Tag Archives: Makerspace

Neulich im Makerspace: Was nicht passt wird passend gemacht

8 Dez

Wenn der Drucker zwar arbeitet, aber das Kunstwerk nicht hergeben will, dann hat man ein Problem. So sah es in letzter Zeit im 4. OG öfter aus. Der 3D-Drucker produziert tolle Ergebnisse, wollte sie aber nicht hergeben. Sie sind fest mit der Druckerplatte verbunden und das andauernde Abkratzen macht die Platte kaputt. ABER getreu dem Makerspace Motto haben wir uns nicht abschrecken lassen und das Problem als Möglichkeit zur Lösungsfindung genutzt.
Gemeinsam wurde recherchiert, überlegt und getüftelt und hier präsentieren wir euch nun die Lösung: Eine beschichtete, biegbare und nicht festmontierte Metallplatte!

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Improvisation ist alles: Hier die Halterung

 

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Close up: Schon durch das Biegen beginnt das Druckerzeugnis sich zu lösen

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Auch hier nochmal eine schöne Ansicht!

 

Ein großer Dank geht an unseren Hausmeister, der die anfänglich nicht passende Platte mit seiner Flex angepasst hat.
Hoffentlich zeigen die Bilder, warum wir so begeistert und auch etwas stolz auf uns sind 🙂

User-generated Filamenthalterung

13 Nov

Wolfgang ist Inhaber einer Lizenz für den 3D-Drucker und verbrachte die letzten Wochen verstärkt im Makerspace. Sein Projekt: Halterungen für Lautsprecherboxen, die er an seinem Motorrad anbringen möchte – für vollen Musikgenuss auch ohne Kopfhörer.

Die Gehäuse sind relativ groß und brauchen dementsprechend lange zum Ausdrucken. Umso ärgerlicher für Wolfgang, dass sich das Filament auf der Spindel ganz gerne mal verheddert. Die Konsequenz: Der Druckkopf kann kein Filament nachziehen, bekommt es mangels Sensoren aber nicht mit… und bewegt sich munter weiter, ohne dass etwas rauskommt. Leerlauf.

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Et kütt wie et kütt: Wenn der eine Faden unter dem anderen landet, kann das Filament verkeilen

In der Regel muss der Druck dann neugestartet werden.

Aber so etwas lässt ein Ingenieur für Elektrotechnik und Informationsverarbeitung nicht auf sich sitzen! Statt zu lamentieren, hat sich Wolfgang einfach an die Werkbank gesetzt und den Prototypen einer Halterung gebaut, die außen am (und nicht hinter dem) 3D-Drucker befestigt wird.

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Wolfgang mit Halterung aus Holz

So hat man die Rolle besser im Blick und kann bei drohender Verhedderung frühzeitig eingreifen. Wolfgang hat etwa eine Stunde Arbeit in die Vorrichtung investiert und freut sich, dass er den 3D-Druck so für alle angenehmer gestalten kann.

Der Prototyp ist mittlerweile im Einsatz und wir sind gespannt, was unsere 3D-Druckerinnen und -Drucker zu berichten haben.

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Die Halterung im Einsatz. Das kleine Schild informiert über Herkunft und Sinn der Vorrichtung und lädt zu Feedback ein

So finden wir das übrigens sehr super: Ein engagierter Nutzer des Makerspace sieht Verbesserungsbedarf – und macht es einfach. Lädt dazu ein, seine kleine Innovation zu testen und bessert dann gegebenenfalls nach. Vielen Dank, Wolfgang!

sa

Makerspace: August bis Dezember 2017

19 Aug

Unser Makerspace-Programm geht in die nächste Runde! Ab sofort liegen die Flyer aus, außerdem findet ihr online alle Termine bis Dezember.

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Wir bieten euch Kurse zu Arduino, IoT, Robotik, Tontechnik, Game- und App-Design, Zeichnen, Fotografie und vielem mehr. Auch das senseBox-Team, das ihr vielleicht schon von unserer Maker Faire und unserem Open-Data-Abend kennt, ist mit einem Workshop vertreten. Hier könnt ihr euren eigenen Feinstaubsensor bauen! Außerdem finden bei uns regelmäßig Workshops statt, in denen wir euch zeigen, wie unser 3D-Drucker, unsere HTC Vive oder unsere Overlock-Nähmaschine bedient werden.

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Zur Workshop-Liste!

Ihr seid herzlich willkommen.

Maker Kids Ferienprogramm Ostern 2017

21 Apr

Mit den Osterferien endet ein tolles erstes Maker Kids Programm im Jahr 2017. Wir konnten mit externen Partnern wieder Tolles auf die Beine stellen. Ein ganz großes Dankeschön vorab an alle Workshop-Anbieter und auch an die Kinder für den tollen Einsatz. Wie immer stellen wir hier nun die neuen Angebote vor, die wir auf die Beine stellen konnten.

Programmiere den humanoiden NAO-Roboter

Einen humanoiden Roboter zu programmieren – das wurde insbesondere dadurch möglich, dass wir im letzten Jahr einen bekommen haben. Die Kinder konnten nun Bewegungsabläufe und Dialoge mittels der Software Choregraphe vorgeben. Im besten Fall hat der Roboter das so ausgeführt, wie die Kinder das wollten, doch die Tücken steckten im Detail.

Fiete – von der Zeichnung zur App

Ehrenfeld ist die Heimat des App-Entwicklers Ahoiii und diese machten sich mit ihrer Hauptfigur Fiete erstmals auf den Weg (und zwar alle mit dem Rad), um bei uns eine tolle Veranstaltung anzubieten. Die Kinder durften erst Papiertiere basteln und auf weißes Papier aufkleben, ehe diese fotografiert und freigestellt wurden. Anschließend konnten die Kinder ein passendes Geräusch einsprechen und Futter für ihr Tier basteln. Zwischendurch gab es sogar ein Bilderbuchkino, denn das App-Entwickler-Studio hat auch eigene Literatur in petto. Vorgelesen wurde aus dem brandneuen „Fiete – Das verrückte Rennen“ und parallel schuftete man im Hintergrund ganz viel, um auch die letzten Tiere in die App zu integrieren. Demnächst erscheint dann die neue Version von „Fiete KinderZoo“ mit allen Neuzugängen.

Roboterbau

Roboter bauen, das scheint Jungssache zu sein, denn erstmalig in der Geschichte der Maker Kids, waren bei einem Workshop nur Jungen. Und das bei 20 Teilnehmerplätzen. Roboter können so abschreckend nicht sein, denn schließlich bieten wir das schon länger an, es muss also am Bau liegen. Völlig unabhängig davon war es aber ein großer Spaß, denn etliche Rotoren und Motoren sorgten für einigen Wirbel. Heißklebepistolen und Lötkolben liefen heiß und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen!

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Dieser Workshop gehört übrigens zum Programm „Jugend hackt – Hello World“ und wurde von der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW durchgeführt.

 

 

Entdecke Calliope mini – einen kleinen Computer voller Sensorik

Die Platine Calliope mini ist derzeit in aller Munde, wenn es um die Zukunft von Coding für Kinder geht und ist bereits in manchen Bundesländern für den schulischen Lehrplan angedacht. Bei uns durften die Kinder den kleinen Computer jetzt ganz entspannt kennenlernen und ein erstes Beschnuppern förderte einen digitalen Würfel und ein Rechenprogramm für das Ein-mal-Eins zu Tage. Und das wo doch eigentlich Ferien sind.


Hier noch mal alle neuen Workshops in bewegten Bildern.

In den Herbstferien starten wir dann wieder durch und wie immer wird ab vier Wochen vor Ferienbeginn das Programm feststehen und die Anmeldung geöffnet.

bp

Von Markisen. Eine Begegnung im Makerspace

21 Apr

Neulich kam eine Dame an die Auskunft und zückte ein sonderbares Ding aus Plastik

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Eine Blende für eine alte Markise, fast marode. Foto: Stadtbibliothek Köln

„Meine Markise ist bestimmt schon 50 Jahre alt und ich glaube, dieses Teil hier gibt demnächst den Geist auf.“

Sie hatte gehört, dass man bei uns Dinge einscannen und auch ausdrucken kann – also ab zur Stadtbibliothek! Nach kundiger bibliothekarischer Analyse des Gegenstandes war klar: Unser 3D-Scanner wird davon keine maßgetreue Kopie herstellen können, sondern höchstens eine künstlerisch wertvolle Interpretation. Und der Hersteller der Markise ist ebenfalls nicht aufzutreiben…

Und nun? War guter Rat teuer. „Kennen Sie vielleicht Designer oder Ingenieure in Ihrem Umfeld?“, fragten wir. „Ach, wissen Sie, ich bin schon über 80, die sind alle so alt wie ich…“

Und gerade, als wir sie auf kostenpflichtige Dienstleister aufmerksam machen wollten – die Rettung! Namens Tobias Bode. Aus Overath. Student der Fahrzeugtechnik. Inhaber einer 3D-Lizenz. Belegt zur Zeit verstärkt unseren 3D-Drucker, weil er an seiner Bachelor-Arbeit werkelt.

Er hörte das Gespräch zufällig mit und machte sich mit einem Messschieber aus dem Inventar unseres Hausmeisters freimütig an die Arbeit. Kaum 30 Minuten später war der Zauber mit Solidworks vollbracht.

Weitere 45 Minuten später können wir das Ergebnis in Händen halten. Sieht ziemlich präzise aus, oder?

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Rechts das Original, links die Kopie. Foto: Stadtbibliothek Köln

Herr Bode wurde währenddessen von unserer Markisen-Dame mit Kaffee und Brötchen versorgt. Und Schokolade! Win-Win!

Und was lernen wir daraus?

Ein Makerspace ist nicht nur eine Ansammlung von Technik und Werkzeug – das sind höchstens Startbedingungen. Viel wichtiger: er bringt Menschen unterschiedlichster Interessen und Herkünfte zusammen. Gerade in Bibliotheken, deren Besucherstruktur äußerst heterogen ist, sind die Chancen auf solch fruchtbare Begegnungen hoch.

Die Effekte daraus sind nicht abzusehen – aber umso schöner zu beobachten. Danke, Herr Bode!

sa

Makerspace: Neue Workshops für Selbermacher und Kreative

2 Mrz

Unsere neues Makerspace-Workshopprogramm ist da!

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(und hier der Flyer als pdf programm-makerspace_fruhjahr-2017_web)

Wir freuen uns, wieder ein abwechslungsreiches Programm anbieten zu können.

Es gibt viel Neues, z.B. einen Fotowalk mit analoger Fotografie, einen IoT-Workshop (Internet der Dinge), Zauberwürfellösen, NAO-Programmierung für Einsteiger oder ein Hero-Zeichenkurs für Jugendliche.

Aber auch bewährte und beliebte Klassiker wie Grundlagen der Tontechnik, Arduino für Einsteiger , Gag-Schreiben und Musikmachen mit dem iPad/Garageband sind wieder mit dabei.

Das Anmeldeformular findet ihr jeweils im Kalendereintrag des jeweiligen Workshops unter www.stbib-koeln.de/makerspace

Übrigens: einen Bibliotheksausweis müsst ihr dafür nicht besitzen.

Ganz herzlichen Dank an all die tollen Menschen, die ihr Wissen bei uns weitergeben. Ohne euch könnten wir das alles nicht machen! ❤

(ck)

Mini Maker Faire 2016: So war’s

10 Nov

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Entschuldigen Sie, wo geht’s denn hier zur Laserharfe? Dritter Stock, hinter den Lektürehilfen, gleich neben den Amateurfunkern? Und die tanzenden Pflanzen? Erdgeschoss? Danke.

Im Jahr 2016 können diese und ähnliche Sätze in einer Bibliothek fallen, ohne dass man sich in ein Paralleluniversum begeben muss. Hintergrund: Die erste Mini Maker Faire in Köln, die wir in Kooperation mit Heise/Maker Media GmbH ausgerichtet haben.

Die Faire ging am vergangenen Samstag über die Bühne und könnte kaum angenehmer gewesen sein. Nach mehr als einem halben Jahr intensiver Planung waren wir entsprechend aufgeregt – um dann im Laufe des Tages festzustellen, dass es sich gelohnt hat. Yes! Ein schlaglichtartiger Rückblick. (Wem das zu viel Text ist: siehe Video und Bildergalerie!)

Ein Samstag wie kein anderer

Rund 3.600 Besucher haben wir gezählt – das ist fast doppelt so viel wie an einem regulären Samstag. Hammer! Das gut gelaunte Gewusel startete ab 10 Uhr und ließ erst am späten Nachmittag nach. Familien, Techniker, Alte, Nerds, Junge, Dickdünngroßkleine spiegelten horizontal wie vertikal ein Abbild der Gesellschaft wieder, wie wir es ohnehin jeden Tag in der Bibliothek erleben. Gekommen waren sie, um sich die Maker-Projekte einzuverleiben, die unsere Bibliothek an diesem Tag grundlegend verwandelten.

Tanzende Pflanzen mit Pflegeroboter treffen auf kaputte Kaffeemühlen

Im Erdgeschoss ging es sehr technisch-mechanisch zu. So waren 3D-Drucker, CNC-Maschinen und Steuerungstechnik zu sehen, während Frank Mengel an seinem stets vollen Stand seine selbst entworfenen und 3D-gedruckten Roboter präsentierte – ungefähr acht Stunden am Stück, ohne Pause. Der Mann ist selbst ein Roboter! Er hätte sich also beim Repair Café generalüberholen lassen können, aber die Kollegen aus Porz waren schon beschäftigt mit defekten Radios, Kaffeemühlen, Tintenstrahldruckern und dem Messer aus unserem eigenen Schneideplotter – und vielem mehr.

Eines der Highlights war sicherlich das Projekt TAMULIMOBA – das steht für Tanz, Musik, Licht & Modellbau und ist eine crazy machine von Ralf, der Steuerungstechnik und Modellbau fusionieren wollte. Heraus kam eine Garde aus animatronisch anmutenden Gewächsen, die sich zu unterschiedlicher Musik bewegen können (hier im Video). Als Ralf sich um den Servomotor einer Pflanze sorgte – denn auch Maschinen bekommen manchmal steife Gelenke -, wussten die Freunde von der DingFabrik Abhilfe qua Ersatzmotor. Letztere präsentierten das gesamte Spektrum ihres sympathischen FabLabs, vom Origami über das internet of things bis zum CNC-motorisierten Filzstift. Plus Nähmaschine.

Das Jungvolk interessierte sich sehr für die World Robot Olympiad – das sind Mindstorms-Bots von Lego, die zusammen mit ihren menschlichen Kolleginnen und Kollegen an einer Weltmeisterschaft der Roboterprogrammierung teilnehmen. Noch in diesem Monat steigt das Finale in Indien – und das Team der Mini Maker Faire ist dort am Start! Besonders freuten wir uns auch über Vladimir aus Sankt Petersburg, der gleich neben TAMULIMOBA seinen Roboter zur Pflanzenpflege präsentierte – ein einfallsreiches Projekt aus Lego Mindstorms, das eine Pflanze vollautomatisch bewässert und beleuchtet.

An dieser Stelle sei auch herzlich unseren drei Food Trucks gedankt: mit Crêpes aus der Bretagne, Premium-Hotdogs und taiwanesischen Burgern konnte man sich multikulturell für’s Maker-Gewusel stärken.

Musikprojektion, Laserharfen und viel, viel Lötzinn

Auf der dritten Etage liefen dagegen die Lötkolben heiß. An drei Stationen kamen vor allen Dingen jüngere Menschen mit Kolben und Lötzinn in Kontakt, wenn sie sich ein wearable Display oder einen Tannenbaum bauen wollten. So hatte der Stand des DARC e.V. bis zum Abend sein komplettes Material von Kinderhand weglöten lassen – schön!

Aber nicht nur das: Musikalisch interessierte Feingeister konnten entweder airman mit seiner selbstgebauten Laserharfe lauschen, oder beim Projekt Musik für alle mit der Musik zu einer Klanginstallation verschmelzen. Der abgedunkelte, gedämpfte Raum transportierte eine sehr kontrastive Stimmung zur quirligen Lebendigkeit im Haus. Wir beobachteten eine Familie dabei, wie sie zwanzig Minuten ganz bei sich war, mit der Musik, der Projektion und dem Raum verschmolz.

Weitere tolle Projekte aus Aachen (FabLab, Informatik-Schülerlabor und 3D-Scanner) und zwei Klimastationen-Bausätze (OpenAir Cologne & senseBox) sorgten für einen echten hot spot auf der dritten Etage. Wie sagte ein Mitarbeiter der RWTH Aachen so schön? „Die Kinder sind toll, die stürzen sich direkt auf die ausgestellten Sachen und probieren einfach drauf los, was bei den simplen Coding-Spielzeugen am allerbesten funktioniert, und währenddessen können wir die Eltern zutexten!“ Der Stand von InfoSphere illustrierte das, weil dort Kinder auf dem Boden mit Codierblöcken und Steuerungsbrettern (Cubetto) spielten, während sich die Eltern vom Coding-Potenzial des Schülerlabors überzeugten.

 

Fotografie, Bücherkunst und viel Nähzeug

Eher handwerklich ging es auf der vierten Etage zu. Am Stand von Parlapier bestaunte man, wie aus altgedienten Büchern kleine Kunstwerke entstanden. Das Papercrafting war so beliebt, dass auch hier das Basismaterial – die alten Bücher – letztlich ausging. Gleich daneben stellte Herr Filmkorn Kameras aus den letzten 100 Jahren aus: ein verschwindendes Handwerk! Am Abend erzählte er uns wie begeistert er davon war, Kindern die aussterbende analoge Fotografie am Beispiel von alten Kameras zu erklären.

Auf der anderen Seite der Etage konnte man dabei zusehen, wie ein Bestellknopf Waren aller Art über den Äther in eine Einkaufslisten-App packt. Ein paar Meter weiter drängten sich Jung und Alt um die Upcycling-Station: Elke und Antje ließen zusammen mit euch die Nähmaschinen heiß laufen. Alabama Chanin heisst die Technik, bei der ein altes Kleidungsstück für die Verzierung eines anderen benutzt wird. Gleich daneben, sehr beliebt, konnte man sich aus alten Shirts – z.B. solche mit coolem Logo – praktische Einkaufsbeutel fertigen. Später glichen die Nähtische einem Schlachtfeld… und genau so soll es sein! Kollegin Babett kann jetzt z.B. ihr geliebtes (aber zu kleines) Heisenberg-Shirt als Heisenbag mit zum Einkaufen nehmen. Say my name!

Dahinter, in unserem gemütlichen Makerspace, zuguterletzt: Die Stadtbibliothek Köln. Unsere Auszubildenden haben sich voll ins Zeug gelegt und gezeigt, welche Making-Tools wir für euch haben: Alle meine Entchen auf dem Bananen-MaKey MaKey ging gut ab (für Frère Jacques fehlte eine Banane), genauso der 3D-Stift 3Doodler und der Schneideplotter. Besonderen Spaß hatten Kinder mit den littleBits – das sind kleine Technik-Gadgets, die sich einfach zusammenstecken und in Reihe schalten lassen. Sagt also ein Bruder zu seiner Schwester: “Guck mal, das Ding macht Furzgeräusche!”

Und genau so sieht der Erwerb digitaler Medienkompetenz aus.

Und wozu das alles?

Die Frage, warum sich eine Bibliothek mit diesem Maker-Thema beschäftigt, taucht immer wieder auf. Zum einen profitieren wir von Quersynergien: Einerseits waren am Samstag Leute im Haus, die unser alltägliches Medienangebot nutzen wollten – und dann letztlich zwei Stunden mit einer Nähmaschine verbrachten. Andererseits kamen viele Leute extra für die Mini Maker Faire zum ersten Mal in die Bibliothek und erkannten, dass wir ja auch sonst ganz nette Dinge anbieten. Beide Gruppen zeigten sich begeistert von diesem Event, das haben wir aus erster Hand erfahren.

Viel wichtiger ist aber noch etwas anderes: Die Maker-Kultur hat ihre Ursprünge in der Hackerbewegung. Also Leute, die Technologien durchdringen und verstehen wollen. Darum geht es bei Making-Themen so oft (aber eben nicht nur!) um Technologie und wie man ihre Grenzen auslotet – also auch um Coding! Und hier schließt sich der Kreis zum Auftrag von Bibliotheken, im Rahmen nonformaler Bildung zur Entwicklung von digitalen Medienkompetenzen beizutragen. Quod erad demonstrandum.

Wir danken unseren Kooperationspartnern von Heise/Maker Media, unseren Helferinnen und Helfern von der TH Köln, unseren Azubis, den Foodtrucks, unseren großartigen Hausmeistern (!) und vor allem allen Makerinnen und Makern – den Heldinnen und Helden des Gecrafteten und Gecodeten – für diesen unvergesslichen Tag.

Weitere Artikel über die Mini Maker Faire:

https://www.buchreport.de/2016/11/07/maker-mekka-in-der-domstadt/

http://machenstattkaufen.blogspot.de/2016/11/ruckblick-mini-maker-faire.html

sa