Nein, wir fangen jetzt nicht an für Single-Parties zu werben und veranstalten bisher auch noch kein Speed-Dating in der Bibliothek. Hier geht’s um Unschuldigeres: Eine unserer bewährten und sehr beliebten Bilderbuchkinos in der Stadtteilbibliothek Porz. Sehen Sie selbst:

Wenn der Wolf dem Schwein ein Märchen erzählt .. „Cooler Typ sucht süße Gans!“ weiterlesen
Neubrücker Literaturkreis diskutierte über Miriam Meckel: Brief an mein Leben
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Dieses Buch widmet sich in einfacher und klarer Sprache an uns alle, denn ein Burnout kann jeden treffen. Es ist keineswegs eine Erkrankung der Karrieremenschen, die sich auf der Überholspur befinden.
Meckel schildert hier ihren Zusammenbruch. Sicherlich gab es viele Alarmsignale, „Neubrücker Literaturkreis diskutierte über Miriam Meckel: Brief an mein Leben“ weiterlesen
In Porz sammelt ein Ferkel Hüte!
Passend zu Karneval hat vor kurzem “Fritz Ferkel” die Stadtteilbibliothek in
Porz unsicher gemacht. Mit seiner vielfältigen und kunterbunten Hutsammlung
hat er kleine und auch große Leser mit auf eine spannende und lehrreiche
Reise genommen.
Frau Schirmer beglückt mit ihren Vorlesungen nun seit gut einem Jahrzehnt
unsere Besucher. Seit einiger Zeit werden die Geschichten nun auch durch ein
“Bilderbuchkino” untermalt, sodass auch jeder die Geschichten visuell
miterleben kann.

„In Porz sammelt ein Ferkel Hüte!“ weiterlesen
Neubrücker Literaturkreis diskutierte über Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=L9VAacx3rdc]
Dieser Roman besticht durch seine wunderbare Sprache.
Kathrin Schmidt bekam 2009 den Deutschen Buchpreis für “Du stirbst nicht”. Sie erzählt die Krankengeschichte von Helene Wesendahl, die im Alter von 44 Jahren eine Hirnblutung erlitt. Der Roman trägt autobiografische Züge. Er beschreibt den schmerzlichen Wiedereinstieg in ein neues Leben . Ein Schritt folgt dem nächsten, ein Wort nach dem anderen.
Fazit:
Trotz einiger Längen ein sprachlich ausgezeichneter Roman mit einem Thema, das 2011 aktueller denn je ist.
Im nächsten Literaturkreis am 1. April besprechen wir
Miriam Meckel: Brief an mein Leben

Rauf auf die “kleine Königin”!

“La petite reine” (Die kleine Königin) nennt man es liebevoll in Frankreich, während die Deutschen mitleidlos “Drahtesel” sagen. Dabei wäre es höchste Zeit, die Namen auszutauschen. Denn immer mehr Menschen entdecken hierzulande das Vergnügen und die Vorteile des Radfahrens, während der Franzose sein einst so kultiges “velo” lieblos im Keller verrosten lässt. Uneinholbare Europa-Meister auf dem Zweirad sind (wie kann es anders sein) die Niederländer mit über 1000 Kilometern pro Einwohner und Jahr, dicht gefolgt von den Dänen. Gerade 300 schaffen die Deutschen. Abgeschlagen mit peinlichen 87 die Drahteselstrampler aus Frankreich.
Nichtdestotrotz: der Frühling ist da! Höchste Zeit die “kleine Königin” aus dem Keller zu holen, sie fit zu machen, um dann mit ihr auf Entdeckungstour zu fahren. Am besten beginnt man in der näheren Umgebung und bringt sich so langsam in Form für größere Strecken und Steigungen.
In der ersten Etage der Zentralbibliothek befindet sich eine komplette Regalwand mit Radwanderführern und -karten und unzähligen Tourenvorschlägen weltweit. Auch in allen Stadtteilbibliotheken gibt es ein reichhaltiges Angebot.
Wer sofort in den Sattel springen will, um Köln von seinen interessantesten Seiten kennen zu lernen, klickt hier.
gp
Die Stadtteilbibliothek Sülz wird 85 Jahre alt : ein kleiner Rückblick
Am 18.03.1926 wurde die Volksbücherei IV in Sülz eröffnet.

Allerdings existierte die Volksbibliothek IV durch eine großzügigen Spende des Bankiers Camphausen bereits seit 1897 in der Richard-Wagner-Straße. Die Gründung hatte das Ziel, den sozialen Misständen entgegenzuwirken. Die Bibliothek sollle sich daher an alle Bevölkerungsschichten richten. Das Personal der Volksbibliothek IV war zunächst ehrenamtlich und die Bücher waren nur am Schalter erhältlich.

Ab 1914 sollte die Volksbibliothek IV dann einen neuen Standort in Sülz erhalten und erstmalig nur mit städtischen Mitteln finanziert werden. Doch durch den 1. Weltkrieg musste dieses Vorhaben ersteinmal verschoben werden.
1926 wurde schließlich die Volksbibliothek in der Palanter Str. in Sülz mit einem Bestand von 4600 Büchern eröffnet.
Doch dort konnte die Bibliothek nur bis 1942 bleiben, denn nach einem Luftangriff war das Gebäude schwer beschädigt worden. Im 2. Weltkrieg musste die Bibliothek zweimal umziehen. Zunächst fand sie ein Café in der Zülpicher Str. als Bleibe, musste jedoch, nach erneuten Zerstörungen mit dem übriggebliebenen Bestand in den Keller einer Schule in der Euskirchener Straße, erneut umziehen. Ab 1944 wurden schließlich alle Kölner Bibliotheken komplett geschlossen.

Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Bibliothek IV in der Euskirchener Straße wieder eröffnet werden und hatte einen Bestand von 5100 Büchern. Bereits 3 Jahre später zog sie wieder um, diesmal in die Emmastraße.
Am 10.01.1966 gab es dann den letzten Umzug in die Wichterichstraße 1, wo sich die Bibliothek noch heute befindet. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Bibliothek IV eine reine Thekenbibliothek gewesen. Doch in den neuen Räumlichkeiten wurde auf einer Fläche von 390 m² eine moderne Bibliothek aufgebaut, dessen Buchbestand für jedem frei zugänglich sein sollte.

Mittlerweile befindet sich die Stadtteilbibliothek Sülz schon seit 45 Jahren in dem jetzigen Gebäude und ist fest verankert in dem Stadtteil Sülz. Als 2003 die Schließung der Stadtteilbibliothek Sülz drohte, setzten sich viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil für den Erhalt der Bibliothek ein, woraus der Förderverein der Stadtteilbibliothek Sülz lesezeichen e.V. entstand.
Das Medienangebot (insgesamt über 30.000 Medien) umfasst nun nicht nur mehr Bücher, sondern auch DVDs, Hörbücher, Musik-CDs und Games. Es finden regelmäßig Lesungen für Kinder und Erwachsene statt. Ganz neu sind zweisprachige Kinderbuchlesungen in Italienisch, Spanisch und Englisch, die einmal im Monat stattfinden.
Weitere Informationen zu der Stadtteilbibliothek Sülz finden Sie hier.
aFri
Auf den Grund des Meeres … mit der Stadtteilbibliothek in Porz!
Voller Spannung haben Kinder und Erwachsene am 17. Februar die Geschichte von Flori “Flunkerfisch” verfolgt. Frau Schirmer liess ihr Publikum eintauchen in die fabelhafte Welt der Fische. Untermalt wurde das Ganze von einem großen Bilderkino, auf dem die Kinder mitverfolgen konnten, wie Flori sein Abenteuer bestritt und meisterte!
Am Donnerstag, 17.3., 15.00 Uhr könnt Ihr “Fritz Ferkel” in der
Stadtteilbibliothek Porz treffen!
Lasst Euch doch einfach überraschen!
Ihre Stadtteilbibliothek in Porz
Der berühmteste Bibliothekar Kölns

Jeder Kölner Jeck kennt es! Jedes kölsche Kind kann es! Und jeder Imi lernt es in seiner ersten Session kennen und singen! Das Lied gehört mit seiner klaren mathematischen Beweisführung zu den kölschen All-Time-Karneval-Classics. Gewidmet ist es dem berühmtesten Lehrer Kölns: Heinrich Welsch.
“En dr Kaygass Nummero null steiht en steinahl Schull,
und do hammer drin studeet.
Unsere Lehrer, dä heeß Welsch, sproch en unverfälschtes Kölsch,
un do hammer bei geliehrt.”
Und wie so oft im kölschen Liedgut darf man nicht alles wörtlich nehmen. Besagte (bzw. besungene) Schule steht längst nicht mehr und Lehrer Welsch hat auch nie dort unterrichtet.
Was aber stimmt ist, dass Heinrich Welsch 1905 in Kalk eine Sonderschule (” Hilfsschule”) gründete und dass er sich in dem Arbeiter-Veedel besonders für die Ärmsten der Armen und die unverheirateten Mütter einsetzte.
Geehrt wird seine Name nicht nur im Liedgut. Heute gibt es eine Heinrich-Welsch-Schule und den renommierten Heinrich-Welsch-Preis.
Jedoch! Was kaum jemand weiss: Lehrer Heinrich Welsch gehörte zu den ersten bibliothekarischen Aktivisten des Rheinlandes. In Kalk wurde 1884 die erste Volksbibliothek gegründet. Die Firma Humboldt und andere Industriebetriebe spendeten zum Start 1700 Bücher und stellten einen Raum an der Kalker Hauptstraße zur Verfügung. Vier Lehrer übernahmen Bibliothekarsfunktion. Einer von Ihnen war Heinrich Welsch. Dies waren gleichzeitig die Ursprünge der Stadtteilbibliothek Kalk.
Also beim nächsten Singen des Karnevalshits daran denken: dies ist nicht nur die Hymne auf den Kölner Kult-Lehrer sondern auch auf den Kölner Kult-Bibliothekar!
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gp
Neubrücker Wii fit Senioren stürmen die Gaming-Roadshow
Jeden Donnerstag von 10-12 trifft sich eine eingeschworene Fangemeinde in der Stadtteilbibliothek Neubrück zum Highlight der Woche. Mittlerweile bowlen wir nicht nur, sondern probieren uns im Tennis, Baseball und Golf.
War ich einst die “Bowlingqueen” , haben mich die Senioren längst eingeholt . Heute haben wir den Wii Fit Test gemacht und alle Senioren waren 10-15 Jahre jünger als ihr tatsächliches Alter.
Unser Azubi mutiert zum “Coach der Herzen” … fordert uns … und gibt ‘ne Menge Tipps.
Zwischendurch werden wir von unserer Kaffee-Fee verwöhnt, wenn sie nicht gerade selbst die Kugel schwingt….

Also jede Menge Spass und Freude gepaart mit Erfolgserlebnissen…

Mittlerweile rundum fit freuen wir uns schon auf das Event in der Zentralbibliothek am Neumarkt
Gaming-Roadshow am 15. und 16. Februar
Zwei Tage lang kann man dort Computerspiele ausprobieren und Erfahrungen austauschen…
Vielleicht sieht man sich…
lab
Neubrücker Literaturkreis
…war begeistert von diesem Buch.

Diejenigen, die eine Kirchenkritik erwarten, werden von dem Buch enttäuscht, und diejenigen, die ein Zeugnis für Christus bzw. das Klosterleben erwarten auch.
Der Autorin kam es darauf an, eine Geschichte zu erzählen und nicht für oder gegen etwas Zeugnis abzulegen.
Nun zu den Vorwürfen:
Frau Peters Klosterleben ist nicht gescheitert. Sie hat lange Jahre im Kloster verbracht und ausgehalten, sie läßt keinen Frust ab, sondern erzählt auch schöne Erlebnisse aus dem Klosterleben. Auch ist sie nicht einfach mit einem Typen abgehauen. Sie hat auf ihr Herz gehört und sich für die Liebe und ein Kind entschieden, sicherlich ein anspruchsvolleres Projekt, als im Kloster zu leben.
Im Buch befindet sich keinerlei narzisstischer Eigenkommentar. Wohl aber nimmt die Autorin ihre Mitmenschen so ernst, dass sie sie auch nur als Menschen sieht – Menschen, die Fehlentscheidungen treffen können und die hinterfragt werden müssen.
Die Klostergemeinschaft hat Frau Peters keine Ausbildung zur Buchhändlerin geschenkt, sondern die Priorin hat erkannt, das die junge Frau ihren eigenen Bereich, Verantwortung und Herausforderung braucht. Aber ganz deutlich haben in diese Entscheidung auch die finanziellen Hintergründe des Klosters mit gespielt. Die klösterliche Buch -und Kunsthandlung sollte zur Einnahmequelle werden, da die Altersversorgung der Schwestern auf dem Spiel stand.
Der Stil des Buches ist nicht platt, sondern einfach natürlich. Auch nicht ironisch, es ist einfach witzig, wo es Witziges aus dem Klosterleben zu berichten gibt. Frau Peters ist eine starke Frau, die das tut, was sie für richtig hält.
Sie hat keine Erfahrungen auf Kosten anderer gesammelt. Sie hat für die Gemeinschaft unentgeldlich gearbeitet, sich in die Gemeinschaft eingebracht und war eine Bereicherung für die Klostergemeinschaft. Sonst hätte man sich nicht dafür entschieden, sie zur ewigen Profess zuzulassen.
Die Autorin findet im Kloster “alles irgendwie komisch und rührselig”. Sie findet es nicht so, es ist so, Klosterleben ist nicht mehr zeitgemäß und man hält an alten und überholten Riten fest, die das Ganze nur starr und einengend machen.
Fazit: Das wahre Leben findet nicht hinter Klostermauern statt. Im wahren Leben geht es um eigenständiges Denken und Handeln und “Gottes Sohn” ist hinter Klostermauern nicht leichter zu finden als in der Freiheit.
Übrigens verrät die Autorin bewußt nicht den Namen des Klosters und führt uns -was das betrifft- auch auf falsche Fährten. Wir haben das Rätsel gelöst…einfach mal googeln…viel Erfolg!
Unser nächster Literaturkreis
in der Stadtteilbibliothek Neubrück: Freitag, 4.3. 2011 von 10.00 – 11.30
Wir lesen und diskutieren

lab
