Jetzt mal Acht gegeben! (Hat mit 8 nichts zu tun, aber das hier):
Spinnen haben 8 Beine, Kraken 8 Arme. 1884 führte des ersten deutsche Unternehmen den Achtstundentag ein und die erste richtige Achterbahn (in Form der Ziffer 8) wurde 1898 (wie passend) auf Coney Island eröffnet.
Wer noch ein bisschen schlauer werden möchte, dem empfehlen wir das Buch „Schlau nach acht” von Thomas de Padova. „Wissen für den Feierabend” bietet 101 spannende Rätsel mit wissenschaftlich fundierten Antworten.
Z.B.: Warum spucken Lamas? Warum sind Geier kahlköpfig? Warum hat das Universum keine Mitte?
Im Juli 2012 ist einer der „bedeutendsten Schriftsteller und Dichter der deutschen Gegenwartsliteratur” (Kölner Stadt-Anzeiger) 80 Jahre alt geworden. Bewusst gibt Filmemacher Christoph Felder in seinem ca. 80-minütigen Porträt das Wort nur dem Schriftsteller selbst – bis auf kurze Ausschnitte der damals jungen Kollegen Grass, Johnson und Enzensberger (im „Zusammenhang mit der legendären „Gruppe 47″).
Die Zuschauer sollen sich selbst ein Bild machen. Der imposante Schwarzweiss-Dokumentarfilm ist auch ein erhellender Blick in die Befindlichkeiten des Nachkriegsdeutschland. Der Schriftsteller spricht über „die Hölle des Schweigens”, über „die Gedanken, Wörter und Sätze, die formuliert werden wollen”, den Prozess den das Schreiben an sich ausmacht. Wo der Kopf nicht immer weiß, was die schreibende Hand da eigentlich macht. Dies alles zeigt Felder in ruhigen und langen Einstellungen, beginnend mit dem legendären „Max Frisch-Fragebogen”, der Zeit mit dem Kollegen in New York, den fotografischen Eindrücken entlang des Broadway, seiner persönlichen Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Hier und Jetzt. Ein Film, der sich die Zeit nimmt. Eine selten gewordene, authentische Nähe entsteht, die wohl auch jüngere Zuschauer ansprechen dürfte.
Jürgen Becker erhielt u.a. den Preis der Gruppe 47, den Literaturpreis der Bayerischen Akademie der schönen Künste, das Villa Massimo Stipendium, den Bremer Literaturpreis, den Heinrich Böll Preis.
Christoph Felder arbeitet seit 1986 als mehrfach ausgezeichneter Filmemacher u.a. für die ARD, das ZDF, für arte und 3sat.
In der Hölle des Schweigens
Der Schriftsteller Jürgen Becker
Ein neuer Film von Christoph Felder
Deutschland 2012, ca. 80min., s/w, Regie: Christoph Felder, Produktion: CFF (www.cff-online.de), Verlag: Die Neue Sachlichkeit, Ch. Schroer
Die 7 ist die magische Zahl. Warum das so ist, füllt ganze Bibliotheken. Fragt man nach der Lieblingszahl zwischen eins und neun, wird die 7 am häufigsten genannt. Es gibt 7 Weltwunder, 7 Zwerge hinter 7 Bergen und der 7. Tag der Woche ist der Feiertag. Und am allerliebsten schweben wir im 7. Himmel.
In den Esoterik-Abteilungen von Bibliotheken finden sich die meisten Bücher mit einer 7 im Titel.
Als Vorbereitung für das Familientreffen in 17 Tagen empfehlen wir heute „Die 7 Gesprächsförderer” von Claus Blickhahn. Nach dieser Lektüre ist man für die Konversation beim Weihnachtsessen und nach der Bescherung gewappnet. Kostprobe: „Der Erfolg eines Gesprächs hängt davon ab, ob das Gesagte auch Gehör findet.”
Die Antwort von Pavel Richter, Vorstand Wikimedia Deutschland e.V., auf unseren Offenen Brief. Ganz lieben Dank dafür! 🙂 Pavel Richter, Foto: Die Hoffotografen, Berlin, CC-BY-SA 3.0 Liebe web-2.0-Redaktion der Stadtbibliothek Köln, Bibliotheken sind ein großartiges Projekt! Wir alle nutzen sie täglich und ziehen den Hut vor diesem Konzept und seinem Erfolg. Wie ernst wir Bibliotheken nehmen, sieht man schon daran, dass wir sogar ein eigenes Bibliotheksstipendium haben. Wer für seine Mitarbeit in der Wikipedia auf eine Bibliothek zurückgreift, kann sich die anfallenden Gebühren von uns erstatten lassen. Denn hinter jedem guten Wikipediaartikel steht zumeist mindestens ein gutes Buch! Der Vergleich mit einer Bibliothek ist auch keineswegs anmaßend gemeint, sondern anerkennend, ja bewundernd. Denn wir, die Bibliotheken und die Wikipedia, sind in ähnlicher Mission unterwegs: Wir wollen, das Menschen Zugang zu Bildung und Wissen haben, unabhängig von ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten. Und als ein junges Projekt, im Netz entstanden und dort zu Hause, können wir viel lernen von den Erfahrungen & der Expertise von Bibliotheken, Archiven, Museen und anderen Gedächtnisorganisationen. Natürlich ist Wikipedia nicht wirklich eine Bibliothek; aber die Motive, warum Wikipedia genutzt wird sind doch vergleichbar mit dem Impuls, der jemanden wohl häufig in eine Bibliothek führt: Man möchte etwas Wissen. Wikipedia bietet zwei Dinge, die eine Bibliothek nicht bieten kann: Erstens stellen wir nicht das Rohmaterial (also Bücher) zur Verfügung, sondern ein Kondensat des Stands der Wissenschaft und der Forschung; man kann sich also in der Wikipedia einen guten Überblick verschaffen zu einem Thema. Und zweitens ist das Wissen bei Wikipedia Frei – nicht frei wie in “Freibier”, also nur kostenlos, sondern frei wie in “Freiheit”. Alles, was man in der Wikipedia findet, kann man (unter Beachtung der einfachen Lizenz) weiterverwenden, weiterverarbeiten, verändern, kopieren, erweitern, etc. Aber Wikipedia sieht sich keineswegs als Konkurrenz zu Bibliotheken, sondern als Ergänzung und als Ausgangspunkt. Mein Verständnis von Wikipedia ist das eines “Wissenssprungbretts”: Man startet in der Wikipedia, verschafft sich einen Überblick, und taucht dann (über weiterführende Links und über die angegebene Literatur, die man z.B. in Bibliotheken findet!) ein in ein Meer von Wissen, das außerhalb der Wikipedia liegt. In diesem Sinne: Auf gute Zusammenarbeit. Herzlichst, Ihr Pavel Richter Vorstand Wikimedia Deutschland e.V.
Insekten haben 6 Beine, Schneeflocken sind sechsstrahlig und Bienen bauen Waben mit 6 Wänden. Ein Würfel hat 6 Flächen, eine 6 in der Schule geht gar nicht und Frankreich heißt auch „Hexagon”.
Vermutlich sind Massen von Kinder heute schon um 6 Uhr wach geworden, weil sie dringend etwas nachschauen wollten.
Die bekannteste 6 aller Kinder dürfte die von der Hex sein:
Die steht seit Urzeiten „Morgens früh um sechs” auf. Die sieben Zweizeiler über die 6 Stunden bis um 12 Uhr („Hurtig, Kinder, kommt zu Tisch!”) gehören zu den unverwüstlichen deutschen Kinder-Klassikern und das seit Generationen. Jedes Kind kann sie ratz fatz auswendig, ob als Lied oder Gedicht, und es vergisst sie nie.
Screenshot des Spendenaufrufs
Dieses Schreiben bezieht sich auf den aktuellen Spendenaufruf von Wikipedia, unterzeichnet von Pavel Richter, Vorstand Wikimedia Deutschland e.V.
————————————————————————————————————————— Sehr geehrter Herr Richter, Wikipedia ist ein großartiges Projekt! Wir alle nutzen sie täglich und ziehen den Hut vor diesem Konzept und seinem Erfolg. Wir wissen von vielen Kooperationen zwischen Wikipedia und Bibliotheken und wir sehen auch die Notwendigkeit, für den Erhalt und Ausbau von Wikipedia mit Spendenkampagnen zu werben. Was uns an Ihrem aktuellen Aufruf stutzen lässt, ist die Gleichsetzung von Wikipedia und Bibliothek. Wikipedia wurde 2001 gegründet als “freies Online-Lexikon, Nachschlagewerk, Enzyklopädie”. In diesem Sinne definiert sie sich heute noch. Wikipedia als „Bibliothek“, ja, als „größte Wissenssammlung der Menschheit“ zu bezeichnen, erscheint uns nicht angemessen. Laut eigener Auskunft veröffentlicht Wikipedia international 17 Millionen Artikel. Gleichzeitig liest man in Wikipedia: “Die British Library beherbergt mit über 150 Millionen Werken den weltweit größten Medienbestand aller Bibliotheken.” Und dabei nimmt das gedruckte Buch nur rund 17% dieser enormen Sammlung ein, denn Bibliotheken wenden sich einem großen Medienspektrum zu. Vom Umfang und Art des Bestandes mal abgesehen sagen wir: Eine Bibliothek ist mehr als Wissen und Information, mehr als die Summe der Medien, ihrer Nutzer und ihrer Online-Angebote. Sie ist auch ein Ort, an dem Menschen zusammen arbeiten, sich austauschen und lernen. Ein Ort, an dem die Informationssuche durch fachliche Beratung unterstützt wird. Eine Bibliothek bewirkt Synergieeffekte (im Sinne von sich “gegenseitig fördern”), und ihr nachhaltiger Erfolg basiert auf professionellem Wissensmanagement. Übrigens auch all das ohne „störende Werbung“. 😉 Keiner möchte mehr auf den imponierenden Wissensschatz von Wikipedia verzichten. Aber Wikipedia ist keine Bibliothek. Eine Bibliothek heute ist ein realer Treffpunkt in einer zunehmend digitalen Welt. Und die vielen fundierten Wikipedia-Beiträge über Bibliotheken sollten uns alle daran erinnern, dass Bibliotheken unverzichtbare Kultur- und Bildungsorte sind. Wir wünschen Ihnen vollen Erfolg bei der Spendensammlung und eine Kampagne, die ihre Überzeugungskraft aus den ureigenen Wikipedia-Potentialen gewinnt. Mit herzlichen Grüßen Die web-2.0-Redaktion der Stadtbibliothek Köln
5 Finger, 5 olympische Ringe und der Seestern mit seinen 5 Armen. Wer sich überflüssig findet, fühlt sich wie das „fünfte Rad am Wagen” und wer nicht alles genau nimmt, lässt mal „fünfe grade sein”. Wie z.B. Carmen Thomas, die mal eine Sportsendung moderierte, und „Schalke 05″ sagte. Das ist gefühlte Lichtjahre her, aber immer noch ein Dauerbrenner am Tresen.
Nach taoistischer Tradition gibt es die fünf Elemente: Wasser, Feuer, Erde, Holz und Metall. Vorbeugung gilt in China als Voraussetzung eines langen gesunden Lebens. Auf dem jahrtausende alten Erfahrungsschatz der traditionellen chinesischen Medizin basiert das Buch „Ernährung nach den Fünf Elementen” von Barbara Temelie, die „verblüffende Geschmackserlebnisse” verspricht.
Die 4 ist vielseitig. Ob nun die 4 Elemente der griechischen Naturphilosophie (Feuer, Wasser, Erde, Luft), die 4 Himmelsrichtungen, die 4 Jahreszeiten, die „Fantastischen Vier” oder noch vier – pardon – viel mehr.
Wie wär’s heute mal mit einer Sherlock-Holmes-Story? Der Detektiv des britischen Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle bleibt unsterblich. Seine Methode detailgenauer Beobachtung und nüchterner Schlussfolgerung fasziniert jede Generation von Krimi-Lesern wieder neu. In dem 1890 erschienenen Roman „Im Zeichen der vier” geht es um einen Mord, einen Schatz und vier Mitwisser. Eine wilde Verfolgungsjagd führt durch die verwinkelten Gassen des viktorianischen London.
die 3 Kronen im Stadtwappen (für die Heiligen Drei Könige, die übrigens keine Könige waren, niemals heilig gesprochen wurden und deren vermeintliche Knochen im Dom liegen);
das Dreigestirn des Kölner Karnevals (Prinz, Bauer, Jungfrau);
die drei Aggregatzustände des Kölschen (Sprache, Bier, „Jeföhl”).
Auch jenseits von Köln sprengt die 3 jeden Rahmen. Gibt man in unseren Katalog unter „Stichwörter aus dem Titel” die „drei” ein, bekommt man 2.671 Resultate. Das ist Zahlen-Rekord und sagt mehr als 10.000 Worte.
Unser Lesetipp von heute: „Drei Könige, elftausend Jungfrauen und noch etwas mehr”. Friedhelm Baumanns unterhaltsamer Streifzug durch die Kölner Jahrhunderte.