Es ist Europawoche! Eine Woche lang feiert die Europäische Union ihre Existenz mit Workshops, Konferenzen, Lesungen und vielem mehr. Zu diesem Anlass haben wir am Montag zusammen mit unseren Freunden der Kaiserin-Augusta-Schule zwei Integrationsklassen der Grundschule Don Bosco in den sprachraum eingeladen.
Zur Vorbereitung stellte André Spang sich und seinen Gymnasiasten der KAS zunächst die Frage:
Was können wir für Kinder tun, die neu nach Deutschland kommen?
Ob Flüchtling oder nicht: Die Antwort der digitalkompetenten Schülerschaft sind liebevoll gestaltete Apps, Lernspiele und YouTube-Filme. Zum Sprachenlernen, vor allem aber zum Willkommenheißen. Vincent, 12 und Tae-Su, 11 – beide Schüler der KAS – verwandelten die Kulisse des sprachraums etwa in ein Filmstudio. Lucas, Tae-Su, Habibullah und Vincent sind Filmemacher.
Mit der App Toontastic drehten die beiden zusammen mit Lucas, 9, aus Brasilien und Habibullah, 9, aus Afghanistan einen Film über einen Gorilla, der sich mit einem Rollerblader anlegt – alles inklusive dramatischer Struktur und Versöhnung am Ende.
Es war sehr spannend zu beobachten, welche Effekte dieses Treffen auf die Kinder hatte. Die (etwas größeren) Gymnasiasten waren sichtlich begeistert davon, das von ihnen entworfenen Lern- und Willkommensmaterial in Action zu sehen. Die (etwas kleineren) Willkommensklassen ließen sich bereitwillig darauf ein und wurden von Minute zu Minute selbstbewusster. Erst zurückhaltend, flitzten sie kaum eine Stunde später durch den Raum, drehten Videos, machten Selfies oder steuerten Roboter.
Für die KAS-Schüler und für die Kinder aus Afghanistan, dem Irak, Brasilien, Ungarn und Syrien verging der belebte Vormittag wie im Fluge. Wir danken Mehmet Kutlu, Nilgün Kaya (Don Bosco), André Spang (KAS) und natürlich zuvorderst den Schülerinnen und Schülern. Es war toll mit Euch! Danke!
P.S.: Unter diesem Link findet ihr die von den KAS-Schülerinnen und -Schülern entworfenen Apps, Spiele und Videos.
Wie jedes Jahr in den Osterferien, gab es auch dieses Jahr den Bocklemünder Mädchentag. An diesem Tag bieten verschiedene Einrichtungen Workshops für Mädchen im Alter zwischen 8 und 12 Jahren an.
Natürlich waren auch wieder wir Azubis aus der Stadtteilbibliothek Bocklemünd dabei. Neben Wellness- und Kochworkshops gab es bei uns etwas Kreatives: Taschen und T-Shirts zur Selbstgestaltung.
Zwei Stunden hatten unsere Mädchen Zeit ihre eigenen Designs zu entwerfen. Von Muster über Tiere bis hin zu lustigen Essenmotiven gab es eine bunte Bandbreite an Entwürfen.
Bei der Präsentation der Ergebnisse gab es einen riesigen Applaus für unsere Gruppe und auch wir finden, dass sich die Kreationen sehen lassen können.
Als gemeinsame Pause gab es ein leckeres Mittagessen (Traditionelle Nudeln mit Tomatensoße :)). Zusammen Zeit verbracht wurde mit gemeinsamen Spielen und eine Quiz á la „1,2 oder 3“. Dort konnten die Mädels zeigen was sie über Fitness und Gesundheit wussten. Wer dann immer noch Energie hatte ließ sie zum Abschluss in der Disco raus.
Alles in allem war der Mädchentag ein ereignisreicher Tag für die Mädchen und auch für uns Azubis.
Die Handhelds (mobile Konsolen) kommen dabei wöchentlich, neben den vier fest installierten Konsolen, zum Einsatz.
Da die Spieletestergruppe momentan sehr gewachsen ist, kommt uns diese Neuanschaffung wunderbar entgegen. Seit jeher sind Wartezeiten an den Konsolen quasi passé 🙂
Momentan testet die Spieletestergruppe übrigens u.a. LEGO Dimensions. Dies ist ein Lego-Action-Adventure-Spiel, bei dem reale Lego-Figuren auf ein mit der Konsole verbundenes Portal gestellt werden. Diese Figuren sind dann in dem Spiel spielbar.
Wer auch mal Lust hat mit Gandalf, Batman und Co. neue Lego-Welten zu entdecken, kann am 23. April in Kalk unsere Gaming-Veranstaltung „Bau dir deine eigene Welt – Sei kreativ mit LEGO Dimension, Minecraft und Super Mario Maker“ besuchen. Alle Kinder ab 6 Jahren sind herzlich eingeladen. Neben LEGO Dimensions könnt ihr in Super Mario Maker verrückte Level erstellen oder in Minecraft eigene Abenteuer kreieren. Bau dir deine eigene Welt – am Samstag, 23. April von 11-13 Uhr in der Stadtteilbibliothek Kalk. Ab 6 Jahren. Es ist keine Anmeldung notwendig.
Liebe Interessenten an US-amerikanischer Kinder- und Jugendliteratur,
in fünf Beiträgen stelle ich hier meine Lieblings- „Newberys“ vor, insgesamt 12 Bücher und zwei Bonus-Titel. Alle sind auf Englisch in der Stadtbibliothek ausleihbar. Mehr Informationen und eine komplette Liste der Preisträger gibt es auf der ALA Webseite: www.ala.org/awardsgrants/john-newbery-medal.
Happy Reading!
Nicole James
Leiterin, Stadtteilbibliothek Sülz
1953 Honor Book E.B. White „Charlotte’s Web“
„Charlotte’s Web“ ist die bezaubernde Geschichte über ein Mädchen, ein Schwein, eine Spinne und die Freundschaft, die sie verbindet. Fern rettet ein kleines Ferkel vor dem Tod, nennt es Wilbur, und besucht es jeden Tag im Stall auf der Farm ihres Onkels. Wilbur genießt sein Leben und die Kameradschaft der anderen Tiere. Aber wie kann er seiner bevorstehenden Schlacht entkommen? Da hat seine beste Freundin, die spinne Charlotte, eine außergewöhnliche Idee. Als häufigstes Beispiel von einer falschen Newbery-Entscheidung wird „Charlottes Web“ genannt, Die Newbery-Medal ging 1953 an „Secret of the Andes“. Sechzig Jahre später ist „Secret of the Andes“ in Vergessenheit geraten und „Charlotte’s Web“ ist wohl das beliebteste amerikanisches Kinderbuch aller Zeiten. Patricia Polacco „Pink and Say“
Der 15-jährige Sheldon Curtis kämpft im Bürgerkrieg auf der Seite der Unionsarmee. Nach seiner Verwundung wird er von einem ehemaligen Sklaven, Pinkus Aylee, und dessen Mutter gepflegt. Die beiden Jungens entwickeln in einer kurzen Zeit eine innige Freundschaft. Nach ihrer Rückkehr zur Front werden sie gefangengenommen und kommen in das berüchtigte Andersonville Gefängnis. Da unterscheiden sich ihre Schicksale und es kommt zu einer endgültigen Trennung.
Polacco schaffte es mit diesem Buch das schwierige Thema des Bürgerkriegs für Kinder begreiflich zu machen. Es wird sehr oft in Schulen verwendet um über den Zivilkrieg und Rassenverhältnisse zu unterrichten. „Pink and Say“ ist auf der wahren Geschichte ihres Ururgroßvaters basiert. Begleitet von Polaccos wunderbaren Farbillustrationen, ist diese Geschichte ein Beispiel der Erzählkunst vom Feinsten und rührt einem zu Tränen.
Wenn es ein Buch gibt, für die ich mir die Newbery-Auszeichnung am meisten gewünscht hätte, ist es dieses. Von einer ehemaligen Arbeitskollegin die in dem Jahr Newbery Jury Mitglied war, weiß ich dass viele Mitglieder leidenschaftlich für dieses Buch plädiert haben. Letztendlich gewann für 1995 „Walk Two Moons“, von Sharon Creech; ein Buch was für mich bei weitem nicht so gut war wie „Pink und Say“.
Liebe Interessenten an US-amerikanischer Kinder- und Jugendliteratur,
in fünf Beiträgen stelle ich hier meine Lieblings- „Newberys“ vor, insgesamt 12 Bücher und zwei Bonus-Titel. Alle sind auf Englisch in der Stadtbibliothek ausleihbar. Mehr Informationen und eine komplette Liste der Preisträger gibt es auf der ALA Webseite: www.ala.org/awardsgrants/john-newbery-medal.
Happy Reading!
Nicole James
Leiterin, Stadtteilbibliothek Sülz
1938: Kate Seredy „The White Stag”
„Those who want to hear the voice of pagan gods in wind and thunder, who want to see fairies dance in the moonlight, who can believe that faith can move mountains, can follow the thread on the pages of this book. It is a fragile thread. It cannot bear the weight of facts and dates.”
Diese glanzvolle Erzählung der Gründung Ungarns fängt in der Vorzeit an, als die Brüder Hunor und Magyar einen mysteriösen weißen Hirsch folgen und ihr Volk aus Asien heraus bringen. Unter der Herrschaft Attillas ziehen die Hunnen und Magyaren durch Europa, bis sie eine neue Heimat finden.
Dieses Buch ist hinreißend schön geschrieben, mit fantastischen Illustrationen von der Autorin. Von allen 93 Newbery-Gewinnern ist es mein Lieblingsbuch.
1937: Ruth Sawyer „Roller Skates”
Die zehnjährige Lucinda, ein keckes, lebenslustiges Mädchen, wohnt für ein Jahr bei zwei älteren Damen während ihre Eltern eine Italienreise unternehmen. Zum ersten Mal in ihrem Leben ist sie nicht unter Aufsicht einer Gouvernante. Lucinda nutzt diese neue Freiheit aus, um New York City auf ihren heißgeliebten Rollschuhen zu erkunden. Dabei lernt sie die unterschiedlichsten Leute kennen, erlebte viel Neues und schließt echte Freundschaften.
Diese Geschichte verleiht einen faszinierenden Blick in den Schmelztiegel New Yorks der 1890er Jahre.
1949: Marguerite Henry „King of the Wind. The Story of the Godolphin Arabian.”
Shem ist der schönste und schnellste Hengst im Besitz des Sultans von Marokko. Begleitet vom Agba, der stumme Junge der ihm dient, wird Shem nach Frankreich als ein Geschenk an König Louis XV geschickt. Vom Missgeschick verfolgt, erwartet Shem kein bevorzugtes Leben am Hofe, sondern jahrelange schwere Arbeit und Missbrauch, als er an verschiedene Besitzer verkauft wird. Immer noch in Begleitung des treuen Agbas landet Shem nach vielen schweren Rückschlagen in England, wo erkannt wird, dass er etwas Besonderes ist und er endlich zu der Stellung gelangt die ihm gebührt.
Godolphin Araber war ein berühmter Hengst, ein Gründer der englischen Vollblutzucht. Sein Gedenkstein in Cambridgeshire kann immer noch besucht werden. Henry erzählt auf fiktiver Weise von seinem Leben.
(Das Buch ist bei uns auf Deutsch als „König des Windes“ im Bestand.)
Liebe Interessenten an US-amerikanischer Kinder- und Jugendliteratur,
in fünf Beiträgen stelle ich hier meine Lieblings- „Newberys“ vor, insgesamt 12 Bücher und zwei Bonus-Titel. Alle sind auf Englisch in der Stadtbibliothek ausleihbar. Mehr Informationen und eine komplette Liste der Preisträger gibt es auf der ALA Webseite: www.ala.org/awardsgrants/john-newbery-medal.
Happy Reading!
Nicole James
Leiterin, Stadtteilbibliothek Sülz 1968: E.L. Konigsburg „From the Mixed Up Files of Mrs. Basil E. Frankweiler”
Wo soll man hin wenn man von zu Hause ausreißen will, um einen Abenteuer zu erleben, es aber doch gerne bequem hat? Für Claudia kommt nur das New York Metropolitan Museum of Art in Frage. Mit ihrem Bruder versteckt sie sich im Museum. Nachts baden sie im Brunnen, tagsüber schließen sie sich Schulgruppen an. Die Sonderausstellung einer geheimnisumwobenen Engelstatue sorgt im Museum für viele Aufregung. Claudia und ihr Bruder versuchen das Rätsel um die Statue zu lösen, was nur möglich sein wird, wenn sie die ehemalige Besitzerin, eine Mrs. Basil E. Frankweiler, treffen können.
Das Buch wurde 1973 mit Ingrid Bergmann verfilmt.
(„From the Mixed Up Files…” ist bei uns auf Deutsch im Bestand unter dem Titel „Die heimliche Museumsgäste“.)
1963: Madeleine L’Engle „A Wrinkle in Time” Der Vater von Meg und Charles Wallace, ein Wissenschaftler, der für eine streng geheime Regierungsbehörde arbeitet, wird seit einem Jahr vermisst. Mit der Hilfe von drei merkwürdigen Frauen, Mrs. Whatsit, Mrs. Who und Mrs. Which, unternehmen die Kinder und ihr Freund Calvin eine Reise durch Raum und Zeit um ihren Vater von seiner Gefangenschaft auf dem Planeten Camazotz zu retten.
„A Wrinkle in Time“ war eines der einflussreisten Bücher meiner Kindheit. Es regte meine Fantasie an und führte mich zum ersten Mal in die Welt von Science Fiction und Fantasy ein. Es ist eines der bedeutendsten Bücher der amerikanischen Kinderliteratur. Seit mehr als fünfzig Jahren landet es öfters auf Verbots-Listen, vor allem weil Fragen zu Religion und Moralität Teil der Handlung sind.
(„A Wrinkle in Time“ ist auf Deutsch als „Die Zeitfalte“ erschienen)
1959: Elizabeth George Speare „The Witch of Blackbird Pond“
1687 verlässt die verwaiste Kit ihre karibische Heimat, um von Barbados nach Connecticut zu einer unbekannten Tante zu reisen. Genauso wie sie ihre bunte Kleider ablegen musste, um sich das bescheidene Leben in der Kolonie anzupassen, muss sie lernen ihr eigenwilliges und unbändiges Wesen zu zügeln. Die hübsche 16-jährige erweckt bald das Interesse eines angesehenen Jungen im Dorf. Soll sie ihn heiraten, nur um ein sicheres Leben zu haben? Und was ist mit Nat, der Sohn des Schiffkapitäns, der gelegentlich auftaucht? Als sie eine Freundschaft mit einer merkwürdigen, zurückgezogenen alten Frau schließt, bringt sie sich und ihre Verwandten in eine gefährliche Situation, denn bloß eine Anschuldigung reicht aus, um eine Hexenverfolgung auszulösen.
Speare ist für ihre wunderbaren historischen Kinderromane bekannt. Hier schildert sie die puritanische Welt Kolonial New Englands.
Liebe Interessenten an US-amerikanischer Kinder- und Jugendliteratur,
in fünf Beiträgen stelle ich hier meine Lieblings- „Newberys“ vor, insgesamt 12 Bücher und zwei Bonus-Titel. Alle sind auf Englisch in der Stadtbibliothek ausleihbar. Mehr Informationen und eine komplette Liste der Preisträger gibt es auf der ALA Webseite: www.ala.org/awardsgrants/john-newbery-medal.
Happy Reading!
Nicole James
Leiterin, Stadtteilbibliothek Sülz
1985: Robin McKinley „The Hero and the Crown“
Drachenjagen ist keine angemessene Beschäftigung für eine Königstochter. Aber Aerin hält sowieso wenig vom Hofleben. Viel lieber schleicht sie hinaus, um das alte und verwundete Kriegspferd ihres Vaters zu pflegen und zu reiten. Oder sie plagt ihr Cousin bis er ihr den Schwertkampf beibringt. Und trainiert heimlich das Drachenjagen. Als das Land von Drachen und bösen Mächten bedroht wird, ist Aerin die einzige die das Volk retten kann.
Diese mitreißende Fantasy-Geschichte ist von einer Frau geschrieben und hat eine weibliche Hauptfigur, was in der Fantasy Genre immer noch etwas selten ist. Die magische Welt von Darian ist wunderbar geschildert und Aerin ist eine fesselnde Heldin.
1979 Ellen Raskin „The Westing Game“
Wer hat den schwerreichen Sam Wexler umgebracht? Anscheinend einer der 16 Bewohner des Sunset Towers Wohnhauses. Alle bekommen von dem Nachlassverwalter eine Aufgabe zugeteilt: sie werden zusammengepaart und bekommen Hinweise. Wer immer zuerst herausfindet wer Wexler umgebracht hat erbt seine Millionen. Die Bewohner sind sehr unterschiedlich. Darunter befinden sich ein Restaurantbesitzer, ein Fußdoktor, ein Türwärter, eine Richterin und die 13-Jahrige Turtle Wexler. Alle 16 hatten eine Verbindung zu Wexler. Und einige hatten gute Gründe ihn zu hassen. Es gibt viele Geheimnisse in Sunset Towers. Und sie werden jetzt entlarvt.
Diese Geschichte ist ein literarisches Cluedo: sehr clever mit einer raffinierten Handlung.
1977: Mildred Taylor „Roll of Thunder Hear My Cry“
Die Logan Familie muss nicht nur mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise der 1930iger kämpfen, sondern auch mit dem allgegenwärtigen Rassismus im Süden. Die 9-jährige Cassie ist davon relativ verschont geblieben. Ihr Vater muss bis nach Louisiana auswandern um zu arbeiten, aber die Familie hat genug zu essen und ihre Mutter arbeitet als Lehrerin auf der Schule für Schwarze, die Cassie und ihre drei Brüder besuchen. In diesem ereignisreichem Jahr erfährt Cassie aus erster Hand, wie kleine hässliche und große gefährliche Fälle von Rassismus verwunden. Dennoch gibt sie sich nicht geschlagen, auch ihre Familie nicht, als sie die Gemeinde mobilisieren, um ein Geschäft zu boykottieren, dessen Besitzern Schwarze misshandeln.
Taylor ist eine hervorragende Erzählerin. Sie schrieb mehrere Bücher über die Logan Familie. Die mündlich überlieferten Geschichten ihrer eigener Familie dienten als Quelle für die Erzählungen.
(„Roll of Thunder Hear My Cry“ ist auf Deutsch als „Donnergrollen, hör mein schrei’n“ erschienen.)
Nein, das ist keine Beerensorte, sondern der Oscar-Preis der amerikanischen Kinderliteratur!
Jährlich kürt die American Library Association (ALA) das beste Kinder- oder Jugendbuch mit der Newbery-Medaille. Geehrt wird damit „…the most distinguished contribution to American literature for children, ” (der hervorragendste Beitrag zur amerikanischen Kinder-Literatur). Benannt ist die Auszeichnung nach dem englischen Verleger und Buchhändler John Newbery (1713-1767). Er gilt als „Vater der Kinderlieteratur”, weil er Bücher für Kinder auf dem Buchmarkt etablierte. Die Newbery ist in den USA sehr prestigeträchtig. Das siegreiche Buch wird meistens ein Bestseller und in Lehrpläne aufgenommen.
Verliehen wurde der älteste Kinderbuchpreis der Welt erstmals 1922 für das Kindersachbuch „The Story of Mankind” von Hendrik van Loon. Von den 93 Newbery-Preisträgern gelten heute einige als altmodisch und andere sind in Vergessenheit geraten. Aber viele sind nach wie vor eine unterhaltsame Lektüre. Und etliche gingen in das Pantheon der beliebtesten und meistgelesenen Kinderbücher der amerikanischen Kinder-Literatur ein. Es gibt Krimis, Historische Romane, Fantasy, Science Fiction, lustige Geschichten. Also für jeden Geschmack ist etwas. Als ich Kinder- und Jugendbibliothekarin in den USA war, habe ich mich entschlossen alle Newbery-Medal-Bücher zu lesen. Nach anderthalb Jahren hatte ich es ich es geschafft und hatte eine Menge Spaß dabei.
In fünf Blogeinträgen werde ich meine 12 Lieblingsbücher vorstellen, sowie zwei Bonus-Bücher. Alle Titel sind auf Englisch in der Stadtbibliothek erhältlich. Mehr Informationen und eine komplette Liste gibt es auf der ALA Webseite.
www.ala.org/awardsgrants/john-newbery-medal
Ich freue mich auf Feedback und Fragen.
Happy Reading!
Nicole James
Leiterin, Stadtteilbibliothek Sülz
2001: Richard Peck „A Year Down Yonder“
Die 15 jährige Mary Alice verlässt 1937 ihre Heimatstadt Chicago, um ein Jahr bei ihrer Großmutter auf dem Lande zu verbringen. Dort erwarten Mary Alice gleich mehrere Herausforderungen: Sie muss sich nicht nur auf das einfache Dorfleben umstellen und mit einer neuen Schule zurechtkommen, sondern auch darauf aufpassen, dass ihre Oma nicht zu viel Mist baut. Denn die legendäre Grandma Dowdel gerät öfters in verzwickte Situationen und sorgt im Dorf für Entrüstung. In dieser ebenso lustigen wie bewegenden Geschichte erlebt Mary Alice neben all den Abenteuern auch noch die erste Liebe und ein besseres Verständnis für ihre rätselhafte Großmutter.
Richard Peck war bereits in den 1970ern und 1980ern ein populärer Jugendbuchautor.
Mit Grandma Dowdel schuf Peck in „A Long Way from Chicago“ eine großartige komische Figur. Newbery-Auszeichnungen erhielt er gleich zweimal: 1999 die Newbery-Honor-Würdigung für „A Long Way from Chicago“ und 2001 die Newbery-Medal für die Fortsetzung, „A Year Down Yonder“.
1999: Louis Sachar „Holes“
Stanley Yelnats muss eine Jugendstrafe im Camp Green Lake absitzen für eine Straftat die er nicht begangen hat, dank eines Familienfluchs ausgelöst von seinem „no-good-dirty-rotten-pig-stealing-great-great-grandfather.“ Camp Green Lake ist weder grün noch am Wasser, sondern mitten in der texanischen Wüste. Die Insassen müssen Tag für Tag Löcher graben oder sich dem Zorn der Leiterin unterwerfen, deren Nagellack mit Klapperschlangengift versetzt ist. Wie wird Stanley die Strapazen und das harte Leben im Lager bloß überleben? Was ist denn hier in der Wüste wirklich los? Und was hat das alles mit seinem Großvater zu tun?
Mit dieser skurrilen und fabelhaften Abenteuergeschichte schuf Sachar, der Autor der populären „Marvin Redpost“ und „Wayside School“ Büchern, sein Meisterwerk.
(„Holes“ ist bei uns im Bestand als „Löcher: Die Geheimnisse von Green Lake“ sowie auf DVD unter dem Titel „Das Geheimnis von Green Lake“.)
1994: Louis Lowry „The Giver“
Nur der Hüter der Erinnerung weiß, wie die Welt früher war und, dass es nebst dem Leiden, auch Gutes wie Liebe und Musik und Farben gab. Es ist die Aufgabe des Hüters dieses Wissen für die Gesellschaft zu bewahren. In seinem zwölften Lebensjahr wird Jonas zum neuen Hüter ernannt und beginnt seine Lehre. Von dem alten Hüter bekommt er die Erinnerungen von der früheren Zeit mit all ihren Freuden und Leiden zugeteilt. Ihm wird bewusst in was für eine künstliche Welt er lebe und er entdeckt die entsetzliche Schattenseite seiner Gesellschaft. Kann er alles beim Alten lassen, da er dieses Wissen jetzt besitzt? Oder ist es möglich die Welt zu verändern und zu einer authentischeren Zukunft zu verhelfen?
Lange bevor es „Die Tribute von Panem“ gab schrieb Louis Lowry „The Giver“, eine meisterhafte dystopische Geschichte. Das Buch ist mit gutem Recht zu einem modernen Klassiker geworden. Lowry erschafft eine erschreckende perfekte Welt, ohne Hasse, Krieg und Krankheit.
(„The Giver“ ist bei uns auf Deutsch im Bestand unter dem Titel „Hüter der Erinnerung“ als Buch und DVD.)
Gestern war die Stadtbibliothek Gastgeber des “Leseclubtreffens Köln/Bonn 2015″. Eingeladen hatten die “Stiftung Lesen” und “Run & Ride for Reading”. 52 Leseclub-engagierte Lehrerinnen von Grund- und weiterführenden Schulen kamen in die Zentralbibliothek, tauschten Erfahrungen aus und informierten sich über den Einsatz von Bilderbuchkinos in Leseclubs. Bei einer Führung lernten sie das Haus kennen und zeigten sich besonders vom Makerspace beeindruckt..
Höhner-Sänger Henning Krautmacher, Promi und Pate der Stiftung “Run & Ride”, bezeichnete Köln als Hauptstadt der Leseclubs und stellte sein Engagement gleich praktisch unter Beweis. Für den Foto-Termin lieh er sich kurzerhand das Baby einer zufällig anwesenden Mutter aus (natürlich mit deren Genehmigung) s. oben. Nachdrücklich empfahl er sich gleichzeitig als Animateur für unsere “Bücherbaby”-Veranstaltungen.
Warum sich das Baby beim Vorlesen von Henning ein Ohr zuhielt, können wir nur ahnen. Das andere jedoch hörte hochkonzentriert zu.
Letzten Samstag kamen zahlreiche Kinder und Erwachsene in unserer Q-Thek zusammen, um gemeinsam in die Welt von Nintendo einzutauchen.
Es wurde mit Wii Sports gebowlt, verschiedene Spiele auf unseren New Nintendo 3DS XL angetestet oder Konsolen und Luigi mit Papier nachgebastelt.
Bei Mario Kart um die Wette fahren konnte man gleich an zwei Konsolen – während Mario Kart 8 auf der Wii U den neusten Ableger der Serie zeigte, wurden auf der Retrokonsole N64 mit Mario Kart N64 nostalgische Gefühle geweckt.
An unserer Super Mario Maker Station wurde emsig an eigenen Super Mario Leveln gepuzzelt. Die Retrokonsolen Gamecube und SNES lockten mit Tetris und Mario Party.
Wer alle Stationen hinter sich bringen konnte und somit fleißig Stempel gesammelt hatte, konnte sein Glück an der Lostrommel versuchen und verschiedene Preise gewinnen. Ca. 60 Teilnehmer/Innen versuchten ihr Glück. Preise
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Spieleratgeber NRW statt. Wir danken dem Spieleratgeber NRW herzlich für die Bereitstellung der Retrokonsolen und Nintendo für Preise und Deko.