Stadtteilbibliothek Porz treffen!
Lasst Euch doch einfach überraschen!
Ihre Stadtteilbibliothek in Porz

Blog der Stadtbibliothek Köln
Stadtteilbibliothek Porz treffen!
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Magda Szabó war die berühmteste Schriftstellerpersönlichkeit Ungarns, vor Marai, Esterhazy oder Kertész. In den 60iger und 70iger Jahren vor allem beim Insel Verlag in Frankfurt verlegt, geriet sie später in Deutschland in Vergessenheit. 2007 ist Magda Szabó im Alter von 90 Jahren verstorben.
Einer der Klassiker der ungarischen Literatur des 20. Jahrhunderts ist jetzt wieder erschienen im ersten Programm des neuen in Zürich und Berlin ansässigen Secession Verlags.
„Die Elemente“ ist ein Generationsroman, 1963 in Ungarn erschienen, ist eine ebenso luzide wie genaue Milieustudie der ungarischen Gesellschaft der zwanziger Jahre bis kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges, mit sehr feinem Blick auf die Individualität und Unverwechselbarkeit ihrer Romanfiguren.
Der Richter Vince Szöcs und seine Frau Etelka leben in einer Kleinstadt in Ostungarn. Der Richter wird 1923 zwangspensioniert, weil er sich weigert, 4 streikende Bauern zu verurteilen. Erst 1946 wird er rehabilitiert. Kurz darauf stirbt er. Seine kluge und tapfere Frau verliert nach seinem Tod den Halt, den ihr die Fürsorge und Organisation ihres gemeinsamen Lebens gegeben hat. Sie zieht zu ihrer Tochter nach Budapest.
„Dann weinte sie lange, ratlos und voller Scham.“
In Budapest ist sie trotz der Fürsorge ihrer Tochter einsam. Sie macht alles falsch, kann mit den modernen Geräten nicht umgehen, blamiert ihre Tochter Iza, eine bekannte Ärztin. Doch die hat schon genug mit ihren beruflichen und privaten Problemen zu tun, so dass ihre gemeinsame Zeit in Budapest mit einem Fiasko endet. Etelka kehrt schließlich zurück in die Kleinstadt, den Ort, wo sie mit ihrem Mann ihr Leben lang gelebt hat.
„Die Unglückselige glaubt, die Vergangenheit der Alten sei ein Feind, und bemerkt nicht, dass sie Erklärung, Maß und Deutung der Gegenwart ist.“
Auch heute noch fasziniert dieser Roman in seiner sprachlichen Konzentration, in wenigen Sätzen gelingen genau ausgeleuchtete Szenen des Alltagslebens.
L´auberge espangole – Barcelona für ein Jahr ist ein Film über das internationale Studentenleben. Für die europäischen Studenten von heute ist es normal, ein Semester oder auch zwei als Erasmus-Student im Ausland zu sein, denn für viele Karrieren wird das inzwischen vorausgesetzt.
Dass dieser Auslandsaufenthalt allerdings nicht nur aus Uni und Büffeln besteht, ist die andere Seite von Erasmus.
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Und um genau die geht es in Cédric Klapiscs Film über den jungen Wirtschaftsstudenten Xavier aus Paris (gespielt von Romain Duris). Um Chancen auf einen guten Job zu bekommen, muss er Kenntnisse im Spanischen aufweisen und beschließt für ein Jahr nach Barcelona zu gehen. Seine langjährige Freundin Martine (Audrey Tautou) für ein Jahr zu verlassen, ist nur eine der Herausforderungen, die ihm gestellt werden. In Barcelona angekommen muss er erst einmal eine Unterkunft finden, die er nach einem „WG-Casting“ in einer multikulurellen Wohngemeinschaft findet. Seine neuen Mitbewohner kommen aus vielen verschiedenen europäischen Ländern. Da ist Soledad aus Katalonien, der Italiener Alessandro, der Däne Lars, Wendy aus England, Tobias aus Deutschland (gespielt von Barnaby Metschurat) und die Belgierin Isabelle. Sie alle treffen mit ihren unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aufeinander, leben und feiern zusammen und genießen das eine Jahr, das zugleich auch ein Ausbruch aus der Normalität ist. Dass er eine Freundin in Frankreich hat, scheint Xavier schon nach kurzer Zeit vergessen zu haben oder zumindest passt sie nicht in das Erasmusleben, in dem alle Single sind.
Der Film bedient sich ohne Zweifel einiger Klischees. Die kann man ihm allerdings leicht verzeihen, da diese nie bösartig sind und zu dem Witz des Films beitragen. Denn L´auberge espangole zeigt ein junges, offenes Europa, in dem Menschen aus vielen verschiedenen Ländern ohne Hemmungen oder Probleme zusammenleben können und echte Freunde werden…
Wer Lust auf “mehr” bekommen hat, kann L´auberge espangole – Barcelona für ein Jahr in der Zentralbibliothek, Mülheim und Rodenkirchen für 2 Wochen ausleihen.
aFri
Der Besuch in der Stadtbibliothek hatte was zu “beaten”! Franz Stoffels vom Reiterkorps der “Altstädter Köln von 1922 e.V.” (eines der fünf Ur-Traditionskorps im Kölner Karneval) besuchte einen Tag vor Wieverfastelovend die Direktionsetage. Im Gepäck den diesjährigen Orden des Regimentspielmannszuges. Eigenhändig verlieh er ihn an die Bibliotheksleiterin, Dr. Hannelore Vogt, und zwar im Namen seines Präsidenten Hans Kölschbach und des Festkommitees Kölner Karneval.
“Köln hat was zu beaten”… so lautet das Sessionsmotto 2011! Und so steht es auch auf dem diesjährigen Orden der Gesellschaft. Gedacht als Slogan für eine pulsierende Stadt, die Schlag auf Schlag was zu “bieten” hat. Erstmals in der Geschichte der Stadt ein Motto mit fremdsprachigem Wortspiel. Eine Referenz an die flippigen 60er und 70er Jahre und die kölner Musikszene dieser Zeit. So werden gegenwärtig auf Kölner Bühnen Beatles-Titel wie “She loves you” zu “Alaaf you” umgetextet.
Neben dem Sessionsmotto zeigt der Orden in den grün-roten Farben der Altstätter lokaltypische Elemente wie Kölsch, Flönz, Trumm, Dom und die vereinseigene Tanzkorpsmütze. “Ich fühle mich geehrt”, meinte die Ordensempfängerin.
Jeder Kölner Jeck kennt es! Jedes kölsche Kind kann es! Und jeder Imi lernt es in seiner ersten Session kennen und singen! Das Lied gehört mit seiner klaren mathematischen Beweisführung zu den kölschen All-Time-Karneval-Classics. Gewidmet ist es dem berühmtesten Lehrer Kölns: Heinrich Welsch.
“En dr Kaygass Nummero null steiht en steinahl Schull,
und do hammer drin studeet.
Unsere Lehrer, dä heeß Welsch, sproch en unverfälschtes Kölsch,
un do hammer bei geliehrt.”
Und wie so oft im kölschen Liedgut darf man nicht alles wörtlich nehmen. Besagte (bzw. besungene) Schule steht längst nicht mehr und Lehrer Welsch hat auch nie dort unterrichtet.
Was aber stimmt ist, dass Heinrich Welsch 1905 in Kalk eine Sonderschule (” Hilfsschule”) gründete und dass er sich in dem Arbeiter-Veedel besonders für die Ärmsten der Armen und die unverheirateten Mütter einsetzte.
Geehrt wird seine Name nicht nur im Liedgut. Heute gibt es eine Heinrich-Welsch-Schule und den renommierten Heinrich-Welsch-Preis.
Jedoch! Was kaum jemand weiss: Lehrer Heinrich Welsch gehörte zu den ersten bibliothekarischen Aktivisten des Rheinlandes. In Kalk wurde 1884 die erste Volksbibliothek gegründet. Die Firma Humboldt und andere Industriebetriebe spendeten zum Start 1700 Bücher und stellten einen Raum an der Kalker Hauptstraße zur Verfügung. Vier Lehrer übernahmen Bibliothekarsfunktion. Einer von Ihnen war Heinrich Welsch. Dies waren gleichzeitig die Ursprünge der Stadtteilbibliothek Kalk.
Also beim nächsten Singen des Karnevalshits daran denken: dies ist nicht nur die Hymne auf den Kölner Kult-Lehrer sondern auch auf den Kölner Kult-Bibliothekar!
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gp
Unsere Leserin Nicola (6 Jahre) ist Mitglied unseres Leseclubs.
Sie ist eine unserer eifrigsten Punktesammlerinnen und wunderbar malen kann sie auch. Zum kürzlich von ihr gelesenen Buch “Millie geht zur Schule” von Dagmar Chidoule hat Nicola ein Bild von Millie gemalt, wie sie zur Schule geht.
Als wir ins Gespräch kamen und ich ihr fröhliches Bild bestaunte, erzählte sie mir:
“Zuhause in meinem Kinderzimmer habe ich noch ein viel schöneres Bild. Ich hatte mir nämlich überlegt, wie schön es wäre, gemeinsam mit Millie auf einem Bild zu erscheinen…aber das war gar nicht so einfach!”
Schließlich kam ihr die richtige Idee. Mit einem Spiegel neben dem Bild von Millie hatte sie die richtige Vorlage. Und jetzt kann sie jeden Tag in ihrem Kinderzimmer das Bild anschauen und sich vorstellen, gemeinsam mit Millie zu Schule zu gehen. Millie ist so etwas wie eine richtige Freundin geworden.
Seit vielen Jahren erfreut sich der Leseclub der Stadtbibliothek großer Beliebtheit. Er zählt bereits über 6000 Mitglieder. Jeder zwischen 6 und 15 Jahren, der einen Bibliotheksausweis hat, kann mitmachen. Für jedes gelesene Buch wird ein ausgefüllter Fragebogen abgegeben. Dafür gibt es 10 Punkte, die gesammelt und gegen viele verschiedene Preise eingelöst werden können. Je mehr Punkte man gesammelt hat, umso größere Preise gibt es.
Falls ihr Lust habt, mitzumachen – einfach in der 4. Etage an der Theke der Kinderbibliothek anmelden – und dann gehts los…
Mehr zum Leseclub erfahrt ihr hier:
http://www.stadt-koeln.de/5/stadtbibliothek/lesen-und-lernen/lesefoederung/leseclub/
wkal
In einer Woche wird es ernst! Dann bricht hierzulande auf den Straßen und in den Kneipen das humoristische Inferno aus.
Und wer den Siedepunkt des jecken Treibens nördlich des Äquators lokalisieren will, der stößt unweigerlich auf Köln.
Deshalb ist es auch allerhöchste Eisenbahn sich mit dem Wesentlichen der tollen Tage zu beschäftigen. Auf alles, aber auch auf alle Fragen, gibt es in der Stadtbibliothek am Neumarkt und den Stadtteilbibliotheken die so wichtigen Antworten. Vom Schminken bis zum Kostüm, von der Party-Dekoration bis zum jecken Knigge, der Musik in Noten oder auf CD. Kölsches in Wort, Bild oder im Ohr: Wer wissen will, warum der Karneval ausgerechnet hier seine Hochburg hat, dem kann geholfen werden. gp
Und bitte beachten: Donnerstag, 3. März , sowie Rosenmontag, 7. März, und Dienstag, 8. März, bleiben alle Einrichtungen der Stadtbibliothek geschlossen.
Die Idee stammt von den Finnen Jukka Pennanen und Mace Ojala. Und weil es für Rest-Europa vielleicht zu weit wäre – erst in den hohen Norden und dann wieder zurück – entschieden sich die beiden für die schöne Route Kopenhagen – Berlin.
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Als rollende Vorboten sind alle bibliothekarisch Interessierten eingeladen, vom 28. Mai bis zum 7. Juni von der dänischen Hauptstadt zum 100. Deutschen Bibliothekartag in Berlin zu radeln. Ihr Projekt bezeichnen die Veranstalter als politisch und ökonomisch unabhängige “unconference”‘ und Fahrradtour:
“It builds physical and mental well-being of library professionals, grassroots networking, and internationalism and — last but not least — the crucial role of libraries for the society and for the intellectual and scientific education in general. Cycling for libraries also supports environmental values and ecological way of life. Cycling for libraries inherits many values from librarianship. Openness, liberalism, access to information, lifelong learning and innovativeness are among these values. Librarianship is also by it’s very nature humanist, internationalist, cross-boundary and concrete.”
Susanne Riedel, Vorsitzende Berufsverband Information Bibliothek e.V., schrieb den radelnden Bibliotheks-Enthusiasten im voraus ein schönes Grußwort :
“Als Veranstalter des 100. Deutschen Bibliothekartages, der wichtigsten und größten Fortbildungstagung für den Bibliotheks- und Informationsbereich in Deutschland, freuen wir uns sehr, dass unsere Jubiläumstagung der Abschluss der Radtour und das Ziel der sportlichen Kolleginnen und Kollegen sein wird. Cycling for libraries – quasi eine “mobile Vorkonferenz” mit internationaler Beteiligung! Eine großartige Idee, die mich sofort begeistert hat! Die Verbindung von fachlicher Diskussion zu aktuellen, international relevanten Bibliotheksthemen und dem Spaß an der Bewegung und am Naturerlebnis wird nicht nur eine besondere Erfahrung für die Teilnehmer werden. Der Weg von Kopenhagen nach Berlin ist lang genug, um sich informell auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und die Köpfe zu lüften. Wir wünschen der Initiative, dass sie auch das Ziel, durch diese ungewöhnliche Aktion Aufmerksamkeit für Bibliotheken zu erzeugen, erreicht. Man sieht es an der wachsenden Zustimmung für das Event: Bibliothekare sind nicht nur in fachlicher Hinsicht ein bewegliches und innovationsfreudiges Völkchen! Mögen alle Teilnehmer die Tour genießen, gesund in Berlin ankommen und dann mit frischer Energie in die Konferenztage eintauchen. Gut 3000 applaudierende Kolleginnen und Kollegen sind Ihnen sicher!”
Also, wer sich mit in den Sattel schwingen will, ab 22. Februar kann man sich hier anmelden. Wem die Tour zu anstrengend ist, der kann das Unternehmen auch per facebook begleiten. Als musikalische Einstimmung noch ein Liedchen von dem Finnen schlechthin: M.A. Numminen. gp
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Trotz aller Schwere des Themas ist dieser Debütroman der 1970 geborenen Autorin Isabel Ashdown kein trauriger, sondern trägt auch ein wenig Humor in sich.
Mary und Rachel sind Schwestern. Unbekümmert und neugierig auf das Leben sehnen sich die beiden nach Unabhängigkeit. Ausgerechnet Mary, die immer allem etwas hinterherhinkt, entflieht dem Elternhaus. Selbst der Kontakt der beiden bis dahin sehr eng verbundenen Schwestern besteht nicht mehr.
Mary führt ihr eigenes Leben. Sie heiratet, bekommt drei Söhne und ist Hausfrau, wird bald schon unzufrieden und lebt immer mehr in einer Wolke von Alkohol.
Die Jahre vergehen und der Leser wird zum Beobachter wie der Alkohol und auch die Unfähigkeit über Probleme zu reden, die Familie von Mary ruiniert. Marys Mann hat die Familie verlassen, ebenso der älteste Sohn.
Jake, der nun älteste Sohn des Hauses, ist bemüht um seine Mutter, auch um seinen jüngeren Bruder Andy. Plötzlich kommt Bewegung in die Familiengeschichte.
Rachel taucht wieder auf. Zunächst verzichtet die Mutter sogar auf Alkohol. Aber so positiv auch diese Veränderung ist, das Happyend bleibt aus.
Jake, Andy und sein Vater werden die Zukunft allein meistern müssen.
lab