Der berühmteste Bibliothekar Kölns

 
Jeder Kölner Jeck kennt es! Jedes kölsche Kind kann es! Und jeder Imi lernt es in seiner ersten Session kennen und singen! Das Lied gehört mit seiner klaren mathematischen Beweisführung zu den kölschen All-Time-Karneval-Classics. Gewidmet ist es dem berühmtesten Lehrer Kölns:  Heinrich Welsch.

En dr Kaygass Nummero null steiht en steinahl Schull,
und do hammer drin studeet.
Unsere Lehrer, dä heeß Welsch, sproch en unverfälschtes Kölsch,
un do hammer bei geliehrt.”

Und wie so oft im kölschen Liedgut darf man nicht alles wörtlich nehmen. Besagte (bzw. besungene) Schule steht längst nicht mehr und Lehrer Welsch hat auch nie dort unterrichtet.

Was aber stimmt ist, dass Heinrich Welsch 1905 in Kalk eine Sonderschule (” Hilfsschule”) gründete und dass er sich in dem Arbeiter-Veedel besonders für die Ärmsten der Armen und die unverheirateten Mütter einsetzte.

Geehrt wird seine Name nicht nur im Liedgut. Heute gibt es eine Heinrich-Welsch-Schule und den renommierten Heinrich-Welsch-Preis.

Jedoch! Was kaum jemand weiss:  Lehrer Heinrich Welsch gehörte zu den ersten bibliothekarischen Aktivisten des Rheinlandes. In Kalk wurde 1884 die erste Volksbibliothek gegründet. Die Firma Humboldt und andere Industriebetriebe spendeten zum Start 1700 Bücher und stellten einen Raum an der Kalker Hauptstraße zur Verfügung. Vier Lehrer übernahmen Bibliothekarsfunktion. Einer von Ihnen war Heinrich Welsch. Dies waren gleichzeitig die Ursprünge der Stadtteilbibliothek Kalk.

Also beim nächsten Singen des Karnevalshits daran denken: dies ist nicht nur die Hymne auf den Kölner Kult-Lehrer sondern auch auf den Kölner Kult-Bibliothekar!

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 gp

Kinderspaß im Leseclub

Unsere Leserin Nicola (6 Jahre) ist Mitglied unseres Leseclubs.
Sie ist eine unserer eifrigsten Punktesammlerinnen und wunderbar malen kann sie auch. Zum kürzlich von ihr gelesenen Buch “Millie geht zur Schule” von Dagmar Chidoule hat Nicola ein Bild von Millie gemalt, wie sie zur Schule geht.
Als wir ins Gespräch kamen und ich ihr fröhliches Bild bestaunte, erzählte sie mir:

“Zuhause in meinem Kinderzimmer habe ich noch ein viel schöneres Bild. Ich hatte mir nämlich überlegt, wie schön es wäre, gemeinsam mit Millie   auf einem Bild zu erscheinen…aber das war gar nicht so einfach!”

Schließlich kam ihr die richtige Idee. Mit einem Spiegel neben dem Bild von Millie hatte sie die richtige Vorlage. Und jetzt kann sie jeden Tag in ihrem Kinderzimmer das Bild anschauen und sich vorstellen, gemeinsam mit Millie zu Schule zu gehen. Millie ist so etwas wie eine richtige Freundin geworden.

Seit vielen Jahren erfreut sich der Leseclub der Stadtbibliothek großer Beliebtheit. Er zählt bereits über 6000 Mitglieder. Jeder zwischen 6 und 15 Jahren, der einen Bibliotheksausweis hat, kann mitmachen. Für jedes gelesene Buch wird ein ausgefüllter Fragebogen abgegeben. Dafür gibt es 10 Punkte, die gesammelt und gegen viele verschiedene Preise eingelöst werden können. Je mehr Punkte man gesammelt hat, umso größere Preise gibt es.
Falls ihr Lust habt, mitzumachen – einfach in der 4. Etage an der Theke der Kinderbibliothek anmelden – und dann gehts los…
Mehr zum Leseclub erfahrt ihr hier:
http://www.stadt-koeln.de/5/stadtbibliothek/lesen-und-lernen/lesefoederung/leseclub/
wkal

Karnevals-Count-Down

In einer Woche wird es ernst! Dann bricht hierzulande auf den Straßen und in den Kneipen das humoristische Inferno aus.

Und wer den Siedepunkt des jecken Treibens nördlich des Äquators lokalisieren will, der stößt unweigerlich auf Köln.
Deshalb ist es auch allerhöchste Eisenbahn sich mit dem Wesentlichen der tollen Tage zu beschäftigen.  Auf alles, aber auch auf alle Fragen, gibt es in der Stadtbibliothek am Neumarkt und den Stadtteilbibliotheken die so wichtigen Antworten. Vom Schminken bis zum Kostüm, von der Party-Dekoration bis zum jecken Knigge, der Musik in Noten oder auf CD. Kölsches in Wort, Bild oder im Ohr: Wer wissen will, warum der Karneval ausgerechnet hier seine Hochburg hat, dem kann geholfen werden.                                                                        gp
Und bitte beachten: Donnerstag, 3. März , sowie Rosenmontag, 7. März, und Dienstag, 8. März, bleiben alle Einrichtungen der Stadtbibliothek geschlossen.

Gaming-Roadshow pics


Mehr Bilder hier
Und hier Christoph Deegs persönliches Resumee der Show.
 

gp                                                      

Radeln für Bibliotheken!


Die Idee stammt von den Finnen Jukka Pennanen und Mace Ojala. Und weil es für Rest-Europa vielleicht zu weit wäre – erst in den hohen Norden und dann wieder zurück – entschieden sich die beiden für die schöne Route Kopenhagen – Berlin.

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Als rollende Vorboten sind alle bibliothekarisch Interessierten eingeladen, vom 28. Mai bis zum 7. Juni von der dänischen Hauptstadt zum 100. Deutschen Bibliothekartag in Berlin zu radeln. Ihr Projekt bezeichnen die Veranstalter als politisch und ökonomisch unabhängige “unconference”‘ und Fahrradtour:
“It builds physical and mental well-being of library professionals, grassroots networking, and internationalism and — last but not least — the crucial role of libraries for the society and for the intellectual and scientific education in general. Cycling for libraries also supports environmental values and ecological way of life. Cycling for libraries inherits many values from librarianship. Openness, liberalism, access to information, lifelong learning and innovativeness are among these values. Librarianship is also by it’s very nature humanist, internationalist, cross-boundary and concrete.”
Susanne Riedel, Vorsitzende Berufsverband Information Bibliothek e.V., schrieb den radelnden Bibliotheks-Enthusiasten im voraus ein schönes Grußwort :
“Als Veranstalter des 100. Deutschen Bibliothekartages, der wichtigsten und größten Fortbildungstagung für den Bibliotheks- und Informationsbereich in Deutschland, freuen wir uns sehr, dass unsere Jubiläumstagung der Abschluss der Radtour und das Ziel der sportlichen Kolleginnen und Kollegen sein wird. Cycling for libraries – quasi eine “mobile Vorkonferenz” mit internationaler Beteiligung! Eine großartige Idee, die mich sofort begeistert hat! Die Verbindung von fachlicher Diskussion zu aktuellen, international relevanten Bibliotheksthemen und dem Spaß an der Bewegung und am Naturerlebnis wird nicht nur eine besondere Erfahrung für die Teilnehmer werden. Der Weg von Kopenhagen nach Berlin ist lang genug, um sich informell auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und die Köpfe zu lüften. Wir wünschen der Initiative, dass sie auch das Ziel, durch diese ungewöhnliche Aktion Aufmerksamkeit für Bibliotheken zu erzeugen, erreicht. Man sieht es an der wachsenden Zustimmung für das Event: Bibliothekare sind nicht nur in fachlicher Hinsicht ein bewegliches und innovationsfreudiges Völkchen! Mögen alle Teilnehmer die Tour genießen, gesund in Berlin ankommen und dann mit frischer Energie in die Konferenztage eintauchen. Gut 3000 applaudierende Kolleginnen und Kollegen sind Ihnen sicher!”
Also, wer sich mit in den Sattel schwingen will, ab 22. Februar kann man sich hier anmelden. Wem die Tour  zu anstrengend ist, der kann das Unternehmen auch per facebook begleiten. Als musikalische Einstimmung noch ein Liedchen von dem Finnen schlechthin: M.A. Numminen.                 gp

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Isabel Ashdown: Am Ende eines Sommers

Wer kennst sie nicht, Menschen, die anscheinend ihr Leben nicht richtig in den Griff bekommen. Menschen, bei denen es weniger sauber und ordentlich ist. Mütter/ Väter , die nie auf einem Elternabend erscheinen, offensichtlich ihre Kinder vernachlässigen. Menschen, die schon vormittags eine Fahne haben, nach aussen einen fraglichen Lebenswandel führen -ohne Scham zu zeigen….Schauen wir nicht alle irgendwie auf diese Menschen herab und verstehen nicht, warum sie nicht so sind wie wir. Nachdem man Isabel Ashdowns Roman gelesen hat, wird sich dieses wahrscheinlich ändern.
Trotz aller Schwere des Themas ist dieser Debütroman der 1970 geborenen Autorin Isabel Ashdown kein trauriger, sondern trägt auch ein wenig Humor in sich.
Mary und Rachel sind Schwestern. Unbekümmert und neugierig auf das Leben sehnen sich die beiden nach Unabhängigkeit. Ausgerechnet Mary, die immer allem etwas hinterherhinkt, entflieht dem Elternhaus. Selbst der Kontakt der beiden bis dahin sehr eng verbundenen Schwestern besteht nicht mehr.
Mary führt ihr eigenes Leben. Sie heiratet, bekommt drei Söhne und ist Hausfrau, wird bald schon unzufrieden und lebt immer mehr in einer Wolke von Alkohol.
Die Jahre vergehen und der Leser wird zum Beobachter wie der Alkohol und auch die Unfähigkeit über Probleme zu reden, die Familie von Mary ruiniert. Marys Mann hat die Familie verlassen, ebenso der älteste Sohn.
Jake, der nun älteste Sohn des Hauses, ist bemüht um seine Mutter, auch um seinen jüngeren Bruder Andy. Plötzlich kommt Bewegung in die Familiengeschichte.
Rachel taucht wieder auf. Zunächst verzichtet die Mutter sogar auf Alkohol. Aber so positiv auch diese Veränderung ist, das Happyend bleibt aus.
Jake, Andy und sein Vater werden die Zukunft allein meistern müssen.
lab

Medien-Echo: Gaming Roadshow

 
“Zocken bis zum Umfallen” (WELT ONLINE, 15.2.11)
“Die Roadshow ist eine mobile Zukunftsbibliothek, die allen Interessierten den Zugang zu neuen Technologien ermöglicht und einen Raum zum Ausprobieren und Kennenlernen schafft.” (mekonet.de, 15.2.11)
 “Auch Klassiker des Mediums können in ihrer ganzen Vielfalt kennengelernt werden. Zudem überlegen die Teilnehmer gemeinsam, was diese Spiele für die Kultur- und Wissensvermittlung in der Gesellschaft bedeuten, welche Rolle sie darin spielen und was Bibliotheken heute dazu beitragen können, um Teil dieser Zukunft zu werden.” (koelner-newsjournal.de, 10.2.11)
Eben komme ich von einer sehr interessanten Veranstaltung in der Stadtbibliothek Köln zurück. Schon von außen konnte man sehen, dass sich hier Ungewöhnliches abspielt. Menschen aller Generationen haben sich im Foyer eingefunden, um Computerspiele in allen möglichen Facetten auszuprobieren.

Quelle: Christoph Deeg

Es herrschte Hochbetrieb und eine freudige, fast ausgelassene Stimmung.” (Blog für digitale Spielkultur, 16.2.11)
“Neben der Möglichkeit vor den Konsolen abzuzappeln, gab es an beiden Tagen Interviews mit namhaften Bibliothekaren und Visionären aus den USA. Via Skype wurde rege gechattet” (droid-boy.de, 16.2.11)
“What really interested me about the Zukunftswerkstatt Gaming Roadshow was the community and discussion aspect.” (blog.8bitlibrary.com, 17.2.11)
Twitter Stadtbibliothek Köln:
“Crazy People here in the library. Es macht wirklich extrem viel Spaß mit all den Leuten zu ‘zocken'”
“tolles Event! Habe noch niemals solch eine Fröhlichkeit in einer Bibliothek erlebt”
“Hier gehts schon richtig ab!”
“Also, wir spielen gerade und haben Spaß. Rafting, Tiger streicheln, Autorennen, Gitarrenkonzert… 🙂 Auch noch 2 Stunden…”
“So, für heute genug gespielt! Jetzt geht’s nach Hause… Kraft tanken für die morgigen Matches.”

gp

Gaming-Roadshow in der StadtBibliothek: aktuell

Heute und morgen geht’ s in der StadtBibliothek Köln rund:
An zwei Tagen werden die Mitarbeiter der Bibliothek zusammen mit Ihren Kunden Computerspiele ausprobieren und gemeinsam überlegen, was Computerspiele für die Zukunft der Kultur- und Wissensvermittlung und damit für die Arbeit von Bibliotheken und anderen Kulturinstitutionen bedeuten. Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt des Vereins Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V., der US-Botschaft Berlin und der StadtBibliothek Köln.

Wer non-stop auf dem Laufenden sein will, hier geht’s zum

Blog der Gaming-Roadshow.

Der neue Kölner Wallfahrtsort


In der Hauptstadt des Brauchtums gibt es nichts Schöneres als einen neuen Brauch zu stiften. Im Spätsommer 2008 hingen die ersten Vorhängeschlösser am jenem Zaun, der auf der Hohenzollernbrücke die Gleise von dem Fußweg trennt.
Inzwischen baumeln dort über 40.000 Treueschwüre. Mehrheitlich von Jungverliebten angebracht, die anschließend den Schlüssel in den Rhein werfen. Aber auch die bedingungslose Zuneigung zum FC, der Oma oder der Katze bzw. die Erinnerung an das erste date (s.o.) sind auf den Schlössern eingraviert, aufgeschrieben oder verschlüsselt abgekürzt. Botschaften und Verzierungen machen das Metall-Ensemble zum Gesamtkunstwerk, das sich täglich vergößert. Und Köln wäre nicht Köln, wenn die Höhner nicht umgehend einen Stimmungskracher zu jeder heimischen Sensation auf den Markt werfen würden.
Wer mehr über den neuen Tourismus-Magnet wissen möchte, dem sei der kleine Foto-Band: “Ein Schl0ß in der Stadt” empfohlen. Die Aufnahmen stammen von Simon Dirsing und Thomas Schorn. Interessantes zum Hintergrund liefern die Texte von Helmut Frangenberg und Gerhard Matzig.
Das Buch könnt ihr in der StadtBibliothek unter der Signatur  “Nco   Schloss in der Stadt” finden.      gp

Nie wieder Valentinstag!

Heute ist Valentinstag – zumindest überall, wo ein Blumenladen in der Nähe ist.
Überall? Mitnichten!
Ein ganzer Kontinent hat die Liebesbotschaft dieses Tages umfunktioniert.  Geliebt werden soll nicht mehr die traute Zweisamkeit sondern eine Institution! Australien feiert heute den Library Lovers Day. Der Australische Bibliotheksverband ruft jährlich die Bibliothekarinnen und Bibliothekare des Landes auf,  mit kreativen Aktionen  die Herzen in Wallungen zu versetzen.
Tausende von Ideen kursieren kreuz und quer durch den fünften Kontinent. Von Kampagnen wie “Geh mit einem Buch ins Bett!” über romantische Dekorationen mit passenden Medien bis hin zum Dresscode der Bibliothekarinnen (“a touch of red” sollte Teil der Tagesgarderobe sein) reichen die Vorschläge. Vom “speed dating” zum “read dating” oder dem “blind date” mit einem Buch werden alle Register gezogen.
Bis hin zur Hymne auf den Tag:

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gp

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