Digitale Noten ohne Hände blättern. Geht das?

Mit unserem neuen Bluetooth-Pedal, dem „PageFlip Firefly“, können Noten aus unserer digitalen Notenbibliothek nkoda mit den Füßen umgeblättert werden. Dies ist sehr praktisch, denn das Notenblättern während des Spielens eines Instrumentes ist oft gar nicht so einfach und umständlich. Neben Noten können natürlich auch eBooks oder diverse PDF-Dokumente gewendet werden. 

Hier findet ihr mehr Informationen zu unserer digitalen Notenbibliothek nkoda.

Tablet-Computer mit einer geöffneten Noten-App. Am oberen Rand steht: "Soprano & Piano Reduction - Arie per soprano". Im oberen und unteren Bereich des Bildschirms sind Funktionsschaltflächen mit englischen Bezeichnungen wie "My Library", "Store offline" und "Settings". Den Großteil des Bildschirms füllt aber ein Notenblatt. Es hat die Überschrift: "La Bohème, Quadro I, Part one, Mi chiamano Mimì" und in Klammern steht: "Mimì". Der Text und die Noten von "Mi chiamano Mimì" werden mit drei fünflinigen Notensystemen dargestellt. Das erste und zweite Notensystem starten mit einem Violinschlüssel. Das dritte Notensystem startet mit einem Bassschlüssel. Das zweite und dritte Notensystem sind mit einer geschweiften Klammer verbunden. Ein Popup bedeckt einen Teil der Noten. Es zeigt eine Auswahl von Annotationsmöglichkeiten wie zum Beispiel Erhöhungszeichen, Auflösungszeichen und Lautstärkezeichen.
© nkoda

Das Pedal reagiert auf die Berührung des Fußes, je nachdem, ob das linke oder rechte Fußpedal gedrückt wird, geht der Pfeil nach oben oder unten bzw. wird die Seite nach links oder rechts geblättert. So könnt ihr Tablet oder Smartphone (Android oder iOS) bequem mit dem PageFlip Firefly verbinden und die Notenseiten in unserer digitalen Notenbibliothek nkoda während des Spielens eines Instrumentes mit den Füßen umdrehen. 

Damit das Notenblättern funktioniert, wird das PageFlip Firefly über Bluetooth oder ein USB-Kabel mit einem digitalen Endgerät verbunden. Einzelne Pedal-Modi können über die Firefly-Software (Mac und Windows) programmiert werden. Die Stromversorgung des Bluetooth-Pedals erfolgt über 2 AA-Batterien. Die typische Batterielebensdauer liegt bei ca. 200 Stunden, was ungefähr das Umblättern von ca. 200 000 Seiten entspricht. Nach 30-minütiger inaktiver Nutzung schaltet sich das Pedal automatisch in den Sleep-Modus, welcher durch das Drücken einer beliebigen Taste wieder unterbrochen werden kann. 

PageFlip mit Originalverpackung
© Stadtbibliothek Köln

Das Bluetooth-Pedal ist im Katalog mit dem Begriff „PageFlip Firefly“ zu finden. Wendet euch gerne an die Information auf der 4. Etage der Zentralbibliothek oder merkt es in einer unserer Stadtteilbibliotheken vor. Die Leihfrist beträgt vier Wochen, bei Bedarf kann ggf. bis zu zweimal verlängert werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Dann leg ich mir ’ne Platte auf und find’ es wunderbar…

„Totgesagt und nicht gestorben“ sang einst die hervorragende Band Blumfeld in „Status quo vadis“. Sie war damit zwar nicht gemeint, aber es trifft dennoch auf sie zu – die gute alte Schallplatte. Einst als Medium von gestern verschrien fristet sie mittlerweile kein Schattendasein mehr, im Gegenteil: Zum ersten Mal seit 1986 wurden im Jahr 2020 mehr Schallplatten als CDs verkauft.

© Stadtbibliothek Köln

Das spiegelt sich auch im Angebot der Musikbibliothek wider, wo eine kleine, aber feine Vinylauswahl präsentiert wird, die wir ständig erweitern. Aus allen Bereichen ist etwas dabei, Klassik, Jazz, Rock, Pop, Hip-Hop bis hin zu elektronischer Musik. Lokale Künstler*innen wie Veedel Kaztro oder AnnenMayKantereit stehen dabei einträchtig neben Weltstars wie Can oder Pink Floyd. Selbstverständlich sind alle Schallplatten entleihbar.

Solltet ihr über keinen Schallplattenspieler verfügen, könnte unser neuestes Angebot Abhilfe schaffen: ein entleihbarer Kofferplattenspieler. Er verfügt über eingebaute Stereolautsprecher, kann jedoch auch per Cinchkabel  an einen Hi-Fi-Verstärker angeschlossen werden. Wem das zu laut ist, nutzt den eingebauten Kopfhörerausgang. Zum Sichern seiner Vinylschätze steht auch eine Digitalisierungsfunktion zur Verfügung, die die Musik ins MP3 Format komprimiert und auf einen USB Stick speichert. Die gängigen Geschwindigkeiten von 33/45/78 Umdrehungen in der Minute kann man manuell einstellen, sodass der Allrounder Singles, LPs und Schellacks abspielt.

Vinylinteressierten bieten wir also ein kleines Rundum-Paket, denn: Vinyl ist chic, Vinyl ist Lebensgefühl, Vinyl is forever…

Der Kofferplattenspieler ist im Katalog mit dem Begriff „Schallplattenspieler“ zu finden. Wendet euch gerne an die Information auf der 4. Etage der Zentralbibliothek oder merkt ihn in einer unserer Stadtteilbibliotheken vor. Die Leihfrist beträgt zwei Wochen, bei Bedarf kann ggf. bis zu zweimal verlängert werden.

Musizieren in der Stadtbibliothek – vom „über die Saiten gleiten“ und Tastenenthusiasten

Die Kölner Musikbibliothek feiert in diesem Jahr ihr 100jähriges Jubiläum mit vielen Veranstaltungen, Workshops und Konzerten. Neben dem Angebot einer enormen Auswahl von Tonträgern, Noten, Literatur und musikpädagogischem Material, lag der Fokus von jeher auch auf aktivem Musizieren, sodass mittlerweile auch verschiedenste Instrumente ausgeliehen werden können.

Doch auch in der Bibliothek selbst ist es nicht mucksmäuschenstill, nein, auch dort wird musiziert.

Bereits seit Eröffnung der Zentralbibliothek im Jahr 1979 kann im Musikzimmer ein Grotrian-Steinweg-Konzertflügel bespielt werden. Übrigens: Der Raum kann auch mit eigenen mitgebrachten Instrumenten oder zum Singen genutzt werden. Hier geht’s zur Reservierung des Musikzimmers.

© Stadtbibliothek Köln

Ein sehr beliebtes und vom Anfänger bis zum Berufsmusiker rege genutztes Angebot, ebenso wie das vor Ort jederzeit zur Verfügung stehende E-Piano.

© Stadtbibliothek Köln

Ihren inneren Johnny Marr können geneigte Interessenten an einer echten Fender Stratocaster E-Gitarre auslassen, spielbar über einen Verstärker oder gegebenenfalls Kopfhörer. Und auch Freunde lauschigerer Töne kommen hier auf ihre Kosten, sie müssen sich nur zwischen einer Westerngitarre und einer Ukulele entscheiden, auch diese beiden Instrumente sind jederzeit verfügbar.

© Stadtbibliothek Köln

Bumm-Bumm-Bumm-Ksch-Bumm-Bumm-Bumm-Ksch-Bumm-Bumm-Bumm-Ksch

Was sich hier seltsam liest, lässt sich sehr gut hören, es ist ein Schlagzeugbeat, getrommelt auf unserem E-Drum. Das digitale Schlagzeug kann gespielt werden, ohne dass sich Familie oder Nachbarn gestört fühlen. Der Prozessor verfügt über hunderte von voreingestellten Schlagzeug-Soundsets, von Jazz und Funk über Techno bis zum härtesten Heavy Metal-Kit.

Die Musikbibliothek mit all diesen Angeboten befindet sich auf der 4. Etage der Zentralbibliothek. Außer für das Musikzimmer mit dem Flügel ist keine Reservierung notwendig.

Noch mehr Musik: Musizieren in den Stadtteilbibliotheken Nippes und Rodenkirchen

Auch die Stadtteilbibliotheken in Nippes und Rodenkirchen laden zum Musizieren vor Ort ein. In Nippes gibt es ein E-Piano, das auf flinke Finger wartet und ohne Anmeldung genutzt werden kann. Wem etwas majestätischer zumute ist, kann den Stutzflügel von Schimmel in Rodenkirchen nach vorheriger Absprache mit der dortigen Leitung spielen.

Der Flügel in der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen.
© Stadtbibliothek Köln