Am Anfang stand die Idee einiger finnischer Bibliothekare, am Ende radelten 70 international zusammen gewürfelte Enthusiasten von Kopenhagen nach Berlin. Die erste Bibliotheks-Unkonferenz auf Rädern war geboren. Neun Tage rollen, reden, Reiseindrücke sammeln – bis die Gruppe am 7. Juni 2011 zum 100. Bibliothekartag in Berlin-Neukölln eintraf.
Die ganze Fahrt wurde auf der Seite cyclingforlibraries.org dokumentiert. Täglich wurden Bilder und Videos veröffentlicht. Viel Zeit nahm man sich für den offiziellen Dokumentarfilm zu dessen Premiere am Freitag, 16.09.11, 17 Uhr GMT alle herzlich eingeladen sind. Ausgestrahlt wird er via kirjastokaista.fi
Viel Beachtung fand die Eröffnung des Lernstudios für Alphabetisierung in unserer Stadtteilbibliothek Mülheim:
„Kostenlose Lernstudios mit individueller Hilfe von Paten am öffentlichen Ort – eine tolle Idee, die hoffentlich weiter Schule macht.” kommentierte die Kölnische Rundschau und berichtete ausführlich.
“Die erste Einrichtung dieser Art war im vergangenen Jahr in der Stadtteilbibliothek Chorweiler erfolgreich gestartet.” ergänzte das Kölner Familien Stadtmagazin Känguru. Berichterstattung zur Eröffnung auch bei Radio Köln, WELT ONLINE, Kölner News Journal und rodenkirchen.de.
Über die Angebote der Stadtteilbibliothek Ehrenfeld schrieb der Kölner Wochenspiegel u.a.: “Für den Lesenachwuchs finden in der Stadtteilbibliothek aber auch regelmäßig Vorlesestunden statt, und Lesenächte machen das Schmökern hier sogar zum spannenden Abenteuer. … Zu den Gästen der Bibliothek zählen auch immer wieder Kindergartengruppen und Schulklassen. … Bibliotheksleiterin Angela Weischer freut sich besonders über das bunt gemischte Publikum, in dem sich für sie das typische Ehrenfelder Lebensgefühl widerspiegelt: ‘gelebte Integration’.”
Letzten Sonntag war “Tag des offenen Denkmals” in Köln. Haus Balchem gehörte zum Programm und unter der headline “Außen Barock, innen Bücherei”erwähnte der Kölner Stadt-Anzeiger: “Heute beherbergt das Haus fremde Bauteile aus nicht mehr existenten Barockhäusern, wie eine prächtig geschnitzte Balkendecke und eine Empore mit einer David-und-Goliath-Darstellung. Außerdem ist das Gebäude der wohl geschichtsträchtigste Sitz einer Stadtbibliotheks-Filiale.”
Lea ist ein echter Wirbelwind! Es gibt nur wenige Momente, in denen sie wirklich still sitzen kann.
Bald soll sie in die Schule kommen. Aber stimmt es denn, dass man da nur still sitzen und schreiben muss?
Das kann sich sie nicht vorstellen…
Lea und ihre Freundin Marie machen sich auf zu einem turbulenten Abenteuer! Sie erkunden die nahegelegene Grundschule und spähen durch die Fenster.
Wie auch Lea, waren unsere Zuhörer/innen gespannt, was in der Schule auf sie zukommt. Fleissig wurde mitgeraten und mitgefiebert und zum Schluss stand für alle fest: Schule macht spaß!
Wir wünschen allen I-Dötzchen einen schönen Schulanfang!
Die nächste Vorlesestunde findet am 29.09., wie gewohnt um 15.00 Uhr, bei uns in der Stadtteilbibliothek Porz statt.
Und dann grunzen die Schweinchen “Na warte, sagte Schwarte”!
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Ein echter Blickfänger auf der Severinsstraße ist Haus Balchem. Es zählt zu den wenigen Gebäuden Köln, die noch Zeugnis vom 17. Jahrhundert ablegen. Entsprechend groß war das Interesse am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals. Vor Ort berichtete die Stadtführerin Ilona Priebe (s. Bild unten) höchst informativ und anschaulich über die Hausgeschichte. Es begann mit der prächtigen Fassade im barocken Stil, den Sprossenfenstern und dem wunderschönen Erker über dem Eingang (mit markantem Grinkopf).
Weiter ging es im Haus, wo Ilona Priebe die abwechslungsreiche Hausgeschichte Revue passieren ließ: Ursprünglich eine Schmiede, später eine Brauerei, dann eine Gaststube und heute eine Bibliothek. Den endgültigen Namen erhielt es durch den zwischenzeitlichen Besitzer Johann Balchem, der aus einer alteingesessenen Brauer-Familie stammte. Highlight der Besichtigung im Hause war die „Kölner Decke” mit ihren einmaligen Verzierungen.
Unsere Stadtteilbibliothek zog am 13. Oktober 1975 in Haus Balchem ein. Sie war am Tag des offenen Denkmals geöffnet und präsentierte sich frisch renoviert den Tagesbesuchern.
Ab heute ist es soweit: die Stadtteilbibliothek Sülz hat bis zum 26.10.2011 geschlossen!
Der Grund?
Die Bibliothek wird umfangreich renoviert. Es wird ein neuer Boden verlegt, die Wände werden neu gestrichen und die Toiletten erneuert. Auch die Regale werden teilweise ausgetauscht und die Aufstellung wird umgestellt.
Man kann also sehr gespannt sein! 🙂
Hier gibt´s noch einen letzten Blick auf die “alte” Stadtteilbibliothek Sülz:
„She’s bat in action” titelte die New York Post punktgenau und kündigte das Comic-Comeback des Jahres an. Batgirl alias Barbara Gordon, die Bibliothekarin der Gotham City Public Library („the popular librarian-turned-crimefighter”), ist nach einer Pause von 20 Jahre wieder da – zumindest in einer Printversion.
Barbara Gordon war nicht das einzige Batgirl, aber mit Sicherheit das bekannteste und einflussreichste. Sie trat 1966 in Erscheinung (die Kenner erinnern sich), ihre Darstellung als Karriere-Frau gekoppelt mit der Rolle als Superheldin bot eine ideale Projektionsfläche für die Frauenbewegung dieser Zeit. Als Junggesellin – in einem höchst respektablen Beruf erfolgreich – ist sie der beste Kontrast zur knallharten action-Figur. Etwas Schadenfreude mag den Autoren Gardner Fox und Carmine Infantino bereitet haben, dass ausgerechnet ihre Bibliothekarin besonders für jüngere Frauen zu einer Ikone wurde, und das zu einer Zeit, in der Bibliotheken Comics vehement als Schundliteratur bekämpften.
P.S: Im Video der nie ausgestrahlte Pilot für die TV-Serie (mit Kult-Status auf you tube). Schauspielern Yvonne Craig inszeniert eine höchst verbreitete Phantasie von Bibliothekarinnen, die es mit bösen Buben in Bibliotheken zu tun haben.
Groß, gelb und gelassen liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Der gerät nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet. Aber keine Zuhörerin und kein Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch eher eine Auszeichnung von höchster Stelle für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht? Das Auftauchen des Tieres wirkt nicht nur in das Leben Blumenbergs hinein. Unbemerkt geraten auch der Student und glühende Blumenbergianer Gerhard Optatus Baur und die zarte, hochfahrende Isa in seinen Bann.
Am 27. September wird die mehrfach ausgezeichnete Autorin Sibylle Lewitscharoff die Zentralbibliothek Köln besuchen, um ihr neues Buch “Blumenberg” vorzustellen. Der Roman ist für den Deutschen Buchpreis 2011 nominiert. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr. Wir verlosen wieder 2×2 Karten für die Veranstaltung! Verraten Sie einfach in einem Kommentar, warum Sie gerne 2 Karten gewinnen möchtet. Alle Antworten bis 16. September nehmen an der Verlosung teil. Viel Spaß!
(ck)
Heute ist Weltalphabetisierungstag der UNESCO. Der Tag soll an die Problematik des Analphabetismus erinnern. In der Stadtteilbibliothek Mülheim wurde heute das zweite Lernstudio für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener eröffnet (Das erste startete letztes Jahr in Chorweiler). Dazu gehören zwei PC’s mit Leichtlese- und Hörmaterialien sowie ein Zugang zum Lernportal ich-will-lernen.de. Geschulte ehrenamtliche Paten unterstützen die Lernenden. Kooperationspartner im Hause ist die Volkshochschule.
Die Stadtbibliothek Köln ist Partner im “Kölner Bündnis für Alphabetisierung und Grundbildung.” Der Verein Lernende Region – Netzwerk Köln hat die Lernstudio-Idee im Rahmen des Projektes “Pages – Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener” in Leben gerufen. Gesponsert wird es von der Firma Japan Tobacco International (JTI).
Weltweit können rund 860 Millionen Erwachsene nicht ausreichend lesen und schreiben; in Deutschland gelten laut der Bundesvereinigung für Alphabetisierung und Grundbildung e. V. rund 7 Millionen Menschen als Analphabeten. In Köln geht man von 95.000 Menschen aus, die mangels Schreib- und Lesekenntnissen im Abseits stehen. Bibliotheken spielen eine wichtige Rolle bei den Bemühungen, diesen Betroffenen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Im Bild von rechts: Prof. Georg Quander, Beigeordneter für Kunst und Kultur, bei der Eröffnungsansprache. Dr. Hannelore Vogt, Direktorin der Stadtbibliothek Köln, Christoph Schenk (JTI), Gisela Robens, Leiterin der Stadtteilbibliothek Mülheim, Cordula Nötzelmann, Leiterin der Stadtteilbibliotheken, Kai Sterzenbach, Geschäftsführer des Vereins “Lernende Region” und Jakob Schüller (VHS)
Die Zentralbibliothek freut sich allen Klavierbegeisterten ein E-Piano zum Üben zur Verfügung zu stellen. Es steht – wo sonst – in der Notenabteilung. Gegen Vorlage des Mitgliedsausweises erhält man am Informationsschalter Kopfhörer, um das akustische Vergnügen zu privatisieren.
Auch Musikprofis wie der aus Uganda stammende Kölner Jazz-Sänger KenJam nutzen das Angebot gerne.
Wer gleich einen eigenen Raum per Flügel ungestört bespielen möchte, wird ebenfalls auf der 4. Etage fündig. 2,50 Euro kostet das pro Stunde (möglich sind 2 Stunden täglich). Reservierungen unter 0221-221-23942.