Très chic: Unsere Stadtteilbibliothek Sülz

2011 wurde unsere Stadtteilbibliothek Sülz renoviert (u.a. Wand- und Deckenanstrich und neuer Bodenbelag), was großen Anklang bei unseren Mitgliedern fand. Letztes Jahr erhielt das Haus einen Anstrich und ist seitdem der Eyecatcher der Sülzburgstraße. Und gestern kam das Werbeschild hinzu, was dem Ganzen die Krone aufsetzte.
Hier das Kurzprotokoll des Tages: Nachdem die Löcher zur Befestigung des Schildes in die Hauswand gebohrt waren, wurde zunächst der nackte Leuchtkasten angebracht, die Neonröhren eingesetzt und ein Beleuchtungstest durchgeführt
Dann stieg das Schild in die Luft, wurde auf dem Kasten installiert und noch mal schön geputzt.
Et voilà! Sülz hat ein neues Schmuckstück!!!

gp

Makerspace: Spannende Zeiten voraus

Harte Arbeit lohnt sich. Und darum freuen wir uns sehr und sind stolz darauf, dass wir Euch ab sofort ein innovatives und abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm im Rahmen unseres Makerspaces anbieten! Nach rund einem halben Jahr Planungsphase, Akquise von Dozenten und technischer Vorbereitungen stehen ab sofort Anmeldungen für 26 Workshops bereit, die zwischen März und Juni 2014 stattfinden.
Im Zentrum dieser Workshops steht einerseits der Do-It-Yourself-Gedanke und die Einbindung von Prosumenten (das sind Produzenten und Konsumenten in Personalunion) und andererseits die Einbindung von Profis auf dem jeweiligen Gebiet. Denkt man beides zusammen, entsteht eine experimentelle Umgebung, in der Ihr Euch ungezwungen und spielerisch Technologien, Software und Handwerk erschließen könnt.
So die Theorie. In der Praxis werden dann Songs komponiert, 3D-Modelle erstellt, Kreativtexte geschrieben, Streetart-Schablonen geschnitten, Podcasts eingesprochen, Arduinos programmiert, E-Books gelayoutet und vieles mehr. Wir sind uns sicher: Da entstehen großartige Projekte.
Das liegt insbesondere an unseren großartigen Dozentinnen und Dozenten: Viele Workshops laufen in Kooperation mit der Kaiserin Augusta Schule in Köln, die ihre junior experts entsendet. Für andere haben wir uns unter anderem den Kölner Nerd-König Thomas Riedel (@boydroid) ins Boot geholt und Reinhard Nickels und Uwe Ziegenhagen der Kölner DingFabrik sind ebenfalls am Start. Und dann noch professionelle Texter, Industrial Designer und Scrapbooker…
Wir freuen uns drauf. Spannende Zeiten voraus!
Hier könnt Ihr Euch das Programm im Detail ansehen und Euch anmelden (alternativ oben im Blog auf “Makerspace” klicken). Vor Ort gibt es das Programm natürlich auch in Papierform.
Gefördert vom Land NRW!

(sa)

Zur Feier des Tages: Unsere Top-Ten-Hits über Küssen

Wenn nicht heute, wann dann? Damit nicht nur die Blumen- und Süßwarengeschäfte jubeln: Zum Feiertag der Verliebten heute unsere zehn Besten über Küssen!

Platz 10: Adele: “Set Fire To The Rain”, 2011

Der Kuss kommt zwar nur einmal vor, aber dafür um so heftiger.

“It was dark and I was over
Until you kissed my lips and you saved me“.

Das Lied geht traurig weiter, aber hier ist Adele at her best und der perfekte opener für unser Kussfeuerwerk.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Ri7-vnrJD3k]

Platz 9: Emiliana Torrini: “Jungle Drum”, 2009

Die direkte Verbindung vom Kuss zum Herz schlägt die Isländerin (Papa Italiener) mit Hochdruck. „Hey read my lips, ’cause all they say is kiss kiss kiss kiss kiss!!!” Kurz darauf folgt die Transkription der Auskultation des Herzens in vokale Percussion (s. Songtitel)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=p92zWiEX37o]

Platz 8: Hall & Oates: “Kiss On My List”,1980

 War mal ein Nr.-1-Hit und läuft seitdem regelmäßig in US-Sportarenas in den Pausen, wenn die „Kiss cam” aktiv ist.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=49YZwqyx9Xg]

Platz 7: Jimmie Rodgers: “Kisses Sweeter Than Wine”, 1957

Was für die ältere Generation (oder deren Ur-Enkel). Song mit langer Geschichte und irischen Wurzeln. Damals konnte ein Kuss umstandslos in Ehe und Elternschaft münden. Vor allem, wenn er wie hier „mmm, mmm, …. sweeter than wine” schmeckte.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=FlT2wvkP2Ms] „Zur Feier des Tages: Unsere Top-Ten-Hits über Küssen“ weiterlesen

„Das Tier in dir”

Neue Folge der beliebten Mitrateschau „Fang den Bösen” in der Zentralbibliothek.

Nachwuchsdetektive (ab sechs Jahren) können am

Samstag, 15 Februar 2014, um 16 Uhr

wieder einen kniffligen Kriminalfall lösen. Im Lesesaal der Zentralbibliothek, Josef-Haubrich-Hof 1, Köln-Innenstadt, geht die nächste Folge der beliebten Mitrate-Schau „Fang den Bösen!” unter dem Titel „Das Tier in dir” über die Bühne.

Fünf junge Schauspielerinnen und Schauspieler tragen einen Ratekrimi von Dr. Ralf Winnen als Hörspiel vor. Es versetzt die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer in das „Pfötchen-Paradies”, eine Fünf-Sterne-Wellness-Oase für das moderne Haustier von heute. Doch auch im Paradies ist die Sünde nicht weit. Am Ende liegt der Besitzer mit zermalmtem Körper in der Knochenmühle für die Futterzubereitung. Ein Motiv, ihn umzubringen, hatten viele… Die Junior-Ermittler dürfen nach dem Hörspiel einen Tipp abgeben, wen sie für den Täter oder die Täterin halten und haben so Gelegenheit, ihm oder ihr das Handwerk zu legen. Wer klug kombiniert, kann Publikumsgewinner werden: Er oder sie erhält als Belohnung die Auszeichnung „Die große Leuchte” und einen attraktiven Sachpreis.

„Fang den Bösen!” ist die kindgerechte Variante des erfolgreichen Formats „Fang den Mörder!”, das im Kölner Gloria Theater bereits im zwölften Jahr präsentiert wird. Britta Weyers, bekannt als Außenmoderatorin der „Sendung mit der Maus” und aus vielen Kindertheater-Auftritten, moderiert und inszeniert die Show. „Fang den Bösen!” gibt es regelmäßig einmal im Monat immer an einem Samstag. Beginn jeweils um 16 Uhr, Einlass ab 15.30 Uhr. Clevere Kids können hier die Zeit an den vielfach ungeliebten Einkaufsnachmittagen der Eltern verbringen oder aber gemeinsam mit ihnen ausklingen lassen.
Der Ticketpreis beträgt taschengeldgerechte sechs Euro an der Tageskasse. Gebührenfreie Kartenreservierung (nur für Kindergeburtstage) unter Telefon 258 25 85 bei DoppelPlusGut oder unter 221-23822 bei der StadtBibliothek.
Bild: Moderatorin Britta Weyers  © Frank Lustig / doppelplusgut Entertainment

Weltpremiere auf der Berlinale: Ein Bibliotheksfilm

“The laurels for soulfulness go to Austrian Michael Glawogger”, jubelte bereits The Hollywood Reporter über den Beitrag des Dokumentarfilmers, der sich mit der russischen Nationalbibliothek befasst. Sein Film ist Teil eines 3-D-Pojektes über die Seele von Bauwerken, der in der Festivalsektion „Berlinale Special” heute seine Weltpremiere in Berlin feiert. Sechs 26minütige Episoden von sechs Filmemachern vereinigen sich unter dem Titel „Kathedralen der Kultur”. Initiator ist Wim Wenders, der selbst ein Porträt der Berliner Philharmonie beisteuert. Als prominentester Mitstreiter stand Robert Redford hinter der Kamera und ergründete die Architektur des Salk Institutes, einer biologischen Forschungseinrichtung im kalifornischen La Jolla. Der Däne Michael Madsen richtete den Blick auf die Haftanstalt Halden in Norwegen, die als eines der humansten Gefängnisse weltweit gilt und wie ein Dorf konzipiert ist. Im Focus der Norwegerin Margreth Olin stand das Opernhaus in Oslo. Das größte nationale Kulturprojekt der Nachkriegszeit ist einem treibenden Eisberg nachempfunden. Neben der Berliner Philharmonie dürfte das Centre Pompidou uns am geläufigsten sein. Den Finessen des Pariser Kunst- und Kulturzentrums spürte Karim Aïnouz aus Brasilien mit der Kamera nach.

Was möglicherweise Bibliotheksfreunde elektrisiert, ist der Beitrag von Michael Glawogger über die Seele der Russischen Nationalbibliothek in Sankt Petersburg. Der Grazer Filmemacher, Fotograf und Autor unterlegte seine optische Wanderung durch das Haus mit der Kraft des gesprochenen Wortes. In diesem Fall Texten von Gogol, Dostojewski und Joseph Brodsky.

Wir sind gespannt!

gp

P.S.: Natürlich ist auch im Centre Pompidou eine Präsenzbibliothek wichtiger Bestandteil des Gebäudes. Und Bibliotheken gibt es auch in Salk Institute und in der Haftanstalt Halden. Vielleicht tauchen sie ja auch im Bild auf.

Bild: Presseabteilung Berlinale

Swinging Sixties: Mary und der Minirock

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Die Haare der Jungs wurden immer länger, die Röcke der Mädchen immer kürzer. Beides empfand die Generation der Eltern als pure Provokation. Während sich die Boys damals auf Jesus beriefen, war auch die Beinfreiheit für Girls nicht unbedingt etwas Neues. Im Sport und im Show-Business gab es etliche Vorbilder für Röcke, die über dem Knie endeten.

Den „Quant”en-Sprung in die Mode vollzog in den sechziger Jahren der Minirock. Mit vollem Erfolg in der westlichen Welt, was der englischen Modedesignerin Mary Quant zu verdanken war. Sie wollte preiswerte Kleidung, „Ready-to-wear”,  mit knalligen Farben, dazu Lacklederstiefel mit hohem Schaft. Damit prägte sie den „London-Look” der Swinging Sixties.

Die Bewertung des Minirocks pendelte zwischen „Respektlosigkeit” und sexualisierter Wahrnehmung einerseits sowie neuem weiblichen Selbstbewusstsein und befreiter Selbstbestimmung andererseits. Wie dem auch sei – der Minirock setzte sich schnell in allen Gesellschaftsschichten durch. Und Mary Quant bekam dafür von der Königin einen Orden.

Heute feiert die Modequeen ihren 80. Geburtstag und kann auf ein erfolgreiches Leben zurückblicken. Happy Birthday, Mary!

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gp

Die Beatles in den USA (III): Im Hagel von Jelly Beans

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Boxen und Basketball gehörten zum üblichen Programm vom Coliseum in Washington. Am 11. Februar 1964 wurde dort Musikgeschichte geschrieben. 8.092 Fans, meist Mädchen, bewacht von 362 Polizisten, erlebten das erste Konzert der Beatles in den USA. 2 bis 4 Dollar zahlten sie für eine Karte und die Bühne bestand aus einem Box-Ring ohne Seile. Gespielt wurde in alle vier Richtungen, wobei die Jungs zwischendurch selbst Hand anlegten, um ihre Instrumente neu auszurichten.

Nachdem eine Zeitung den alten Gag von John Lennon ausgegraben hatte, George Harrison hätte alle seine Gummibärchen aufgegessen, brachten viele der jugendlichen Besucher Jelly Beans mit. „Es war furchtbar”, erzählte George später. „Es tat weh. In Amerika haben sie keine weichen Gummibärchen, sondern harte Gummibohnen, die sind wie Kugeln. Wohin wir auch kamen, wurde ich damit beworfen.”

Im Video merkt man nicht viel davon. Im Gegenteil, sowohl die Band als auch das Publikum machten das Konzert einzigartig. Und immer wieder schön anzusehen, mit welchem Elan Ringo auf sein Gerät eindrosch.

gp

Reichlich Videos zum Konzert auf YouTube.

Beatles in den USA (II): The Big Takeover

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9. Februar 1964, 20 Uhr: 73 Millionen Amerikaner sehen auf CBS die Ed Sullivan Show, eine Rekordquote in der TV-Geschichte. Grund: der erste Live-Auftritt der Beatles in den USA. 50.000 wollten eine Eintrittskarte zur Show, 700 Zuschauer passten nur ins Studio. Der Promibonus blieb wirkungslos. Selbst Leute wie Leonard Bernstein mussten draußen bleiben. Ed persönlich bettelte eine Woche vorher in der Sendung: “Coincidentally, if anyone has a ticket for The Beatles on our show next Sunday, could I please borrow it? We need it very badly.”

Bei ihrem ersten Auftritt am 9.2. spielten die Beatles vier Songs. „All My Loving” und „Till There Was You” zu Beginn der Show und am Ende „She Loves You” und „I Want To Hold Your Hand“.

Blöder running-gag unter den Journalisten war da bereits, dass man die vier wegen ihrer Frisur nicht auseinanderhalten könne. Um dem abzuhelfen, blendete der Sender beim zweiten Lied zu closeups die jeweiligen Namen ein. John Lennon bekam dabei eine kleine Sonderbehandlung.

gp

P.S.: Die erste Show ist auf dem Video bis 10:40 min. Der Rest ist über die beiden folgenden Sullivan-Shows, in denen die Beatles zu sehen waren.

Wie die Beatles in die USA einfielen

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Am 7. Februar 1964 betraten die Beatles erstmals amerikanischen Boden. Dieser Moment gilt in den USA als Start der „britischen Invasion“. Vorausgegangen war am 18. November 1963 ein kurzer Bericht über die Band im Fernsehen. Ein weiterer folgte am 22. November morgens und sollte im Abendprogramm wiederholt werden. Dann wurde Präsident Kennedy erschossen, und der Beitrag über die „Beatlemania” in Großbritannien wurde erst am 10. Dezember wieder ausgestrahlt. Daraufhin schrieb die 15jährige Marsha Albert aus Silver Spring in Maryland an ihre Radiostation: „Warum gibt es diese Musik nicht bei uns?” Am 17. Dezember hörte sie I want to hold your hand im Rundfunk. Kurz darauf explodierte die Nachfrage in den Plattenläden, die den Song als Single ab dem 26. Dezember verkauften.Am 1. Februar stürmte er auf Platz 1 der Billboard Charts und blieb dort 7 Wochen stehen.

Die Beatles-Landung auf dem (gerade umbenannten) John F. Kennedy Airport am 7. Februar wurde von ihrem Manager Brian Epstein und der amerikanischen Plattenfirma minutiös vorbereitet.5 Millionen Poster kündigten die Ankunft landesweit an. In New York wurden 5000 Flyer an Jugendliche verteilt. Die versprachen, dass jeder, der kommt, eine Beatles-Platte erhalten würde, und es wurde darauf geachtet, dass der Flieger zur schulfreien Zeit ankam. Tausende von Teenagern und 200 Journalisten bereiteten den vier Engländern einen publikumswirksamen Empfang.”Die Landung der Beatles”, schrieb das Blatt „Entertainment Weekly”, “war die bedeutendste der 60er Jahre, wenn man die Mondlandung mal ausnimmt.” 10 Wochen nach der Ermordung Kennedys stand das Land noch unter Schock und Lähmung und der frische musikalische Wind bracht die schlagartige Befreiung aus diesem Zustand. Von Stund an herrschten die amerikanischen Stars der Unhaltungsmusik nicht mehr allein auf dem heimischen Markt. Im Zuge der Beatles stürmten weitere britische Bands die US-Charts.

In den Kommentaren zum Video von oben erwähnen einige Schreiber, wie sie persönlich die Ankunft am Flughafen erlebt hatten. Immer wieder zum Ausdruck kommt auch in vielen Postings die Sehnsucht nach dem unnachahmlichen Lebensgefühl der sechziger und siebziger Jahre.

gp

 [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=eM34IbQ3MS8]

Der Wortlaut des Interviews der Beatles auf dem Flughafen. Am Ort dieser Presse-Konferenz auf dem Flughafen wird heute eine Gedenktafel enthüllt, die an die Landung vor 50 Jahren erinnert. Auch die New York Public Library hat sich Einiges zum Jubiläum ausgedacht.

Großes (Bilderbuch)Kino in Ehrenfeld!

Mit “Jitt et eijentlich Brummer, die noh Murre schmecke?” landete Jochen Börner einen Volltreffer. Vor Kindern einer Ehrenfelder Kita las er eine der beliebten Geschichten von Matthias Sodtke, vielen bekannt auch aus der “Sendung mit der Maus”. Nulli, der Hase, und Priesemut, der Frosch, sind allerbeste Freunde. Sie unternehmen so manches gemeinsam, nur ihre kulinarischen Geschmäcker lassen sich einfach nicht unter einen Hut bringen. Das Besondere: Börner hat die Geschichte ins Kölsche übersetzt! Kein Problem für das multikulturelle Publikum: Der bestehende Kölsch-Wortschatz (“Kölle”, “Kamelle”, “Alaaf”) wurde rasch abgecheckt, unbekannte Wörter lebhaft erarbeitet. Ein Riesenspaß für alle Beteiligten!
Jitt et eijentlich Brummer, die noh Murre schmecke? Von Matthias Sodtke. Op Kölsch von Jochen Börner Köln: Bachem, 2011

R.G.

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