“Nerd Forever – Im Würgegriff der Schule”


…so lautet der Titel der jüngsten Veröffentlichung von Manfred Theisen, Kölner Kinder- und Jugendbuchautor (im Bild).
Nerd, 11 Jahre alt und hochbegabt, hat sein bisheriges Leben vor dem Computer verbracht. Eine Schule hat er noch nie von innen gesehen und seine Freunde trifft er im Netz. Doch dann ändern sich die Dinge schlagartig.
50 erwartungsvollen Schülerinnen und Schülern der sechsten Klasse bot Theisen in der Stadtteilbibliothek Ehrenfeld eine Performance seines Comicromans, mit der so niemand gerechnet hatte! Trockene und langweilige Vorlesestunde adé. Fesselnde, witzige, interaktive Unterhaltung stattdessen und das beinahe zwei Stunden lang. Gerade auch die Jungs, an sich eher Lesemuffel, waren mit Leib und Seele bei der Sache.
Für besondere Heiterkeit sorgten die von Theisen mitgebrachten Originalzeichnungen im Comicstil, die der kreativen Ader eines Dreizehnjährigen entstammen. Als Teilnehmer eines Schreibworkshops mit Manfred Theisen hatte der Junge kein wirkliches Interesse am Schreiben. Begeistern konnte er sich allerdings fürs Zeichnen, und so entstanden die Illustrationen zum Buch.
Wer jetzt neugierig geworden ist, erfährt hier mehr: http://www.manfredtheisen.de

A. u. R.

Chrismas-Countdown-Charts Nr. 9: “Merry Xmas Everybody” von Slade

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Jede britische Kneipe spielt zur Weihnachtszeit „Merry Xmas Everybody”. Slade, die Könige des Pub-Pops, kennzeichnet ein schlichter, stampfender Mitgröhl-Glam-Rock. Im Cockney-Slang landete die „witzige Working-Class-Teenybop-Truppe” (Sounds) in den 70er Jahren einen Hit nach dem anderen. Dieser hier stand Heiligabend 1973 auf Platz 1 der englischen Charts (und blieb dort noch zwei Monate).

Ökonomisch lag das Land damals am Boden. Die Bergleute, Bäcker und Bestatter und viele andere streikten. Slade wollte alle ein bißchen aufmuntern, z.B. mit der Zeile: „Look to the future now, it’s only just begun”.

Das passte prima, wurde ihre meistverkaufte Single und sicherte zumindest ihnen die Rente.

PS: Gitarrist Dave Hill (links neben Sänger Noddy Holder) zeigt in diesem Video, was Männer anrichten, die ihre Haare selber schneiden, statt zum Friseur zu gehen.

gp

Christmas-Countdown-Charts Nr. 10: “Christmas Time Is Here” vom Vince Guaraldi Trio

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Charlie Brown, der Star untern den amerikanischen Losern, schaffte es 50 Jahre lang, aus jeder schönen Stimmung ein Problem zu machen. Das galt auch für Weihnachten!

Jazz-Pianist Vince Guaraldi komponierte die Musik zu den Peanuts-Filmen von Charles M. Schulz. 1965 erschien vom Vince Guaraldi Trio, das Album „A Charlie Brown Chistmas”, das den Soundtrack zur gleichnamigen Fernsehsendung lieferte. In den USA gehört dieses Album zu den populärsten Weihnachtsplatten aller Zeiten.

Wer es schafft den süßlichen Song daraus in voller Länge anzuhören, wird mit einem klassischen Charlie-Linus-Dialog und einer furiosen Schlittschuh-Einlage von Snoopy belohnt.

gp

Christmas-Countdown-Charts Nr. 11: “Jingle bells” von Amasic

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Amasic ist eine Ein-Mann-Band, die aus Janick Thibault besteht. Der 19jährige Kanadier spielt alle Instrumente selbst ein und schreibt die Songs dazu. Diese angepunkte Version von „Jingle Bells” natürlich nicht. Das Lied über die klingenden Schellen am Pferdegespann ist über 160 Jahre alt und hat mit Weihnachten nichts zu tun. Es geht darin um ein Pferdeschlittenrennen von Jugendlichen. Geschrieben hat es der amerikanische Komponist James Lord Pierpont.

1965 erklang es als erstes Lied aus dem Weltraum. Amerikanischen Astronauten nahmen die Bodenstation auf den Arm und berichteten von einem UFO mit einem Kommandanten im roten Mantel. Und dann hörte man auf der Erde Mundharmonika und Schellen aus dem Orbit.

gp

Ein Jahr im Bett

„Er sagte: ‚Es ist nichts zu essen da.’

‚Was zu essen gibt’s im Supermarkt’, sagte sie.”

Vermutlich kennt ihn jeder: den Traum, einfach im Bett liegen zu bleiben, die täglichen Pflichten vergessend sich rein dem süßen Nichtstun zu widmen.

Eva Beaver erfüllt ihn sich. Am Tag, an dem ihre 17jährigen Zwillinge von zu Hause ausziehen, geht sie mit dem Beschluss ins Bett, vorerst nicht mehr aufzustehen. Als Ehe- und Hausfrau tritt sie in den Totalstreik! Und tatsächlich schafft sie es, ein Jahr durch zu halten (Eva: „Ich will mich sortieren.”).

Ihr Verhalten ist so ungeheuerlich, dass es ihr komplettes Umfeld in Turbulenzen stürzt. U.a. ihren intellektuellen Gatten Brian (von Beruf Astronom), ihre mathematisch hochbegabten und durchgeknallten Kinder, ihre nervtötende Mutter sowie ihre Schwiegermutter.

Versuche, sie für verrückt zu erklären, scheitern. Die Medizin attestiert ihr Normalität (Eva: „Ich bin nicht krank. Ich ziehe mich zurück von der Welt…”).

Während sie über sich selbst und ihr Leben nachdenkt, versinkt alles im Chaos. Der Gatte, stellt sich heraus, hat seit 8 Jahren eine Geliebte. Mehr oder weniger gestörte Menschen bevölkern das Haus. Niemand scheut sich mehr, auch unangenehme Wahrheiten offen aus zu sprechen. Die Medien wittern eine Sensation. Eva bekommt Fans, die in ihr eine „Heilige” sehen. Das alles bringt sie nicht aus dem Schlafgemach („Ich mache Urlaub von meinem ich”).

Über 445 Seiten schafft Autorin Sue Townsend (bekannt auch durch ihre „Adrian-Mole”-Bücher) mit abgrundtiefem britischem Humor puren Lesespaß. Mühelos schlägt sie Bögen zwischen Kosmos und Küche, Astronomie und Apathie, Mathematik und Muße. Überzeugend bestätigt sie die Tatsache, dass wer nichts tut, auch nichts verkehrt machen kann. In diesem Sinne ist die Lektüre das perfekte Vergnügen für relaxte Feiertage.

gp

P.S.: Aus Bibliothekssicht müssen wir anfügen, das Eva in ihrem (für die Story nebensächlichen) Berufsleben als angelernte Bibliotheksassistentin gejobbt hat. Bei dieser Arbeit lernte sie auch ihren Ehemann Brian kennen. Er hatte von ihr einen bösen Brief bezüglich eines nicht zurück gegebenen Buches bekommen. Seine Begründung dürfte selbst für gestandene Bibliotheksmitarbeiter nicht alltäglich sein: „Ich werde [es] nicht zurückgeben […] weil es voll von theoretischen Fehlern und inhaltlichen Narreteien ist, dass ich es in den Soar [Fluss von Leicester] geworfen habe. Ich kann nicht riskieren, dass es meinen Studenten in die Hände fällt”.

P.P.S.: Aus nicht nachvollziehbaren Gründen wird aus Eva gegen Ende des Buches eine ehemalige „Bibliothekarin”. Ob das aufs englische Original oder die Übersetzung zurück zu führen ist, konnte nicht ermittelt werden. Wie auch immer ist Fakt, dass die Ausübung dieses Berufes ein abgeschlossenes Studium voraussetzt. Eva Bieber ist zwar Bücherfreundin und vielseitig interessiert, aber ansonsten gänzlich unakademisch gezeichnet.

Bei uns im Bestand:

Sue Townsend: Die Frau, die ein Jahr im Bett blieb. Berlin 2013. (Signatur:  U Townsend, Sue)

Christmas-Countdown-Charts Nr. 12: “Lametta” von Erdmöbel und Maren Eggert

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Höchste Zeit mal zu schauen, was in der heimischen Plattenküche komponiert wird. In der musikalischsten Stadt Deutschlands wird sich doch irgendwo ein Christmas-Knaller finden. Schwups! Da ist er schon!

Die beste Band Mitteleuropas arbeitet in Köln. Beschert sie doch ihren Fans eigens fürs Fest immer ein kleines Liedchen. Erdmöbel (DDR-Sprachgebrauch für „Sarg”) stammen ursprünglich aus den Westfälischen Wäldern sind aber schon seit ewigen Zeiten echte „Imis”, denen im Schatten des Domes (am Eigelstein) geniale Songs einfallen.

Dieser von 2011 ist einem besonderen Baumschmuck gewidmet. Wir erinnern uns: Deutsche Tannen tragen immer weniger Lametta. Durften früher die glitzernden Stanniolfäden an keinem Baum fehlen, werden sie heute verschmäht. Als Grund wird oft angegeben, dass sowohl das Anbringen als auch das Abschmücken der widerspenstigen Spagetti-Streifen nervt, und die Abfallbetriebe Bäume mit Metall-Müll nicht entsorgt.

Zack(!) beamt einen das Lied in Zeiten zurück, als die Hausfrau das Lametta (zwecks Wiederverwendung) nach dem Fest wieder schön glatt bügelte .

Wie dem auch sei, wir sind mehr als neidisch auf Sänger Markus Berges, der es geschafft hat, eine leibhaftige „Tatort”-Polizeipsychologin zum Duett zu überreden. Be- und verzaubernde Maren, wenn Du mal in Köln bist, schau doch bitte mal bei der Stadtbibliothek rein und sing für uns ein kleines Lied.

gp

Christmas-Countdown-Charts Nr. 13: “Le noël de la rue” von Edith Piaf

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Persönlichkeiten wie sie nennen die Franzosen ein „monstre sacré”. Die Göttin, die Ikone des französischen Chansons wurde in allen ihren Widersprüchlichkeiten verehrt und geliebt. „Die Stimmen vieler singen in mir”, sagte sie einst.

In diesem Lied von 1951 stellte sie sich voller Wehmut auf die Seite der Pariser Straßenkinder, denen Weihnachten nichts geschenkt wird. Nur aus der Ferne und Kälte erahnen sie, was sich hinter den Fensterscheiben abspielt. Für sie fällt kein Stern vom Himmel.

gp

Le noël français au cœur de Cologne: Köln – Lille

Vom 25. November 2013 bis 12. Januar 2014 heißt es »Joyeux Noël!« bei einem vielseitigen Programm für Kinder und Erwachsene. So locken neben französischen Weihnachtsbräuchen, stimmungsvolle Musik aus Nordfrankreich und kulinarische Spezialitäten auf den Weihnachtsmärkten. Zeitgleich wird mit entsprechenden Aktionen in der Partnerstadt Lille für Köln als Weihnachtsstadt geworben. Die jährliche Veranstaltungsreihe „Weihnachten der Städtepartner“ stellt diese Städtepartnerschaft unter dem Aspekt der Weihnachtszeit in den Vordergrund.

Die Stadtbibliothek beteiligt sich mit einer Lesereise für Kinder in französischer und deutscher Sprache. Monique Wetzels  vom Vorstand der Deutsch-Französisch-Belgischen Gesellschaft Köln e.V.   wird noch an zwei Adventssamstagen (14.12. und 21.12.) in der Zentralbibliothek am Neumarkt von 11.00 Uhr bis 11.30 Uhr Kindern von 3 bis 8 Jahren  vorlesen.

Christmas-Countdown-Charts Nr. 14: “När Det Lider Mot Jul” von Agnetha och Frida (ABBA)

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ABBA gehört zu den seltenen Pop-Sternen, die nie ein Weihnachtslied aufgenommen haben. Dafür danken wir nachträglich herzlich! Aber als Solistin präsentierte Frida „När det lider mot jul” schon zwei Jahre bevor die Band 1974 kometenhaft abging. “Es geht auf Weihnachten zu” wurde 1909 vom Ruben Liljefors geschrieben und ist ein schwedischer Klassiker.

Im Lied geht es nicht nur um Frieden und Freude und Sternefunkeln, sondern (wer hätte das bei den reservierten Nordländern gedacht) um in die Hände klatschen und um den Weihnachtsbaum tanzen.

In dieser Version von Agnetha und Frida bekommt der Song einen typischen ABBA-Touch und landet bei uns auf Platz 14.

gp

Weihnachtsbaum schmücken in der Stadtteilbibliothek Bocklemünd-Mengenich

Es weihnachtete sehr am 09.12. in der Stadtteilbibliothek Bocklemünd-Mengenich. Gemeinsam mit der Kita-Gruppe die wilden Füchse und dem Bezirksbürgermeister Herrn Wirges wurde der Weihnachtsbaum geschmückt. Anlässlich des 25-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums Köln-Wolgograd wurde ein Austausch von landestypischem Baumschmuck vorgenommen. Die Kinder in Wolgograd haben typisch russische Weihnachtsdekorationen sehr aufwändig selbst gebastelt und es sind einige sehr schöne, aber auch ungewohnte Stücke dabei. Christbaumkugeln und Fröbelsterne sucht man hier vergeblich, dafür sind zum Beispiel ein Weihnachtshase, eine Wassermelone und ein dreiköpfiger Drache dabei. Auch die Weihnachtstraditionen sind in Wolgograd ganz anders, Weihnachten wird beispielsweise erst am 07. Januar gefeiert, da in Russland der julianische Kalender gilt.
Im Gegenzug haben wir, die Azubis der Stadtbibliothek Köln einige typische deutsche Baumanhänger gebastelt und nach Wolgograd geschickt, wo sie am 24.12. an den Baum gehängt werden.
Der Baum ist sehr schön geworden, Weihnachten kann also kommen.
Eine schöne Adventszeit wünschen die Azubis und das Team Bocklemünd.

Unsere Direktorin Frau Dr. Vogt packt mit den wilden Füchsen den russischen Baumschmuck aus

Bezirksbürgermeister Herr Wirges beim Baumschmücken mit vielen kleinen Helfern
Stadtteilbibliothek Bocklemünd-Mengenich
Görlinger Zentrum 13-15
50829 Köln
Tel.: 0221/503276
E-Mail: bocklemuend@stbib-koeln.de

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