Ausstellung: „The City Speaks – die Stadt spricht“

Ausstellung betrachtet künstlerische Veränderungen von Stadtbildern

Eine zweisprachige Schau mit dem Titel „The City Speaks – die Stadt spricht“ zeigt, wie Menschen Stadtbilder durch eigene kreative Ausdrucksformen verändern. Städte inspirieren Künstlerinnen und Künstler durch formelle und informelle Schauplätze. Dadurch können sie sich innerhalb ihrer Interpretationsweisen malerisch ausdrücken. Bedeutende Künstler wie Caravaggio, Bernini und der osmanische Architekt Sinan haben durch Städte ihre ganz persönlichen Ausdrucksformen gefunden. Für zeitgenössische Künstler wie Candy Chang und den Street Artist JR kann ein verlassenes Gebäude etwas Poetisches in sich tragen und zu einer neuen Dichtung der Stadtbewohner über ihre Stadt werden. Auf ähnliche Weise entdeckten Dichter, Komponisten und Philosophen zu Beginn des 20. Jahrhunderts die europäischen Großstädte als Orte ihres kreativen Schaffens.

Die Ausstellung konzipierte der British Council in Kooperation mit dem Haus der Architektur Köln. Zur Eröffnung sprechen Julia Rawlins vom British Council Berlin und Christian Wendling vom Haus der Architektur. Dr. Gabriele Ewenz, Leiterin des Literatur-in-Köln-Archivs der Stadtbibliothek begrüßt die Gäste. Anschließend wird der Dokumentarfilm „Urbanized“ aus den USA von 2011 vorgeführt. Darin wirft Gary Hustwit einen Blick auf das Design von Städten und dessen Einfluss auf unser alltägliches Leben.

Ausstellungseröffnung:

Dienstag, 4. Februar 2014, 20 Uhr

Zentralbibliothek – Q-thek, Erdgeschoss

Josef-Haubrich-Hof 1

Köln-Innenstadt

Die Ausstellung ist kostenfrei vom 5. bis 22. Februar 2014 im Erdgeschoss der Zentralbibliothek zu sehen.

Abschied von Kollege Pete

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Er war Sänger, Songwriter und Sammler von amerikanischen Folksongs. Er lebte für diese Musik, bewahrte ihr Erbe und nutzte sie, um für den sozialen Wandel zu kämpfen. Ob für die Arbeiter in den 1940er Jahren, die Bürgerrechtler in den 70er oder für die Umwelt- und Anti-Kriegsbewegung.

Er war der Motor des Folk-Revivals, schrieb Hits wie „Turn, turn, turn,” oder „If I had a hammer” und Hymnen wie „We shall overcome”. Er saß im Gefängnis wegen „unamerikanischer Umtriebe” (1961) und sang zur Amtseinführung von Barack Obama (2009).

Und er war zeitweise ein Kollege: 1938 bekam er einen Job im „Archive of American Folk Song at the Library of Congress”, wo er Musik katalogisierte und transkribierte. Bei einem Konzert zu seinem 90. Geburtstag im Madison Square Garden bezeichnete Bruce Springsteen ihn als „lebendiges Archiv amerikanischer Musik”.

Gestern starb dieses „Archiv” im stolzen Alter von 94 Jahren in New York eines natürlichen Todes.

gp

Harry Potter ist Allen Ginsberg

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Daniel Radcliffe hat gleich mehrere Probleme! Wie wird er sein Harry-Potter-Image los? Warum wird ihm in seinen Filmen immer die Show gestohlen? Welche Rollen soll er mit seiner Körpergröße von 1,65 m spielen? Wie soll aus dem einstigen Kinderstar ein ernst zu nehmender Schauspieler werden?

Sein jüngster Versuch im Fach zu überzeugen geht kommenden Donnerstag in Deutschland an den Kinostart.

Im Biopic-Thriller-Drama „Kill Your Darlings – Junge Wilde” spielt er die Hauptrolle. Es geht darin um die Anfänge der „Beat Generation“. Eine Stilrichtung der US-amerikanischen Nachkriegs-Literatur, vertreten durch Namen wie Jack Kerouac (Jack Huston), William S. Burroughs (Ben Foster) und Allen Ginsberg (Daniel Radcliffe). Während diese Autoren den Literaturfreunden geläufig sind, ist ein vierter weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei war es Lucien Carr (gespielt von Nachwuchs-Star Dane DeHaan), der die Clique 1944 zusammenbrachte und stilbildend inspirierte.

Als Ginsberg und Carr in einer der Auftaktszenen in der Columbia University aufeinander treffen (s. Video oben), wird die Rollenverteilung der beiden schlagartig deutlich. Ginsberg, neu an der Uni, erlebt bei einer Bibliotheksführung die Performance von Carr. Der sucht – Henry Miller rezitierend – die Provokation. Bis die aufsichtsführende Bibliothekarin (zeitgemäß perfekt gespielt von Brenda Wehle) die Security alarmiert.

In „Kill Your Darlings” geht um literarische Revolte, Drogen, sexuelle Selbstfindung, Jazz und Mord. Viele amerikanische Kritiker sahen Ähnlichkeiten zum Film „Der Club der toten Dichter“.

gp

Zum Appetitanregen hier der deutsche Trailer:

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“Der lachende Vagabund” ist friedlich eingeschlafen

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Im Nachkriegs-Deutschland gab es nicht viel zu lachen. Einer, der da tatkräftig abhalf, war Fred Bertelmann. Der Schlagersänger und Schauspieler landete 1957 mit „Der lachende Vagabund” einen Nr. 1 Hit, der sich als pures Balsam in freudloser Zeit millionenfach verkaufte. Das lag weniger an seinem sonoren Bariton und dem simplen Song als an seinem Lachen, das bei seiner Zuhörerschaft stets Lachsalven auslöste und ihn reich und berühmt machte.

Prompt wurde 1958 ein gleichnamiger Film produziert (s. Video oben). In Bertelmanns Heimatstadt Duisburg bekamen alle Kinder zur Premiere schulfrei, was heute ziemlich undenkbar wäre und viel über die Befindlichkeit dieser Zeit aussagt.

„Der lachende Vagabund” ist eine Cover-Version des Country-Songs „Gambler’s Guitar”, der in den USA in seiner erfolgreichsten Version von Rusty Draper nur Platz 6 der Charts erreichte. Kein Wunder, niemand lachte so schön wie unser Fred.

Lachhafte Konkurrenz kam nur aus Finnland von Komiker Vesa-Matti Loiri:

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Gestern hörte Fred Bertelmann auf zu lachen und ist im Alter von 88 Jahren friedlich eingeschlafen.

gp

P.S.: Für den etwas derberen kölschen Humor gibt es noch eine Zeltinger-Version.

Das Lied zum Januar: Billy Bragg “January Song”

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Der Januar ist ein komischer Monat. Es bleibt wieder länger hell, wird aber (normalerweise) kälter. Die Weihnachtsbäume liegen auf der Straße. Die neuen Kalender hängen an der Wand und trotzdem verschreibt man sich bei der Jahreszahl. Gute Vorsätze (Abspecken) und ein Neubeginn werden geplant, trotzdem fühlt man sich immer müder. Und (jetzt wird’s dramatisch) der Januar ist bei Paaren der Trennungsmonat Nummer 1.*

Da spendet doch unser Januar-Song, der auch noch „January Song” heißt, etwas Trost, Entspannung und Nachdenklichkeit. Billy Bragg, britischer Singer-Songwriter, hat ihn 2013 auf seinem Album „Tooth & Nail” veröffentlicht. Bekannt ist der Gitarrist durch seine Arbeiter- und Protestlieder, aber auch in punkto Liebe ist er nicht auf den Mund gefallen. In „Tooth @ Nail” geht es vor allem um Innerlichkeit, Verluste und Altern. Der „January Song”, da sind wir wieder beim Thema Abschied, ist vom Tod seiner Mutter beeinflusst, aber einen Seitenhieb auf die Politiker kann er sich nicht verkneifen.

gp

 * Woher man das weiß? Fragt doch mal die Scheidungsanwälte, Therapeuten oder Google, wer da Termine oder entsprechende Abfragen macht.

“Tooth & Nail” ist bei uns im Bestand unter der Signatur 4 72.3 Bragg, Billy

Claudio Abbado (†) und die Bibliothekarin

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Für ZEIT ONLINE gehörte er zu den „berühmtesten Dirigenten weltweit”. Der Berliner Tagesspiegel schrieb: “Der große Dirigent war ein Menschenfreund mit unerschütterlichem Idealismus.” Und unter der Überschrift „Der scharfe Rundblick eines Leuchtturmwächters bemerkte die FAZ: „Unter Claudio Abbados Dirigierhänden wurden alte, bekannte Werke zu neuen und aufregenden Offenbarungen.”

Heute starb der italienische Star-Dirigent im Alter von 80 Jahren in Bologna. Stationen seiner Karrieren waren u.a. die Leitung der Mailänder Scala, der Berliner Philharmoniker und der Salzburger Osterfestspiele sowie die Gründung des Lucerne Festival Orchestras.

Eine, die heute ganz besonders trauern wird, ist die Bibliothekarin Sylvia Hoffmann. Als 15jährige erwacht in ihr 1963 bei einem Pariser Konzert der Berliner Philharmoniker unter Karajan die Liebe zur Klassischen Musik. 1978 entdeckt sie beim Hören einer Abbado-Schallplatte (Mahler, vierte Sinfonie), was sie fortan nicht mehr loslassen wird: „Beim dritten Satz der Mahler vier war es um mich geschehen.” 1982 sitzt sie in der Londoner Royal Festival Hall und hört ihr erstes Abbado-Konzert. Die Eintrittskarte wird die Nr. 1 ihrer ersten Konzert-Kartei.

Ein Tagespiegel-Artikel vom 24.06.2013 beschreibt ausführlich, was Sylvia Hoffmann (mittlerweile im Ruhestand) von allen Abbado-Fans unterscheidet: Sie legt ein einzigartiges privates Archiv über ihn an (vermutlich das umfangreichste der Welt, so die Autorin Deike Diening). Sie reist zu allen seinen Konzerten und ihre gut systematisierte Sammlung ist ihr bibliothekarisches Meisterstück: „Eine unordentliche Bibliothek wäre ein Widerspruch in sich.”

Inzwischen hat sie weltweite Kontakte, Biografen fragen bei ihr an und in den nächsten Tagen und Wochen wird sie soviel zu tun haben, wie vielleicht nie zuvor in ihrer Tätigkeit als Archivarin.

„Es ist das Prinzip der Bibliothek auf ein Leben angewendet.”

gp

Andreas Dorau: “Aus der Bibliothèque” am Hühnerposten

Sowas gibt es eher selten, dass ein Künstler sein Werk einer Bibliothek widmet. Andreas Dorau, Sänger und musikalischer Tüftler wagte es, und wir sind gespannt! Ruhm ernte der Mann mit zwei Hits (1981 in Deutschland und 1996 in Frankreich) und sieht sich deshalb als „2-Hit-Wonder”.

Ansonsten war und ist er eher etwas für Insider, die skurrilen Humor mögen. Der Pop-Designer frickelte gern am Synthesizer rum, bastelte vollelektronische Sounds und errang vor allem durch seine Texte für seine Fans Genie-Status. Andreas Dorau sang über alles (außer Liebe) am liebsten über Kleinigkeiten wie Bärchen, Blaumeisen oder Diamanten.

Heute erscheint sein neues Album mit der „Liga der gewöhnlichen Gentlemen” als Backing Band und wir jubeln. Denn es heißt nicht nur „Aus der Bibliothèque”, sondern ist auch einer gewidmet: der Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen am Hühnerposten (so heißt die Straße) beim Hauptbahnhof.

Dort holte er sich nicht nur die Inspiration zur Platte, sondern widmete dem Haus auch das erste Lied mit dem Titel „Hühnerposten”. Wie maßgeschneidert für einen Dorau-Text. „Jeder Mensch kommt hier auf seine Kosten, in der Bücherhalle am Hühnerposten”. Er schwärmt von den hübschen Mädchen, die dort lesen, und besingt recherchierende Rentner. “Taschenbücher, Periodika, Musik und DVDs, alles ist da.”

Hallo Andreas! Das gibt es alles auch bei uns!

Vorgestellt wurde die neue CD natürlich am Hühnerposten und auf diesem, in der Bibliothek aufgenommenen Video könnt Ihr eine Kostprobe aus dem Bibliothekslied hören.

Zu allem Überfluss wird Andreas Dorau am Sonntag noch 50. Jahre alt. Deshalb schon mal Dankeschön für die CD (obwohl wir sie noch nicht gehört haben – ist aber schon für unseren Bestand bestellt) und lass Dich schön bei Deinem Geburtstagskonzert feiern!!!

 gp

P.S.: Dorau-Hit Nr. 1 war “Fred vom Jupiter” und Nr. 2 bei uns weniger bekannt, in Frankreich unter den Top Ten, ist dieser hier:

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Karten gewinnen: airman – Elektropop-Konzert

Electronica, Laserharfe, Wind Controller, Laser: airman kommt am 27. Januar in die Zentralbibliothek am Neumarkt (Josef-Haubrich-Hof 1).
Das Elektropop-Soloprojekt aus Köln liefert eine Mischung aus SynthPop, Trance, Avantgarde und Trip-Hop. Eine Reise durch Zeit und Raum – mit einem Augenzwinkern. Den Sprung vom Konzert zur Show schaffen airmans Auftritte durch Video- und Laser-Einlagen sowie durch ungewöhnliche Instrumente wie Laserharfe, Wind Controller, Music-Glove und Wii-mote.
Am 27. Januar wird airman im Rahmen von geeks@cologne zunächst einen Einblick in die Technik seiner Show geben. Danach bekommt ihr 90 Minuten Konzert geboten, um anschließend mit einer Lasershow den Abend ausklingen zu lassen.
Unterstützt wird die Veranstaltung durch KMC Conrad und Kölncampus.
Alle Infos auf der Veranstaltungsseite.

Airman (© Stefan Vallbracht)

Der Eintritt kostet euch im Vorverkauf 5 Euro und an der Abendkasse 7 Euro.
Aber jetzt und hier habt ihr die Chance, kostenlos an Eintrittskarten zu kommen. Wir verlosen 2×2 Karten und jeder der bis einschließlich 20. Januar diesen Blogbeitrag kommentiert, nimmt automatisch an der Verlosung teil. Die Gewinner benachrichtigen wir per Mail. Viel Glück!

(ba)

Dusty und Adele

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Im Januar vor 50 Jahren stand Dusty Springfield mit ihrem ersten Solo-Hit auf Platz 4 der britischen Charts. Für „I Only Want To Be With You” war das 1964 die höchste Platzierung und gleichzeitig der Start einer außergewöhnlichen Karriere. Der Song verband Rhythm and Blues mit Pop, ganz in Stil der Frauen-Soul-Band „The Shirelles”. Dusty hatte Soul und war vom Motown-Sound inspiriert. Sie landete Hit auf Hit mit einer Mischung aus eigenen Liedern und Coverversionen und galt als „Golden Girl” der Sixties.

Mit ihrem britischem Touch war sie die erste und unverwechselbare Stimme des „Blue Eyed Soul”. Mit großer emotionaler Resonanz bewegte sich ihr Klang zwischen Intimität und Intensität, beherrschte alle Nuancen von Verletzlichkeit und Sehnsucht in kristallklarer Reinheit.

Anfang der siebziger Jahre geriet der Soul in Vergessenheit. 2006 eroberte das richtungweisende Album „Back to Black” vom Amy Winehouse mit ihrem Retro-Soul ein Massenpublikum. Sängerinnen wie Duffy, Adele und auch Stefanie Heinzmann bewiesen, dass das Genre ungebrochen populär ist. Im Zuge dieser Erneuerung wird auch Dusty Springfield wiederentdeckt. Die Verfilmung des Lebens der  „White Queen Of Soul” ist für 2014 geplant. Im Gespräch für die Hauptrolle: Adele. Und sie wäre vermutlich die beste Besetzung!

gp

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Zum Outing von Hitz, the Hammer!

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Der Rasen bebt, die Torpfosten zittern und Fußball-Deutschland hat nur ein Thema: Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat es getan! Als Erster.

Was eigentlich? Nun… unterm Strich nur zugegeben, dass er sich in einem Punkt mehr zum Mann als zur Frau hingezogen fühlt? Dieser eine Punkt aber, die Sexualität, scheint soviel Explosivkraft zu haben, dass sich die Medien in Sensationsgeilheit überschlagen.

Warum bloß, mögen sich die Fußballunkundigen fragen? Warum haben ausgerechnet die kämpferischsten Stadiongladiatoren in den kurzen Hosen soviel Angst, sich beim gleichgeschlechtlichen Händchenhalten erwischen zu lassen?

Hört man sich um, liegt das an sogenannten „Fans” aller Vereine und Nationen, die als Vertreter des „gesunden Volksempfindens” angesichts eines schwulen Kickers (vermutet man) in einen Mob verwandeln würden. So einen armen Kerl würden sie bei jedem Ballkontakt auspfeifen und mit Wer-weiß-was bewerfen. Ihn im Internet einem shit-storm aussetzen, privat verfolgen, gnadenlos fertigmachen und psychisch in den Wahnsinn treiben. Bis hin zur Berufsunfähigkeit. – Vermutet man!

Womit gleichzeitig der Beweis erbracht wäre, als schwuler Vertreter des starken Geschlechtes besser den Mund zu halten.

Thomas Hitzlsperger, der seine Profikarriere 2013 beendete, hält ihn nicht und erfährt heute genau das Gegenteil. Eine Welle der Sympathie überrollt ihn. Bei aller Hochachtung vor seinem Schritt, richtig interessant wird das Thema, wenn der erste schwule Profi dem „Mob” gegenübertritt. Bis dahin gilt das geflügelte Wort von Adi Preißler:

Grau is alle Theorie – entscheidend is auf’m Platz!”

Am Tag aber, wo der Kampf in der Arena aufgenommen wird, beginnt der lange Weg zur Normalität. An seinem Ende (jetzt fantasiere ich mal) betritt der erste schwarze, schwule, türkischstämmige Fußballspieler im deutschen Nationaltrikot den Rasen und wird jubelnd begrüßt.

gp

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