Noch 5 Tage: Das neue Jahr und … memes

Am 1. Januar beginnt nicht nur das neue Jahr, auch die Stadtbibliothek hat etwas Neues auf Lager. Bis es soweit ist, hüllen wir uns jedoch in Schweigen … und in Anspielungen. Heute sind es noch 5 Tage. Wir starten den Countdown und werfen heute mal einen Blick auf Memes. So.

Yes, this is dog.

Memes (sprich miems) sind die Running Gags des Internets. Ursprünglich wurde der Begriff „meme“ vom Evolutionsbiologen Richard Dawkins geprägt und beschreibt die Ausbreitung und Weiterentwicklung von Ideen und Praktiken innerhalb einer Kultur. Im Netz kann man dies bestens beobachten. Meist beginnt es mit einem untertitelten Bild das spontane Anhänger findet. Es wird kommentiert, kopiert und verlinkt und verbreitet sich wie ein Lauffeuer um den Globus. Innerhalb kürzester Zeit entstehen Neuinterpretationen der Grundidee und das Internet schüttet ein Füllhorn an Kreativität aus. Das Meme entwickelt sich weiter, wird mit anderen Memes kombiniert und muss schließlich nur noch angedeutet werden, um seinen Effekt zu erzielen.
For Sale FAIL

Eines der klassischen Memes ist der Fail. Dabei prangt der Schriftzug FAIL auf einem Bild oder in einem Clip und weist darauf hin, dass dort jemand oder etwas (episch) gescheitert ist. Die Definition von Scheitern ist dabei weit gefasst und manchmal muss man zweimal hinschauen. Wo ein FAIL ist, ist übrigens oft auch ein WIN nicht weit.
Parenting FAIL

FAIL WIN FAIL

Arrow in the knee

Ein noch recht junges Meme ist dem Rollenspiel “Skyrim” zu verdanken, dem aktuellen Spross der Elder-Scrolls-Reihe. Die Stadtwachen, denen man im Spiel begegnet, rotieren durch verschiedene Standardsätze, zu denen auch der folgende gehört: „I used to be an adventurer like you, then I took an arrow in the knee.” („Einst war ich ein Abenteurer wie du, doch dann traf mich ein Pfeil ins Knie.“) Aus der absurden Vorstellung, dass eine ganze Wacheinheit das gleiche klägliche Schicksal teilt, erwuchs über Nacht ein neues Meme und ein Fundus an neuen Herrlichkeiten.
Aus vielen Memes gehen eigene Websites hervor, auf denen die Bilder und Videos gesammelt werden. Und wer sich einen Überblick verschaffen möchte ist bei Knowyourmeme.com gut aufgehoben.
Habt ihr ein (jugendfreies) Lieblings-Meme? Oder geht es euch wie mir und ihr könnt und wollt euch einfach nicht entscheiden? Hier mal 3 meiner vielen Favoriten:
Press Button, Receive Bacon: Das Meme versüßt das Händetrocknen, führt aber auch zu Enttäuschungen wenn wieder nur heiße Luft rauskommt.
Push Button, Receive Bacon

Om nom nom: Nahrungsaufnahme ist ein generelles Bedürfnis. Für Menschen, Tiere, Häuser, Bäume…
Om nom nom tree

Happiest Nom Ever

Soon: Das Horror-Meme über Dinge die da kommen werden.
SOON

SPOON

In diesem Sinne:
SOON

(ba)

Quellen:
Spiegel Online – Richard Dawkins

24 Library-Songs

Hier noch mal alle bibliothekarischen Musiktitel aus unserem Adventskalender zum reinhören. Viel Spaß!
1.  A music video of the classic British song “I Love Librarians”.
2. Invitation – Welcome to the Library [Remix] (japanisch).
3. “Librarian’s Blues” by Keith Johnson.
4. “Library Song” – Official WELO Video.
5. “Roving Librarians; the M.A.P.H.A.T.”  Song and Video
6. Sesamstrasse – Marius Meier und die Alphabeats – “Rock’n’Roll-Leser”
7. Nathan Triz – “Library Man” Feat. Holly Harding
8. My Morning Jacket – From The Basement – “Librarian” [live]
9. Sliders – MC Poindexter and The Study Crew – “Library Rap”
10. “T van Tollebeek”, een animatie voor Droomwevers.
11. The Librarian Song
12. “The Most Interesting Librarian in the World”, iSchool of Syracuse University.
13. “You can go there”. Sång tillägnad Borlänge bibliotek
14. “OVERDUE” – The librarian doo-wap number
15. “Du willst mich küssen”, Die Ärzte, 1984
16. Arthur: “libary card”
17. “Oh Metadata!”
18. “Get It For You” – Falvey Memorial Library
19. Library Renewal: Zine and Song Debut
20. Athlete – “In The Library”

Auf meinem Schreibtisch: Street Art Cookbook

Gestern fragte mich ein Kunde nach einem Titel zu den Techniken der Street-Art. Darüber habe ich mich sehr gefreut, da zufällig kurz vorher mein Anschaffungswunsch für das Street Art Cookbook erfüllt wurde und ich somit das Buch direkt an ihn weitergeben konnte.
Es handelt sich hier nicht um eine bloße Wiedergabe der Arbeiten verschiedener Street-Artists sondern vielmehr um ein Füllhorn an Beschreibungen und Anleitungen für einzelne Techniken der Street-Art. Das wären dann Poster, Adbusting (das Verfremden von Werbung), Stencils (Schablonenspraykunst), Siebdruck, Sticker, Freehand-Techniken, Installationen, wie u.a. Gehwegplatten oder dem hier vor kurzem besprochenen yarn bombing und Guerilla-Gardening. Detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen folgen Beispiele “aus der Praxis”, also von der Straße.
Auf die Gefahr, dass Ihr euch den Titel danach sofort kaufen möchtet – so ging es nach der Buchdurchsicht dem gestrigen Kunden – gibt es hier schonmal einen kleinen Eindruck:



Zur Zeit (11:30 Uhr ;)) steht es aber noch im Neuheitenregal der 2. Etage der Zentralbibliothek, wer also schnell ist…

(mks)

Heute wieder: Bitte nicht nachahmen!

So genau weiß ich ja nicht, wie ich das einzustufen habe – auf jeden Fall fehlt scheinbar manchen Lesern weiterhin – trotz web2.0 und der Mitmachkultur im Netz – ein Kanal um sich auszudrücken. Wenn das dann direkt innerhalb unserer Bücher geschieht, ist das aber auch nicht der richtige Weg.
Bei folgendem Buch hat der Eintrag jedenfalls erreicht, was wohl in der Intention des Schreiberlings lag: Der Kunde, der das Buch aufschlug, wollte es just nicht mehr ausleihen und gab es freundlicherweise gleich an uns weiter. Was mit dem guten Stück jetzt passiert, wird noch entschieden. Was würdet Ihr tun?

Zugegebenermaßen bin ich auch oft überrascht, was alles so auf der Bestsellerliste steht. Aber die machen ja nicht wir!
In Zukunft: lieber mit uns reden – ob nun in natura oder im Netz..

mks

Gestern haben wir etwas Erfreuliches in der Feedbackbox gefunden:

Eure Hinweise in unserer Feedbackbox (sie steht gegenüber der Verbuchungstheken in der Zentralbibliothek) nehmen wir sehr ernst – manches fällt uns vielleicht nicht (mehr) auf oder manchmal kommt die zündende Idee von außerhalb. Dass aber zwischen Anregungen und Kritik auch immer ein Lob für uns ausgesprochen wird, freut uns jedes Mal! Dieses wollen wir euch nicht vorenthalten, immerhin hat uns der anonyme “Fan” sogar extra eine Postkarte dafür gespendet:

mks

Strick-Graffiti in Köln

Ein Trend geht um, ein Trend geht um.. und macht auch vor Köln nicht Halt: Strick-Graffiti, auf Englisch “yarn bombing” genannt, was in etwa “Garn bomben” heißt. Die friedliche Variante von Spray-Graffiti – werden hier ja keine öffentlichen Bereiche permanent verändert sondern nur vorübergehend – wie lange es Wetter, das Ordnungsamt oder Passanten zulassen – gestaltet.
Besonders ambitionierte Projekte, wie komplett eingestrickte Baumstämme oder Autos, habe ich hier bisher noch nicht erblicken können. Bisher waren es meist ein paar Dezimeter Schlauchstrick um Laternen- und Ampelpfähle, wie beispielsweise kürzlich von meinem radelnden Kollegen (gp) entdeckte Pfahlumstrickungen rund um den Neusser Platz (s.u.) oder ein paar ähnliche Objekte im Kwartier Latäng.

Bilder: gp

Die Gruppe, die hinter diesen Strick-Graffiti steckt, weist sich, bzw. ihre Seite, gleich noch ganz wetterfest aus: Cologne-knitarts.de.tl

Sollte jemand von Euch noch etwas Aufregendes sichten, dann freuen wir uns über Hinweise oder noch besser: Fotos!

Und wer selber loslegen will und gerne für alles gleich mal eine Anleitung hat, dann gibt’s diese sogar auf dem deutschen Buchmarkt (und bei uns) schon in gedruckter Form:

mks

Ab morgen heißt es wieder: Türchen klicken!


In wenigen Stunden läuft wieder der countup bis 24. Wir zeigen Euch täglich ein Bibliothekstürchen und einen Klick weiter, bekommt Ihr täglich eine musikalische Überraschung! Unser Adventkalender hat es in sich, weil er ab morgen  internationale Songs enthält, die mal was anderes besingen als die Liebe. Und wenn tatsächlich an dieser Stelle etwas von “love” zu hören ist, geht es eher um Berufe oder Orte, an denen man sie ausübt. Viel Spaß!

gp

Die mobile Version verlassen