Nicki in der Q-thek


Ihr Spitzname ist „Nicki”. Gegeben haben ihr den ihre Eltern. Das ist in Thailand üblich und in ihrem Fall war der Vater Namensfinder. Er hatte ein Faible für die Nikon-Kamera. Sirirat Tinarat leitet im Goethe-Institut von Bangkok die Abteilung „Informationsarbeit und Bibliothek”. Letzte Woche war sie auf einem Seminar „Bibliotheksmanagement” in München in der Zentrale des Goethe-Instituts. Und als Einblick in die Praxis ergänzt nun eine einwöchige Hospitation in der Kölner Stadtbibliothek die Theorie.

Besonders gefiel Sirirat Tinarat das Design der Q-thek. „So was gibt es in thailändischen Bibliotheken nicht”, und auch „dass die Leute nicht nur wegen der Medien, sondern auch wegen anderer Aktivitäten kommen”, fand sie interessant. Ebenso wie die Geschwindigkeit der RFID-Verbuchung und das Konzept der Minibib im Stadtgarten. Bis zum Ende der Woche stehen noch eine Reihe von Stationen im Bibliothekssystem an: u.a. die Gamingzone in der Stadtbibliothek Kalk und die E-Reader-Beratung in der Zentralbibliothek.

Deutschland kennt sie schon von früheren Aufenthalten. Ihr landschaftlicher Favorit ist und bleibt der Rhein.

gp

Der Nikolaus in der Bibliothek

Am Mittwoch, den 05.12. um 16:00 Uhr, ist wieder eine Vorlesestunde in der Stadtteilbibliothek Bocklemünd.
Unsere Vorleserin Frau Lipp wird Nikolaus-Geschichten vorlesen und freut sich schon auf alle Kinder, die vorbeikommen.
Sogar der Nikolaus kommt zu Besuch und bringt allen Kindern schöne Geschenke mit.
Eine herzliche Einladung!

(Anne Voß)

Impressionen vom 9. Kölner Science Slam

Herzlichen willkommen zum neunten Kölner … SCIENCE SLAM! Moderator Andreas ließ sein Publikum den Veranstaltungstitel brüllen, gab Tanzeinlagen und sorgte für Stimmung. Diesmal aber nicht im Bogen 2 am Hauptbahnhof, sondern in unserer Zentralbibliothek am Neumarkt.

Der Moderator und sein Publikum

Sechs Slammer hatten sich angekündigt, die ihre Fachgebiete, Forschungsergebnisse und Abschlussarbeiten in kurzweiligen Vorträgen präsentieren wollten. Zuschauer Serkan wurde dazu auserkoren, über das Zeitlimit zu wachen (als “Custos Temporis”, wie Serkan und andere Lateinkundige sofort herausstellten), doch dazu kam es nicht: Alle Slammer blieben problemlos unter 10 Minuten.
Den Anfang machte das traditionelle Opferlamm, ein Slammer der außerhalb der Wertung läuft und als Warm-Upper das Publikum in Stimmung bringt. Auf Heinz Olivers Folien tummelten sich Katzen, Politiker und Lemminge, aber dahinter verbarg sich ein wichtiges Thema: Energiespeicherung bei Überproduktion. Dass Heinz Oliver ein alter Hase der Kurzvortragsturniere ist, beweist er nicht zuletzt heute Abend im Finale des “Science Slam im Wissenschaftsjahr” in Berlin. Wir drücken die Daumen.
Vortrag über Energiespeicherung. Eindeutig.

Die Slammer, die sich der Wertung des Publikums stellten, kamen aus den verschiedensten Studiengängen und Arbeitsbereichen: von Linguisten bis zu Medizintechnikern. Daraus ergab sich eine spannende Themenmischung:

  • Peter sprach über Belastungstests mit instrumentierten Implantaten oder “Pimp my Implant”.
  • Frank referierte über heiße Schlitten oder das Zusammenspiel von Design, Marke und Preis beim Verkaufserfolg von Autos.
  • Jan deklarierte schlechtes Englisch zur Weltsprache und erzählte von den Sprachbarrieren zwischen EU und deutscher Politik.
  • Bei Felix traf Alien auf Gilgamesch, in seinem Vortrag über Storytelling in Film und Fernsehen.
  • Und Matthias erklärte die Grundlagen der Raketentechnik anhand von Duschköpfen.

Nach jedem Slam hatten die Zuschauer ein paar Minuten Zeit, um sich eine Meinung zu bilden und sich in kleinen Gruppen zu beraten. Dann hielt der Gruppensprecher die Wertungstafel hoch und der Moderator addierte mit dem kopfrechenstarken (und mit Smartphones bewaffneten) Publikum um die Wette. Am Ende kürten sie “rocketman” Matthias zum Sieger des 9. Kölner Science Slam.

Das Event fand im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe geeks@cologne statt. Eine weitere Veranstaltung der Reihe folgt im Januar, aber mehr dazu demnächst unter geekscologne.mixxt.de. Wenn ihr euch dort anmeldet, werdet ihr sofort per Rundschreiben informiert, wenn eine neue Veranstaltung angekündigt wird.

(ba)

Pay-back für Norwegen!

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 „Was denken Sie, wenn Sie an Afrika denken?” Den meisten fällt bei dieser Frage nur „Hunger, Armut, Aids!” ein. Seit über 50 Jahren wird für Afrikas Elend gesammelt. Besonders gerne zur Weihnachtszeit. Mit Bildern von hungernden Kindern werben Plakate, Fernsehen und Internet für Spenden an unseren Nachbar-Kontinent. So wird ein falsches Bild über Afrika und die Afrikaner in den Köpfen betoniert.

SAIH (The norwegian Students’ & Academics international assistance fund) schlägt jetzt zurück. Mit diesem Charity-Video wird der Spieß umgedreht. Dramatische Bilder von frierenden Norwegern sollen Afrikaner animieren ihre Heizkörper in den hohen Norden zu schicken. „Radi-Aid”  heißt ab sofort die Devise. Der vom südafrikanischen  Jazzmusiker Wathiq Hoosain komponierten Song (Lyrics: Bretton Woods) wurde in wenigen Tagen 1,3 Millionen Mal aufgerufen. Mottto: “Spread some warmth –Spread some smiles –Say yes to Radi-Aid!”
P.S.: Da sind wir dabei! Irgendwo muss doch noch ein alter Heizkörper rumliegen. Zur Not tut’s auch eine Wärmflasche.

gp

The Art of the Book

Hans Magnus Enzensberger und Michael Krüger eröffnen Buchausstellung

„Europäische Literatur ins Englische übersetzen und weltweit verlegen“, dieses ambitionierte Ziel hat sich der indische Literaturfreund Naveen Kishore mit seinem Seagull-Verlag in Kalkutta gesetzt. Auf seiner „German List“ stehen prominente Autoren wie Max Frisch, Theodor W. Adorno sowie die Heinrich-Böll-Preisträger Hans Magnus Enzensberger und der 2011 ausgezeichnete Ulrich Peltzer.
Eine Ausstellung in der Zentralbibliothek am Neumarkt zeigt 26 großformatige digitale Illustrationen und Umschlaggestaltungen von Büchern auf der „German List“ des Seagull-Verlags. Darunter ist auch der Titel „Viktor Halbnarr“ von Thomas Bernhard, der in die Liste der „50 best designed Books“ aufgenommen wurde. Die Drucke hat die indische Designerin Sunandini Banerjee gestaltet. Darüber hinaus sind in der Präsentation vom 29. November 2012 bis 26. Januar 2013 in der Literaturwelt auf der 2. Etage der Zentralbibliothek die bereits publizierten Bücher in bibliophilen Ausgaben zu sehen. Bürgermeisterin Angela Spizig und Ute Reimer-Böhner vom Goethe-Institut in Neu-Delhi eröffnen die Ausstellung am

Mittwoch, 28. November 2012, um 19 Uhr

Michael Krüger, Geschäftsführer des Hanser-Verlags, spricht mit Sunandini Banerjee und Naveen Kishore über den Seagull-Verlag und „The Art of the Book“ – so auch der Titel der Präsentation. Hans Magnus Enzensberger liest aus „Hammerstein oder Der Eigensinn“ und „A History of Clouds“. Die ANUBHAB-ACADEMY steuert indische Musik zu dem Abend in deutscher und englischer Sprache bei. Ein Umtrunk und eine Führung durch die Schau runden die Eröffnung ab. Bei der Ausstellung hat die Zentralbibliothek mit dem Goethe Institut in Neu-Delhi zusammengearbeitet. Kuratiert hat sie Dr. Gabriele Ewenz, Leiterin des Heinrich-Böll-Archivs. Der Eintritt ist frei. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich per E-Mail unter  kontakt@stbib-koeln.de  oder telefonisch unter 0221-221 23939 anmelden.
Illustration: Sunandini Banerjee

Soirée chansons dans le quartier de la culture

„Vouz aimez la chanson française, vouz aimez aussi chanter … en français, venez et laissez-vous séduire par la poésie, la musique, le rythme…” klang es in der Einladung. À bon! Der Kölner würde sagen: „Kumm, loss mer singe!”

Zu den schönsten jährlichen Veranstaltungen der VHS Köln zählt der französische Abend, bei dem alle mitsingen können. Auf der Bühne steht dann das deutsch-französische „Trio Laurent et Amies”. Im Publikum sitzen überwiegend frankophile Germanen. Gemeinsam feiern sie das Liedgut des Hexagons.

Letzte Woche fanden sich 120 Fans des Genres im Kulturquartier am Neumarkt ein. Im Forum Volkshochschule im Museum (Rautenstrauch-Joest neben der Zentralbibliothek) widmeten sie sich ihrer Leidenschaft. Bestens stimuliert durch Laurent Chevalier, seine Gitarre und sein Gesang. Vorzüglich begleitet von Leo Despineux am Kontrabass und Andreas Hindrichs an der Posaune.Mit spitzbübischem Charme und Humor legte Laurent sein Publikum an die musikalische Kette, die aus 18 Chansons und mehreren Zugaben bestand. Von Charles Trenet („Douce France”) über George Brassens („L’Auvergnat”), Jaques Brel („Ne me quitte pas”) bis zu Edith Piaf („La foule”) spannte sich der Bogen bekannter und weniger bekannter, älterer und neuerer Chansons. Manche mit Klippen in der Melodie. Jedes Lied oder sein Interpret wurde von Laurent kommentiert. Etwa Patricia Kaas, die von der „schäl Sick de la France” kommt, d.h. von Paris aus gesehen hinter der Maas. Oder Dalidas „Le temps des fleurs”, das sich nach „Superjeilezick” von Brings anhört.

 So wurde locker eine Brücke nach der anderen zwischen Frankreich und dem Rheinland geschlagen. In Pause gab es lecker Rotwein und Snacks. Danach ging es wie geölt noch leichter von den Lippen. „Hört sich gut an! Man fühlt sich wie in Frankreich!” lobte Laurent den bunt zusammen gewürfelten Chor. Und auf eins lässt sich wetten: dass alle nächstes Jahr wieder dabei sind!

gp

Eine Gruselnacht in Haus Balchem

Schummriges Licht, von der Decke hängende Geister, gregorianische Chormusik…

So wurden am Abend des 03.11.12 fünfzehn gruselbegeisterte Kinder im Alter von 7-9 Jahren in der Stadtteilbibliothek Haus Balchem empfangen, denn die Bibliothek mitsamt seiner Mitarbeiter hatte sich in eine Geisterbibliothek verwandelt…

 

In den nächsten 3 Stunden wurden die Kinder durch ein buntes Gruselprogramm geführt, begonnen mit Vorlesen von Gruselgeschichten, über Fledermäuse-Basteln, Geisterrätsel lösen bis hin zu einem Gruselspiel. Zudem waren mehre Gruselboxen aufgestellt, die mit schaurigem Inhalt (Augen, Finger, Gehirn) gefüllt waren und die Kinder über ein Loch hinein fassen konnten. Die Kinder, die nicht verkleidet waren, konnten dann auch noch gruselig geschminkt werden.

Doch auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Mit Brötchen und Muffins (dekoriert mit Fledermäusen und Spinnen) und einer Kinder-Gruselbowle (Blut mit Augen) konnten sich die Kinder zwischendurch stärken.

Am Ende wurden alle Kinder glücklich und müde von ihren Eltern wieder abgeholt.

“Halli Galli” mal weihnachtlich

Am Samstag, den 24. November, von 10-14 Uhr gibt es in der Stadtteilbibliothek Bocklemünd ein kunterbuntes Familienfest.
Groß und Klein können ihrer Kreativität beim weihnachtlichen Basteln freien Lauf lassen und sich beim Wii-Spielen austoben. Auf unsere kleinen Gäste warten zudem tolle Preise beim Glücksrad und bunte Farben beim Kinderschminken.
Der Eintritt ist selbstverständlich frei.
Wir freuen uns auf alle Besucher!

(Anne Voß)

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