Abschied von Ellis Kaut
https://www.youtube.com/watch?v=e0duYjf4dO0
“Die Kinder sollen zum Lesen verführt werden,
ohne es pädagogisch sichtbar werden zu lassen.
Mit Lachen geht`s leichter ins Herz.”
* 17. November 1920 † 24. September 2015
Kinderbuch-Autorin, Pumuckl-Erfinderin und
Gründerin einer Stiftung zur Leseförderung
Makerkids starten im Oktober
Ferienprogramm für Acht- bis Zwölfjährige in der Zentralbibliothek
Mit ihrem neuen Programm Maker Kids wendet sich die Stadtbibliothek gezielt an jüngere Macherinnen und Macher im Alter von acht bis zwölf Jahren. Wie im vor zwei Jahren eröffneten Makerspace auf der 4. Etage in der Zentralbibliothek steht auch hier die Entfaltung eigener kreativer Potenziale im Vordergrund. Die jungen Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, durch eigenes Tun und außerhalb des institutionalisierten Bildungsangebots aktuelle Technik kennen zu lernen und für sich zu testen.
Die Angebote reichen von „Programmiere einen Finch-Roboter” über „Wie kommen die Noten aufs Papier? und „Wie erfindet man Musik” bis hin zu „MaKey Makey”. Durch die Terminierung des Programms in den Ferien möchte die Stadtbibliothek besonders Kinder und Jugendliche erreichen, die in den zwei Wochen nicht verreisen können. Die Workshops finden sowohl in der Zentralbibliothek als auch in einigen Stadtteilbibliotheken statt.
Eine Anmeldung durch die Eltern ist zwingend erforderlich unter www.stbib-koeln.de/makerspace. Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Hit-Stiftung „Kinder brauchen Zukunft” unterstützt das Programm Maker Kids.
Bild: © panthermedia.net/izakowski
CrimeCologne – Das Büro der einsamen Toten
Angela Spizig moderiert Lesung in der Zentralbibliothek
Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv – und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. „Im Büro der einsamen Toten“ bei der Stadt Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst – und richtet ihnen ein würdiges Begräbnis aus, mit Musik und Gedichten. Bei seinen Recherchen stößt er auf so manche Ungereimtheit. So ist in der Prinsengracht die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden. Die Umstände seines Todes sind mysteriös. Posthumus nimmt auf eigene Faust die Ermittlungen auf und gerät in ein Netz von Intrigen…
So beginnt der Debütroman des Autorenduos Britta Bolt. Die beiden Schriftsteller lesen daraus am kommenden Samstag, 26. September 2015, 17 Uhr, im Rahmen der CrimeCologne in der Zentralbibliothek. Die frühere Kölner Bürgermeisterin Angela Spizig moderiert den Abend.
Hinter dem Pseudonym Britta Bolt verbergen sich Britta Böhler und Rodney Bolt. Böhler, in Freiburg im Breisgau geboren, hat viele Jahre als Anwältin gearbeitet. 1991 zog sie in die Niederlande und wurde dort durch ihre strafrechtlichen Mandate berühmt und durch ihre Haltung zur Anti-Terror-Gesetzgebung. Seit 2012 ist sie Professorin an der Universität von Amsterdam. Bolt, in Südafrika geboren, ist Autor mehrerer Biographien, Dramatiker und Reisejournalist. Nach Stationen in Cambridge und London lebt er seit den 1990er Jahren in Amsterdam.
Angela Spizig moderiert bei Film- und Literaturfestivals, Lesungen sowie internationalen Debatten. Von 2000 bis 2014 war sie Bürgermeisterin der Stadt Köln.
Eintritt kostet 12 Euro im Vorverkauf über KölnTicket und 14 Euro an der Abendkasse. Detaillierte Informationen finden Sie unter crime-cologne.com.
“Lass uns die Nacht wegträumen”
An zwei Tagen im Jahr ist der lichte Tag genauso lang wie die Nacht. Die herbstliche Tagundnachtgleiche (Äquinoktium von lat. aequus „gleich” und nox „Nacht) markiert den Herbstanfang. Heute Vormittag um 10:21 Uhr überquerte die Sonne den Himmelsäquator und damit den Herbstpunkt.
Der Vollmond, der diesem Zeitpunkt am nächsten ist, wird von den amerikanischen Farmern „Harvest Moon” genannt, weil er ihnen ermöglichte, die Erntestunden zu verlängern. Der Begriff entstand in einer Zeit, als noch nicht das Licht der Traktoren die Felder beleuchtete. Und wenn dann im Westen die Sonne unterging, erhob sich im Osten der Mond und sein kürbisfarbenener Schein erleuchtete das Land die ganze Nacht.
Dieses Jahr steht in der nördlichen Hemisphäre ein Super-Harvest-Moon ins Haus. Wer in der Nacht vom 27. auf den 28. September in einen wolkenfreien Himmel schaut, kann sich beglückwünschen.
Eine musikalisches Denkmal setzte Neil Young dem „Harvest Moon”:
„…der Vollmond geht auf,
Lass uns in seinem Licht tanzen gehen.
Wir wissen, wo die Musik spielt,
Lass uns hinausgehen und die Nacht spüren.
gp
John Green hat eure Fragen beantwortet!
Am 14. September 2015 erhielt der Autor und Vlogbrother John Green den Kurt Vonnegut Jr. Literature Award der Indianapolis Public Library. Bevor ihm der Preis überreicht wurde hielt er eine Rede über Kurt Vonnegut Jr. und beantwortete Fragen des Publikums. Im Rahmen von One Book Two Cities und in Kooperation mit dem Amerika Haus e.V. NRW und dem Freundeskreis Köln-Indianapolis e.V. wurde die Preisverleihung in den Veranstaltungssaal unserer Zentralbibliothek übertragen. Per Skype schwebte John Green über der Bühne und wandte sich immer wieder direkt an das deutsche Publikum.
Im Vorfeld der Veranstaltung hatten wir euch dazu aufgerufen, Fragen an John Green zu stellen. Unter den Einreichungen, die bei uns und dem Amerika Haus e.V. NRW eingingen wurden 3 ausgesucht und an John Green weitergegeben. Durch seine sehr bewegenden Antwort auf eine Frage aus dem amerikanischen Publikum, die sich auf seine Kinder bezog, konnte eine der 3 deutschen Fragen nicht mehr beantwortet werden. Falls ihr mal die Möglichkeit habt, holt das doch nach und fragt ihn: „After finishing your book are you able to put the characters and their fates behind you or do they haunt you for a while?”
Hier seht ihr den gesamten Auftritt von John Green, samt der Fragerunde:
Und zum Nachlesen hier nun die Antworten auf die beiden Fragen aus Köln:
Which of your books is your favorite?
I don’t like any of them that much. [laughter] I don’t know. I mean, I am biased toward two I guess. I am biased toward the first one because it was the first one I wrote. It’s very autobiographical. It’s called Looking for Alaska. It’s a boarding school novel set in Alabama – I went to a boarding school in Alabama. My wife went to that same boarding school. It’s extremely close to me so it’s like a personal story and I think there is something … like, looking back on it there is a lot of this stuff in it that I don’t like but it was very raw and felt very real to me, I guess, when I was writing it. I felt deeply emotionally engaged in the story. And then I am also biased toward my most recent novel, the Fault in our Stars. Maybe because it’s my most recent novel but also just because I think it’s like technically considerably better than all of the other ones. But I don’t know. If anybody likes any of my books I am very grateful. Any of them being your favorite is an absolute delight to me because that means that you’ve read more than one. [laughter] One of the many interesting things that Vonnegut did: He used to write these books that were just like collections of speeches that he would give. By the way, I intend to replicate that. I think that’s a brilliant idea and I really loved those books when I was a kid. But anyway, one of the things that he did in one of those books was he gave all of his novels a grade. A to F. And he gave Slaughterhouse 5 an A+ which I’ve always thought of as hilarious, like, what kind of jackoff gives an A+ to his own novel? [laughter] I was trying to think of a word that wasn’t a curse word. I don’t think I quite got there. [laughter] But yeah, like, c’mon. I wouldn’t give none of my novels anything more than an A-. Although to be fair, Slaughterhouse 5 is considerably better than any of them so maybe I just don’t know what it’s like to write Slaughterhouse 5. Alright anyway, I did not answer your question.
What would your 15-year-old self think of you now?
It’s funny because my 15-year-old self would be much happier with my current life than I am. My 15-year-old self would be absolutely delighted. I’ve essentially done everything that my 15-year-old self ever wanted to do. Like I convinced a girl to fall in love with me, I wrote a novel, yeah, I have all of the things that my 15-year-old self wanted me to have. Oh, he would be horrified that I live in Indianapolis. [laughter] Oh my God. He would be like “But Why?” and I would be like “Oh it’s great. You know, there is the white river. It’s non-navigable and that is a really interesting metaphor”. He would be like “Are you kidding me? Could you live in New York?”. And I would be like “I could. It’s very expensive and stressful”. So yeah, I think he would be very happy with me. I will say this, though. I don’t think that you should invest too much thought into what your 15-year-old self would think of you because you are gonna change and not entirely for the worse.
Die 3 Fragensteller erhielten jeweils eine handsignierte Ausgabe von Paper Towns, die ihnen live am Ende der Veranstaltung überreicht wurde.
Eine wunderbare, kurzweilige Veranstaltung mit einem überaus sympathischen, weltoffenen und einfühlsamen Autor.
Ein großes Dankeschön an John Green, die Indianapolis Public Library, das Amerika Haus e.V. NRW und den Freundeskreis Köln-Indianapolis e.V.!
(ba)
Rosel von Melaten – Nikolaus Heidelbach in der Zentralbibliothek
Bedeutender Zeichner stellt aktuelles Buch mit Köln-Bezug vor
Der Samstag gilt in der Kölner Stadtbibliothek als beliebter Treffpunkt für die ganze Familie. Am kommenden Samstag, 19. September, 15 Uhr, stellt Nikolaus Heidelbach, einer der bedeutendsten Zeichner Deutschlands, in der Zentralbibliothek am Josef-Haubrich-Hof sein aktuelles Buch mit so skurrilem wie sympathischem Köln Bezug vor: „Rosel von Melaten”:
Schauerliche Dinge gehen vor sich in der großen Stadt. Drei Kinder kommen ums Leben und jedes Mal behauptet jemand, ein Mädchen in einem weißen Kleid und mit einer ro-ten Krawatte gesehen zu haben, das schreiend über dem Unglücksort schwebte. Eine Weile rätseln die Leute noch über das Mädchen, dann gerät es wieder in Vergessenheit. Nur Georg denkt weiter an die kleine weiße Gestalt und geht sie suchen – auf dem Friedhof von Melaten.
Nikolaus Heidelbach studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Köln und Berlin. Heu-te lebt er mit Frau und zwei Kindern in Köln. Er gilt als einer der anerkannten und zu-gleich eigenwilligsten Zeichner und Illustratoren Deutschlands.
Die Veranstaltung, die sich an Jugendliche ab 12 Jahren und an Erwachsene richtet, findet in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner statt. Der Eintritt ist frei.
125. Geburtstag von Agatha Christie
1890 gab eine Reihe historischer Ereignisse: In Ulm wird der höchste Kirchturm der Welt fertiggestellt, in England wird Agatha Christie geboren und in Köln wird die Stadtbibliothek gegründet (letzteres feiern wir im Dezember). Hier und jetzt widmen wir uns der Autorin, die vor 125 Jahren zur Welt kam und deren Erfolg auf der Insel nur noch von Shakespeare übertroffen wird.
Weltweit ist Agatha Christie mit über 4 Milliarden verkauften Werken jedoch die erfolgreichste Autorin. Mit ihrer Schreibmaschine tötete sie mehr Menschen als jede andere Frau. Dabei sah sie sich nie als Genie sondern als „eine ganz normale, erfolgreiche, schwer arbeitende Schriftstellerin”. Am Ende ihres Lebens konnte sie auf 85 Romane, viele Kurzgeschichten und Hörspiele sowie 17 Theaterstücke zurückblicken. Zwei ihrer Figuren blieben vor allem im Gedächtnis ihrer Millionen Fans. Hercule Poirot und Miss Jane Marple, beide ebenso skurril wie scharfsinnig und mit außergewöhnlicher Beobachtungsgabe gesegnet.
Kongenial verkörperte die Schauspielerin Margaret Rutherford die schrullige, teetrinkende und von ihren Widersachern ständig unterschätzte Jane Marple. Miss Rutherford war es auch die (unabhängig von den Buchvorlagen) einen Bibliothekar in ihren berühmten Marple-Filmen unterbrachte. Dieser (und gleichzeitig ihr) Mann hieß im Drehbuch wie im wirklichen Leben „Stringer” und in einer Szene des Films „Murder, she said” (deutscher Titel: „16 Uhr 50 ab Paddington”) kommt die Innigkeit dieser Verbindung gleich zu Anfang des Films besonders schön zum Ausdruck.
Miss Marple hat einen Mord beobachtet, doch der Polizei-Inspektor zweifelt an ihrer Wahrnehmungsfähigkeit. Fassungslos macht sie sich auf den Weg zur Bibliothek, um mit Mr. Stringer diese Impertinenz zu erörtern. Bei ihrem Eintreffen stellt Bibliothekar Stringer seine Gefühle für sie über das professionelle Gebot, ein vorgemerktes Buch ordnungsgemäß zur Abholung bereit zu legen.
In seinem kleinlauten wohlsituierten Umgang mit dem Konflikt, bestätigt Mr. Stringer vorzüglich das Klischee vom devoten Dorf-Bibliothekar, der es sich mit keiner seine Leserinnen verscherzen will.
gp
Die Szene kann ab Minute 06:30 genossen werden.
Bewerbungsfrist für „Scobel und Winkels“ läuft ab
Diskussion über Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt in der Zentralbibliothek
Nur bis zum 15. September 2015 besteht die Möglichkeit, sich für die zweite Folge des neuen Formats der Stadtbibliothek „Scobel und Winkels” zu bewerben. Die beiden Moderatoren diskutieren am Dienstag, 27. Oktober 2015, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek am Neumarkt über Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt, erklären und bewerten sie. „Scobel und Winkels” gibt es zweimal im Jahr nach den großen deutschen Buchmessen im Frühjahr und im Herbst. Die Moderatoren erzählen von der Messe, von Hypes und Flops, von Preisen und Rekorden.
Im Zentrum der Gespräche steht neben den aktuellen Büchern ein „Klassiker”, ein „Lieblingsbuch”, das vom Publikum vor der Veranstaltung vorgeschlagen wurde. Dazu kommt der Gast, der für das Buch geworben hat, aufs Podium und spricht mit den beiden über den Text.
Gert Scobel und Hubert Winkels sind Publizisten, Kritiker und Moderatoren. Gert Scobel hat mehrere Bücher zu philosophischen Themen veröffentlicht und moderiert die Wissenschaftssendung „scobel” auf 3SAT. Hubert Winkels, ebenfalls Buchautor, ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk und Literaturkritiker der ZEIT.
Die Stadtbibliothek und die beiden Moderatoren freuen sich über eine rege Beteiligung des Publikums. Ob man sich unter www.stadt-koeln.de/scobel-winkels für das Podium bewirbt oder nicht – bis spätestens zum 15. September 2015 besteht die Möglichkeit, für den ganz persönlichen Lieblingsklassiker zu votieren.
Die Stadtbibliothek veranstaltet „Scobel und Winkels als Teil der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit” in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner.
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Karten sind ab 19 Uhr an der Abendkasse der Zentralbibliothek erhältlich. Kartenreservierungen nehmen die Buchhandlung Klaus Bittner, Albertusstraße 6, 0221/257 48 70 oder die Stadtbibliothek unter 0221/221-23939 gerne entgegen.
John Green Skype-Event – Wir suchen eure Fragen!
Am 14. September (Montag) findet in unserer Sister Library in Indianapolis eine Lesung/Gespräch mit dem Autor und Vlogbrother John Green statt. Wir übertragen diese Veranstaltung live per Skype in die Zentralbibliothek, wo ihr kostenlos dabei sein könnt! Auf Englisch, versteht sich. Noch sind einige Restkarten zu haben, die in der Zentralbibliothek im Kundenservice für euch bereitliegen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! 🙂
Aber wir haben auch noch ein Schmankerl für euch. Innerhalb der Veranstaltung können wir John Green drei Fragen stellen. Also: Was wollt ihr wissen? Wir und das Amerika Haus e.V. NRW suchen uns unter den Einsendungen die 3 interessantesten, kreativsten, spannendsten (…) Fragen aus. John Green schickt uns für die Gewinner je eine signierte, englische Ausgabe von Paper Towns, die wir euch entweder während der Veranstaltung überreichen oder per Post zuschicken. Außerdem hinterlegen wir euch am Veranstaltungstag je 2 Eintrittskarten, so dass ihr auf jeden Fall live dabei sein könnt.
Ihr müsst nicht aus der Kölner Umgebung sein, um eure Frage einzureichen. Aber bitte schreibt uns eure Frage nur als Kommentar unter diesen Blogartikel oder als Kommentar unter den dazugehörigen Facebook-Eintrag der Stadtbibliothek Köln oder als Tweet an @stbibkoeln.
Es zählen nur Fragen, die ab sofort bis zum 10.09.2015 um 23:59 Uhr eintreffen. Die Auswertung erfolgt am 11.09.2015. Danach geben wir die Gewinner und die 3 Fragen bekannt. Die Antwort von John Green werdet ihr nach der Veranstaltung natürlich auch in unseren Social-Media-Kanälen erfahren.
Die Live-Übertragung der Lesung ist eine Kooperation mit dem Amerika Haus e.V. NRW, dem Freundeskreis Köln – Indianapolis und dem Büro für Internationale Angelegenheiten der Stadt Köln.
