Christmas-Countdown-Charts Nr. 5: “Driving home for Christmas” von Chris Rea

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Viele werden jetzt unterwegs sein. Massen bewegen sich in Richtung Weihnachtsbaum und möchten eingestimmt werden. Musikalisch fahren wir deshalb heute mitten im Mainstream. Und wer passt besser zur Reise nach Weihnachten als die rauchig-sanfte Stimme von Chris Rea. 1988 entstand dieser Song des Briten, der uns gemächlich in Festtagslaune schaukelt.

gp

Christmas-Countdown-Charts Nr. 6: “Coming home” von K.D. Lang

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Vergessen wir für einen Moment Zeit und Raum. Bevor wir uns auf den Weg machen, um Weihnachten zu feiern, besteht noch die Möglichkeit anzukommen. Und zwar bei sich selber. „Coming home” in diesem Sinne dient der Selbstfindung: Wer bin ich? Was will ich? Was erwarte ich eigentlich von den kommenden Tagen?

„’Coming Home’ is about finding my past,” sagte K.D. Lang über den Song aus ihrem Album „Watershed” von 2008. Mit Weihnachten hat er überhaupt nichts zu tun hat, aber er passt in  die Vorweihnachtszeit. Und jede/r kann sich vom Text und der schnurgraden klaren Melodielinie inspirieren lassen.

“Let’s write the book tomorrow!”

gp

Druckfrisch: Neue Schriftenreihe unserer Literaturarchive


Erster Band der neuen Schriftenreihe der Literaturarchive der Stadtbibliothek:
„In der Stadt, wo du lebst – Hans Bender in Köln”

Eine neue Schriftenreihe gewährt Einblick in die Schätze des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) und des Heinrich-Böll-Archivs der Kölner Stadtbibliothek und ehrt mit dem ersten Band einen der bedeutendsten Kölner Autoren und Herausgeber, Hans Bender. Die beiden einzigartigen Literaturarchive dokumentieren seit vielen Jahren das facettenreiche literarische Leben und bewahren das ‚literarische Gedächtnis’ der Stadt Köln. Zahlreiche international bedeutende Schriftsteller wie Jürgen Becker, Heinrich Böll, Rolf Dieter Brinkmann, Hilde Domin, Irmgard Keun und Dieter Wellershoff sind hier vertreten. Bereits in den 1970er Jahren trat das LiK-Archiv mit einem Publikationsorgan an die Öffentlichkeit, um Kölner Autoren und Autorinnen vorzustellen.

Der graue Einband erinnert an Archivboxen. Durch die Ausstanzung “lik” entsteht der Eindruck, man könne in das Buchinnere und gleichzeitig auch in die Bestände unserer Archive blicken.

Hans Bender lebt und arbeitet seit über 50 Jahren in Köln, von hier aus betrieb er bis 1980 die redaktionelle Arbeit der Zeitschrift „Akzente”, die bis heute zu den renommiertesten deutschen Literaturzeitschriften zählt. Durch die Herausgabe von Anthologien hat sich Bender um die Förderung neuer Dichtung verdient gemacht. Sein erstaunliches Gespür für schriftstellerische Qualität verhalf vielen noch unbekannten Autoren auf das literarische Parkett. Bender und Köln gehören seit mehr als einem halben Jahrhundert untrennbar zusammen. Die Stadt hinterließ Spuren im Werk des Autors und umgekehrt.
Der erste Band der neuen Schriftenreihe möchte diese Spuren sichtbar machen und die poetischen Reflexionen des Autors über die Rheinmetropole dokumentieren. Benders Texte laden gleichzeitig zu einem imaginären Spaziergang ein, sie bieten dem Lesepublikum damit auch Anlass, den Autor auf seinen Ausflügen durch die Stadt zu begleiten. Neugierig durchstreifte Bender die Straßen Kölns, besichtigte die romanischen Kirchen, die Museen, beschrieb das kulturelle und gesellschaftliche Leben und gab Einblick in den Prozess des Schreibens im privaten Domizil.
Dr. Gabriele Ewenz, Leiterin der Archive, betreut die neue Schriftenreihe namens „lik”. Die Stadtbibliothek freut sich, mit dem Verlag der Buchhandlung Klaus Bittner einen engagierten Partner für das Erscheinen der Publikation an der Seite zu haben.
„In der Stadt, wo du lebst – Hans Bender in Köln”, hrsg. von der Stadtbibliothek Köln, ausgewählt, zusammengestellt und bearbeitet von Dr. Gabriele Ewenz, Verlag der Buchhandlung Klaus Bittner, Köln 2013, ISBN 978-3-926397-16-4, Preis: 16,80 Euro, erhältlich direkt in der Buchhandlung Klaus Bittner oder über den Buchhandel.

Ein Möchtegern-Bibliothekar feiert Geburtstag: Keith Richards

Nicht wenige waren erstaunt, als Keith Richards 2010 bekannte, er wäre gerne Bibliothekar geworden. Das geschah anlässlich der Veröffentlichung seiner Autobiographie „Life” und verblüffte viele, gibt es wohl kaum einen größeren Gegensatz, als den zwischen einem rollenden und einem ruhenden (in sich gekehrten, lesenden) “Stein”. Rein fachlich könnte man sich fragen: Was wäre wenn? Tja, was hätte passieren können, wenn statt eines „Rolling Stone” ein Librarian aus Keith geworden wäre? Bzw. wenn er die Bibliothekswelt genauso gerockt hätte, wie die der Popularmusik?

Hätte er das Bibliothekswesen revolutioniert? Leibniz-reloaded? Eine neue Systematik erfunden? Oder wären Heerscharen junger Männer vom ihm motiviert worden, den Bibliothekarsberuf zu ergreifen?

2010 erfuhren wir immerhin, wo er erstmals Disziplin lernte. “The library was the only place around where I willingly obeyed the rules.” Nicht unbedingt erfolgreich, denn 2013 gab er zu, als Teenager Bücher nicht zurück gegeben zu haben. Reumütig besuchte er kürzlich in seiner alten Heimat die Dartford Library, um seine angesammelten Schulden zu begleichen (Kumpel Mick Jagger jobbte übrigens damals vor der Bibliothek als Eisverkäufer).

Seinen Ruf als Regelverletzer kam er anlässlich eine „Life”-Lesung in der New York Public Library nach. In einem Hinterzimmer musste er unbedingt qualmen. Tage später verstarb dort eine Orchidee durch die Rauchvergiftung und die Zufuhr kalter Frischluft.

Allergrößten Respekt hatte der „Stone” vor jedweder Bibliothekssystematik. Die Bestände seiner Privatbibliotheken in Sussex und Connecticut versuchte er nach der Dewey-Dezimalklassifikation aufzustellen, scheiterte aber kläglich („to much hassle”). Das Versagen bei einem anderen, rein praktischen Ordnungssystem machte 1998 Schlagzeilen, und hätte praktisch das Ende der Rolling Stones bedeuten können. Denn die dicksten und schwersten Bücher standen bei Keith ganz oben im Regal. Also musste die Leiter her, wenn er (wie in diesem Fall in einem Buch über Anatomie) etwas nachschlagen wollte. Oben angekommen, löste sich nach einer Berührung ein Regalbrett. „Sofort krachte mir der ganze Scheiß auf den Kopf, lauter dicke Schinken. Bamm! Ich fiel runter, knallte mit dem Kopf auf den Tisch und war ausgeknockt.” Das Resultat: ein Loch im Lungenflügel und Verschiebung einer Tournee.

 Lieber Keith Richards,

wir sind froh, dass Du ein Rolling Stone geworden bist.

Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag und noch viel musikalischen Erfolg wünscht Dir heute

die Stadtbibliothek Köln

 gp

P.S.:

Immerhin hast Du es geschafft in den Zitaten-Schatz über Bibliotheken einzugehen.

‘When you are growing up there are two institutional places that affect you most powerfully: the church, which belongs to God and the public library, which belongs to you. The public library is a great equaliser.’

Christmas-Countdown-Charts Nr. 7: “2000 Miles” von The Pretenders

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Allmählich beginnen die Ersten sich auf den Weg zu machen. Nach Hause oder anderen Orten, wo gemeinsam gefeiert wird. Für alle, die lange Strecken zurück zu legen haben, aber auch für alle, die es nicht schaffen, weil es zu weit ist, hier zur Vorfreude oder zum Trost „2000 Miles” von den Pretenders.

Man könnte meinen, Sängerin Chrissie Hynde bezieht sich in ihrer Klage auf die Abwesenheit eines geliebten Menschen zur Weihnachtszeit. Aber der Text wird auch als Erinnerung an den Band-Gitarristen James Honeyman-Scott gelesen, der ein Jahr vor Veröffentlichung des Songs starb.

Für mache wird er einfach nur sentimentale Gefühle an die frühen 80er Jahre wecken.

gp

Christmas-Countdown-Charts Nr. 8: “Christmas Rappin” von Kurtis Blow

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Rap-Pionier Kurtis Blow war der erste Rapper, der bei einer großen Plattenfirma unter Vertrag kam, und das ausgerechnet mit einem Weihnachtslied. Die Firma wurde auf seine unabhängig produzierte Platte „Chrismas Rappin” aufmerksam und veröffentlichte den Ohrwurm 1979 ein zweites Mal. Mit seinem  ‚funny rhyme’ und dem  ‚funky beat” ließ er gleich 400.000 mal die Kassen klingeln. Kostprobe:

“But the noise on the top was a reindeer clop
Just a trick St. Nick, and I let the sucker in”

Mit solchen Punchlines schrieb der Old-School-Harlem-Rapper Weihnachtsgeschichte und wurde zum ersten Superstar des Genres.

gp

“Nerd Forever – Im Würgegriff der Schule”


…so lautet der Titel der jüngsten Veröffentlichung von Manfred Theisen, Kölner Kinder- und Jugendbuchautor (im Bild).
Nerd, 11 Jahre alt und hochbegabt, hat sein bisheriges Leben vor dem Computer verbracht. Eine Schule hat er noch nie von innen gesehen und seine Freunde trifft er im Netz. Doch dann ändern sich die Dinge schlagartig.
50 erwartungsvollen Schülerinnen und Schülern der sechsten Klasse bot Theisen in der Stadtteilbibliothek Ehrenfeld eine Performance seines Comicromans, mit der so niemand gerechnet hatte! Trockene und langweilige Vorlesestunde adé. Fesselnde, witzige, interaktive Unterhaltung stattdessen und das beinahe zwei Stunden lang. Gerade auch die Jungs, an sich eher Lesemuffel, waren mit Leib und Seele bei der Sache.
Für besondere Heiterkeit sorgten die von Theisen mitgebrachten Originalzeichnungen im Comicstil, die der kreativen Ader eines Dreizehnjährigen entstammen. Als Teilnehmer eines Schreibworkshops mit Manfred Theisen hatte der Junge kein wirkliches Interesse am Schreiben. Begeistern konnte er sich allerdings fürs Zeichnen, und so entstanden die Illustrationen zum Buch.
Wer jetzt neugierig geworden ist, erfährt hier mehr: http://www.manfredtheisen.de

A. u. R.

Chrismas-Countdown-Charts Nr. 9: “Merry Xmas Everybody” von Slade

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Jede britische Kneipe spielt zur Weihnachtszeit „Merry Xmas Everybody”. Slade, die Könige des Pub-Pops, kennzeichnet ein schlichter, stampfender Mitgröhl-Glam-Rock. Im Cockney-Slang landete die „witzige Working-Class-Teenybop-Truppe” (Sounds) in den 70er Jahren einen Hit nach dem anderen. Dieser hier stand Heiligabend 1973 auf Platz 1 der englischen Charts (und blieb dort noch zwei Monate).

Ökonomisch lag das Land damals am Boden. Die Bergleute, Bäcker und Bestatter und viele andere streikten. Slade wollte alle ein bißchen aufmuntern, z.B. mit der Zeile: „Look to the future now, it’s only just begun”.

Das passte prima, wurde ihre meistverkaufte Single und sicherte zumindest ihnen die Rente.

PS: Gitarrist Dave Hill (links neben Sänger Noddy Holder) zeigt in diesem Video, was Männer anrichten, die ihre Haare selber schneiden, statt zum Friseur zu gehen.

gp

Christmas-Countdown-Charts Nr. 10: “Christmas Time Is Here” vom Vince Guaraldi Trio

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Charlie Brown, der Star untern den amerikanischen Losern, schaffte es 50 Jahre lang, aus jeder schönen Stimmung ein Problem zu machen. Das galt auch für Weihnachten!

Jazz-Pianist Vince Guaraldi komponierte die Musik zu den Peanuts-Filmen von Charles M. Schulz. 1965 erschien vom Vince Guaraldi Trio, das Album „A Charlie Brown Chistmas”, das den Soundtrack zur gleichnamigen Fernsehsendung lieferte. In den USA gehört dieses Album zu den populärsten Weihnachtsplatten aller Zeiten.

Wer es schafft den süßlichen Song daraus in voller Länge anzuhören, wird mit einem klassischen Charlie-Linus-Dialog und einer furiosen Schlittschuh-Einlage von Snoopy belohnt.

gp

Christmas-Countdown-Charts Nr. 11: “Jingle bells” von Amasic

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Amasic ist eine Ein-Mann-Band, die aus Janick Thibault besteht. Der 19jährige Kanadier spielt alle Instrumente selbst ein und schreibt die Songs dazu. Diese angepunkte Version von „Jingle Bells” natürlich nicht. Das Lied über die klingenden Schellen am Pferdegespann ist über 160 Jahre alt und hat mit Weihnachten nichts zu tun. Es geht darin um ein Pferdeschlittenrennen von Jugendlichen. Geschrieben hat es der amerikanische Komponist James Lord Pierpont.

1965 erklang es als erstes Lied aus dem Weltraum. Amerikanischen Astronauten nahmen die Bodenstation auf den Arm und berichteten von einem UFO mit einem Kommandanten im roten Mantel. Und dann hörte man auf der Erde Mundharmonika und Schellen aus dem Orbit.

gp

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