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Anna Ballerina sagt „Psssst“ in unserer Bibliothek?

20 Okt

Erinnert sich noch jemand an die Serie Anna aus den 80ern? Da gab es eine mir damals schon recht peinliche Szene, in welcher die Tanzschüler aus dem Nichts bzw. aus deren Handtascheninhalten eine Spontan-Percussionsession abhalten. Die letzten 20 Jahre hatte ich erfolgreich jegliche Erinnerung verdrängt, bis ich folgenden Clip gesehen habe, welcher das gleiche Prinzip in der Unibibliothek verfolgt. Die Instrumente hier: Klapptische und das allgegenwärtige Klischee-Pssssst der Bibliotheks-Anwesenden. Ob das bei uns auch möglich wäre? Naja, uns fehlen die Klapptische. Und ich glaube auch die energischen Psssssst-Sager. Was ein Glück!

Ab Minute 01:10 geht’s zur Sache:

Wer die Anna-Szene nicht kennt oder auch erfolgreich verdrängt hatte, kriegt hier geholfen :

mks

3 guys, 44 days, 11 countries, 18 flights

10 Aug

Eine Reise, 3 Leute, 44 Tage.

Macht: 3 Filme.

Was hier möglicherweise etwas off-topic erscheinen mag, kann ich schnell mit uns verbinden:

Wir ersetzen sicherlich nicht die Traumsprachreise, bieten Ihnen keine Weinprobe und auch keinen Elefantenritt. Aber: Wir bringen Sie dem Ganzen ein wenig näher. Sprachkurs, Weinführer und Infos zu den typischen Elefantenländern gibt es bei uns mindestens, obendrauf genug Platz um den persönlichen Sprachpartner zu treffen (oder unter unseren internationalen Gästen gar zu finden?) und wenn das alles nicht hilft und das Fernweh trotzdem packt: unsere Reiseführer kann man zweimal verlängern. Damit schaffen Sie dann auch 44 Tage. Infomaterial zur Videoproduktion haben wir übrigens auch    B)

Vielleicht noch schöner:

Wenn Sie aufpassen und wenig blinzeln erkennen Sie sogar den von uns damals vorgestellten Bücherturm in Argentinien. Welche Minute war das nur?

Zugegeben, ein Buch ersetzt bei weitem nicht den praktischen Versuch, das einfache Ausprobieren, den persönlichen Lehrer oder den obligatorischen Fehlversuch, der auch immer dazugehört. Aber es kann den Weg zu jeden der Genannten öffnen. Und sei es nur die Planung der Reise. Damit wir, sollten wir gerade nicht die Gelegenheit ergreifen können, schon einmal davon träumen können. Zu Hause auf der Couch, im Bett oder: in der Bibliothek.

Ach: Und wer keine Angst davor hat, direkt Hunger zu bekommen: http://vimeo.com/27243869. Der dritte im Bunde.

mks

Urlaub vorm statt unterm Schirm! Heute: Lascaux

29 Jul

Die schönsten Reisen finden bekanntlich im Kopf statt. Sie sind umsonst, wetterunabhängig und lassen der Phantasie freien Laut. Sollten sie dann immer noch nicht perfekt sein, lässt sich dem vorm heimischem Bildschirm etwas nachhelfen. Hier also unser Reisetipp, der uns 18.000 Jahre zurück katapultiert: In die Höhle von Lascaux. Die Fahrt geht in die Dordogne im Südwesten Frankreich.

Und so sieht die Urlaubsplanung aus:

 Schritt 1: Besuch der Stadtbibliothek und Versorgung mit Literatur (s.u.). Darin entdecken lässt sich die Geschichte der Grotte und ihrer Bilder, die zu den ältesten der Menscheinheit zählen und  z.B. die Antwort auf die Frage, warum die Höhle seit 1963 nicht mehr betreten werden darf.

 Schritt 2: Weiter gehende Recherche im Internet. Z.B. Wikipedia, Gemäldegalerie und Klärung der Frage, warum manche trotz des Verbots die Höhle besuchen dürfen?

 Schritt 3: Gemütlich machen mit Rotwein, Käse und Baguette, den Kopfhörer aufsetzen und dann das hier genießen.

 P.S.: Und abschließend die aktuelle Sensation!

Bestand der Stadtbibliothek, Auswahl:

  • Rand, Paul: Von Lascaux bis Brooklyn. 1996. Signatur: Gu Rand, Paul
  • Lascaux. 1986. Sign.: Gcs Lascaux
  • Bataille, Georges: Lascaux oder die Geburt der Kunst. 1986. Sign.: Gcs Lascaux
  • Lascaux, Höhle der Eiszeit. 1982. Sign.: Gcs Lascaux.

gp

Mallorca: Rafael Nadal schlägt in der Bibliothek auf!

13 Jul

„Mit der Kampagne will die Vereinigung Obra Cultural Balear das Selbstwertgefühl der Mallorquiner und die Verbundenheit mit der Inselsprache Katalanisch stärken“, schreibt die Mallorcazeitung. Gleich an mehreren Orten wurden in den letzten Monaten Image-Videos produziert. Motto:  „Mallorca m’agrada“ („Ich steh‘ auf Mallorca“). Den Vogel sch0ß dabei die Stadt Manacor ab.  Tennis-Super-Star Rafael Nadal, gebürtiger Manacori, wirkte in Auftaktszene des lokalen Streifens mit. Und an welchem Ort könnte man besser das Selbstwertgefühl und sprachliche Identität stärken als in einer Bibliothek? So öffnet Rafael nicht nur die Bibliothekstür sondern in einem Atemzug das Herz der Bibliothekarin. Und uns wird ein Einblick in spanische Bibliotheksatmosphäre gewährt. Dann geht es durch die ganze Stadt, wobei die komplette Einwohnerschaft für Stimmung und gute Laune sorgt.

Also,  beim nächsten Urlaub auf den Balearen auch mal die Bibliotheken besuchen!

gp

Chinas Weg zum Erfolg: Alles begann in einer Bibliothek

27 Jun

Wenn man es überspitzen möchte, könnte man es tatsächlich so sehen.

Alles begann 1918. Der 25jährige Mao Zedong kommt aus der zentralchinesischen Provinz Hunan nach Peking. Durch Vermittlung seines Lehrers bekommt er einen Job als Bibliothekshelfer an der Universität. Dort liest er zum ersten Mal Marx und Lenin. Der Bibliotheksleiter Li Dazhao hat Politökonomie und die russischen Revolution studiert. Er wirkt maßgeblich auf Mao ein…

Alles weitere steht in dicken Geschichtsbüchern (z.B.auf der 1. Etage der Zentralbibliothek).

Heute ist die „sozialistische Marktwirtschaft“ China hinter den USA die Nr. 2 in der Weltwirtschaft. Das kann jeder im Privathaushalt überprüfen, wenn er sich auf die Suche nach Produkten chinesischer Herkunft begibt. Auch in Bibliotheken finden sich immer mehr Bücher „Made in China“, etwa bei den Pappbilderbüchern für die Kleinsten.

Zum 90. Geburtstag der Gründung der kommunistischen Partei erscheint jetzt ein Kino-Film, der auf die Anfangsjahre eingeht: „The Founding of a Party„. Im Ausland soll er unter dem Titel „Beginning of the Great Revival“ laufen. Schauspieler Liu Ye spielt den jungen Bibliotheksangestellten Mao, der in der Bibliothek nicht nur Marx sondern auch seine erste Liebe Yang Kaihui (Li Qin) kennenlernt. In einer Sylvesternacht muss Mao die Nachtschicht (!) übernehmen und sie begleitet ihn. Als das Feuerwerk beginnt, laufen beide hinaus. Er hebt Yang auf seine Schultern, damit sie es besser sehen kann. Diese herzwärmende Szene vor der Bibliothek findet sich am Min./Sek. 59:58 auf der DVD-Version.

 Hauptsponsor des Streifens ist by-the-way die Firma „Cadillac„, eine Tochter von General Motors.

 gp

Was Sie beachten sollten, wenn Sie einen Job bei der Stadtbibliothek bekommen möchten!

23 Jun

Hier per Klick zum Video!

 

Mit dem Gespür der Medienprofis pickten sich Erik Boekesteijn und Jaap van de Geer die Rosinen aus dem Aktions- und Informationsangebot des Berliner Bibliothekartages heraus.

Als da waren Mace Ojala und Jukka Pennanen, die radelnden Botschafter einer neuen Konferenz-Kultur („Cycling for libraries“) und die Leiterin der Stadtbibliothek Köln, Dr. Hannelore Vogt, die über social media, gaming, Politiker, IFLA und anderes Interessantes berichtete.

Diese Mischung aus echtem wie virtuellem Leben und Lernen quer durch die interviewten Köpfe machte diese Ausgabe von „This week in libraries“ höchst elektrisch. „TWIL“, die erste weltweite Internet-Show über Bibliotheken kommt (wundert sich jemand) aus den Niederlanden. Wöchentlich halten Erik und Jaap den globalen und lokalen Trendsettern ihr Mikrofon vor die Nase und fragen mit Charme und Witz nach der Gegenwart und Zukunft von Bibliotheken. Ihr Studio steht in der Openbare Bibliotheek Amsterdam, von der sie gesponsert werden. Aber wenn es irgendwo brennt, so wie in Berlin, sind sie auch vor Ort aktiv.

Hier also die 40 Minuten, die es in sich haben. Was vergessen? Ach, ja! Der kecke Jaap mischte sich in das Gespräch zwischen Erik und unserer Direktorin mit der Frage ein: Wie er denn – bei einer Bewerbung um einen Job – ihre Aufmerksamkeit erregen könnte?

PS: Auch bei zwei weiteren TWIL-Beiträgen rückten Kolleginnen der Stadtbibliothek ins Bild: im Interview Cordula Nötzelmann und als Übersetzerin Babett Hartmann.

(gp)

DIY in der Bibliothek?

16 Mrz

Die DIY-Welle (für die Uneingeweihten: Do It Yourself) ist inzwischen auch schon etwas länger nach Deutschland herübergeschwappt, langsam scheint sie auch das Publikum von Bibliotheken zu erreichen. Eine doch etwas abgefahrene Idee, gibt’s im folgenden Video. Aber ein Hinweis vorab: Bitte nicht mit unseren Büchern nachmachen!

Wer nicht gerade ein Buch zu Hause liegen hat, auf das er verzichten kann, der findet auf der 4. Etage der Zentralbibliothek am Neumarkt unseren Bücherflohmarkt. Ab 1 Euro für ein Hardcover ist man dabei! Zum Teil gibt’s da sehr lohnenswerte Raritäten…