Am 13. August besuchten wir mit mehreren Kollegen die Gamescom. Angesiedelt in Köln und damit direkt bei uns um die Ecke ist die Messe spätestens seit der Eröffnung von Games4Kalk im Jahr 2012 zum angenehmen Pflichttermin für uns geworden.
Wir testeten Spiele, trafen uns mit den netten Kolleginnen von der Stadtbibliothek Bremen zum Thema Gaming in Bibliotheken und knüpften neue Kontakte für zukünftige Veranstaltungen.
Neben Retrospielen (Foto: J.K.) testeten wir natürlich auch die neuen Titel wie Lego Batman 3 für euch und schauten in Vorbereitung auf das Skylander Swap Force Turnier am 6. September in der Stadtteilbibliothek Kalk auch schon mal beim heiß erwarteten Nachfolger Trap Force vorbei.
In Halle 10 testeten wir die unbekannteren – aber auf keinen Fall schlechteren – sogenannten Indie-Spiele und versuchten uns selbst an J.S.Joust, dass Musik und Spiel auf einzigartige Weise miteinander verbindet.
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Die Firma Makerbot präsentierte verschiedene 3D Drucker. Darunter auch zwei Modelle, die Ihr auch in unserem Makerspace in der Zentralbibliothek bewundern und ausprobieren könnt.
Für unseren Makerspace testeten wir außerdem Oculus Rift gleich mehrmals. Die Virtual-Reality-Brille sorgt bei Spielen für eine ganz neue Form von Realität im Spiel und verkörperte damit das diesjährige Motto der Gamescom „Spielend neue Welten entdeckten“ wie keine andere Technikneuheit.
Die Gamescom hat uns mal wieder mit neuen Ideen ausgestattet und spannende Eindrücke zum kommenden Spielejahr gegeben.
In diesem Sinne: „Lasst die Spiele beginnen!“
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Die Messe läuft noch bis Ende der Woche – in unserer Games4Kalk-Bibliothek geht es in einen heißen Gaming-Herbst: Am 06.09. steigt das Skylanders-Turnier, und am 12.09. findet der erste Nintendo-3DS-Treff in Kalk statt! Auch für den November haben wir Pläne…aber dazu später mehr. Alle Termindetails gibt es jeweils rechtzeitig vor Ort, in den ausliegenden Zweimonatsprogrammen oder im Veranstaltungskalender der Stadtbibliothek Köln unter www.stbib-koeln.de 🙂
Weiterführende Links:
www.gamescom.de
www.stbib-koeln.de/gaming
www.spieleratgeber-nrw.de
Da staunte unsere Kollegin G. nicht schlecht, als sie in der Zentralbibliothek von Cork die Musikabteilung entdeckte. Die Irland-Urlauberin fand sich in einer der größten öffentlich nutzbaren Musik-Sammlung der grünen Insel wieder. 30.000 CDs, 3.000 DVDs. 4.000mal Vinyl und 12.000 Print-Medien über Musik und mit Noten.
Der Clou des Ganzen: die 1978 eröffnete Abteilung trägt seit 2004 den Namen “Rory Gallagher Music Library”. Geehrt wurde so der berühmteste irische Rock- und Blues-Gitarrist, der in Cork aufwuchs.
Und Cork City (übrigens eine Partnerstadt von Köln) kann noch besser: Nach dem Multi-Instrumentalisten, Songwriter und Bandleader Gallagher (1948-1995) wurde ebenfalls ein Platz benannt, und zur Krönung gleich dazu dieses Denkmal für ihn aufgestellt (s. Bild oben). Die Bronze-Skulptur der Künstlerin Geraldine Creedon hat auf der Rückseite die Form einer Gitarre und vorne ineinander verschlungene Textzeilen seiner Songs.
gp
P.S.: Ansprechend auch der Bibliotheksausweis, mit dem alle Bibliotheken der Grafschaft Cork genutzt werden können.
Und damit ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter für die sagenhafte Location und das feine Essen!
Und ein zusätzliches Danke an Mike Dyna Photography für die Fotos!
Mein Fazit: nächstes Jahr wieder und dann ganz nach dem BrainCamp-Konzept auch gern als Vortragender in einer Session!
Foto: Svenja Isken
In beeindruckender Kulisse des Dortmunder U’s besuchte ich vor kurzem für die Stadtbiliothek Köln, in der ich für den Bereich Gaming zuständig bin, die Next Level Conference. Auf insgesamt fünf Etagen wurde das Thema „Kunst und Kultur der digitalen Spiele“ nicht nur in Vorträgen und Workshops behandelt, sondern konnte auch selbst beim Spielen an den zahlreichen Gamingstationen erfahren werden. Die Ausstellung „Computerspielen – Perspectives of Play“ zeigte außerdem eindrucksvoll wie aus Spielen Kunst werden kann. Foto: Nina Kiel
In seiner Eröffnungsrede „Spielräume eröffnen – Gamification in Bildungskontexten“ berichtete Markus Haberkorn von der Universität Trier, dass Kinder mit wachsendem Alter den Spaß am Lernen verlieren. Gamification, also das spielerische Vermitteln von Wissen, kann diesen wieder zurückbringen. So kann Angry Birds verwendet werden um die Newtonschen Gesetze zu erklären und auszutesten oder mit Civilization eine Ergänzung zum Geschichtsunterricht geschaffen werden.
In Vorträgen wie „Spielen ist gut für dich“ von Prof. Linda Breitlauch wurde anschaulich gezeigt, was mit Spielen gerade im Bereich der Serious Games möglich ist. So haben britische Studenten in Zusammenarbeit mit der British Library u.a. in mühevoller Kleinarbeit eine Computersimulation erstellt, in welcher man nun das London des 18. Jahrhunderts erforschen kann. Die Initiative „Teach with Portals“ ermöglicht es Schulen und Bildungsträgern eine vereinfachte Form des Spiels Portal kostenlos zu nutzen, um eigene Rätsel und Level zu kreieren, in denen z.B. physikalische Problemstellungen praktisch gelöst werden.
Dass Spiele auch auf einer anderen Ebene nicht mehr nur ausschließlich Spaß sind, zeigten auch die Vorträge unter dem Thema „eSport als jugendkulturelles Phänomen“. Mit zunehmender Verbreitung des Internets entwickelt sich eSport immer mehr zu einem Sport, in dem nicht nur die Preisgelder, sondern auch die Akzeptanz immer weiter steigt. Erst vor kurzem stellten die USA einem südkoreanischen Profispieler ein offizielles Sportlervisum aus.
Neben Wirtschaft, Kunst und Bildung wurde auch das Thema Gender näher betrachtet. Während im Panel „Women N Games“ vor allem Erfahrungen ausgetauscht wurden, berichtete am Samstag Journalistin Helga Hansen von der Konstruktion von Geschlecht in den Medien und zeichnete das Bild einer immer noch von Männern dominierten Spielewelt. Mit „Zelda starring Zelda“, in dem die Rollen getauscht werden und Zelda Link rettet oder dem Blog Repair her Armor, der den weiblichen Protagonistinnen per Retusche eine richtige Rüstung verpasst, zeigte Sie interessante Beispiele zur andauernden Diskussion zur Gleichberechtigung von Frauen im Spielesektor.
Wie sieht also die Zukunft des Gaming aus? In fast allen Vorträgen wurden die Chancen der Spielbranche gerade jenseits des Mainstreams im Bereich der Independent Spiele gesehen. Neue und offenere Spielkonzepte deren spielerische Möglichkeiten nur durch die eigene Kreativität beschränkt sind, waren allgemein gewünscht. Marco Siegmund von den Spieletestern NRW wünschte sich für die Zukunft allgemein eine Dezentralisierung des Marktes, eine Personalisierung der Geschichten und einen Schritt hin zur Deprofessionalisierung. Als Positivbeispiel wurde nicht selten das Spiel Minecraft genannt, welches in die Kategorie der Open-World-Spiele fällt. Solche bieten nahezu unendliche Möglichkeiten und Freiheiten kreativ tätig zu werden. Vom detailgetreuen Nachbau der Enterprise bis zur eigenen Stadt ist alles möglich.
Neue Spielkonzepte wie Second Screen (z.B. Wii U, Google Glasses), ein wachsender Markt im Bereich des mobilen Spielens auf Smartphones und Tablets sowie immer mehr Spiele die Sensorik (z.B. Xbox Kinect) nutzen, zeichnen zusätzlich ein spannendes Zukunftsbild. Foto: Nina Kiel
Neben aktuellen Trends und spannenden Konzepten, bot die Next Level Conference vor allem aber auch die Möglichkeit nach Herzens Lust verschiedenes anzuspielen und auszutesten. Im interaktiven Workshop „Street Games“ wurde deutlich, dass für Spaß am Spielen nicht zwingend Konsole oder PC nötig sind. Benötigt wird lediglich ein System, Spieler, klare Regeln und ein angestrebtes Ziel – gespielt werden kann letztendlich überall. Foto: Svenja Isken
Im Abschlusspanel „Spiele machen ernst – Games in der Kulturgesellschaft“ wurde diskutiert wie Spiele zukünftig stärkeren Einzug in den Bildungs- und Kultursektor halten können. Hierzu müssen Angebote geschaffen werden, die das Spielen allen Akteuren – auch generationsübergreifend – nahebringen.
Die Next Level Conference trägt jedes Jahr mit ihrem vielfältigen Programm einen wichtigen Teil zu dieser Entwicklung bei.
Fotos: Svenja Isken / Nina Kiel
Die Freundschaft zwischen der Indianapolis Public Library und der Stadtbibliothek Köln nimmt Fahrt auf. Eingefädelt wurden die Kontakte vom „Freundeskreis Köln – Indianapolis e.V”. Vor einem Jahr begannen die wechselseitigen Besuche mit einer Hospitation von Nicole James bei uns. Als “Sister City Exchange Ambassador” lernte sie unser Bibliothekssystem kennen und fuhr mit vielen Eindrücken und Anregungen zurück in die USA. Der Gegenbesuch erfolgte im Mai dieses Jahres durch Cordula Nötzelmann. Auch sie zeigte sich begeistert von dem Gebotenen: „Nicht nur die Bibliothek wird mir im Gedächtnis bleiben, auch von den Eindrücken der Stadt und den persönlichen Begegnungen werde ich lange zehren.“
Letzte Woche kam es dann zum Gipfeltreffen auf Chef-Ebene. Die beiden Direktorinnen Jackie Nytes (Chief Executive Officer) und Dr. Hannelore Vogt wirkten wenige Minuten nach ihrer ersten Begegnung schon wie beste Freundinnen.
Jackie Nytes kam als Teil einer über 100köpfigen Delegation aus der Hauptstadt Indianas, angeführt von Bürgermeister Gregory Ballard. Die Stadt Köln, der Freundeskreis und die IHK hatten ein umfangreiches Informations- und Kulturprogramm für die Gäste zusammen gestellt. Und Jackie Nytes ließ es nicht nicht nehmen zusammen mit Martin Baier (President, Indianapolis-Cologne Sister-City Partnership Committee) einen Tag für den Besuch der Stadtbibliothek zur reservieren. Die Bibliotheksleiterinnen vereinbarten bei dieser Gelegenheit, eine Reihe weiterer gemeinsamer Projekte in Angriff zu nehmen.
Zu einem ordentlichen Barcamp gehört ein ordentliches Blogposting – als Nachlese, als Fazit, als Selbst-noch-einmal-Revue-passieren-lassen. Und nicht zuletzt gilt es, den Einsatz einiger weniger für viele Barcamper zu würdigen.
Ich hatte das Glück, die Stadtbibliothek in diesem Jahr – es war das dritte stARTcamp seiner Art – vertreten zu dürfen. Meine erste Dienstreise (zu meinem ersten Barcamp) versprach dann auch, für alle Zeiten die kürzeste zu bleiben: ca. 300 Meter trennen die Zentralbibliothek von der Karl-Rahner-Akademie, die Schauplatz des stARTcamps war. Entsprechend frisch und neugierig meldete ich mich dann bei Wibke Ladwig an, eine der drei Organisatorinnen. Als Sozialisierungshilfe gab es einen Button mit dem Namen sowie der Hinweis auf das obligatorische Kreppband, das bitte mit dem eigenen Twitternamen zu beschriften und ans Revers zu pappen sei. Gesagt, getan. Nach kurzer Kaffeebetankung trafen sich dann 130 (!) Menschen zur Eröffnung.
Ich war gespannt, wie sich so viele Menschen kollaborativ einspannen lassen, ohne dass es bisweilen zu für Barcamps eher untypischen “Frontalunterricht” kommt. Imponiert hat mir die Eloquenz der Veranstalterinnen und die Lockerheit der großen Runde. Wenn sich z.B. jeder von 130 Menschen kurz vorstellen soll, könnte das schnell verkrampft werden. Nicht so hier: Jeder sollte bloß drei Hashtags nennen, die zu ihm passen – diese Kurzform garantiert Kurzweile. Meine persönlichen Lieblings-Hashtags: #weltherrschaft, #niveauflexibel und (natürlich!) #katzen. Ich selbst stellte mich mit #3dprinting, #makerspace und #bullshitbingo vor.
Als nächsten Schritt wurden die “Sessions” zusammengestellt. Will heißen: Wer etwas zum stARTcamp beitragen will, tritt nach vorne, skizziert kurz seine Idee und sofern genug Handmeldungen zusammenkommen, landet die Session auf dem Tagesplan. Diese ad-hoc-Planung geht schnell, ist unkompliziert – und resultiert nicht nur in einem straffen Tagesplan, sondern auch in einem durchaus ansehnlichen Gesamtkunstwerk:
Im schmerzlichen Bewusstsein, dass ich Michael Scholtens Schnick-Schnack-Schnuck-Turnier verpasse, weil ich berufsbedingt serious business machen muss, setzte ich mich also in die Smartplaces-Session von Frank Tentler. Smartplaces ist ein Projekt, das Orte oder Events im Kultursektor multimedial vernetzt. Das Ziel wäre dann u.a. eine stärkere Bindung z.B. eines Museumsbesuchers, indem er nach Betreten des Museums per Tweet auf eine Tasse Kaffee eingeladen wird. Diese und weitere Möglichkeiten fasste Frank unter dem Begriff Rabbithole zusammen, in das der Besucher – in Anlehnung an Lewis Carrolls Alice im Wunderland – gelockt werden müsse. Schönes Konzept, ganzheitlich gedacht und nicht ohne Anreiz für uns.
Als nächstes setzte ich mich in Ilias Ntais‘ Social Media Content Strategy Visualisation (puh). Trotz des abschreckend-neudeutschen Titels der Session sollte sie mein Lieblingsevent des Tages werden. Denn: Wir durften basteln! Ziel war es, das anzusprechende Publikum einer Institution (sei es Orchester, Museum oder Bibliothek) qua Schere und Papier zu segmentieren und sich anschließend in einer wild zusammengeworfenen Truppe Strategien für die jeweiligen Gruppen auszudenken. Frei nach dem Motto: Jede Idee ist willkommen. Diese Kreativtechnik berücksichtigt strukturiertes Vorgehen und ‘wildes Denken’ gleichermaßen und so konnten wir nach nur 20 Minuten als Gruppe, die noch nie zusammen gearbeitet hat, sehr gute Ideen für Museumsmarketing zusammentragen. Stefan Evertz‘ Vortrag zu Social Media Monitoring stand als nächstes auf meinem Zettel und informierte kompakt über die Grundbegriffe und Tools des Monitoring, also: Wer sagt was über mich im sozialen Web? Und wie komme ich da dran? Gleich danach stellte Rod Schmid sein Projekt Livekritik vor. Die Idee hinter der Webseite ist, dass es für alle möglichen Produkte im Web Bewertungen, Reviews und Rezensionen gibt – außer für Live-Events. Diese Lücke füllt das junge Unternehmen, indem es Nutzer Kritiken zu Konzerten, Lesungen usw. schreiben lässt. So richtig interessant wurde es aber, als Rod aus dem Nähkästchen eines Startups plauderte und Ideen für die Zukunft skizzierte.
In der letzten und sehr gut besuchten Session lauschten wir Patrick Möller, der uns erklärte, was Transmedia Storytelling ist. Nach einem Grundkurs in Narratologie ging es darum, das Geschichtenerzählen auf mehrere Medien (TV, Internet, Smartphone etc.) auszubreiten, ohne den Inhalt jeweils nur auf das andere Medium zu kopieren. Stattdessen sollten die Eigenschaften des jeweiligen Mediums genutzt werden, um der Geschichte neue Facetten zu verleihen. Im Ergebnis gibt es nicht mehr die eine Geschichte, die sich in dem einen Buch nachlesen lässt. Vielmehr wird der Nutzer medial ‘eingepackt’, was ein tieferes Eintauchen in die Geschichte erlaubt. Patricks Beruf ist es, sich solche Geschichten auszudenken und sie technisch umzusetzen. Toller Job!
Und zack, schon war Ende. Die fünf Sessions vergingen wie im Flug! Ein gutes Zeichen. Den drei Organisatorinnen, die sich Herbergsmütter nennen, sei auf’s Herzlichste gedankt für die liebevolle und inspirierende Atmosphäre. Den Mutigen, die eine Session veranstalteten, sei für wertvollen Input gedankt. Im nächsten Jahr komme ich (oder eine Kollegin :-)) sehr gerne wieder. Fazit Positiv
abwechslungsreiches Programm
Follower treffen 🙂
Suppe & Schnittchen
Input, Input, Input
Nicht-ganz-so-positiv
(in den von mir besuchten Sessions:) relativ viel Frontalunterricht (Vortrag + Powerpoint) mit wenig Interaktion
kein WLAN (stattdessen Livestream. Vorschlag: wenn Streamviewer weniger als Besucherzahl, dann lieber WLAN für die Anwensenden)
Dass Lesen und Bibliotheksbesuche das Leben länger und glücklicher machen, davon ist der isländische Dichter und Leiter der Bibliothek von Kópavogur, Hrafn Andrés Hardarson, überzeugt. Inwieweit e-books zur Lese- und Bibliothekskultur beitragen, interessierte seine Mitarbeiter Hallur Guðmundsson und Sigrún Guðnadóttir so sehr, dass sie die weite Anreise zur Stadtbibliothek Köln gerne in Kauf nahmen.
Den Kontakt stellte ein EKZ-Mitarbeiter her, der letztes Jahr in Island beruflich unterwegs war. Von den Kópavogur-Kollegen befragt, welche Bibliothek in Deutschland e-book-Vorreiter sei, kam spontan der Tip „Geht nach Köln!” Dr. Hannelore Vogt und das EU-Leonardo-Projekt ermöglichten den Besuch und so können jetzt Hallur und Sigrún eine Woche bei uns hospitieren.
Die beiden wollten aber nicht nur Informationen über die E-Ausleihe, sondern auch über PR und Management einer deutschen Großstadtbibliothek. Ergänzt durch viele Fachgespräche in den Abteilungen. Beeindruckt zeigten sie sich von den Möglichkeiten per E-reader an Lesestoff zu kommen (in Island sperren sich die Verlage diesbezüglich gegenüber Bibliotheken). Großartig finden sie das Moderations-Konzept unserer „Wissenswert”-Veranstaltungen, den Krimi-Automaten und die minibib. Und geradezu begeistert ist der aktive Bassist Hallur von den musikalischen Möglichkeiten auf der 4. Etage.
gp
P.S.: Warum in Island Bücher wie ein Jungbrunnen wirken und die Intelligenz erhöhen (s.o. erster Satz) kann man hier nachlesen.
Im Mai besuchte Cordula Nötzelmann die Indianapolis Public Library. Zweieinhalb Wochen hospitierte sie in der Bibliothek der Kölner Partnerstadt. Ihr Aufenthalt war Teil eines Austauschprojektes, das der „Freundeskreis Köln – Indianapolis e.V” initiiert hatte. Im letzten Jahr hatten wir zum Auftakt Nicole James bei uns begrüßen können.
Am Ende ihres Aufenthaltes erstellten die Kollegen und Kolleginnen der IPL ein Interview mit Cordula Nötzelmann. Jon Barnes befragte sie nach ihrer Sicht auf das dortige Bibliothekssystem und ihren Erlebnissen in der Hauptstadt des Bundesstaates Indiana.
Ihr Fazit als sie wieder hier war: „Die Reise nach Indianapolis war eine großartige berufliche und persönliche Erfahrung!”
Ausführlicher nachlesen lässt sich der Besuch in ihrem Blog:
Ihr Spitzname ist „Nicki”. Gegeben haben ihr den ihre Eltern. Das ist in Thailand üblich und in ihrem Fall war der Vater Namensfinder. Er hatte ein Faible für die Nikon-Kamera. Sirirat Tinarat leitet im Goethe-Institut von Bangkok die Abteilung „Informationsarbeit und Bibliothek”. Letzte Woche war sie auf einem Seminar „Bibliotheksmanagement” in München in der Zentrale des Goethe-Instituts. Und als Einblick in die Praxis ergänzt nun eine einwöchige Hospitation in der Kölner Stadtbibliothek die Theorie.
Besonders gefiel Sirirat Tinarat das Design der Q-thek. „So was gibt es in thailändischen Bibliotheken nicht”, und auch „dass die Leute nicht nur wegen der Medien, sondern auch wegen anderer Aktivitäten kommen”, fand sie interessant. Ebenso wie die Geschwindigkeit der RFID-Verbuchung und das Konzept der Minibib im Stadtgarten. Bis zum Ende der Woche stehen noch eine Reihe von Stationen im Bibliothekssystem an: u.a. die Gamingzone in der Stadtbibliothek Kalk und die E-Reader-Beratung in der Zentralbibliothek.
Deutschland kennt sie schon von früheren Aufenthalten. Ihr landschaftlicher Favorit ist und bleibt der Rhein.