Brauhaus und Bibliothek: Haus Balchem


Kommenden Sonntag, 9. September, findet wieder bundesweit der “Tag des offenen Denkmals” statt. Köln beteiligt sich mit über 300 Veranstaltungen. Im Mittelpunkt einer dieser Termine steht das prächtige, barocke, ehemalige Brauhaus im südlichen Abschnitt der Severinstraße. 1676 errichtet verfügte es über eine überaus wechselvolle interessante Geschichte.  Darüber berichtet Stadtführerin Ilona Priebe vor und im Haus. Die Führungen finden jeweils um 12:00, 14:00, 15:00 und 16:00 statt. Die Stadtteilbibliothek ist an diesem Tag von 11:00 bis 17:00 geöffnet.
Erreichbarkeit von Haus Balchem mit Bus und Bahn (Haltestelle Chlodwigplatz): 15, 16, 106,132, 133, 142.
Zur Einstimmung kann man sich dieses Video anschauen. Der WDR berichtete am 18.08. dieses Jahres über Haus Balchem (ab Min. 1:50).

Indy und Kölle

Teil 2 unseres Interviews mit Nicole James.

Wer kam eigentlich auf die Idee dieses bibliothekarischen Austausches?
Das war der Freundeskreis Köln – Indianapolis e.V., namentlich der Vorsitzende
Volkmar Schultz, der bei einem Aufenthalt in Indianapolis auch unsere Bibliothek besuchte und dabei diese gute Idee hatte. Unsere beiden Städte verbindet ja eine Partnerschaft, deren 25jähriges Jubiläum nächstes Jahr gefeiert wird.
Die beiden Städte sind ja ungefähr gleich groß…
…ja, Indianapolis hat ca. 800.000 Einwohner und Köln eine Million…
…und was wir natürlich höchst beneidenswert finden, sind die 22 Zweigstellen und die 664 Mitarbeiter, die Ihr Bibliothekssystem umfasst!
Ich hab mir sagen lassen, dass es auch hier mal 28 Stadtteilbibliotheken und 6 Bibliotheksbusse gab.
Was bekommen Sie sonst so von Köln mit?
Weniger als ich gerne möchte. Ich habe jeden Tag ein umfangreiches Programm, abends noch schöne Geselligkeit mit den Mitgliedern des Freundeskreises und bin auch sehr gut privat in Sürth untergebracht. Für Sight-Seeing blieb nur wenig Zeit, aber ich möchte auf jeden Fall noch das Schokoladen-Museum und das 4711-Haus besuchen. Auch wenn das hier vielleicht nicht jeder nachvollzieht, ich mag den Duft von 4711.
Und die Kölner?
In meinem Reiseführer, den ich vorher gelesen habe, steht, dass die Kölner offen und locker sind. Das kann ich nur bestätigen, schließlich war ich ja schon oft in Deutschland. Und in Bibliotheken arbeiten sowieso hauptsächlich nette Menschen.
Und das Kölsch?
Ich gestehe, ich habe auch ein Düsseldorfer Alt-Bier getrunken. Aber Kölsch hat mir besser geschmeckt.
Der Kölner nennt seine Stadt ja nicht „Köln“ sondern „Kölle“, wie ist das bei Ihnen?
Wir sagen einfach „Indy“.
Noch mal zur Bibliothekslandschaft – wie sehen sie die Zukunft der Bibliotheken?
Das sieht man in Köln so wie in Indianapolis. Die Bibliotheken werden sich immer neuen Herausforderungen stellen, in der virtuellen wie der realen Welt. Sie werden immer ein Ort bleiben, der Menschen anzieht und zusammen bringt und wo sie sich wohl fühlen.

gp

Bild:  2x USA auf den Dächern am Neumarkt: Nicole James, Bibliothekarin aus Indianapolis, und im Hintergrund die Eistüte des amerikanischen Künstlers Claes Oldenburg.

Kalk kickt!

Am vergangenen Donnerstag und Freitag begrüßten wir die Kalker Elite des FIFA 12 Gamings in der Stadtteilbliothek Kalk. Das virtuelle Fussball-Spektakel fand in der eigens dafür eingerichteten Gamingzone (Eröffnung von games4Kalk) statt und bot damit die perfekten Voraussetzungen für die Durchführung des Turniers.

Das erste games4Kalk FIFA 12 Turnier „Kalk kickt-Bolzen mit FIFA 12“ war rückblickend auf einem sehr hohen spielerischen Niveau und das ganze Teilnehmerfeld war gepickt von ausgezeichneten FIFA 12 Profis.
Das Turnier wurde im Double Elimination Verfahren abgehalten.
Als Double Elimination bezeichnet man eine Turnierform, die ihre Grundzügen auf dem K.O..System beruht, die wesentlichen Unterschiede des Double-Elimination-Formates im Gegensatz zum einfachen K.O.-System sind, dass jeder Teilnehmer erst nach der zweiten Niederlage aus dem Turnier ausscheidet.

Teilnehmerfeld Donnerstag

Teilnehmerfeld Freitag

Die Teilnehmer spielten an den besagten Tagen zwei Turniere aus. Der Spielmodus war klar: Spielzeit 2x 5Minuten, 1vs1 und der Gewinner kommt eine Runde weiter. Obwohl der Wettkampf-Charakter mit seinen nervenaufreibenden Duellen sehr stark im Vordergrund stand, war die Fairness untereinander aber immer spürbar.
Die ersten drei Gewinner wurden mit Sachpreisen und Urkunden geehrt und ausgezeichnet. Danach wurde gefeiert 🙂

Schöne Grüße und bis bald
Stadtteilbibliothek Kalk
(IM)

Regentropfen und ein Fahrrad


Als „Raindrops-songwriter“ würdigen ihn heute die Nachrufe in den USA. Und in der Tat der Text des Songs „Raindrops keep fallin’ on my head”  (1969) war einer seiner größten Erfolge.  Hal David starb 91jährig vorgestern in Los Angeles. Zusammen mit dem Kollegen Burt Bacharach schrieb er Hits am Fließband, und die „Raindrops“ waren auch für den Sänger B.J. Thomas der größte.
Doch ohne die Western-Komödie „Butch Cassidy und the Sundance Kid“  wäre das Lied nur halb so erfolgreich geworden. Von allen 1969 angelaufenen Kino-Filmen spülte dieser das meiste Geld in die Kassen. Die Komposition stürmte die charts und räumte den Oscar für den besten Filmsong ab. Fortan galt der Ohrwurm als all-american-classic, wurde zahllos gecovert und taucht immer wieder auch in Filmen aus  (z.B. Forrest Gump, 3 Engel für Charlie und Spider-Man 2).
Und der Film-Ausschnitt (s.o.) mit Paul Newman und Katharine Ross ist eine der schönsten Fahrrad-Szenen der Film-Geschichte und ein wegweisender Vorläufer der Musik-Videos.

gp

Geek Content: Wie machte man Gandalf so viel größer als Frodo?

“Mit dem Computer!”, höre ich euch rufen. Klar, in einigen Fällen wurden bei der “Herr der Ringe”-Trilogie Szenen doppelt gedreht (einmal mit den großen Charakteren und einmal mit den kleinen Hobbits) und dann zusammengefügt. Aber das eigentliche Schrumpfen von Schauspielern in der Postproduktion brachte keine guten Ergebnisse. Also musste das Auge mit konventiellen Mitteln getäuscht werden: Größen-Doubles, Schauspieler auf Stelzen, und Requisiten und ganze Filmsets in zwei verschiedenen Größen. Die Hobbit-Darsteller halfen mit ihrer Durchschnittsgröße von 1,68m.
Aber der beste Trick greift auf die sogenannte “erzwungene Perspektive” (forced perspective) zurück. Genau wie auf den Fotos vom Italienurlaub, auf denen Touristen den Schiefen Turm von Pisa vor dem Umfallen bewahren, wurden auch während des Filmdrehs die großen Charaktere nach vorn gestellt und die kleinen nach hinten. Wenn es im Film aussieht als säße Frodo neben Gandalf auf dem Pferdewagen, sitzt er tatsächlich ca. einen Meter hinter dem Magier. Hier der Beweis, #1. (Ein zuvor verlinkter Videoclip ist leider nicht mehr verfügbar.)
Der Nachteil: “Erzwungene Perspektive” funktioniert nur, wenn die Filmkamera auf ihrer Position bleibt – alles andere verrät die Illusion. Es sei denn … die Requisiten und Schauspieler würden in Relation zur Kamerabewegung mitbewegt werden. Aber schaut selbst:
http://www.youtube.com/watch?v=fBYnVqGo_2s
Quellen:
Cracked.com – 8 Movie Special Effects You Won’t Believe Aren’t CGI – #6
imdb.com – The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring -Trivia
(Mit “Geek Content” bringen wir euch geekige Blogbeiträge im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe geeks@cologne)

(ba)

Karten gewinnen: “BE – Das Leben des größten deutschen Filmproduzenten und Drehbuchautors Bernd Eichinger”

Unsere Veranstaltungsreihe “Wissenswert – Themen am Puls der Zeit” geht in eine neue Runde. Und klar, wir verlosen auch wieder fleißig Freikarten. Los geht’s!

“Dass ich einmal seine Biografie schreiben würde, daran hatte mein Mann keinen Zweifel. Ich schon. Aber er, der immer ein seltsam übersinnliches Gefühl für die Zukunft hatte, erzählte mir trotzdem alles. Manche Geschichten auch mehrmals. “Hör zu, merk dir das”, sagte er gelegentlich. Ich rollte zwar mit den Augen, aber ich merkte es mir.”

Zwei Monate nach dem Tod Bernd Eichingers im Januar 2011 begann Katja Eichinger, das Leben ihres Mannes aufzuschreiben: eine schwierige Kindheit im Internat, die Filmhochschule in München, Erfolge in Deutschland.

Auch seine Affären, die Dramen, die sich am Filmset abspielten, seine Einsamkeit in Hollywood und die Rückkehr nach München beschreibt Katja Eichinger. Sie erzählt zudem von seinen großen Erfolgen, von Filmen wie “Der Name der Rose” oder “Das Parfum”, von seiner Kompromisslosigkeit und von dem großen Glück, das sie miteinander fanden. (Aus dem Veranstaltungskalender der Stadt Köln)

Am 18. September um 20 Uhr findet das Gespräch zwischen Katja Eichinger und Gisela Steinhauer in der Zentralbibliothek am Neumarkt (Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln) statt.
Alle Kommentare zu diesem Artikel nehmen an der Verlosung von 2×2 Karten für die Veranstaltung teil. Die Gewinner benachrichtigen wir per Mail. Die Losbox ist bis zum 3.9.2012 geöffnet.
Viel Spaß!
ck
Foto: http://media.hoffmann-und-campe.de/media/print/50253_1_eichinger_bb_web1.jpg

Basteln in der Stadtteilbibliothek Bocklemünd

Am Freitag, 31.08. um 15:30 Uhr wird in der Stadtteilbibliothek Bocklemünd wieder gebastelt.

Der Nachmittag steht diesmal unter dem Thema “Märchen”.

Alle bastelfreudigen Kinder sind herzlich eingeladen!

 (Anne Voß)

In den Herbstferien: Der Roboter-Workshop ist zurück!

Schon im April hatten wir provokant die Frage gestellt, ob Mädchen tatsächlich kein Technikinteresse haben. In unserem Roboter-Workshop “go4IT” konnten sie uns das Gegenteil beweisen und haben das auch ohne jeden Zweifel getan! So viel Ehrgeiz, so viel Gewissenhaftigkeit und ein starkes Ergebnis! All das hielten wir in einem Blogeintrag fest. Und so fiel uns die Entscheidung nicht schwer, den Workshop noch in diesem Jahr ein zweites Mal anzubieten.
Hier alle Infos:
Der zweitägige Roboter-Workshop “go4IT” ist eine Kooperation mit der RWTH Aachen und dient der spielerischen Einführung von Mädchen in die Bereiche Technik und Informatik. Für den 11. und 12. Oktober laden wir alle Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren herzlich in die Zentralbibliothek am Neumarkt ein. In Zweierteams und unter der Aufsicht von geschulten Pädagoginnen und Pädagogen bauen sie eigene Roboter aus Lego-Mindstorm-Bausätzen. Schrittweise werden die Teilnehmerinnen an die Programmierung mit NXC (Not eXactly C) herangeführt. Sie hauchen ihren Robotern Leben ein und sind bald in der Lage, sie für die Lösung komplexerer Aufgaben einzusetzen. Spielerisch lernen die Mädchen den Umgang mit Motoren, Sensoren und ihrer vermutlich ersten Programmiersprache.

Zuerst die Montageanleitung, dann NXC

Der Workshop beginnt an beiden Tagen um 10:15 Uhr und endet um 16:15 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Gruppe maximal 16 Teilnehmerinnen aufnehmen kann, ist eine Anmeldung unter schulservice@stbib-koeln.de unbedingt erforderlich. Es handelt sich nicht um einen Aufbaukurs, daher sind außer einem allgemeinen Interesse an der Materie keine Voraussetzungen nötig.

(ba)

Das Fundlesezeichen der Woche


Heute wurde etwas ganz wundervolles in einer unserer Medien gefunden: eine Hochzeitseinladung! Den persönlichen Text der Rückseite ersparen wir jetzt unseren Lesern (oder vielmehr den Protagonisten der Feier) und sagen nur: Schreibt’s Euch trotzdem hinter die Ohren – oder holt die Einladung bei uns ab. Auch wenn es zum Festtag ja noch über ein Jahr hin ist 😉
[Auf der zweiten Etage der Zentralbibliothek]

(mks)

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