Christmas-Countdown-Charts Nr. 22: “Run run Rudolph” von Lemmy Kilmister

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Richtig Feuer unterm Rentierhintern bekam Rudolph von den Rock’n Rollern. 1958 schrieb Chuck Berry diesen Peitschenknaller, vielfach kopiert, u.a. von Keith Richard, Billy Idol und Kelly Clarkson. Einen Metal-Gang zulegte Motörhead-Sänger und -Bassist Lemmy Kilmister.

Ihm eilt der Ruf voraus (oder hinterher), einer der Härtesten seiner Branche zu sein: Whisky-Cola, Spielautomaten, Provokation. Ob am Tresen oder den Reglern, Lemmy geht immer in die Vollen. Dabei (jetzt kommts!) –  zu verdanken hat er seine musikalische Karriere der Mama. Und die (wir fassen es kaum!) war Bibliothekarin und hatte eine Hawaii-Gitarre. Der 12jährige Lemmy griff erstmals in die Saiten, um den Mädels zu imponieren. Der Rest ist Musikgeschichte!

Zu Weihnachten pflegt der Metal-Meister und Bücherwurm (wo er das wohl her hat?) eine besonders innige Beziehung: Lemmy feiert Heiligabend seinen 68. Geburtstag. Bis dahin müssen er und wir noch 21 Tage warten.

gp

Haus Balchem on tour

In der Sanierungszeit von Haus Balchem sind wir in der Südstadt unterwegs und besuchen u.a. die Kindertagesstätten im Veedel nach dem Motto “Wenn ihr nicht zu uns kommen könnt, kommen wir zu euch”.

Unsere Kita-Aktionen richten sich an 3-4 jährige Kinder und an Vorschulkinder. Wir singen, malen oder basteln und spielen zusammen. Aber natürlich kommt das Thema Buch und Bibliothek auch nicht zu kurz, denn wir erzählen etwas von der Bibliothek  und lesen ein Bilderbuch zu einem bestimmten Thema vor. Der Höhepunkt für die Kinder ist aber immer, wenn wir unseren mitgebrachten Koffer öffnen. Denn dort ist ein großer Bücherschatz drin, den wir uns zusammen anschauen.

Die 3 bis 4 jährigen Kinder bekommen außerdem im Rahmen des Projekts „Lesestart – drei Meilensteine für das Lesen“ am Ende des Besuchs ein Lesestart-Set geschenkt. In dem Set befindet sich ein altersgerechtes Bilderbuch und für die Eltern Info-Materialien mit Tipps zum Vorlesen.

                                                                                                                                                                                           (Stb. Haus Balchem)

Christmas-Countdown-Charts Nr. 23: “Rudolph, The Red – Nosed Reindeer” von Ella Fitzgerald

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Rentier Rudolph rast seit 64 Jahren durch die Weihnachtsmusikgeschichte. Entsprungen ist das Kerlchen 1939 einem Gedicht von Werbetexter Robert L. May. Er schrieb es für die Kampagne einer US-Warenhauskette. Kinderherzerwärmend erzählt er, wie Rudi von den anderen Rentieren gehänselt wird, bis Santa Claus sich seiner erbarmt und ihn Heiligabend vor seinen Schlitten spannt. Prognose der letzten Zeile: „Rudolph, Du wirst in die Geschichte eingehen!”.

Wie visionär! Mays Schwager Johnny Marks machte daraus einen Song, der zum Mega-Seller mutierte. Unzählbar die Cover-Versionen, hier unser jazziger Favorit von Ella Fitzgerald.

gp

Christmas-Countdown-Charts Nr. 24: “Winter in Canada” von Elisa Gabbai

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Heute starten wir mit den Christmas-Countdown-Charts (CCC), um Euch scheibchenweise auf das Fest ein zu grooven. Platz 24 belegt Elisa Gabbai, die 1966 mit „Winter in Canada” einen Hit in Deutschland hatte. 10 Wochen hielt sich die israelische Sängerin damit in den Charts, immerhin in direkter Konkurrenz zu den Beatles, Stones und Roy Black.

Bildungsbeflissene werden die Location im Song noch mit Theodor Fontanes Ballade „John Maynard” in Verbindung bringen. Doch Elisa träumt am Eriesee nicht von Schiffsunglücken sondern von Schnee, Wald und Liebe.

Im schneereichsten Land der Erde stellte man sich inzwischen auch die Frage, die schon Elisa aufwarf: „Was ist … aus dem Winter geworden, dem Winter in Canada?” Denn auch das Wetter in Kanada leidet unter der weltweiten Erwärmung des Klimas. Und sechs der zehn wärmsten Winter erlebte man dort in den letzten zehn Jahren.

gp

Ein Nikolausgeschenk der besonderen Art

Leseförderung in der Stadtteilbibliothek Ehrenfeld einmal ganz anders
Für eine Gruppe von Vorschulkindern aus Ehrenfeld kam der Nikolaus in diesem Jahr schon etwas früher. Zwar nicht persönlich, dafür in Gestalt von fünf Schülern einer hiesigen Grundschule. Zusammen mit ihrer Lehrerin hatten sie eine Vorleseaktion von Kindern für Kinder vorbereitet. Und im Gepäck hatten sie Geschichten und Gedichte, Lieder und Bastelvorlagen. Es wurde gelesen und gereimt, fröhlich gesungen und gespielt. Über viele Wochen hatten sich die fünf Hauptakteure unter der Regie ihrer Lehrerin auf den Auftritt vorbereitet. Mit Feuereifer waren sie bei der Sache und fesselten nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Zuhörer.
Das Schlusswort sprach einer der jungen Schüler: “Als ich so klein war wie ihr, da habe ich mir hier auch immer von den Großen vorlesen lassen.” Zu ihrer Freude erkannten die Mitarbeiterinnen der Bibliothek in ihm den kleinen Jungen wieder, der seit seinem vierten Lebensjahr regelmäßig die Vorlesestunden besucht hatte. Literatur und Sprache begeistern ihn immer noch. Nicht umsonst möchte er später einmal Schauspieler werden.
Unser Fazit: Der Nikolaus kann zufrieden sein. Seine Stellvertreter haben ausgezeichnete Arbeit geleistet.
Alle Beteiligten – Vor- und Grundschulkinder, Lehrerin und Erzieherinnen und schließlich auch die Bibliotheksangestellten – fühlten sich aufs Beste unterhalten.
Wiederholung nicht ausgeschlossen!

A u. R

Herbstnews vom 3D-Drucker und zum 3D-Druck

Was soll ich sagen: Unser 3D-Drucker (aka 3-D-Drucker ;-)) ist nach wie vor heiß begehrt. Samstags kann er immer so richtig zeigen, was er auf dem Kasten hat, wenn ihr mit euren Dateien kommt! Ab sofort übrigens schon ab 10 Uhr bis bei uns die Lichter ausgehen!

Foto und Objekt: Tilmann Wendt

Ein besonders schönes und spannendes Objekt hat Tilmann neulich bei uns gedruckt. Sieht im ersten Moment nur wie ein quadratischer Würfel mit Durchlässen aus, in Wirklichkeit steckt aber viel mehr dahinter! Das Quadrat dient als eine Art Weiche und ist nun Teil eines Kugelbahnsystems.  Mit jedem Durchlauf wird die Richtung der Kugel gezielt gewechselt.
Dahinter steckt viel Bastelgeist :-). Genial!
3D-Modell erstellt mit Blender von Tilmann Wendt

Druckansicht mit Makerware

Vor einigen Tagen lief auf 3sat eine interessante Dokumentation zum Thema 3D-Druck. Dabei wurden viele verschiedene Bereiche angesprochen, in denen 3D-Druck schon angewendet wird und wo für die Zukunft Anwendungsmöglichkeiten gesehen werden. Außerdem konnte man in der Dokumentation auch eine andere Art von 3D-Druck als unsere kennenlernen, das Lasersintern.
Auch Forscher der Paläontologie haben sich zum Thema wieder gemeldet. Sozusagen die Deluxe-Version von unserer Kooperation mit der Universität Köln (Druck eines Schafsknochen aus Namibia, dessen Original für die Forschung beschädigt werden musste, wir berichteten) fand jetzt in Berlin statt. Mit Hilfe eines Computertomographen (der uns zugegebenermaßen noch fehlt ;-)), konnte ein nicht freigelegter Dinosaurierknochen aus einem Fossil ausgemessen und schließlich eine Nachbildung mit einem 3D-Drucker ausgedruckt werden. Dadurch blieb das Original unbeschädigt.
ck

Mehrsprachige Lesungen in der Stadtteilbibliothek Kalk

 Wir sprechen viele Sprachen

Wegen des großen Erfolgs baut die Stadtbibliothek die mehrsprachigen Lesungen im Rahmen des Projekts „Kinder in aller Welt” weiter aus. Erstmalig gibt es das Projektsegment „Wir sprechen viele Sprachen” auch in der Stadtteilbibliothek Kalk im Bezirksrathaus, Kalker Hauptstraße 247-273. Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Westerwaldstraße lesen am
Montag, 25. November 2013, um 15 Uhr
in vielen Sprachen aus dem Kinderbuch „Das Allerwichtigste” von Antonella Abbatiello vor. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen dabei zu sein, wenn die Kinder in ihren Herkunftssprachen auf Albanisch, Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kölsch, Kroatisch, Kurdisch, Pakistanisch, Russisch und Türkisch vortragen.
Nach der Lesung gibt es bei Kaffee und türkischem Tee Gelegenheit zu Fragen und persönlichen Gesprächen. Zum Abschluss der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, an einer Führung durch die Stadtteilbibliothek Kalk teilzunehmen. Wer einen Ausweis dabei hat, kann sich oder seine Kinder auch sofort anmelden und dann direkt die passende Lektüre mit nach Hause nehmen.
Buch-Cover: Edition bi:libri

Lesestart in der Stadtbibliothek Köln

Lesestart – “Drei Meilensteine für das Lesen” ist ein Programm zur Sprach- und Leseförderung, das sich schon an die Jüngsten richtet. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Kinder, die mit Büchern und Geschichten aufwachsen, lernen besser lesen und haben mehr Spaß daran.
Ganz anschaulich wird dies im folgenden Video zusammengefasst:
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Wir machen natürlich mit!

Ab dem 15. November 2013 begrüßen wir, als aktive Lesestart-Partnerin, Kindergartengruppen mit ihren Erzieherinnen und Erziehern. Die drei- bis vierjährigen Kinder erwartet ein speziell von uns entwickeltes Programm: Alle singen gemeinsam, erkunden den Kinderbereich und lesen zusammen ein Bilderbuch.
Im Anschluss an die Veranstaltung erhält jedes Kind ein Lesestart-Set mit einem altersgerechten Bilderbuch, einem Poster und mehrsprachigen Alltagstipps rund ums Vorlesen für die Eltern.

Selbstverständlich werden Lesestart-Sets auch an drei- bis vierjährige Kinder und ihre interessierten Eltern unabhängig von den Kindergartenführungen, beispielsweise bei Vorlesestunden, verschenkt.

(bel/mks)

Peter Härtling über Bibliotheken

Interview-Frage: „Sie selbst sahen Ihre Mutter als lesendes Vorbild. Sie hat Ihnen auch die Welt der Bibliotheken eröffnet. Was können Eltern von heute Ihrer Meinung nach tun, um ihre Kinder für die Welt der Bücher zu begeistern?”

Peter Härtling: “Es ist wahr, meine Mutter hat mir vorgelesen, indem sie häufig in meiner Gegenwart las, mich in Bibliotheken mitnahm, über Bücher redete. Das könnten Eltern auch heute tun.”

In seinem Buch „Leben lernen. Erinnerungen” (bei uns im Bestand) erfahren wir über seine Jugend im Nürtingen der Nachkriegszeit:

Gleich nach dem Schulunterricht zog es ihn zu „den drei Buchhäusern, die es in den ersten Nachkriegsjahren in Nürtingen gab: die Deutsch-Amerikanische Bibliothek, aus der später die Stadtbücherei hervorging, die Bibliothek der Arbeiterwohlfahrt und, in der Neckarsteige, die Bücherstube Margot Hauber, in der es Bücher zu leihen, doch auch das Neueste zu kaufen gab.”

In der Deutsch-Amerikanischen Bibliothek gab es einen Bibliothekar „der mich, nach einem prüfenden Blick, zu den ‚Erwachsenen-Büchern’ ließ, meine Wahl nicht spöttisch kommentierte.”

 Die Bücherei der Arbeiterwohlfahrt war für ihn „ein Ort  für Eingeweihte, versteckt im vierten Stock eines Behördenhauses, eine Mansarde, in der an den senkrechten Wänden die Bücher in Regalen hochstiegen, und unter der schrägen Decke hatte die Bücherfrau ihren Platz, eine lebhafte Person im Alter meiner Mutter, die mir anfangs etwas Furcht einflößte, mich mit der Zeit aber auf ihre Seite zog, wohin ich sowieso gehöre, auf die Seite der Bücher und Bilder, die alte Nazis und neue Spießer ausschließe. […] Hildegard Ruoff, die Bibliothekarin der Arbeiterwohlfahrt, der ich mittlerweile meine Lesevertrauen schenkte, stellte fest, dass ich den Bestand der Bücherei durch hätte, wusste aber Rat. Sie schickte mich zu ihrem Mann. Der sei Bildhauer, arbeite zu Hause. In unserer Bibliothek findest du noch eine Menge, was du nicht kennst.”

 Und in einem weiteren Interview sagt er:

„Da ich sehr viel gelesen habe – ich habe Bibliotheken wirklich ausgelesen – war für mich Schreiben das Naheliegende.”

Heute wird der Schriftsteller Peter Härtling 80 Jahre alt. Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag!

gp

Bild: Copyright Das blaue Sofa / Club Bertelsmann.

Heute ist “Tag der Putzfrau”! Wir gratulieren

Dünya temizlik günü” Kutlu olsun!

Die Story ist ein Web- 2.0 -Coup ohnegleichen! 2004 erfand die Krimi-Autorin Gesine Schulz den „Tag der Putzfrau” und legte ihn auf den 8. November. Den Geburtstag ihrer fiktiven Dedektivin Karo Rutkowsky, die nicht nur Räume reinigt, sondern auch Mordfälle aufklärt. Praktischerweise trug sie ihn auch gleich in die Wikipedia-„Liste von Gedenk- und Aktionstagen” ein.

Dort ist er längst gelöscht worden. Aber zu spät! Die Medien hatten längst angebissen und eine Lawine kam ins Rollen. Als „Weltputzfrauentag”, der mehr Respekt vor der Arbeit von Reinigungskräften fordert, ist der 8. November inzwischen etabliert. Und das ist gut so!

Wir feiern mit und gratulierten heute unseren Putzfrauen zu ihrem Feiertag!

Verbunden damit ist der herzlichste Dank, dass unsere tausende von Besuchern und wir täglich ein sauberes Haus betreten können. Ihr lieben und immer freundlichen Frauen Akar, Akkan, Kara, Kol, Ali, Ünlü, Yazı, Yalcınkaya, Myumyun und Vahdet –  ohne Euch geht nun mal gar nichts!

Und nach dem Motto des Tages: „Eine Rose für die Putzfrau – eine reinweiße natürlich…”

 gp

 PS.: Liebe Gesine Schulz, danke für dieses genialen Schachzug! Der Tag wird für immer mit Ihrem und Karos Namen verbunden sein. Wir werden ihn immer in Ehren halten.

PPS.: Liebe Wikipedianer! Nehmt es mit Humor und seid großzügig. Tragt den Tag wieder in die Liste ein und schreibt einen schönen Artikel dazu. Das wäre souverän!

 PPPS.: Liebe Putzfrauen der Welt! Lasst Euch diesen Tag nie wieder nehmen!

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