Digitale Noten ohne Hände blättern. Geht das?

Mit unserem neuen Bluetooth-Pedal, dem „PageFlip Firefly“, können Noten aus unserer digitalen Notenbibliothek nkoda mit den Füßen umgeblättert werden. Dies ist sehr praktisch, denn das Notenblättern während des Spielens eines Instrumentes ist oft gar nicht so einfach und umständlich. Neben Noten können natürlich auch eBooks oder diverse PDF-Dokumente gewendet werden. 

Hier findet ihr mehr Informationen zu unserer digitalen Notenbibliothek nkoda.

Tablet-Computer mit einer geöffneten Noten-App. Am oberen Rand steht: "Soprano & Piano Reduction - Arie per soprano". Im oberen und unteren Bereich des Bildschirms sind Funktionsschaltflächen mit englischen Bezeichnungen wie "My Library", "Store offline" und "Settings". Den Großteil des Bildschirms füllt aber ein Notenblatt. Es hat die Überschrift: "La Bohème, Quadro I, Part one, Mi chiamano Mimì" und in Klammern steht: "Mimì". Der Text und die Noten von "Mi chiamano Mimì" werden mit drei fünflinigen Notensystemen dargestellt. Das erste und zweite Notensystem starten mit einem Violinschlüssel. Das dritte Notensystem startet mit einem Bassschlüssel. Das zweite und dritte Notensystem sind mit einer geschweiften Klammer verbunden. Ein Popup bedeckt einen Teil der Noten. Es zeigt eine Auswahl von Annotationsmöglichkeiten wie zum Beispiel Erhöhungszeichen, Auflösungszeichen und Lautstärkezeichen.
© nkoda

Das Pedal reagiert auf die Berührung des Fußes, je nachdem, ob das linke oder rechte Fußpedal gedrückt wird, geht der Pfeil nach oben oder unten bzw. wird die Seite nach links oder rechts geblättert. So könnt ihr Tablet oder Smartphone (Android oder iOS) bequem mit dem PageFlip Firefly verbinden und die Notenseiten in unserer digitalen Notenbibliothek nkoda während des Spielens eines Instrumentes mit den Füßen umdrehen. 

Damit das Notenblättern funktioniert, wird das PageFlip Firefly über Bluetooth oder ein USB-Kabel mit einem digitalen Endgerät verbunden. Einzelne Pedal-Modi können über die Firefly-Software (Mac und Windows) programmiert werden. Die Stromversorgung des Bluetooth-Pedals erfolgt über 2 AA-Batterien. Die typische Batterielebensdauer liegt bei ca. 200 Stunden, was ungefähr das Umblättern von ca. 200 000 Seiten entspricht. Nach 30-minütiger inaktiver Nutzung schaltet sich das Pedal automatisch in den Sleep-Modus, welcher durch das Drücken einer beliebigen Taste wieder unterbrochen werden kann. 

PageFlip mit Originalverpackung
© Stadtbibliothek Köln

Das Bluetooth-Pedal ist im Katalog mit dem Begriff „PageFlip Firefly“ zu finden. Wendet euch gerne an die Information auf der 4. Etage der Zentralbibliothek oder merkt es in einer unserer Stadtteilbibliotheken vor. Die Leihfrist beträgt vier Wochen, bei Bedarf kann ggf. bis zu zweimal verlängert werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Krimireise durch Portugal

Unsere Krimireise geht weiter! Nach unserem Start in Frankreich und Spanien geht es heute von dort ins Nachbarland Portugal.

Nicht nur die Reisejournalistin Lisa Langer in “Fado fatal” von Hanne Holms verschlägt es in das beliebte Urlaubsland. “Die Weinprobe von Lissabon” von Paul Grote und “Leiser Tod in Lissabon” von Catrin George Ponciano spielen, wie die Buchtitel schon vermuten lassen, in der portugiesischen Hauptstadt. Zu letzterem Buch ist für August 2022 bereits ein Nachfolger mit dem Titel “Rache im Alentejo” angekündigt. Schauplatz wird dort der Küstenort Carrasqueira sein.

Bild von Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay

Ebenfalls in Lissabon ist die Reihe um den ehemaligen Polizist Henrik Falkner angesiedelt.

Luis Sellano

Reihe: Henrik Falkner

  1. Portugiesisches Erbe
  2. Portugiesische Rache
  3. Portugiesische Tränen
  4. Portugiesisches Blut
  5. Portugiesische Wahrheit
  6. Portugiesisches Schicksal
  7. Portugiesisches Gift

In seiner Heimatstadt Sines ermittelt Inspektor Cabral in der gleichnamigen Krimireihe.

Claudia Santana

Reihe: Inspektor Cabral ermittelt

  1. Der Tote von Sines
  2. Die schwarzen Tränen von Sines
Bild von Karl Egger auf Pixabay

Mit ihren kilometerlangen Sandstränden und versteckten Buchten ist die Algarve ein beliebtes Urlaubsziel. Zeit zum Entspannen bleibt für die Journalistin Anabela Silva und den Hamburger Kriminalkommissar Leander Lost in diesen Krimireihen allerdings nicht:

Carolina Conrad

Reihe: Anabela Silva ermittelt

  1. Mord an der Algarve
  2. Letzte Spur Algarve
  3. Tödliche Algarve
  4. Stürmische Algarve

Gil Ribeiro

Reihe: Leander Lost

  1. Lost in Fuseta
  2. Lost in Fuseta – Spur der Schatten
  3. Weiße Fracht – Lost in Fuseta
  4. Schwarzer August – Lost in Fuseta
  5. Einsame Entscheidung – Lost in Fuseta

Die Algarve ist unsere letzte Station für heute. Die Sonnenbrillen können aber aufbehalten werden: Unsere Krimireise wird demnächst in Griechenland fortgesetzt.

Entdeckt unseren kleinen Lernroboter Ozobot Bit

Ozobots lieben Linien ©Stadtbibliothek Köln

Kennt ihr schon unseren kleinen süßen Lernroboter Ozobot? Der etwa 3 cm kleine Roboter begeistert mit seinen vielfältigen Funktionen und Einsatzmöglichkeiten. Schöpfer des Ozobot ist die amerikanische Firma Evollve Inc. Es gibt zwei Modelle des Ozobot: das Vorgängermodell den Ozobot Bit (2012) und das Nachgängermodell den Ozobot Evo (2016).

Seit 2018 könnt ihr euch in der Stadtbibliothek die kleinen Ozobots kostenlos ausleihen. Der Ozobot bietet einen niederschwelligen und spielerischen Einstieg in das Programmieren – entweder mit Farbcodes oder visueller Programmiersprache. So kann der Kugelroboter mit und ohne zusätzliche digitale Geräte genutzt werden.

Programmierung mit Farbcodes

Mit seinen optischen Sensoren kann der Ozobot einfache Linien nachfahren oder mittels selbst gezeichneter oder vorgefertigter Linien und Farbcodes gesteuert werden. Die Linien sollten ca. 0,5 cm breit sein, damit der Ozobot diese mithilfe seiner Sensoren nachfahren kann. Mit den Farben rot, grün, blau oder schwarz können verschiedene Kommandos codiert werden. Dabei ist es wichtig, auf die Reihenfolge der Farben zu achten, da jeder Farbcode für einen bestimmten Befehl steht (siehe Übersicht).

Das Zeichnen der Linien und Farbcodes funktioniert auch mit einer kostenlosen App.

Allgemeine Tipps:

  • Kalibrieren nicht vergessen (Ozobot mit Umgebungslicht vertraut machen)
  • Farbstriche nicht zu lange zeichnen
  • Linien nicht zu dick oder dünn malen, ca. 0, 5 cm
  • Nicht zwei Farben übereinander oder zwei Farbcodes direkt hintereinander malen
  • Farbcodes nicht zu dicht hinter einer Kurve zeichnen
  • Ozobot mit Blick nach vorne auf die Linie stellen   

Diverse Zusatzmaterialien (Farbstifte, Konstruktions-Sets etc.) und Anleitungen sind in der Ausleihbox enthalten.

Programmierung mit visueller Programmiersprache

Die kostenlose visuelle Programmiersprache Ozoblockly bietet viele weitere Einsatzmöglichkeiten und eignet sich je nach Schwierigkeitsstufe sowohl für jüngere als auch für ältere Kinder.

Dieses Video gibt einen Einblick davon, was der Ozobot alles Tolles kann. Einfach nur zum Staunen!

Die Ozobots sind vier Wochen ausleihbar, vormerkbar und verlängerbar.

Viel Spaß beim Auspropieren!

Neues WLAN

Bild von StartupStockPhotos auf Pixabay

Nutzt ihr unser WLAN? Dann habt ihr vielleicht schon gemerkt, dass sich da etwas verändert hat. Wir sind nicht mehr beim Anbieter Hotsplots, sondern haben nun auch in der Zentralbibliothek das bekannte WLAN Hotspot.Koeln.

Hier die Eckdaten:

  • Hotspot.Koeln statt „Stadtbibliothek Koeln“
  • Kein Passwort
  • Nur AGBs bestätigen
  • 8 Stunden Session

Dann leg ich mir ’ne Platte auf und find’ es wunderbar…

„Totgesagt und nicht gestorben“ sang einst die hervorragende Band Blumfeld in „Status quo vadis“. Sie war damit zwar nicht gemeint, aber es trifft dennoch auf sie zu – die gute alte Schallplatte. Einst als Medium von gestern verschrien fristet sie mittlerweile kein Schattendasein mehr, im Gegenteil: Zum ersten Mal seit 1986 wurden im Jahr 2020 mehr Schallplatten als CDs verkauft.

© Stadtbibliothek Köln

Das spiegelt sich auch im Angebot der Musikbibliothek wider, wo eine kleine, aber feine Vinylauswahl präsentiert wird, die wir ständig erweitern. Aus allen Bereichen ist etwas dabei, Klassik, Jazz, Rock, Pop, Hip-Hop bis hin zu elektronischer Musik. Lokale Künstler*innen wie Veedel Kaztro oder AnnenMayKantereit stehen dabei einträchtig neben Weltstars wie Can oder Pink Floyd. Selbstverständlich sind alle Schallplatten entleihbar.

Solltet ihr über keinen Schallplattenspieler verfügen, könnte unser neuestes Angebot Abhilfe schaffen: ein entleihbarer Kofferplattenspieler. Er verfügt über eingebaute Stereolautsprecher, kann jedoch auch per Cinchkabel  an einen Hi-Fi-Verstärker angeschlossen werden. Wem das zu laut ist, nutzt den eingebauten Kopfhörerausgang. Zum Sichern seiner Vinylschätze steht auch eine Digitalisierungsfunktion zur Verfügung, die die Musik ins MP3 Format komprimiert und auf einen USB Stick speichert. Die gängigen Geschwindigkeiten von 33/45/78 Umdrehungen in der Minute kann man manuell einstellen, sodass der Allrounder Singles, LPs und Schellacks abspielt.

Vinylinteressierten bieten wir also ein kleines Rundum-Paket, denn: Vinyl ist chic, Vinyl ist Lebensgefühl, Vinyl is forever…

Der Kofferplattenspieler ist im Katalog mit dem Begriff „Schallplattenspieler“ zu finden. Wendet euch gerne an die Information auf der 4. Etage der Zentralbibliothek oder merkt ihn in einer unserer Stadtteilbibliotheken vor. Die Leihfrist beträgt zwei Wochen, bei Bedarf kann ggf. bis zu zweimal verlängert werden.

Maker Kids Ferienprogramm Ostern 2022

In diesem Jahr konnten wir in den Osterferien mit den Maker Kids wieder ein buntes Ferienprogramm für Fünf- bis Zwölfjährige mit vielen spannenden Workshops auf die Beine stellen. Die Workshops waren allesamt kostenlos und fanden sowohl in der Zentralbibliothek als auch in den beiden Stadtteilbibliotheken Mühlheim und Nippes statt.

Es wurde getüftelt, gebastelt, programmiert, musiziert und sich anderweitig kreativ verausgabt. Die strahlenden Kinderaugen nach den Workshops waren eine wahre Freude und der Spaß der Kinder hat sofort angesteckt.

Wie auch in den Jahren zuvor konnten die Kinder in dem „Upcycling-Workshop“ mit Thomas Zigahn von Tanz auf Ruinen aus allerlei Müll tolle Dinge basteln. Von einem alten Geldbeutel aus einem Tetra Pak über Schlüsselanhänger aus Kronkorken oder Notizbücher aus alten Comics waren allerlei kreative Dinge dabei. An dieser Stelle einen großen Dank an die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB), die uns durch ihre Kooperation diesen Workshop ermöglicht haben.

Schmuck aus alten Fahrradschläuchen

In dem Workshop „Entdecke die Galaxie“ haben sich die Teilnehmer*innen gemeinsam mit dem Expedition Team der Stadtbibliothek auf eine virtuelle Reise durch unser Universum begeben. Ausgestattet mit einer schicken Brille aus Karton konnten sie Planeten und Himmelskörper in der virtuellen Realität erleben. Im Anschluss daran wurden coole Flummis gebastelt, die im Dunkeln leuchten und an galaktische Weltraum-Objekte erinnern.

knallbunte Flummis

In einem weiteren Workshop konnten die Teilnehmer*innen eigene Jutetaschen mit Fockfolie gestalten. Das ist ein flauschiges Material, das mit der Hitze eines Bügeleisens auf Textil übertragen wird. Hierfür haben die Kinder ihre eigenen Motive am Computer entworfen und mit dem Schneideplotter ausgeschnitten.

Motive aus Flockfolie werden aufgebügelt

Neben alt bekannten Formaten waren in diesem Jahr auch neue Angebote mit dabei. Ganz frisch dabei war zum Beispiel „Schreibwerkstatt – Gestalte dein eigenes Buch!” In diesem über das Projekt Schreibland NRW geförderten Workshop konnten Kinder gemeinsam mit dem Kinderbuchautor Jörg Wolfradt eigene Bücher schreiben und mit Illustrationen ausgestalten.

Einen Schwerpunkt bildete in diesem Jahr das 100-jährige Jubiläum der Musikbibliothek. In diesem Zusammenhang konnten Kinder gemeinsam mit ihren Eltern zum Beispiel an dem Workshop „Der stille Chor – Singen mit den Händen“ teilnehmen oder mit Hilfe von Touchsensoren und dem kleinen M5Stack Bot Emotionen in Sounds übersetzen.

Darüber hinaus haben die Teilnehmer*innen in den Osterferien mit dem Videospiel “Ring Fit Adventure!” ihre Muskeln spielen lassen, eigene Songs geschrieben, die japanische Papierfaltkunst kennengelernt oder kleine Finch-Roboter programmiert.

Ergebnis des Songwriting Workshops zum Reinhören

Alles in allem wurde gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen ein spannendes und vielseitiges Programm auf die Beine gestellt. Die Vorfreude auf das MINT-Festival im Herbst ist groß, wo wieder viele spannende Workshops auf euch warten!

Wie auf den Bildern zu sehen ist, sind in den Osterferien viele tolle Ergebnisse entstanden!

individuell gestaltete Jutetaschen mit dem Schneideplotter

Alle Bilder © Stadtbibliothek Köln

Musizieren in der Stadtbibliothek – vom „über die Saiten gleiten“ und Tastenenthusiasten

Die Kölner Musikbibliothek feiert in diesem Jahr ihr 100jähriges Jubiläum mit vielen Veranstaltungen, Workshops und Konzerten. Neben dem Angebot einer enormen Auswahl von Tonträgern, Noten, Literatur und musikpädagogischem Material, lag der Fokus von jeher auch auf aktivem Musizieren, sodass mittlerweile auch verschiedenste Instrumente ausgeliehen werden können.

Doch auch in der Bibliothek selbst ist es nicht mucksmäuschenstill, nein, auch dort wird musiziert.

Bereits seit Eröffnung der Zentralbibliothek im Jahr 1979 kann im Musikzimmer ein Grotrian-Steinweg-Konzertflügel bespielt werden. Übrigens: Der Raum kann auch mit eigenen mitgebrachten Instrumenten oder zum Singen genutzt werden. Hier geht’s zur Reservierung des Musikzimmers.

© Stadtbibliothek Köln

Ein sehr beliebtes und vom Anfänger bis zum Berufsmusiker rege genutztes Angebot, ebenso wie das vor Ort jederzeit zur Verfügung stehende E-Piano.

© Stadtbibliothek Köln

Ihren inneren Johnny Marr können geneigte Interessenten an einer echten Fender Stratocaster E-Gitarre auslassen, spielbar über einen Verstärker oder gegebenenfalls Kopfhörer. Und auch Freunde lauschigerer Töne kommen hier auf ihre Kosten, sie müssen sich nur zwischen einer Westerngitarre und einer Ukulele entscheiden, auch diese beiden Instrumente sind jederzeit verfügbar.

© Stadtbibliothek Köln

Bumm-Bumm-Bumm-Ksch-Bumm-Bumm-Bumm-Ksch-Bumm-Bumm-Bumm-Ksch

Was sich hier seltsam liest, lässt sich sehr gut hören, es ist ein Schlagzeugbeat, getrommelt auf unserem E-Drum. Das digitale Schlagzeug kann gespielt werden, ohne dass sich Familie oder Nachbarn gestört fühlen. Der Prozessor verfügt über hunderte von voreingestellten Schlagzeug-Soundsets, von Jazz und Funk über Techno bis zum härtesten Heavy Metal-Kit.

Die Musikbibliothek mit all diesen Angeboten befindet sich auf der 4. Etage der Zentralbibliothek. Außer für das Musikzimmer mit dem Flügel ist keine Reservierung notwendig.

Noch mehr Musik: Musizieren in den Stadtteilbibliotheken Nippes und Rodenkirchen

Auch die Stadtteilbibliotheken in Nippes und Rodenkirchen laden zum Musizieren vor Ort ein. In Nippes gibt es ein E-Piano, das auf flinke Finger wartet und ohne Anmeldung genutzt werden kann. Wem etwas majestätischer zumute ist, kann den Stutzflügel von Schimmel in Rodenkirchen nach vorheriger Absprache mit der dortigen Leitung spielen.

Der Flügel in der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen.
© Stadtbibliothek Köln

Schon gelesen? Teil 56 – „Faszination Krake“

Ich muss gestehen, dass ich seit letztem Sommer eine Liebe für Kraken entwickelt habe. Vielleicht erklärt dies auch, warum ich Postkarten mit Kraken sammle und sogar ein Oberteil habe, auf dem ein Oktopus abgebildet ist.

Meine Begeisterung für Kraken hat angefangen, nachdem ich mir auf Netflix die Dokumentation „Mein Lehrer, der Krake“ angesehen und im Anschluss daran das Sachbuch „Rendezvous mit einem Oktopus“ gelesen hatte (absoluter Lesetipp). Schnell stellte ich fest, dass Kraken viel mehr sind als bedrohliche Ungeheuer, die Schiffe in die Tiefen ziehen. Zum Beispiel habe ich gelernt, dass Kraken sehr intelligente Lebewesen sind und sich durch die kleinsten Öffnungen quetschen können oder drei Herzen haben.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich das neue Sachbuch „Faszination Krake“ in die Hand genommen habe. Das Buch richtet sich an Kinder ab 10 Jahren und an Oktopoden begeisterte Erwachsene bzw. solche, die es werden wollen.

Mich hat das wunderschön illustrierte Buch von dem Autor Michael Stavarič und der Illustratorin Michèle Ganser sofort überzeugt. Schon nach wenigen Seiten bin ich in faszinierende Unterwasserwelten eingetaucht. Dabei schreibt der Autor mit viel Witz, regt aber gleichzeitig auch zum Nachdenken und Träumen an. Haben Sie sich zum Beispiel schon einmal gefragt, was Sie tun würden, wenn Sie acht Arme hätten?

Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es kleine Gedichte und spannende Fakten über den Ozean, Oktopoden und andere Meerestiere. Auch werden komplexe Themen wie etwa Bionik in einfacher und nachvollziehbarer Sprache erklärt.

Alles in allem ist das Sachbuch eine wahre Liebeserklärung an Kraken. Detailliert und unterhaltsam beschreibt der Autor diese außergewöhnlichen Tiere. Besonders beeindruckt haben mich die zahlreichen Illustrationen, die das Buch zu einem optischen Genuss machen.

Ein Buchtipp für alle kleinen und großen Leser*innen, die sich für Meerestiere begeistern und gerne neues Wissen tanken möchten.

Alle Bilder © Stadtbibliothek Köln

Heartstopper – Isaac und die Bücher

Habt ihr schon “Heartstopper” gelesen? Das ist ein Comic der britischen Autorin/Zeichnerin Alice Oseman, in dem sie die herzerwärmende Liebesgeschichte von Charlie und Nick erzählt. Die Story beschäftigte zuerst ganz #booktok, fand dann ihren Weg auf die Regale der deutschen Buchhandlungen, wurde endlich ins Deutsche übersetzt und nun auch noch von Netflix verfilmt. Und womit? Mit Recht!

Ich mag diese Geschichte, weil es völlig egal ist, ob sich da zwei Jungs mögen oder zwei Mädchen oder ein Heteropärchen. Wichtig ist, dass sie sich miteinander wohlfühlen und dass sie sich gut verstehen – eine Liebesgeschichte mit Ups and Downs. Mehr will ich gar nicht teasern, ihr dürft die Story gerne selbst lesen: Wir haben einige Bände im Comicbestand (im englischen Original, Signatur Ugb Oseman), und wer nicht schnell genug drankommt, kann auf Osemans Website nachlesen, welche Plattformen die Comics zum Online-Lesen bereitstellen.

Als Bibliothekarin ist mir eine Person aus der Netflix-Serie besonders sympathisch: Isaac. Er kommt in den Comics eigentlich gar nicht vor – Alice Oseman hat die Figur speziell für die Netflix-Serie entworfen und ersetzt mit ihm Aled, der möglicherweise noch seine eigene Show (“Radio Silence”) bekommt. Isaac ist ein typischer Bookworm und hat in jeder Szene ein Buch in der Hand. Er spricht nicht viel, und wenn doch, gibt er Ratschläge, für die man ihn wirklich gern haben muss. Meistens aber liest er, und zwar fast alles. Er scheint sich für alle möglichen Themen und Richtungen zu interessieren, und das hat die Fans der Serie dazu gebracht, sich seine Empfehlungen mal genauer anzusehen. Um euch Arbeit zu sparen, übertrage ich mal seine Leseliste und gebe euch gleich unsere Signaturen mit dazu.

Frank Herbert – Dune Messiah (dt. “Der Herr des Wüstenplaneten”). Band 2 der Dune-Reihe haben wir nur auf Deutsch bei den Science-Fiction-Romanen, Sign. U *S.F.* Herbert

Masashi Kishimoto – Naruto, Bd. 72. Wir haben die komplette Serie. Vielleicht was für die Sommerferien? Ihr findet sie bei den Mangas für Erwachsene, Sign. Ugc Kishimoto

Leonard Susskind, Art Friedman – Quantum mechanics (dt. “Quantenmechanik; das theoretische Minimum”). Hut ab, Isaac, das ist echt eine Herausforderung. Wir haben nur die deutsche Übersetzung, ist bei dem Thema aber vielleicht auch leichter. Sign. Sbp 8 Susskind

Holly Jackson – A good girl’s guide to murder. Ein spannender Thriller für Jugendliche und ältere Rätselfans, der 2020 den British Book Award bekam. Wenn er denn mal nicht ausgeliehen ist, steht er bei den Jugendbüchern, Sign. 22.5 Jackson.

Gareth Thomas – Proud. Diesen Titel über den Rugby-Spieler, der sich als homosexuell geoutet hat, haben wir leider nicht. Aber vielleicht wollt ihr stattdessen mal einen Blick in Reinhard Kleists Graphic Novel “Knocked out” werfen – über den homosexuellen Boxweltmeister Emile Griffith. Der steht bei den Erwachsenencomics, Sign. Uga Kleist.

Jane Austen – Pride and Prejudice. Austen geht ja immer, egal ob auf Deutsch oder im Original. Wir haben natürlich beides, an mehreren Stellen: bei U (als Einzelausgabe), Ua (als Teil einer Werkausgabe), Uhl (auf Englisch) und sogar als Easy Reader, wenn ihr euch nicht so recht ans Original traut (Hb Englisch-EasyReader).

Alice Oseman – Radio Silence. Ha – was für ein Schachzug! Das ist der Roman, in dem der ausgetauschte Aled die Hauptrolle spielt. Den haben wir im englischen Original bei den Jugendbüchern stehen, also bei der Sign. 22.7 Englisch/Oseman.

Juno Roche – Gender Explorers. Junge Transmenschen erzählen über ihre Erfahrungen. Dieses Buch haben wir leider auch nicht im Bestand, bislang gibt es noch keine deutsche Übersetzung. Falls ihr es auch auf Englisch lesen wollt, macht doch einfach einen Anschaffungsvorschlag. Oder lest das Buch “Ich bin Linus” von Linus Giese (Sign. Pbo 2.4 Giese).

Mike Berners-Lee: There is no Planet B (dt. “Es gibt keinen Planet B”). Beide Ausgaben stehen bei der Sign. An Berners-Lee. Wer sich für die Zukunft unseres Planeten interessiert, ist hier richtig. Falls euch der Name bekannt vorkommt: Ja, das ist der Bruder vom Erfinder des Internets, Tim Berners-Lee.

Sachbücher, Klassiker, Manga – da muss doch auch was für euch dabei sein, oder? Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und Lesen!

Neu im Makerspace der Zentralbibliothek: die 360°-Fotolichtbox

Ihr sortiert gerne aus und lebt das Motto „Weitergeben statt Wegwerfen“?
Ihr fertigt kreative, handgemachte Produkte und braucht vernünftige Fotos oder Videos, um sie zu verkaufen?
Ihr möchtst Sammler*innen glücklich machen, indem ihr Keller-Fundstücke wie Sammeltassen oder Überraschungsei-Figuren online stellt?

Mit der neuesten Errungenschaft im Makerspace wird all das und noch viel mehr möglich! Die Cobox 360°-Fotolichtbox ist auf der 4. Etage der Zentralbibliothek zu finden und wartet schon sehnsüchtig auf viele Benutzer*innen. Sie bietet 6 dimmbare Leuchten, einen Drehteller und genügend Platz für eure Objekte: Breite 37 cm, Höhe 37 cm, Tiefe 45 cm, Durchmesser Drehteller 32 cm.

Die Bedienbarkeit ist einfach und eine Anleitung findet ihr vor Ort. Wichtig: Die Box bietet Licht, aber keine Fotografier-Funktion. Also bitte neben den Gegenständen auch eine eigene Kamera oder ein eigenes Smartphone mitbringen, damit ihr mit vielen guten Fotos und Videos nach Hause gehen könnt.

Probiert es aus und werdet zu Produktfotografie-Meister*innen, Kleinanzeigenkönig*innen und Nachhaltigkeits-Unterstützenden!

Wo? Zentralbibliothek, 4. Etage, Makerspace
Wer? Alle, die möchten. Es wird kein Bibliotheksausweis benötigt.
Wie? ohne Anmeldung