Tag Archives: technik

Erste Mini Maker Faire Köln

27 Jun

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Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Köln

Samstag, 5. November 2016

10 bis 18 Uhr

Grund zur Freude: Wir holen das Erfolgskonzept der Maker Faire nach Köln – in die Bibliothek!

Ob Roboter, Handwerk, Upcycling, Steampunk, 3D-Druck, Quadrocopter, Wearables, Crafting oder etwas anderes zum Thema Making – eine Maker Faire bringt das alles unter einem Dach zusammen. Und sie lebt vom Engagement der Maker, denn sie ist ein Festival für Inspiration, Kreativität und Innovation.

Unsere Bibliothek wird sich an diesem Tag verwandeln. Auf jeder Etage halten spannende, bunte, kreative und vielleicht auch laute Projekte Einzug. (Die Möglichkeiten zur Medienausleihe bleiben aber unberührt.)

Der Eintritt ist kostenlos!

Für die Verpflegung konnten wir mehrere Kölner Foodtrucks gewinnen.

Die Maker Faire lebt von den Makern

Wenn ihr ein Projekt habt und es gerne bei der Maker Faire ausstellen möchtet: meldet euch an!

Call for Makers / Anmeldung

Beschreibt euer Projekt, teilt uns euren Platz- und Strombedarf mit und wir bringen euch unter. Wir brauchen eure Anmeldung bis zum 21. August. Noch sind ein paar Plätze frei. Die Anmeldung wurde bis zum 4. September verlängert!

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Wir veranstalten die Mini Maker Faire in Kooperation mit dem Heise-Verlag/Maker Media GmbH.

Alle Infos zur Mini Maker Faire Köln sammeln wir auf www.stbib-koeln.de/makerfaire

Power to the people!

Allerdings sind wir schon seit mehr als drei Jahren aktiv im Thema Making. Mit dem ersten Makerspace in einer deutschen Bibliothek vermitteln wir Medienkompetenz, ermächtigen Bürgerinnen und Bürger zur Selbstverwirklichung an Hard- und Software und – am allerwichtigsten – bringen Menschen zusammen. Denn das haben Bibliotheken sowieso schon immer gemacht.

Begleitet wird der Makerspace von einem Workshop-Programm, übrigens auch für Kinder. Wir entwickeln ihn stetig weiter und schaffen neue Hardware an – jüngst die HTC Vive sowie eine Overlock-Nähmaschine.

Falls ihr ein Thema habt, das euch besonders am Herzen liegt und das ihr in unserem Haus gerne als Workshop/Tech-Stammtisch/whatever sehen würdet: Sprecht uns gerne an!

sa

Biparcours – eine interaktive Rallye durch die Kinderbibliothek

21 Jun

Die Kinderbibliothek bietet jetzt auch einen interaktiven Parcours an, der mit der App „Biparcours“ von „Bildungspartner NRW“ absolviert werden kann. Er ist unter dem Titel „Medienmarathon“ zu finden, wenn die App „Biparcours“ auf dem Handy oder Tablet installiert ist. Der Parcours richtet sich an 4. – 6. Klassen und kann entweder mit dem eigenen Handy oder bei einer angemeldeten Führung auch mit I-Pads aus der Bibliothek absolviert werden. Die App kann problemlos noch kurz vor der Veranstaltung heruntergeladen werden.

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Multiple-Choice-Frage des Biparcours

 

 

Die Aufgaben des Parcours orientieren sich an bereits vorhandenen, erprobten Rallyes, die regelmäßig in der Kinderbibliothek angewendet werden. Es bietet sich an, Gruppen von ca. 4 Kindern zu bilden. Die Aufgaben sind in verschiedene Etappen aufgeteilt, die in beliebiger Reihenfolge ausgewählt werden können, z.B. Bibliotheksbenutzung, Regalsuche, Suche im Online-Katalog oder Suche auf der 2. Etage. Die meisten Fragen sind in „Multiple Choice-Form“ gestellt, damit es nicht durch falsche Rechtschreibung zu einer falschen Antwort kommt. Ein besonderes Highlight ist der so genannte kreative Teil. In diesem Abschnitt geht es z.B. darum, ein Selfie von der Gruppe zu machen, ein Buch in einer fremden Sprache vorzulesen und das zu filmen oder auch darum, einen QR-Code zu finden, der in der Bibliothek versteckt wurde.

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Kreativaufgabe

Die ersten Erfahrungen mit der App sind sehr gut. Die Schüler haben Spaß und es ist etwas anderes, als einen Papierbogen ausfüllen zu müssen. Auch die Lehrer haben bei unseren ersten Versuchen mitgemacht und den Parcours mit Erfolg absolviert. Wenn der Parcours selbständig von einer Klasse in der Bibliothek bearbeitet wird, gibt es die Möglichkeit, eine Teamrunde auszuwählen und sich die Ergebnisse per E-Mail zuschicken zu lassen. Ein besonderes Highlight ist es immer, die Fotos und Filme der Kinder gemeinsam anzusehen. Bei einer Führung in der Bibliothek werden die Ergebnisse im Anschluss an den Parcours gemeinsam ausgewertet.

 

 

pb

Virtuelle Realität: Testet die HTC Vive

4 Jun
Die Virtuelle Realität mit der HTC Vive

Die Virtuelle Realität mit der HTC Vive

Dieses Jahr erlangen gleich mehrere, lang erwartete VR-Brillen die Marktreife und das Thema Virtuelle Realität ist in aller Munde. Wir gehen davon aus, dass sie große Auswirkungen auf die Medienkultur der Gegenwart haben wird – zum Beispiel im Spielesektor, in der Architektur, der Medizin oder der Kommunikation im sozialen Netz. Deshalb wollen wir, dass ihr euch völlig unabhängig ein Bild von dieser neuen Medientechnik machen könnt und haben die HTC Vive in unseren Makerspace geholt.

Bei einem Kickoff-Event am Freitag, 10. Juni 2016, wird die neue Hardware auf der vierten Etage der Zentralbibliothek am Neumarkt von 14 bis 18 Uhr vorgestellt, und es gibt die Möglichkeit sie auszuprobieren.

Gegenüber anderen Modellen bietet die „Vive“ eine lasergestützte Positionsbestimmung des Anwenders im Raum. Dieser kann sich daher in einem bis zu 20 Quadratmeter großen Raum frei bewegen. Zwei VR-Controller ermöglichen die Interaktion mit Objekten in der Anwendung.

Ab 15. Juni kann die neue „HTC Vive“ jeden Mittwoch und Freitag von 16.30 Uhr bis 18 Uhr auf der 4. Etage der Zentralbibliothek ausprobiert werden.

Ab sofort könnt ihr jeden Mittwoch von 17:00 bis 18:00 Uhr die Oculus Rift und jeden Freitag von 17:00 bis 18:00 Uhr die HTC Vive testen.

Schon seit einigen Jahren bieten wir euch einen nicht kommerziellen Zugang zu neuen Technologien, die die Zukunft entscheidend prägen werden. So hattet ihr schon vor der Markteinführung bei uns die Möglichkeit, mit der Entwicklerversion der heiß diskutierten „Oculus Rift“ durch die Virtuelle Realität zu spazieren.

(ba)

Quantified Self am 5. Oktober

29 Sep

Es gibt viele Gründe, Daten über den eigenen Körper zu sammeln: gesundheitliche Probleme, Neugierde, Fitness oder sogar Forschung.

Am 5. Oktober treffen sich bei uns Anhänger der Quantified-Self-Bewegung, die sich regelmäßig mit Apps und tragbaren Sensoren vermessen. Kommt dazu, ganz egal ob ihr selbst QS praktiziert oder einfach nur Interesse an der Thematik habt.

Selbstvermessung per Smartphone

Selbstvermessung per Smartphone

Programm
• Willkommen und Vorstellung (Andreas Schreiber, Nana Lohmanns)
• Einführungsvortrag: Was ist Quantified Self? (Nana Lohmanns)
• Show & Tell: Selbstvermessung nach einem Schlaganfall (Andreas Schreiber)
• Show & Tell: Zahlen, bitte! (Chantal Pannacci)
• Vortrag: Den eigenen Stress vermessen (Steven Jonas)

Die Veranstaltung ist kostenlos und startet am 05. Oktober um 19 Uhr im Erdgeschoss der Zentralbibliothek am Neumarkt (Josef-Haubrich-Hof 1). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich aber bei Quantified Self – Meetup Cologne möglich. Wenn ihr bei Facebook seid, könnt ihr uns außerdem mit einem Klick auf “Teilnehmen” bei der Getränkeschätzung helfen: “Quantified Self – Meetup Cologne” bei Facebook.

„Quantified Self – Meetup Cologne“ findet im Rahmen unserer Reihe geeks@cologne statt, die sich an Technikaffine und Pixelverliebte in und um Köln wendet. Vielen Dank an Kölncampus, für die Unterstützung. Mehr Informationen zur Veranstaltung und zur Reihe findet ihr unter www.geeks.cologne.

ba

re:publica 2015 – #rp15 – Tag 3

7 Mai

Darf man Endspurt schreiben, oder ist das zu uncool? Egal. Endspurt.

Wider die Bewilligungskultur im Netz

Leonhard Dobusch ist Juniorprofessor für Organisationstheorie in Berlin und aktivier Autor für netzpolitik.org. In seinem Talk widmet er sich kompliziertem Urheberrecht und der Tatsache, dass mir jede einzelne Plattform eigene ABG zum durchlesen überscrollen und abnicken abverlangt. Er handelt dabei verschiedene Streamingdienste ab, streift Bibliotheken (!) und landet bei der Remix-Kultur. Guckt Euch das an, ist schön orchestriert und sehr interessant.

3D printing in Katastrophengebieten

@andrewlamb stellt Field Ready vor. Das ist eine humanitäre Organisation, die ein großes Logistikproblem umgeht, denn sie stellt Hilfsgüter vor Ort her. Am Beispiel von Nepal sieht man aktuell, welche Bruchstellen in einer solchen Versorgungskette entstehen, wenn Güter wehen bürokratischer Hürden am Flughafen verrotten. Und auch sonst bergen Transportwege unvorhersehbare Tücken wie kaputte Straßen oder Fahrzeuge. Diese Ungewissheiten werden von Hilfsorganisationen teuer bezahlt: Logistik frisst 60-80 % ihres Einkommens.

Field Ready zieht seine Inspiration aus der Science-Fiction. Die Technologie des Replikators in Star Trek wird regelmäßig mit 3D-Druck verglichen, auch wenn noch gefühlte Lichtjahre dazwischen liegen. Dennoch, so Lamb: „Wir haben zwar keine Raumschliffe und Replikatoren – aber Flugzeuge und 3D-Drucker.“ Seine Vision ist, die komplette, fehleranfällige und teure Vertriebskette von Herstellern zum Feld zu übergehen, indem die Herstellung direkt im Feld platziert wird. Er nennt das hyper-local manufacturing & deployable makerspaces.

Andrew Lamb zeigt Nabelschnurklammern aus dem 3D-Drucker.

Andrew Lamb zeigt Nabelschnurklammern aus dem 3D-Drucker.

Und wie sieht das konkret aus? In Haiti hat es schon funktioniert, und zwar mit dem unscheinbaren Produkt „Nabelschnurklammer“. Das simple Plastikding hattet ihr wahrscheinlich schon alle umgetackert – es ist für die Säuglingsbehandlung ziemlich wichtig, da es Infektionen verhindert. Ohne die Vertriebskette und aus dem 3D-Drucker ist es 40% billiger herzustellen. Ganz zentral ist dabei laut Lamb, lokalen Makern Technologie und Software beizubringen, sodass sie möglichst unabhängig handeln können. Nun könnte man einwenden, dass ja auch das Filament für den Drucker eine Vertriebskette benötigt – Field Ready legt aber wert darauf auch Gerätschaften bereizustellen, mit denen andere Kunststoffe für den 3D-Druck recyclet werden können.

Ein inspirierendes Projekt. Wir fragen uns, inwiefern wir als Bibliothek etwas beitragen könnten.

Eingeschoben: Ein Talk zu der dunklen Seite des sog. E-Health. Wie würdet ihr diese Fragen beantworten?

Eingeschoben: Ein Talk zu der dunklen Seite des sog. E-Health. Wie würdet ihr diese Fragen beantworten?

Der Terminator in unserer Hosentasche

Jérémie Zimmermann fragt, wie man den Gegner „Überwachung“ bekämpfen (und ultimativ besiegen) kann. Aktuell scheint es ein ungleicher Kampf zu sein, denn er hat einen entscheidenden Vorteil: er ist unsichtbar. Als Schablone dient ihm die künstliche Intelligenz Skynet aus James Camerons Terminator (bei uns im Bestand unter Uv *Action* Terminator). Der einzige Unterschied zur Realität: Wir leben in keiner Atomapokalypse und es gibt (noch!) keine 100%ig autonomen Maschinen. Aber wir leben schon in einer Welt, in der Maschinen unfassbar viele Daten aggregieren und verarbeiten.

Zimmermann sagt „fuck privacy“ und meint damit, dass Privatheit nur ein Konzept, nur eine Idee sei. Kulturell konstruiert. Wichtiger sei der Schutz der Intimität, da sie es uns als einzige Möglichkeit erlaube, wirklich wir selbst zu sein. Denn Intimität erlebe man entweder alleine oder nur mit den Menschen, die man dafür bestimme. Und genau diese Intimität ist es, die von den Maschinen bedroht wird. Wie genau? Er nennt drei Aspekte zeitgenössischer Smartphones.

  1. Hyper-Zentralisierung. Bedeutet: Die NSA kann alles sehen, auch nicht abgesendete aber eingetippte Dinge.
  2. Komplexität. Nur sehr wenige Menschen verstehen, wie das Gerät bis zur Prozessorebene im Detail funktioniert. Doch wie will man die Macht über etwas zurückgewinnen, das wie Magie erscheint?
  3. Es gibt die Illusion von Sicherheit. Google und alle anderen beteuern stets, die Daten seien sicher bei ihnen.

Am eindrücklichsten ist vielleicht der Kauf von Boston Dynamics durch Google vor einiger Zeit. Boston Dynamics stellt (Kampf?-)Roboter her, die den Maschinen aus Terminator schon ziemlich nahekommen. Zimmermann fragt: Eine Kampfmaschine, die alle Daten hat – was kann da schon schiefgehen?

Wir fühlen uns angesichts dieser „Wunderwerke“ wie Sarah Connor im Film, sagt Zimmermann. Denn wir können das, was wir erleben und sehen, kaum fassen. Doch wie bekämpfen wir das? Mit Rohrbomben, so wie im Film? Er schweigt. Zuckt mit den Schultern. Der Saal lacht. Nein, er möge Rohrbomben nicht so gerne. Lieber sei ihm freie Software und 100%ig von uns kontrollierbare Computer. Und die wir verstehen.

Letztlich liefert Jérémie eine Brandrede, aber eine sehr imponierende.

Sie endet mit: Let’s crush those fuckers.

Fazit

Der Schlusssatz oben macht es noch einmal deutlich: die re:publica ist eine politische Veranstaltung. Die Stimmung der netzkulturell geprägten Beiträge war düster. Business spielt eine Rolle, aber eine untergeordnete. Die Makerkultur hatte mit dem Global Innovation Gathering (GIG) zum dritten Mal eine prominente Subkonferenz, deren Beiträge von Optimismus und viel Bewegung zeugten. Ansonsten muss sich die re:publica regelmäßig den Vorwurf gefallen lassen, bloß ein Ringelpietz der Berliner Netz-Schickeria zu sein. Diesen Eindruck können wir nicht bestätigen. Natürlich treffen sich dort alte Freunde und der Kern mag ein kleiner sein, aber gleichzeitig kommen kreative Ideenträger aus der gesamten Welt zusammen und atmen gemeinsam den Geist der digitalen Gegenwart. Tauschen sich aus. Machen auf sich aufmerksam.

Das darf nichts Schlechtes sein.

Darum kommen wir gerne wieder. Wenn wir dürfen.

cd & sa

Premiere für unsere Maker Kids

17 Apr

Ein Video sagt mehr als tausend Worte, daher:

Film ab!

Im Makerspace der Stadtbibliothek Köln könnt Ihr viele kreative und digitale Techniken anwenden. In Workshops bieten wir Euch die Möglichkeit, Geräte und Software hands on auszuprobieren. Denn wir stellen zwar einiges an Equipment bereit, die Arbeit damit findet aber eigenverantwortlich statt. Damit wir noch mehr Menschen mit diesem Angebot erreichen, haben wir ein niederschwelliges Einstiegsangebot für Kinder etabliert: Die Maker Kids. In den vergangenen Osterferien stieg das Programm für 8- bis 12-jährige junge Menschen – sie erlebten dort analog wie digital spielerisch den Reiz des Selbermachens.

Und sonst so?

Schon der erste Kurs begeisterte die Kinder, denn es galt dem Finch Roboter Beine zu machen. Jungs wie Mädchen stellten mit Drag & Drop Codes zusammen, die den Roboter dann durch den Raum schickten. Mimi Zak und Laura Bauer, Schülerinnen an der Kaiserin-Augusta-Schule, hatten die Meute (also Roboter und Kinder) prima im Griff.

Im zweiten Kurs hatten viele Kinder alte Technik von zu Hause mitgebracht und durften diese nach Herzenslust auseinandernehmen. Marie Franzen (Repair Café Köln-Porz) erklärte während der spaßigen Dekonstruktion, was die Kinder da so nach und nach freilegten.

Für Crazy Machines war dann erst mal Zocken angesagt, denn das physikverliebte Computerspiel, hier auf Tablets und der Wii genutzt, sollte zum eigenen Basteln anregen. Nachdem erste Eindrücke und Ideen geweckt waren, wurde mit Unmengen an spannendem Material an eigenen Kettenreaktionen für die große, eigene Crazy Machine gebaut. Der Spieleratgeber NRW hatte uns tolle Leute vorbeigeschickt, die die Kinder zum Strahlen brachten.

Für den Erfindertag (Design-a-thon) hat Gisèle Legionnet-Klees tatsächlich kurz theoretisch geklärt, welche Probleme denn die Gesellschaft oder eine Stadt wie Köln hat, um Impulse zur Kreativität gegeben.  Mit Schule hatte die lockere Runde aber nicht viel gemeinsam und spätestens beim anschließenden Umsetzen der Ideen wurde mit Heißklebepistole und Co alles gegeben.

Die Ergebnisse des Erfindertages wurden von den Kindern selbst vorgestellt, seht selbst:

Die Workshops, die auch in den Herbstferien wieder stattfinden, werden gefördert durch „HIT Stiftung – Kinder brauchen Zukunft“. HitStiftung Logo

ba & bp & sa & si

Service-Innovation: LAT-EX – Medien per Drohne

1 Apr

Jeder kennt das: der Feierabend oder das Wochenende naht und zum Freizeit-Glück fehlen noch die Medien aus der Stadtbibliothek. Aber jetzt noch mal durch die Stadt quälen, um an den begehrten Stoff zu kommen? Mancher überlegt sich das zweimal.  Derweil haben wir die Lösung für dieses Problem gefunden:

Wer den aktuellen Stand des Drohnen-Frachtverkehrs verfolgt (sei es in den USA oder an der Nordseeküste), erkennt das große Potential der neuen Transportmethode. Die wendigen und flexiblen Flugkörper schlagen sämtliche anderen Liefer-Optionen, was Geschwindigkeit und Punktgenauigkeit von Start und Ziel betrifft.

Aus diesem Grund ist die Stadtbibliothek Köln heute besonders stolz, ihren Start ins Drohnen-Zeitalter bekannt zu geben. Eine kleine hoch motivierte Tech-Unit des Hauses stemmte in den letzten Monaten die Herkulesaufgabe: Galt es doch als weltweit erste Bibliothek einen Leihverkehr durch die Luft zu realisieren. Frei nach dem Motto:

The sky is the limit

In einem langwierigen Einigungsprozess mit den Behörden, der Luftaufsicht und dem ortsansässigen Flughafen gelang es uns schließlich, die notwendigen Genehmigungen einzuholen. Bei der Beschaffung der Flitzer achteten wir auf die spezifischen Anforderungen unserer Medien. Vier Drohnen stehen jetzt zur Verfügung: Vom wendigen „Bee Speeder“ für leichte CDs und DVDs, über zwei „Quadrocopter Air Dogs“ für normale Bücher bis zum „Sky Bull“ für schwere Kunstbände.

Anfang Juli heißt es lift off für das Projekt LAT-EX. Das steht für Library Air Transportation-Express. Im Video oben haben wir die entscheidenden Abläufe zusammengefasst.

Und so wird es funktionieren:

Telefonisch nehmen wir die Bestellung entgegen. Sofern Sie vom Smartphone aus abgesetzt wird, empfangen wir danach die GPS-Daten, sodass wir den genauen Standort des Lesers kennen. Ein Mitarbeiter sucht die Medien im Haus zusammen und schickt sie per interner Logistik an den UAV-Beauftragten.

Dieser bestückt die Drohne, die inzwischen mit den Standortdaten gefüttert wurde. Die Route berechnet der Bordcomputer – und schon geht’s los. Je nach Auslastung kann die Drohne mehrere Ziele im Kölner Stadtgebiet anfliegen, bevor sie zur Zentrale zurückkehrt. Zur Zeit funktioniert jedoch nur die Ausleihe von Medien – die Rückgabe wird wahrscheinlich ab Herbst 2015 zur Verfügung stehen.

gp & sa

P.S.:  Wer sich für den Service interessieren, kann sich ab sofort bei unserem Kundenservice registrieren lassen. Einfach eine Mail mit der Mitgliedsnummer an:  kundenservice@stbib-koeln.de

Dort erfährt man auch, was der Spaß kostet, aber keine Bange, es wird nach Gewicht abgerechnet.