“Konnichi wa!” Einen schönen guten Tag! So würde die Begrüßung lauten, wenn wir heute in Japan gewesen wären. Japan? Was hat das mit der Stadtbibliothek Köln zu tun? Ziemlich viel!
Denn es ist Kirschblütenzeit bei uns auf dem Josef-Haubrich-Hof vor der Zentralbibliothek und somit seit einigen Jahren unsere Tradition, eine Kirschblütenprinzessin zu küren! Johanna, die I. ist es geworden. Die 23-Jährige studiert Germanistik und kommt heute zum ersten Mal in die Zentralbibliothek. Gerne nimmt sie das an sie herangetragene Amt der Kirschblütenprinzessin an und lässt sich die Kirschblüten-Krone samt Blumenstrauß von der fachkundigen Jury überreichen. Johanna, die I. verbindet nicht nur die Kirschblüten mit Japan. Sie isst liebend gerne Sushi und Ramen (japanische Suppen). Oishii! Lecker!
Das Kirschblütenfest ist in Japan immer wieder aufs Neue einer der größten Höhepunkte des Jahres. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Feste anlässlich der Blüte. Nur die in der Stadtbibliothek Köln abgehaltene Zeremonie ist wohl die Spontanste von allen. Denn hier in Köln wird die Krönung genau dann vollzogen, wenn die Kirsche in voller Blüte steht.
Die wärmende Sonne, das rosarote Blütenmeer mit der strahlenden Schönheit davor ergeben den perfekten Krönungstag, oder wie seht ihr das?
Sayounara! Auf Wiedersehen!
Bilder Copyright: Marcus Becker
Text: Farina
Kirschblütenprinzessinnen der letzten Jahre 2015,2014,2013
Unser Makerspace-Maschinenpark in der Zentralbibliothek hat DIY-Zuwachs bekommen. Wir sind jetzt stolze Besitzer einer BabyLock enlighten – und ihr dürft damit nähen!
Aber was ist das denn überhaupt?
Eine Overlock-Nähmaschine ist eine Ergänzung zur normalen Nähmaschine, die gleichzeitig zuschneiden und versäumen kann. Sie kann auch elastische Stoffe problemlos verarbeiten. Die Firma BabyLock stellt schon seit 1964 Overlockmaschinen her, und das Modell „enlighten“ ist eine schöne Mischung aus Können und Komfort. Sie kann bis zu vierfädig nähen, also gleichzeitig versäubern und zusammennähen, hat ein sehr komfortables Einfädelsystem, das mit Druckluft arbeitet, sowie eine automatische Fadenspannungseinstellung. Dadurch eignet sie sich perfekt für Einsteiger, aber auch Könner wissen sie zu schätzen.
Vorführtermine
Wie dieser Ferrari unter den Overlock-Maschinen funktioniert, zeigen wir euch einmal monatlich vor Ort bei den Vorführterminen im Rahmen des Makerspace-Programms. Fachkundige Unterstützung bekommen wir hierbei von der Maßschneiderin Alexandra Snell. Drei- und vierfädige Overlocknähte, Rollsaum, Wellensaum, die Verarbeitung von sehr dünnen oder dehnbaren Stoffen – all das konnten sich die Besucher schon zweimal ansehen und auch selbst ausprobieren. Anhand kleiner Probeläppchen konnten wir Techniken zeigen, die nicht auf die Schnelle vorführbar sind. Die nächsten Termine finden am Dienstag Mittwoch, den 18.05., und am MittwochDienstag, den 14.06., jeweils von 16-17 Uhr statt. (Entschuldigt bitte, da sind mir die Wochentage durcheinander gekommen. Die Daten stimmen.)
Praxis
Auch außerhalb der Vorführtermine könnt ihr unsere enlighten jetzt schon nutzen. Eine Anmeldeliste an der Auskunft der 4. Etage garantiert euch, dass ihr euren Wunschtermin zum Nähen auch tatsächlich wahrnehmen könnt. Ihr bringt euer Projekt mit und meldet euch an der Auskunft. Dort bekommt ihr die Bedienungsanleitung, eine Kurzübersicht sowie Zubehör zur Maschine. Nähgarn (Zierfäden und Greifergarn) bringt ihr bitte selbst mit, wobei wir ein kleines Sortiment an Greiferfäden auch vorrätig haben. Im Vorraum zum Makerspace findet ihr die Maschine. Ihr habt dort einen großen Arbeitsplatz mit viel Licht zu eurer Verfügung. Um kleinere Sachen nachzuschlagen, findet ihr Literatur zum Overlock-Nähen im Handapparat beim Makerspace, und für zu Hause findet ihr auf der 1. Etage in der Sachgruppe X jede Menge Bücher mit kreativen Ideen und Schnittmustern und aktuelle Zeitschriften wie Burda oder Ottobre. Wir sind gespannt auf eure Projekte!
Wie jedes Jahr in den Osterferien, gab es auch dieses Jahr den Bocklemünder Mädchentag. An diesem Tag bieten verschiedene Einrichtungen Workshops für Mädchen im Alter zwischen 8 und 12 Jahren an.
Natürlich waren auch wieder wir Azubis aus der Stadtteilbibliothek Bocklemünd dabei. Neben Wellness- und Kochworkshops gab es bei uns etwas Kreatives: Taschen und T-Shirts zur Selbstgestaltung.
Zwei Stunden hatten unsere Mädchen Zeit ihre eigenen Designs zu entwerfen. Von Muster über Tiere bis hin zu lustigen Essenmotiven gab es eine bunte Bandbreite an Entwürfen.
Bei der Präsentation der Ergebnisse gab es einen riesigen Applaus für unsere Gruppe und auch wir finden, dass sich die Kreationen sehen lassen können.
Als gemeinsame Pause gab es ein leckeres Mittagessen (Traditionelle Nudeln mit Tomatensoße :)). Zusammen Zeit verbracht wurde mit gemeinsamen Spielen und eine Quiz á la „1,2 oder 3“. Dort konnten die Mädels zeigen was sie über Fitness und Gesundheit wussten. Wer dann immer noch Energie hatte ließ sie zum Abschluss in der Disco raus.
Alles in allem war der Mädchentag ein ereignisreicher Tag für die Mädchen und auch für uns Azubis.
Bibliotheken sind – das wird man ja nicht müde zu erwähnen – nicht bloß ein Container von Büchern, CDs und DVDs, sondern auch ein Ort der Begegnung. Schon immer gewesen.
Und wo sich begegnet wird, da wird sich auch verliebt. So zumindest Theorie und Praxis der Menschheitsgeschichte. Wir wären aber nicht die Stadtbibliothek Köln, wenn wir nicht auch in der Zwischenmenschlichkeit progressiv denken würden. Die Medienkulturen der Gegenwart machen es vor: Partner finden wir heute nicht mehr beim Tanzcafé oder im Darkroom, sondern medial und von Algorithmen gestützt. Schon mal was von Tinder gehört?
Viele Dating-Plattformen bauen aus den ihnen zur Verfügung stehenden Daten Profile von Personen und gleichen diese mit den Profilen anderer Personen ab – werden dabei gemeinsame Interessen oder Vorlieben entdeckt, schlägt die Plattform vor, Kontakt miteinander aufzunehmen. Über den Rest entscheiden dann die Pheromone.
Was haben wir also?
Wir sind eine Bibliothek und verbinden Menschen. Naturgemäß.
Wir können Algorithmen programmieren.
Wir besitzen Daten über das Lese- und Ausleihverhalten unserer Nutzerinnen und Nutzer.
Was hindert uns also daran, eine eigene Dating-Plattform bereitzustellen? Genau: Gar nichts. Darum kündigen wir mit Stolz den Launch unserer eigenen Dating-Plattform für den 1. Juni 2016 an.
Die Plattform
Sie wird automatisch an jedes bestehende Nutzerkonto angegliedert und findet sich als neuer Menupunkt im Konto (Klick zum Vergrößern). Die grüne Markierung zeigt den Ort der neuen Plattform.
Im Screenshot oben sieht man, wo in der Konto-Übersicht der Link zur Plattform steht. Mit einem Klick darauf kann man zunächst das Suchprofil erstellen. Wir erläutern die Funktionen hier im Einzelnen: Übersicht der Dating-Plattform.
Matching: aktiviert oder deaktiviert. Sofern das Matching aktiviert ist, werden regelmäßig passende Parterinnen oder Partner (sog. “Matches”) gemäß des Such-Profils vorgeschlagen. Wenn das Matching nicht aktiviert ist, werden keine Vorschläge gemacht (und man wird auch niemandem vorgeschlagen) – man ist sozusagen nicht auf Partnersuche.
Geschlecht: männlich oder weiblich oder egal. Hier gibt man das Geschlecht an, über das die Vorschläge verfügen sollen.
Alter: X bis X Jahre. Für die Altersspanne. Wer das Alter exakt vorgeben möchte, kann z.B. “32 bis 32” eingeben. Achtung: Zahlenwerte unter 18 werden vom System nicht akzeptiert.
Wohnort: Köln. Da wir starken Ortsbezug haben, ist mit Köln der Standort der Zentralbibliothek plus ein Radius von 5 Kilometern gemeint. Zulässige Eingaben sind außerdem die entsprechenden Stadtteilbibliotheken (z.B. Ehrenfeld, Bocklemünd, Kalk usw.), deren Radius dann ihrerseits 5 Kilometer beträgt. Kölns Umland (z.B. Bergisch Gladbach oder Hürth) wird auch erfasst, allerdings ist mit zunehmender Entfernung zu Köln auch mit weniger Vorschlägen zu rechnen.
Matching-Kriterium: Buchgeschmack oder Filmgeschmack oder Musikgeschmack. Mit dieser Funktion wählt man aus, anhand welcher Medienart das System nach möglichen Partnerinnen oder Partnern sucht. Wer vornehmlich Filme sieht und weniger Bücher liest, wird mit Filmgeschmack passendere Vorschläge bekommen.
Profil anwenden speichert das Suchprofil.
Matching
Unter dem Suchprofil befindet sich die Matching-Liste. Sie wird bei einem neuen Bibliothekskonto leer sein und sich im Laufe der Zeit mit immer passenderen Vorschlägen/Matches füllen. Unser Testkonto von Otto Krüger hat bereits den ersten Match: Petra Hillerbrand. Otto kann im Match nun die Eckdaten von Petra einsehen: Alter und Postleitzahl. Die Matches sind beidseitig, d.h. auch Petra wird Otto als Match vorgeschlagen. Wichtiger sind jedoch die Matching-Titel – das sind diejenigen Bibliotheksbestände, die von beiden verbucht wurden. Beiden gefällt offenbar das Buch Ziemlich beste Freunde, beide interessieren sich für Lissabon und Esoterik-Bücher (Zauber der Naturreiche). Petra Hillerbrand ist ein Match.
Otto hat nun verschiedene Optionen:
Als hot markieren. Wenn Otto an Petra interessiert ist, kann er sie als hot (Deutsch: heiß) markieren. Wenn Petra ihrerseits Otto als hot markiert (also beide sich gegenseitig hot finden), wird die zweite Funktion freigeschaltet:
Kontakt aufnehmen. Dieser Button ist noch ausgegraut, weil noch keine gegenseitige Hot-Markierung stattgefunden hat. Sobald sich beide gegenseitig attraktiv finden, können sie Kontakt miteinander aufnehmen und Textnachrichten austauschen. Gesprächsthemen werden von den Matching-Titeln angeregt.
Auf Merkliste setzen. Wenn sich Otto noch nicht entscheiden möchte, ob er Petra als hot markiert oder nicht, kann er sie auf seine Merkliste setzen und sie so später noch einmal leicht finden (analog zur Merkliste für Medien im Katalog).
Löschen. Petra wird von der Matching-Liste entfernt. Petra wird dies nicht mitgeteilt.
Alle als hot markieren. Mit dieser Funktion wird die gesamte Matching-Liste als hot markiert. Die Matching-Liste fasst maximal 20 Matches.
Wir sind gespannt, was passiert. Am 1. Juni startet die Plattform in jedem Nutzerkonto, allerdings ist die Matching-Funktion standardmäßig ausgeschaltet. Erste interne Beta-Tests haben schon einige vielversprechende Anbandelungen ergeben!
In diesem Sinne: Spread the love! Der Frühling kommt!
sa
EDIT: Ihr werdet es schon vermutet haben: Nach dem Einsatz von Google Glass 2014 und dem Transport von Medien per Quadrokopter 2015 war die Dating-Plattform unser Aprilscherz 2016.
In unserem Online-Katalog könnt ihr aber weiterhin in unserem Medienangebot recherchieren, Titel vormerken und Leihfristen verlängern! Und das Verlieben funktioniert immer noch ganz altmodisch am Regal: in der Zentralbibliothek, den 11 Zweigstellen, 2 minibibs und im Bücherbus. 😉
Auszeichnungen und Jubiläen prägten das Jahr 2015 für unsere Stadtbibliothek. Im selben Jahr in dem wir „125 Jahre Stadtbibliothek“ feierten, wurde uns mit dem einzigen nationalen Bibliothekspreis, der Wahl zur „Bibliothek des Jahres 2015“, die höchste Ehre zuteil. Die Jury attestierte uns, dass wir „mutig mit unkonventionellen Denkansätzen viele innovative Entwicklungen angestoßen“ haben.
In unserem Jahresbericht 2015 zeigen wir, was uns letztes Jahr bewegt hat und was wir bewegt haben.
Auf jeden Fall ein Höhepunkt: Die Eröffnung eines Sprachlern- und Kommunikationszentrums für Flüchtlinge, ein entscheidender räumlicher Baustein unserer Integrationsarbeit.
Aber es gab noch viele weitere spannende Highlights und wichtige Themen! Hier nur einige Stichworte: Montagsöffnung, Generalsanierung, Oculus Rift, Maker Kids, Gaming, Leseförderung, eCircle, Schulservice. Was es damit auf sich hat, zeigt unser Jahresbericht 2015!
Die Kölner Stadtbibliothek und die Kaiserin-Augusta-Schule haben sich mit ihrem Projekt “refugees Welcome” an einem vom Landesminister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien ausgeschriebenen Wettbewerb zur “Europawoche 2016: Ankommen in Europa” beteiligt und eine Prämie von 2.000 Euro samt einer Auszeichnung bekommen.
Mit dem Preisgeld werden im Rahmen der Europawoche 3 Veranstaltungen umgesetzt, bei denen wir erneut eng und aktiv mit unserem Partnernetzwerk im Bereich der Willkommensinitiativen zusammenarbeiten.
2. Mai
In einem Schülerworkshop für Flüchtlingskinder helfen Kinder Kindern. Workshopleiter sind Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse der Kaiserin-Augusta-Schule (Junior Experts / #BestReliKids).
Thema des Workshops sind Apps als Mittel zum Spracherwerb. Wir können digitale Endgeräte helfen und wie erstellt man Apps, Videos und Comicfilme?
3. Mai
Antonie Rietzschel liest aus “Dreamland Deutschland”. Darin beschreibt die Autorin, wie es zwei syrischen Brüdern im ersten Jahr nach ihrer Flucht im nordrhein-westfälischen Oelde ergangen ist.
Die Journalistin Antonie Rietzschel koordiniert die Berichterstattung über Flüchtlinge bei SZ.de. Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus bilden die thematischen Schwerpunkte ihrer mehrfach ausgezeichneten journalistischen Arbeit. Die Brüder Yousef und Mohanad aus dem syrischen Latakia begaben sich im Herbst 2014 auf eine dramatische Flucht Richtung Europa. Bei unserer Veranstaltung werden sie anwesend sein.
4. Mai
Medienpädagogische Veranstaltung zum Thema Serious Games für Flüchtlingskinder
Nähere Informationen zu den Veranstaltungen folgen rechtzeitig.
“Es begab sich an einem Morgen im Monat Dezember. Ich stand unter der Dusche, duschte so vor mich hin und dann … *dramatischeMusik*”
Auf ihrer #Bibreise durch einige Bibliotheken NRWs wollte Wibke Ladwig auch unseren Arbeitsalltag genauer kennelernen. Und so verbrachte sie im Februar 2016 einen Tag mit uns. Stauraum, Einstellen, Schulservice, EDV, Infotheke, Makerspace: Wibke did it all. Herausgekommen ist ein toller Blogartikel, den wir euch wärmstens ans Herz legen: Auf Forschungsreise: Als #BibRanger in der Stadtbibliothek Köln
Im März wird bei uns wieder geslammt! Und zwar nicht Poetry sondern Science!
Der Kölner Science Slam kehrt zum zweiten Mal bei uns ein. Wir öffnen die Bühne für junge Wissenschaftler, die ihrem Publikum in 10 Minuten ihr Fachgebiet oder ihre Forschung präsentieren – und dabei nicht langweilen dürfen. Denn das Publikum bewertet die Auftritte und kürt den Science Slammer des Abends. Wer gewinnen möchte, darf sich nicht in Fachbegriffen verlieren, muss das Publikum überraschen und die Lacher auf seiner Seite haben.
Der Ticketverkauf des Science Slam ging rasend schnell, so dass die Veranstaltung mittlerweile ausverkauft ist. Aber noch gibt es eine Chance: Wir verlosen 2×2 Tickets.
Mehr Infos zur Verlosung findet ihr auf unserem geeks-Blog: Karten gewinnen.