Wenn Esel Bücher leihen

Zum Abschluss der Ausstellung “Mein Held in der Natur” rücken wir einen Esel ins Rampenlicht. Wir erleben jeden Tag viel in der Bibliothek und es gab schon viele kuriose Erlebnisse, aber einen Esel an der Ausleihtheke gab es noch nie.

Felix, einer der Künstler bei der Ausstellung, schreibt gerne Geschichten und nachdem im letzten Jahr der Superheld S-Man alle Bürgerinnen und Bürger beschützt hat und der Feuerknacki von der Polizei geschnappt wurde, begleiten wir nun die Eselin Susi auf ihren Abenteuern.

Alle Artikel zur Ausstellung sind am Ende des Beitrags verlinkt.

Eine Abenteuerlustige Eselin
(Geschichte von Felix)

Es war einmal eine Eselin namens Susi. Susi lebte in einem Tierpark in Köln-Lindenthal. Jeden Tag kamen tausende Leute zu Susi ans Gehege, um sie zu bewundern. Aber Susi durfte von den Besuchern nicht gefüttert werden, weil Esel keine Kohlenhydrate vertragen, sie bekommen davon Koliken und können sogar sterben. Es war ein sonniger Tag und Susi trug eine Mütze. Diese Mütze war, um Fliegen fernzuhalten, denn Esel können sich nicht gegen Fliegen wehren und wenn die Fliegen zu Susi ins Auge kommen kann das gefährlich werden. Aber Susi war nicht alleine in ihrem Gehege, sondern sie hatte noch zwei andere Esel, die hießen Pedro und Gertrud. Es gab auch komische Menschen, die durch den Tierpark liefen, zum Beispiel ein Mann, der Pantoffeln anhatte und zwei Hüte trug und wie ein Schaf blökte. Susi konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Eines Tages hatte Susi miserable Laune. Als es zum Saubermachen ging, waren Pedro und Gertrud Feuer und Flamme. Nur Susi hatte keinen Bock und blieb stur stehen. I-Ah, machte Susi. Susi hatte einen Koller und wollte mal raus, sehen wie es draußen so aussieht. Susi nahm Anlauf und sprang über den Zaun. Als die Tierpfleger das sahen, waren sie fassungslos, sie verfolgten sie mit ihrem Tierpfleger Mobil. Als Susi das sah, galoppierte sie los. Susi war schon fast in der Kölner Innenstadt angekommen. Auf der Straße fuhren die Autos kreuz und quer, denn die Leute in den Autos waren verwirrt, weil sie noch nie einen Esel auf der Straße gesehen hatten. Susi war jetzt am Colonius, dem Funkturm von Köln. Susi staunte sehr. So einen hohen Turm hatte sie noch nicht gesehen. Susi galoppierte fröhlich weiter. Jetzt war Susi am Josef-Haubrich-Hof in Köln, an der Zentralbibliothek. Susi ging rein und schaue sich um. Aber die Gänge in der Bibliothek waren viel zu eng für Susi und als Susi sich endlich durchgequetscht hatte, fiel ein Bücherregal um. Susi ging weiter und fand ein Buch, das zu ihr passte. Das Buch hieß: Was ist was Tierpark In dem Buch kamen auch Esel vor. Susi war begeistert und nahm das Buch aus dem Regal. Aber blöderweise konnte man dieses Buch nur ausliehen und nicht behalten. Susi nahm das Buch trotzdem und ging damit zur Kasse. Der Kassierer war zuerst schockiert, weil er noch nie einen Esel bedient hatte. Haben sie denn eine Büchereikarte? fragte der Kassierer. Nee, da musste Susi passen. Tja, das tut mir leid, dann können sie dieses Buch nicht mitnehmen. Susi war darüber sehr traurig. Als der Kassierer ihr enttäuschtes Gesicht sah, sagte er schließlich: Na schön, dann will ich mal nicht so sein. Sie können das Buch mitnehmen. Susi stieß vor Freude ein lautes I-Ah raus. Der Kassierer wär vor Schreck fast vom Stuhl gefallen. Susi verließ die Bibliothek mit dem Buch im Maul. Plötzlich bekam Susi Sehnsucht nach ihrem Gehege und an Pedro und Gertrud. Susi beschloss also, zurück zum Tierpark zu galoppieren. Wieder in ihrem Gehege hatte Susi viel zu erzählen. Pedro und Gertrud waren tief beeindruckt. Susi lebte noch glücklich und zufrieden bis an ihr: ENDE

Partner des Projekts:
Museumsschule Köln
Gefördert durch:
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Alle Artikel zur Kunstaustellung 2024 – “Mein Held in der Natur”
Tierische Kunstwerke : Schüler*innen bringen den Zoo in die Bibliothek
Bunte Abenteuer aus der Tierwelt
Süß wie ein Päckchen Zucker – Tierische Kunst

Süß wie ein Päckchen Zucker – Tierische Kunst

Auch heute gibt es wieder einen Einblick in die aktuelle Kunstausstellung der Paul-Kraemer-Schule in unserer Bibliothek.

Mehr zu der Ausstellung erfahren Sie in unserem ersten Beitrag.

Wer mag sie nicht? Erdmännchen, sie schauen aus ihren Löchern und stellen sich auf die Hinterbeine, um Ausschau zu halten. Auch Alan kann sich für diese faszinierenden Tiere begeistern. Stundenlang könnte man sie sich im Zoo anschauen und sie beobachten.

MEIN ERDMÄNNCHEN MAX

MEIN ERDMÄNNCHEN MAX LEBT IN AFRIKA, UND ZWAR IN DER SAVANNE ODER HALBWÜSTE.

ES IST EIN JUNGES ERDMÄNNCHEN UND IST 2 JAHRE ALT.

ER BUDDELT VIELE LÖCHER UND HÖHLEN UNTER DER ERDE, UM SICH DORT ZU VERSTECKEN.

MEIN ERDMÄNNCHEN IST 30CM GROß UND WIEGT 730g. DAS SIND 1,5 PACKUNGEN ZUCKER.

ICH FINDE ERDMÄNNCHEN COOL, WEIL SIE SO AUFMERKSAM SIND UND IHR REVIER BESCHÜTZEN.

– Alan –

Die Künstlerin Anjali widmet sich dem bedrohten Schicksal der Blauaras. Mit ihrem Bild und Text möchte sie auf die Gefahren aufmerksam machen, die diesen Tieren durch den Verlust ihres Lebensraums drohen. Das Bild vermittelt aber auch eine leise Hoffnung: Wenn dieses Papageienpaar und ihr Lebensraum geschützt werden, können ihre Bestände vielleicht wieder wachsen.

Der einzige Blau-Ara

Auf meinem Bild sind zwei Blau-Aras zu sehen Ein Männchen und ein Weibchen. Es sind die letzten ihrer Art. Sie leben im Regenwald. Die Blau-Aras sind vom Aussterben bedroht und werden vielleicht auch auf dem Schwarzmarkt verkauft, was illegal ist. lch mag die Blau Aras wegen ihren blauen Federn und weil sie auch etwas Mystisches an sich haben.

– Gülten –

Nicht nur Bilder, sondern auch Figuren aus Naturmaterialien und Ton warten in der Ausstellung auf Interessierte. (TR)

Ausstellungsdauer: 06.06.24 – 20.06.24

Ort: Zentralbibliothek am Neumarkt
3. Etage, Lernwelt
Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Während unserer Öffnungszeiten

Partner des Projekts:
Museumsschule Köln
Gefördert durch:
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Bunte Abenteuer aus der Tierwelt

Anlässlich unserer aktuellen Kunstausstellung “Mein Held in der Natur”, möchten wir auch in dieser Woche weitere Kunstwerke und Geschichten der jungen Künstler*innen vorstellen. In diesen kurzen Geschichten beschreiben sie ihre Bilder und erklären zum Teil auch, warum sie sich für dieses Bild entschieden haben.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie in unserem ersten Beitrag.

Das erste Bild handelt von einer ungewöhnlichen Freundschaft und davon, dass die beiden Tiere irgendetwas im Schilde zu führen scheinen.

Ein gemaltes Bild von Meryem auf dem ein schwarzer Strauß und ein Erdmännchen zu sehen sind. Im Hintergrund ist eine Savanne ähnliche Landschaft und entsprechende Bäume

2 Freunde

Erdmännchen Maria und Rose, das Straußenmädchen, machen am liebsten Ausflüge, um ihre Freunde, die Affen, zu besuchen, um dort gemeinsam Quatsch zu machen.

– Meryem –

Der Name des Krokodils auf dem zweiten Bild weckt bei dem einen oder anderen vage Erinnerungen an ein ganz bestimmtes Lied. Die Lieblingsspeise des Krokodils ist dagegen sehr ungewöhnlich, aber äußerst sympathisch.

Schnappi, das Krokodil

Schnappi lebt in einem Fluss im Dschungel mit seiner Frau und vielen Kindern.

Es ist ein besonders nettes Krokodil. Es kümmert sich um alle Flussbesucher und isst besonders gerne Spaghetti und Früchte.

– Aiden –

Im dritten und letzten Bild sehen wir nicht nur einen wunderschönen Flamingo, sondern erfahren auch, warum er diese Farbe hat. Hätten Sie es gewusst?

Der schöne Flamingo

Der schöne Flamingo Clara steht in einem See in Afrika. Sie sucht nach Nahrung, am liebsten isst sie kleine Krebse. Durch den Farbstoff in den Krebsen werden ihre Federn rosa. Sie steht auf einem Bein, damit sie im kalten Wasser nicht so schnell friert.

Ich mag Flamingos so gerne, weil so ruhig sein können.

– Gülten –

Ausstellungsdauer: 06.06.24 – 20.06.24

Ort: Zentralbibliothek am Neumarkt
3. Etage, Lernwelt
Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Während unserer Öffnungszeiten

Partner des Projekts:
Museumsschule Köln
Gefördert durch:
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Tierische Kunstwerke: Schüler*innen bringen den Zoo in die Bibliothek

Seit einigen Jahren finden Kunstprojekte mit Schülerinnen und Schülern der Paul-Kraemer-Schule statt, die anschließend in der Stadtbibliothek Köln am Neumarkt ausgestellt werden. Auch in diesem Jahr fand das Projekt in Kooperation mit der Museumsschule Köln statt und wurde vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von zwei Kunstpädagoginnen, einer Museumspädagogin und einer Künstlerin.

Für die 14 Schülerinnen und Schüler begann das Projekt „Mein Held in der Natur“ mit einem inspirierenden Besuch im Kölner Zoo, denn die Natur braucht Helden mit besonderen Fähigkeiten!

Die Künstlerinnen und Künstler setzten sich intensiv mit ihren persönlichen Tierhelden auseinander und verarbeiteten ihre Erlebnisse kreativ und farbenfroh in ihren Kunstwerken.

Überall wurden Ideen gesammelt, sei es mitten im Museum sitzend und malend, beim Bestaunen des großen Wandbildes mit Tieren im Museum Ludwig oder bei einer Kakaozeremonie im Foyer. Der Kakao war zwar nicht jedermanns Sache, da er laut Meryem bitter schmeckte, inspirierte sie aber zu einer Zeichnung des Kakaobaums.

Die Ausstellung zeigt eine beeindruckende Vielfalt an Techniken und Materialien, darunter Acryl auf Leinwand, Portraits auf Holz, glasierter Ton und Kunstwerke auf Baumscheiben. Dabei sind auch Techniken berühmter Künstler wie Picasso zu erkennen. Bei den Gesichtern auf Holz wurde zunächst zweidimensional auf einem Blatt gezeichnet und anschließend wurde das Gezeichnete dreidimensional auf Holz übertragen.

Als besonderes Highlight wurde am Ende des Projektes ein Teil der Außenfassade der Paul-Kraemer-Schule mit einem riesigen Wandbild bemalt, so dass die Tiere auch in der Schule ein neues Zuhause gefunden haben.

Bei der gestrigen Eröffnung hatten die Besucher*innen die Gelegenheit, bei einem gemeinsamen Rundgang, die Geschichten hinter den Kunstwerken direkt von den jungen Künstler*innen zu hören, die diese noch recht schüchtern, aber trotzdem stolz präsentierten.

Bis zum Ende der Ausstellung werden wir hier weitere Geschichten veröffentlichen.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, die Ausstellung zu besuchen und die kreativen Tierhelden zu entdecken, die noch bis zum 20.06. die Bibliothek bewohnen. (TR)

Ausstellungsdauer: 06.06.24 – 20.06.24

Ort: Zentralbibliothek am Neumarkt
3. Etage, Lernwelt
Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Während unserer Öffnungszeiten

Partner des Projekts:
Museumsschule Köln
Gefördert durch:
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

“KI & Du?” oder eher “Ich & die KI?”

Du möchtest dein Wissen über die Anwendung von KI nochmal im Schnelldurchlauf testen? Mit kleinen Quizzen und kompakten Informationen ist das hier möglich.

Alle Infos könnt ihr euch auch nochmal als Handout runterladen.

Abschnitt 1 – Kompakte Informationen über KI

Abschnitt 2 – Informationen zum Prompten

Abschnitt 3 – Informationen für deinen konkreten Einsatz von KI

Du kannst dir auch diesen Entscheidungsbaum speichern / einen Screenshot machen. Nimm ihn zur Hilfe um zu entscheiden ob der Einsatz von KI für deine Zwecke geeignet ist.

Phänomen Stitch – Kunst auf Social Media

Social Media bringt immer wieder verschiedene Phänomene hervor. Angefangen bei Memes, die es bereits seit den 90ern gab, bis heute zu Duetten und Stitches auf TikTok.

Über TikTok

TikTok selbst ist ein soziales Netzwerk, das zu Beginn mit Lip-Sync-Videos die Smartphones der Kinder und Jugendlichen eroberte. Laut JIM-Studie 2023 ist TikTok nach WhatsApp und Instagram die drittbeliebteste App bei Jugendlichen (JIM 2023, S. 27) und liegt bei der täglichen Nutzung fast auf demselben Niveau wie Instagram (JIM 2023, S. 33). Bis heute entwickeln sich sowohl App als auch Inhalte ständig weiter. Unterhaltung und Bildung sind mittlerweile beide auf TikTok zu finden. 2019 wurde unter dem #EduTok dazu aufgerufen, Videos nicht nur zu Unterhaltungszwecken zu erstellen. EduTok Formate sind z. B. Die Wissenschaftlerinnen oder MatheNick . 30 Prozent der Jugendlichen nutzen TikTok auch, um mehr über das Weltgeschehen zu erfahren (JIM 2023, S. 44).

TikTok wird jedoch auch immer wieder stark kritisiert, z. B. wegen Missachtung der DSGVO und fehlendem Jugendschutz, was sich z. B. in Form von Cybergrooming (Missbrauch im Netz) oder dem Verbreiten von gezielter Desinformation zeigt. Ein Risiko ist aber auch die Teilnahme an riskanten Challenges, zu denen auf TikTok aufgerufen wird.

Es gibt allerdings auch ungefährliche Aufrufe, beispielsweise zum Stitchen (Reagieren und Aneinanderreihen von Videos) oder zu einer #duetchallege (Weiterentwicklung des Videos) bzw. #duetchain bei längeren Duett-Videos. Beide Formate existieren auch in Mischformen, so kann auf ein Duett reagiert werden oder sich an einen Stitch auch ein Duett anschließen.

Stitche und Duette

Um Stitche und Duette ging es auch in unserem Workshop “Phänomen Stitch”, der von der fjmk – Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW durchgeführt wurde.1 Nach einem theoretischen Input zu TikTok ging es darum, selbst Videos zu Stitchen oder Duette zu erstellen. Dabei braucht es gar keine großen Erfahrungen im Schneiden von Videos – alles ist in die App integriert. Das ist super praktisch und kann wirklich durch jeden bedient werden. Sollten doch einmal mehr Funktionen oder andere Vorlagen benötigt werden, liefert ByteDance, das Unternehmen hinter TikTok, mit CapCut gleich den passenden Videoeditor dazu.

Kreatives Schaffen

Beim Erstellen der eigenen Videos zeigte sich auch, wie viel beim Filmen von Content beachtet werden muss. So muss das erste Video lang genug sein, damit ein Duett funktioniert und auch das Platzieren des Endes des nächsten Videos muss offen genug sein, damit ein weiteres Video ergänzt werden kann. Auch der Zeitaufwand darf nicht unterschätzt werden. Fehlversuche und das richtige Timing der Musik kosten meistens mehr Zeit als gedacht. In unserem Fall kam noch ein weitere Zeitfaktor hinzu: umkippende Dominosteine auf Teppichboden. Daher der Tipp für zuhause: Wer wie wir ein Video mit Dominosteinen machen will und einen unebenen Teppichboden hat, sollte sich besser einen anderen Untergrund suchen. 😀

Und am Ende?

Am Ende des Workshops und des kreativen Schaffensprozesses stand dann jedoch – wie zur Belohnung – ein Video. Insgesamt ein sehr schöner Workshop, der einen Mix aus Theorie und Praxis aufzuwarten hatte. Besonders gut: TikTok war auf Geräten vor Ort vorinstalliert, so musste sich niemand Gedanken darüber machen, sich die App noch mal eben aufs Handy zu laden. Also, gerne wieder, aber jetzt erstmal viel Spaß beim Gucken und #DominoDay.

Ein Domino Duett, im Rahmen des Workshops Phänomen Stitch aus der Workshopreihe Kunst auf Social Media erstellt
  1. Der Workshop Phänomen Stitch ist Teil der Workshopreihe Kunst auf Social Media. Alle diese Workshops finden in Kooperation mit der fjmk – Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW statt und werden durch die Rheinenergie-Stiftung Kultur gefördert. Alle Workshops der Reihe finden Sie unter: https://t1p.de/KuASoMe ↩︎

Impuls Plus: Emotionen der Spätromantik – Richard Wagner, Alma Mahler, Richard Strauss

Einführungsgespräch am Freitag, 5. April 2024 um 17:30 Uhr in der Stadtbibliothek mit anschließendem Konzertbesuch in der Kölner Philharmonie

Kaum eine Musik zeigt mehr Emotionen als die der Spätromantik. Das Bundesjugendorchester widmet sich in seinem Konzert den bedeutendsten Vertretern dieser Epoche: Richard Wagner und Richard Strauss. Nicht selten wurden ihre Kompositionen als Klangkulisse für Filme verwendet: Strauss‘ prächtige Tondichtung »Also sprach Zarathustra« diente schon Stanley Kubrick als Soundtrack für seinen Monumental-Streifen »2001: Odyssee im Weltraum« und Wagners Vorspiel zu »Tristan und Isolde« ist in der Eröffnungssequenz von Lars von Triers »Melancholia« mit Kirsten Dunst zu hören. Aber auch die Komponistin Alma Mahler, zu Lebzeiten musikalisch stets im Schatten ihres Ehemanns Gustav, rücken die Nachwuchsmusiker*innen des Bundesjugendorchesters zusammen mit der herausragenden Altistin Wiebke Lehmkuhl in den Fokus. 

Mit »Impuls Plus« lädt die Kölner Philharmonie vor dem Konzertbesuch zu einem Einführungsgespräch mit Dr. Elizabeth Schlüssel in der Zentralbibliothek ein: Hier erfahren die Teilnehmenden tiefere oder ganz neue Einblicke in die Werke des Konzertabends. Hintergrundgeschichten, wissenswerte Aspekte und interaktive Elemente stimmen auf das Konzert ein.

Gefördert vom Kuratorium KölnMusik e. V. 

Eine Kooperation der Stadtbibliothek Köln und der Kölner Philharmonie (KölnMusik)

Bundesjugendorchester © Selina Pfruener

Konzert am Freitag, 05.04.2024, 20 Uhr

Wiebke Lehmkuhl | Bundesjugendorchester | Elias Grandy
»Also sprach Zarathustra«

Mitwirkende:

Wiebke Lehmkuhl Alt
Bundesjugendorchester
Elias Grandy
Dirigent

Konzertprogramm:

Richard Wagner
Vorspiel
aus: Tristan und Isolde WWV 90
Handlung in drei Akten. Libretto vom Komponisten

Richard Wagner
Isoldes Liebestod
aus: Tristan und Isolde WWV 90
Handlung in drei Akten. Libretto vom Komponisten

Alma Mahler / Colin Matthews / David Matthews
Sieben Lieder für mittlere Stimme und Orchester

Richard Strauss
Also sprach Zarathustra op. 30 TrV 176
Tondichtung (frei nach Friedrich Nietzsche) für großes Orchester

Link zum Konzert

Ablauf:
17:30 – 18:30 Uhr: Stadtbibliothek: Einführung mit Elizabeth Schlüssel
18:30 – 19:00 Uhr: Stadtbibliothek: Führung durch die Musikbibliothek
20:00 – 22:00 Uhr: Konzertbesuch in der Kölner Philharmonie (Einlass ab 60 Minuten vor Konzertbeginn)  

Kosten:
21,-€/10,-€* pro teilnehmende Person
inkl. Einführung, Konzertkarte und VVK-Gebühren. Ein VRS-Ticket ist in der Konzertkarte erhalten.

*Ermäßigung für Schüler*innen, Studierende unter 29 Jahren und Köln-Pass-Inhabende.

Anmeldeschluss und Frist der Ticketbuchung: 15.03.2024

Informationen zur Ticket-Buchung zu den hier genannten Kosten und elektronischen Bezahlung erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.

Zur Anmeldung bitte hier klicken

Alle Fotos © Selina Pfruener

Auch die Stadtteilbibliothek Ehrenfeld ist jetzt ein Dritter Ort!

Sie wurde kurz (und schmerzlich!) vermisst, aber nach der geplant kompakten Schließzeit von einer Woche konnte die Stadtteilbibliothek Ehrenfeld (Subbelrather Straße 247-249) bereits am 20. November wieder eröffnen – und erstrahlt in ganz neuem Glanz!

So wurde das gesamte Bibliotheksmobiliar ausgetauscht, frische Farben und Designelemente schmücken nun die Wände, während behagliche Sitzmöbel die Besucher*innen zum längeren Aufenthalt einladen. Überhaupt ist die Atmosphäre sehr viel wärmer als zuvor: So wartet auf die kleinen Gäste ein großer Kuscheltierhase und in der Mitte der Bibliothek hat gar ein Baum Platz gefunden.

Eine Kundin fand es am ersten Tag nach Wiedereröffnung gar so gemütlich, dass sie zu Protokoll gab, am liebsten gleich (über Nacht) bleiben zu wollen. Sie bezeugt damit den Erfolg des Weges hin zu “Dritten Orten”, also offenen und kostenlosen Begegnungs- und Aufenthaltsräumen im Veedel mit einem breiten Angebot an Büchern und diversen Medien, aber auch Musikinstrumenten und vielen anderen ausleihbahren Dingen.

Diesen Weg hat die Stadtbibliothek Köln unter anderem mit der Umgestaltung der Stadtteilbibliotheken in Kalk und Rodenkirchen eingeschlagen und hat auch für die im kommenden Jahr beginnenden Generalsanierung der Zentralbibliothek am Neumarkt Großes vor. 

Von „One, two, three, four!“ zu 10101000110010 – Schallplatten digitalisieren an der Vinylbar in der Stadtbibliothek

Viele Jahre haben unsere beiden Schallplattendigitalisierer treu ihren Dienst getan. Und plötzlich haben sie sich zeitgleich in den Ruhestand verabschiedet und beschlossen ihre Funktionalität einzustellen. Es war klar: wir brauchen Ersatz! Denn nach wie vor waren und sind wir oft die Anlaufstelle, wenn es um das Transferieren von Schallplatten-Schätzen ins digitale Zeitalter geht. Die praktischen und vor allem auch qualitativ hochwertigen „All in One“-Lösungen waren in der Zwischenzeit leider so gut wie völlig vom Markt verschwunden, doch das konnte uns nicht stoppen. So freuen wir uns, dass es mit einem neuen Konzept nun wieder möglich ist als Besucher*in an unserer Vinylbar in der Zentralbibliothek private Schallplatten zu digitalisieren!

© Stadtbibliothek Köln

Die Digitalisierung läuft nun über Plattenspieler und einen angeschlossenen PC mit der kostenfreien Software Audacity. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung befindet sich am Platz, so dass die Vinylbar jederzeit völlig eigenständig genutzt werden kann. Ein privater mitgebrachter oder bei uns geliehener Kopfhörer wird benötigt. Nach der Aufnahme kann man wählen die Musik auf CD zu brennen oder auf USB-Stick abzuspeichern. Der Stick bzw. CD-Rohling sind bitte mitzubringen.

© Stadtbibliothek Köln

Eine Anmeldung ist für die Nutzung nicht erforderlich, es gilt das Windhund-Prinzip. Auf jeden Fall sollte man ausreichend Zeit und Muse mitbringen, denn die Digitalisierung erfolgt in Echtzeit.

Übrigens gibt es auf der 4. Etage weitere Geräte zur Digitalisierung von Audio-Kassetten an unserer Kassettenbar, Dias und Filmstreifen an unserem Diascanner und von VHS-Kassetten an unserer Filmbar.
 
Viel Spaß beim Digitalisieren!

MINT gestaltet den Wandel

Unter dem „Motto gestalte den Wandel“ fand 2023 das sechste MINT-Festival der Stadtbibliothek Köln statt. Eröffnet wurde das MINT-Festival mit Clarrisa Corrêa da Silva, der Moderatorin von „Wissen mach Ah!, und ihrem Buch „Mein wunderbares ich“.

Getreu dem genannten Motto fanden neben den Dauerbrennern wie „Chemie aus der Küche“ und „Coding“ Veranstaltungen zu „Mobilität in der Smart City“, „DIY-Fahrradworkshop“ und „Basteln XXL“ statt, bei dem Kinder die Fortbewegungsmittel de Zukunft designen konnten.

Ein Highlight in diesem Jahr war die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen!“ des Mathematikums Gießen, die in der Zentralbibliothek zu finden war. Noch nicht ganz aufgebaut zog sie bereits wie ein Magnet die Kinder an. Aber auch Erwachsene hatten ihren Spaß und bauten Körper oder tüftelten aus, welches die kürzeste Strecke ist alle Hauptstädte der Bundesländer abzufahren. (Kleiner Tipp, der Weg endet in München.)

Auch das Thema KI durfte nicht fehlen. So hatten wir Herrn Kerstings, einer der führenden KI-Forscher zu Gast, der einen Abend lang über das Thema KI und die Auswirkung auf die Gesellschaft redete. In einer früheren Veranstaltung redete er bereits über die Funktionsweise und den KI-Hype. https://www.youtube.com/live/v2uPiyvXH-8?si=X_l1Ir8p-kzNlyh_

Den Abschluss bildete wie jedes Jahr, der MINT-Aktionstag, der einen Samstag lang das Erdgeschoss bevölkerte. Mit Ständen zu Insekten in Lebensmitteln, Zauberwürfeln und Algorithmen oder dem Basteln von Windrädern aus Klopapierrollen mit den Ingenieuren ohne Grenzen e.V. konnten sich alle mit den vielen Facetten von MINT befassen. Wie in jedem Jahr war auch die Stadtbibliothek mit einem Stand vertreten an dem Roboter und KI getestet werden konnte. Zusätzlich zum Erdgeschoss breitete sich der Aktionstag auch vor der Bibliothek mit einer Fahrradreparaturwerkstatt und einem Fahrradparcours aus und rundete das Programm damit ab.