Das fehlende Puzzlestück: unser neuer Digitizer

Die Technologie des 3D-Drucks erlaubt es, digitale Dateien in physische Objekte zu verwandeln. Damit arbeiten wir schon länger und das Interesse daran ist seit Februar 2013 ungebrochen. Der Übergang zwischen dinglich und digital lässt sich aber auch in der anderen Richtung vollziehen: vom Objekt zur digitalen Datei.
Interessanterweise ist diese Umkehrung eines der häufigsten Themen, denen wir uns bei der Präsentation des 3D-Druckers stellen. Das äußert sich dann in Fragen wie

 „… und wie komme ich jetzt an so ein 3D-Modell?“

oder

 „Kann ich meine Kaffetasse theoretisch auch einscannen?“

Die Antwort darauf können wir nicht nur begeistert bejahen, sondern jetzt auch auf den entsprechenden 3D-Scanner zeigen. Gestern haben wir den MakerBot Digitizer der Presse vorgeführt. Das Gerät kostet rund 1.400 Euro und scannt mittels einer Kamera und zwei Lasern Objekte ein, d.h. es generiert eine Punktewolke, die dann von einem Algorithmus zu einem 3D-Modell umberechnet wird, das wiederum ausgedruckt oder mit den gängigen CAD-Programmen bearbeitet werden kann. Es richtet sich ausdrücklich an Designer, Pioniere, experimentierfreudige Maker und early adopter – ist also bei uns genau richtig.
Im Vorfeld der Pressekonferenz haben wir schon eifrig herumexperimentiert und alles mögliche (und unmögliche) eingescannt. Wir haben gelernt, dass die Beschaffenheit des Objekts sehr maßgeblich für einen gelungenen Scan ist. Ding zu dunkel? Schwierig. Stofftier? Umrisse zu unklar. Ding durchsichtig oder reflektierend? Fast unmöglich.
Aber eben nur fast. Als Maker und Pionier lässt man sich von technischen Einschränkungen nicht abschrecken, sondern herausfordern. Eine günstige Lichtsituation (kein Tageslicht, keine Lichtquelle in die Kamera des Scanners) hilft dabei enorm – und dann kann man das zu scannende Objekt ja noch anpassen. Es gibt z.B. ein spezielles weißes Spray, das man auf einen zu dunklen Gegenstand aufsprühen und später wieder entfernen kann. Andere arbeiten mit Maismehl – oder Babypuder. Kleine Objekte stellt man einfach auf ein Podest, geometrisch schwierige Figuren scannt man mehrfach ein, die Software fügt es dann zu einem Modell zusammen.

Allerdings müssen wir ehrlich sein: Der Digitizer ist kein Ding-Kopierer. Kein Gerät, das exakte Duplikate von Gegenständen herstellt. Das ist – noch – Science-Fiction (aber das war 3D-Druck auch mal). Technisches Potenzial und menschliche Kreativität führen dann aber doch zu gelungenen Ergebnissen. So sind die Modelle eine zeitsparende Grundlage für 3D-Designer und es ist schlichtweg erstaunlich, dem “Internet der Dinge” und der fortschreitenden Verschränkung von digitaler und physischer Sphäre zuzusehen.
Der Digitizer ergänzt ab sofort unser Equipment im Makerspace auf der 4. Etage. Ihr könnt ihn (Edit 17.3.14: samstags von 10-15 Uhr) während unserer Öffnungszeiten eigenverantwortlich nutzen und mit ihm experimentieren.

 sa

Presseresonanz
http://www.koeln.de/koeln/3d-scanner-stadtbibliothek-makerspace-drucker_785675.html
http://www.report-k.de/Koeln/Lokales/Zentralbibliothek-mit-neuem-3D-Scanner-26535
http://www.rundschau-online.de/koeln/3-d-scanner-angebot-fuer-bastler-und-macher,15185496,25537910.html
http://www.welt.de/print/welt_kompakt/koeln/article122616604/In-der-Stadtbibliothek-kann-jetzt-3-D-gescannt-werden.html

Christmas-Countdown-Charts Nr. 19: “Lasst uns froh und munter sein” – Rolf Zuckowski

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Kleiner Break – heute stehen die Kinder im Mittelpunkt! Aus dem tiefsten 19. Jahrhundert kommen Text und Melodie dieses Liedes. Was uns daran erinnert, dass ursprünglich schon in der Nacht auf den 6. Dezember die Süßigkeiten (damals gab’s noch keinen Konsum) in den bereit gestellten Kinderstiefeln steckten. Mehr Bescherung war nicht!

Der Brauch geht auf den heiligen Bischof Nikolaus von Myra zurück. Der lebte vor 1700 Jahren nicht weit von Antalya (der Ort dürfte Türkei-Touris ein Begriff sein). Zahllose Legenden erklärten Nikolaus zum Heiligen. Die Geschichte, die ihn zum Star für die Kinder machte, ist nun nicht unbedingt für Kinderohren geeignet. Demnach wollte ein armer Mann mangels Mitgift seine drei Töchter in die Prostitution schicken. Nikolaus kommt das zu Ohren. Er selber ist noch nicht Bischof, hat aber ordentlich was geerbt. Drei Nächte nacheinander schmeißt er heimlich einen Goldklumpen durchs Zimmerfenster der Jungfrauen. In der dritten Nacht erwischt ihn der Vater, dankt ihm und fragt nach seinem Namen. Und hallo…! Der Nikolaustag war geboren.

Wird den Kindern ziemlich egal sein, Hauptsache sie sind heute froh und munter und singen mal wieder.

gp

Vorweihnachtliche Lesung mit Malte Böckl

Minibib im Stadtgarten lädt zu kostenlosem Besuch ein

Aus seinem Kinderbuch „Eisbär Benny und der Weihnachtsmann“ liest Malte Böckl vor, wenn er am

 Sonntag, 8. Dezember 2013, um 15 Uhr zu Gast im Bücherbüdchen

„minibib“ im Stadtgarten, Eingang Spichernstraße, ist. In der Geschichte träumt ein Benny von der Begegnung mit dem Weihnachtsmann, der wegen eines Schneesturms mit seinem Schlitten abstürzt und im elterlichen Wohnzimmer landet. Von der Neugier gepackt überredet der junge Eisbär den noch etwas benommenen Weihnachtsmann, ihn zur Verteilung der Geschenke nach Afrika mitzunehmen. Auf der abenteuerlichen Reise sieht der junge Eisbär zum ersten Mal ein Flugzeug, ein Schiff und lernt die Steppe Afrikas sowie das Meer kennen. Die Geschichte von Benny bringt Kindern auf humorvolle Weise Weihnachten und vor allen Dingen eine lustige Bescherung näher.

Und sie zeigt, dass auch ein Weihnachtsmann vor Fehlern nicht gefeit ist.

Ein stimmungsvolles kostenfreies Angebot in der gemütlichen minibib inmitten des Weihnachtsmarktes im Stadtgarten.

Christmas-Countdown-Charts Nr. 20: “Santa Baby” von Eartha Kitt

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Wir biegen in die Top-Twenty-Kurve und es ist an der Zeit, sich mit Santa Claus (USA) zu beschäftigen. Der Name geht zurück auf das Sinterklaasfeest in den niederländischen Kolonien. Sankt Nikolaus war der Patron von Neu Amsterdam, dem späteren New York. Aus Sinterklaas wurde Saint Claus und dann Santa Claus. 1823 bekam er den Rentierschlitten für den Geschenktransport verpasst. Seitdem muss er sich mit den Paketen durch die amerikanischen Kamine quälen.

Die Frage, ob deren Empfänger auch brav genug waren, beantwortet Eartha Kitt 1953 in „Santa Baby” mit Forderungen, die einen exquisiten Geschmack verraten. U.a.  ein paar Kleinigkeiten von Tiffanys, ein Privatflugzeug und eine Yacht. Santa hatte in den 50er Jahren mächtig was zu schleppen und viele Amerikaner träumen heute noch von dieser schönen Zeit.

gp

Christmas-Countdown-Charts Nr. 21: “Have Yourself A Merry Little Christmas” von Judy Garland

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Heute müssen wir das Tempo drosseln, sonst geht uns bis zum 24. die Luft aus. Also auf die Bremse gestiegen und die Drüse gedrückt. Dieser Song stammt aus dem Film-Musical „Meet Me in St. Louis” von 1944 und die Szene kommt deshalb so herzzerreißend traurig rüber, weil die beiden Mädels gerade erfahren haben, dass Daddys Anwaltskanzlei ihn von St. Louis nach New York versetzt hat. Und deshalb muss die ganze Familie umziehen. Das trifft keinen so sehr wie die jüngste Tochter Tootie (Margaret O’Brien). Schwester Esther (Judy Garland) versucht sie mit ihrem Gesang zu trösten.

Das ist für sensible Gemüter kaum auszuhalten, für Judy-Fans schon wie Weihnachten und für uns Platz 21.

gp

Christmas-Countdown-Charts Nr. 22: “Run run Rudolph” von Lemmy Kilmister

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Richtig Feuer unterm Rentierhintern bekam Rudolph von den Rock’n Rollern. 1958 schrieb Chuck Berry diesen Peitschenknaller, vielfach kopiert, u.a. von Keith Richard, Billy Idol und Kelly Clarkson. Einen Metal-Gang zulegte Motörhead-Sänger und -Bassist Lemmy Kilmister.

Ihm eilt der Ruf voraus (oder hinterher), einer der Härtesten seiner Branche zu sein: Whisky-Cola, Spielautomaten, Provokation. Ob am Tresen oder den Reglern, Lemmy geht immer in die Vollen. Dabei (jetzt kommts!) –  zu verdanken hat er seine musikalische Karriere der Mama. Und die (wir fassen es kaum!) war Bibliothekarin und hatte eine Hawaii-Gitarre. Der 12jährige Lemmy griff erstmals in die Saiten, um den Mädels zu imponieren. Der Rest ist Musikgeschichte!

Zu Weihnachten pflegt der Metal-Meister und Bücherwurm (wo er das wohl her hat?) eine besonders innige Beziehung: Lemmy feiert Heiligabend seinen 68. Geburtstag. Bis dahin müssen er und wir noch 21 Tage warten.

gp

Haus Balchem on tour

In der Sanierungszeit von Haus Balchem sind wir in der Südstadt unterwegs und besuchen u.a. die Kindertagesstätten im Veedel nach dem Motto “Wenn ihr nicht zu uns kommen könnt, kommen wir zu euch”.

Unsere Kita-Aktionen richten sich an 3-4 jährige Kinder und an Vorschulkinder. Wir singen, malen oder basteln und spielen zusammen. Aber natürlich kommt das Thema Buch und Bibliothek auch nicht zu kurz, denn wir erzählen etwas von der Bibliothek  und lesen ein Bilderbuch zu einem bestimmten Thema vor. Der Höhepunkt für die Kinder ist aber immer, wenn wir unseren mitgebrachten Koffer öffnen. Denn dort ist ein großer Bücherschatz drin, den wir uns zusammen anschauen.

Die 3 bis 4 jährigen Kinder bekommen außerdem im Rahmen des Projekts „Lesestart – drei Meilensteine für das Lesen“ am Ende des Besuchs ein Lesestart-Set geschenkt. In dem Set befindet sich ein altersgerechtes Bilderbuch und für die Eltern Info-Materialien mit Tipps zum Vorlesen.

                                                                                                                                                                                           (Stb. Haus Balchem)

Christmas-Countdown-Charts Nr. 23: “Rudolph, The Red – Nosed Reindeer” von Ella Fitzgerald

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Rentier Rudolph rast seit 64 Jahren durch die Weihnachtsmusikgeschichte. Entsprungen ist das Kerlchen 1939 einem Gedicht von Werbetexter Robert L. May. Er schrieb es für die Kampagne einer US-Warenhauskette. Kinderherzerwärmend erzählt er, wie Rudi von den anderen Rentieren gehänselt wird, bis Santa Claus sich seiner erbarmt und ihn Heiligabend vor seinen Schlitten spannt. Prognose der letzten Zeile: „Rudolph, Du wirst in die Geschichte eingehen!”.

Wie visionär! Mays Schwager Johnny Marks machte daraus einen Song, der zum Mega-Seller mutierte. Unzählbar die Cover-Versionen, hier unser jazziger Favorit von Ella Fitzgerald.

gp

Christmas-Countdown-Charts Nr. 24: “Winter in Canada” von Elisa Gabbai

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Heute starten wir mit den Christmas-Countdown-Charts (CCC), um Euch scheibchenweise auf das Fest ein zu grooven. Platz 24 belegt Elisa Gabbai, die 1966 mit „Winter in Canada” einen Hit in Deutschland hatte. 10 Wochen hielt sich die israelische Sängerin damit in den Charts, immerhin in direkter Konkurrenz zu den Beatles, Stones und Roy Black.

Bildungsbeflissene werden die Location im Song noch mit Theodor Fontanes Ballade „John Maynard” in Verbindung bringen. Doch Elisa träumt am Eriesee nicht von Schiffsunglücken sondern von Schnee, Wald und Liebe.

Im schneereichsten Land der Erde stellte man sich inzwischen auch die Frage, die schon Elisa aufwarf: „Was ist … aus dem Winter geworden, dem Winter in Canada?” Denn auch das Wetter in Kanada leidet unter der weltweiten Erwärmung des Klimas. Und sechs der zehn wärmsten Winter erlebte man dort in den letzten zehn Jahren.

gp

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