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Volker Hagedorn: Der Klang von Paris.

19 Feb

Das Jaques Offenbach Jahr 2019 – Eine Reise in die musikalische Metropole des 19. Jahrhunderts

am 25.04.2019 um 19:30 Uhr in der Zentralbibliothek

Moderation: Louwrens Langevoort

Berlioz, Rossini, Meyerbeer, Wagner, Chopin, Offenbach, Pauline Viardot – diese und viele andere Künstlerleben, lieben, leiden in der musikalischen Hauptstadt des 19. Jahrhunderts und schreiben mit an der Partitur einer Metropole zwischen Revolution und Elektrizität, Eisenbahn und Kaiserreich. Erstmals wird Paris in diesem Buch als Zentrum europäischer Musik im 19. Jahrhundert erkundet, zugleich die Musik auf ihre Umgebung bezogen. Den Aufbruch in die Moderne, der sich hier in beispiellosem Tempo vollzieht.

Von Napoleons Tod bis zum Zweiten Kaiserreich erleben wir hautnah, wenn Rossini sich fotografieren lässt, Berlioz die Miete nicht zahlen kann, Meyerbeer Hollywood vorwegnimmt und Chopin im Zug fährt, wenn Balzac, Flaubert, Baudelaire die Oper besuchen und Offenbach die Zensur austrickst. Soziales Elend und teure Soiréen, Alltag und Umbruch, Liebe und Kunst bringt dieses Panorama zusammen; Spurensuchen in der Gegenwart verbinden uns mit dem Vormittag unserer Epoche. Ihm kommen wir in der Musik so nah wie sonst nirgends: im „Klang von Paris“.

Volker Hagedorn lebt als Journalist und Musiker in Norddeutschland. Seit 1996 ist er freier Autor und Redaktionsleiter der ZEIT-Klassik Edition. Als Barockbratscher hat er Auftritte u.a. mit Cantus Cölln. 2015 war er Preisträger der Ben-Witter-Stiftung.

Louwrens Langevoort ist Musikmanager. Nach vielen künstlerischen Stationen, u.a. in Leipzig und Salzburg leitet er seit 2005 als Intendant die Kölner Philharmonie, gleichzeitig ist er Geschäftsführer der KölnMusik GmbH.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit“, welche die Stadtbibliothek organisiert.

Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Im Vorverkauf sind die Karten bei Köln Ticket im Internet oder ab 19 Uhr an der Abendkasse der Zentralbibliothek erhältlich.

Mini Maker Faire: Die Maker – Teil 3

14 Okt

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Hier stellen wir euch die nächsten fünf Projekte vor, die auf unserer Mini Maker Faire zu bestaunen sein werden. Außerdem haben wir die Blogseite zur Faire ein bisschen ausgebaut. Schaut sie euch an!

Jukebox4Kids

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Foto: © Huy Do

Diese Jukebox ist ein kindgerechter MP3-Player für kleine Menschen ab zwei bis drei Jahren. Die Kiste wird mit RFID-Chips gesteuert, sodass sie technisch flexibel bleibt. Das Innenleben besteht aus Raspberry Pi, Arduino, STM32 Discovery-Board und mehr – das Team aus Rommerskirchen zeigt euch gerne, was drin steckt!

OpenAir Cologne

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Foto: © Marcel Belledin

Marcel Belledin aus Köln kommt mit einem Projekt des Internet of Things: OpenAir Cologne! Das ist ein Projekt, das Klimasensoren an verschiedenen Orten in Köln anbringen möchte. Wo und wie entstehen Schadstoffkonzentrationen in Köln? Wie verbreiten sie sich? Bringt euren eigenen Arduino mit oder benutzt Marcels Arduinos, um live Messergebnisse zu visualisieren!

In den Rechner -> In den Drucker -> In die Welt

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Foto: © Frank Mengel

Frank Mengel aus Köln ist ein guter Freund aus unserem Makerspace. Als Nutzer der ersten Stunde hat er schon verschiedene Robotermodelle am Rechner entworfen und Stück für Stück bei uns ausgedruckt – so auch die beiden Maschinen oben im Bild. Links das CAD-Modell, rechts das Ergebnis. Beeindruckend! Zur Mini Maker Faire bringt er seine Modelle mit und lässt sie auf die Menschheit los.

Bestellknopf

In Nürnberg ist man amazon um Lichtjahre voraus: Mit diesem Selbstbau-Bestellknopf könnt ihr verschiedene Produkte per Knopfdruck in eine Einkaufslisten-App hinzufügen. Am Stand könnt ihr euch das Projekt erklären lassen, selbst einen Knopf konstruieren und gegen Materialkosten mit nach Hause nehmen. DIY-Smart Home!

Musik für alle

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Foto: © Martin Simpson

Martin Simpson aus Köln lädt mit seinem Projekt zwischenmenschliche Interaktion auf eine musikalische Ebene. Ein Sensor nimmt eure Bewegungen auf und erzeugt daraus Bild und Ton – und sofern ihr darauf wiederum mit Bewegung reagiert, entsteht eine Feedbackschleife, ein audiovisueller Dialog zwischen Instrument und Publikum. Je mehr mitmachen, desto opulenter das Werk.

Nächste Woche geht’s weiter! :)

sa

Komponieren Sie eigene Stücke auf dem PC im Makerspace

9 Feb

Auf dem PC im Makerspace in der vierten Etage der Zentralbibliothek gibt es die Möglichkeit, eigene Stücke zu komponieren oder zu bearbeiten. Dafür sind verschiedene Programme installiert.

Sibelius ist ein Programm zur Noteneingabe, das vor allem auf Tasteninstrumente ausgerichtet ist. Es ist aber auch möglich, für andere Instrumente Noten zu schreiben. Die Noten können per Tastatur, Maus oder angeschlossenem MIDI-Keyboard eingegeben werden. Es können auch schon vorhandene Noten eingescannt und in Sibelius bearbeitet werden. So ist zum Beispiel eine Verschiebung in eine andere Tonlage möglich. Bei einer Notenschreibblockade kann die Ideen-Sammlung nützlich sein. Hier kann man sowohl eigene Melodieabschnitte speichern und später wiederverwenden, als auch schon vorhandene Ideen nutzen.

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Auch bei Forte handelt es sich um ein Notensatzprogramm. Die Noten können wie in Sibelius per Maus, Tastatur oder MIDI-Keyboard gesetzt werden. Beim Setzen der Noten hilft das Taktlineal. Die Aufnahme mit dem MIDI-Keyboard kann auch im Loop-Modus geschehen, womit es möglich ist, dieselbe Stelle in mehreren Varianten auszuprobieren. Um Einsteigern den Umgang mit Forte zu erleichtern, gibt es auf der offiziellen Homepage ein circa fünfzigminütiges Webinar.

Guitar Pro ist ein Notationsprogramm speziell für Saiteninstrumente. Die Eingabe der Noten erfolgt über Maus, virtuelles Griffbrett (wahlweise auch virtuelle Klaviertastatur) oder per MIDI-Keyboard. Die komponierten Stücke können im Programm angehört werden. Während der Wiedergabe sind auch Änderungen der Einstellungen über das integrierte Mischpult möglich.

Die Nutzung des PCs ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Ausdrucken kann man leider nicht vor Ort, bringen Sie deshalb am Besten einen USB-Stick zum Abspeichern der Dateien mit. Von uns gibt es Anleitungen für die Programme.

Offizielles Einführungsvideo von Forte:Fortevideo

Das Lied zum September: „September Song“ von Sarah Vaughan

19 Sep

Wenn dieses Baby schrie, wusste die ganze Nachbarschaft, das konnte nur die kleine Sarah sein. Wer schon in der Wiege so lautstarke Unverwechselbarkeit erkennen läßt, der hat noch größeres im Sinn. Und so wurde aus der kleinen die große Sarah Vaughan! Eine der stimmgewaltigen Jazz-Sängerinnen des letzten Jahrhunderts.

Ähnlich außergewöhnlich ist die Karriere des „September-Songs“ von Kurt Weill (Musik) und Maxwell Anderson (Text). 1938 ursprünglich für ein Musical geschrieben wurde es zum Jazzstandard. Im Lied entsprechen die Monate eines Jahres einem menschlichen Leben. Es geht um den Altersunterschied in der Liebe, um schwindende verfügbare Zeit.

Herausragend unter den vielen Jazz-Versionen ist die von Sarah Vaughan mit dem Trompeter Clifford Brown und dem Flötisten Herbie Mann von 1954. Der Charme dieser Aufnahme liegt in der musikalischen Ausbalancierung von Stimmungsschwankungen zwischen erwartungsvoll hochfliegend und nachdenklich sehnsuchtsvoll.

gp

Bisherige Beiträge in dieser Reihe

Cork: Bibliothek nach Rockmusiker benannt

1 Aug

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Da staunte unsere Kollegin G. nicht schlecht, als sie in der Zentralbibliothek von Cork die Musikabteilung entdeckte. Die Irland-Urlauberin fand sich in einer der größten öffentlich nutzbaren Musik-Sammlung der grünen Insel wieder. 30.000 CDs, 3.000 DVDs. 4.000mal Vinyl und 12.000 Print-Medien über Musik und mit Noten.

Der Clou des Ganzen: die 1978 eröffnete Abteilung trägt seit 2004 den Namen „Rory Gallagher Music Library“. Geehrt wurde so der berühmteste irische Rock- und Blues-Gitarrist, der in Cork aufwuchs.

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Und Cork City (übrigens eine Partnerstadt von Köln) kann noch besser: Nach dem Multi-Instrumentalisten, Songwriter und Bandleader Gallagher (1948-1995) wurde ebenfalls ein Platz benannt, und zur Krönung gleich dazu dieses Denkmal für ihn aufgestellt (s. Bild oben). Die Bronze-Skulptur der Künstlerin Geraldine Creedon hat auf der Rückseite die Form einer Gitarre und vorne ineinander verschlungene Textzeilen seiner Songs.

gp

P.S.: Ansprechend auch der Bibliotheksausweis, mit dem alle Bibliotheken der Grafschaft Cork genutzt werden können.

Cork

 

Karten gewinnen: Musik & Film in der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen

31 Mrz

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Das Orchester Amore e Problemi begleitet am 4. April den Stummfilm “Der Vagabund” von Charlie Chaplin mit eigens komponierter Livemusik in der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen. Zudem gibt es eine kurzweilige musikalische Einführung in die Stummfilmmusik vergangener Tage.

Und ihr könnt kostenfrei dabei sein! Denn wir verlosen 1×2 Karten für die Veranstaltung unter allen, die diesen Blogbeitrag bis einschließlich Mittwoch, den 2. April, kommentieren.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung: http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/veranstaltungskalender/stadtteilbibliothek-rodenkirchen-musik-film

Viel Spaß!

ck

Andreas Dorau: „Aus der Bibliothèque“ am Hühnerposten

17 Jan

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Sowas gibt es eher selten, dass ein Künstler sein Werk einer Bibliothek widmet. Andreas Dorau, Sänger und musikalischer Tüftler wagte es, und wir sind gespannt! Ruhm ernte der Mann mit zwei Hits (1981 in Deutschland und 1996 in Frankreich) und sieht sich deshalb als „2-Hit-Wonder“.

Ansonsten war und ist er eher etwas für Insider, die skurrilen Humor mögen. Der Pop-Designer frickelte gern am Synthesizer rum, bastelte vollelektronische Sounds und errang vor allem durch seine Texte für seine Fans Genie-Status. Andreas Dorau sang über alles (außer Liebe) am liebsten über Kleinigkeiten wie Bärchen, Blaumeisen oder Diamanten.

Heute erscheint sein neues Album mit der „Liga der gewöhnlichen Gentlemen“ als Backing Band und wir jubeln. Denn es heißt nicht nur „Aus der Bibliothèque“, sondern ist auch einer gewidmet: der Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen am Hühnerposten (so heißt die Straße) beim Hauptbahnhof.

Dort holte er sich nicht nur die Inspiration zur Platte, sondern widmete dem Haus auch das erste Lied mit dem Titel „Hühnerposten“. Wie maßgeschneidert für einen Dorau-Text. „Jeder Mensch kommt hier auf seine Kosten, in der Bücherhalle am Hühnerposten“. Er schwärmt von den hübschen Mädchen, die dort lesen, und besingt recherchierende Rentner. „Taschenbücher, Periodika, Musik und DVDs, alles ist da.“

Hallo Andreas! Das gibt es alles auch bei uns!

Vorgestellt wurde die neue CD natürlich am Hühnerposten und auf diesem, in der Bibliothek aufgenommenen Video könnt Ihr eine Kostprobe aus dem Bibliothekslied hören.

Zu allem Überfluss wird Andreas Dorau am Sonntag noch 50. Jahre alt. Deshalb schon mal Dankeschön für die CD (obwohl wir sie noch nicht gehört haben – ist aber schon für unseren Bestand bestellt) und lass Dich schön bei Deinem Geburtstagskonzert feiern!!!

 gp

P.S.: Dorau-Hit Nr. 1 war „Fred vom Jupiter“ und Nr. 2 bei uns weniger bekannt, in Frankreich unter den Top Ten, ist dieser hier: