Tag Archives: Veranstaltungen

Wenn DOT Vader gegen R2DASH2 kämpft

3 Mai

 

Azubi-Projekt mit den Robotergeschwistern Dash&Dot

Umgeben von 7 gespannten Kindern, saßen wir Azubis in der Stadtteilbibliothek Bocklemünd. Bewaffnet mit iPads, Robotern und Euphorie, galt es für die WorkshopteilnehmerInnen jetzt das erste Mal einen Roboter zu programmieren! Mit der App „Wonder“ lernten sie anschaulich etwas über einfache Coding-Bausteine.

 

 

In zwei Gruppen eingeteilt machten sich die Kinder peu à peu mit Kategorien wie Sound – Bewegung – Aktion vertraut und unternahmen erste virtuelle Gehversuche.

Mit großen Augen beobachteten wir, wie schnell sich die „Nachwuchs-Coder“ zurechtfanden und im Team schon die ersten Ideen entwickelten. Beide Gruppen überlegten sich jeweils eine kurze Story, die mit den Robotern nachgestellt werden sollte. Dafür konnten sie ihrer Phantasie freien Lauf lassen – Dash&Dot verwandelten sich in Superhelden, Piraten, Aliens, Tiere… und schließlich Star Wars-Charaktere.

Um die Roboter-Geschwister auch möglichst echt wirken zu lassen, durfte natürlich die richtige Verkleidung nicht fehlen. Dot wurde der berühmt-berüchtigte Dot Vader und Dash sein Widersacher R2Dash2.

 

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© Stadtbibliothek Köln

 

Ihre Filmpremiere in den Produktionen feierten ebenfalls die Minions, Prinzessin Leia oder Luke Skywalker!

Nun entwarfen die Kinder ein kurzes Coding-Konzept: Wie programmiert man Handlungsabläufe, um die erdachte Geschichte wirkungsvoll zu verfilmen? Ginge es nach den jungen Programmierern, wäre hier bereits der nächste abendfüllende Blockbuster entstanden. Wir mussten den Elan der ambitionierten Storyteller fast schon bremsen, so viele Szenen wollten sie nachstellen.

 

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© Stadtbibliothek Köln

 

Durch die Funktionen der App standen viele Möglichkeiten zur Verfügung: Geräusche, eigens aufgenommene Sounds, Bewegungen, Lichter und vieles mehr versetzten nicht nur die Roboter-Motoren in Schwung, sondern erfüllten die ganze Bibliothek mit Leben. Um die Früchte der harten Arbeit auch für nachfolgende Generationen junger Coder festzuhalten, haben wir die Geschichten aufgenommen, geschnitten und bearbeitet. So besitzen die Kinder eine jederzeit abrufbare Erinnerung an ihr erstes Programmieren mit Dash und Dot.

 

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© Stadtbibliothek Köln

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© Stadtbibliothek Köln

 

 

Azubis der Stadtbibliothek Köln – Eileen, Kira, Zoraya und Simon

Nachbericht zu „Unglück auf Rezept – Die Anti-Depressiva-Lüge und ihre Folgen“

19 Jan

Depressionen sind weltweit die führende Ursache für Berufsunfähigkeit. Seit 1991 hat sich die Verschreibung von Antidepressiva versiebenfacht und die Frühberentungen aufgrund psychischer Ursachen verdreifacht. Auch krankheitsbedingte Fehltage im Arbeitsleben haben trotz medikamentöser Behandlung zugenommen. Ein Thema, das Millionen von Deutschen betrifft: Depressionen – genauer gesagt: Antidepressiva. Die Medikamente, mit denen Depressionen behandelt werden.

Dies sind Fakten, die Hirnforscher Dr. Peter Ansari in der Zentralbibliothek vortrug, und die er (zusammen mit seiner Frau) in dem gemeinsam verfassten Buch Unglück auf Rezept von 2016 belegte. Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Gesund leben – Körper Geist Gesellschaft“ hatte er Gelegenheit, seine Thesen erstmals in Köln vorzustellen.

Mithilfe seiner Prezi-Präsentation vermittelte der Referent viele minutiös recherchierte Fakten abwechslungsreich und unterhaltsam. Sein Vortrag umfasste das komplette Spektrum der Thematik – von den Ursachen der Depression bis hin zur Therapie – der Schwerpunkt lag aber auf der medikamentösen Behandlung. Im Publikum saßen viele Betroffene, teilweise aufgrund von Vielfachmedikation nicht mehr arbeitsfähig. Aber auch einige, die beruflich mit dem Thema zu tun haben und die ihr Wissen erweitern wollten. Sogar ein Facharbeitsschüler wollte den Referenten hören und ihn noch zu ein paar Unklarheiten befragen.

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Der Facharbeitsschüler und Herr Dr. Ansari. Copyright: Stadtbibliothek Köln

Peter Ansari, der seit 10 Jahren intensiv zum Thema Depression forscht und darüber seine Doktorarbeit geschrieben hat, stellte klar, dass Depression keine neuro-chemische Mangelerscheinung sei. Es gäbe keine einzige Studie, die einen Zusammenhang zwischen niedrigem Serotoninspiegel und Depressionen nachweisen könne.

Er berichtete, dass Mitte der 80er Jahre ein Medikament nach dem anderen von der Gattung SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) wegen Wirkungslosigkeit und ausbleibender Heilerfolge kurz nach Einführung wieder vom Markt genommen wurde. Die Situation änderte sich erst 1988, als das Medikament „Prozac“ auf den Markt kam. Weltweit mit einer gigantischen Marketingkampagne beworben, bei der auch Ärzte als Multiplikatoren mit ins Boot genommen wurden. Unter anderem wurde es auch für andere medizinische Indikationen und sogar bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Trotz massiver Nebenwirkungen, Abhängigkeit, Absetzproblemen und Suiziden haben heute Antidepressiva vom Marktanteil her Tranquilizer und Neuroleptika um ein Vielfaches überholt, schilderte der Referent. Hierzu hätten Studien der Pharmaindustrie, die von den Rahmenbedingungen her so lange verändert wurden, bis das Ergebnis „passte“ (andernfalls in der Versenkung verschwanden), erheblich mit beigetragen – so Peter Ansari.

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Der Referent während des Vortrags. Copyright: Stadtbibliothek Köln.

2002 entdeckte Universitätsprofessor  Irving Kirsch (Placeboforscher an der Harvard Medical School) in einer großangelegten Meta-Studie den Super-Placebo-Effekt der Antidepressiva.  Paradoxerweise sei dieser umso größer, je höher die spürbaren Nebenwirkungen sind (sexuelle Funktionsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Sedierung, Gewichtszunahme, Dauerschlaflosigkeit infolge Beeinträchtigung normaler Schlafmuster durch Unterdrückung des Rem-Schlafs u.v.m.).

Lediglich bei schweren Depressionen sei die Sachlage etwas anders, fuhr Dr. Ansari fort. Der Forscher Kirsch erklärt dies mit den ausbleibenden Nebenwirkungen, die Patienten in dieser Gruppe erfahren. Er geht davon aus, dass Patienten mit schweren Depressionen in den allermeisten Fällen bereits Erfahrungen mit Antidepressiva hätten und dadurch erkennen würden, dass sie sich in der Placebogruppe befänden. Dieser Umstand würde dann als Nocebo eine Wirkung entfalten, wodurch sich der Gesundungsprozess verzögerte. Hier sei ein kleiner Effekt messbar, der sich möglicherweise allein darin begründet, dass bei schweren Depressionen Placebos nicht sehr viel bewirken. Jedoch ist hier höchste Vorsicht bei der Einnahme geboten, warnte der Referent: Antidepressiva können durch Aktivierung Patienten aus der von ihrem Körper selbstgewählten Starre herausreißen und einen Suizid erst möglich machen. Dazu kann man viele Fälle von Betroffenen im Buch der Ansaris nachlesen.

Auch wenn die Biochemie der Depression (noch) unbekannt ist, eines steht für die Verfasser fest: Der oder die Betroffene befindet sich nicht im seelisch-körperlichen Gleichgewicht. Ihr Ziel:  Mögen alle Betroffenen in ihrer Krankheit die Chance erkennen, dies zu ergründen und zu ändern.

Weiterführende Links

Weitere Bücher zum Thema findet ihr in der Zentralbibliothek auf der 3. Etage unter der Signatur Wdm 9.17.

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Ausstellung zum Thema auf der 3. Etage der Zentralbibliothek. Copyright: Stadtbibliothek Köln.

 

 wk

Wir schwimmen neuerdings mit Haien…

29 Dez ©Stadtbibliothek Köln

Seit jetzt nun mehr als zwei Monaten ist Google Expeditions bei uns in der Bibliothek im Einsatz. Eins ist klar, ob als Bestandteil von Klassenführungen, als offene Veranstaltung oder im Rahmen des MakerKids Programms – die Google VR-Cardboards sorgen regelmäßig für strahlende Kinderaugen und versetzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedes Mal in große Begeisterung. Im Nachfolgenden präsentieren wir Ihnen/Euch deshalb ein paar Impressionen der vergangenen Veranstaltungen in Form von Text und Bild. Anschließend gibt es einen kleinen Ausblick für das neue Jahr.

Kleiner Exkurs: Was ist Google Expeditions?
Google Expeditions ist ein Virtual-Reality-Tool für Kinder, ursprünglich konzipiert für den Schulunterricht. Die App ermöglicht virtuelle Expeditionen zum Mond oder Unterwasserlandschaften – und das alles ohne das Klassenzimmer – oder in unserem Fall die Bibliothek – zu verlassen. Expeditions steht dabei nie allein und wird in der Regel in andere Aktivitäten mit eingebunden.

©Stadtbibliothek Köln

Das Google Expeditions-Kit besteht aus einem Tablet, Smartphones (auf denen die Expeditions App vorinstalliert ist), einem Router, mit dem die Expeditions App über ein eigenes WLAN ausgeführt werden kann sowie VR-Cardboards ©Stadtbibliothek Köln

Bisherige Veranstaltungen:
BIPARCOURS-Medienmarathon in der Kinderbibliothek:
Seit Anfang Oktober ist Google Expeditions Bestandteil des BIPARCOURS-Medienmarathons. Dafür wurde der bestehende Parcours für Klassenführungen um die Komponente „Google Expeditions“ erweitert. Während dieser Etappe nehmen die Kinder an einer Expedition teil. Dabei gibt der Expeditionsleiter wichtige Informationen, die sich die Kinder merken müssen und anschließend werden im Parcours Fragen dazu beantwortet.

Ran ans Lesen:
Auch im Rahmen von „Ran ans Lesen“ wird Google Expeditions bereits eingesetzt. Die Kinder besuchen hier während der Veranstaltung ausgewählte Expeditionen (z.B. Vulkane) und tragen dabei ihr Wissen zu dem Thema zusammen. Im Anschluss werden drei Geschichten zum Thema vorgestellt und angelesen. Jedes Kind kann sich dann eines dieser Bücher aussuchen und ausleihen. Das ermöglicht uns, spielerisch Wissen zu vermitteln und zum Lesen anzuregen.

Offene Veranstaltung zum Ausprobieren:
Im Rahmen dieser Veranstaltung werden immer ausgewählte Themen (z.B. Mond, Vulkane, Weihnachten) vorgestellt. Kinder haben hier die Möglichkeit, die Google VR-Brillen auszuprobieren und verschiedene Orte zu besuchen – und das alles ohne die Bibliothek zu verlassen. Die Reisen werden durch Wissensfragen angereichert und anschließend werden passende Bücher präsentiert, die von den Teilnehmern ausgeliehen werden können. Im Dezember gab es ein Weihnachts-Spezial mit einer Vorlesung und passendem Weihnachtsgebäck.

MakerKids:
Das MakerKids-Programm führte die Abenteurer durch Museen auf der ganzen Welt. Ausstellungsobjekte waren Dinosaurier-Skelette. Nach dieser Reise gruben die Kinder mit Hammer und Meißel T-Rex-Knochen aus Gips aus und bauten die Knochen anschließend zu einem vollständigen T-Rex-Skelett zusammen. Eine Riesensauerei – und ein Riesenspaß! Mehr dazu: hier

©Stadtbibliothek Köln

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Sonstiges:
Darüber hinaus wurde Expeditions bereits auf vielen Sonderveranstaltungen gezeigt und vorgeführt. Mit dabei war beispielsweise der „Tag der virtuellen Realität“, der „Digital Education Day“ und unser Auftritt im EU-Parlament in Brüssel #GenerationCode. Expeditions war außerdem Teil des Workshops „Bau dein eigenes Cardboard“.

Ausblick:
Im kommenden Jahr wird Expeditions fortgesetzt und das Medium bietet noch zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten, um Themen anschaulich zu gestalten, Wissen zu vermitteln und neugierig auf Bücher zu machen. Wir wollen deshalb weitere Bausteine entwickeln, die für allgemeine Führungen geeignet sind. Expeditions ist eine wunderbare Ergänzung, um mit Worten und Sprache zu spielen und zu Aktivitäten anzuregen. Wir freuen uns deshalb auch im Jahr 2018 auf eine spannende Zeit mit dem Projekt und freuen uns auf noch viele weitere „Ohhhs und Ahhhs“.

(im)

Viel Kultur im Herbst

27 Aug

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Zentralbibliothek hat Programm für September bis Dezember zusammengestellt

Zahlreiche Persönlichkeiten aus Literatur, Wissenschaft und Forschung stellen im Herbst 2014 in der Zentralbibliothek am Neumarkt ihre aktuellen Bücher vor. Dazu zählt der finnische Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, Hannu Raittila, mit der deutschen Übersetzung seines Romans „Kontinentaldrift“. Navid Kermani diskutiert sein aktuelles Buch „Zwischen Koran und Kafka“ mit dem Literaturkritiker Hubert Winkels. Der kenianische Krimistar Mukoma wa Ngugi spricht im Rahmen der Crime Cologne mit der Afrika- und Krimiexpertin Antje Deistler über seinen Roman „Nairobi Heat“. Georg-Büchner Preisträger Jürgen Becker liest aus noch unveröffentlichten Texten und Josef Ortheil stellt sein Tagebuch „Blauer Weg“ in einer neuen Ausgabe vor.

In der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit“ versprechen Vortrag und Diskussion mit dem Kunsthistoriker und Architekten Niklas Maak zum Thema „Warum wir andere Häuser brauchen“ spannend zu werden. Darf man das „Leben der Anderen“ kritisieren? Diese gesellschaftlich relevante Frage stellt sich die Philosophieprofessorin Rahel Jaeggi zusammen mit Gert Scobel. Erstmalig zu Gast in der Stadtbibliothek ist die Deutsche Medienakademie. Experten nehmen Stellung zur Internet-Sicherheit und liefern neueste Erkenntnisse im Gespräch mit Akademiedirektor Ekkehard Gerlach.

Auch Ausstellungen stehen wieder auf dem Programm. Mit einer prominenten Cartoon-Schau afrikanischer Karikaturisten unter dem Titel „Trugbild oder Chance“ leitet die Stadtbibliothek das Afrika-Filmfestival zusammen mit filmInitiativ ein. Die Ausstellungseröffnung begleitet der weltweit bekannte Musiker Aly Keita. Das Literatur-in-Köln-Archiv zeigt „Zauber und Vielfalt literarischer Reisebeschreibungen – von Laurence Sterne bis Christoph Ransmayr“ aus der Sammlung Wolfgang Geisthövel.

Zahlreiche Kooperationspartner begleiten das Kulturprogramm der Stadtbibliothek, unter Ihnen das Amerika Haus NRW, die Buchhandlung Klaus Bittner, das Haus der Architektur, das Institut Francais und das Literaturhaus Köln.

Das Kulturprogramm ist unter anderem in den Einrichtungen der Stadtbibliothek, im Bürgerbüro am Laurenzplatz, in ausgewählten Buchhandlungen und im Literaturhaus erhältlich. Die Veranstaltungen der Stadtbibliothek, die Preise und Infos zum Vorverkauf stehen unter

http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/stadtbibliothek/

auch im Internet.

 

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Impressionen von der Lesung „Die digitale Gesellschaft“ mit Markus Beckedahl und Falk Lüke

30 Okt

Online und offline werden in Zukunft nicht mehr zu trennen sein. Das war eine der wichtigsten Aussagen von Falk Lüke und Markus Beckedahl, die am 29.10.2012 aus ihrem Buch „Die digitale Gesellschaft“ gelesen haben. Das mag für viele geübte Netzmenschen total banal klingen, ist aber den meisten Menschen, denen wir draußen im Real Life begegnen, gar nicht in voller Tragweite bewusst.

Das aufmerksam lauschende Publikum

Das aufmerksam lauschende Publikum

Mit welchen Problemen sich die digitale Gesellschaft auseinandersetzen kann und auch sollte, belegten Beckedahl und Lüke eindrucksvoll anhand vieler einzelner Beispiele und anschaulicher Anekdoten. Es ging um Jugendschutz, Netzneutralität, das Informationsfreiheitsgesetz, UFOs und das Knacken von ePUB-Dateien. Schon zum Thema Monopolisierung im Internet gab es eine erste kurze Diskussion mit dem Publikum. Das hielt sich im weiteren Verlauf des Abends dann aber zurück und ließ sich Passagen aus dem Buch vorlesen, aus der Erfahrung der beidene Netzaktivisten erzählen, und erst zum Schluss der Lesung kam eine lebhafte Diskussion in Gang.

Beckedahl und Lüke

Beckedahl und Lüke

Wem können wir im Netz vertrauen? Wo ist Vertrauen gerechtfertigt? Wie sehr darf ein Staat in Netzneutralität eingreifen? Wo sollte er sich zurückhalten? Lesen alle immer brav die AGBs der Firmen, bei denen sie sich (Internet, Mobilfunk etc.) anmelden? Es gab viele Fragen, aber wenige Antworten – die können Markus Beckedahl und Falk Lüke aber auch nicht allein aus dem Hut zaubern. Expertise ist eben auch nur eine Betaversion, so Lüke, ständig im Wandel und ständig optimierbar. Trotzdem wollten sie mit ihrem Buch und der Gründung des gleichnamigen Vereins Fakten schaffen,  wo sich schon der Chaos Computer Club („eine super Organisation“) der Professionalisierung verweigere („Wenn da nie einer ans Telefon geht…“). Digitale Entwicklungshilfe für die Politik – so das hehre Ziel.

Entwicklungshilfe vor Ort haben sie auf jeden Fall geleistet, denn nach eigenen Angaben hatte nur eine Person aus dem Publikum das Buch tatsächlich auch gelesen. Trotzdem, so Beckedahl, sollte der Inhalt auf  jeden Fall in Buchform erscheinen, denn das war sein großer Traum: Einmal ein eigenes Buch in Händen halten. Dank der Unterstützung der Buchhandlung Bittner konnte sich das Publikum nach der Veranstaltung dann auch noch eindecken.

Im Vordergrund: Literatur zum Thema

Im Vordergrund: Literatur zum Thema

Die Lesung war eine Sonderveranstaltung im Rahmen unserer Reihe geeks@cologne. Weiter geht es übrigens im November, wenn wir den Science Slam zu Gast haben werden. Mehr dazu unter geekscologne.mixxt.de.

(cd)

Karten gewinnen: Markus Beckedahl und Falk Lüke – Die Digitale Gesellschaft

2 Okt

„Die digitale Vernetzung ist innerhalb kurzer Zeit zu einem zentralen Bestandteil unseres Lebens geworden. Viele politische Aktivitäten, die das Internet betreffen, sind aber sinnlos, weil sie auf mangelnde Sachkenntnis zurückgehen oder technisch und juristisch nicht durchdacht sind. Das gilt für jederzeit umgehbare Internetsperren gegen Kinderpornografie wie für Forderungen, die Anonymität im Netz aufzuheben. Nicht nur die chinesischen Dissidenten haben Pseudonyme, schon Tucholsky und Brandt hatten sie – und mit gutem Grund. Überhaupt noch nicht geklärt ist, welche rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Grundlagen im Spannungsfeld zwischen freiem Datenfluss und klaren Regelungen für die Zukunft tragfähig sind.

Es gibt neue Verteilungskonflikte und die Machtfrage stellt sich in dieser Welt ebenso wie in der analogen.“ (aus dem Veranstaltungskalender der Stadt Köln)

Ein Abend, sicher nicht nur zum Zuhören sondern auch zum Mitreden mit Markus Beckedahl und Falk Lüke im Rahmen der Veranstaltungsreihe geeks@cologne.

Für die Veranstaltung, die am 29.10.2012 um 19 Uhr in der Zentralbibliothek am Neumarkt (Josef-Haubrich-Hof 1) stattfindet, verlosen wir 2×2 Karten unter allen, die hier bis zum 7.10.2012 kommentieren.

Die Gewinner benachrichtigen wir per Mail. Viel Spaß!

ck

Die Gewinner stehen fest!

18 Feb

Wir bedanken uns bei allen, die über unseren Blog und unsere Facebook-Seite ihr Glück versucht haben und freuen uns nun, die Gewinner bekannt geben zu dürfen!

Je 2 Karten für die Lesung mit Selim Özdogan am 1. März haben

Kirse und Christopher gewonnen.

Herzlichen Glückwunsch!!

ck

1 Jahr Juniorfirma Bocklemünd !

29 Jan

Heute vor einem Jahr ging die Stadtteilbibliothek Bocklemünd als Juniorfirma an den Start.

Konzept „Juniorfirma“ bedeutet: Auszubildende der Stadtbibliothek Köln übernehmen Leitung und alle anfallenden Arbeiten.

Die Auszubildenden sollen dabei neue Erfahrungen sammeln und selbständig Veranstaltungen planen, Werbung machen und Kunden betreuen.

Im ersten Jahr hat sich viel getan. Folgende Veranstaltungen haben wir organisiert und waren sehr erfreut über die vielen Teilnehmer:

– Vorlesen (Lesewelten)

– Klassenführungen

– Ran ans Lesen

– Spanische Kinder- und Jugendbuchwochen

– Ausstellung Sport in Köln

– „Wii gut bist du?“

– Märchen aus aller Welt

– Lesenacht „Krmi“

– „Schöne Bescherung“

Wir stehen in Kontakt mit den örtlichen Kindergärten, Schulen, Jugendtreffs und Altersheimen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Die Bewährungsprobe ist vorbei und der Stein gerät so langsam ins Rollen.

Auf die nächsten Jahre!

Wir – die Auszubildenden –

EK

Mehrsprachigkeit: ein brandaktuelles Thema!

25 Jan

Unter dem Thema „Sprache ist Macht“ lädt die StadtBibliothek zu einer spannenden Podiumsdiskussion ein.

Termin: Donnerstag, 27. Januar 2011, 20 Uhr, Zentralbibliothek am Neumarkt, Eintritt frei.

Hintergrundinformationen zu den Teilnehmern:

Renan Demirkan:

Werke im Bestand der StadtBiblothek:

  • Schwarzer Tee mit drei Stück Zucker. Roman, 1991.
  • Die Frau mit Bart. Erzählung, 1994.
  • Es wird Diamanten regnen vom Himmel. Roman, 1999
  • Über Liebe, Götter und Rasenmähn. Geschichten und Gedichte, 2003.
  • Septembertee. Autobiographie, 2008.

Auf CD:

Ich bin so gierig nach Leben : Hörspiel / Brigitte Reimann. U.a. mit Renan Demirkan. Berlin, 2004

Gesteuertes Spiel : Hörspiel/ Raymond Chandler. U.a. mit Renan Demirkan. Berlin,  2004.

Interviews zum Thema Sprache: Nets-News, General-Anzeiger, planetlife.tv.

Franz Legewie:

Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Vereins Köln e.V. und Schulleiter an der GGS An St. Theresia Köln.

Prof. Dr. Claudia Maria Riehl:

Stellvertrende Vorsitzende des Zentrums „Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit“, Leiterin von Forschungsprojekten zur Förderung von Mehrsprachigkeit bei Migrantenkindern.

Im Bestand der StadtBibliothek:

Claudia Maria Riehl: Sprachkontaktforschung : eine Einführung, 2. Aufl. Tübingen: 2009.

Weitere Publikationen.

Murat Vural:

Gründer des interkulturellen „IBFS Chancenwerke e.V.“, Mitbegründer des „Social Lab Köln“.

gp

İki dil ile büyümek / Mit zwei Sprachen groß werden

24 Jan

Projekt Mehrsprachige Leseförderung

Peter Körner und Figen Canatalay

Peter Körner und Figen Canatalay

Bei der anschließenden Bewirtung gab es türkischen Tee und deutschen Kaffee und Gebäck beider Länder und viel Lob für die Lesung. Eingeladen hatte das Projekt „Mehrsprachige Leseförderung“ der StadtBibliothek. Gekommen waren 60 Kinder  und Eltern von Grundschulen und KiTas aus Köln-Mülheim und Umgebung. Im Mittelpunkt stand (es war Dezember) der „Demreli Nikolaus – Nikolaus von Myra“ ein Kinderbuch von İmdat Ulusoy. Es lasen Figen Canatalay vom Arkadaş Theater und Peter Körner vom Spielball Theater. Aufmersam lauschten Groß und Klein und stellten anschließend viele Fragen.

Fast 50 Prozent Kinder und Jugendlichen in Köln wachsen mit mehr als einer Sprache auf. Es ist erwiesen, dass Kinder schneller deutsch lernen, wenn sie ihre Muttersprache altersgemäß beherrschen. Sie dabei zu begleiten ist Ziel des Projektes. Hauptsächlich in Nippes und Mülheim arbeiten Stadtteilbibliotheken und ausgewählte Grundschulen zusammen. Ziel ist die Bedeutung des Vorlesens in zwei Sprachen zu stärken. Hand in Hand mit dem Ausbau zweisprachiger Buchbestände und Veranstaltungsangeboten.

Projektleiterin Waltraud Reeder von der StadtBibliothek:

„Vorlesen ist aktive Sprach- und Leseförderung, die beiden Seiten Spaß macht. Wenn man dabei noch eine zweite Sprache vermitteln kann, ist das ein Geschenk und eine Chance für das Kind.“


Waltraud Reeder

Waltraud Reeder

 Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Gabriele Ceseroğlu. Sie ist auch  zuständig für die Eltern- und Veranstaltungsarbeit und meint:

„Die natürliche Mehrsprachigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichte stellt eine wichtige Ressource für die Gesellschaft dar, die es zu nutzen gilt.“

Gabriele Ceseroğlu

Gabriele Ceseroğlu

Nächste Veranstaltung des Projektes „Mehrsprachige Leseförderung der StadtBibliothek Köln“:

„Sprache ist Macht – Was bedeutet Mehrsprachigkeit und wie fördern wir sie?“

Donnerstag, 27. Januar 2011, 20 Uhr, Eintritt frei.

Was können Bildungssysteme wie Kindergärten, Schulen, aber auch Bibliotheken tun, um Eltern und Kinder sinnvoll bei der Erziehung zur Mehrsprachigkeit zu unterstützen?

Renan Demirkan, vielfach ausgezeichnete Schauspielerin und Autorin, nimmt als Gesprächspartnerin teil und liest aus ihren Werken.

Franz Legewie übernimmt die Moderation. Er ist Schulleiter an der GGS An Sankt Theresia in Köln-Buchheim und Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Vereins Köln.

Claudia Maria Riehl ist stellvertretende Vorsitzende des Zentrums „Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit“ und leitet Forschungsprojekte zur Förderung von Mehrsprachigkeit bei Kindern mit Migrationshintergrund.

Murat Vural, Gründer des interkulturellen IBFS Chancenwerk e. V. und Mitbegründer des „Social Lab Köln“ wurde im Dezember 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

gp