PSSST! Vernissage und Eröffnung der Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen in der Zentralbibliothek

Die diesjährigen Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen sind Dänemark gewidmet und starten am Samstag, 9. Mai um 14 Uhr in der Zentralbibliothek, Josef-Haubrich-Hof 1 mit der Vernissage der Ausstellung “Pssst!”. „Pssst” zeigt Zeichnungen und Drucke aus der gleichnamigen Graphic Novel von Katrine Clante (Illustrationen) und Annette Herzog (Text) für Mädchen im Teenie-Alter.

Die Ausstellung wird in Anwesenheit der beiden Künstlerinnen eröffnet und ist eine Vorschau für Neugierige, denn die deutsche Ausgabe von “Pssst!” erscheint erst im Frühjahr 2016 im Peter Hammer Verlag.

PSSST! ist eine Graphic Novel für Mädchen im Tween-Alter und beleuchtet das Thema Identität von verschiedenen Seiten. PSSST! ist ein poetisches, philosophisches und zum Nachdenken anregendes Buch, das in einem einzigartigen Zusammenspiel von Text und Bildern die kleinen und großen Fragen des Lebens behandelt, wie sie sich einem Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenenwerden stellen. In 12 selbständigen Kapiteln bekommt der Leser einen Einblick in die Gedanken und Überlegungen, die sich die ca. 12-jährige Hauptperson Viola über das Leben, den Tod und die Einsamkeit, über ihre Freunde, Familie, ihr Aussehen und die Anerkennung durch andere macht.

Zur Eröffnung begrüßen: Kulturattaché Brigitte Torberg Jensen, Prof. Hans-Georg Bögner, Geschäftsführer der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn und Dr. Hannelore Vogt, Direktorin der Stadtbibliothek Köln

Die Ausstellung wird vom 10.- 29. Mai auf der dritten Etage der Zentralbibliothek während der Öffnungszeiten gezeigt:

Dienstag und Donnerstag: 10 bis 20 Uhr
Mittwoch und Freitag: 10 bis 18 Uhr
Samstag: 10 bis 15 Uhr

Während der Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen 2015 – Dänemark kommen vom 9. bis 24. Mai neun der bekanntesten zeitgenössischen dänischen Kinder- und Jugendbuchautoren und Illustratoren nach Köln, um in Kölner Schulen und Bibliotheken zu lesen. Zum Programm gehören des Weiteren ein “Kinderbuchkino”, eine Filmreihe, ein Marionettentheater und eine Ausstellung.

Die jährlich stattfindenden Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen werden seit 1996 von der SK Stiftung Kultur der Sparkasse Köln Bonn, dem Kulturamt der Stadt Köln, der StadtBibliothek Köln, den Katholischen Öffentlichen Büchereien sowie dem JFC Medienzentrum.

Zur Ausstellungseröffnung und den Lesungen in den Stadtteilbibliotheken sind alle Interessierten herzlich willkommen.

Nähere Informationen zu den Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen sind unter www.kibuwo-koeln.de zu finden.

 

Claus Leggewie – Eine persönliche Zeitgeschichte


Navid Kermani spricht mit Claus Leggewie in der Zentralbibliothek
Im Gespräch mit Navid Kermani stellt Claus Leggewie am Dienstag, 5. Mai 2015, um 20 Uhr seine aktuelle Autobiografie „Eine persönliche Zeitgeschichte. Beobachtungen von der Seitenlinie“ in der Zentralbibliothek am Neumarkt vor.
In dem Buch spiegelt sich der Lebenslauf vieler Altersgenossen: kosmopolitisch, ökologisch engagiert, quer denkend haben sie Deutschland entscheidend mitgeprägt. Schlüsselszenen sind häufig von Zufällen, Brüchen und Gefährdungen geprägt. Da spürt der Kölner Junge plötzlich die Nähe der NS-Vergangenheit und begreift durch einen Blumenstrauß im Rinnstein eines Pariser Nobelviertels die Gewalt der Macht. 1968 betrachtet er von der Seitenlinie, seither macht er als Beobachter und Berater gelegentlich selbst Politik. Seine Reisen führen in alle Kontinente, Begegnungen mit Menschen und Ideen schrieb er auf. Leggewie vergewissert sich der Erinnerungsspuren des eigenen Lebens und einer Generation, mit der sich fast alles änderte.
Claus Leggewie lehrt Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen und leitet das Kulturwissenschaftliche Institut in Essen. Zu seinen Themen gehören zum Beispiel die Grundlagen des kooperativen Verhaltens in multikulturellen Gesellschaften und die aktuellen Chancen der Demokratie.
Navid Kermani ist habilitierter Orientalist und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Für seine Romane, Reportagen und wissenschaftlichen Werke wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe “wissenswert – Themen am Puls der Zeit”, die Stadtbibliothek organisiert sie in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner.
Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Im Vorverkauf sind die Karten bei „Köln Ticket“ im Internet und telefonisch unter 0221/2801 oder ab 19 Uhr an der Abendkasse der Zentralbibliothek erhältlich. Kartenreservierungen nehmen die Buchhandlung Klaus Bittner, Albertusstraße 6, Telefon 0221/257 48 70 oder die Stadtbibliothek unter 0221/221-23939 gerne entgegen.

Haikus vom Blütenfall im Haubrich-Hof

So fällt sie dahin

die Pracht von den Kirschbäumen-

vermischt sich mit Staub.

Ein rosa Teppich

lockt in den Wissens-Tempel –

den Lohn abholen!

Büchereibesuch –

Blüten wehen durch die Tür

Blätter überall!

Schon ist sie fast vorbei, unsere Kirschblütenzeit. Morgen wird ihr der Regen den Rest geben. Ein dichtender Anonymus widmete der Vergänglichkeit der Schönheit vor unserer Tür diese Haikus.

gp

Hornist ohne Arme erobert die Welt


Felix Klieser im Gespräch mit Gisela Steinhauer in der Zentralbibliothek
Als Vierjähriger verkündete Felix Klieser wie aus dem Nichts seinen Eltern: „Ich will ein Horn!” Den Vorschlag der heimischen Musikschule, es doch lieber mit Blockflöte oder Xylophon zu versuchen, lehnt der kleine Felix ab. Dabei bringt er für dieses Instrument die schlechtesten Voraussetzungen mit, die man sich denken kann: Er wurde ohne Arme geboren. Doch Felix nimmt Unterricht und übt wie ein Besessener. Und er hat Erfolg. Dass der 23-Jährige sein Horn mit den Füßen spielt, wird dabei zur Nebensache!
In seiner Autobiographie „Fußnoten” erzählt Klieser seine ungewöhnliche Geschichte mit viel Humor und einer gesunden Portion Eigensinn. Er zeigt damit, wie man trotz Handicap den eigenen Zielen treu bleiben und das eigentlich Unmögliche schaffen kann. In dem Werk findet sich auch der Satz „Die Schwierigkeit am Leben ohne Arme liegt nicht darin, es zu führen, sondern sich anderen Leuten gegenüber darin zu verhalten…”
Der weltbekannte Hornist, der zu den besten an seinem Instrument zählt, stellt sein Buch am Mittwoch, 29. April 2015, um 19 Uhr im Gespräch mit Gisela Steinhauer in der Zentralbibliothek am Neumarkt vor.
Klieser trat schon mit Sir Simon Rattle und dem Popstar Sting auf. 2014 wurde er mit der renommierten Auszeichnung „ECHO Klassik” geehrt.  Letzten Freitag war er zu Gast im „Kölner Treff” bei Bettina Böttinger. Gisela Steinhauer arbeitet als freie Journalistin vor allem für den WDR. Sie moderiert Sendungen wie „Mittagsmagazin” und „Montalk”. Für ihr Format „Sonntagsfragen” erhielt sie den Deutschen Radiopreis 2012 in der Kategorie „Bestes Interview”.
Das Gespräch ist Teil der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit” der Stadtbibliothek Köln.
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Im Vorverkauf sind die Karten bei „Köln Ticket” im Internet, telefonisch unter 0221/2801 oder an der Abendkasse (ab 18.30 Uhr) erhältlich. Unter der Telefonnummer 0221/221-23939 nimmt die Stadtbibliothek zusätzlich Reservierungen entgegen.
Buchcover: Copyright Patmos Verlag

Steffi Graf kocht armenisch…

Die Headline mag angesichts des Datums von heute despektierlich erscheinen. Denn genau vor 100 Jahren, am 24. April 1915 begann die Deportation der armenischen Elite aus Konstantinopel und jährlich wird der 24. April in  Armenien als “Genozid-Gedenktag” begangen. Wer in den letzten Tagen und Wochen die diesbezügliche Medienberichterstattung verfolgt hat, weiß um die aktuelle Bedeutung der “Völkermord“-Diskussion.
Aber an dieser Stelle soll der Anlass genutzt werden, um auf die Leistungen einiger armenischer und armenisch-stämmiger Persönlichkeiten hinzuweisen. Manche Namen werden bekannt sein, aber nicht unbedingt deren armenische Wurzeln. Und auch die Frage warum unsere Tennis-“Gräfin” Steffi armenisch kochen gelernt hat, wird hier eine Antwort finden.
Aram Chatschaturjan, armenisch Արամ Խաչատրյան, wissenschaftliche Transliteration Aram Xač‘atryan. Die Die Werke des berühmten Komponisten sind beeinflusst von der armenischen-georgischen und kaukasischen Volksmusik. Hierzulande am bekanntesten ist sein “Säbeltanz“.

Charles Aznavour  (eigentlich Schahnur Waghinak Asnawurjan,  armenisch Շահնուր Վաղինակ Ազնավուրյան / Šahnowr Vałinak Aznavowryan, auch Charles Aznavourian) – Der Chansonnier, Liedtexter, Komponist und Filmschauspieler ist auch armenischer Botschafter in der Schweiz und bei den Vereinten Nationene in Genf. Hier singt er mit seiner Tochter Seda ein armenisches Lied:

https://www.youtube.com/watch?v=Eoxr2N0w9K4

Cher (Cherilyn Sarkissian), der Vater der Sängerin und Schauspielerin aus den USA  ist Armenier. In ihrem Hit “Half Breed” setzt sie ihm ein musikalisches Denkmal:

Andre Agassi (Andre Kirk Agassi) –  Der Tennisspieler aus den USA stammt von einem iranischen Vater armenischer Herkunft ab. Verheiratet ist er mit Steffi Graf, die inzwischen alle armenischen Nationalgerichte kochen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=yjuV_2v2IB4

Garri Kasparow,  jüngster Schachweltmeister der Schachgeschichte und Schachbuchautor armenischer Abstammung. Tigran Vartanovich Petrosian (armenisch: Տիգրան Պետրոսյան) war ein anderer berühmter armenischer Schachweltmeister.

Mike Connors, US-amerikanischer Schauspieler armenischer Herkunft. Vor allem bekannt durch die Titelrolle in der Krimi-Serie “Mannix”:

Balyan (oft auch Balian) ist der Familienname mehrerer bedeutender osmanischer Baumeister und Architekten armenischer Abstammung.

https://www.youtube.com/watch?v=1rfk7FM_6LY

Atom Egoyan, armenisch Ատոմ Էգոյան – In Kanada lebender Regisseur.  Sein Filmdrama Ararat von 2002 erinnert an den Völkermord und dessen filmischer Darstellbarkeit. 

https://www.youtube.com/watch?v=PmNw_7NoWms

William Saroyan, US-amerikanischer Schriftsteller armenischer Herkunft. Seine Geschichten handelten meist über das Aufwachsen als Sohn armenischer Einwanderer.

Samvel Yervinyan (Սամվել Երվինյան) armenischer Violinist. Hier einer seiner temperamentvollsten Auftritte:

Arto Tunçboyacıyan, armenisch Արտո Թունջբոյաջյան.  Musiker und Angehöriger der armenischen  Minderheit der Türkei. 2008 komponierte und arrangierte er für die türkischen Pop-Sängerin Sezen Aksu und begleitete sie bei der Aufnahme ihres  Albums Deniz Yıldızı.

https://www.youtube.com/watch?v=SnscAiHSDro

Gerade das letzte Lied ist als Hoffnungschimmer hinzugefügt worden. Es geht um Frühling, einen Neubeginn und die Möglichkeit über kulturelles Zusammenwirken Signale zu setzen.

gp

Kirschblütenprinzessin 2015: Blühendes Leben im Blütenmeer

Wer da so blütenverwandt aus der rosa Pracht heraus schaut, ist Kaja I. unsere Kirchblütenprinzessin dieses Frühlings. Wie in den Jahren zuvor, kommt bei uns die Prinzessin zur Blüte. D.h. erst wenn das Feuerwerk leuchtet, steht die Jury parat, um die Krönung zu vollziehen.

Diesmal war es also Kaja, die auf dem Weg zur Bibliothek im Josef-Haubrich-Hof angesprochen wurde und sich sofort bereit erklärte das Amt zu übernehmen. Prompt bekam sie die Krone aufs Haupt gesetzt (diesmal eine handgefertigte). Natürlich erhielt sie wie ihre Vorgängerinnen zur Feier des Tages Geschenke, die alle mit Japan zu tun hatten.

Kaja I. studiert an der FH-Köln am Cologne Institute of Conservation Sciences (CICS) die Kunst der Papierrestaurierung. Dazu gehört auch die Unterweisung in japanischen Techniken und der Umgang mit japanischem Werkzeug. Japanisch essen geht sie auch gerne und verriet uns einen Restaurant-Tipp an der Ulrepforte. Bunt und laut mag sie es auch gerne, besonders bei den Filmen aus dem Studio Ghibli, einem japanischen Zeichentrickfilm-Studio. Ihr Traum („Da will ich auf jeden Fall mal hin!”) ist selbstredend eine Reise nach Japan.

Bei soviel Japan-Begeisterung freuen wir uns besonders, dass gerade sie unsere Prinzessin wurde.

gp

Die schönen Fotos schoss übrigens Marcus Becker, der in unserer Stadtteilbibliothek Rodenkirchen als studentische Aushilfe arbeitet (hier noch ein paar Impressionen aus seinem Blog).

Ein Dankeschön auch an unseren Hausmeister, der mit seinen Leitern dafür sorgte, dass Kaja zwischen den Blüten schweben konnte.
Bilder: Copyright Marcus Becker

Kirschblüten-Prinzessin 2013

Kirschblüten-Prinzessin 2014
 

Premiere für unsere Maker Kids

Ein Video sagt mehr als tausend Worte, daher:

Film ab!

https://www.youtube.com/watch?v=aa6MhxxCJLw?rel=0
Im Makerspace der Stadtbibliothek Köln könnt Ihr viele kreative und digitale Techniken anwenden. In Workshops bieten wir Euch die Möglichkeit, Geräte und Software hands on auszuprobieren. Denn wir stellen zwar einiges an Equipment bereit, die Arbeit damit findet aber eigenverantwortlich statt. Damit wir noch mehr Menschen mit diesem Angebot erreichen, haben wir ein niederschwelliges Einstiegsangebot für Kinder etabliert: Die Maker Kids. In den vergangenen Osterferien stieg das Programm für 8- bis 12-jährige junge Menschen – sie erlebten dort analog wie digital spielerisch den Reiz des Selbermachens.

Und sonst so?

Schon der erste Kurs begeisterte die Kinder, denn es galt dem Finch Roboter Beine zu machen. Jungs wie Mädchen stellten mit Drag & Drop Codes zusammen, die den Roboter dann durch den Raum schickten. Mimi Zak und Laura Bauer, Schülerinnen an der Kaiserin-Augusta-Schule, hatten die Meute (also Roboter und Kinder) prima im Griff.

Im zweiten Kurs hatten viele Kinder alte Technik von zu Hause mitgebracht und durften diese nach Herzenslust auseinandernehmen. Marie Franzen (Repair Café Köln-Porz) erklärte während der spaßigen Dekonstruktion, was die Kinder da so nach und nach freilegten.

Für Crazy Machines war dann erst mal Zocken angesagt, denn das physikverliebte Computerspiel, hier auf Tablets und der Wii genutzt, sollte zum eigenen Basteln anregen. Nachdem erste Eindrücke und Ideen geweckt waren, wurde mit Unmengen an spannendem Material an eigenen Kettenreaktionen für die große, eigene Crazy Machine gebaut. Der Spieleratgeber NRW hatte uns tolle Leute vorbeigeschickt, die die Kinder zum Strahlen brachten.

Für den Erfindertag (Design-a-thon) hat Gisèle Legionnet-Klees tatsächlich kurz theoretisch geklärt, welche Probleme denn die Gesellschaft oder eine Stadt wie Köln hat, um Impulse zur Kreativität gegeben.  Mit Schule hatte die lockere Runde aber nicht viel gemeinsam und spätestens beim anschließenden Umsetzen der Ideen wurde mit Heißklebepistole und Co alles gegeben.

Die Ergebnisse des Erfindertages wurden von den Kindern selbst vorgestellt, seht selbst:
https://www.youtube.com/watch?v=wRdUyP_lwi4?rel=0
Die Workshops, die auch in den Herbstferien wieder stattfinden, werden gefördert durch “HIT Stiftung – Kinder brauchen Zukunft”.

ba & bp & sa & si

Nerdy ist cool!

Hommage auf den Spaß am Lesen, die Macht des Wissens und die Inspiration durch Phantasie.

In den USA wird gerade die “National Library Week” gefeiert. Eigens dafür wurde in der Orange Public Library dieses Video gedreht. Es ist eine Parodie auf “Uptown Funk”, den jüngsten Hit von Bruno Mars. Erstellt wurde es von Pagona Creative in Zusammenarbeit mit der Chapman University.

Taylor Swifts “Shake It Off” nahm die “Topeka and Shawnee County Public Library” anlässlich der Feierlichkeiten aufs Korn.  Als Dank für deren Unterstützung für die Leseförderung der öffentlichen Bibliotheken der USA. Heraus kam “Check it out!” und das solltet ihr jetzt tun:

gp

Die Entstehung der modernen Wissenschaften


Podiumsgespräch mit Gert Scobel in der Zentralbibliothek
“De rerum natura” des lateinischen Dichters Lukrez (99/94 bis 55/53 vor Christus) war Jahrhunderte lang verschollen, bis der italienische Humanist Poggio Bracciolini es 1417 wiederentdeckte. So erstaunlich wie die Vielfalt von Lukrez’ Denken über die Entstehung der Welt, über Liebe und Sterblichkeit, ist seither die Riege seiner Bewunderer: Machiavelli, Galilei, Einstein, Newton, Freud und Camus.
Lukrez‘ Werk war für die Entwicklung der modernen Wissenschaften und ihrer Methoden von ebenso entscheidender Bedeutung wie die Neuübersetzung der Natur-Schriften des Aristoteles, die um 1270 nach Paris kamen und von dort ausgehend eine Revolution im europäischen Denken verursachten.
Ein Podiumsgespräch am
Mittwoch, 22. April 2015, um 19 Uhr ,
Zentralbibliothek am Neumarkt,
versucht, die Idee der Wissenschaften und ihrer Methode aus dem Blickwinkel der Schriften des Aristoteles und des Textfundes von Lukrez darzustellen. Bei der Veranstaltung in der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit” der Stadtbibliothek Köln unterhält sich Gerd Scobel mit Klaus Binder und Professor Andreas Speer.
Binder hat aus dem an Metaphern reichen Text von Lukrez erstmals eine kongeniale Prosafassung vorgelegt, die für den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung nominiert war.
Speer ist Professor für Philosophie an der Universität zu Köln und Direktor des Thomas-Instituts mit dem Forschungsschwerpunkt der philosophischen Mediävistik.
Gert Scobel schrieb mehrere Bücher zu philosophischen Themen und leitet die Wissenschaftssendung „scobel” auf 3SAT.
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Im Vorverkauf sind die Karten im Internet und telefonisch unter 0221/2801 bei „Köln Ticket” oder an der Abendkasse (ab 18.30 Uhr) erhältlich. Unter der Telefonnummer 0221/221-23939 nimmt die Stadtbibliothek zusätzlich Reservierungen entgegen.
 

“Bibliotheken vernetzen – analog und digital”

Fachtagung am 23. April in der Kölner Stadtbibliothek
Zum Welttag des Buches und des Urheberrechts am 23. April 2015 laden der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) und die Stadtbibliothek Köln zu einer öffentlichen Fachveranstaltung ein. Die Tagung steht unter dem Motto „Bibliotheken vernetzen – analog und digital”. Impulsvorträge und Workshops demonstrieren den zur Teilnahme eingeladenen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren zahlreiche Beispiele für die Praxis digitaler Serviceangebote.
Zu den Themen der Tagung von 11 bis 15 Uhr in der Zentralbibliothek am Neumarkt zählen Digitale Leseförderung, Gaming, Coding & Makerspace. Die Moderation übernimmt Anke Bruns vom WDR. Zu Beginn begrüßen Michaela Saehrendt, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Barbara Schleihagen, Deutscher Bibliotheksverband, und Dr. Hannelore Vogt, Direktorin der Stadtbibliothek Köln, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auf die Impulsvortrage und Workshops folgt zum Abschluss eine Führung durch den Makerspace der Zentralbibliothek.
Anmeldungen zur Tagung sind noch bis Dienstag, 21. April 2015, unter schabos@bibliotheksverband.de möglich.

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