Drei Workshops und ein „Hallo“ für die Stadtbibliothek von Morgen

Stellen sie sich folgendes vor: Ihre Küche ist bereits 30 Jahre alt und inzwischen ziemlich heruntergerockt. Es muss etwas Neues her. Also alle alten Möbel raus, die Tapeten von den Wänden, Wasser- und Elektrizität müssen auf den neuesten Stand gebracht werden. Mit der Sanierung stellt sich zugleich die Frage: Für wen soll die neue Küche wie aussehen? Soll die neueste Technik hinein, also Induktionsherd, Pyrolyseofen, Thermomix und Kühlschrank mit Internetanschluss?

Viele Fragen und viele Möglichkeiten. Ein bisschen geht es auch uns so – den Mitarbeitenden der Zentralbibliothek, die im Sommer 2024 aus dem sanierungsbedürftigen Josef-Haubrich-Hof ins Interim in der Hohe Straße gezogen sind. Ebenso den Kolleginnen und Kollegen der Stadtteilbibliotheken oder des Bücherbusses. Wenn voraussichtlich 2028 die Karawane wieder zurück ins frisch sanierte Gebäude der Zentralbibliothek zieht, wenn die sanierte Stadtteilbibliothek in Neubrück wiedereröffnet und wenn wir uns die gesamte Bibliothekslandschaft der Stadt anschauen: was erwartet uns in nächster Zukunft? Welche Inhalte wollen wir wie anbieten?

Dritter Ort, Dachterrasse, Dom-Blick, und sonst?

Die Stadtteilbibliotheken wie auch die Zentralbibliothek sollen mehr und mehr als „Dritter Ort“ funktionieren. Der Dritte Ort ist ein Platz, an dem Sie als Besuchende sich so wohl fühlen sollen wie daheim oder (hoffentlich auch) auf der Arbeit. Es sind schließlich die Orte, an denen wir Alle die meiste Zeit verbringen. Sie sollen gerne zu uns kommen, Freund*innen treffen, gemeinsam lernen und spielen. Nicht nur Bücher ausleihen, sondern zum Beispiel – aus der Bibliothek der Dinge – eine Eismaschine mit nach Hause nehmen, wo Sie in Ihrer renovierten Küche 14 Tage lang Erfrischungen produzieren können. Wir versprechen: Die vom niederländischen Architekten Aat Vos geplante Zentralbibliothek wird umwerfend gut aussehen und viel mehr als zuvor anbieten, inklusive Dachterrasse mit Dom-Blick. Dass Vos es kann, hat er bereits mehrfach bewiesen: hier, hier und natürlich in unserer Stadtteilbibliothek Kalk.

Bleibt die Frage: Und sonst? Genauer gesagt, mit welchen Inhalten, Themen wollen wir diese Bibliotheken mit Leben füllen? Was erwarten Sie eigentlich als Besucher*in von Ihrer Stadt(teil)bibliothek?  In drei Workshops – einen im Januar, zwei im Juli 2026 – hat sich das gesamte Team der Kölner Stadtbibliothek zusammengesetzt und sich kreativ über die passende „Kücheneinrichtung“ Gedanken gemacht.

Ein neues Konzept für unsere Bibliotheken entwickelt man nicht mal eben so. Dass wir überhaupt die Möglichkeit und den Freiraum zum „Herumspinnen“ hatten, verdanken wir dem Programm „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“. Die Kulturstiftung des Bundes hatte mit dieser Initiative Kulturinstitutionen wie Museen, Theater und Bibliotheken dazu eingeladen, neue Modelle für ihre Arbeit zu erschaffen, um sich zukunftssicher aufzustellen. Unter den 50 Institutionen, die in der ersten Phase ausgewählt wurden und gefördert werden, ist auch die Stadtbibliothek Köln. Das Projekt wird gerahmt durch professionell organisierte Zukunftsforen sowie gemeinsame internationale Inspirationsreisen Es stehen Fördermittel bereit für die Durchführung des eigenen Projekts, zum Beispiel für Personalworkshops, Befragungen und Recherchefahrten. So konnten wir uns gut gerüstet auf die Reise in die Zukunft begeben. Profi-Reisebegleiter sind unter anderem zwei Mitarbeitende aus dem „Innovationsbüro der Stadt Köln“.

Übermorgen hat bereits begonnen

Der vom Zukünftekollektiv future probes moderierte Workshop im Januar projizierte die Stadtbibliothek in das Jahr 2046. Vier mögliche Szenarien waren vorgegeben, die insgesamt eher düster angelegt waren. Klimakrise, Demokratiekrise, leere Kassen und die Macht der Social Media-Riesen waren der Rahmen, in dem die Stadtbibliothek ihren neuen Platz finden sollte. Auf großen Blättern wurden teils kühne Entwürfe skizziert, die sich der Düsternis mit Optimismus entgegenstemmten.

Wenn man die Wünsche und Ideen, die an dem Tag zusammengetragen wurden, in ein Gesamtbild packt, sähe die Stadtbibliothek 2046 so aus:

Sie wäre eine Art Multifunktionshalle auf vier Rädern, die sich nach Belieben aufpumpen und wieder zusammenfalten lässt, mit verschiebbaren Inneneinrichtungen, die sich den Bedarfen der Nutzenden jeweils anpassen lassen. Die Bibliothek ist ein Leuchtturm, der seine Position beliebig oft ändert, ohne die Boote der wissensdurstigen Kölner*innen fehlzuleiten. Mal leuchtet das Licht unserer Einrichtung im Park, mal in Kellern, mal in Seniorenheimen, Gefängnissen oder in Flüchtlingsunterkünften.

Die Stadtbibliothek ist aber auch ein Baum, komplett verwurzelt und vernetzt  mit Institutionen, anderen Bibliotheken, Vereinen, Sozialeinrichtungen, Häusern der Bildung und der Kultur, bis hinein ins private Wohnzimmer oder in Underground-Archive. Das Angebot ist überaus verlockend, denn es ist rund um die Uhr geöffnet und kann kostenlos genutzt werden. Alles ist flächendeckend finanziert durch die Kommune, entwickelt von den Mitarbeitenden gemeinsam mit den Besuchenden. Damit wird die Rolle der Bibliothek als demokratische und für die Stadtgesellschaft unverzichtbare Einrichtung gestärkt. Mitarbeit von Bürger*innen wird belohnt und gewürdigt, die Transformation der Bibliothek ist gemeinsame Arbeit zwischen den Bibliotheken und der Stadtgesellschaft.

Sie lachen? Ja, wir auch. Aber das Schöne an wild gesponnenen Utopien ohne Schere im Kopf ist, dass sie sich anschließend gern in Realitäten einschleichen. Erst in Gedanken, dann in Worten und Taten: Ja, so kann es klappen!

Zwei Themen haben sich im weiteren Brainstorming ergeben, die für uns Sinn machen. Im Fokus standen die Begriffe Kooperation und Beteiligung. Das war von da an unser Fokus.

Kooperation und Beteiligung (bis nach Düsseldorf)

Mit diesem Vorhaben sind wir im Juli in zwei weitere Workshops mit dem gesamten Bibliotheksteam gegangen. Wir wollen die anstehenden Veränderungen nicht alleine schultern. In Zeiten schwieriger Haushaltslagen würde uns das ebenso überfordern wie die Tatsache, dass wir uns zwar gut auskennen in der Bibliothekswelt, aber beispielsweise wenig Expertise in Sachen Sozialarbeit oder Pädagogik besitzen. Also „Kooperation“. Gemeinsam mit anderen Einrichtungen der Stadtgesellschaft können wir so einen freundlichen offenen Ort für möglichst alle Kölner*innen schaffen. Ein Platz, der Lernen ermöglicht, aber auch das Kennenlernen.

Im ersten Workshop haben wir zusammengetragen, was in der Vergangenheit bereits alles an punktueller wie langlebiger Zusammenarbeit in den Stadtteilbibliotheken wie der Zentralbibliothek stattfand. Wir kamen auf eine erstaunliche Anzahl von Projekten. Diesen Weg wollen wir weitergehen, pflegen und ausbauen. Und dafür sind wir sogar bereit, vermeintliche „Feindbilder“ ins Reich der Legenden zu verbannen. Es gab bereits erste Treffen und konkrete Überlegungen, wie die Stadtbibliothek in Düsseldorf mit der Kölner Einrichtung kooperieren kann.

Und dann gibt es ja auch noch Sie, unsere Besucher*innen. Sie sind die Alltagsexpert*innen, auf deren Erfahrungen wir setzen und deren Wünsche wir hören möchten. Neue Modelle der Beteiligung sollen ausprobiert und ausgebaut werden. Dazu laden wir Sie demnächst häufiger und herzlich ein.

Haben Sie noch Fragen zum Projekt Übermorgen bei der Stadtbibliothek? Dann schreiben sie uns doch bitte!
https://www.stadt-koeln.de/service/onlinedienste/kontakt/?mt=43

Mehr Infos zum Förderprogramm

Gefördert in „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Das Programm wird in Kooperation mit Bureau Ritter als Programmbüro durchgeführt. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Übermorgen − Neue Modelle für Kulturinstitutionen  

Christian Scheuß

gamescom Warm-up 2026

Mittwoch 19.08., 17 Uhr in der Zentralbibliothek im Interim: Ein Trommelwirbel, eine letzte Verlosung und drei überglückliche Gewinner*innen beenden das diesjährige gamescom Warm-Up.  

Anlässlich der gamescom, der weltweit größten Spielemesse, wurde der Veranstaltungsbereich der Zentralbibliothek im Interim kurzerhand in eine Spielelandschaft verwandelt. Ab Mittag wurde eifrig gespielt, gelost und – ja, auch gemalt. Wie bei unserem Warm-up üblich, konnten die überwiegend jungen Gamer*innen an verschiedenen Stationen „zocken“ und dabei Stempel für die Verlosung sammeln.

Für jeden Geschmack war etwas dabei: Astro Bot, Pokémon Snap, Mario Kart, Beat Saber sowie verschiedene Retro- und Gesellschaftsspiele. Über überraschend großen Zulauf freute sich die Malstation. Dort konnten Groß und Klein Bilder bekannter Spielfiguren ausmalen und anschließend mit nach Hause nehmen.

Wer drei Stationen erfolgreich gemeistert hatte, konnte an der Verlosung von Sofortpreisen teilnehmen. Alle Teilnehmenden ab 14 Jahren hatten außerdem die Möglichkeit, bei der Hauptverlosung gamescom-Tickets oder eine Konsole zu gewinnen. Dafür ließen sich sogar manche Eltern zum Spielen animieren, um anschließend ihr Los in das Gewinnglas zu werfen.

Die Verlosung von zwei Nintendo-Switch-Konsolen wurde durch eine großzügige Spende von Nintendo ermöglicht. Das Unternehmen stellte uns außerdem zahlreiche Merchandise-Artikel zur Verfügung. Auch die Koelnmesse unterstützte uns mit weiteren Ticketcodes, sodass die Gewinner*innen die Messe gemeinsam besuchen können. So waren wir in der glücklichen Lage, einer Gruppe junger Besucher*innen mit Fluchterfahrung und ihrer sehr engagierten Betreuerin einen Messebesuch zu ermöglichen.

Am Ende des Tages konnte das Gaming-Team der Stadtbibliothek Köln zufrieden „Game over“ sagen: Die Preise waren vergeben, die Vorräte an Merchandise deutlich geschrumpft. Rund 125 Teilnehmende hatten Spaß beim Fotografieren mit digitalen Pokémon, beim Tanzen auf der Tanzmatte oder beim Spielen von Beat Saber mit der VR-Brille.

Die glücklichen Gewinner*innen unserer Tickets werden am Sonntag die gamescom besuchen. Es war eine gelungene Einstimmung auf das Feeling der größten Spielemesse der Welt.

Wir wünschen allen viel Spaß auf der Messe und den Veranstaltungen in der Stadt!

Orange Days: Kooperation mit dem Amt für Gleichstellung – orangene Bänke im Interim und in Porz

Orangene Bank – Fernaufnahme aus dem Erdgeschoss des Interims der Zentralbiblitohek

Im Rahmen der Orange Days – den internationalen Aktionstagen gegen Gewalt an Frauen vom 25. November bis 10. Dezember – kooperiert die Stadtbibliothek Köln mit dem Amt für Gleichstellung der Stadt Köln.

Seit 1991 sind die Orange Days eine Kampagne der Vereinten Nationen, die sich gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* richtet. Weltweit finden jedes Jahr zahlreiche Aktionen statt, um auf die alltägliche Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* sowie sexualisierte Gewalt und Femizide aufmerksam zu machen. Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gewalt zu schärfen und Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* zu bekämpfen. 

Als sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen wurde jeweils eine orangefarbene Bank im Interim der Zentralbibliothek sowie in der Stadtteilbibliothek Porz aufgestellt.

Die Bank im Interim steht sehr markant und präsent im Erdgeschoss, um möglichst viel Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema generieren. Falls Kolleg*innen also dazu angesprochen werden, können Sie / könnt ihr gerne erklären, dass sie Teil der gemeinsamen Aktion gegen geschlechtsspezifische Gewalt ist.

Orangene Bank – Nahaufnahme aus Erdgeschoss des Interims der Zentralbibliothek; Die Bank trägt den Schriftzug “Kein Platz für sexuelle Belästigung”

Ab heute, Dienstag, 25.11., wird die Aktion zusätzlich von einer Medienausstellung begleitet, die weiterführende Informationen und Literatur zum Thema bietet.

Medienausstellung passend zu den Orange Days

Auch die Stadtteilbibliothek Porz beteiligt sich an der Aktion und präsentiert ebenfalls eine orangene Bank sowie eine passende Medienauswahl.

Die beiden Bänke werden über den Zeitraum der offiziellen Orange Days 2025 hinaus im Interim und in Porz ein temporäres Zuhause finden und bis Mai 2026 in den Standorten aufzufinden sein.

Weitere Informationen zu den Orange Days findet ihr beim Amt für Gleichstellung unter diesem Link: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/gleichstellung/orange-days

Die Welt in Formen – so war die MINTköln 2025

Die achte Ausgabe unserer MINTköln mit über 100 kostenfreien Veranstaltungen ist nun vorbei. Unser MINT-Festival drehte sich wieder rund um die Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – diesmal auch in Verknüpfung mit Kunst. Das diesjährige Schwerpunktthema „Die Welt in Formen“ begleitete uns während der zwei Herbstferienwochen. Schon in der Auftaktveranstaltung mit den Clowns Hacki und Möppi konnten Kinder und Familien erleben, wie bunte Seifenblasen in unterschiedlichen Formen und Größen entstehen und die Welt verzaubern.  

Eine bunte Mischung aus Workshops, Lesungen und Präsentationen in allen Stadtteilbibliotheken und im Interim der Zentralbibliothek luden kleine und große Teilnehmer*innen und Besucher*innen ein. Es wurden zum Beispiel kreative virtuelle Traumhäuser und Fantasie-Instrumente erstellt, aus Licht entstanden Formen und kleine Roboter wurden von den Kindern so programmiert, dass diese zu Mal-Künstlern wurden. Zahlreiche weitere spannende Experimente – etwa zu Geometrie, Farben, Künstliche Intelligenz und Naturphänomene – sorgte für Staunen und Begeisterung. Auch MINT-Themen wie Solarenergie, Ökorassismus und Architektur bereicherten das abwechslungsreiche und vielfältige Programm.

Zum Abschluss der MINTköln luden wir wieder zum großen MINT-Aktionstag ein. Diesmal fand der Familientag im Interim der Zentralbibliothek statt. An fast 20 Mitmach-Ständen unserer Partner*innen und von uns konnten unsere kleinen und großen Besucher*innen mit viel Spaß in alle MINT-Themenfelder eintauchen und natürlich selbst aktiv werden! 

So entstanden beispielsweise aus alten und vermeintlich leeren Batterien LED-Taschenlampen. Aus alten Jeans wurden individuelle Taschen genäht. Bei Marble Maze bestand die Aufgabe darin, digitale Murmeln auf dem richtigen Weg durch ein kniffliges Labyrinth zu führen. Das geht nur gemeinsam im Team! Spannende Experimente aus der Physik und Chemie, Aktionen rund um Sonnenenergie und das Programmieren und Bestaunen von Robotern ließen bei den Tüftler*innen die Köpfe rauchen. Mit VR-Brillen konnte man sich seine eigene Welt erstellen oder sich selbst als Graffiti-Künstler*in ausprobieren. Außerdem ließ sich mit einfachen Experimenten nachvollziehen, wie sich Starkregen auf versiegelte Flächen auswirkt und was man dagegen tun kann. Fossilien und Mineralien boten Einblicke in die laaange Geschichte der Erde und man konnte ganz praktisch erleben, wie sich Erdbewegungen auf unsere Berge auswirken.    

Beim Repair Café halfen ehrenamtliche Reparateur*innen dabei, defekte Haushaltsgegenstände wieder zum Leben zu erwecken. Denn auch Nachhaltigkeit und der Umgang mit unseren Ressourcen ist uns wichtig. Dies alles uns weitere Aktionen machten den Tag zu einem gelungenen Abschluss des Festivals!

Wir danken all unseren Partner*innen und freuen uns schon auf das nächste MINT-Festival in 2026!

Oh wie schön ist … es ein Repair Café zu haben!

Das durften wir am vergangenen Samstag wieder erleben!

Unser vierteljährlich in der Zentralbibliothek stattfindendes Repair Café hatte Interims-Premiere und war diesmal – besser konnte es ja gar nicht passen – gleichzeitig ins Kölner Klima-Festival eingebettet.

Schön sichtbar in unserem neuen Eingangsbereich konnten sich unsere Besucher*innen bei der Reparatur ihrer Mikrowelle und weiteren elektronischen Geräten von sachkundigen und engagierten ehrenamtlichen Reparateuren helfen lassen. Natürlich ließen wir die Gelegenheit nicht ungenutzt, und so konnten wir auch defekte Dinge aus unserer Bibliothek der Dinge reparieren! Jetzt laufen zwei Nähmaschinen wieder rund, und ein Energiemessgerät misst wieder. Wir finden das ganz wunderbar und sind über diesen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit unser aller Ressourcen sehr glücklich!

Das Repair Café im Erdgeschoss des Interims der Zentralbibliothek. Mit Repail Mobil.
© Stadtbibliothek Köln

Mit dabei war auch das neue Repair Mobil, das durch Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) mit Werkzeug ausgestattet werden konnte. Und Kaffee und Kuchen durften natürlich auch nicht fehlen – ist ja schließlich Repair Café! 🙂

Das nächste Repair Café im Interim der Zentralbibliothek findet übrigens am Samstag, 25. Oktober 2025 statt – im Rahmen unserer MINTköln, am MINT-Aktionstag.

Kindertheaterstück "Das Geheimnis der Gemüsesuppe"
© Stadtbibliothek Köln

Aber auch für die Jüngeren hatten wir Klima-Festival-Programm. Das Kindertheaterstück „Das Geheimnis der Gemüsesuppe“ vermittelte Kindern eine Idee davon, wo Gemüse herkommt und wie wichtig gesunde Ernährung und nachhaltiger Anbau sind.

Beide Programme waren somit schöne Beiträge der Stadtbibliothek zum Kölner Klima-Festival.

E-Books leihen mit dem Tolino Vision Color

Beispiele für Farbdarstellung von Buchcovern auf dem Tolino

Der Vision Color ist eines der neuesten E-Reader-Modelle aus dem Hause Tolino. Seit seinem Release vor einem Jahr hat er (glücklicherweise) schon einige Updates erfahren, die das Ausleihen von E-Books verbessert haben. Denn der Vision Color unterscheidet sich maßgeblich von den älteren Modellen – nicht nur in den Leistungen, sondern auch ganz grundlegend in der Technik. Solltet ihr euch einen selbst kaufen oder bei uns ausleihen, werdet ihr schnell merken, dass ihr nicht nur einige neue Features bekommt, sondern im Grunde ein ganz anderes Gerät in der Hand haltet. Testberichte findet ihr zuhauf im Netz – wir möchten euch hier auf die Änderungen hinweisen, die Auswirkungen auf das Ausleihen von E-Books über unsere Plattformen Onleihe oder Overdrive haben.

Achtung – neues Betriebssystem!

Wir fangen mal mit der Technik an, denn der Vision Color läuft nicht mehr mit der gewohnten Tolino-Software (eine ältere Android-Version), sondern mit dem Betriebssystem von Kobo. Das wiederum basiert auf Linux, was sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt, aber ansonsten leider einige negative Nachwirkungen mit sich bringt.

Die Bedienung des Vision Color ist insgesamt ganz anders aufgebaut als bei den älteren Modellen, die Menüs sind unterschiedlich strukturiert und einige Funktionen muss man gut suchen. Hier mal einige Beispiele:

  • Hatten die älteren Tolino-Modelle noch einen voll entwickelten Internetbrowser, ist der nun beim Vision Color in den Beta-Features versteckt, ist also noch in der Entwicklung.
  • Wenn ihr euch die Startseiten von Onleihe oder Overdrive als Favorit anlegen wollt, geht das über das Drei-Punkte-Menü am unteren Bildrand, das gerne mal übersehen wird.
  • Die Rückgabe von geliehenen E-Books geht nur im Menü “Meine Bücher”, nicht mehr auf der Startseite.
  • Auch der Darkmode ist gut versteckt und benötigt viele Klicks zum Ein- und Ausstellen. Darüberhinaus wird der Darkmode nur auf das Buch angewendet, nicht aber auf die Startseite. Wenn man also abends zwischen zwei Büchern wechseln will, wird’s blendend 🙂

Achtung – DRM!

Der direkte Download auf den Reader funktioniert nicht mehr reibungslos. Das hängt mit der Verarbeitung des digitalen Rechtemanagements (DRM) zusammen. Grundsätzlich nutzt der Vision Color das neue Rechtemanagement LCP statt des Rechtemanagements von Adobe, er kann deshalb auch nicht mehr selbst mit einer Adobe-ID autorisiert werden. Bei Kaufbüchern ist das kein Problem, viele Titel in der Onleihe lassen sich aber nicht mehr direkt herunterladen, und bei Overdrive sind alle Titel davon betroffen.

Die Autorisierung geht daher nur über den Umweg über den Computer. Dazu benötigt ihr das Programm Adobe Digital Editions (ADE, das kann man hier herunterladen). Apple-User könnten benachteiligt sein, da ADE auf Apple-Rechnern schon länger Schwierigkeiten bereitet hat. Wer ADE nutzen kann, fährt aber gut damit. Die Titel lassen sich aus Overdrive oder Onleihe leicht herunterladen, in ADE öffnen und dann auf den Reader übertragen. Ein Rückschritt ist das trotzdem, denn der direkte Download ist eigentlich Standard. Außerdem hat die Onleihe ja auch angekündigt, in absehbarer Zeit ganz auf das Adobe-Rechtemanagement verzichten zu wollen.

Wie sieht’s denn aus mit Hörbüchern?

Hörbücher können zwar laut Handbuch gehört werden, die E-Audios der Onleihe sind jedoch nicht nutzbar, weil auch hier das Rechtemanagement nicht greift – man kann also nur gekaufte Hörbücher hören und diese dann per Bluetooth auf einen Kopfhörer oder eine Box übertragen (einen Kopfhöreranschluss gibt es nicht).

Und jetzt mit Farbe!

Warum viele zu diesem neuen Tolino-Modell greifen, ist das Farbdisplay. Endlich zeigt der Reader nicht nur schwarz, weiß und Graustufen an, sondern auch Farbe! Das Cover des gelesenen Buches könnte ja dann wie im Original aussehen. Bücher mit vielen Bilder wie Kochbücher, Reiseführer oder Comics könnten dann endlich auch auf dem E-Reader Spaß machen.

Jein. Der Tolino hat zwar ein Farbdisplay, aber mit wesentlich weniger Farben als euer Smartphone oder Tablet. Die Farben wirken blass und verwaschen. Für E-Books mit wenigen Abbildungen ist das okay, aber das sollte nicht der Kaufgrund sein. Wenn ihr das vorher mal testen wollt, leiht euch ein Gerät bei uns aus und probiert zu Hause aus, wie sich die Farben von anderen Displays unterscheiden. Ich lese meine E-Comics lieber weiterhin am Tablet, da passt auch die Seitengröße besser.

Fazit

Der Tolino Vision Color ist ein angenehm leichter E-Reader, der gut in der Hand liegt und bestens geeignet ist für Menschen, die sich ihre Bücher selbst kaufen. Wenn ihr hingegen unsere digitalen Angebote Onleihe oder Overdrive nutzt, funktioniert das nur dann rund, wenn ihr einen PC mit dem Programm Adobe Digital Editions habt – damit läuft die Übertragung von E-Books reibungslos.

Wer den Reader gern im Urlaub nutzt, muss vorsorgen und alles vor Reiseantritt auf den Reader geladen haben – ansonsten könnte ein spontaner Download auch danebengehen. Wenn ihr ganz sicher gehen wollt, schaut doch mal die super erklärte Anleitung unserer Kolleg*innen in Erlangen an. Und wenn ihr vom Tolino nicht überzeugt seid, testet den Pocketbook Era Color, den werden wir hier demnächst auch noch vorstellen. Beide Geräte könnt ihr bei uns ausleihen.

Gut informiert – Informationsquellen zum Thema Demokratie

Bibliotheken sind Orte gelebter Demokratie!
Zu einer lebendigen Demokratie gehört auch die Möglichkeit, sich selbstständig und umfassend zu informieren. Mit unserem Medienangebot und unseren Veranstaltungen bieten wir Zugang zu vielfältigen Informationen und Gelegenheit zu Austausch und Meinungsbildung – für alle Altersgruppen. 
Ausführliche Informationen über unseren Aktivitäten und Veranstaltungen der Stadtbibliothek Köln zum Thema Demokratie finden sich auf unserer Homepage

In diesem Beitrag möchten wir auf einige ausgewählte Internetquellen zum Thema aufmerksam machen. Und natürlich fehlt dabei auch ein Hinweis auf unsere eigenen Medienangebote nicht. Bewusst haben wir auch Quellen ausgewählt, die in gut verständlicher Sprache geschrieben sind, um einen möglichst barrierefreien Zugang zu Wissen zu ermöglichen.
Viel Spaß beim Stöbern!

Viele Möglichkeiten zum Recherchieren – auch zum Thema Demokratie – bieten unsere Medienangebote

© CC0-pixabay.com

Informationen in gut verständlicher Sprache

Zum Weiterlesen

Ein Hinweis zum Schluss: Uns ist bewusst, dass die genannten Internetseiten nur eine Auswahl aller Online-Angebote darstellen. Eine Gesamtübersicht ist nicht unser Ziel.

Super 8- und Normal 8-Filme bei uns digitalisieren

Wir haben das Angebot unserer Geräte zur Digitalisierung von Medien erweitert!

Auf mehrfache Anregung können nun auch private „Normal 8“ Filme sowie die, weitaus populäreren, „Super 8“ Filme eigenständig bei uns digitalisiert werden. In den Zeiten vor Videokassetten und Camcordern waren diese Formate der weitverbreitete Standard bei Hobbyfilmern.

Zum Digitalisieren steht ein Filmscanner der Marke Reflecta bereit – aktuell in der Stadtteilbibliothek Porz* EDIT: jetzt im Interim der Zentralbibliothek. Eine Anleitung steht vor Ort zur Verfügung.  Es ist lediglich eine SD/SDHC Karte (bis maximal 32 GB) mitzubringen.

Der Scanvorgang ist äußerst einfach gehalten, es werden weder Computer noch Software benötigt:

Die Filmspule** links montieren, das Band über dem Scanner in der Klappe fixieren, nach Anleitung in die rechte Spule einfädeln und normal8/super8 auswählen. Nach dem Starten wird mit einer Geschwindigkeit von 2 Bildern pro Sekunde das gesamte Filmband abfotografiert und als MP4 Datei auf der mitgebrachten SD-Karte gespeichert.

Zum Ansehen oder zur Qualitätskontrolle des Scans hat der Scanner einen 6cm kleinen Mini-Bildschirm. Alternativ kann man den Reflecta mittels eines USB-Kabels aber auch an einen mitgebrachten Laptop anschließen, eine Software zum Übertragen wird nicht benötigt.

Kurioserweise wird bei Normal8/Super8 Filmen nicht die Filmdauer in Minuten, sondern die Bandlänge in Metern angegeben. Dazu ein Richtwert: das Scannen einer 15 Meter langen Filmrolle dauert ca. 30 Minuten und ergibt eine ca. 3-minütige Mp4 mit einer Dateigröße von 230 MB.

Der Reflecta hält auch eine Rückspulfunktion, sowie Einstellungsmodi zu Belichtung und Schärfe bereit, näheres dazu ist in der angenehm übersichtlichen Gebrauchsanweisung vor Ort nachzulesen.

*Der Filmscanner steht allen Besucher*innen ab sofort in der Stadtteilbibliothek Porz im Interim der Zentralbibliothek zur Nutzung vor Ort bereit. Nach vollständigem Einzugs der Zentralbibliothek in das Interimsgebäude auf der Hohe Str. wird das Gerät später dort zur Verfügung stehen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

** Die Löcher der Filmspulen können 2 verschiedene Größen haben, bei Bedarf liegen dem Reflecta zwei Adapter bei.

Leselounge mit Libby

Der Psychothriller “Nachtflüstern” von Christian Boochs führt euch in die Welt des ASMR. Wer hat den YouTube-Star Lea Grimm ermordet und was hat ihr sanftes Flüstern damit zu tun?

Overdrive stellt uns diesen Titel in der Zeit vom 24.03.-07.04.2025 kostenlos zur Verfügung – mit unbegrenztem Zugriff!

Alle Overdrive- und Libby-Nutzenden können den Thriller dann gleichzeitig lesen oder hören und so am digitalen Buchclub teilnehmen. Diskussionsfragen laden ein, den Thriller noch einmal zu überdenken und gemeinsam über Knackpunkte zu reden. Einen Download-Button dafür findet ihr am Ende des Beitrags.

Jetzt mehr Medien bei Libby!

Vielleicht gibt euch diese Aktion ja auch einen Anlass, um euch noch mal in der Libby-App umzuschauen. Denn wir werden ab sofort einen großen Teil unserer neuen Roman-eBooks und alle unsere neuen E-Audios dort zur Verfügung stellen. Dazu in Kürze mehr – jetzt erst einmal viel Spaß beim Eintauchen in ASMR!

Sonne für die Veedel – packsdrauf Solarpartys in den Stadtteilbibliotheken

Als nördlichste Stadt Italiens haben wir in Kölle viel Sunnesching. Und den kann man bekanntlich auch gut nutzen!

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht eine PV-Anlage auf ihrem Dach zu installieren? Oder sind Sie an Steckersolar-Anlagen für den Balkon oder den Garten interessiert? Dann kommen Sie zur “packsdrauf Solarparty”! Erfahrene und fortgebildete Solarbotschafter*innen geben Tipps und Informationen zur Umsetzung einer eigenen Anlage. Auch Material zum selbst Anfassen und Ausprobieren ist dabei.

Unsere Stadtteilbibliotheken sind Gastgeber, denn mit Nachhaltigkeit kennen wir uns als Bibliotheken schließlich aus und mit Nachbarschaft im Veedel sowieso. Die ersten Termine stehen fest und eine Anmeldung ist in unserem Buchungssystem ab sofort möglich.

27.03.2025, 17-18.30 Uhr: Stadtteilbibliothek Rodenkirchen
03.04.2025, 17-18.30 Uhr: Stadtteilbibliothek Kalk
22.05.2025, 17-18.30 Uhr: Stadtteilbibliothek Chorweiler
12.06.2025, 17-18.30 Uhr: Stadtteilbibliothek Mülheim

Zur Anmeldung

„packsdrauf“ ist eine gemeinnützige Nachbarschaftskampagne, initiiert durch den Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. und unterstützt von ehrenamtlichen Energiewendemacher*innen. Sie verfolgt das Ziel, nachhaltige Energielösungen zu unterstützen und einen Beitrag zur Nutzung von Solarenergie zu leisten.