NAO-Challenge für Erwachsene

3 Mrz

Programmieren Sie den NAO!

NAO ist ein humanoider Roboter, der seit 2016 in der Stadtbibliothek Köln zuhause ist. Programmiert werden kann er beispielsweise über OpenRoberta (für Kinder entwickelt) oder im Programm Choregraphe (für Anfänger und erste Fortgeschrittene geeignet). 

Lassen Sie NAO sprechen, tanzen oder selbst ausgedachte Bewegungsabläufe ausführen. Vielleicht können Sie NAO auch beibringen, auf bestimmte Gegenstände zu zeigen und diese zu erklären, sportliche Kniebeugen zu machen oder Ihnen die Hand zu schütteln. Wir überprüfen die eingesendeten Programme auf Ausführbarkeit und anschließend gibt es eine öffentliche Vorführung der besten, lustigsten und kreativsten Codes. Falls noch keine Veranstaltungen möglich sein werden, erstellen wir ein Video und veröffentlichen es auf den bekannten Kanälen. Vielleicht nehmen wir das Programm sogar in unseren Standard auf, wenn Sie es uns erlauben.   

Senden Sie uns Ihre Ergebnisse bis zum 06.06.2021 per E-Mail an nao@stbib-koeln.de.

Bitte benennen Sie alle eingesendeten Programmdateien mit einem eindeutigen Spitznamen, damit die Veröffentlichung der Ergebnisse anonymisiert erfolgen kann. 

Die Programme finden Sie hier:

Open Roberta (kein Download erforderlich)

Choregraphe (Download erforderlich)

Wenn Sie Hilfe brauchen, schauen Sie sich die Videos von Educational Robotics an. Hier wird die Handhabung des Programms Choregraphe Schritt für Schritt erklärt. Videosprache ist deutsch. In den Videos Einfache Anwendungen mit Choregraphe 2.8 oder NAO bewegt seine Hände finden Sie auch erste Ideen zur Programmierung. Bitte beachten Sie, dass unser Roboter nur Deutsch spricht.

Auch für das Programmieren mit OpenRoberta gibt es ein kleines Einführungsvideo: Der humanoide NAO-Roboter – Programmieren feat. Daniel Jung & Sophie Charlotte

Anleitung zum Übersenden der Dateien:

Open Roberta Programmlink:

Open Roberta Programm exportieren:

Choregraphe: Datei, wie beispielsweise eine PDF-Datei, einfach auf dem PC speichern und uns anschließend zusenden

Wir wünschen viel Spaß!

Schon gelesen? Teil 40 – „Yona – Prinzessin der Morgendämmerung“

24 Feb

„Yona – Prinzessin der Morgendämmerung“ von Mizuho Kusanagi

Die Geschichte dieser abenteuerlichen Manga-Reihe spielt in dem märchenhaften Königreich Koka. Unsere Titelheldin Yona ist die Tochter des Königs und wächst sehr wohlbehütet und sorglos im Palast auf. Das ändert sich schlagartig, als ihr Cousin Su-won, in den sie heimlich verliebt ist, ihren Vater ermordet und Yona die Flucht ergreifen muss. Zum Glück ist sie nicht alleine. Ihr Leibwächter und Kindheitsfreund Hak begleitet und beschützt sie. Wenig später erfährt Yona durch eine Prophezeiung, dass sie sich auf die Suche nach den legendären Drachenkriegern begeben muss. Nur auf diesem Weg können sie und Hak überleben. Die Legende, welche Yona schon aus Erzählungen ihres Vaters kennt, handelt von dem ersten König von Koka, dem Mensch gewordenen roten Drachenkönig und seinen Beschützern, den vier Drachenkriegern.
Und mit der Suche nach diesen sagenumwobenen Wesen beginnt das Abenteuer von Yona.

Die Reihe ist bisher noch nicht abgeschlossen (zuletzt Band 27 im Tokyopop-Verlag). Zu der Manga-Reihe ist auch bereits ein Anime erschienen.

Die Charakterentwicklung ist in dem Manga besonders positiv hervorzuheben. Vor allem Yona hat es zu Beginn der Reihe wirklich nicht einfach, da sie mit der Realität über den wahren Zustand ihres Königreiches konfrontiert wird, von dem sie bisher immer abgeschirmt wurde. Aber auch die Freunde, die sie auf ihrem Weg dazugewinnt, haben interessante und einzigartige Hintergrundgeschichten. Das macht die Reihe sehr warmherzig. Aber natürlich gibt es auch Charaktere, die für viele witzige Szenen sorgen. Das Charakterdesign, vor allem auch die Kostüme, sind der Zeichnerin und Autorin besonders gut gelungen.
Allen, die sich gerne in neue Fantasiewelten mit Drachen und einer starken weiblichen Hauptrolle begeben wollen, ist „Yona – Prinzessin der Morgendämmerung“ sehr zu empfehlen.

NAO-Challenge für Kinder

23 Feb

Schreibe deinen Code für NAO!   

Während der Osterferien könnt ihr eure Ideen verwirklichen: Lasst NAO sprechen, tanzen oder selbst ausgedachte Bewegungsabläufe ausführen! Wir überprüfen die eingesendeten Programme auf Ausführbarkeit und anschließend gibt es eine öffentliche Vorführung der besten, lustigsten und kreativsten Codes. Falls noch keine Veranstaltungen möglich sein werden, erstellen wir ein Video und veröffentlichen es auf den bekannten Kanälen. Vielleicht nehmen wir dein Programm sogar in unseren Standard auf, wenn du es uns erlaubst.

Hier die wichtigen Infos für deine Teilnahme:

  • Du kannst den NAO in Choregraphe oder mit Open Roberta programmieren.
  • Die fertige Datei speicherst du auf deinem Computer ab oder erstellst einen Link und schickst uns deinen Beitrag anschließend bis zum 11.04.2021 an nao@stbib-koeln.de. Wichtig: Gib deinem Programm einen eindeutigen Namen, z.B. superDance_Eichhörnchen, damit wir es von den anderen Programmen unterscheiden können.
  • Wir spielen das Programm auf den NAO, testen es und präsentieren es, wenn es funktioniert.

Brauchst du Hilfe oder Inspiration, dann guck dir doch mal dieses Video an: Der humanoide NAO-Roboter – Programmieren feat. Daniel Jung & Sophie Charlotte

Die Programme findest du hier:

Open Roberta (kein Download erforderlich)

Choregraphe (Download erforderlich)

Anleitung zum Übersenden der Dateien:

Open Roberta Programmlink:

Open Roberta Programm exportieren:

Choregraphe: Datei, wie beispielsweise eine PDF-Datei, einfach auf dem PC speichern und uns anschließend zusenden

Viel Spaß!

Schon gelesen? Teil 39 – Bücher von Jess Kidd

22 Feb

Mysteriöse Krimis mit Fantasy-Elementen

„Die Ewigkeit in einem Glas“ und andere Bücher von Jess Kidd

Drei Bücher hat die britische Autorin Jess Kidd bis jetzt geschrieben und ich hoffe, es werden noch mehr. Auch wenn ihre bisherigen Romane nicht Teil einer Buchreihe sind, verbindet sie doch einiges: Es sind alles skurrile Krimis mit Mystery Elementen. Und die Hauptperson kann immer einen oder mehrere Tote sehen und auf unterschiedliche Weise mit ihnen kommunizieren. Wirklich gruselig oder bösartig sind die Toten dabei nie. Beängstigend und gefährlich sind hier nur die Lebenden.

In „Die Ewigkeit in einem Glas“ ist es die hartgesottene Privatdetektivin Bridie Devine, die sich mit dem toten Boxer Ruby Doyle unterhalten kann bzw. muss. Denn Doyle weicht ihr nicht von der Seite. Dies ist aber nicht das einzig Seltsame, was im viktorianischen England vonstattengeht. An Bridies aktuellem Detektivfall stimmt etwas ganz und gar nicht. Sie wurde von Sir Edmund beauftragt, seine verschwundene Tochter Christabel zu finden. Jedoch verschweigt Sir Edmund wichtige Informationen und zeigt sich auffallend wenig kooperativ beim Aufspüren seines Kindes. Außerdem ist Bridie nicht die Einzige, die das sonderbare Mädchen finden will. Und die Absichten ihrer Konkurrent*innen sind weit weniger ehrenhaft als ihre eigenen. Denn Christabel ist alles andere als ein normales Kind. Und auch weit weniger hilflos als Bridie zunächst annimmt.

Ganz nebenbei muss sich die Heldin der Geschichte natürlich auch noch ihrem gefährlichsten Widersacher stellen und endlich ergründen, woher sie den charmanten Haudegen Ruby Doyle kennt.

Die Romane von Jess Kidd sind originelle Geschichten, verfasst in einem besonderen Schreibstil, der mir sehr gut gefällt. Skurrile, aber dennoch irgendwie liebenswürdige Charaktere wie Bridies zwei Meter großes, backenbärtiges Hausmädchen runden das Gesamtbild dann nochmal ab.  

Wem das Setting – düsteres viktorianisches London (teilweise recht eklig) – nicht zusagt, dem kann ich stattdessen ihre anderen Krimis „Der Freund der Toten“ und „Heilige und andere Tote“ empfehlen.

Bonuspunkt: Dass Jess Kidd aussieht wie ein Double der Superheldin Jessica Jones, erhöht ihren Coolness-Faktor noch mehr.

Abstimmung für das Bloody Cover 2021

19 Feb

Gesucht wird das beste Krimi-Cover

Dieses Jahr feiert das Bloody Cover sein 20. Jubiläum. Was das ist?
Eine Jury (in Zusammenarbeit mit dem SYNDIKAT und krimi-forum.de) hat aus 600 Krimi-Neuerscheinungen 12 Finalisten gewählt. Nun dürfen alle Krimibegeisterten aus den Nominierten das schönste, schaurigste oder einfach passendste Cover auswählen. Die Abstimmung erfolgt bis zum 28.03.2021 online unter www.krimi-forum.de.

Normalerweise stellen wir diese Bücher auch in der Zentralbibliothek aus und die Abgabe eines Stimmzettels ist vor Ort möglich. Aus bekannten Gründen ist das in dieser Form dieses Jahr nicht durchführbar. Den, mit der Abstimmung verbundenen, attraktiven Buchpreis, möchten wir unseren Besucher*innen aber nicht vorenthalten, daher findet die Stimmabgabe online statt: Unter Angabe des Namens (Vor- und Nachname), der Emailadresse und der Bibliotheksausweisnummer (sofern vorhanden), kann bis zum 27.03.2021 per Mail an zb-literatur@stbib-koeln.de für einen Favoriten gestimmt werden.

Diese zwölf Cover stehen zur Auswahl:

Die Gewinner*innen werden nach Ablauf der Frist per Mail von uns benachrichtigt und können den Gewinn nach Wiederöffnung in der Zentralbibliothek abholen. Viel Glück!

Schon gelesen? Teil 38 – „Mephisto“

17 Feb

„Mephisto“ von Klaus Mann

Der begnadete Schauspieler Hendrik Höfgen macht Karriere. Mitte der 1920er Jahre zuerst im Hamburger Künstlertheater, wo er schnell zum Publikumsliebling avanciert. Politisch sieht er sich selbst eher links und er verachtet die Nazis, aber öffentlich möchte er sich lieber nicht zu sehr festlegen. Als Hamburg zu klein wird für sein großes Ego, macht er Karriere in Berlin, wird auch hier schnell Publikumsliebling, ist sogar international als Filmschauspieler erfolgreich. Dann kommen die Nazis an die Macht. Sein Widerwille gegen die rechtsradikale Diktatur währt nur kurz; zu süchtig ist er nach dem Ruhm und der Begeisterung des Publikums. So beschließt er, die hässliche Politik auszublenden und auch unter dem neuen Regime den Erfolg zu suchen. Unter dem Protektorat des Ministerpräsidenten macht er auch im „Dritten Reich“ ganz groß Karriere und wird sogar Intendant des Staatstheaters. Nur in einem kurzen späten Moment der Einsamkeit erkennt er, dass er für seine Karriere nicht nur seine Ehe und viele Freundschaften geopfert, sondern auch seine Seele verkauft hat.

Die Parallelen zur Karriere von Gustav Gründgens – eines ehemals engen Freundes und Ex-Schwagers von Klaus Mann – sind offensichtlich. Dennoch wird man diesem großartigen Roman nicht gerecht, wenn man ihn nur als „Schlüsselroman“ betrachtet. Nicht nur ist es dem Autor hervorragend gelungen, den Typus des opportunistischen Karrieristen auf schaurige Weise lebendig werden zu lassen. Auch stellt er sehr klar heraus, wie die Verharmlosung und das Verdrängen des aufkeimenden Nationalsozialismus den Aufstieg der Nazis erst ermöglichten. Klaus Mann schrieb das Buch im Jahr 1936; er selbst war – wie die gesamte Familie Mann – da schon seit 3 Jahren im Exil. So ist sein Buch auch ein verzweifeltes Plädoyer gegen den Nationalsozialismus: eindringlich, packend, sarkastisch, glaubhaft, an manchen Stellen fast prophetisch.

Unbedingt sehenswert ist auch die Verfilmung von István Szabó mit einem herausragenden Klaus Maria Brandauer.

Schon gelesen? Teil 37 – „The Crown“

15 Feb

Nach der Buchempfehlung zu „The wicked wit of Queen Elizabeth II“ von Karen Dolby stellen wir heute ein weiteres Buch rund um die Queen und ihre Familie vor.

„The Crown – Die ganze Geschichte“ von Robert Lacey

Es gibt unzählige Bücher über die britisch royale Geschichte. Dieses Buch kombiniert die Bilder und den Inhalt der erstklassig gemachten 1. Staffel der Serie „The Crown“ mit der Realität.

Erzählt wird die Lebensgeschichte von Queen Elizabeth II. Die Handlung zeigt den Zeitraum von 1947-1956 im Leben der Queen und ihrer Familie. Im Vorwort erklärt Peter Morgan (Schöpfer der Serie), dass Robert Lacey, ein britischer Historiker, in diesem Buch die Fakten und die Fiktion sehr gut zu trennen vermag.

Es werden die einzelnen Folgen besprochen, und zwar mit Handlung und Darstellung der jeweiligen relevanten Charaktere. Zudem werden Bilder der Schauspieler in ihren Rollen und ihre realen Vorbilder gegenübergestellt. An dieser Stelle fällt die Detailgenauigkeit der Produktion besonders ins Auge.

Die Geschichte der britischen Monarchie wird sehr flüssig und spannend erzählt und kann auch ohne das Schauen der Serie genossen werden.

Schon gelesen? Teil 36 – „Gehst du Goethe!“

8 Feb

Sommers Weltliteratur to go

„Gehst du Goethe! Speed-Dating mit deutschen Klassikern“

Das erste Mal bewusst in Berührung damit kommt man wohl im Deutsch Grund- oder Leistungskurs. Da lauern sie plötzlich auf dich. Goethe, Schiller, Lessing und wie sie alle heißen. Die/der gemeine junge Erwachsene ist in den seltensten Fällen Feuer und Flamme, wenn es auf Tuchfühlung mit Werken wie Faust I, Iphigenie auf Tauris oder Emilia Galotti geht. Mag die Handlung im Nachhinein noch so interessant sein, wenn die Schule dir vorschreibt, ein Buch zu lesen, kommt es dir nicht spannend vor. Punkt.

Also ackerst du dich durch die Lektüre, bestenfalls besorgst du dir einen passenden Lektüreschlüssel dazu und dann läuft der Hase. Ob du am Ende alles verstanden hast, lassen wir mal dahingestellt. Mit Glück und Fleiß hast du am Ende eine gute Note für herausragende analytische Ansätze ergattert und bist zufrieden, so richtig Spaß hat es dir aber trotzdem nicht gemacht, dich mit dem Stoff zu beschäftigen.

An dieser Stelle kommt Michael Sommer ins Spiel. Seit Januar 2015 besitzt er einen Youtube-Kanal, den faszinierenden Namen „SOMMERS WELTLITERATUR TO GO“ tragend. In kurzen Videos (meistens 7 bis 15 Minuten) liefert Herr Sommer äußerst amüsante Zusammenfassungen großer literarischer Werke von der Bibel über Faust und Schiller bis hin zu neuerer Literatur wie z.B. Harry Potter oder Stephen King. Aber was ist daran so toll? Ganz einfach:

Mit viel Charme und Witz und weniger gestelzter Sprache, wie die Herren Goethe, Schiller und Lessing sie verwendet haben, spielt Sommer die Stücke nach, und zwar mit Playmobilfiguren.

Zehn seiner Videos hat Michael Sommer 2018 in diesem wundervollen Buch verschriftlicht. Unter anderem Faust I, der mit Mephisto-Tours auf Reisen geht und sich auf Teufel komm raus amüsiert und Die Verwandlung, in der Kafka uns vor Augen führt, dass Blut eben nur dicker ist als Wasser, solange man Geld verdient. Liegt man als Käfer nur zuhause rum, ist es vorbei mit familiärer Liebe.

Also, wenn man mal ordentlich lachen und sich gleichzeitig mit berühmten Werken der Weltliteratur beschäftigen möchte, sei einem dieses Buch ans Herz gelegt. Und ist erst die Lust geweckt – Sommers Youtube-Kanal beinhaltet aktuell 447 Videos.

(Schüler*innen, die sich in der Schule mit Werken oder Weltliteratur befassen, sei geraten, lest die Bücher trotzdem immer ganz!)

Schon gelesen? Teil 35 – „What does this button do?“

5 Feb

Die Autobiografie von Bruce Dickinson

Als Iron Maiden-Fan war ich begeistert, als mir diese Biografie des Sängers in die Hände fiel.

Bruce Dickinson erzählt in charmanter und witziger Weise von den vielen interessanten Stationen seines Lebens.

Angefangen bei seiner Kindheit, die nicht wie im Bilderbuch verlief, der Schulzeit in England und dem Wunsch Drummer zu werden, bis hin zu seiner Karriere als Leadsänger einer der bekanntesten Metal-Bands der 80er und 90er.

Neben der Bandgeschichte von Iron Maiden erzählt er von seiner Leidenschaft für das Fechten und wie er dazu kam, (Berufs-)pilot zu werden. Er berichtet von Erfolgen und auch Rückschlägen, wie zum Beispiel seiner Solokarriere und dem Umgang mit seiner Krebserkrankung.

Besonders angenehm fand ich, dass er das Buch nicht nutzt, um schmutzige Wäsche im privaten Bereich zu waschen. Das Thema Frauen, Freundinnen und Ex-Frauen von ihm und anderen lässt er bewusst aus. Die Biografie hat mich gefesselt und obwohl das Buch 443 Seiten stark ist, hatte ich es im Nu ausgelesen.

Schon gelesen? Teil 34 – Die Welt rund um Anne Shirley

2 Feb

In allem etwas Positives sehen.

Momentan fällt es vielen schwer, sich nicht nur die schlechten Dinge vor Augen zu führen. Der Lockdown wurde verlängert, kaum Kontakte, das Wetter – grau und regnerisch. Ich kenne eine Person, die trotz allem die guten Dinge wahrnehmen würde. Diese Person heißt Anne Shirley – sehr wichtig ist hier das ‚E‘. Die kleinen Dinge machen es aus. Viele kennen bestimmt die rothaarige Quasselstrippe aus Avonlea und wenn nicht, dann lernt sie bitte nun kennen und lieben.

Kurz zum Inhalt des ersten Bandes:

„Anne auf Green Gables“ von Lucy Maud Montgomery

Anne Shirley ist ein Waisenmädchen in Kanada zum Ende des 19. Jahrhunderts. Sie hat das große Glück, dass ein älteres Geschwisterpaar, die Cuthberts, sie adoptieren möchten. Nur Moment, diese wollten einen Jungen und nun steht da plötzlich ein rothaariges, sehr mitteilsames Mädchen.

Die ganze Geschichte um Annes Älterwerden ist sehr unterhaltsam, da sie oft in größere und kleinere Schlamassel gerät, es aber immer schafft, dort wieder heraus zu kommen. Ich finde, die Bücher rund um Anne sind sehr lebensbejahend und bereiten einem nach dem Lesen nur gute Gefühle.

Wer sie schon in seiner Kindheit gelesen hat, sollte dies bitte nun erneut tun oder Anne seinen Kindern näherbringen. Inzwischen gibt es viele unterschiedliche Medienformen von Anne of Green Gables. Sei es klassisch das Buch – inzwischen auch als bebilderter Band für die Kleineren oder aber das tolle Hörspiel von Titania Medien. Wer sich lieber der Serie widmen möchte, sollte auf alle Fälle Teil 1 & 2 der in den 80ern produzierten Serie schauen (die Serie von einem bekannten Streaminganbieter habe ich nach 1 Minute aus gemacht, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache).

Hier noch zwei meiner liebsten Zitate:

“There is another bend in the road after this. No one knows what will happen.”

Lucy Maud Montgomery, Anne of Avonlea

“Isn’t it splendid to think of all the things there are to find out about? It just makes me feel glad to be alive–it’s such an interesting world. It wouldn’t be half so interesting if we know all about everything, would it? There’d be no scope for imagination then, would there? But am I talking too much? People are always telling me I do. Would you rather I didn’t talk? If you say so I’ll stop. I can STOP when I make up my mind to it, although it’s difficult.”

Lucy Maud Montgomery, Anne of Green Gables