Das Fundlesezeichen der Woche

Hoffentlich haben wir nicht nur lokalpatriotische Blog-Leser (“Effzääh”), denen dürfte das hier sonst nicht sehr gefallen. Unsere Leser im “echten” Leben scheinen, was Fußball angeht, doch eher different:

mks

Urlaub vorm statt unterm Schirm! Heute: Lascaux


Die schönsten Reisen finden bekanntlich im Kopf statt. Sie sind umsonst, wetterunabhängig und lassen der Phantasie freien Laut. Sollten sie dann immer noch nicht perfekt sein, lässt sich dem vorm heimischem Bildschirm etwas nachhelfen. Hier also unser Reisetipp, der uns 18.000 Jahre zurück katapultiert: In die Höhle von Lascaux. Die Fahrt geht in die Dordogne im Südwesten Frankreich.
Und so sieht die Urlaubsplanung aus:

 Schritt 1: Besuch der Stadtbibliothek und Versorgung mit Literatur (s.u.). Darin entdecken lässt sich die Geschichte der Grotte und ihrer Bilder, die zu den ältesten der Menscheinheit zählen und  z.B. die Antwort auf die Frage, warum die Höhle seit 1963 nicht mehr betreten werden darf.

 Schritt 2: Weiter gehende Recherche im Internet. Z.B. Wikipedia, Gemäldegalerie und Klärung der Frage, warum manche trotz des Verbots die Höhle besuchen dürfen?

 Schritt 3: Gemütlich machen mit Rotwein, Käse und Baguette, den Kopfhörer aufsetzen und dann das hier genießen.

 P.S.: Und abschließend die aktuelle Sensation!

Bestand der Stadtbibliothek, Auswahl:

  • Rand, Paul: Von Lascaux bis Brooklyn. 1996. Signatur: Gu Rand, Paul
  • Lascaux. 1986. Sign.: Gcs Lascaux
  • Bataille, Georges: Lascaux oder die Geburt der Kunst. 1986. Sign.: Gcs Lascaux
  • Lascaux, Höhle der Eiszeit. 1982. Sign.: Gcs Lascaux.

gp

Radfahrer in Köln: Hingehört!


Kommenden Freitag wird in Köln wieder ein Phänomen zu sehen sein, welches zur Zeit weltweit unter Radfahrern für Gänsehaut sorgt:

Die Critical Mass.

Erkennen werden Sie sie spätestens, wenn ungewohnt lange das Quietschen von Autoreifen gegen ein amsterdamesques  Surren und Klingeln von Fahrrädern ausgetauscht wird.
Eine Critical Mass ist eine Art friedliche Protestform von Fahrradfahrern. Mit ihrem organisierten, regelmäßigen und möglichst zahlreichen Auftreten bzw. -fahren wollen Sie sich ein Stück der Straße zurückerobern und auf ihre Rechte im Straßenverkehr aufmerksam machen. Auch wenn auf die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung geachtet wird, soll der Spaß nicht zu kurz kommen.Es gibt meist keine vorgegebene Route und keinen wirklichen Streckenführer, stattdessen bestimmen die an der Spitze Fahrenden spontan die Richtung. Häufig wurden auch schon um Lautsprecher erweiterte Fahrräder für den gewissen Feierabendklang gesichtet.
Das Ganze mag in den Grundzügen an Formate wie flashmobs erinnern, hat aber, was den Hintergrund des Ganzen angeht, sicher mehr Substanz aufzuweisen. Wer dies untersuchen möchte, begeisterter Radfahrer oder einfach nur interessiert ist, kann sich das am kommenden Freitag um 17:30 Uhr, startend vom Rudolfplatz, ansehen. Oder: gleich mitfahren! Wer diesmal keine Zeit haben sollte: Critical-Mass-Fahrten finden in Köln jeden letzten Freitag im Monat statt.
Den offiziellen Flyer gibt’s hier:

Wer noch ein paar Bilder von weltweiten Critical Mass-Aktionen sehen möchte, sollte sich den dazugehörigen wikipedia-Artikel ansehen. Zumindest dort optisch ganz vorne: Die Radfahrer in Budapest.

mks

Regierungspräsidentin Gisela Walsken besuchte die neue Kinderbibliothek


“Als die Erfolgsstory im Regierungsbezirk”, würdigte die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken die Wirkungen des Konjunkturpaketes II. 100,3 Millionen Euro standen daraus für die Stadt Köln zur Verfügung. Ihre Besuche bei erfolgreich finanzierten Projekten führte sie auch in den neugestalteten Kinderbereich der Zentralbibliothek. Begleitet wurde sie von Oberbürgermeister Jürgen Roters, der bei dieser Gelegenheit die Auswirkungen der Finanzspritze als “außerordentlich gelungen” lobte.
Bibliotheksleiterin Dr. Hannelore Vogt präsentierte stolz das Resultat der Kinderbibliothekssanierung: “Das gesamte Projekt konnte just in time und innerhalb des gesetzten finanziellen Rahmens verwirklicht werden.” Die reine Bauzeit betrug gerade einmal 10 Monate. 306.700 Euro kamen vom Konjunkturpaket II, (Gesamtkosten von rund 420 0000 Euro), der Rest fiel unter den regulären Bauunterhalt. Optimiert wurde das Untergeschoß durch eine energetische Sanierung. 326.000 kosteten u.a. die neuen Decken mit Energiesparbeleuchtung, Wärmedämmung, Kindertoiletten und Kautschukböden. Mit 94.000 Euro wurde die Bibliothek modern und kinderfreundlich ausgestattet.
Die Direktorin betonte: “Es gab keine Baukostenüberschreitung. Der bundesmittelfinanzierte Kostenrahmen von 306.700 Euro wurde zu 100 Prozent eingehalten.” Dabei unterstrich sie noch einmal die eigenverantwortliche finanzielle Abwicklung und innenarchitektonische Gestaltung.
Regierungspräsidentin Gisela Walsken und Oberbürgermeister Jürgen Roters zeigten sich bei einem Rundgang durch die Bibliothek beeindruckt vom neuen Kölner Kinderparadies. Die große Zahl um sie herumwuselnder kleiner Nutzer und deren Eltern bewiesen augenscheinlich, dass dem neuen Freizeit- und Bildungsangebot vom Start weg die Bude eingerannt wurde.

Im Bild: Dr. Hannelore Vogt (links), Regierungspräsidentin Gisela Walsken, Oberbürgermeister Jürgen Roters.

Die Zeitung aus Ihrer Heimat – kostenlos bei uns!

Sie lernen Japanisch und möchten mal etwas Landestypisches lesen?
Sie kommen aus Estland und kommen kaum an Zeitungen aus Ihrer Heimat?
Sie sind Fan der Niederlande und möchten up to date bleiben?
Sie würden gerne mal eine Zeitung auf Tagalog, Afrikaans oder Yiddish sehen?

Schon gewusst?
In der Zentralbibliothek können Sie kostenlos am PC  in internationalen Zeitungen
lesen oder gezielt Artikel suchen.
Wo?
An jeweils einem PC in der Leselounge “Q-Thek” im Erdgeschoss und auf der 1. Etage.
Library Pressdisplay bietet einen Zugang zu den aktuellen Ausgaben von über 1.700 internationalen Zeitungen bzw. Magazinen aus 92 Ländern in 48
Sprachen. Die einzelnen Titel stehen komplett im Originallayout der
gedruckten Ausgabe zur Verfügung und können im Volltext durchsucht werden.
Dazu gibt es sogar ein 90-Tage-Archiv.

fel/mks

Yes, they can! Warum das amerikanische Bibliothekspersonal so unverschämt fit ist

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=_k8BKX2eQ0Q&feature=related]

O.k.! Das VHS-Video ist von 1987. Aber die Wirkungen eines täglichen Fitness-Trainings lassen sich oft erst nach Jahren am Körper ablesen. Insofern hat Betty Glover Pionierarbeit geleistet. Und die 69,95 $ für die Kassette haben sich in allen Bibliotheken der USA tausendfach bezahlt gemacht.

Natürlich ist im Laufe der Jahrzehnte die technische Entwicklung über die damals gängigen Arbeits- bzw. Übungsgeräte hinweg gerollt. Und mit dem PC und der Maus lässt sich nun mal nur eingeschränkt Muskelaufbau betreiben. Aber kreativ (wie die Amerikaner sind) haben sie eine ganze Reihe völlig neuer bibliotheksspezifischer Sportarten erfunden.

 Wie z.B. „Library dominoes“, wobei der sportliche Teil nicht aus dem Umkippen des ersten Buches besteht, sondern dem stundenlangen Aufstellen der Bücher. Was den Rücken wie die Konzentration stärkt.

 Hochprofessionell geht es in der „New Hanover County Library” in North-Carolina zu, wo mittlerweile über 80 Krocket-Turniere stattfanden.

 Massenhaft verbreitet in den Staaten ist „Library Minigolf“!

 Beim Personal von Kinder-Bibliotheken extrem beliebt: „Stacking

 Und hier hört jeder Spaß auf, „Book Cart Drill” ist ein originär bibliothekarischer Mannschaftssport mit US-Meisterschaften (alle Teams haben eigene Videos auf you tube).

 Und wie sieht es bei uns aus? In Deutschland gibt es noch viel Nachholbedarf, aber zumindest theoretisch hat man sich schon mal an das Thema heran gewagt.

Wir arbeiten dran!!!

gp

Ich lese gerade… James Sallis

Der Killer stirbt

Klaus Bittner

Was für ein rätselhaftes Buch? Ein Killer stirbt, bevor er seinen letzten Auftrag beenden kann. Jemand ist ihm zuvor gekommen. Aber wer? Und warum? Ein Buchhalter überlebt. Ein Junge lebt allein und träumt. Ein Auftraggeber löst sich langsam aus dem Schatten. Eine Frau stirbt. Ein Mann kann nicht mehr schlafen. Und 2 Cops umkreisen diesen Fall, ohne zu wissen, wen oder was sie suchen sollen. Alle sind unsichtbar und umkreisen das Licht. Motten klopfen ans Fenster.
Den Trost.. fand er in der Dunkelheit. Er mochte es, wenn die Dunkelheit sich um ihn schloss, ihn umfing. Alles verlangsamte sich, wurde still und ruhig. Es war ein geheimnisvoller, unkalkulierbarer Moment von Freiheit, in dem sich ihm eine vollkommen neue Welt auftat.“
 

Was für ein rätselhaftes Buch. Großartig komponiert und geschnitten, wie immer bei James Sallis. Trauer, Einsamkeit, Träume, Phantasiereigen. Ein Nachtbuch. Man muss es zweimal lesen, unbedingt.
Du hast gedacht, du würdest die Welt verändern… Vieleicht…. damals, … tun wir das nicht alle, wenn wir jung sind? Wir verlieren unsere Träume. Vielleicht müssen wir das, um weiterzumachen. Oder wir verlegen sie nur, weil wir so viel anderes zu tun haben. Sind wir deswegen alle so traurig? Sind wir das? Traurig? Wie könnten wir das, mit einem Leben um uns herum, das so reich ist und uns derart beschäftigt. Aber immer geht es schlecht aus. Ist es das Ende, auf das es ankommt?“
Dem Roman finden Sie unter “U *Krimi/Thriller* Sallis, James” in der Zentralbibliothek und in den Stadtteilbibliotheken  Bocklemünd, Chorweiler, Mülheim und Porz.

bit/mks

Was machen die Deutschen an einem Sonntagabend?

Richtig!

Den Tatort in der ARD sehen.

Etwa 8 Mio. verfolgen regelmäßig von 20:15-21:45 Uhr die Ermittlungen der Kommissare aus Köln, Münster, Hamburg, München etc. Damit ist Tatort die erfolgreichste Krimireihe im deutschen Fernsehen und auch die am längsten andauernde. Den Startschuss machte 1970 die Folge “Taxi nach Leipzig”. (vgl. http://www.daserste.de/tatort/beitrag_dyn~uid,5tcmwk8npmvi6hxv~cm.asp)

Inzwischen läuft der Tatort nicht nur auf dem heimischen Fernsehgeräten. Der eingefleischte Fan kann sich mit Seinesgleichen in den sogenannten “Tatortclubs” (Kneipen, in denen Tatort auf großer Leinwand übertragen wird) treffen und austauschen.

Welches ist denn Euer Lieblingsermittlerteam?

Momentan macht der Tatort jedoch leider Sommerpause. Wer es nicht mehr bis zum 14. August (d.h. die nächste Erstausstrahlung) aushalten kann und sich nicht mit den Wiederholungen zufrieden gibt, für den ist vielleicht der Radio Tatort eine Alternative.

Seit 2008 kommt jeden Monat ein neuer Radio Tatort heraus. Man kann ihn über die regionalen Sender der ARD normal im Radio hören, aber auch als Podcast abonnieren (http://radiotatort.ard.de/) oder bei uns als CD ausleihen!

In diesem Sinne: eine schöne “Tatortfreie” Restzeit!
aFri

Jetzt Android-App für die E-Ausleihe!

Auch für alle Smartphones und Tablets mit dem Android Betriebssystem ab der
Version 2.2 gibt es nun eine App, mit der ihr ganz einfach e-Books im
ePub-Format herunterladen könnt. Sie steht jetzt zum Download im Android
Market zur Verfügung. Voraussetzung für das Lesen von ePubs ist der Aldiko
2.0 eBook Reader, der ebenfalls kostenlos im Android Market zur Verfügung
steht.
Und so bequem funktioniert es: Die App “Onleihe” kostenlos in Googles
Android Market aufs Smartphone holen. Gleich danach zusätzlich den
kostenlosen Aldiko 2.0 eBook Reader laden. Dann die “Onleihe”-App starten,
die Stadtbibliothek Köln auswählen und sich dort mit den persönlichen
Nutzerdaten anmelden. Über die “Onleihe”-Suchmaske das gewünschte Medium
finden und ausleihen oder sich per E-Mail-Benachrichtigung vormerken lassen.
Die übersichtliche Gliederung in aktuelle Rubriken und Themengebiete
erleichtert die Recherche. Und die umfangreiche Detailansicht zeigt alle
Informationen über Buch und Autor – inklusive einer Leseprobe.
Zu beachten bleibt, dass bei der ersten Nutzung eines E-Books mit DRM über
den zuvor installierten Aldiko Reader die persönliche Adobe ID  angegeben
werden muss. Nach Ablauf der Leihdauer erlischt die Lizenz beim Nutzer und
der Titel steht automatisch wieder für den nächsten Download zur Verfügung.
Für iPhones, iPads und iPod-Touch gibts die eBook-App ja bereits. Und wie
gewohnt kann man den Download-Service auch weiterhin jederzeit bequem per
Rechner und Internet auf www.e-ausleihe.de nutzen. Viel Spaß!

dan/mks

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