen für Kinder, eine große Geburtstagstorte und alles, was zu einer Geburtstagsfeier dazugehörte. Ab 11 Uhr „schoss“ der Fotograf Manor Lux gratis Familienfotos. Das Programm fand während der Öffnungszeiten von 10 bis 14 Uhr statt.

Seit ihrer Eröffnung am 18. März 1926 in Sülz blickt die Stadtteilbibliothek auf eine wechselvolle Geschichte mit einigen Umzügen und kriegsbedingten Zerstörungen zu-rück. Ihren jetzigen Standort hat sie seit 50 Jahren. Beim Einzug im Jahr 1966 mussten die Möbel noch einzeln über den Balkon ins Haus gebracht werden.

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Heute ist die Bibliothek eine moderne Einrichtung mit rund 30.000 Medien, darunter viele E-Books und 5.000 aktiven Mitgliedern, davon über 50 Prozent Kinder und Jugendliche. Das engagierte Team unter der Leitung von Nicole James, die auf eine 20-jährige Berufserfahrung in der Public Library Indianapolis zurückblickt, hat den Anspruch einen Ort zu bieten, an dem man sich gerne aufhält und der immer etwas Neues bietet. Ehrenamtliche Unterstützung erfährt die Bibliothek vom Förderverein Lesezeichen e. V., der regelmäßig attraktive Veranstaltungen und Vorlesestunden ermöglicht.

Die Stadtteilbibliothek Sülz ist Teil der Stadtbibliothek Köln mit elf Stadtteilbibliotheken, der Zentralbibliothek, dem Bücherbus und den „Minibibs“ im Stadtgarten und im Wasserturm in Köln-Kalk.

 

„Lesestart“ mit TV-Moderatorin Nina Moghaddam

18 Mrz

Nina Moghaddam

Viele Kinder und ihre Eltern kennen Nina Moghaddam aus Fernsehsendungen wie „Toggo“ oder „DSDS – Das Magazin“. In unserer Stadtteilbibliothek Sülz war sie live als Lesestart-Botschafterin zu erleben: Um auf das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte und von der Stiftung Lesen durchgeführte bundesweite Leseförderprogramm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ aufmerksam zu machen, las sie  KiTa-Kindern aus dem Buch „Bitte anstellen!“ vor. Anschließend übergab sie den anwesenden Kindern gemeinsam mit Annette Beltermann, Lektorin bei der Stadtbibliothek Köln, und Stephanie Lange, PR-Managerin bei der Stiftung Lesen, Lesestart-Sets. Die Sets für dreijährige Kinder und deren Eltern enthalten je ein altersgerechtes Kinderbuch sowie Tipps und Informationsmaterialien zum Vorlesen und Erzählen für Eltern, die zusätzlich auf Polnisch, Russisch und Türkisch angeboten werden.

Nina Moghaddam engagiert sich aus persönlicher Überzeugung für die Leseförderung: „Ich liebe Lesen! Als Kind haben mir immer meine Eltern vorgelesen und später, als mein kleiner Bruder auf die Welt kam, durfte ich ihm jeden Abend vorlesen. Dass ich heute als Moderatorin arbeite, habe ich sicherlich auch dem Lesen zu verdanken, denn schließlich gehört es zu meinem Job, mich ausdrücken zu können und selber Texte zu schreiben. Noch heute lass‘ ich mich lieber mit einem Buch in spannende Welten entführen als einen Film zu gucken.“

Nina Moghaddam

Auch Annette Beltermann, Lektorin bei der Stadtbibliothek Köln, freut sich über die Umsetzung des Lesestart-Programms in der Stadtteilbibliothek Sülz: „Regelmäßiges Vorlesen ist wichtig für die Entwicklung eines Kindes, deshalb sollten Bücher ein selbstverständlicher Teil des Familienalltags sein. Lesestart ist ein wunderbares Angebot, um Hemmschwellen bei eher leseunerfahrenen Familien mit kleinen Kindern abzubauen und aus diesem Grund beteiligen sich die Kölner Bibliotheken sehr gern an dem bundesweiten Programm.“

Die Stiftung Lesen wurde vor Ort durch Stephanie Lange vertreten, die betonte: „Im Rahmen von Lesestart setzen die Bibliotheken erfolgreich nachhaltige Impulse in der Leseförderung, wie auch die wissenschaftliche Begleituntersuchung zum Programm belegt. Im Schnitt haben teilnehmende Bibliotheken ihr Veranstaltungsangebot durch Lesestart um 36 Prozent pro Monat gesteigert. Außerdem haben 72 Prozent der Bibliotheken neue Bücher und Medien für die Lesestart-Zielgruppe angeschafft.“ Die ersten beiden Programmphasen von Lesestart werden von der InterVal GmbH, Berlin, in Kooperation mit Prof. Dr. Christine Garbe von der Universität zu Köln und Dr. Claus Barkmann vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wissenschaftlich begleitet. Ziele sind die laufende Optimierung der Programmumsetzung sowie die begleitende Wirkungsanalyse.

Im Rahmen des Programms, das vom Deutschen Bibliotheksverband e. V. (dbv), Borromäus-verein e. V., Evangelisches Literaturportal e. V., Sankt Michaelsbund und der Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland unterstützt wird, ist die Stadtteilbibliothek Sülz und ihrer Leiterin Nicole James (links im Bild) zusammen mit vielen weiteren Bibliotheken bundesweit eine zentrale Anlaufstelle für Familien und ihre dreijährigen Kinder, die dort ihr persönliches Lesestart-Set erhalten.

Nina MoghaddamBilder Copyrights: © Stiftung Lesen / BMBF / Jan Knoff

 

 

Living library in Sülz

22 Okt

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„Das wundervollste Buch, das es zu lesen gibt, ist der Mensch.“ (Haci Bektas Veli)

Lesen mal anders: Menschen sind auch Bücher! Wir laden Menschen aus dem Viertel ein, die mit Vorurteilen, Stereotypen konfrontiert sind oder ungewöhnliche Erfahrungen machen, weil sie zum Beispiel eine andere Hautfarbe haben, im Rollstuhl sitzen, einem nicht alltäglichen Beruf nachgehen oder erst als Erwachsene die leiblichen Eltern kennenlernten.

Anstelle von Büchern leihen sich die Besucher/innen in unserer „Lebenden Bücherei“ diese Menschen für ein Gespräch aus. Dafür setzt man sich mit dem „lebenden Buch“ in eine ruhige Ecke und darf sich 30 Minuten unterhalten. Anstatt über andere Menschen zu reden, können entsprechend des Konzeptes diese Menschen über ihr Leben und ihre Erlebnisse nach Herzenslust in einem Vieraugengespräch befragt werden und dabei miteinander ins Gespräch kommen.

unsere lebenden Bücher:

Heinrich Cuipers: „Heimat ist heimatlos“

Iêda Maria da Costa Souz: „Deutsche sindweiß! Eben nicht!“

Walter Hoischen: „Tragen und mich tragen lassen“

Anneli Schinkel: „Bin ich ihr ähnlich?“

Lisa Steinmann: „Leben zwischen Leidenschaft, Demut und Vernunft.“

Moderation Ulla Theisling

Freitag 24.10.2014

19.00 – 21.30 Uhr

Stadtteilbibliothek Köln-Sülz,

Wichterichstr. 1

Eintritt frei! Bitte melden Sie sich vorher an, das erleichtert unsere Planung!

Eine Veranstaltung von Lesezeichene.V.

Très chic: Unsere Stadtteilbibliothek Sülz

20 Feb

2011 wurde unsere Stadtteilbibliothek Sülz renoviert (u.a. Wand- und Deckenanstrich und neuer Bodenbelag), was großen Anklang bei unseren Mitgliedern fand. Letztes Jahr erhielt das Haus einen Anstrich und ist seitdem der Eyecatcher der Sülzburgstraße. Und gestern kam das Werbeschild hinzu, was dem Ganzen die Krone aufsetzte.

IMG_99231-300x200Hier das Kurzprotokoll des Tages: Nachdem die Löcher zur Befestigung des Schildes in die Hauswand gebohrt waren, wurde zunächst der nackte Leuchtkasten angebracht, die Neonröhren eingesetzt und ein Beleuchtungstest durchgeführt

Dann stieg das Schild in die Luft, wurde auf dem Kasten installiert und noch mal schön geputzt.

Et voilà! Sülz hat ein neues Schmuckstück!!!

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gp

„Köln ist affenartig…“

16 Nov

 

 

 

Drei Tage feiert die Stadtteilbibliothek Sülz in dieser Woche die Wiedereröffnung nach umfassender Renovierung. Auf Einladung des Fördervereins Lesezeichen e.V.  stellt der Kulturjournalist und Kölner Dr. Walter Filz  (im Bild) sein Buch „Der Affe zu Köln“ vor, das mit verblüffenden Erkenntnissen zur Kölner Mentalität und der Geschichte des Affen Petermann aufwartet. Anläßlich seiner Lesung, die morgen, Donnerstag, 17.11.11, um 20 Uhr in der Stadtteilbibliothek Sülz stattfinden, hat er uns ein kleines Interview gegeben.

Herr Dr. Filz, wieviele Affen gibt es in Köln?

Das kommt – wie immer – auf die Definition an. 100prozentige Affen gibt es (hoffentlich) nur im Kölner Zoo. Mindestens 95prozentige Affen sind wir alle, denn so hoch schätzen Forscher die genetische Übereinstimmung zwischen Schimpansen und Menschen. (Manche behaupten sogar, es seien mehr als 98 Prozent). Noch höher können die seelisch-mentalen Übereinstimmungen sein. Allerdings scheint es hier regionale Varianten zu geben. Meiner Einschätzung nach kann die seelisch-mentale Übereinstimmung zwischen Kölnern und Menschenaffen bis zu 99 Prozent betragen, in Einzelfällen liegt sie vielleicht noch darüber. Man könnte also durchaus behaupten, dass es in Köln so viel Affen wie Einwohner gibt. Allerdings ist dieser Bereich noch weitgehend unerforscht. Man ist auf Beobachtung und Hypothesen angewiesen…

 Warum ist ausgerechnet Köln so affengeil?

Ob Köln „affengeil“ im wörtlichen Sinn ist, weiß ich nicht. (Ist dieses ehemalige Jugendsprachwörtchen nicht fast schon wieder ausgestorben?) Außer auf dem Pavianfelsen im Zoo scheint mir der Testosteron-Ausstoß in der Stadt im deutschen Durchschnittsmaß zu liegen. Köln ist aber – anders als andere deutsche Städte – „affenartig“ und manchmal auch unartig. Das liegt unter anderem an einer gewissen – sagen wir – offensiven Unkenntnis von Pflicht- und Moralvorstellungen und einer relativ ungebändigten Trieborientierung bei gleichzeitiger Verweigerung von Verantwortung. Zum Triebhaften passt natürlich das Adjektiv „geil“. Aber ich möchte trotzdem nicht von „affengeil“ sprechen – um die Affen nicht zu diskriminieren.

Tatsächlich zielt der kölsche Trieb auch weniger in den sexuellen Bereich. Der Kölner will ganz allgemein: nur spielen. 

Allenthalben klagt man in Köln oft über den Niedergang der kölschen Art. Die Kinder können kein Kölsch mehr sprechen, wollen es auch gar nicht. Und die Imis feiern schon ihren eigenen Karneval. Droht dem Äffischen im Kölner die Nische in der eigenen Heimatstadt?

Die „kölsche Art“ wandelt sich – wie alle Sitten und Gebräuche und wie der Mensch überhaupt. Und wer da „Artenschutz“ fordert, der verwechselt Lebensgefühl mit historischen Denkmälern. Andererseits: der Dom bleibt ja stehen, die geographische Lage Kölns verändert sich auch nicht. Und auch andere äußere und innere Gegebenheiten der Stadt erweisen sich als erstaunlich beharrlich. Deshalb glaube ich, dass „Imis“ in Köln nur begrenzt ihren eigenen Karneval in Kölner Kulissen feiern können. Denn die Stadt und ihre „Art“ lässt das gar nicht zu. Ob mit mehr oder weniger kölscher Sprache: wer hier ist, der wird Kölner – ob er will oder nicht und oft, ohne dass er (oder sie) es merkt. Daher mache ich mir ums Äffische keine Sorge. Petermann lebt… und lässt sich täglich aufs Neue erleben.

gp

Ansturm in Sülz

27 Okt

Gestern öffnete sich wieder die Tür der Sülzer Stadtteilbibliothek und nach Wochen der Renovierung stürmten die Leserinnen und Leser das Haus. Mit neuem Bodenbelag, frisch gestrichenen Wänden und einer ansprechenden Möblierung präsentierte sich die Bibliothek in neuem Outfit. Impressionen vom Eröffnungtag: