Jens Beckert & Gert Scobel – zwei aktuelle Preisträger zu Gast in der Stadtbibliothek

Buchcover: Jens Beckert: Imaginierte Zukunft.

Am Mittwoch, 9. Mai um 19 Uhr ist Jens Beckert zu Gast in der Zentralbibliothek der Stadtbibliothek, um im Gespräch mit Gert Scobel sein aktuelles Buch „Imaginierte Zukunft. Fiktionale Erwartungen und die Dynamik des Kapitalismus“ vorzustellen.

Der Inhalt

Ist die Wirtschaft eine Fiktion? Im kapitalistischen Wirtschaftssystem richten Konsumenten, Investoren und Unternehmen ihr Handeln auf die Zukunft aus. Diese birgt Chancen und Risiken, ist aber vor allem eines: ungewiss. Wie gehen die Akteure damit um?
Ökonomen beantworten diese Frage mit verschiedenen Theorien, die auf die Berechenbarkeit des Marktes setzen. Dadurch wird die Nichtvorhersagbarkeit der Zukunft unterschätzt.
Jens Beckert entwickelt einen neuen Blick auf die Dynamik des Kapitalismus. Im Mittelpunkt seiner Untersuchung stehen die fiktionalen Erwartungen der Akteure – Imaginationen darüber, was die Zukunft bringt. Er liefert eine umfassende Typologie dieser Erwartungen, untersucht ihre Funktionsweisen in Bereichen wie Geld, Innovation und Konsum und zeigt, wie mächtig sie sind. Fiktionale Erwartungen sind der Treibstoff der Ökonomie, können diese aber auch in tiefe Krisen stürzen, wenn sie als hohle Narrative entlarvt werden. Dann platzt die Blase.

Die Preisträger

Jens Beckert anlässlich der Verleihung des Gottfried Wilhelm Leibniz – Preises 2018 am 19. März 2018 in Berlin.:

„Mich begeistern die neuen Einsichten, die wir aus der Konfrontation von soziologischen Konzepten mit wirtschaftlichen Phänomenen gewinnen.“

Prof. Dr. Jens Beckert ist designierter Preisträger des renommierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung  und Professor für Soziologie in Köln. Zuvor hat er u. a. in Göttingen, New York, Princeton, Paris und an der Harvard University gelehrt. Sein Buch „Imaginierte Zukunft“ ist am 16. April im Suhrkamp-Verlag erschienen.
 
Gert Scobel anlässlich der Auszeichnung mit dem 54. Grimme-Preis am 13. April 2018:

„In all meinen Sendungen geht es darum, unsere komplexe Welt zu verstehen. Letztendlich geht es beim Wissen um unser Zusammenleben; gleich ob wir künstliche Intelligenz oder Zellteilung zum Thema haben. Am Ende steht doch die Frage: Wie gehen wir in Zukunft miteinander um?”

Prof. Gert Scobel leitet die Wissenschaftssendung „scobel“ (3sat).
Am 13. April 2018 wurde er bereits zum zweiten Mal mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Seit 2016 ist er Professor für Interdisziplinarität und Philosophie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Die Reihe

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ statt. Weitere Veranstaltungen findet ihr im Kulturprogramm.
Das Event ist eine Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner und dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung.
Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Köln-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber. Karten sind im Vorverkauf über KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich!

O-Hanami! Die Kirschblütenprinzessin 2018

Dieser Tage verwandelt sich der Josef-Haubrich-Hof in die Foto Opportunity schlechthin: Unsere Kirschbäume, direkt vor dem Eingang zur Zentralbibliothek, stehen in voller Blüte.
Was für eine Augenweide!
Und die hat Tradition: Die strenge Jury der Stadtbibliothek kürte auch in diesem Jahr – nach reiflicher Überlegung! – die schönste Gestalt, die unter der sakura wandelte.

Anna-hime

Das japanische Suffix “hime” steht für Prinzessin.Unsere Prinzessin in diesem Jahr heißt Anna und ist 25 Jahre alt. Sie studiert Fotografie in Köln – und interessiert sich sehr für die japanische Kultur: “Ich möchte unbedingt einmal hin!” Ein Besuch steht auch in Aussicht, denn einige ihrer Freunde studieren im Moment in Japan.

Kirschblütenprinzessin 2018: Anna! 

Die sakura

Die sakura ist ein Symbol für den Kreislauf des Lebens. Für Vergänglichkeit, Schönheit und das Entstehen von Neuem. Anna ist prädestiniert als Prinzessin – denn ganz bald wird ihr Sohn Lias geboren. Nachteil: Sushi gibt’s für sie im Moment nur in der vegetarischen Variante.

Wir wünschen Euch beiden alles Gute! Sayonara!

sa

 
P.S.: Hier sind die Kirschblütenprinzessinnen der Jahre 2013, 2014, 2015, 2016 und 2017.

Achtsamkeitspraxis – Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) – Neurowissenschaft

Am Dienstag, 24. April um 19:30 Uhr findet in der Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Kölnein Gespräch über Achtsamkeitspraxis und Neurowissenschaft statt.

Eingeladen sind drei ausgewiesene Persönlichkeiten zum genannten Themenkomplex: Britta Hölzel, Ulrich Ott und Gert Scobel.

„Unsere Welt wird zunehmend komplexer und unüberschaubarer. Gleichwohl müssen wir unser Leben bewältigen – gesellschaftlich, ökonomisch, aber auch existenziell im Alltag. Dabei zeigt sich, dass vor allem psychische, aber auch spirituelle Probleme in der säkularisierten Welt eher zu- als abnehmen. Das Streben nach Kohärenz, Stimmigkeit und innerer Festigung scheint mehr denn je überlebenswichtig. Weitgehend unbemerkt von der westlichen Mainstreamkultur haben sich seit Jahrtausenden Traditionen der Meditation und Einübung von Achtsamkeit entwickelt, die derartige Probleme durch systematisches Üben zu

bewältigen versuchen. Achtsamkeit bedeutet, dem eigenen Erleben im gegenwärtigen Moment mit Bewusstheit und Offenheit, d.h. ohne Bewertung, zu begegnen. Lassen sich diese Praktiken der Bewusstseinsschulung mit dem westlichen Bildungsideal verbinden? Oder sind sie in Wahrheit antiaufklärerisch und rückwärtsgewandt?

Britta Hölzel und Ulrich Ott haben mit ihrer eigenen Forschung die Effekte von
Achtsamkeitsübungen und Meditation untersucht. Zusammen stellen Sie vor, was sich aus naturwissenschaftlicher Sicht zum Thema Achtsamkeit sagen lässt. Darüber hinaus diskutieren sie die Möglichkeiten, die in der achtsamen Emotionskontrolle, von Mitgefühl und der Kultivierung von ethischem und sozialem Verhalten liegen.

Sind Achtsamkeit und Meditation tatsächlich Mittel, um mehr Toleranz zu ermöglichen und die Widerstandfähigkeit gegen Ideologien zu stärken? Oder handelt es sich um eine Mode, die dazu dient, Menschen durch Selbstkontrolle noch mehr einspannen und optimieren zu können?“ (Text: Gert Scobel)

Dr. Britta Hölzel ist Diplom-Psychologin, Neurowissenschaftlerin, Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)- und Yoga-Lehrerin. Als Wissenschaftlerin untersucht sie die neuronalen Mechanismen der Achtsamkeitsmeditation mittels magnetresonanztomographischer Aufnahmen. Die Ausbildung zur MBSR Lehrerin erhielt sie an dem von Jon Kabat-Zinn gegründeten Center for Mindfulness an der University of Massachusetts Medical School. Nach ihrem Psychologiestudium in Deutschland promovierte sie am Bender Institute of Neuroimaging, Universität Gießen, über die neuronalen Mechanismen der Achtsamkeitsmeditation. Nach fünfjähriger Tätigkeit als Wissenschaftlerin an der Harvard Medical School in Boston ist sie heute als Referentin in Ausbildungslehrgängen für Achtsamkeitstrainer tätig und hat das IAM – Institut für Achtsamkeit und Meditation https://www.brittahoelzel.de/ gegründet.

Dr. Ulrich Ott ist Diplom-Psychologe und erforscht seit über fünfzehn Jahren an der
Universität Gießen veränderte Bewusstseinszustände und Meditation. Sein
Forschungsschwerpunkt sind Effekte von Meditation auf die Funktion und Struktur des Gehirns, die er am Bender Institute of Neuroimaging (BION)

http://www.uni-giessen.de/fbz/fb06/psychologie/weitere-inst/bion mittels Magnetresonanztomographieuntersucht. Außerdem lehrt er im Fachbereich Psychologie Yoga und Meditation.

Gert Scobel wurde mehrfach als Wissenschaftsjournalist ausgezeichnet. Er moderierte 14 Jahre „Kulturzeit“ bei 3sat, war Anchorman des ARD-Morgenmagazins und ist seit 2008 verantwortlich für die Wissenschaftssendung Sendung „scobel“ (3sat). http://www.3sat.de/scobel/ Seit 2016 ist er Professor für Interdisziplinarität und Philosophie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ statt.

Weitere Veranstaltungen im Kulturprogramm.
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schüler, Studenten und Köln-Pass-Inhaber.

Karten sind im Vorverkauf über KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich.

Gut einschlafen, gut schlafen

Wir laden euch herzlich zur folgender Veranstaltung ein: “Gut einschlafen, gut schlafen – wie Ihr Schlaf noch erholsamer wird” am Dienstag, 17.04.2018 in der Zentralbibliothek ab 18:00 Uhr.
Gut einschlafen. Copyright: Stadtbibliothek Köln.

Das Thema:

Ungefähr ein Drittel unserer Lebenszeit verschlafen wir. Die einen mehr, die anderen weniger. Wie wichtig regelmäßiger, gesunder Schlaf für unser Wohlbefinden ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Unser Körper regeneriert sich, der Datenstrom des Tages wird in Ruhe sortiert und Gelerntes abgespeichert. Auch unser Immunsystem läuft auf Hochtouren. Wer genug schläft, stärkt seine Abwehrkräfte, baut Stoffwechselprodukte des Tages ab, hat weniger Hunger und eine bessere Wundheilung.
Aber in unserer modernen Gesellschaft wird Schlaf zusehends mehr zur Mangelware. Das abendliche Abschalten gelingt oft nicht und das Gedankenkarrussell dreht sich unablässig. Am nächsten Morgen steht man gerädert auf und kämpft sich durch den Tag. Wer über einen längeren Zeitraum zu wenig Schlaf bekommt, setzt seinen Körper einem erhöhten Risiko körperlicher und seelischer Krankheiten aus: mangelnde Konzentrationsfähigkeit, erhöhtes Stressempfinden, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht können die Folge sein. Das Risiko sowohl für einen Herzinfarkt als auch für eine spätere Depression erhöhen sich drastisch.
Rechtzeitige Selbstfürsorge heißt hier das Codewort. Das Kölner Institut für Stressverminderung unter der Leitung von Dr. med. Ralf Maria Hölker ist spezialisiert auf wirksame Entspannung und Schlafförderung.
Schlafexperte Hölker vermittelt unterhaltsam und mit vielen praktischen Elementen zum Mitmachen spannende neue Erkenntnisse für einen gesunden Schlaf und eine bessere Regeneration. Jeder kann von diesen Erkenntnissen profitieren und sich schon jetzt auf inspirierende Anregungen und erholsame Nächte freuen.
Die Veranstaltung wird von einer Buchausstellung zum Thema Schlaf begleitet.

Das Wichtigste noch mal im Überblick:

Wann?: Dienstag, 17.04.2018
Wo?: Zentralbibliothek
Wie viel Uhr?: 18:00 – 20:00 Uhr
Was kostet der Eintritt?: 5,- €
Wo meldet ihr euch an?: Anmeldungen sind erwünscht unter der Telefonnummer 0221/221-23937 oder per Email: zb-paedagogik@stbib-koeln.de

#ichbinhier

„Während sich die Welt noch fragt, was man gegen Hass im Internet tun kann, haben die Netzbürger von #ichbinhier es herausgefunden – und in diesem Buch aufgeschrieben.“ Sascha Lobo

Am Mittwoch, 11. April um 19 Uhr ist Hannes Ley mit seinem aktuellen Buch „#ich bin hier. Zusammen gegen Fake News und Hass im Netz“ zu Gast in der Zentralbibliothek.  Mit der  renommierten Netzwerkpolitikerin Constanze Kurz spricht er darüber, wie er mit Fakten und Freundlichkeit gegen hemmungslose Hetze vorgehen will.

#ichbinhier – Buchcover

Hate Speech hat eine lange Tradition im Internet. Anfangs waren vor allem Einzelne davon betroffen, schlimm genug. Doch längst wissen wir um das destruktive Potenzial dieser Pöbeleien für die Gesellschaft. Eine gravierende Folge ist neben der Verrohung der Diskussionskultur auch die Unterminierung der Demokratie. Hannes Ley kämpft gemeinsam mit der von ihm gegründeten Facebook-Gruppe #ichbinhier entschlossen gegen den Hass im Netz.
Wann immer gezielt Lügen verbreitet werden und mit Frauen-, Fremden- und anderer Meinungs-Feindlichkeit niederste Instinkte angesprochen werden, stellt sich #ichbinhier gegen den Strom und positioniert sich gegen Hate Speech. Unaufgeregt, faktensicher und ohne große Emotionen. Denn wo sich Fake News und Hassreden zusammentun, entfaltet sich ein Potenzial, das die Gesellschaft spalten kann, wenn nicht gegengesteuert wird. Ley  analysiert die Wirkweisen und Prinzipen, die hinter gezielten Falschinformationen stehen und erzählt, dass man das Gefühl der Hilflosigkeit angesichts der Masse an Kommentaren, die aus dem Nichts zu kommen scheinen, überwinden kann. Mit Zivilcourage und gegenseitiger Unterstützung können engagierte Bürger viel bewirken – Hannes Ley zeigt, wie es gelingen kann.
Hannes Ley. Copyright: Arne Weychardt.

Hannes Ley ist selbstständiger Kommunikationsberater in Hamburg. Ende 2016 hat er die Gruppe #ichbinhier gegründet, die sich gegen Hassrede im Internet wendet. Sie ist in nur einem halben Jahr auf rund 37.000 Mitglieder angewachsen. 2017 erhielt #ichbinhier den Online-Grimme-Award. (Quelle)
Weitere Berichte zum Buch und Hannes Ley:

Die Gesprächspartnerin von Hannes Ley ist Constanze Kurz, promovierte Informatikerin, Autorin und Herausgeberin mehrerer Bücher. Ihre Kolumne „Aus dem Maschinenraum“ erscheint im Feuilleton der FAZ. Sie ist Aktivistin und ehrenamtlich Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Sie forschte an der Humboldt-Universität zu Berlin am Lehrstuhl „Informatik in Bildung und Gesellschaft“ und war Sachverständige der Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestags. Sie erhielt den Werner-Holtfort-Preis für bürger- und menschenrechtliches Engagement, den Toleranz-Preis für Zivilcourage und die Theodor-Heuss-Medaille für vorbildliches demokratisches Verhalten. (Quelle)

Die Reihe

Die Veranstaltung findet  im Rahmen der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ statt. Weitere Veranstaltungen findet ihr im Kulturprogramm .
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schüler, Studenten und Köln-Pass-Inhaber. Karten sind im Vorverkauf über KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich!

Genießen mit natürlichen Zutaten

Klingt erst mal nicht weiter spektakulär, aber wenn es dann auch noch vegan und glutenfrei sein darf?
Das Buch Gesund backen ist Liebe : Kuchen, Tartes und Brot aus natürlichen Zutaten von Veronika Pachala liefert tolle Rezeptideen dazu.

Buchcover: Gesund backen Copyright: Stadtbibliothek Köln

Kleines Genuss-Beispiel gefällig? Ausprobiert habe ich die Frühstückskekse:
Als Zutaten braucht man geschrotete Leinsamen, weiche Datteln, Kokosöl, glutenfreie Haferflocken und an Gewürzen Meersalz, Bourbonvanillepulver und Zimt.
Die Grundzutaten. Copyright: Stadtbibliothek Köln.

Zuerst lässt man die Leinsamen 10 Minuten in Wasser quellen: 1 EL Leinsamen und 1 EL Wasser ersetzen hier das Ei, damit das Rezept vegan bleibt.
Währenddessen kann man die Datteln kleinschneiden und pürieren, je kleiner die Stücke werden, desto homogener wird die Masse am Ende.
Das Dattelmus wird dann mit allen anderen Zutaten vermengt. Die Masse ist ziemlich fest, deswegen am besten mit den Händen den Teig bearbeiten.
 

Insgesamt entstehen mit diesem Rezept etwa 16 Kekse, die von Hand oder mit einem Eisportionierer auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech gesetzt werden. Anschließend kommt das Blech für 8-10 Minuten in den Backofen. Danach werden die Kekse abgedeckt mit einem weiteren Backpapier und nochmal 3 Minuten weiter gebacken.
 
Kekse im Ofen. Copyright: Stadtbibliothek Köln.

Nachdem die Kekse fertig sind, lässt man sie auf dem Backpapier auskühlen, damit sie nicht brechen. Nach dem sie erkaltet sind, kann man fröhlich drauflos schnabulieren. Yummy!
Die Frühstückskekse sind einfach, natürlich und wirklich ziemlich lecker. Ist ja klar, dass die ratzfatz alle waren.
Weitere Rezeptideen aus dem Buch, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen haben lassen:

  • Nuss-Nougat-Crunch-Cremetorte
  • Weihnachtlicher Apfelkuchen

Eine kleine Buch-Auswahl. Copyright: Stadtbibliothek Köln.

Dies ist nur ein Buch von vielen aus unserem Bestand, welches sich mit Clean Eating/Natürlich Essen o.ä. beschäftigt. In unserem Katalog könnt Ihr einfach mal mit folgenden Schlagwörtern stöbern:

  • Clean Eating
  • Natürlich Kochen
  • Pur genießen

… oder vorbeikommen und euch von unseren Kochbüchern mitreißen lassen!

fh

Ein hinreißendes Buch: “Meine algerische Familie” von Alice Schwarzer


Alice Schwarzer hat ein hinreißendes Buch geschrieben – so das Fazit in ttt (titel-thesen-temperamente) in der Sendung am 4. 3.
 
Alice Schwarzer ist am Donnerstag, 22. 3. um 19:30 in der Kölner Zentralbibliothek zu Gast, um ihr aktuelles Buch „Meine algerische Familie“ vorzustellen.
Der Muezzin und die Kuckucksuhr. Dieses Buch ist eine Überraschung. Denn wer wusste schon, welch enge und liebevolle Beziehung Alice Schwarzer seit Jahrzehnten zu einer Familie in Algerien hat, einer Familie, die in ihrer Vielfalt und Lebendigkeit ein regelrechtes Abbild dieses nordafrikanischen Landes zwischen Tradition und Moderne ist, zwischen islamistischer Bedrohung und demokratischen Hoffnungen?
Zuerst traf Alice Schwarzer 1989 Djamila, eine algerische Journalistin, die nach dem drohenden Wahlsieg der Islamisten und dem von ihnen angezettelten Bürgerkrieg mit über 200.000 Toten in den 90er-Jahren wie viele andere um ihr Leben fürchten musste und für einige Jahre nach Deutschland emigrierte. Doch Djamila hat Eltern und Großeltern, Brüder und Schwestern, Neffen und Nichten, die Alice Schwarzer in deren Heimat bei Neujahrsfeiern, Ferienbesuchen und Hochzeiten kennen und lieben lernte. Diese Familie lässt Alice Schwarzer zusammen mit der Fotografin Bettina Flitner in ihrer ganzen Vielfalt lebendig werden: die Generation der Alten, geprägt von der Kolonialzeit, dem Befreiungskrieg und den Jahren des Aufbruchs, in dem Algier »das Mekka der Revolution« war; die Generation, die die »schwarzen Jahre« des islamistischen Terrors und der politischen Repression durchlebte – und die jungen Leute von heute zwischen High Heels und Verschleierung, zwischen Instagram und spätsozialistischer Stagnation.

(c) Bettina Flitner

Alice Schwarzer ist eine deutsche Journalistin und Essayistin. In ihrer Zeit als politische Korrespondentin in Paris war sie zu Beginn der 1970er Jahre eine der Pionierinnen des Mouvement de la liberation des femmes (MLF). Ihre Gespräche mit Simone de Beauvoir in den Jahren 1971-1983 erschienen als Buch in mehreren Sprachen. 1971 initiierte sie in Deutschland die Aktion „Ich habe abgetrieben” – und forderte das Recht für jede Frau dazu. 1977 gründete sie das politische Frauenmagazin EMMA, dessen Verlegerin und Chefredakteurin sie bis heute ist. Sie veröffentlichte bisher insgesamt 21 Bücher als Autorin und 22 Bücher als Herausgeberin. Darunter 1975 den in 12 Sprachen übersetzten Bestseller »Der kleine Unterschied und seine großen Folgen« (über die Rolle von Liebe und Sexualität bei der Unterdrückung von Frauen), sowie Biografien u.a. über Gräfin Dönhoff und Romy Schneider. 2013 publizierte sie als Herausgeberin: »Prostitution – ein deutscher Skandal«. Über den Islamismus veröffentlichte Schwarzer seit 1979 zahlreiche Artikel und gab bei KiWi drei Bücher heraus: »Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz« (2002), »Die große Verschleierung. Für Integration, gegen Islamismus« (2010) sowie »Der Schock – Die Silvesternacht von Köln« (2016). 2011 erschienen die Lebenserinnerungen von Alice Schwarzer: »Lebenslauf«.
Das Buch ist am 15. 2. 2018 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen.
Gerne signiert Alice Schwarzer nach der Buchpräsentation.
Mehr Informationen unter www.aliceschwarzer.de
 
 
Die Veranstaltung findet  im Rahmen des Literatur-in-Köln-Archivs der Stadtbibliothek Köln und in der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ statt.
Weitere Veranstaltungen im Kulturprogramm.
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schüler, Studenten und Köln-Pass-Inhaber. Karten sind im Vorverkauf über KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich.

Gibt es einen sozialverträglichen Kapitalismus?

Innerhalb des Themenspektrums Kapitalismus und Demokratie in „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ findet am Montag, 19. März, um 19:30 Uhr in der Zentralbibliothek eine Diskussion zwischen Colin Crouch und Wolfgang Streeck statt. Die Moderation übernimmt Smail Rapic.

Zum Inhalt

Im Westen herrschte Jahrzehnte lang die Überzeugung, dass Demokratie und Marktwirtschaft zusammengehören. Nach dem Ende des sogenannten „real existierenden Sozialismus“ in Osteuropa schien dem westlichen System die Zukunft zu gehören. Die 2008 ausgebrochene Weltfinanzkrise, deren Folgen bis heute andauern, erschütterte jedoch das Vertrauen auf die nachhaltige Prosperität des globalisierten Marktes. Die Rechtspopulisten in Europa und den USA verdanken ihre Wahlerfolge dem Versprechen, den Leidtragenden der kapitalistischen Globalisierung in ihren Ländern zu neuem Wohlstand zu verhelfen. Gleichzeitig mehren sich Bestrebungen, wirtschafts- und verteilungspolitische Probleme an technokratische Institutionen und internationale Organisationen auszulagern, die gegenüber demokratischen Wahlen und egalitären Umverteilungsforderungen immun sind.
Lässt sich der globalisierte Kapitalismus auf demokratischem Weg zähmen? Oder sind seine sozialen Verwerfungen zur essentiellen Bedrohung der Demokratie geworden? Hierüber diskutieren zwei international führende Experten, deren Krisendiagnose in vielen Punkten übereinstimmt, die aber unterschiedliche Zukunftsszenarien entwerfen.

Colin Crouch. Copyright: Jürgen Bauer.

Colin Crouch ist emeritierter Professor für Governance and Public Management an der Universität Warwick. Seine Bücher Postdemokratie (2008) und Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus (2011) sind Klassiker der Zeitdiagnose. Für weitere Informationen bitte hier klicken: https://www.britac.ac.uk/users/professor-colin-crouch.
 
Wolfgang Streeck. Copyright: Jürgen Bauer.

Wolfgang Streeck ist emeritierter Professor für Soziologie und war bis 2014 Direktor am Max Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Seine Bücher Gekaufte Zeit, Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus (2013) und How will Capitalism End? Essays on a Failing System (2016) wurden internationale Bestseller. Weitere Informationen findet ihr auch unter: https://wolfgangstreeck.com/.
Smail Rapic ist Professor für Philosophie mit dem Schwerpunkt Praktische Philosophie und Philosophie der Neuzeit an der Universität Wuppertal.

Die Reihe

Die Veranstaltung findet in der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ der Stadtbibliothek Köln statt. Weitere Veranstaltungen findet ihr im Kulturprogramm.
Das Event ist eine Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal und der Buchhandlung Bittner.
Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Köln-Pass-Inhaberinnen und-Inhaber. Karten sind im Vorverkauf über die Buchhandlung Klaus Bittner und an der Abendkasse erhältlich!
Bitte merkt euch auch folgende Veranstaltung vor:
Mittwoch, 9. Mai, 19 Uhr – Jens Beckert: Imaginierte Zukunft. Fiktionale Erwartungen und die Dynamik des Kapitalismus. Moderation: Gert Scobel

Steampunk für Einsteiger

Bereits im Karneval sah man ein Verkleidungsthema zunehmend: Steampunk. Jules Vernes wahrgewordene Träume. Retrofuturistische Visionen eines viktorianischen Zeitalters des Dampfes. Begeisterung für Technik, Handwerk und Ästhetik in einer Symbiose von Vergangenheit und Moderne.
Kommt mit auf eine Entdeckungsreise in die phantastischen Welten dieser Subkultur, die längst den Mainstream beeinflusst. Von Literatur- und Musikgenre, über Fashionstyle bis hin zu Ingenieurskunst und Gesellschaftsetikette, stellen wir Euch in Vorträgen, Lesung und Ausstellungen das breite Spektrum des Steampunks vor.

Steampunk © Ulli Leimkötter

// Veranstaltungsort: Erdgeschoss der Zentralbibliothek (Stadtbibliothek Köln)
// Datum: 6. März 2018 (Dienstag)
// Uhrzeit: 19 – ca. 22.00 Uhr (Einlass in den Bereich ab 18:30 Uhr)
// Eintritt: kostenlos
// Anmeldung: nicht erforderlich (aber Gästezählung auf Facebook)
// Hashtag: #geekscgn
Weitere Informationen!

bp

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