Spielend durch den Informationsdschungel

15 Sep

Die vorletzte Woche der Sommerferien stand ganz im Zeichen von Gaming. Während in Deutz erneut der Messewahnsinn Gamescom tobte, stimmten wir uns am Montag den 20.08. beim Gamescom Warm Up entsprechend ein.

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Ruhe vor dem Sturm – der Veranstaltungssaal vor Einlass der Besucher

Schon vor Beginn warteten die ersten BesucherInnen ungeduldig am Absperrband. Die Veranstaltung war sehr gut besucht – rund 130 TeilnehmerInnen spielten und tanzten um die Wette. Mit einer Stempelkarte gingen die BesucherInnen von einer Station zur nächsten und probierten viele verschiedene Spiele auf unterschiedlichen Konsolen aus. Wir boten Just Dance, Mario Kart, FIFA und das VR-Spiel „Keep talking and nobody explodes“ – ein Teamspiel, bei dem man durch Kommunikation eine Bombe entschärfen muss – an. Das FIFA-Spiel wurde auf die Leinwand projiziert und sah von weitem beeindruckend echt aus. Unter anderem wurden auch Donkey Kong und Mario auf der Super Nintendo Classic (eine Retro-Konsole) angeboten. Hatte man an einem Spiel teilgenommen, so bekam man den passenden Stempel dazu. Doch auch das „reale“ Spiel kam nicht zu kurz – am Kickertisch wurden begeisterte Kämpfe ausgefochten.

Die Multiplayer-Spiele wurden zusammen gespielt und brachten BesucherInnen zusammen, die sich sonst gar nicht kannten. Ein persönliches Highlight war dabei auch die Tanzcrew aus der JustDance-Community, die mit Leidenschaft und viel Spaß einen Tanz nach dem anderen vorführten und auch zur ausgelassenen Stimmung beitrugen. Auf der Gamescom tanzt die Gruppe übrigens professionell für Ubisoft, den Hersteller der Just Dance Spiele. Auch nach 17 Uhr wollte sie am liebsten weitertanzen.

Der Fleiß der SpielerInnen wurde natürlich auch belohnt und es gab zahlreiche Preise zu gewinnen, sofern man alle Stempel gesammelt hatte. Ein herzlicher Dank geht hierbei an Nintendo, die uns einen Großteil der Preise bereit gestellt haben!
Als Hauptpreis winkten den vier per Los gezogenen Gewinnern 4×2 heißbegehrte Tickets für die ausverkauften Tage der Gamescom (Freitag und Samstag). Ein strahlender Gewinner flüsterte seiner Mutter zu „Haben wir gerade wirklich Gamescom-Tickets gewonnen?“

Die vielen begeisterten Besucher sorgten für ein gelungenes Aufwärmen zur Gamescom 2018! Wir finden, das schreit nach einer Wiederholung im nächsten Jahr – was meint ihr?

Nach dem gelungenen Auftakt in der Zentralbibliothek machten sich einige Mitarbeiterinnen des Gaming-Teams auf zur Gamescom, um die Trends, Spiele und mögliche Kooperationspartner für neue Veranstaltungen  kennen zu lernen.

Es wurde deutlich, dass Spiele und ihre Spieler nicht nur das bekannte Klischee erfüllen, sondern sehr vielfältig aufgestellt sind und sie so in allen Bereichen immer mehr etablieren können. Gaming gehört immer mehr zum alltäglichen Leben dazu.  Die Gamescom bot dieses Jahr vor allem eine riesige Fülle an großen und kleinen Neuerscheinungen von Massentitel bis Indie-Game, wohingegen im technischen Feld eher wenig neue Innovationen vorgestellt wurden.

Im Fitnessbereich konnten gleich zwei interessante Virtual Reality Anwendungen ausprobiert werden. Bei „Sphery“ haben die Spielenden Tracking-Sensoren an Armen und Beinen und müssen dabei nachahmen, was Sie auf der Leinwand sehen. Dabei muss zusätzlich ein Kontakt zu einer u-förmigen Spielwand hergestellt werden. Die Kamera der HTC Vive registriert dann, ob die tatsächliche Bewegung auch ausgeführt wurde.
Mit den „Cybershoes 3D“ konnte man quasi im Sitzen laufen. Der/Die Spielende sitzt und bewegt dabei die Beine wie beim Laufen, um sich im Spiel fortzubewegen.

Nicht aus dem Fitnesssektor, sondern nachdenklich stimmend war der „Bee Simulator“ der sich mit dem aktuellen bedenklichen Thema des Bienensterbens spielerisch auseinandersetzt und dabei viele interessante Fakten vermittelt.

Mobiler Escape Room

Mobiler Escape Room

Spannend fanden wir auch das Konzept eines mobiles Escape Rooms. Escape Rooms sind reale Räume in denen die Spielenden in einer vorgegebenen Zeit Aufgaben oder Rätsel lösen müssen, um das Spiel zu meistern. Das Angebot vor Ort umfasste einen mobilen Wagen, in dem ein solcher Escape Room untergebracht war und so überall hin gebracht werden kann. – Vielleicht auch bald bei uns in der Bibliothek?

 

„Lost Ember“ überzeugte durch die intuitive Steuerung verschiedener Tiere im Spiel, wobei der Hauptcharakter ein Wolf ist. Die Tiere versuchen die Geheimnisse alter Ruinen zu erforschen.

Bei „The Dark Pictures Anthology: Man of Medan” von den Machern von Horrorschocker „Until Dawn“ gruselten wir uns. Eine Gruppe junger Leute findet bei einem Bootsausflug ein altes Schiff aus dem 2. Weltkrieg und erforscht es…
Ganz wie bei „Until Dawn“ heißt es auch hier: Wer überlebt? Wer stirbt?

Am 8.11. laden wir alle ab 16 Jahren zu unserem Horrorabend in der Zentralbibliothek ein. Halloween war euch noch nicht gruselig genug? Dann kommt bei uns vorbei um aktuelle Schocker und Gruselklassiker zu spielen.

Im nächsten Abschnitt zeigen wir euch die Spielehighlights und Gamescom Award  Gewinner, die ihr bald auch bei uns ausleihen könnt:

FIFA 19 Stand

  • „Assassin’s Creed Odyssey“ : Der neuste Teil der beliebten Spielereihe. Schreibe deine eigene legendäre Odyssee und erlebe epische Abenteuer in einer Welt, in der jede Entscheidung zählt. BESTELLT!
  • In „Shadow of the Tomb Raider“ erlebt Lara Croft Ihr bislang gefährlichstes Abenteuer welches Sie in das tödlichste aller Terrains – den Dschungel – führt.  BESTELLT!
  • Bestes Social-/Online-Spiel: „Call of Duty Black Ops 4 (Activision Blizzard)“ , Black Ops ist zurück und bietet finstere, realistische Mehrspieler-Kämpfe und das grösste Zombies-Paket aller Zeiten: BESTELLT!
  • Bestes Sportspiel: „Fifa 19 (EA)“ , Storymodus mit dem Finale der Alex Hunter-Story, Active-Touch-System ermöglicht engere Ballführung, verbesserte Animationen etc. BESTELLT!
  • Bestes PS4-Spiel: „Marvel’s Spider-Man (Sony Interactive Entertainment)“ , Superhelden Action-Adventure von den Ratchet & Clank-Machern: BESTELLT!

Wir freuen uns auf ein neues Jahr voller Spiele, Veranstaltungen und neuer Technik. Nach all den Eindrücken bleibt dennoch vor allem auch eine große Frage:
Wird die Gamescom nach 2019 noch weiterhin in Köln bleiben? Der Vertrag mit Koelnmesse läuft 2019 aus, der Standort Köln wird zwar weiterhin favorisiert, doch auch die Frankfurter Messe ist eine starke Konkurrenz, die viel Platz für das spielwütige Publikum bietet.

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Zum Schluss ein Symbolbild zur Gamescom – Schilder zeigen den Spielern die Wartezeiten an – von 30 Minuten bis 9 Stunden ist alles vertreten…

Weitere Informationen zur Gamescom findet ihr unter www.gamescom.de.

Alle Neuigkeiten und Veranstaltungen (auch die Horror-Veranstaltung unserer Reihe games@cologne) findet ihr zeitnah auf unserer Homepage unter www.stbib-koeln.de/gaming.

 

(Is) (Al)

MINTköln – das MINT-Festival der Stadtbibliothek Köln

20 Aug

Abstrakt, kompliziert und lebensfern: das hört man oft, wenn von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik die Rede ist – kurz: von den MINT-Fächern. Für Division und Multiplikation greift man schnell zum Taschenrechner. Sowieso gibt es für fast jedes Problem eine App oder ein technisches Gerät, aber wenn die mal nicht funktionieren, ist guter Rat oft teuer. Und Physik und Chemie? Schön wäre es, solche Zusammenhänge zu verstehen, aber allein der Gedanke an die Formelsammlungen…

Weil viele so denken, möchten wir als Stadtbibliothek Köln ein Zeichen setzen. Wir sind der festen Überzeugung, dass jede und jeder für MINT begeistert werden kann, wenn man die Leute bei ihrer Neugierde packt, Wissen erfahrbar macht und den Spaß nicht aus den Augen verliert. Um den Beweis anzutreten veranstalten wir im Oktober ein Festival:

17 Tage, 13 Veranstaltungsorte, über 100 Workshops und Events – das ist unser Festival MINTköln!

 

Hier finden Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene Angebote zum Ausprobieren, Mitmachen und Selbermachen. Wir wollen euch experimentieren, programmieren und tüfteln sehen!

Das Festival startet am 11. Oktober. Bei der Auftaktveranstaltung leitet Ranga Yogeshwar, der Botschafter unseres Festivals, zusammen mit Gesche Joost (Deutschlands Digitalbotschafterin), Achim Berg (Bitcom Digitalverband) und Dr. Ekkehard Winter (Telekom Stiftung und Nationales MINTForum) in die Herausforderungen und Chancen der MINT-Bildung ein. An mehreren Experimentierständen, von Virtual Reality bis Robotik, wird das Thema greifbar.

Danach folgt ein wahres Event-Feuerwerk: rund 90 Workshops und Vorführungen zu Maker- und MINT-Themen, ein Zocker-Abend mit dem YouTuber Sarazar, Vorlese- und Experimentierstunden, ein Science Slam und eine Abendveranstaltung zu digitalem Humanismus und künstlicher Intelligenz.

Den krönenden Abschluss der MINTköln bildet am 27. Oktober unser MINT-Aktionstag – die Experimentierschau für die ganze Familie. Hier stellen zukunftsweisende Unternehmen, Vereine und prominente Forschungsinstitute ihre Produkte und Ergebnisse vor. An zahlreichen Ständen kann man selbst forschen, Dinge ausprobieren und sich mit MINT-Experten und MINT-Expertinnen austauschen.

Alle Veranstaltungen findet ihr auf der Festival-Website www.mint-festival.de!

Doch MINT wird auch fester Bestandteil der Stadtbibliothek Köln. Die MINT-Regale der Zentralbibliothek, in denen sich passende Sachbücher aber auch ausleihbare Dinge wie z.B. Mikroskope, Teleskope, Magnete, Physik-Experimentierkästen, Coding-Spielzeug und Roboter befinden, werden auf alle Zweigstellen ausgeweitet. Im Erdgeschoss der Zentralbibliothek entsteht ein MINTspace mit 3D-Drucker, Schneideplotter, Minirobotern, Experimentierkästen, Codingtools, wechselnden interaktiven Experimentierstationen und einem Ameisenhotel mit Livestreaming. Auch der humanoide Roboter NAO zieht ab Oktober in den MINTspace. Und wenn Ende September unsere neu gestaltete Stadtteilbibliothek Kalk wieder eröffnet wird, beheimatet sie das Makermobil – ein extra für uns designtes E-Bike mit einem Pop-up-Makerspace. Es kommt im gesamten Stadtgebiet zum Einsatz und ist mit spannenden MINT- und Maker-Angeboten ausgestattet.

Wir können den Oktober kaum erwarten! Falls es euch auch so geht: Für einige Veranstaltungen könnt ihr euch jetzt schon anmelden! Darunter sind die Auftaktveranstaltung, der Science Slam, der Gaming-Zockerabend mit Sarazar, die Veranstaltung „Digitaler Humanismus. Eine Ethik für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz“ und die Makerspace-Kurse. Die Anmeldung für die restlichen anmeldepflichtigen Veranstaltungen wie z.B. die Maker-Kids-Kurse startet am 3. September!

 

Das Meer weist keinen Fluss zurück – Abt Muho

14 Aug

Gespräch und Buchvorstellung

Am Dienstag, 11.09.18 um 19:30 Uhr ist Abt Muho aus Japan zu Gast in der Kölner Zentralbibliothek, um sein aktuelles Buch „Das Meer weist keinen Fluss zurück“ vorzustellen.

Cover Muho

Buchcover ©Piper/Berlin-Verlag.

Mit Genehmigung des Autors und des Berlin-Verlages folgt hier ein kurzes Zitat aus dem Buch, das am 4. September erscheint:

„Als mein Meister verstarb, war ich dreiunddreißig. Zwei Jahre zuvor hatte er mir die Dharma-Nachfolge übertragen. Damit war ich selbst autorisierter Meister. Dennoch brauchte ich noch immer einen Punkt, an dem ich mich und meine Praxis orientieren konnte, denn die Aufgabe, die mir übertragen wurde, war gewaltig – ich sollte künftig Antaiji als Abt vorstehen. Der Abt wirkt wie ein Spiegel für die Mönche in seinem Kloster, aber wer dient ihm als Spiegel, in dem er sich erkennen kann? Nach dem bisher Gesagten liegt die Antwort auf der Hand: Jeder einzelne meiner Schüler ist ein Meister für mich, und auch meine Frau und Kinder sind alles andere als schüchtern, wenn es darum geht, mit den Spiegel vorzuhalten und mich auf meine Fehler hinzuweisen. Sie alle sind mein Korrektiv, das mir die Kraft gibt, mit meinen Schülern gemeinsam zu wachsen.“ (aus dem Kapitel „Teamgeist im Kloster“)

Wir freuen uns sehr, dass Gert Scobel das Gespräch mit Abt Muho führen wird. Die beiden kennen sich bereits aus einer früheren Begegnung. Gert Scobel ist mit der buddhistischen Tradition sehr vertraut, er selbst praktiziert seit seinem 16. Lebensjahr Zen-Meditation.

Das aktuelle Buch von Abt Muho „Das Meer weist keinen Fluss zurück. Ein Weg zu Liebe und Gelassenheit“ ist der Liebe gewidmet. Wir glauben, alles über die Liebe zu wissen, doch häufig wiederholen wir nur die alten Fehler. Wir sehnen uns nach Nähe, Wärme und Zärtlichkeit, aber dann fehlt uns im Alltag der Gleichmut, uns der Liebe zu überlassen. Liebe muss gelebt werden, immer wieder aufs Neue, aber vor allem jetzt, in diesem besonderen Moment, über den wir selbst gleichwohl nie wirklich Auskunft geben können. Daher sollten wir die Liebe als das begreifen, was sie wirklich ist: als Schatz, den wir erst loslassen müssen, um ihn wirklich zu finden. Abt Muho verbindet auf inspirierende Weise weltliche, christliche und buddhistische Positionen.

 

Zu Abt Muho:

Abt Muho Nölke hinter der Zenhalle von Antaiji, April 2013

Abt Muho ©Norbert Huebner.

Die Lebenspraxis des Klosters besagt: „Uns geht es nicht darum, zuerst die Welt um uns herum zu ändern. Wir müssen mit der Revolution in uns selbst beginnen.“

Muho ist seit 2002 Antaijis neunter Abt. Er wurde 1968 in Berlin geboren und wuchs in Braunschweig und Tübingen auf. Mit 16 Jahren kam er mit Zazen in Kontakt und hatte bald den Wunsch, später in Japan als Zenmönch zu leben. Er studierte Japanologie, Philosophie und Physik in Berlin und für ein Jahr auch an der Universität Kyōto. Zu dieser Zeit, mit 22 Jahren, besuchte er auch zum ersten Mal das Kloster Antaiji und verbrachte dort 6 Monate.

Mit 25 Jahren, nach dem Abschluss der Universität, ordinierte Muho in Antaiji und wurde so zum Schüler des damaligen Abtes, Miyaura Shinyū Rōshi. Außer in Antaiji verbrachte Muho auch jeweils ein Jahr in dem Rinzai-Kloster Tōfukuji in Kyōto und Hosshinji in Obama, einem Priesterseminar der Sōtō-Schule.
Nach Abschluss seiner Ausbildung in Antaiji erhielt Muho die Übertragung des Dharma (Shihō) von seinem Meister Miyaura und wurde damit als eigenständiger Meister der Sōtō-Schule anerkannt.

Daraufhin beschloss er, als Obdachloser im Schlosspark von Ōsaka zu leben, wo er für ein halbes Jahr eine Zengruppe leitete, bis ihn die Nachricht vom Tod seines Meisters im Februar 2002 erreichte. Im Frühjahr dieses Jahres wurde Muho als Nachfolger seines Meisters zum neunten Abt von Antaiji berufen. In Antaiji wird er nun „Dōchō-san“ genannt, das ist die japanische Bezeichnung für den Abt des Klosters.

Muho ist der Autor der Bücher „Futter für Pferd und Esel – das Dogen-Lesebuch“, „Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück“ und „Zazen oder der Weg zum Glück“.
(Quelle: Antaiji.org)

Hier könnt ihr euch einen Eindruck von dem Leben des Klosters Antaiji, des größten Zen-Kloster Japans, und seines deutschen Abtes machen.

 

Zu Gert Scobel:

Gert Scobel ist vielfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist, 2017 erhielt er zum zweiten Mal den Grimme-Preis und ist verantwortlich für die Wissenschaftssendung „scobel“. Seit 2016 ist er Professor für Interdisziplinarität und Philosophie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Scobel hat mehrere Bücher zu den Themen Philosophie und Weisheit verfasst.

 

Die Reihe:

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ statt. Weitere Veranstaltungen findet ihr im Kulturprogramm.

Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Köln-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber. Karten sind im Vorverkauf über KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich!

Sommer, Sonne, Ukulele

13 Jul
Gitarren und Ukulelen

Gitarren und Ukulelen ©Stadtbibliothek Köln

Unsere Musikabteilung hat Zuwachs bekommen und es sind Zwillinge. Das nehmen wir zum Anlass und verleihen euch ab sofort eine der beiden Ukulelen.

Ja, es ist wahr: ihr dürft sie mit nach Hause nehmen! Oder in den Park. Oder an den See. Schließlich ist Sommer – also worauf wartet ihr noch. Für ganz Eilige ist auch eine Vormerkung möglich. Vor Ort dürft ihr natürlich ebenfalls, wie schon bei der Akustik- und der E-Gitarre, eurer Leidenschaft für Zupfinstrumente frönen.

Als kleine Motivation hier noch eine meisterliche Umsetzung von Queen’s „Bohemian Rhapsody“ auf der Ukulele:

 

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Von Olchi bis Oregano

10 Jul

Google Expeditions: auf kultureller und kulinarischer Reise mit der GGS Ahl Wipp.

Wenn Olchi-Opa kocht, kommt das bei kleinen Zuhörern schon sehr gut an. Die Geschichte über sein Leibgericht „Schnürsenkel-Spaghetti mit grünem Schimmelpilzstampf“ bot eine lustige Einstimmung auf das Thema unserer Veranstaltung. Die hieß nämlich „Essen und Gewürze aus aller Welt“. Start und Ziel der Reise war die Stadtteilbibliothek Mülheim. Zu Besuch waren zwei Klassen der Gemeinschaftsgrundschule Alte Wipperfürther Str. aus Köln-Buchheim.

 

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Wir machen jetzt eine Weltreise… ©Stadtbibliothek Köln.

„Was ist denn euer Lieblingsessen?“, fragten wir die Kinder und die Antworten überraschten uns nicht: „Lasagne, Pizza und Döner!“
Somit waren internationale Gerichte schnell im Gespräch.
Wir wollten aber ganz genau wissen, welche Speisen in den Herkunftsländern der Kinder beliebt sind und vor allem welche Gewürze in der jeweiligen Küche eingesetzt werden. Und was gibt es eigentlich in den verschiedenen Ländern zu sehen?
Um das Reisefieber der Kinder so richtig zu wecken, schlugen wir etwas ganz Besonderes vor: „Wir machen jetzt eine Weltreise und dafür müssen wir die Bibliothek nicht einmal verlassen.“
Das wollte uns zunächst keiner glauben und so kam Google Expeditions ins Spiel.

Google Expeditions ist eine Software, mit der man virtuelle Reisen zu entfernten Landschaften, Sehenswürdigkeiten und sogar ins Weltall unternehmen kann.
Alle setzten die Cardboard-Brillen auf und mit einem Klick waren wir in Italien.
Unsere Reise führte uns weiter nach Polen, Griechenland, Marokko, Indien und in die Türkei. Den Besuch der Wüste Namib in Westafrika fanden die Kinder besonders spannend. Wie bei den anderen Expeditionen war auch diese mit schönen 360-Grad-Rundblicken gefüllt. Die letzte Expedition brachte uns nach Berlin zum Reichstag.

Puh! So viel Sightseeing ist ganz schön anstrengend! Zur Abwechslung ging jetzt die Nase auf Reise.
Acht Schalen mit Gewürzen standen bereit und nun galt es zu riechen und zu raten. Wie heißen wohl die verschiedenen Gewürze? Alternativ lud ein Medienkoffer mit dem Thema „Kinder aus aller Welt“ zum Stöbern ein. Die Stationen wurden gruppenweise besucht und zwischenzeitlich durfte gemalt werden.

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Welches Gewürz befindet sich in welcher Schale? ©Stadtbibliothek Köln.

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Die Kinder malen ihr Lieblingsessen. ©Stadtbibliothek Köln.

Zum Abschluss sangen wir alle zusammen Lieder aus der Schule, u.a. „Unser Stammbaum“.
Und so endete unsere gemeinsame Reise.

Ziel dieser Veranstaltung war die Verbindung von Google Expeditions mit der interkulturellen Bibliotheksarbeit. Alle Beteiligten hatten sehr viel Spaß und wir freuen uns auf weitere Veranstaltungen mit Google Expeditions.
Ein ganz großes Dankeschön für die sehr gute Zusammenarbeit geht an die GGS Ahl Wipp und an alle anderen, die uns bei der Mitgestaltung dieser Veranstaltung unterstützt haben.

mc

Meine Fantasie geht auf Reisen

9 Jul

Eine Ausstellung in der Lernwelt der Zentralbibliothek

Na, habt ihr schon eure Koffer gepackt? Die Sommerferien stehen kurz bevor, die Sonne verheißt aber auch den Daheimbleibenden eine schöne Zeit in Köln. Irgendwo im Grünen liegen, ein Eis essen, schwimmen gehen – oder aber ganz neue Welten erkunden.

Dazu muss man gar nicht weit weg fahren, wie die Schülerinnen und Schüler der Paul-Kraemer-Schule und der Grundschule Grefrath im letzten Schuljahr feststellen konnten. Sie haben sich in einer intensiven Projektwoche mit der Künstlerin Sabine Puschmann-Diegel kennengelernt und haben anschließend zum Thema „Fremde Welten“ künstlerisch gearbeitet. Die Vielfalt der Kunstwerke könnt ihr ab sofort bis zum Ende der Sommerferien bei uns in der Zentralbibliothek bestaunen.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Ein buntes Tonrelief stellt verschiedene Regionen einer Welt dar

Gruppenarbeit: So bunt und vielfältig kann die Welt sein (c) Stadtbibliothek Köln

Dieses große bunte Tonrelief besteht aus mehreren Teilen, die in Gruppenarbeit erstellt wurden. Jede Gruppe hat  eine andere Klimazone gestaltet und mit Tieren und Pflanzen ausgestattet. Wer vor Ort genauer hinschaut, kann sogar den Vulkan glühen sehen!

Buntes Diorama in der Obstkiste

Obstkisten-Dioramen aus Kleinschrott und Fundstücken (c) Stadtbibliothek Köln

Andere fremde Welten wurden etwas kleiner in eine Obstkiste hineingearbeitet. So entstanden aus Ton, Kleinschrott und anderen Fundstücken wunderschöne Dioramen.

Die Materialien finden sich auch in anderen Kunstwerke. So sind z.B. die Leinwände nicht nur bemalt, sondern auch beklebt, und die Lebewesen (Menschen und Tiere) wirken dadurch oft dreidimensional. Aus Ton gibt es weitere Gestalten und Behausungen, die z.T. in den Regalen zu finden sind, aber auch einen sicheren Standort in Vitrinen gefunden haben.

Bereits zum vierten Mal stellen wir die Kunstwerke aus, die die Schüler*innen der Paul-Kraemer-Schule mit einer anderen Schule erarbeitet haben. Die bunten Kunstwerke zeugen von harmonischer Zusammenarbeit und bringen nicht nur Farbe zwischen die einförmigen Lernhilfen, sondern hinterfragen unsere Weltsicht. Wie möchten wir unsere Welt am liebsten haben? Wenn man diese Ausstellung sieht, kann es eigentlich nur eine Antwort geben: Bunt!

Die Ausstellung ist noch bis zum 25.08.2018 in der Zentralbibliothek zu sehen.

 

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Farbe, Töne und Platinen – Kunst verbindet

3 Jul

Was hat „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) mit dem Begriff „Heimat“ zu tun? Dieser Frage sind am 19. Juni in der Stadtteilbibliothek Haus Balchem zwölf Schülerinnen und Schülern einer internationalen Klasse der igis Köln (integrierte Gesamtschule Innenstadt) in einem Workshop nachgegangen.

Gestartet wurde mit der Frage: „Was bedeutet für dich Heimat?“. Neben Orten, Freunden und der Familie wurden auch andere Dinge genannt. In Gruppen haben sich die Schülerinnen und Schüler dann daran gemacht, ihre Gedanken zum Thema auf Leinwand zu bannen – und das nicht nur zum Anschauen. Mittels leitender Farbe wurden spezielle Bereiche auf den Bildern ausgewählt, die anschließend „sprechen“ können. Dazu mussten die Gruppen nicht nur malen, sondern sich auch die gewünschten Töne ausdenken, aufnehmen und auf ein „Touch Board“ überspielen. Mit viel Elan, Kreativität und Enthusiasmus entstanden auf diese Weise vier verschiedene Bilder zum Thema Heimat, die abschließend in großer Runde stolz präsentiert wurden.

Das Video zur Veranstaltung könnt ihr hier anschauen.

Seit 2017 könnt ihr in der Stadtbibliothek Köln die „MINT-Bibliothek der Dinge“ finden. Wir fördern damit die Heranführung von Kindern an die MINT-Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Wir möchten alle Kinder ermutigen, sich für MINT-Themen zu interessieren. Das Ziel dieses Workshops war es, einen niedrigschwelligen Zugang für Kinder einer internationalen Vorbereitungsklasse zu ermöglichen und ihnen einen spielerischen Weg zu zeigen, um sich mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Inhalte zu erschließen.

Konzipiert und umgesetzt hat das Angebot Codiviti. Codiviti bereitet Kinder und Jugendliche auf die Digitalisierung vor und vermittelt mittels kreativer und spielerischer Methoden Medienkompetenz.

Ermöglicht wurde die diese Veranstaltung durch eine Spende der Hausgemeinschaft von Haus Balchem, die der Stadtteilbibliothek zur Wiedereröffnung überreicht wurde. Im November wird es eine weitere Veranstaltung – ebenfalls für Kinder der igis Köln – geben, auf die sich alle Beteiligten schon sehr freuen.

Die im Juni entstandenen sprechenden Bilder sind noch bis zum Ende der Sommerferien in der Stadtteilbibliothek ausgestellt.

©Stadtbibliothek Köln.

Eines der sprechenden Heimat-Bilder. ©Stadtbibliothek Köln.